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Full text of "Dr. Ryke Geerd Hamer - Vermaechtnis einer Neuen Medizin Teil 1"

Dr. med. Ryke Geerd Hamer 

Vermachtnis 

EINER 

Neuen Medizin 

Teill 



Die 5 Biologischen Naturgesetze - 
Grundlage der gesamten Medizin 

Die Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme der Natur 

Das ontogenetische System der Tumoren mit 

Krebs 
Leukamie 
Epilepsie 

+ Farbige Falttafel der Neuen Medizin: „Psyche - Gehirn - Organ" 

Amici di Dirk 
Ediciones de la Nueva Medicina 



Dr. med. Ryke Geerd Hamer 

VERMACHTNIS 

EINER 
NEUEN MEDIZIN 

Teill 

Die 5 Biologischen Naturgesetze - 
Grundlage der gesamten Medizin 

Die sinnvollen biologischen Sonderprogramme der Natur 

Das ontogenetische System der Tumoren mit 

Krebs 
Leukamie 
Epilepsie 

+ Farbige Falttabelle der Neuen Medizin: 
„Psyche - Gehirn - Organ" 



AMICI DI DIRK 
Ediciones de la Nueva Medicina 



7.Auflagel999 



ISBN 84-930091-0-5 



Danksagung 



Mein Dank gilt alien Mitarbeiten, Freunden, Sponsoren und 
Helfern, die maBgeblich daran beteiligt waren, daB dieses 
Buch so erscheinen konnte. 

Ganz besonders aber danke ich den Patienten, die mir er- 
laubt haben, ihren Fall teilweise anonym, teilweise auch 
mit Foto oder sogar Namen zu veroffentlichen, damit 
Mitpatienten daraus lernen konnen. 

Mein Dank gilt den Lebenden - meine Ehrerbietung den 
Verstorbenen, die bei uns sind mit ihrer Hilfe. 



Dieses Buch ist gewidmet 
in Ehrfurcht den Toten - in Wahrhaftigkeit den Lebenden 



Meinem Sohn DIRK, der mit 19 Jahren im Schlaf todlich getrof- 
fen wurde von einem italienischen Prinzen, der aus reinem Mut- 
willen auf einen anderen Menschen schoB. Durch seinen Tod er- 
krankte ich selbst an einem DHS, einem „DIRK-HAMER- 
SYNDROM", einem „Verlust-Konflikt" mit einem Hodenkrebs. 
Dieses auffallige Zusammentreffen von akut-dramatischem Kon- 
flikt-Schock und eigener Krebserkrankung hat mich die Erkenntnis 
der Neuen Medizin finden lassen. 

Meiner geliebten Frau SIGRID, meinem „klugen Madchen", die 
als erste Arztin der Welt die Neue Medizin als richtig erkannt hat. 
Meinen Patienten, den gestorbenen, die mir ans Herz gewachsen 
waren wie Kinder, die aber so bedrangt oder gar mit massivem 
Druck gezwungen wurden, sich wieder in die sog. Behandlung der 
herrschenden Mediziner zu begeben und dort unter Morphium 
elendig zu Tode gebracht worden sind. 

Den Lebenden, die das Gluck oder die Courage gehabt haben, sich 
der Pression der sog. Schulmedizin entziehen zu konnen und da- 
durch wieder gesund geworden sind. 

Dieses Buch soil fur alle Menschen guten Willens und ehrlichen 
Herzens eines der begliickendsten Biicher sein, die sie kennen wer- 
den! 




Dirk Geerd Hamer 



geboren am 11. Marz 1959 in Marburg 
todlich getroffen am 18. August 1978 vor Cavallo/ Korsika 

gestorben am 7. Dezember 1978 in Heidelberg 
begraben unter der Stadtmauer an der Pyramide in Rom 



Schwarzwald, 7. Dezember 1980, 17 Uhr 

Dirk - mein Sohn 

Heute vor zwei Jahren war der schwarzeste Tag meines Lebens, die schwarzeste 
Stunde meines Lebens! Mein geliebter Dirk ist in meinen Armen gestorben. 
Nichts vorher und nichts nachher war so grauenhaft, so unsagbar vernichtend 
wie diese Stunde. Ich habe gemeint, es wiirde vielleicht langsam nachlassen, 
dieses Gefuhl der Ohnmacht, des Verlassenseins, der unendlichen Traurigkeit. 
Aber es wird noch immer starker. Ich kann nicht mehr der sein, der ich war. 
Mein armer Sohn, was hast Du durchgemacht, was hast Du gelitten, ohne je mit 
einem Wort zu klagen. Was hatte ich darum gegeben, hatte ich an Deiner Stelle 
sterben diirfen. Jede Nacht stirbst Du aufs neue in meinen Armen, 730 Nachte 
bist Du seither bei mir gestorben, und immer wollte ich Dich nicht loslassen aus 
meinen Armen und immer zog Dich das grausige Verhangnis. Ohnmachtig stand 
ich noch jedesmal zum SchluB und hab geheult wie vor zwei Jahren, so hem- 
mungslos und fassungslos geheult wie damals zwischen all den schwerkranken 
Patienten und den abgestumpften, rohen und unbarmherzigen Arzten und 
Schwestern, die mich nur zum Sterben noch zu Dir gelassen haben. 

Du wunderbarer Junge, bist gestorben wie ein Konig, stolz, groB und doch so 
lieb, trotz aller Qualen, trotz aller Schlauche in alien Venen, Arterien, trotz Intu- 
bations-Schlauch , trotz furchtbarem Decubitus . Die Niedertracht und Bosheit 
Deiner Peiniger hast Du nur mit einem Kopf schutteln abgetan: „Papa, sie sind 
bose, sehr bose." In den letzten Tagen hast Du nur noch mit den Augen gespro- 
chen, aber ich habe jedes Wort von Dir verstanden. 

Hast Du auch alles verstanden, was ich Dir noch zuletzt gesagt habe, daB Pa- 
pa und Mama Dich unendlich liebhaben und daB wir immer zusammenbleiben 
werden und alles gemeinsam machen werden? Und daB Du jetzt ganz stark sein 
muBt und einen langen Schlaf machen muBt? Du hast genickt, und ich bin si- 
cher, Du hast alles verstanden, trotz Deines Todeskampfes. Nur einmal, als Du 
schon Deine Augen geschlossen hattest und meine Tranen auf Dein Gesicht 
tropfen fuhltest und mich weinen hortest, hast Du ein biBchen unwillig mit dem 
Kopf geschuttelt. Wolltest Du mir sagen: „Papa, du sollst nicht weinen, wir 
bleiben doch immer zusammen!" 

Ich schame mich nicht, mein Junge, vor keinem Menschen. Ich weine so oft, 
wenn niemand mich sieht. Sei mir nicht bose. Ich weiB, Du hattest Deinen Vater 

Intubation = Einfuhren eines Spezialtubus in die Trachea oder einen Haupt- 
bronchus 

Decubitus = 'Darniederliegen'; Mangeldurchblutung aufgrund chronischer, 
ortlicher Druckwirkung (Bettlagerigkeit) 



11 



noch niemals weinen gesehen. Aber jetzt bin ich auch Dein Lending und bin 
traurig-stolz auf Dich, mit welcher Wiirde Du uns durch das groBe Tor des 
Todes vorausgegangen bist. Aber auch solch ein Stolz kann meine Verzweiflung 
nicht stillen, wenn Du jede Nacht aufs neue in meinen Armen stirbst und mich 
verzweifelt zuriicklaBt. 



12 




Dieses Bild malte mein Sohn mit 18 Jahren in Rom. Es ist eine besondere Art 
von „Selbstbildnis". Er malte sich mit 80 Jahren - ein Jahr vor seinem Tode. 



Zuerst lehrte mich mein DIRK die Zusammenhange des Krebs zu verstehen, 
danach begriff ich langsam die gesamte Medizin. 



13 




Meine tiber alles geliebte Frau, Dr. Sigrid HAMER, Arztin und treuer Kame- 
rad durch fast 30 Jahre. Ftinf Krebserkrankungen konnte sie uberwinden, die 
mehr oder weniger alle im Gefolge des Leides um ihren geliebten Sohn DIRK 
entstanden waren. Sie starb am 12.4.85 in meinen Armen an einem akuten 
Herzinfarkt. 



15 



Vorwort zur 2.-6. Auflage 

Liebe Leser! 

Dieses Buch „Vermachtnis einer Neuen Medizin" ist die Grundlage eines vollig 
neuen Verstandnisses der Medizin geworden. Was ich nur in meinen kiihnsten 
Traumen zu hoffen gewagt hatte, ist eingetroffen: Die Leser haben begriffen, 
daB hier eine medizingeschichtliche Wende eines vorher fur unvorstellbar gehal- 
tenen AusmaBes markiert ist. 

War das Buch „Krebs - Krankheit der Seele" von 1984 der allererste Ur- 
sprung dieser neuen Art zu denken, so hat dieses Buch inzwischen verstehbare 
und praktisch realisierbare Grundlagen geliefert und neue Dimensionen abge- 
steckt. Insbesondere das ontogenetische 34 System der Tumoren und Krebsaqui- 
valent-Erkrankungen hat uns die Neue Medizin auf eine so eindriicklich einfache 
und vor allem nachweisbare Art verstandlich gemacht, daB wir damit wirklich 
arbeiten konnen. 

Die Reaktionen und Leserzuschriften auf dieses Buch waren positiv bis enthu- 
siastisch. Dies hat mich reichlich entschadigt fur alle Opfer und Miihen. Die 
bisher unters Volk gebrachten fast 20.000 Bande laufen wie ein Lauffeuer um 
die ganze Welt, auf deutsch und auch in der franzosischen Ubersetzung 
„Fondement d' une Medecine Nouvelle". Die Neue Medizin ist nicht mehr zu 
stoppen, auch nicht die neue Art zu denken, die sich mit ihr zusammen Bahn 
bricht. 

Die schlimmste Form der Versklavung des Menschen, namlich die totale Ent- 
fremdung von sich selbst, wird ein Ende haben. Der durch den volligen Verlust 
des natiirlichen Vertrauens in sich und seinen Korper, der Aufgabe des instinkti- 
ven Horchens auf die Stimme seines Organismus entstandenen Angst, wird der 
Boden entzogen werden. 

Mit dem Verstandnis der Zusammenhange von Psyche und Korper begreift der 
Patient auch den Mechanismus der panischen irrationalen Angste vor progno- 
stisch angeblich unausweichlichen Gefahren, die eben erst dadurch unausweich- 
lich und mortal 5 werden, weil der Patient sie glaubt, weil er Angst hat. Enden 
wird so auch die aus dieser Angst vor einem angeblich „selbstzerstorerischen 
Krebsmechanismus", dem „unendlich lebenkonsumierenden Metastasen- 
Wachstum" etc. erwachsene unendliche Machtfulle der Arzte. 

Die Verantwortung, die diese in Wahrheit nie ubernommen haben und auch nie 
ubernehmen konnten, mussen sie nun an die Kranken selber zuriickgeben. Die- 



3 ontogenetisch = bezogen auf die Menschwerdung im Mutterleib und als Rasse 

4 Ontogenese = Embryonalentwicklung 

5 Mortalitat = Sterblichkeit 



17 



ses Buch kann fur denjenigen, der es wirklich begreift, wirkliche Freiheit bedeu- 
ten. 

Das wunderbarste Erlebnis fur mich war, daB ich gesehen habe, daB die Pati- 
enten selbst nunmehr, mit dem Buch der NEUEN MEDIZIN in der Hand in der 
Lage sind, sich selbst zu retten. Sie lesen das Buch, verstehen es, gehen ruhig 
und gelassen zu ihrem Doktor oder Professor, legen ihm das Buch auf den Tisch 
und sagen ihm, sie mochten nach dieser und keiner anderen Methode behandelt 
werden. Kein Professor dieser Welt kann dagegen etwas sagen, kein einziger hat 
bisher etwas dagegen argumentieren konnen. Die Histopathologen, die bisher die 
„Schicksalsgotter" der Medizin waren und dariiber urteilen muBten, ob ein Ge- 
webe Krebs ist oder nicht, sie knicken, mit dem ontogenetischen System der 
Tumoren und Krebsaquivalent-Erkrankungen konfrontiert, ein, sie mussen sich 
widerrufen und geschlagen geben, wenn ihre Diagnose nicht damit ubereinge- 
stimmt hatte. Es werden ganz neue, und zwar nachpriifbare MaBstabe gesetzt. 
Auch hat jetzt die histologische Diagnose und die fruher in der Gegend herum- 
geschleuderten vermeintlichen „Prognosen" („Sie haben noch so und so lange zu 
leben, noch so und so viel Prozent Uberlebenschance") ihren Schrecken verlo- 
ren, seit der Patient weiB, daB er selbst seine Prognose programmieren kann. 

Der Patient ist mundig geworden. Er starrt nicht mehr wie ein verangstigtes 
Kaninchen den groBen Chefarzt oder Primarius an, aus dessen Mund er fruher 
zitternd die Todesprognose erwartete und erhielt (was ihm stets den nachsten 
Konflikt mit einer sog. „Metastase" verursachte), sondern er steht heute als 
ebenburtiger Partner seinem Arzt gegemiber. Der Patient kann die Neue Medizin 
namlich genauso gut verstehen wie der Arzt, wahrend beide den fruheren Wirr- 
warr der alten Medizin mit all den unerklarlichen Ausnahmen und Zusatzhypo- 
thesen nicht verstehen konnten. Nur hatten die Arzte stets so getan, als wurden 
sie diesen Unsinn verstehen konnen oder gar verstanden haben. 

Zum SchluB eine wahre Begebenheit, die sich vor einiger Zeit in Bremen zu- 
getragen und mich zutiefst geriihrt hat: Eine junge Frau, der man in der Klinik 
gesagt hat, sie sei „voller Metastasen" und habe keine Chance mehr zu uberle- 
ben, bekommt von einer guten Freundin dieses Buch zugesteckt. Um in Ruhe 
lesen zu konnen, geht sie in den Wald, setzt sich an einer einsamen Stelle auf 
einen Baumstamm und ... liest! Als tuchtige Sekretarin, die sie bisher war, liest 
sie rasch und konzentriert, Stunde um Stunde. Sie merkt keinen Hunger und 
keine Miidigkeit, 6 Stunden hat sie, wie sie sagt, fast wie im Rausch gelesen. 
„Dann", so erzahlt sie, „fiel es mir wie Schuppen von der Augen. Ich begriff in 
einem freudigen Schrecken, was dieses Buch bedeutete. Da sprang ich von mei- 
nem Baumstamm in die Hohe, so hoch ich konnte, und schrie in den Wald: 'Jetzt 
weiB ich, daB ich weiterleben kann!'" 



18 



Sie hat richtig gefuhlt! Es geht ihr gut, und sie ist langst aus der Gefahrenzone 
heraus. 

Hatte dieses Buch nur dieser jungen Frau, einem einzigen Menschen, geholfen 
zu uberleben, dann ware es wert und ist wurdig, geschrieben worden zu sein! 

Euer Dr. Ryke Geerd Hamer 



19 



Vorwort zur 7. Auflage 



Nach zehn Jahren, seit der ersten Auflage des Buches „Vermachtnis einer Neuen 
Medizin Bd. I", war eine groBere Uberarbeitung dringend erforderlich. Mit der 
ersten Auflage 1987 war, so meine ich riickblickend, ein groBer Wurf gelungen. 
Die bis damals gefundenen 4 biologischen Naturgesetze haben sich als vollstan- 
dig richtig erwiesen, wenngleich das 4. biologische Naturgesetz (das ontogene- 
tisch bedingte System der Mikroben) in vielen Erkrankungsfallen nicht reprodu- 
zierbar ist, weil keine bakteriologischen Befunde mehr erhoben werden. So 
glaubt man z.B. die Tuberkulose sei ja praktisch ausgerottet und verzichtet des- 
halb in 9 von 10 Fallen darauf, die sog. „saurefesten Stabchen" korrekt nachzu- 
weisen. Uberhaupt hat die offizielle Schulmedizin, wie ja vorauszusehen war, 
erhebliche Schwierigkeiten, die Neue Medizin uberhaupt zu verstehen. Zu tief 
sitzen die Vorstellungen von „gutartig" und „bosartig", die in nahezu alien Be- 
reichen halbreligios den Fortschritt der Wissenschaft verhindert haben. So kon- 
nen oder wollen meine ehemaligen Kollegen einfach nicht begreifen, daB z.B. ein 
althirn-gesteuerter Krebs und eine Tuberkulose mit dem typischen Nacht- 
schweiB und den subfebrilen Temperaturen zum gleichen Sonderprogramm 
(was ich father noch als Krankheit bezeichnet habe) gehoren konnen, nur ist der 
Krebs die konflikt-aktive Phase und die Tbc die Heilungsphase. 

1994 ist ein 5. biologisches Naturgesetz zu den 4 bereits seit 1987 vorhande- 
nen dazugekommen, die sog. Quintessenz: 

„Das Gesetz vom Verstandnis einer jeden sog. 'Krankheit' als eines entwick- 
lungsgeschichtlich verstehbaren Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms der 
Natur (SBS)." 

Dieses 5. Biologische Naturgesetz war naturlich implizit auch schon in der 1. 
Auflage enthalten, denn die ganze Neue Medizin basiert ja im Grunde auf die- 
sem Verstandnis. Aber sie war noch nicht klar definiert. Mit dieser Quintessenz 
ist die Neue Medizin praktisch in sich logisch koharent abgeschlossen. 

Mit dem 5. Biologischen Naturgesetz ist meine friihere Ansicht uberholt, die 
ich noch bei der Entdeckung der Eisernen Regel des Krebs und dem Gesetz der 
Zweiphasigkeit aller sog. Erkrankungen (bei Losung des Konfliktes) hatte, nam- 
lich daB das DHS, der initiale biologische Konfliktschock, ein „KurzschluB" im 
Gehirn sei. Denn unter „KurzschluB" versteht man eben noch eine „Panne", ein 
„Versagen" des Organismus, eine bosartige Entartung sinnloser Natur etc. Alles 
das hatte so nicht gestimmt. Erfreulicherweise hatte ich diesen Rest an Ballast 
nicht in die beiden ersten biologischen Naturgesetze aufgenommen, sondern sie 

6 subfebril = leicht fieberhaft 

7 koharent = zusammenhangend 



21 



rein naturwissenschaftlich formuliert. Das zahlt sich jetzt aus, denn ich brauchte 
sie nicht zu andern, das 3. und 4. Biologische Naturgesetz ohnehin nicht Wir 
nennen jetzt alle Gesetze die 5 Biologischen Naturgesetze. 

So hat dieses Buch eigentlich nur seine Komplettierung durch die Quintessenz 
des 5. Biologischen Naturgesetzes erhalten. Wir haben jetzt ein naturwissen- 
schaftliches, prazises System von 5 biologischen Naturgesetzen - ohne eine ein- 
zige Hypothese! Dagegen steht die offizielle Schulmedizin, die sich als „Staats- 
medizin" geriert, sich „anerkannt" nennt und sich deshalb anmaBte, die Erkennt- 
nisse der Neuen Medizin bisher 17 Jahre lang mit einer schier unvorstellbaren 
Menschenverachtung zu unterdriicken. Der „anerkannte Irrtum" der „Staatsme- 
dizin" funktioniert nur mit einigen tausend Hypothesen, keiner einzigen biologi- 
schen GesetzmaBigkeit. Deshalb konnte man auch bei der „anerkannten Medi- 
zin" nie etwas naturwissenschaftlich am nachstbesten Patientenfall nachpriifen. 
In der Neuen Medizin muE jeder ndchstbeste Fall stets nach den 5 Biologi- 
schen Naturgesetzen reproduzierbar sein. 

Die nunmehr fur Patient und Arzt gleichermaBen einsehbaren und verstehba- 
ren Krankheitsverlaufe nehmen dem Patienten jede Panik. Wir haben gleichsam 
die Urmedizin wiederentdeckt. In Spanien wird sie deshalb manchmal auch 
zartlich „la medicina sagrada", die „heilige Medizin" genannt. 

Koln, den 24.12.95 



22 



Zusatz zum Vorwort der 7. Auflage, 

geschrieben im Gefangnis, Koln-Ossendorf („Klingelpiitz") 

am 18. August 1997 
LieberLeser, 

Heute vor 19 Jahren wurde mein Sohn DIRK im Morgengrauen in einem Boot 
schlafend, aus dem Kriegskarabiner seines Morders todlich getroffen. Er starb 
am 7. Dezember 1978. 

Wie ihr seht, sind nun zwei Jahre ins Land gegangen, in denen dieses Buch 
nicht gedruckt werden konnte. 

Mit Hilfe des Falles der kleinen Olivia Pilhar aus Osterreich wurde gegen un- 
seren Verlag und meine Person ein unglaublicher Medien- und Rufmordterror 
inszeniert, der unseren Verlag fast vernichtet hatte - aber eben nur fast. (Ich 
mochte mich uber den Fall Olivias hier nicht erneut aufiern und verweise daher 
alle Interessierten auf das von ihrem Vater verfaBte Buch: „01ivia - Tagebuch 
eines Schicksals"). 

An dieser Stelle mochte ich ganz besonders einigen guten Freunden danken, 
ohne die wir es nicht geschafft hatten. 

Seit drei Monaten sitze ich hier im Gefangnis oder Kerker, dem Kolner „Klin- 
gelputz". Aber ich bin stolz darauf, fur alle Patienten, fur alle diejenigen, die 
sich fur die Neue Medizin entschieden haben oder im Zukunft noch entscheiden 
wollen und fur die wissenschaftliche Wahrheit hier im Kerker sitzen zu mussen 
oder zu durfen. Seit wir jetzt die Ermittlungsakten einsehen konnten, konnten wir 
feststellen, mit welcher Menschenverachtung und mit welcher krimineller Ener- 
gie unsere Gegner gegen meine Person und die Neue Medizin zu Werke gegan- 
gen sind. Offiziell bin ich danach angeklagt, mit drei Menschen unentgeltlich 
uber die Neue Medizin gesprochen zu haben. Um eine Verurteilung vorzuberei- 
ten, mufite die Presse die Sache dramatisch und mit abgrundtiefem Hafi darstel- 
len: „K61ner Krebsheiler - schon 40 Tote" und „Dr. Hamer: Todesliste wird 
immer langer." Kein Wunder, viele Knackis im Kolner Knast waren mir nach 
der Zeitungslekture am liebsten an die Gurgel gegangen ... 

Eine offentliche, redliche und naturwissenschaftliche Uberprufung der Neuen 
Medizin soil es auf gar keinen Fall geben. Mit Hilfe der Justiz will man mich 
tatsachlich zwingen, uberhaupt nicht mehr uber Medizin zu reden, keine Semi- 
nare mehr zu halten, keine Bucher mehr zu schreiben. Laut Prof. Dr. Hanno 
Beck, Nestor des Faches „Geschichte der Naturwissenschaften", Bonn, ist dies 
„die bei weitem schlimmste Erkenntnisunterdriickung, die ich uberhaupt kenne." 



23 



Wenn wir uns uberlegen, wieviel Leid bereits praventiv im Vorfeld von spate - 
ren Erkrankungen verhindert werden konnte, wenn die Kenntnis der 5 Biologi- 
schen Naturgesetze der Bevolkerung nicht systematisch vorenthalten wurde! 
Dieser Zustand weitet sich zu einem der groBten Verbrechen der Menschheitsge- 
schichte aus! 

Ich weiB, daB ich hier fur die wissenschaftliche Wahrheit und fur alle Men- 
schen, denen die Neue Medizin noch helfen kann, im Gefangnis sitze, am 
9.9.1997 zu 19 Monaten Gefangnis verurteilt. Ich ertrage es ohne Murren, fur 
buchstablich „dreimal mit einem Patienten uber Neue Medizin gesprochen, ko- 
stenlos". Daraus konstruiert man dreimal Beratung, daraus dreimal Behandlung. 
Der Richter, der mich in dieser Farce von ProzeB aburteilen durfte, lehnte im 
letzten Moment die Anhorung von zehn Arzten und zehn Patienten der Neuen 
Medizin ab, die er vorher zugesagt hatte. Das Urteil stand schon vorher fest... 

Euer Dr. med. Ryke Geerd Hamer 



24 



Inhaltsverzeichnis 



1ZUMGELEIT 35 

2 DIE KRANKHEITEN (NUNMEHR VERSTANDEN ALS SINNVOLLE 
BIOLOGISCHE SONDERPROGRAMME) VON MENSCH, TIER UND 
PFLANZE ALS DREISCHICHTIGES GESCHEHEN 43 

2. 1 WAS BEDEUTET DIE SYNCHRONIZITAT DES DREISCHICHTIGEN VERLAUFS7...49 

3 EINFUHRUNG IN DIE NEUE MEDIZIN 55 

4 DAS WESEN DER NEUEN MEDIZIN - ABGRENZUNG ZUR 
BISHERIGEN SOG. „SCHULMEDIZIN" 61 

5 DIE EISERNE REGEL DES KREBS - DAS 1. BIOLOGISCHE 
NATURGESETZ DER NEUEN MEDIZIN 67 

5. 1 DAS I.kriterium DER EISERNEN REGEL DES KREBS 68 

5.1.1 Definition des Begriffes „Konflikt" in der EISERNEN REGEL DES 
KREBS (ERK) 70 

5.1.2 Das DIRK-HAMER-SYNDROM (DHS) 74 

5.2 DAS 2. KRITERIUM DER EISERNEN REGEL DES KREBS 79 

5.3 DAS 3. KRITERIUM DER EISERNEN REGEL DES KREBS 81 

6 DAS CODEVERHALTEN DES GEHIRNS - GRUNDLAGE DER 
BIOLOGISCHEN KONFLIKTE 83 

6. 1 VERGLEICH DER BIOLOGISCHEN VERLAUFSFORM DES KREBS BEI MENSCH 
UND TIER 86 

6.2 VERGLEICH DER BIOLOGISCHEN KONFLIKTE BEI MENSCH UND TIER 89 

7 DAS GESETZ DER ZWEIPHASIGKEIT DER SINNVOLLEN 
BIOLOGISCHEN SONDERPROGRAMME (FRUHER BEZEICHNET 
ALS ERKRANKUNGEN) BEI LOSUNG DES KONFLIKTS - DAS 2. 
BIOLOGISCHE NATURGESETZ DER NEUEN MEDIZIN 91 

7.L SYMPATHICOTONE KONFLIKT-AKTIVE PHASE; KONFLIKTVERLAUF 96 

7 . 2 CONFLICTOLYSE, LOSUNG DES BIOLOGISCHEN KONFLIKTS 98 

7 . 3 DIE EPILEPTISCHE BZW. EPILEPTOIDE KRISE IM HEIL VERLAUF ERKLART AM 
BEISPIEL DES HERZINFARKTS 99 

7 . 4 WAS HEIBT „BIOLOGISCHE" LOSUNG EINES KONFLIKTES? 102 

7.4.1 Fallbeispiel: Biologische Konfliktlosung durch interstitielles Hoden- 
Karzinom 104 

8 DIE EPILEPTISCHE KRISE ALS NORMALE PASSAGE IN DER 
HEILUNGSPHASE 113 



25 



8 . 1 MOGLICHKEITEN DER VERSCHLEIERUNG DER EPILEPTISCHEN KRISE 119 

8.2 DAS WESEN DER EPILEPTISCHEN KRISE 120 

8.2.1 Fallbeispiel: D-Zug Paris - Koln, 06.10.1984, Abfahrt 7.37 Uhr.... 121 

8.2.2 Fallbeispiel: Der Ordonnanz-Offizier und der Kadett 124 

8.2.3 Fallbeispiel: Epilepsie seit dem 8. Lebensjahr 125 

8.2.4 Fallbeispiel: Liebesabenteuer auf Turkisch: Die Geliebte 127 

8.2.5 Fallbeispiel: Katastrophe pur 128 

8.2.6 Fallbeispiel: Kampf auf Tod und Leben 131 

8.2.7 Fallbeispiel: Der Tod des verehrten Chefdirigenten 134 

8.2.8 Fallbeispiel: Die vier bosen Geister 138 

8.2.9 Fallbeispiel: Verbotenes Petting 141 

8.2.10 Fallbeispiel: Papa Noel 143 

8.3 DIE WICHTIGSTEN EPILEPTISCHEN UND EPILEPTOIDEN KRISEN 147 

8.3.1 Migrdne-Anfdlle 149 

8.3.2 Die epileptischen Krisen (Anfdlle) des motorischen Rindenzentrums 150 

8.3.2.1 Asthma bronchiale 151 

8.3.2.2 DerMyokard-Infarkt 151 

8.3.3 Die epileptoiden Krisen des sensorischen (Haut - und Schleimhaut- 
Plattenepithel) und des postsensorischen (Periost) Rindenzentrums 153 

8.3.3.1 Absencen bei Neurodermitis und Psoriasis 153 

8.3.3.2 Absence bei Periost-Betroffenheit 154 

8.3.3.3 Die Absence beim Linksherz-Infarkt mit Koronar-Ulcus und 
Kammerbrady-Arrhythmie 154 

8.3.3.4 Koronarvenen-lntima-Ulcera-Epilepsie mit Lungenembolie (Rechtsherz- 
infarkt) mit gleichzeitigen Gebarmutterhals-Ulcera 155 

8.3.3.5 Die epileptoide Krise der Lebergallengangs-Ulcera mit Absence innerhalb 
der Hepatitis, was bisher als Leber-Koma bezeichnet wurde 156 

8.3.3.6 Die epileptoide Krise der Bronchialschleimhaut-Ulcera mit Absence 
innerhalb der „Bronchitis", Bronchial-Atelektase, bzw. Pneumonie 156 

8.3.3.7 Die epileptoide Krise des sog. „Griinen Stars" (Griiner Star = Glaskorper- 
Triibung des Auges) 156 

8.4 DERORGASMUS 157 

8.4.1 Der einseitige Orgasmus 157 

8.4.2 Der doppelseitige Orgasmus 157 

8.4.3 Der sog. „Liebesrausch" 157 

8.4.4 Der (him-) einseitige Orgasmus 158 

8.4.5 Die Hdufigkeit des Orgasmus 160 

8.4.6 Welche Relais im Gehirn reagieren als Hamersche Herde beim 
einseitigen oder sog. einfachen Orgasmus? 167 

8.4.7 Das sog. „Springen" („Springen" - von einer Hemisphdre auf die 
Gegenhemisphare) eines Konfliktes und damit auch der Art des Orgasmus 
bei hangend-aktivem Vorkonflikt oder Anderung der Hormonlage. Die 
Impotenz 163 

8.4.8 Sexualitat in der sog. „Schizophrenen Konstellation" 167 



26 



9 DER VEGETATIVE RHYTHMUS / SYMPATHICOTONIE - 
VAGOTONIE 173 

9. L DAS VEGETATIVE NERVENSYSTEM, COMPUTERZENTRALE DES 
BIOLOGISCHEN 

RHYTHMUSGESCHEHENSUNSERESKORPERS 178 

9.2 PARASYMPATHICOTONIE = VAGOTONIE UND SYMPATHICOTONIE 179 

9.3 DAS PARASYMPATHISCHE NERVENSYSTEM 184 

9.4 DAS SYMPATHISCHE NERVENSYSTEM 185 

10 DIE ENTDECKUNG DER HAMERSCHEN HERDE - EIN 
HISTORISCHER ABRIfi 189 

10. 1 DIE VON DEN NEURORADIOLOGEN FAST ZWEI JAHRZEHNTE 
FEHLGEDEUTETEN VERMEINTLICHEN RINGARTEFAKTE DES GEHIRNS IM 
COMPUTERTOMOGRAMM 192 

10.2 DAS KOPF-GEHIRN UND DAS ORGAN-GEHIRN 197 

10.3 DER HAMERSCHE HERD IN DER CA-PHASE UND IN DER PCL-PHASE 197 

10.4 GEHIRN-SCHEMATA 203 

10.4.1 Unsere Gehirn-CT-Schnitte 206 

10.5 DER ERSTEENTDECKTE HAMERSCHE HERD 207 

10.6 FALLBEISPIELE 209 

10.6.1 Fallbeispiel: Italienischer Gastarbeiter 270 

10.6.2 Fallbeispiel: 60jahrige Frau eines Universitats-Rektors 272 

10.6.3 Fallbeispiel: 50jahrige Patientin nach Menopause 214 

10.6.4 Fallbeispiel: Aktiver HH in SchieBscheiben-Konfiguration im 
Stammhirn 276 

10.6.5 Fallbeispiel: Rechtshandiger Patient mit Verlust-Konflikt 277 

10.6.6 Fallbeispiel: Linkshanderin mit Teillahmungen links 279 

10.6.7 Fallbeispiel: Patientin mit Angst-Ekel-Konflikt 227 

10.6.8 Fallbeispiel: Duktales Mamma-Ca 223 

10.6.9 Fallbeispiel: Londoner Banker 224 

10.6.70 Fallbeispiel: Brutaler Trennungs-Konflikt 227 

10.6.11 Aufden nachfolgenden zwei Fotos sehen wir 228 

10.6.12 Fallbeispiel: Funfjahriges Mddchen mit Verhungerungs-Konflikt 234 

10.6.13 Fallbeispiel: Tbc und Brustkrebs: 235 

10.6.14 Fallbeispiel: Adenoidem Brustkrebs links 236 

10.6.75 Fallbeispiel: Kleiner franzosischer Jungen 237 

10.6.76 Drei Fallbeispiele von Leukdmie 239 

10.6.77 Ein Fallbeispiel von Netzhautablosung bei Angst-im-Nacken- 
Konflikt 242 

10.6.18 Fallbeispiele fur starke gliomatose Heilung eines HHs 243 

10.6.19 Fallbeispiel: Mit 5 Jahren vom Vater miBbraucht 244 

10.6.20 Fallbeispiel: Die schwarzen Herzen 246 

10.6.21 Fallbeispiel: sexueller MiBbrauch durch den Patenonkel 248 

10.7 DER WEIBLICH-SEXUELLE KONFLIKT IM CCT 249 



27 



10.8 DER MANNLICHE REVIER-KONFLIKT IM CCT 250 

10.8.1 Beispiele fiir eine sog. schizophrene Konstellation im CCT; bier 
anhand der Kombination von sexuellem und Revier-Konflikt 257 

10.9 SCHIEBSCHEIBEN-KONFIGURATIONEN IN DER LEBER 252 

10.9.1 Verhungerungs-Konflikt, well die Kochinnen gehen 254 

10.10 KEINE HIRNOPERATIONEN! ZWEI NAHEZU IDENTISCHE FALLE - EINE 
GEGENUBERSTELLUNG 257 

10.11 DIEHISTOLOGIEDERHAMERSCHENHERDE 267 

10.11.1 Der sogenannte „Hirntumor" (in Wirklichkeit Hamerscher Herd)270 

10.11.2 Sogenannter apoplektischer Insult oder „Hirnschlag" 277 

10.11.3 Der Hamersche Herd in der Heilungsphase 273 

10.11.4 ZerreiBung des Hamerschen Herdes durch intrafocales Oedem.. 276 

10. 12 EIN WORT ZUR AUFNAHMETECHNIK: HiRN-CT ODER NMR (MRI, 
KERNSPIN-TOMOGRAMM)? 282 

10.13 HIRNOPERATIONEN - HIRNBESTRAHLUNGEN 284 

10.14 Aus EINEM INTERVIEW DR. HAMERS MIT PROF. DR. MED. DR. RER. NAT. 
P. PFrrZER, PROFESSOR FUR PATHOLOGIE UND ZYTOPATHOLOGIE, DEKAN DER 
MEDIZINISCHENFAKULTATDERUNIVERSITATDUSSELDORF 284 

11 DIE BEDEUTUNG DER LINKSHANDIGKEIT UND DER 
RECHTSHANDIGKEIT 291 

11.1 DIE LINKS- UND RECHTSHANDIGKEIT - DER KLATSCHTEST 294 

11.2 DIE LINKSAUGIGKEIT UND RECHTSAUGIGKEIT 296 

1 1 .3 BEDEUTUNG DER LINKSHANDIGKEIT FUR DIE KLINISCHE DIAGNOSTIK . . . .299 
1 1 .4 DIE BEIDEN GROBHIRN-HEMISPHAREN: LINKER REVIERBEREICH = 
WEIBLICH, 

RECHTER REVIERBEREICH = MANNLICH 303 

12 DAS KONFLIKTREZIDIV 305 

13 DIE KONFLIKT-SCHIENE 309 

13.1 fallbeispiel: heuschnupfen 309 

13.2 fallbeispiel: flug senegal-brUssel 311 

13.3 fallbeispiel: am steuer eingeschlafen 313 

13.4 fallbeispiel: die uberfahrene katze 313 

13.5 fallbeispiel: der boxer im lieferwagen 314 

13.6 fallbeispiel: ein auffahrunfall nach dem anderen 315 

13.7 fallbeispiel: nuballergie 316 

14 DER HANGENDE KONFLIKT ODER DER KONFLIKT IM 
GLEICHGEWICHT 329 

14.1 FALLBEISPIEL: BUBENRAUCHEN MIT FOLGEN 332 

15 DER TEUFELSKREIS 341 

15.1.1 Fallbeispiel: „Metastasen" schon im kleinen Finger! 345 



28 



15.1.2 Fallbeispiel: Teufelskreis durch Herzangst-Konflikt mit Herzbeutel- 
Mesotheliom 346 

15.1.3 Fallbeispiel: Der Aszites oder Wasserbauch (Heilungsphase nach 
einem Bauchfell-Mesotheliom) 348 

15.1.4 Fallbeispiel: Teufelskreis bei Kiemenbogen-Zysten 350 

16 DAS ONTOGENETISCHE SYSTEM DER TUMOREN UND 
KREBSAQUIVALENT-SONDERPROGRAMMEN - DAS 3. 
BIOLOGISCHE NATURGESETZ DER NEUEN MEDIZIN 355 

16.1 dieeinteilungdergeschwulste 360 

16.2 „kleinhirn-mesoderm" und „grobhirn-ektoderm" 362 

16.3 das kleinhirn-mesoderm 362 

16.4 das grobhirn-ektoderm 364 

16.5 ulcus ventriculi und ulcus duodeni 365 

16.6 diekrebsAquivalent-erkrankungen, (jetzt „sinnvolle 
biologische krebsaquivalentsonderprogramme") 371 

16.7 warum es keine metastasen geben kann 373 

17 DAS ONTOGENETISCH BEDINGTE SYSTEM DER MIKROBEN - 
DAS 4. BIOLOGISCHE NATURGESETZ DER NEUEN MEDIZIN 377 

18 DAS SPAT- UND ENDSTADIUM DES GEHEILTEN KREBSES BZW. 
DER GEHEILTEN KREBSAQUIVALENTE 389 

18.1 A. DAS ENDSTADIUM DES SINNVOLLEN BIOLOGISCHEN 
SONDERPROGRAMMS EINES KREBSES BEI BIOLOGISCH „NORMALEM" VERLAUF 390 

18.1.1 a) Die Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme der althirn- 
gesteuerten Gruppe (stammhirn- und kleinhirn-gesteuert) 390 

18.1.2 b) Das ,,Endstadium" der groBhirn-gesteuerten Prozesse 394 

18.1.2.1 Das durch Reparation (z. B. Callus) substituierte Nekrose-Karzinom, 
sparer als „Sarkom" bezeichnet 395 

18.1.2.2 Das vernarbte oder verkalkte Karzinom 396 

18.1.3 c) beim konflikt-reduzierten „hangenden Konflikt" 396 

18.2 b. das endstadium bei unbiologisch verlaufendem krebs oder 
besserSBS 397 

19 DAS GESETZ VOM VERSTANDNIS EINER JEDEN SOG. 
„KRANKHEIT" ALS TEIL EINES ENTWICKLUNGSGESCHICHTLICH 
VERSTEHBAREN SINNVOLLEN BIOLOGISCHEN 
SONDERPROGRAMMS DER NATUR - DAS 5. BIOLOGISCHE 
NATURGESETZ DER NEUEN MEDIZIN (DIE QUINTESSENZ) 401 

19.1 DASPRINZIPDERKREBSERKRANKUNG 404 

19.2 DAS EINSCHALTEN DES SONDERPROGRAMMS DURCH DAS DHS - DER 
BEGINNDERSYMPATHICOTONENPHASE 405 

19.3 DAS GRUNDSATZLICHE PROBLEM 406 



29 



20 DIE THERAPIE DES „KREBS-SONDERPROGRAMMS" 411 

20.1 DERARZTDERNEUENMEDIZIN 414 

20.2 PSYCHISCHE EBENE: PRAKTISCH-PSYCHISCHE THERAPIE MIT GESUNDEM 
MENSCHENVERSTAND 416 

20.2.1 Konflikt-Anamnese - Herausfinden des DHS 423 

20.2.2 Berechnung des Konfliktverlaufs vom DHS an 424 

20.3 DIE 

CEREBRALE EBENE: VERLAUFSBEOBACHTUNG UND THERAPIE 
CEREBRALERKOMPLIKATIONEN 425 

20.3.1 Richtschnur der Therapie: Der Code unseres Gehirns 427 

20.4 DIE ORGANISCHE EBENE: THERAPIE ORGANISCHER KOMPLIKATIONEN ... 429 

20.4.1 Der Patient, Herr der Entscheidungen uber alle Eingriffe an seinem 
Korper 430 

20.4.2 Alternative durch naturliche Krebsabtragung 431 

20.4.3 Ein Wort zu Bestrahlungen 432 

20.4.4 Probepunktionen und Probeexzisionen 432 

20.4.5 Ein Wort zu chirurgische Interventionen 433 

20.4.6 Allgemeine Verhaltensregeln 435 

20.4.7 Medikamente bei der Therapie 438 

20.4.7.1 Diezwei Gruppen von Medikamenten 440 

20.4.7.2 Ein Wort zum Penicillin 441 

20.4.7.3 Empfohlene Dosierung fur Prednisolon 442 

20.4.7.4 Ein Wort zur zytostatischen Chemo-Pseudotherapie 443 

20.4.7.5 Empfehlung bei Konfliktrezidiv oder neuem DHS 443 

20.4.7.6 Ausschleichen des Cortisons, evtl. mitHilfe von ACTH 444 

20.4.7.7 Die epileptische Krise 444 

20.4.7.8 Ein Wort zu Schmerzen und morphinhaltigen Schmerzmitteln 446 

20.5 ZUSAMMENFASSUNG 447 

20.6 DAS IDEALE KRANKENHAUS 449 

20.7 EIN FALLBEISPIEL (CELLER-DOKUMENTATION) 452 

21 DIE LEUKAMIE - HEILUNGSPHASE NACH KNOCHENKREBS... 475 

21.1 EINFUHRUNG 475 

27.7.1 Wie geschieht die Blutbildung? 477 

21.1.1 Was ist Leukdmie in der Neuen Medizin? 479 

21.1.2 Was beinhaltet das ganze Sinnvolle Biologische Sonderprogramm? 480 

21.1.3.1 Welche Symptome sehen wir in der konflikt-aktiven Phase? 480 

2 1 . 1 .3 .2 Welche Symptome sehen wir in der konflikt-gelosten Phase? 480 

21.2 DIE AKUTE UND CHRONISCHE LEUKAMIE 481 

21.2.1 Die Leukamische Regel 482 

21.3 DIE LEUKAMIE IN SCHULMEDIZINISCHER SICHT 484 

21.3.1 Gegen das Chaos der schulmedizinischer Dogmen spricht 487 

2 1 .4 DIE VERSCHIEDENEN VERLAUFSSTADIEN DES SELBSTWERTEINBRUCHES . 490 



30 



21.5 DAS HAUFIGSTE VORKOMMEN DER LEUKAMIE ALS BEGLEITSYMPTOM DER 
HEILUNG VON SCHENKELHALS-, HUFT-, WIRBELSAULEN-ENTKALKUNGEN. 

OSTEOSARKOME 494 

21.5.1 Schenkelhalsfraktur - Huftkopfnekrose -Akuter Gelenkrheumatismus 495 

21.5.1.1 Schenkelhalsfraktur 495 

21.5.1.2 Callus 496 

21.5.1.3 Huftkopfnekrose - (akuter) Gelenkrheumatismus des Huftkopfes 498 

21.5.1.4 Akuter Gelenkrheumatismus 498 

21.5.1.5 Der Leistungssport und die ossaren Entkalkungen (Osteolysen = 
Knochenkrebs), Osteosarkome und Leukamie 500 

27.5.2 Die atraumatischen Skelettveranderungen 504 

21.5.2.1 Schema der Skoliose-Entstehung 506 

21.5.3 Die Osteosarkome 506 

21.5.3.1 Biologischer Sinn des Osteosarkoms 507 

21.6 DIE THERAPIE DER LEUKAMIE 512 

21.6.1 Die Therapie in der konflikt-aktiven, praleukamischen Phase 514 

21.6.2 Therapie der post-conflictolytischen leukdmischen Phase (2. Teil des 
SBS) 576 

21.6.2.1 Erstes Stadium 516 

2 1 .6.2. 1 . 1 Komplikationen des 1 . Heilungsstadiums und Therapie 517 

21.6.2.1.2 Anamie 519 

21.6.2.2 Zweites Stadium: Noch Anamie und Thrombopenie, aber schon 
Leukozytose bzw. Leukamie 520 

21.6.2.2.1 Psychische Komplikationen 521 

21.6.2.2.2 Cerebrale Komplikationen 522 

21.6.2.2.3 Organische Komplikationen 523 

21 .6.2.2.3. 1 a. Komplikationsmoglichkeit: Anamie und Thrombopenie... 524 

21.6.2.2.3.2 b. Komplikationsmoglichkeit: Spontan-Knochenfraktur 524 

21.6.2.2.3.3 c. Komplikationsmoglichkeit: Hirnschwellung im GroBhirn- 
Marklager 524 

21.6.2.3 Drittes Stadium: Beginn der Erythrozyten-Schwemme in die Peripherie, 
etwa 4 bis 6 Wochen nach Beginn der Leukoblasten-Schwemme 525 

21.6.2.3. 1 Psychisch 525 

21.6.2.3.2 Cerebral 526 

21.6.2.3.3 Organisch 526 

21.6.2.4 Viertes Stadium 527 

21.6.2.4.1 Psychisch 527 

21.6.2.4.2 Cerebral 528 

21.6.2.4.3 Organisch 529 

21.6.2.5 Fiinftes Stadium: Ubergang zur Normalisierung 530 

21.7 DERBLUTUNGS- ODER VERLETZUNGS-KONFLIKT - MILZ-NEKROSE, 
THROMBOZYTOPENIE 530 

21.8 VORBEMERKUNGENZUDENLEUKAMIE-FALLEN 531 

21.8.1 Psyche 552 

21.8.2 Cerebral 532 

21.8.3 Organisch 533 

21.9 FALLBEISPIELE 535 



31 



21.9.1 Ein schwerer Autounfall und seine Folgen 535 

21.9.2 Volliger Selbstwerteinbruch durch Tod der Ehefrau 540 

21.9.3 Akute Lymphoblasten-Leukamie, well der Freund sie verlieB 541 

21.9.4 Selbstwerteinbruch im Verhdltnis zur Schwester, als sie sagt: „Du 
bistja ein Monster!" 543 

21.9.5 Selbstwerteinbruch durch „Schlag unter die Gurtellinie" 546 

21.9.6 Selbstwerteinbruch wegen Entlassung der Ehefrau aus der gleichen 

Firma und Umstellung auf einen neuen Computer 547 

21.9.7 Selbstwerteinbruch, well Patient glaubte, zum „alten Eisen" zu 
zahlen 548 

21.9.8 Der Staatsanwalt: Selbstwerteinbruch Vater/Tochter 553 

21.9.9 Akute Lymphoblasten-Leukamie durch Selbstwerteinbruch wegen 
einer „Drei" in Musik 556 

21.9.10 Selbstwerteinbruch mit Plasmozytom durch Konkurs des Geschafts 
der Lieblingstochter 559 

21.9.11 Morbus Waldenstrom 564 

21.9.12 Aleukamische Leukamie, sog. myelodysplastisches Syndrom und 
Hoden-Karzinom durch Selbstwerteinbruch-Konflikt und Verlust-Konflikt 
beim Tod des Onkels 572 

21.9.13 Selbstwerteinbruch eines Schulers, well er beim Schuleschwanzen 
erwischt wurde 577 

21.9.14 Selbstwerteinbruch-Konflikt mit Revier-Konflikt und (weiblichem) 
Reviermarkierungs-Konflikt durch endgultigen Durchfall im juristischen 
Examen 580 

21.9.15 Selbstwerteinbruch-Konflikt wegen Behexung der Ehefrau durch 
einen Magnetiseur 588 

21.9.16 Gebarmutter-Ca; gleichzeitig volliger Selbstwerteinbruch mit 
Knochen-Osteolysen, Leukamie, Scheiden-Karzinom 597 

21.9.17 Pseudo-chronische myeloische Leukamie durch immer verschiedene 
neue Selbstwerteinbruch-Konflikte. Vater schieBt aufseinen Sohn 593 

21.9.18 52jahriger Patient, der auf tragische Weise durch einen Kunstfehler 
starb, well er als „Krebspatient" eingestuft war 597 

21.9.19 Ein KuB und seine Folgen 600 

21.9.20 Chronisch lymphatische Leukamie: chronisch rezidivierende 
MiBerfolge, abgewechselt von Erfolgen auf religiosem Gebiet als Zeugin 
Jehovas 613 

21.9.21 Sog „Akute Lymphoblasten-Leukamie mitzwei Rezidiven", in 
Wirklichkeit 3 verschiedene Selbstwerteinbruche mit jeweiliger 
lymphoblastischer Leukozytose oder Leukamie in der anschlieBenden 
Heilungsphase 676 

27.9.10 Akute Lymphoblasten-Leukamie wegen 3 Selbstwerteinbruch- 
Konflikten: 679 

27.9.1 1 Diagnose „Ewing-Sarkom" 624 



32 



21.9.24 Selbstwerteinbruch-Konflikt und Selbstmordversuch nach Durchfall 

im Baccalaureat-Examen mit 16 Jahren 637 

27.9.24 Chronische myeloische Leukdmie bei „griiner Witwe" 633 

21.9.24 Akute undifferenzierte Leukdmie und Leber-Krebs (in diesem Falle 
fdlschlicherweise leukdmisches Infiltrat genannt) durch Entlassung mit 45 
Jahren unter demutigenden Bedingungen: 634 

21.9.25 Schulmedizynischer Wahn: Die sog. osteoblastischen (= 
knochenbildenden) „Metastasen" 639 



33 



Inhalt des 2. Teils 
Vermachtnis einer Neuen Medizin 

1 DER EINFLUB DER HORMONE AUF DAS KRANKHEITSGESCHEHEN 

2 DIE SOGENANNTEN PSYCHOSEN 

3 DIE SYNDROME IN DER NEUEN MEDIZIN 

4 DIE ENTSTEHUNG SPONTANER VERBRECHEN BZW. STRAFTATEN 

5 DIE INTERANIMALISCHE BIOLOGISCHE SPRACHE VON MENSCH UND TIER 

6 KREBS BEI PFLANZEN ODER SMNVOLLE BIOLOGISCHE SONDERPROGRAMME 
BEI PFLANZEN 

7 DAS WUNDER DER SCHOPFUNG 

8 AUS DER WERKSTATT DER NEUEN MEDIZIN: TRISOMIE 2 1 , DAS SOG. DOWN- 
SYNDROM ODER MONGOLISMUS 

9 AUSBLICK: DIE DREI BIOGENETISCHEN GRUNDREGELN DER NEUEN MEDIZIN 

10 TABELLEN-REGISTER 

11 WISSENSCHAFTLICHE TABELLE DER NEUEN MEDIZIN 

12 SACHWORTVERZEICHNIS 

13 VERIFIKATIONEN DER NEUEN MEDIZIN 



34 



1 Zum Geleit 



Dieses Buch ist das Vermachtnis meines Sohnes DIRK. Ich reiche es weiter als 
der Walter seines Erbes. Niemals darf es jemandem vorenthalten werden, der es 
braucht, um zu uberleben. Aber lehren darf es niemand ohne meine ausdriickli- 
che Erlaubnis. Die heutigen sog. Lehrer der Medizin haben dieses Vermachtnis 
jahrelang bekampft aus unlauteren und auBermedizinischen Griinden. Sie sind 
nicht wurdig, dieses Vermachtnis zu lehren. 

Fur Euch, meine Patienten, sollen dieser Band des Vermachtnisses meines 
DIRK die Basis Eurer Hoffnung sein. Die allermeisten von Euch werden gesund 
werden konnen, wenn Ihr das System richtig versteht und befolgt, und wenn es 
dereinst von mir ausgebildete wirkliche Arzte mit warmen Handen und einem 
heiBen, mitfuhlenden Herzen geben wird, die Euch dabei helfen werden. Dieses 
System der NEUEN MEDIZIN wird man einst den groBten Segen der ganzen 
Medizin nennen. 

Alles, was bisher geschrieben wurde, ist nach bestem Wissen und der Wahr- 
heit so nahe als moglich aufgezeichnet und nur da geandert, wo die Intimsphare 
des Patienten es erforderlich machte. Ich bitte Euch, vor den Menschen und 
ihren Schicksalen, die hier beschrieben werden, Achtung zu bezeugen. Und 
solltet Ihr durch irgendeinen Zufall glauben zu wissen, um wen es sich handeln 
konnte, Discretion zu wahren! Die Beispielerzahlungen sind nicht zur Unterhal- 
tung da, sondern um Euch eine Hilfe zu sein, die Dir selbst erkrankt seid. 

Kein Mensch kann sagen, daB er sich nicht irren kann. Das gilt auch fur mich. 
Ich wunsche ausdriicklich, daB Ihr mir nicht „glaubt", sondern daB Dir selbst 
von dem System uberzeugt werdet, was ja mit beliebig hoher Wahrscheinlichkeit 
beweisbar und bewiesen ist. 

Der Boykott gegen die Neue Medizin war an Dramatik und Niedertracht der 
Bedeutung dieser Entdeckung der Zusammenhange des Krebsgeschehens pro- 
portional. Ich selbst erkrankte 1978 an Hodenkrebs, als mein Sohn DIRK von 
einem Prinzen, der einen romischen Arzt vorsatzlich erschieBen wollte, im 
Schlaf todlich getroffen und fast 4 Monate spater in meinen Armen gestorben 
ist. Das war das DHS, das DIRK-HAMER-SYNDROM, das mich getroffen 
hatte. So ein dramatisches Ereignis konnen die Menschen in unserer Umgebung 
als Erlebnisschock begreifen. Aber die meisten solcher oder ahnlicher Erlebnis- 
schocks spielen sich unbemerkt von der Umgebung nur im Inneren des Patienten 
ab. Er ist deshalb nicht weniger dramatisch und nicht weniger wirksam fur den 
Organismus des Patienten, denn einzig und allein wichtig ist, was der Patient 

Q 

es sind weitere Bande des „ Vermachtnis" geplant 



35 



empfindet oder empfunden hat. Er kann gewohnlich mit niemandem dariiber 
sprechen, obgleich er eigentlich nichts lieber tun wurde, als sich seinen Konflikt 
„von der Seele zu reden"! 

Das DIRK-HAMER-SYNDROM („DHS") ist der Dreh- und Angelpunkt der 
gesamten NEUEN MEDIZIN und des gesamten Verstandnisses vom Krebsge- 
schehen bzw. heute mittlerweile der gesamten Krankheitsentstehung. Nicht viele 
Konflikte machen langsam Krebs (als sog. „Risikofaktoren"), oder groBe Kon- 
flikte, die wir kommen sehen wiirden, machen Krebs, sondern nur der unvermu- 
tete schockartige Konflikt, der uns „auf dem falschen FuB erwischt", macht uns 
das DHS. Nicht 100 Schusse auf das FuBballtor machen ein Tor, sondern nur 
der eine unvermutete oder abgefalschte SchuB, der den Torwart auf dem „fal- 
schen FuB erwischt", der schlagt unhaltbar ins Tor ein. Das ist der „biologische 
Konflikt" den ich meine und den wir mit unserer Mitkreatur (Sauge-) Tier, ja 
sogar den Pflanzen, gemeinsam haben. 

Die Entdeckung der Zusammenhange des Krebs war fur uns Lebende offenbar 
zu schwer. Entdeckt hat sie - ein Toter. Sein Vermachtnis gebe ich Euch weiter. 

Er hat aber nicht nur durch seinen Tod den AnlaB gegeben zur Auffindung 
dieser Zusammenhange, sondern er hat - so glaube ich - selbst nach seinem Tode 
noch weit mehr in diese Entdeckung eingegriffen, als man bisher vielleicht ver- 
muten konnte. 

Dies geschah so: 

Als ich im September 1981 zum ersten Mai ein System bei der Genese des 
Krebs gefunden zu haben glaubte, namlich das DIRK-HAMER-SYNDROM, 
da bekam ich, wie man zu sagen pflegt, „weiche Knie". Zu gewaltig erschien 
mir diese Entdeckung, als daB ich sie selbst zu glauben vermochte. In der Nacht 
hatte ich einen Traum: Mein Sohn DIRK, von dem ich oft traume und mit dem 
ich dann im Traume beratschlage, erschien mir im Traum, lachelte sein gutmu- 
tiges Lacheln, wie er oft zu lacheln pflegte, und sagte: „Das, was Du gefunden 
hast, Geerd, ist richtig, ist vollstandig richtig. Ich kann es Dir sagen, weil ich 
jetzt mehr weiB als Du. Du hast es klug herausgefunden. Es wird eine Revoluti- 
on auslosen in der Medizin. Du kannst es auf meine Verantwortung veroffentli- 
chen! Aber Du muBt noch weiterforschen, Du hast noch nicht alles herausge- 
funden. Zwei wichtige Dinge fehlen Dir noch!" 

Ich erwachte und hatte jedes einzelne Wort unseres Gespraches mir gut ge- 
merkt. Ich war beruhigt und von da ab felsenfest davon uberzeugt, daB das 
DIRK-HAMER-SYNDROM zutreffend sei. Bis dahin hatte ich etwa 170 Pati- 
enten untersucht. Ich rief Herrn Oldenburg vom Bayerischen Fernsehen an, der 
schon einmal eine kurze Reportage vom Hamer-Skalpell im Mai 1978 vom 
ChirurgenkongreB in Miinchen gebracht hatte. Er kam nach Oberaudorf und 
machte einen kleinen Film, der am 4.10.81 in Bayern gesendet wurde, gleichzei- 



36 



tig wurde das Ergebnis im italienischen Fernsehen RAI in einer Reportage ge- 
sendet. Nun ging ich wie im Rausch daran, weitere Falle zu untersuchen. Ich 
wuBte genau, daB man mir in Kurze in der Klinik „das Handwerk" legen wurde, 
da meine Ergebnis se zur Schulmedizin kontrar waren 

Indem ich immer und immer wieder nicht nur weitere Falle nunmehr gezielt 
tabellarisch zusammengestellt hatte, machte ich eine gewaltige Feststellung: 
Stets hatte z. B. Gebarmutterhals-Krebs einen ganz besonderen Konflikterleb- 
nis-Inhalt, namlich einen sexuellen, Brustkrebs dagegen immer einen allgemein- 
menschlichen, meist sogar einen Mutter/Kind-Konflikt, Eierstock-Krebs einen 
Verlust-Konflikt oder einen genital-analen Konflikterlebnis-Inhalt usw. Gleich- 
zeitig stellte ich fest, daB jede besondere Krebsart eine besondere Manifestati- 
onszeit hatte, bis die Patientin ihren Krebs bemerken konnte. Gebarmutterhals- 
Krebs etwa 12 Monate, Brustkrebs 2 bis 3 Monate, Eierstock-Krebs 5 bis 8 
Monate 

Diese Erkenntnisse schienen mir einerseits logisch und vernunftig, andererseits 
zu vernunftig, als daB ich sie hatte glauben konnen, denn sie waren nicht nur 
gegen die Schulmedizin, sondern sie stellten die ganze Medizin auf den Kopf. 
Denn es bedeutete ja nichts anderes, als daB die Psyche definieren wiirde, wo der 
Krebs entsteht. Da bekam ich erneut „weiche Knie". Die ganze Sache erschien 
mir drei Nummern zu groB fur mich. In der folgenden Nacht traumte ich wieder 
und sprach im Traum wieder mit meinem Sohn DIRK. Er lobte mich und sagte: 
„Donnerwetter, Geerd, das hast Du aber rasch herausgefunden, sehr gut hast Du 
das gemacht." Dann lachelte er wieder sein unvergleichliches Lacheln und sagte: 
„Nun fehlt Dir nur noch eins, dann hast Du alles gefunden. Du darfst noch nicht 
aufhoren, du muBt noch weiterforschen, aber Du wirst es sicher auch noch fin- 
den." 

Wieder wachte ich auf, war mit einem Schlage vollstandig iiberzeugt von der 
Richtigkeit meiner Ergebnisse und forschte jetzt fieberhaft weiter, was DIRK 
wohl mit dem „letzten" gemeint haben konnte. Jeden folgenden Fall untersuchte 
ich jetzt stets auf die mir bisher bekannten Kriterien und stellte fest, daB sie in 
jedem folgenden Fall exakt eintrafen. DIRK hatte also recht gehabt. 

Ich recherchierte nun nicht nur alle zuriickliegenden Falle, von deren jedem ich 
ein Protokoll angefertigt hatte, vorwarts und riickwarts, sondern auch besonders 
die „schlafenden" Karzinom-Falle sowie die folgenden Falle. Es wurde ein 
Wettlauf um Stunden. Ich wuBte genau, daB mir das Verbot unmittelbar bevor- 
stand, uberhaupt keine Patienten mehr untersuchen zu durfen. In meinem letzten 
Wochenenddienst untersuchte ich deshalb quasi Tag und Nacht. Aber da dam- 
merte mir plotzlich eine geradezu atemberaubende Erkenntnis: In den Fallen, in 
denen die Patienten uberlebt hatten, war immer der Konflikt ausgeraumt gewe- 
sen, andererseits war der Konflikt nicht gelost worden bei den Fallen, die gestor- 



37 



ben waren oder deren Verlauf progredient war. Ich hatte mich ja nun schon 
daran gewohnt, einiges fur richtig zu halten, was die Kollegen, mit denen ich 
dariiber zu sprechen versuchte, schlicht als Unsinn bezeichneten, auch gar nicht 
naher wissen wollten. Aber diese Erkenntnis war nicht nur drei, sondern gar 
zehn Nummern zu groB fur mich. Ich war vollig aufgelost und hatte wieder 
buchstablich butterweiche Knie. In diesem Zustand konnte ich die nachste Nacht 
gar nicht mehr erwarten, wo ich meinem Lehrer DIRK meine Schulaufgaben 
vorlegen wollte. 

Wieder traumte ich von meinem DIRK, genauso deutlich wie die letzten Male. 
Diesmal war er geradezu ausgelassen vor Bewunderung, lachelte anerkennend 
und sagte: „Das hatte ich nicht fiir moglich gehalten, da£ Du so schnell darauf 
kommst. Ja, es ist richtig, was Du gefunden hast, vollstandig richtig. Jetzt hast 
Du alles. Nichts fehlt Dir mehr. Ganz genau so verhdlt es sich. Du kannst jetzt 
alles zusammen auf meine Verantwortung veroffentlichen. Ich verspreche Dir, 
du wirst Dich nicht blamieren, denn es ist die Wahrheit!" 

Als ich am Morgen aufwachte und den Traum deutlich vor mir sah, waren 
meine letzten Zweifel wie weggefegt. Meinem DIRK hatte ich noch immer glau- 
ben konnen und jetzt, wo er tot war, erst recht. 

(Entnommen aus dem Buch KREBS - KRANKHEIT DER SEELE, Kurz- 
schluB im Gehirn, dem Computer unseres Organismus, die Eiserne Regel des 
Krebs, Februar 1984 im Verlag „Amici di Dirk", Koln.) 

Es hat in den letzten Jahren viele Menschen gegeben, die obige Passage fur 
„unwissenschaftlich" hielten. Sie erhebt auch gar keinen Anspruch, „wissen- 
schaftlich" zu sein, sondern nur den, wahrheitsgemaB zu sein. 

Im ubrigen kommt es meiner Meinung nach darauf an, daB Ergebnisse und 
Entdeckungen, die logisch und empirisch stichhaltig, dazu jederzeit reprodu- 
zierbar sind, nachgepriift werden, ob die denn nun richtig oder falsch sind. Wenn 
Ergebnisse und Entdeckungen aber richtig sind, dann spielt es fur die Richtigkeit 
keine Rolle, wo, wie, wann und von wem sie entdeckt worden sind! Es niitzt 
auch nicht, die Person des Entdeckers mit alien nur erdenklichen Mitteln des 
Terrors und der Diskreditierung zu verfolgen, um die Entdeckung totzuschwei- 
gen und die Folgen der Entdeckung zu vermeiden. Die Schuld steigt dabei nur 
ins UnermeBliche! Und genau das ist hier in den letzten 17 Jahren geschehen! 

Die derzeit herrschende Schulmedizin ist im strengen Sinne keine Wissen- 
schaft, auch wenn sie sehr wissenschaftlich „mimt". Sie hat Tausende von 

9 Progredienz = das Fortschreiten, die zunehmende Verschlimmerung einer 
Krankheit 

10 empirisch = durch Erfahrung gewonnen 



38 



Hypothesen und Dogmen, die man glauben muB oder soil, die aber falsch 
sind, weil sie wiederum auf den besagten unbewiesenen Hypothesen beru- 
hen. (Z.B. Metastasen-Dogma, Krankheit als „Panne der Natur", Dogma 
der „wildgewordenen Zelle", Dogma der „Hirnmetastasen", Dogma von den 
Mikroben als „Erreger" von Krankheiten usw.) 

Es gibt einen akademischen Witz: 

Drei Studenten sollen ein Telefonbuch auswendig lernen, ein Phy- 
sikstudent, ein Biologiestudent und ein Medizinstudent. Der Physikstu- 
dent fragt, ob denn da ein System im Telefonbuch sei. Man sagt ihm, 
da£ da auEer der alphabetischen Anordnung kein System drin sei. Er 
weigert sich, „solchen Unsinn lerne ich nicht auswendig!" Der Biolo- 
giestudent fragt, ob denn da eine Entwicklung oder Evolution im Tele- 
fonbuch drin sei. Die gleiche Antwort - keine Entwicklung, einfach nur 
auswendig lernen! Er weigert sich, solchen Schwachsinn auswendig zu 
lernen. Der Medizinstudent wird ebenfalls aufgefordert, das Telefon- 
buch auswendig zu lernen und stellt nur die Gegenfrage: „Bis wann ?" 

Wir Mediziner haben im Prinzip im Staatsexamen Telefonbuch- 
Eintragungen auswendig hersagen mussen. Richtig verstehen konnte das 
weder der Student noch der Professor. Die eigentliche Qualifikation lag in 
der Anzahl der auswendig gelernten Telefonbuchseiten. 

Betrachtet man die Dogmen der sog. „Schulmedizin", so stellt man fest, 
daB sie eigentlich aus dem Polaritats-Denken, dem „Gut-B6se-Denken" 
unserer (judisch - christlich - mohammedanischen) GroBreligionen stammen, 
was wiederum aus dem zoroastrischen Weltbild der alten Perser stammt. 
Alles wird folgerichtig in „gutartig" oder „bosartig" eingeteilt. Hierher riihrt 
logischerweise auch die martialische „Ausrottungs-Mentalitat" neuzeitlicher 
„Medizin-Krieger", die aber in Wirklichkeit nichts anderes ist, als reines 
Mittelalter: Wer die alleinseligmachenden Dogmen nicht glaubt, wird ver- 
brannt. 

Bosartig waren z.B. alle Krebszellen und Mikroben, alle 
„krankmachenden Reaktionen" des Organismus, auBerdem die sog. Geistes- 
und Gemutskrankheiten. Die Bosartigkeit sollte darin bestehen, daB Mutter 
Natur dauernd Fehler macht, Entgleisungen, Pannen, die Krebs machen, so 
vermutete man, ein „unkontrolliertes", „invasives" Wachstum in die be- 



Zoroastrismus = von Zoroaster (Zarathustra) begriindete, monotheistische 
Religion 



nachbarten Organe, obgleich man doch auch wuBte, daB sog. „Organgren- 
zen" (z.B. zwischen Uteruskorper 12 und Uterushals) existieren. 

Das mit der „B6sartigkeit" war, heute im Wissen um die eigentlichen Zu- 
sammenhange, alles bliihender Unsinn. Mutter Natur macht namlich keine 
„Fehler". Wir selbst waren die Ignoranten! Dahinter stent ganz einfach das 
Manko, daB man das, was man nicht versteht, als „bose" apostrophiert und 
folgerichtig beseitigen will. Erst wenn man es verstanden hat, und das kon- 
nen wir jetzt mit den 5 biologischen Naturgesetzen, brauchen wir nicht mehr 
zu zerstoren, sondern konnen verstehen, einordnen, die Fakten in einen bio- 
logischen, ja kosmischen Gesamtzusammenhang integrieren! 

In der Neuen Medizin gibt es nur 5 Biologische Naturgesetze, die streng 
wissenschaftlich, jederzeit beweisbar sind. Sie miissen in jedem einzelnen 
Fall und fur jedes einzelne Symptom auch der Zweitkrankheit (die man in 
der Schulmedizin falschlicherweise noch immer „Metastase" nennt) im na- 
turwissenschaftlichen Sinne stimmen. 

Das Faszinierende an der Neuen Medizin ist nun, daB wir einsehen miis- 
sen, daB alle diese vermeintlichen „bosen" Fehler und Pannen der Natur 
eigentlich Sinnvolle Biologische Sonderprogramme (SBS) waren, die wir 
aus Unkenntnis fehl- oder miBverstanden hatten. Also alles, was wir 
„Krankheit" genannt hatten, war in Wirklichkeit jeweils Teil eines solchen 
Sonderprogramms (SBS). Auch die Mikroben, die wir ebenfalls fur bosartig 
und bekampfenswert gehalten haben, waren unsere treuen Hilfsarbeiter z.B. 
beim Abbau des Krebs in der Heilungsphase (Mykobakterien und Bakteri- 
en) und beim Auffullen von Nekrosen und Ulcera (Bakterien und Viren) 
ebenfalls in der Heilungsphase. 



12 Uterus = Gebarmutter 

13 Nekrose - Gewebetod 

14 Ulcera = Geschwiir, „Gewebe-Minus" 



40 




TRMAVSKA tl>HVERZITA 

Horr.opaTocru 25. SIS 43 Tmivi 



BESTAHTIGUNG 

Aa 8.9. H. 9. 5,1356 tourde aa Onkoloqiaches Institut HI. 
Elioabath in Bratislava und Gnkclogiachen Atiteilung des 
Krankenlvtus«B in Trnava sieber. Patientenf nlle nit ing*aa»t 
oahr als 20 einzelnen Erfcr.snkur.3tir. .in Gtqenwtfi; des 
^rnrektora dar Crivtireitiit Trnava, dee Dekans der Fakultat 
t&t Pf !*!<?« we sen 'jj-.d Sozialveser der Cnivers'.tit Trnava und 
mgasant 10 Dczenten und Professor en unters^icht .arzt.liche 
protakolle von dieter Feller, die durch Dr. Ha»er genacht 
wurdsn, aind in der Bellage). F.s «ollta festgestsllt werden, 
ob naeh raturwisearschaf tlichen Regain dar 

ReproduaiarJMrkeitsFriilung oie Verlf ikation seines Syateaa 
festgoateUt verder kcrnte. 

Di«« war der Fall. 

Von den jew^ils atwa IOC Fak.-i.er., die Dan bei jeder 
EinfelerXraxikung nach dar. Regain der "Heuen ttedizin* abfragen 
Jcann, konnten zwar in Ernang^Iung volls^andiger 

JnterBuchungsbafunda nicht alle Fakter, abgefragt warden, aber 
die abgefragtpn Fakten teleten, dass alia Naturgesetze der 
"►feue Jfedizin" eifullt waren. 

Oio untargsielchnetan natulan deshalb wt hohar 
Wahrs^ht-inlichkeit ale geeicr.ert an, diss seine Presentation 
in zw»i Uberpruf unqtkerf arer.zen bewies scin Systan ait 
-jr after Warscheinli-hkeit. Hlr achat zen aelir tioch das 
■anechliche, ethische und gaduldlge Engagemnt Dr. Hanaro und 
seiner neuen gauisb.eitllcf.en Zutritt Sun Patienten. Macii 
Bairuekaichtigung ailer dieser Faktoren, haben wir den 
Eindruck. gewonnm, dasa die Fraga dar Bogllchta baldlgen 
Anwendung der "Neuen Mediiin" drintjend weitorvertolgt vereien 
so lite. 

Trnava 11. 9.1998 

prof .MLTtr. J.Pogady,DrSc, S>ror. t .Psychiatric, / 

s.der Koiniision 

prof .MUBr.V.Kc£s»ary,DrSc, Dekan der Fakultat .. 

doc.RWDr.J.Mikloako,DrSc, Prorektor t .FcrscS:una 










41 



Dr. med. Ryke Geerd Hamer Tmava, 11. September 1998 



Erklarung 

zur Bestatigung der Universitat Trnava 
fiber die erfolgte Verifikation der Neuen Medizin vom 1 1 .09.98 

Seit dem 11. September 1998 ist die am 8. und 9, September erfolgte Verifikation der Neuen 

Medizin amtlich von der Universitat Trnava (Tyrnau) bestatigt. 

Unterschrieben haben dieses Dokument der Prorektor (Mathematiker), der Dekan (Onkologe) 

und der Vorsitzende der wissenschaftl. Kornmission, Professor fur Psychiatrie. 

Deshalb ist auch an der Kompetenz der Unterzeichneten wohl kein Zweifel moglich. 

Die Universitaten in Westeuropa - vor allem die Universitat Tubingen - haben sich seit 

17 Jahren strikt geweigert, eine solche angebotene naturwissenschaftliche Oberpriifung durch- 

zufuhren. 

Obwohl in den vergangenen Jahren schon viele Arzte die Verifikation dieser Naturgesetze der 
Neuen Medizin in 26 offentlichen Oberpriifungskonferenzen durchgefuhrt haben, bei denen 
auch stets alle Falle exakt gestimmt haben, wurden diese Dokumente (sogar notariell beglaubigte) 
nicht anerkannt. Immer und uberall wurde „argumentiert", solange diese Oberpriifung nicht 
durch eine Universitat amtlich durchgefuhrt sei, zahle sie nicht - und solange dies nicht ge- 
schehen sei, sei die Schulmedizin „anerkannt". 

Die Neue Medizin, die aus 5 Biologischen Naturgesetzen - ohne zusatzliche Hypothesen - 
besteht und fur Mensch, Tier und Pflanze gleichermaBen gilt, ist so klar und logisch koharent, 
dafl man sie leicht, wie man sieht, redlich und gewissenhaft schon immer am nachstbesten Fall 
hatte uberpriifen konnen und natiirlich iiberprufen miissen, wenn man nur gewollt hatte. 
Rufmord, Medienkampagnen und Medienhetze oder Berufsverbot sowie div. Attentatsversuche 
und angedrohte Zwangspsychiatriesierungen (wegen Realitatsverlusts), bis hin zur Inhaftierung 
(wegen drei mal unentgeltlichen Informierens iiber die Neue Medizin [ dafiir habe ich uber 
I Jahr im Gefangnis gesessen ]) ersetzen nicht wissenschaftliche Argumente, um einen wissen- 
schaftlichen Gegner zu widerlegen. War nicht die Erkenntnisunterdruckung - wie man jetzt er- 
kennen kann - nur Ausdruck blanker Gewalt, um Macht und Besitzstande der alten Medizin 
aufrecht zu erhalten? 

Die Neue Medizin ist die Medizin der Zukunft. 

Ihre weitere Verhinderung macht das Verbrechen an der Menschheit taglich noch groBer! 

In offiziellen Statistiken wie der des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg, ist 
immer wieder nachzulesen, daB von den schulmedizinisch mit Chemo behandelten Patienten 
nach 5 Jahren nur noch ganz wenige am Leben sind. 

Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt muflte demgegeniiber zugeben, daB von den bei der 
Hausdurchsuchung des „Zentrums fur Neue Medizin, in Burgau" beschlagnahmten 6.500 
Patientenadressen (davon die meisten Patienten an fortgeschrittenem Krebs erkrankt) auch 
nach 4 bis 5 Jahren noch iiber 6000 am Leben waren (iiber 90 %). 

Nun ist die Forderung (Uberpriifung durch eine Universitat) erfullt. Jetzt haben die Patienten 
ein Recht darauf, daB das grausigste und schlimmste Verbrechen der Menschheitsgeschichte 
endlich beendet wird, und daB alle gleichermaBen die Chance erhalten, offiziell nach den 
S Biologischen Naturgesetzen der Neuen Medizin gesund zu werden. 
Dazu rufe ich alle redlichen Menschen auf und bitte sie um Ihre Mithilfe, 



^ 



L 



Siehe auch Teil 2 / Vermachtnis einer Neuen Medizin. 



42 



2 Die Krankheiten (nunmehr verstan- 
den als Sinnvolle Biologische Sonderpro- 
gramme) von Mensch, Tier und Pflanze 
als dreischichtiges Geschehen 



Psyche Gehirn Organ 

(= Organgehirn + Kopfgehirn) 
Programmierer Computer Maschine 

Die bisherige Schulmedizin befaBt sich so gut wie ausschlieBlich mit den Orga- 
nen. Funktioniert ein Organ nicht wie es sollte, dann hatte es entweder eine me- 
chanische Stoning, war angeblich durch Bakterien oder Viren angegriffen oder 
reagierte gar allergisch gegen irgendeinen Antikorper. DaB das Organ vielleicht 
von einem Computer, gar dem Gehirn, gesteuert sein konnte, ist nie jemandem 
eingefallen. 

Wenn heute jemand sagt, es hatten schon viele behauptet, Krebs habe etwas 
mit StreB oder Traurigkeit oder Konflikten zu tun, dann hat das nichts mit den 5 
Biologischen Naturgesetzen der Neuen Medizin zu tun. Denn zum einen ging 
und geht in der modernen Medizin jeder davon aus, wie es in jedem Lehrbuch 
steht, daB Krebs 10 bis 20 Jahre zum Sichtbarwerden benotige. Zum anderen 
hatte und hat man eine vollig andere Definition von „Konflikt". 

Ein Psychologieprofessor der Tubinger Universitat wurde am 17.12.86 von 
einem Richter in Sigmaringen gefragt, was er denn z.B. unter einem sexuellen 
Konflikt verstehe, den der Dr. Hamer einen biologischen Konflikt nenne. Ant- 
wort: „Eine narziBtische Krankung". Meine Gegenfrage: „Wiirden Sie denn 
meiner Hundin auch eine narziBtische Krankung zubilligen, wenn sie bei einem 
sexuellen Konflikt an gleicher Stelle wie der Mensch einen Hamerschen Herd 



15 HAMERsche HERD = Von Dr. Hamer entdeckter Korrespondenzherd im Ge- 
hirn zu einem Konflikt bzw. der Organerkrankung. Fotografierbar! Ursprunglich 
von den Gegnern Dr. Hamers spottisch „die komischen Hamerschen Herde" 
genannt. Man sieht scharfringige SchieBscheiben-Konfigurationen in entspre- 
chenden Schichten des Hirn-Computertomogramms (CCT) in der konfliktaktiven 
Phase (ca-Phase), die die Radiologen als „Artefakte" abtaten, die aber in der 
Heilungsphase (post-conflictolytisch = pel-Phase) zu aufgequollenen Oedemrin- 
gen an gleicher Stelle werden. 



43 



im periinsularen Bereich links erleidet mit einem Gebarmutterhals-Krebs?" 
Keine Antwort mehr ... Mein Kommentar danach: „Herr Kollege, der ganze 
Freudsche StuB ist doch reine Phantasie mit Schneegestober, wie Sie sehen, denn 
daB meine Hundin eine narziBtische Krankung hat, glauben Sie doch selbst 
nicht, aber deshalb hat sie nach Hamer doch eine Seele ahnlich wie der 
Mensch." 

Die Tiere erleiden namlich, wie ich mit Hilfe von CT-Aufhahmen des Ge- 
hirns nachweisen konnte, bei der gleichen Sorte von Konflikten einen Hamer- 
schen Herd an der im Prinzip gleichen Stelle des Gehirns, wo auch der Mensch 
ihn hat. Und es hat damit korrespondierend dann auch an im Prinzip gleicher 
Stelle des Korpers, also am analogen Organ, seinen Krebs. Man konnte sogar 
genau nachweisen, daB der Krebs oder die Nekrose stets wieder groBer wird, 
wenn ein neues Konfliktrezidiv eingetreten ist, und daB er stets an GroBe wieder 
abnimmt oder ganz verschwindet, wenn der Konflikt vorher gelost war, sofern 
bei althirn-gesteuerten Konflikten bzw. Tumoren Mykobakterien vorhanden 
waren, d.h. die archaischen biologischen Regelkreise moglich waren. (Diese 
Zusammenhange werden spater noch ausfuhrlich erlautert). 

Selbstverstandlich muB man spezifische Vorprogrammierungen beriicksichti- 
gen: z.B. erleidet die Ente wohl nie einen Flussigkeits-Konflikt, dagegen der 
Mensch sehr wohl. Eine Hausmaus erleidet sehr leicht einen Konflikt durch 
Rauch, ein Hamster so gut wie nie! Er hat keine „Alarmanlage", keinen Code 
gegen Rauch. Er hat ihn nicht notig, da er tief unter der Erde wohnt. 

Wachst irgendwo ein Krebs, so geht die sog. Schulmedizin bisher dagegen rein 
symptomatisch vor mit „Stahl, Strahl und Chemie", will heiBen mit Verstum- 
melungs-Operationen, Verbrennung des Tumors mit Rontgen- oder Kobaltbe- 
strahlung und mit sog. zytostatischer (Zellgift-) Behandlung meist vermittels 
Infusionen. Immer wird nur das Organ behandelt. Die Psyche von Mensch und 
Tier oder das Gehirn haben dabei nichts zu suchen. Ganz und gar abenteuerlich 
gait und gilt es, wenn ich behaupte, daB man durch Auffinden und Losen des 
psychischen Konfliktes, durch sog. „Conflictolyse" , ein Krebswachstum nicht 
nur zum Stillstand und Einkapseln bringen, sondern (bei Plattenepithel-Ulcus- 



I6 



Peri- = Wortteil mit der Bedeutung um ... herum, in der Umgebung von, iiber- 



schreitenden, ubermaBig, liber 

17 Insula = Insel 

18 Computertomogramm-Aufnahme = Rontgenschichtaufnahme 

19 Zytostatikum = griech. kytos = Rundung, Wolbung (hier Zelle); statikos = 
Statik; Substanzen, die den Eintritt der Kern- u./oder Plasmateilung verhindern 
oder erheblich verzogern bzw. ihren Ablauf unterbrechen, storen. 

20 Conflictolyse = Konfliktlosung 



44 



Ca; Beispiel Gebarmutterhals-Ca) sogar durch Wiederauffullen der Ulcera or- 
ganisch zum volligen Verschwinden bringen konne. 

Das Grundproblem der „modernen" Schulmedizin ist, daB ihre Dogmen immer 
noch auf dem Weltbild des 19. Jahrhunderts aufbauen, namlich der sog. „Zellu- 

21 

larpathologie" des Herrn Virchow. Diese war zu ihrer Zeit durchaus fort- 
schrittlich - jedoch ist grotesk, daB diese Theorien, daB jede Ursache einer 
Krankheit auf rein organischer Ebene namlich an oder in der Zelle zu finden sei, 
zum Wohle der Industrie und der von diesen Dogmen lebenden „Forscher" mit 
ins 21. Jahrhundert genommen werden sollen! 

Nach wie vor ist es ja so, daB Ursachen von Krebs und anderen sog. „Krank- 
heiten" in Gegebenheiten der Zelle gesucht werden oder sogar kleinsten Bruch- 
stiicken von EiweiBteilchen oder Viren. Fur diese abenteuerlichen Dinge, die 
keinem einzigen Patienten helfen, werden Nobelpreise verliehen. Es ist klar, daB 
die Seele oder Psyche der Patienten hier nur storen kann! 

Die Neue Medizin bezweifelt durchaus nicht Fakten, die man z.B. unter dem 
Mikroskop erkennen kann. Nur die Schlusse bzw. Dogmen, die hieraus abgelei- 
tet wurden und werden, sind vielfach falsch: So kann man naturlich unter dem 
Mikroskop einer Brustdriisen-Krebszelle nicht ansehen, ob sie die Brust zu dop- 
pelter Milchproduktion befahigt hatte. Man kann ihr auch nicht ansehen, ob sie 
zum Nutzen des Kindes gewachsen ist oder ob sie spater wieder abgebaut wird, 
sofern Mykobakterien vorhanden sind. Die Zellen haben Mitosen 22 , Mitosen 
sind bosartig - basta! 

An den veralteten Virchowschen Auffassungen hangt heute noch die ganze 
Schul- oder Staatsmedizin. Deswegen haben wir in der Medizin bisher im we- 
sentlich auch nur technische und apparative Weiterentwicklungen gehabt, ei- 
gentliche medizinische Erforschungen waren wegen dieser Dogmen quasi un- 
moglich! Die offizielle Medizin konnte sich aus dieser Zwangsjacke der „Zellu- 
larpathologie" bisher nicht befreien. Ein Professor sagte mir: „Ja, Herr Hamer, 
wenn die Zellularpathologie falsch war, dann bricht ja alles zusammen." 

Sie war falsch und es bricht alles zusammen! 

Es liegt gar nicht daran, daB es etwa schwierig ware zu beweisen, daB jede sog. 
Erkrankung auf den 3 Ebenen der Psyche, des Gehirns und der Organe, welche 
untereinander in steter Wechselwirkung stehen, ablauft und daB die 5 Biologi- 
schen Naturgesetze der Neuen Medizin richtig sind, sondern der Skandal ist, daB 
dieser Beweis auf gar keinen Fall entgegengenommen werden darf, wegen der 



21 Zellularpathologie = die Auffassung der Krankheit als Stoning der physiologi- 
schen Lebensvorgange der Zelle (Virchow) 

22 Mitose - Zellteilung 



45 



gewaltigen Konsequenzen ... Klaren konnte man die Sache ganz leicht an einem 
einzigen Vormittag: 

Man brauchte nur nachzuschauen, ob beliebig viele (rechtshandige) Patientin- 
nen mit Gebarmutterhals-Ca im linken Periinsular-Bereich des Gehirns einen 
Hamerschen Herd haben. Wenn man ganz sichergehen will, sucht man von 
vornherein solche Patientinnen aus, deren Konflikt (sexueller Art) gelost ist und 
die deshalb warme Hande haben. Bei ihnen muB der Hamersche Herd ein deutli- 
ches perifocales Oedem haben. Und wenn man dann noch hinsichtlich der 
Konfliktinhalte ganz und gar sichergehen will, wahlt man nur Rechtshanderin- 
nen aus, denn die Linkshanderinnen mussen ja ihren Hamerschen Herd bei ei- 
nem sexuellen Konflikt in der rechten Periinsular-Region haben. Das Ganze 
lieBe sich leicht an einem Vormittag bewaltigen. Start dessen werden Milliarden 
und Abermilliarden, man muB schon sagen betrugerischerweise, in vollig sinnlo- 
se schulmedizinische Unternehmungen gepumpt, nur weil viele Leute ein reges 
Interesse daran haben, daB alles beim Alten bleibt. Wenn sie doch wenigstens 
Mitleid mit den armen Patienten hatten! 

Nunmehr sei eine kurzer Vorgriff auf spatere Ausfuhrungen gestattet, um den 
Begriff „Kopfgehirn" und „Organgehirn", der in der Kapiteluberschrift auf- 
taucht, an dieser Stelle schon erklaren zu konnen: Alle Lebewesen haben ein 
Organgehirn. Aber der Mensch und die Tiere haben zusatzlich ein Kopfgehirn. 
Warum das so ist, dariiber konnen wir nur Vermutungen anstellen. Ich vermute, 
der Grund ist, daB Mensch und Tiere 

a) nicht platzgebunden, sondern frei beweglich sind, 

b) notwendige rasche Bewegungen und rasche Verwertung von Informatio- 
nen einen zusatzlichen Computer erforderlich gemacht haben. 

Das Kopfgehirn ist aber nichts grundsatzlich anderes als das Organgehirn, son- 
dern nur etwas Zusatzliches. Bei einer aktiven Phase eines Sonderprogramms 
sehen wir die scharf markierten SchieBscheiben der Hamerschen Herde bei 
kompakten Organen im CT in gleicher Weise und wohl auch in gleicher 
Schwingungsfrequenz wie im Gehirn. Dies wird spater noch ausfuhrlich 
erklart. Das Organgehirn, das quasi aus alien Zellkernen der Organe besteht 
und bei dem alle Zellkerne miteinander vernetzt sind, ist quasi wie eine gro- 
Be Computer-Festplatte, die nicht nur alle Informationen gespeichert hat, 
sondern auch Befehle an die einzelnen Organe gibt. Wie weit nun noch die 
einzelnen Organe ihre eigene „Organ-Teilfestplatte" haben, die z.B. eine 
Leber nach einer Transplantation instand setzt, weiterzuarbeiten, kann ich 
noch nicht sicher sagen, nehme es aber fur die althirngesteuerten Organe an; 

23 perifocal = um das eigentliche Zentrum herum 



46 



also fur die Organe des Entoderms und Althirn-Mesoderms. Es bleibt uns 
auf biologischem Gebiet noch sehr viel zu forschen. Obwohl wir und schon 
sehr klug fuhlen, schon mit Genen herumexperimentieren und zu klonen 
versuchen, habe ich das Gefuhl, daB wir eigentlich gerade erst wissen, „wo 
die Glocken hangen" ! 

Im Gegensatz zur sog. Schul- oder Symptommedizin, die sich fast ausschlieBlich 
fur die organischen Symptome interessiert und diese zu behandeln versucht, 
steht die Neue Medizin: 

Fur die Neue Medizin ist der Mensch, auch jedes Tier und jede Pfianze, stets 
ein Organismus, den wir uns auf 3 Ebenen denken konnen, die miteinander syn- 
chron verlaufen: 

die Psyche 

das Gehirn (Kopfgehirn und Organgehirn) 

die Organe 

Uber diese Zusammenhange nachzudenken, begann ich nach einem person- 
lichen Schicksalsschlag: Seinen Ausgang nahm alles durch meinen personli- 
chen Verlust-Konflikt mit plotzlicher Erkrankung an Hodenkrebs 1978/79 
kurz nach dem Tode meines damals 19jahrigen Sohnes Dirk, der von einem 
Prinzen und Waffenhandler des internationalen Jet-set, GroBlogenmeister 
der beriichtigten Verbrecherloge P2 (Propaganda due) angeschossen wurde 
und vier Monate darauf qualvoll in meinen Armen verstarb. 

Dieses Erlebnis einer offensichtlichen Koinzidenz war damals der AnlaB, 
dariiber nachzudenken, wie diese offensichtliche Kommunikation zwischen 
Psyche und Organismus wohl vonstatten gehen konnte. Meine Arbeitshy- 
pothese war damals, daB eine Kommunikation Psyche - Organ nur liber das 
Gehirn erfolgen konne. Fur das Gehirn im Zusammenhang mit Krankheits- 
entstehung interessierte sich damals eigentlich noch niemand. Ich fand als 
Oberarzt an einer der Miinchner Universitat angeschlossenen sog. Krebskli- 

24 

nik heraus, daB es eine eindeutige Korrelation und Systematik zwischen 

unseren Organen und bestimmten Konflikten bzw. Konfliktgruppen gibt. 

Diese Systematik musse man, so postulierte ich, auch im Gehirn irgendwo 

wiederfinden. 

Der systematische Zusammenhang 

Organ <=> Psyche wurde also erweitert auf 
Psyche <=> Gehirn und Gehirn <=> Organ. 

Zugrunde legte ich das Denkmodell 

24 Korrelation = Wechselbeziehung, Verhaltnis 



47 



Psyche — Programmierer 
Gehirn — Computer 
Organ — Maschine 

Merkwurdig war und ist, daB im Computerzeitalter zwar komplizierte Indu- 
striemaschinen nach diesem Modell arbeiten, der viel kompliziertere 
menschliche Organismus jedoch angeblich ohne Gehirn und Psyche, also 
ohne Programmierer und Computer sog. „Krankheiten" produzieren sollte. 
Die Krankheitsentstehung war, so glaubte man, bestimmt von Zufallen, 
Entgleisungen, Insuffizienzen , Entartungen. 

Da die Entstehungsursache fur Krankheiten wie Krebs in der bisherigen 
Medizin ja bis heute unbekannt ist, konnte die Ursache „folgefalsch" nur als 
zufallsbedingt gedacht werden. 

Es ist fur unsere Diagnostik und auch die Therapie (insbesondere auch die Au- 
totherapie) sehr wichtig, sich stets aufs neue klar zu machen, daB alles synchron 
verlauft. Deshalb gibt es in der Neuen Medizin streng genommen weder mehr 
eine sog. Psychiatrie, die davon ausgeht, daB psychische Symptome unabhangig 
vom Organismus ablaufen, noch eine „Organ-Medizin", die auch davon aus- 
geht, daB die Organe mit der Psyche nichts zu tun haben. Zwar gab es die sog. 
„Psychosomatik" , aber das war faktisch eher ein Kummerzweig der Medizin, 
der auch nie wirkliche Bedeutung erlangt hat, auch nicht erlangen konnte, weil er 
die Synchronizitat zwischen Psyche, Gehirn und Organ nicht kannte. Uber all- 
gemeine Ansatze, wie „StreB macht Magengeschwure" oder „StreB macht 
Herzinfarkt" kam sie nicht hinaus. In beidem steckt ein Kornchen Wahrheit drin, 
aber das Fehlen der Vorstellung von der Synchronizitat, daB namlich alles 
gleichzeitig synchron verlauft, verhinderte, daB sich die Psychosomatik uber- 
haupt weiterentwickeln konnte. 

„Sinnlosfolgerichtigerweise" wurde auch in Deutschland und Osterreich in 
Psychotherapeuten-Gesetzen die Aufteilung der Medizin in Organmedizin und 
Psychomedizin zementiert, mit Sicherheit auch, um die Anwendung der Neuen 
Medizin zu behindern. In der Neuen Medizin sind solche „Spezialisierungen" 
nicht nur sinnlos, sondern sogar gefahrlich, wie wir noch sehen werden. 

Die Drei-Ebenen-Synchronizitat von Psyche, Gehirn und Organ ist in der 
Neuen Medizin eine ganz entscheidende Grundlage der Diagnostik und der 
Kenntnis des Verlaufs, die fur den Patienten und seine „Autotherapie" von ent- 

25 Insuffizienz = Schwache, ungeniigende Leistung eines Organs oder Organsy- stems 

26 Psychosomatik = Bez. f. eine Krankheitslehre, die psych. Einfliisse auf somatische 
Vorgange beriicksichtigt 



48 



scheidender Bedeutung ist. Nur dadurch, daB der Patient sowohl den Beginn 
seiner Erkrankung (im folgenden wird dieses Geschehen Sinnvolles Biologisches 
Sonderprogramm genannt) als auch ihren gesamten Verlauf als Sinnvolles Bio- 
logisches Geschehen auf alien 3 Ebenen nachvollziehen und verstehen kann, 
bekommt er ja die notige Ruhe und Souveranitat, die Panik erst gar nicht auf- 
kommen lafit. Er weifi: Mit 95%iger Wahrscheinlichkeit und mehr werde ich 
dieses Sinnvolle Biologische Sonderprogramm (SBS) uberstehen. Das macht ihn 
erst wirklich zum souveranen Chef seines eigenen Verfahrens. 

2.1 Was bedeutet die Synchronizitat des 
dreischichtigen Verlaufs? 

Wir konnten uns fruher allenfalls vorstellen, daB als Folge lang anhaltenden 
psychischen Stresses Organveranderungen resultieren. Auch diese konnten wir 
jedoch nur vage vermuten, da die konkreten Zusammenhange, die uns die 5 
Naturgesetze der Neuen Medizin (die im weiteren erklart werden) unbekannt 
waren. Jedoch waren wir meilenweit davon entfernt uns vorstellen zu konnen, 
daB eine Synchronizitat, ein gleichzeitiges Wirken von Psyche, Gehirn und Or- 
ganen iiberhaupt moglich ware. 

Genau das sagt aber die Neue Medizin: Jeder psychische Vorgang lauft 
gleichzeitig im Kopfgehirn (und sogar auch im Organgehirn) und am Organ ab, 
das bei diesem Sinnvollen Biologischen Sonderprogramm betroffen ist. Es lauft 
nie eins ohne das andere - sprich: Eine Ebene nie ohne die andere! 

Was besagt das genau? 

Wenn ein SBS mit einem organischen Symptom ablauft (was man landlaufig 
Krankheit nennt), dann lauft ein entsprechendes Symptom im ganzen Organis- 
mus ab, also auch auf der psychischen Ebene, der Kopf- und Organgehirn-Eb- 
ene. 

Die Neue Medizin mit ihren fiinf Biologischen GesetzmaBigkeiten hat nichts 
zu tun mit dem, was heute so schon als Ganzheitsmedizin bezeichnet wird, wor- 
unter sich ohnehin niemand so recht etwas vorstellen kann. Die Neue Medizin, 
die eng an den biologischen Verhaltensweisen und Konflikten orientiert ist, setzt 
ganz neue MaBstabe. Sie ist keineswegs inhuman, weil sie biologisch orientiert 
ist, sondern im Gegenteil, sie raumt mit dieser seelenlosen Brutalmedizin auf. 
Niemand wird ja durch das „Uberbordwerfen" eines Irrtums armer. Unsere 
heutige Schulmedizin mit ihren unzahligen unbewiesenen und unbeweisbaren 
Hypothesen ist ein einziger Irrtum und ein brutaler dazu. 

Die Schulmedizin arbeitet ohne Sinn und Verstand im wahrsten Sinne des 
Wortes. Zwei Drittel der chirurgischen Stationen konnte man schlieBen, weil es 



vollig uberflussig ist, diese an sich so harmlosen Krebsknoten, wegzuschneiden, 
sogar noch „radikal, weit im Gesunden" wegzuschneiden. Um aber die Psyche, 
den Programmierer oder das Gehirn, den Computer unseres Organismus, zu 
reparieren, sollte man ja eigentlich nicht nur wissen, welche Sicherung da ver- 
meintlich durchgebrannt ist, sondern auch, warum sie scheinbar durchgebrannt 
ist. Wir wissen ja jetzt auch, daB es eigentliche Sinnvolle Biologische Sonder- 
bzw. Notprogramme sind! 

Und das fuhrt doch sofort zu der nachsten Frage, welches Programm nunmehr 
fur die Zukunft unserem Organismus eingegeben werden soil - optimal doch das 
biologische Programm! Denn das Sonder- oder Notprogramm erfolgte doch nur, 
weil ein psychisches DHS dem biologischen Programm unseres Computers 
Gehirn „aus dem Ruder gelaufen" ist, das Einschalten eines Not- bzw. Sonder- 
programms notwendig wurde. 

Beispiel: Ein kleines Kind erleidet eines Nachts einen sog. „pavor nocturnus". 
Die Eltern sind auf einer Party. Da es Einzelkind ist, wie heute ublich, kann es 
einen „Knacks furs Leben" behalten. Ein solcher Fall kommt unter den Umstan- 
den, die unser Hirnprogramm als Verhaltensmuster induziert, uberhaupt nicht 
vor. Normalerweise - naturgemaB - wurde sich die Mutter nicht von ihrem Kind 
entfernen, auBerdem sind normalerweise stets gemigend Geschwister da, an die 
sich das Kind, wenn es nachts schlecht getraumt hat, ankuscheln kann. Um ein 
Kind - gehirnmaBig/psychisch - von Anfang an zum Single oder Einzelkind zu 
programmieren, wurde die Natur wahrscheinlich 1000000 Jahre benotigen ... 

Offenbar funktionieren alle sog. „Krankheiten" im Einklang mit unserem 
Computer Gehirn, auch die sog. „Infektionskrankheiten". Wir miissen einfach 
lernen, alle diese Dinge wieder von einer neuen Sicht her zu sehen. Was uns 
diese Zivilisation gebracht hat, sehen wir ja jetzt wohl voller Entsetzen. Je rei- 
cher wir werden und je alter unsere Menschen (in den Altersheimen) werden. 
desto ruinoser und kinderloser werden unsere Familien und unsere Gesellschaft - 
gegen unseren Code. 

Es kommt mir bei diesen Beispielen darauf an, zu zeigen, daB wir nicht etwa 
sog. Gesellschaftsstrukturen willkurlich manipulieren konnen, sofern wir nicht 
die zwangslaufig daraus folgenden Konflikte dafur in Kauf nehmen wollen. 
Vielmehr gibt es einen biologischen Code, biologische Regelkreise oder ein um- 
fassendes biologisches Programm in unserem Gehirn, nach dem wir uns richten 
miissen, ob wir wollen oder nicht. Alles andere verursacht zusatzliche Konflikte 
und fuhrt letzten Endes in einen Teufelskreis. 

Es soil jedoch nicht verschwiegen werden, daB das biologische Programm, 
wenn wir es mal so nennen wollen, auch seine biologisch gewollten und einge- 
planten Konflikte hat. DaB der junge Revierhirsch z.B. den alten Hirsch schlieB- 
lich ablost, indem er ihm einen Revier-Konflikt beibringt, ist ja ein biologisch 



50 



gewollter, ja geradezu notwendiger Vorgang, der zugehorige Revier-Konflikt fur 
den unterlegenen Althirsch notwendigerweise etwas biologisch Gewelltes. Es ist 
biologisch vollig unsinnig, nach irgendwelchen willkurlichen weltanschaulichen 
Programmen lauter unmannliche „Softies" heranzubilden, die sich gegenseitig 
nichts mehr tun und auf ein Revier keinen Wert mehr legen und das dann als die 
Krone der Schopfung zu verkaufen. Bedenklich ist auch zu sehen, wie unsere 
uberreglementierte Gesellschaft mit ihren immer enger werdenden Vorschriften 
und Kontrollmoglichkeiten zwangslaufig zu immer mehr Revier-Konflikten auch 
wegen Belanglosigkeiten fuhrt. Schon das Autofahren oder der Kampf um einen 
Parkplatz konnen zu Konflikten fuhren. Dies alles sind kummerliche Verzerrun- 
gen einer wunderbaren Ordnung, die in unserem Kosmos genauso zu fmden ist 
wie in unserem Organismus. 

Uber diese Ansichten kann man natiirlich endlos diskutieren, letzten Endes 
kommt jeder aus einer andern weltanschaulichen Ecke und bringt mehr oder 
weniger immer diese Vorgabe mit in die Diskussion, in Form der Beurteilung 
dieser Zusammenhange. Die Zusammenhange selbst kann man jedoch nicht 
leugnen. Letztlich spielt auch die Frage hinein, ob man Gott oder ein gottliches 
Prinzip fur den „Uberwinder" (sprich Zerstorer) oder fur den Erfuller seiner 
eigenen wunderbaren Schopfung halt. Im ersteren Fall ist natiirlich jeder Perver- 
tierung der Natur Tor und Tur geoffnet. Unser christliches Abendland leidet ja 
seit funfzehnhundert Jahren darunter, daB z.B. das geradezu innige Verhaltnis, 
das unsere Vorfahren, etwa die Germanen, zu den Tieren, z.B. zu ihren Pferden, 
hatten, eingetauscht wurde gegen die geradezu tierverachtende Mentalitat der 
judisch-christlichen Kirchen, die bekanntlich den Tieren - ganz zu schweigen 
von den Pflanzen - eine Seele absprechen und folgerichtig z.B. Tierversuche bis 
heute gutheiBen. 

Die Neue Medizin konstatiert zunachst, daB in unserem Organismus alles ab- 
lauft wie in einem modernen Computer, nur viel grandioser, weil sogar in das 
Programm auch ein GroBteil der anderen Tier- und Pflanzenarten mit einbezo- 
gen ist, wir sagen, daB die verschiedenen Programme „vernetzt" sind. Denken 
wir an die Coli-Bakterien unseres Darms, sogar samtliche Bakterien, die wir 
bisher gelehrt wurden, als unsere Feinde zu betrachten, was sie gar nicht sind. 
Denken wir an das sog. Ungeziefer, Lause, Flohe, Wanzen, Mucken und dergl., 
das uns seit Jahrmillionen getreulich begleitet hat, bevor man es mit Insektiziden 
versuchte auszurotten. Welche Zeche wir dafur noch werden bezahlen mussen, 
beginnt doch jetzt vielen zu dammern, wenn z.B. unsere Flusse und Seen, die 
aus dem biologischen Gleichgewicht herausgefallen, sind wie Kloaken riechen. 
Gleichgultig, ob wir uns nach unserem Gehirncode richten oder aus Unverstand 
oder Absicht nicht danach richten, der Code im Gehirn ist da! 



51 



Dieser Code bestimmt unsere Konflikte und auch unsere sog. Erkrankungen, 
sprich Sinnvollen Biologischen Sonder- oder Notprogramme der Natur, alien 
voran am besten sichtbar die Krebserkrankung, von der alle Welt bisher steif 
und fest behauptet hat, es gabe darin keinen Sinn, das seien eben „wild gewor- 
dene Zellen", die da ihr Unwesen trieben. Ein verhangnisvolles Uberbleibsel der 
Virchowschen „Zellularpathologie". Der Korper sei nicht in der Lage, diese 
„wild gewordenen Zellen" zu bekampfen. 

Nichts von alledem hat gestimmt. Es gibt kein logischeres und grandioseres 
System in der ganzen Medizin und Biologie als das Phanomen Krebs. Solange 
man naturlich nur eine Ebene, namlich die der Organe, und hier wiederum nur 
die histologische der Zellen, betrachtet hat, konnte man dieses System auch nicht 
entschlusseln. Und daB man mir, der ich die Schrift entschlusselt habe, praktisch 
auf Lebenszeit die Approbation als Arzt entzogen hat, kann die Erkenntnis auch 
nicht mehr stoppen. Schon gibt es tuchtige Arzte in ganz Europa, die nahezu 
perfekt nach diesem System arbeiten, mit dem allerbesten Erfolg! 

Das, was den sog. Schulmedizinern so schwerfallt zu verstehen, ist die Not- 
wendigkeit, daB man von Grand auf lernen muB, umzudenken. Es geht nicht, 
daB man zu dem Bisherigen die Neue Medizin komplettierend hinzunimmt, son- 
dern man muB sich bewuBt sein, daB fast alles Bisherige falsch war, da man zu 
den eigentlichen Krankheitsursachen ja nie vorgestoBen ist. 

Im Grande hat es ja bisher nur zwei Sorten von Medizinern gegeben: Die Me- 
dizinmanner des Urwaldes, die zu ihren natiirhchen Heilmethoden samt Krau- 
terkenntnis auch die psychischen Zusammenhange zu Krankheiten einigermaBen 
richtig beurteilt haben. Zum anderen die sog. modernen Schulmediziner, die den 
Menschen mehr oder weniger als „EiweiBklumpen" ansehen, bei dessen Bear- 
beitung die Psyche des Patienten nur stort und deshalb rahiggestellt werde muB, 
man nennt das medikamentose „Sedierang". Die von uns so spottisch abgetanen 
Medizinmanner des Urwaldes waren eindeutig die klugeren Mediziner. Ihnen hat 
nur gemangelt, eine Systematik in die Dinge hineinzubringen. 

Das Faszinierende an dem System 

Psyche - Gehirn - Organe 

ist, daB es ein iiberdeterminiertes System ist. WeiB ich eine der drei Ebenen, 
dann weiB ich auch alle drei. WeiB ich z.B. genau Bescheid liber die psychischen 
Vorgange, dann kann ich mir den Zustand des zugehorigen Organs und den 
Zustand der entsprechenden Hirnregion (Hamerscher Herd) genau ausmalen. Im 
Moment scheint das noch etwas schwer verstellbar. Aber es wird nicht mehr 
lange dauern, dann konnen wir uns exakt aus dem Hirnzustand mit Hilfe eines 

27 determinieren = lat. determinare; [im voraus] bestimmen, festlegen 



52 



Computers, in dem Tausende von Detailvarianten eingespeist sind, ziemlich 
exakt den Zustand des Organs, das betroffen ist, ausrechnen! Vermutlich wird 
demnachst der uberwiegende Teil der Untersuchung eines Patienten in der CT- 
Untersuchung und CT-Auswertung seines Gehirns bestehen. Aus dem CT des 
Gehirns kann ich aber auch sehr prazise Ruckschlusse auf die psychischen Ur- 
sachen ziehen: Ich kann sehen, welche Art von Konflikt es war, in welchem 
Stadium er jetzt ist, (konflikt-aktiv oder post-conflictolytisch 28 , kurz pel-Phase), 
ich kann auf die Dauer des voraufgegangenen Konfliktes und evtl. seine Inten- 
sity schlieBen. In einem solchen Raster werden bei zunehmender Erfahrung die 
Detaillucken immer kleiner. Bei Kenntnis einiger weniger Basisdaten wie: 
mannlich oder weiblich, rechtshandig oder linkshandig, jung oder alt, kann ich 
wirklich aus der genauen Kenntnis einer der drei Ebenen den Zustand der ande- 
ren beiden Ebenen berechnen. 

Hiite Dich davor, lieber Leser, die Beschaftigung mit den 5 Biologischen Na- 
turgesetzen der Neuen Medizin als Gedankensport-Spiel zu verstehen. Es ist ein 
lebendiger Mensch wie du und ich, um den es hier geht, mit einer Seele, die 
erkrankt ist und an einem Konflikt, der fur dich vielleicht banal, sogar lacherlich 
erscheint, fur diesen Patienten aber von so immenser Wichtigkeit war, daB er an 
diesem Konflikt zu zerbrechen droht. Nur Menschen mit warmem Herzen und 
warmen Handen und einem gesunden Menschenverstand durfen diesen Er- 
krankten „die Beichte abnehmen". LaBt keine Medizyniker an solche Patienten 
heran. Sie sind wie die Faust aufs Auge, egal, ob sie die Geschwulst lokal bear- 
beiten wollen oder nach „narziBtischer Krankung" suchen. Einfaltige Dogmen 
haben hier nichts zu suchen, und diese elementaren biologischen Konflikte haben 
nichts mit psychologischen oder intellektuellen Problemen gemein. 

Die meisten unserer Reaktionen und Handlungen geschehen spontan und unre- 
flektiert, genau wie im Tierreich! Niemand macht sich Gedanken uber den sog. 
„Revier-Konflikt" des Mannes. Und trotzdem sterben sehr viele Manner eben an 
den Folgen eines solchen Konfliktes, dem Herzinfarkt. Im Grunde spielt sich der 
allergroBte Teil unseres unbewuBten und auch unseres bewuBten Handelns in 
diesen biologischen Verhaltensmustern ab. 

Deshalb wird die Neue Medizin die groBte medizinische und soziale Revoluti- 
on seit Menschengedenken heraufbeschworen. Jeder Richterspruch beispielswei- 
se kann einen Menschen durch seinen moglichen Konfliktschock (DHS) toten, 
ja, ein einziges Wort kann ihn umbringen. Besonders Kindern konnen unbe- 
dachte Worte von Erwachsenen sehr leicht Konflikte beibringen, da sie ja in der 
Regel unterlegen und von ihnen abhangig sind. 



28 



Post- = Wortteil mit der Bedeutung nach, hinter, spater 



53 



Ich weiB nicht, ob ich den Durchbruch dieser Neuen Medizin nach diversen 
Attentaten noch erleben werde. Aber das andert nichts daran. Was ich hier wei- 
tergebe, gebe ich als Vermachtnis meines toten Sohnes DIRK an Dich weiter. 
Wenn Du klug bist, versuchst Du es zu verstehen und zu nutzen. 



54 



3 Einftlhrung in die Neue Medizin 

Das vorliegende Buch ist die erste systematische Einteilung nicht nur aller Tu- 
moren, sondern der gesamten Medizin nach: 

1. Keimblatt-Zugehorigkeit 

2. Einteilung in Konfliktbereiche 

3. Einteilung der Hamerschen Herde in jeweils bestimmte Hirnlokalisationen 

4. Einteilung nach histologischen 30 Formationen 

5. Einteilung nach dem biologischen Sinn der jeweiligen Krankheiten, erkannt 
als Teile von Sinnvollen Biologischen Sonderprogrammen der Natur (SBS). 

Mit der Anwendung der Neuen Medizin ordnet sich die gesamte Medizin und 
Biologie wie von allein. Jeder, der das Buch gelesen hat, wird sagen: „Ja, es 
kann nicht anders sein!" Zu erdriickend sind die Beweise. Selbst meine Gegner 
haben mir inzwischen attestieren mussen, daB das System der Neuen Medizin 
von einer geradezu faszinierenden Schlussigkeit ist. Man sollte sicher seinen 
eigenen Klee nicht loben. Aber Du, lieber Leser, wirst nach Lekture des Buches 
ein objektiveres Urteil iiber dieses System finden, als ich es selbst mir anmaBen 
darf. 

Es ist eine Faszination mitanzusehen, wie sich die gesamte Medizin so sinnfal- 
lig und naturlich ordnet, daB alle die bisher unverstandlichen und scheinbar vol- 
lig zufalligen Vorgange sinnvoll und verstandlich erscheinen. 

Nach der Entdeckung der Neuen Medizin und der Hamerschen Herde im Ge- 
hirn war fur mich das Verstehen der Evolution der Schlussel zu der gewaltigen 
Ordnung, die die gesamte Medizin und Biologie umfaBt. Diese Ordnung er- 
streckt sich auf die menschlichen und animalischen Verhaltensbereiche genauso 
wie auf die Lokalisation der Hamerschen Herde im Gehirn und die Einordnung 
der Organzugehorigkeit der Tumoren. 

Wenn wir bisher die Krankheit als etwas Feindliches, sogar Boses, als eine 
Strafe Gottes angesehen hatten, so erscheint sie uns jetzt als Zeichen einer vor- 
ubergehenden Wesensanderung unseres Organismus, stets synchron verlaufend 
auf alien drei gedachten Ebenen, der Psyche, dem Gehirn und den Organen, was 
aber im Grunde ein Organismus ist. Nie geht das eine ohne das andere, stets 



29 Keimblatt = Beim Embryo entwickeln sich in den ersten Tagen Zellverbande, 
drei sog. „Keimblatter", aus denen sich dann alle unsere Organe herausentwik- 
keln. 

30 histologisch = die Art der Zellen betreffend 



55 



verlauft alles im Gleichtakt synchron. Eine geradezu atemberaubende Synop- 



31 1 

se ! 



Auch unser Verhaltnis zu unseren Bakterien und unseren „Parasiten" wird sich 
grundlegend andern miissen! Denn die Tuberkel-Bakterien und die Staphylokok- 
ken oder Streptokokken haben entwicklungsgeschichtlich seit unendlich vielen 
Millionen Jahren fur unsere menschliche Rasse, genauso wie fur die Tiere, die 
Aufgabe, die Krebstumoren z.B. des Intestinaltraktes 32 wieder abzuraumen. Sie 
sind quasi unsere braven „Darmchirurgen", unsere Symbionten und Freunde, 
die nur mit Zustimmung unseres Organismus im der Heilungsphase nach der 
Konfliktlosung und dem gleichzeitigen Stopp des Krebswachstums aktiv werden 
durfen! Und nur wer die Entwicklungsgeschichte von Mensch und Tier kennt, 
der weiB, daB auch die Lungen-Alveolen 34 embryologisch „Teil des Darmtrak- 
tes" sind, genau wie die Halstonsillen 35 , die adenoiden 36 Vegetationen 37 des Ra- 
chenraumes und das Mittelohr. So sind die Tuberkel-Bakterien auch die fleiBi- 
gen Mullabfuhrmanner der in der Lunge entstandenen Lungenrundherde, die 
„verkast 38 „ und ausgehustet werden. Zuriick bleibt eine Kaverne 39 . Wir nennen 
solche Phanomene „biologisch vernetzte Systeme". 

Ich habe friiher niemals fur moglich gehalten, daB es mir einmal vergonnt sein 
wiirde, mit einem einzigen faszinierenden System die gesamte Medizin umspan- 
nen zu konnen. Ich hoffe nur, daB es mir auch gelingen wird, Dich, lieber Leser, 
von dieser Schlussigkeit zu uberzeugen und Dich an die Wesensquellen unseres 
Seins im streng wissenschaftlichen Sinne zu fiihren. 

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, nach der Erforschung der Tumoren 
mich den sog. Geistes- und Gemutskrankheiten zuzuwenden. Es ist mir unbe- 
greiflicherweise in den SchoB gefallen, denn alle diese Geistes- und Gemuts- 
krankheiten sind Spezialformen der Krebserkrankung, insbesondere auch der 
sog. „hangenden Konflikte". 

Wenn unser Gehirn der Computer unseres Organismus ist, dann ist er es auch 
fur alles. Die Vorstellung, daB manche Vorgange dieses Organismus „am Com- 

31 Synopse = vergleichende Ubersicht 

32 Intestinaltrakt = Magen-Darm-Trakt 

,3 Symbionten = Lebewesen, die zu unserem Nutzen mit uns dauerhaft zusam- 
menleben 

34 Lungen-Alveolen = Lungenblaschen 

35 Halstonsillen = Rachenmandeln 

36 adenoid = driisenahnlich 

37 adenoide Vegetation = z.B.: Rachen, Rachenmandeln 

38 verkasen = tuberkuloses Abbauen 

39 Kaverne = Hohlraum; Restzustand nach Tbc in althirngesteuerten Organen, 
z.B. in Lunge oder Leber 



56 



puter vorbei" passieren wiirden, ergibt keinen Sinn. Die gesamte Medizin muB 
sich grundlegend andern! 

Eigentlich seltsam, wieso niemand einmal auf den Gedanken gekommen war, 
daB das Gehirn als Computer unseres Organismus auch fur alle sog. „Krank- 
heiten" zustandig sein konnte. Hatte man das nur annahernd fur moglich gehal- 
ten, hatte man mich nicht 1 8 Jahre lang bekampft. Ja, die gesamte Medizin war 
bisher nur symptomatisch ausgerichtet. Krankheiten waren Krankheiten des 
Organs und als solche rein organisch-symptomatisch zu behandeln. Das hat zu 
unserer seelenlosen modernen Medizin gefuhrt, in der die Psyche nur storend 
wirkte. Alles wird mit Infusionen und Skalpell behandelt. Die Psyche gait als 
„unwissenschaftlich". Das war was fur „Spinner". Serumparameter , Rontgen- 
bilder und Organ-CT-Bilder wurden als „Fakten" angesehen. Die Psyche und 
das Gehirn, von denen alles in unserem Organismus gesteuert wird, waren ganz- 
lich uninteressant! 

Dabei ist es doch so einfach: Unser Organismus funktioniert genauso, wie eine 
moderne Maschine, jedenfalls konnen wir es uns im Prinzip so vorstellen: 

Die Psyche ist der Programmierer, das Gehirn der Computer und der Korper 
ist die Maschine. Dabei ist das System noch viel faszinierender aufgebaut, denn 
der Computer baut sich auch noch selbst den Programmierer, die Psyche, die ihn 
dann selbst einprogrammiert. Deshalb meine ich: 

Der Mensch denkt, daS er denkt, in Wirklichkeit wird gedacht fiir ihn! In der 
Sekunde des DHS ist alles festgelegt! In Wirklichkeit - das konnen wir uns 
schwer vorstellen - lauft nattirlich alles auf alien „gedachten" 3 Ebenen gleich- 
zeitig, d.h. synchron! 

Die Vorstellung, daB nicht nur die Krebserkrankung, sondern praktisch alle 
Erkrankungen nicht Zufalle oder Unfalle sind, sondern daB sie der Ausdruck und 
der Effekt eines bestimmten, mit alien anderen Lebewesen dieser Welt vernetz- 
ten, Computerprogramms sind, ist schon in meiner Habilitationsschrift vom 
September 1981 beschrieben. Damals hatte ich noch kein Hirn-CT gesehen. Ich 
vermutete aber und postulierte, es musse in unserem Gehirn Korrelate geben, die 
verantwortlich seien fur die auffallige Korrelation zwischen Konfliktinhalt und 
„zustandigem Organ". D.h. wenn eine rechtshandige Frau z.B. einen sexuellen 
Konflikt mit DHS erleidet, dann erkrankt sie stets an Gebarmutterhals-Krebs. 
1983 entdeckte ich dann die Hamerschen Herde im Gehirn, die Relaisstationen 41 
unserer biologischen Verhaltensbereiche, die im Falle eines DHS unter Dauer- 



40 



41 



Serumparameter = Blutwerte 

Relais = Ort(e) im Gehirn, an denen das Programm fur ein Organ bzw. fur 



einen Verhaltens- und Konfliktbereich gespeichert ist 



57 



Sympathicotonic 42 geraten. So war die EISERNE REGEL DES KREBS die 
erste umfassende und ganzheitliche GesetzmaBigkeit in unserer Medizin. Das 
einfache Denkmodell: Programmierer = Psyche, Computer = Gehirn, Maschine 
= Organe (Korper) ist so augenfallig richtig und fur jeden einzelnen Krebser- 
krankungsfall so schlussig reproduzierbar, daB es meine Gegner zur WeiBglut 
bringt. 

Es wird viele Leute geben, die behaupten werden, man habe doch alles schon 
irgendwie gewuBt. Aber das stimmt so nicht. Wenn man z.B. sagt, es hatte eini- 
ge gegeben, die behauptet haben, wenn man 20 Jahre vorher Arger und Kon- 
flikte gehabt hatte, konnte man leichter Krebs bekommen, so war das schlicht 
und einfach ein Irrtum. Von dem DHS, das man heute erleidet, hat man auch 
heute seinen Krebs. 

Fast alles, was ich in der sog. Schulmedizin gelernt habe, muBte ich vergessen, 
alle Dogmen weit wegwerfen. Es war die Medizin der uberheblichen Zauber- 
lehrlinge, die mir zum SchluB wegen „Nicht-Abschworens der Eisernen Regel 
des Krebs" und „Mich-nicht-Bekehrens zur Schulmedizin" Berufsverbot erteilt 
haben. 

Seit 1994 ist die Neue Medizin mit dem 5. biologischen Naturgesetz, der 
Quintessen-, vollends komplett. Hatte man diese streng wissenschaftliche Neue 
Medizin schon fruher gekannt und als allgemeingultig angesehen mit ihren le- 
diglich 5 Biologischen Naturgesetzen, und ware dann jemand gekommen, der 
eine Alternativ-Medizin mit einigen tausend Hypothesen kreiert hatte, jedoch 
ohne eine einzige biologische GesetzmaBigkeit, man hatte einen solchen Sym- 
ptom-Mediziner als ausgemachten Spinner ausgelacht. Da aber dieses unsagli- 
che Wahngebilde schon vorher bestanden hat, tun alle so, als wurden sie die 
Hypothesen auch wirklich glauben - die ganz Dummen glauben sie sogar wirk- 
lich! 

Die Neue Medizin ist ein Gottergeschenk, welches fur Mensch, Tier und wohl 
auch fur die Pflanzen gilt. In dieser Neuen Medizin sind nunmehr die sog. 
„Krankheiten", die wir Jahrtausende lang als „Insuffizienzen", „Pannen der 
Natur", „Entgleisungen", „B6sartigkeiten", „Strafen Gottes" etc., angesehen 
hatten, 

Sinnvolle Biologische Sonderprogramme der Natur. 

Wir stehen vor einem Wunderwerk der gottlichen Natur, durfen Einblick neh- 
men darin, wie Mutter Natur alles auf das Sinnvollste geordnet hat. Nicht die 
Natur war insuffizient, nur wir dogmatisch verblendeten Mediziner waren Igno- 
rant! 

42 

Sympathicotonie = Dauer-Tag (StreB)-Rhythmus 



58 



Von jetzt ab wandelt sich auch unsere Aufgabe: Bei jedem Symptom, jedem 
Konflikt, mussen wir zuerst nach dem biologischen Sinn des Sonderprogramms 
fragen. Dadurch verstehen wir dann, ob das Geschehen noch in der aktiven Pha- 
se ist oder schon in der Heilungsphase und ob - je nach Keimblatt-Zugehorigkeit 
- der biologische Sinn schon in der aktiven Phase (ca-Phase) erfullt ist oder sich 
erst in der Heilungsphase (pel-Phase) erfullen wird. Die ignoranten Polyprag- 
matiker , die stets gemeint hatten, sie muBten alles, was scheinbar „aus der 
Norm" geraten ist, schleunigst reparieren, chemieren, operieren, transplantieren 
etc., sind passe. 

Die zukunftigen Arzte der Neuen Medizin sind warmherzige Seelsorger, kluge 
und erfahrene Beobachter des Geschehens, die die Patienten beruhigen, damit 
Mutter Natur ihr Werk vollenden kann. Behutsam werden sie dem Patienten 
helfen, sein Schiffchen in eine richtigere Richtung zu steuern. 

Die armen, verangstigten Patienten, die mit (Diagnose-) schreckgeweiteten 
Augen zitternd auf dem Rucken liegen, wie ein besiegter Hund oder auch hyp- 
notisiert wie Kaninchen eine Schlange anstarren, gehoren der Vergangenheit an. 
Denn die sog. „Patienten" (= Erduldenden) konnen die Neue Medizin genauso 
gut verstehen wie jeder Doktor. Sie sind die wahren Chefs des Verfahrens, so- 
bald sie das Wirken von Mutter Natur verstanden haben. 

Ein neues Zeitalter bricht an! 



Vieltuer = „Vielbehandler" 



59 



4 Das Wesen der Neuen Medizin - 

Abgrenzung zur bisherigen sog. 

„Schulmedizin" 

Wenn ich von einer Neuen Medizin spreche gegemiber einer „alten Medizin", so 
muB ich zunachst begriinden, worin denn das Neue dieser Medizin liegen soil. 

Gemeint ist ein neues Verstandnis der Medizin als von einem universalen Or- 
ganismus, der verstanden ist als Einheit von Psyche als Integral aller Funktionen 
der Verhaltens- und Konfliktbereiche, des Gehirns als Steuerungscomputer aller 
dieser Funktionen der Verhaltens- und Konfliktbereiche und den Organen als der 
Summe aller Erfolge dieses Geschehens. In Wirklichkeit liegt die Sache natur- 
lich noch komplizierter, denn unser Computer Gehirn programmiert den Pro- 
grammierer (Psyche) und damit sich selbst. Und schlieBlich ist es noch ein biB- 
chen schwieriger, sich vorzustellen, daB im Prinzip trotzdem alles gleichzeitig 
synchron ablauft. 

Eigentlich hort sich das recht einfach an - wie konnte es anders sein! Um so 
unverstandlicher ist es, daB die sog. „moderne Medizin" immer nur an den Or- 
ganen herumgebastelt hat wie Zauberlehrlinge am Werk des Meisters, in unbe- 
kummertem Unverstandnis und in dem Glauben, ungeheuer „wissend" zu sein. 
Nur so kann man sich die ungeheuer dumme Arroganz vorstellen, die dazu ge- 
hort, armen Patienten gnadenlos Pessimalprognosen an den Kopf zu werfen und 
sie damit in die tiefsten Abgriinde zu sturzen. Solche Art von Arzten hatten bei 
all ihrem Tun die Seele und den Computer Gehirn schlicht vergessen zu beriick- 
sichtigen! 

Vor allem haben die modernen Mediziner verlernt, den einzelnen Patienten 
wirklich zu untersuchen, nicht nur seine Organe, sondern auch seine Psyche und 
sein Gehirn. Dadurch haben sie nie einen Zusammenhang zwischen Psyche und 
Organen, insbesondere auch nie zwischen Konflikten und Organen finden kon- 
nen. Dieses Manko zieht sich mit kleinen Ausnahmen durch die gesamte Medi- 
zingeschichte seit dem Altertum, besonders verhangnisvoll aber in der modernen 
Medizin, wie ein roter Faden durch alle Jahrhunderte. Besonders die sog. heutige 
Schulmedizin krankt daran, noch immer dem vollig uberholten mechanistischen 
Weltbild des 19. Jahrhunderts zu huldigen. Die Zellularpathologie Virchows, die 
annahm, eine jede Krankheit sei durch pathologische Vorgange in oder an der 
Zelle zu erklaren, ist im Grunde heute immer noch in Kraft und so soil es nach 
dem Wunsch der Symptom-Mediziner auch bleiben! Denn nur mit dem vollig 

44 pathologisch = krankhaft 



61 



eindimensionalen Denken der Symptommedizin lassen sich im Pharmabereich 
trefflich Umsatze machen - der Patient soil weiter unmiindig und dumm gehalten 
werden! Man kannte und kennt eben nur eine Ebene - die der Organe - und kann 
daher, im Gegensatz zur Neuen Medizin, iiber die Ursachen unserer Erkrankun- 
gen auch keine wirklichen Aussagen machen! 

Hatte man im Laufe der Jahrhunderte nur ein einziges Mai einen einzigen Pati- 
enten richtig griindlich untersucht, dann hatte man es eigentlich herausfinden 
konnen oder miissen, wie die Krankheiten zustande kommen. Am klugsten wa- 
ren noch, man muB es retrospektiv einfach zugeben, die uralten Priesterarzte 
unserer Vorfahren, die mit Ritualen, Runen- und Beschworungsformeln als 
allererstes die Seele wieder in Ordnung zu bringen versuchten. Die von uns so 
gern verspotteten Medizinmanner des Urwaldes waren viel kliigere Arzte als 
wir. Keiner der eingeborenen Urwaldarzte Schwarzafrikas wurde einen Patien- 
ten symptomatisch behandeln, ohne nicht zuvor seine Seele behandelt zu haben. 

Meine ehemaligen Kollegen behaupten, ich wurde die gesamte Medizin buch- 
stablich „auf den Kopf drehen", im wahrsten Sinne des Wortes. Das stimmt 
genau. Aber es hat schon viele kluge Arzte gegeben, die ahnliche Gedanken 
geauBert haben wie ich. Ich habe es in eine Systematik gebracht, in eine repro- 
duzierbare, jederzeit beweisbare Form und, da mir meine ehemaligen Kollegen 
nicht oder fast nicht geholfen haben, notgedrungen auch die Einzelheiten und die 
verschiedenen Krankheiten untersuchen miissen. 

Die Neue Medizin umgreift nicht nur das Verhaltnis zwischen Psyche, Gehira 
und Organen, sondern sie gibt auch die embryologisch-ontogenetischen Erkla- 
rungen fur das Verstandnis, warum die einzelnen Relaiszentren an den Stellen 
des Gehirns gelegen sind, an denen wir sie finden. Und sie erklart auch die Zu- 
sammenhange zwischen den verschiedenen Keimblattern und die daraus resultie- 
renden verschiedenen histologischen Formationen der Krebsgeschwiilste genau- 
so wie der normalen Gewebe. Denn an jeder Stelle des Krebses finden wir das 
histologische Muster an Gewebe, das embryologisch dort hingehort. Deshalb ist 
alles Gewebe, das dem inneren Keimblatt (= Entoderm) entstammt, adenoides 45 
Gewebe, macht also im Falle einer Krebserkrankung Adeno-Karzinom, wahrend 
alles dem auBeren Keimblatt (= Ektoderm) entstammende Gewebe (auBer dem 
Gehirn, das keine Hirnzell-Tumoren machen kann) als typischen Krebs Platte- 
nepithel 46 -Ulcera hat, weil auch das Ausgangsgewebe Plattenepithel hat. Das 



45 adenoid = blumenkohlartiges Zylinderepithel 

46 Plattenepithel = z.B. bei unseren Schleimhauten auftretende Zellformation, die 
in der ca-Phase schusselformige Nekrosen macht, sog. Ulcera oder Geschwure. In 
der Heilungsphase fullen sich diese biologisch gewollten, d.h. sinnvollen, Sub- 



62 



sog. Plattenepithel-Karzinom ist schon die Heilungsphase, sprich das Wieder- 
auffullen der Ulcera. 

Dazwischen liegt das Gewebe des mittleren Keimblattes (= Mesoderm), einmal 
die vom Kleinhirn gesteuerten mesodermalen Organe, die wie die stammhirn- 
gesteuerten Organe auch ein „Gewebeplus" in der konflikt-aktiven Phase ma- 
chen, und die groflhirn-gesteuerten Organe des Mesoderms, die in der kon- 
flikt-aktiven Phase ahnlich dem Plattenepithel des Ektoderms auch ein „Weni- 
ger" machen, also Osteolysen 47 , Bindegewebs-Nekrosen 48 . Blutbildungs- 
Depression 49 etc. und in der Heilungsphase ubermaBige Narbenwucherung von 
Knochen- oder Bindegewebe, was dann unsinnigerweise „Sarkom" genannt 
wird, obwohl es im Prinzip harmlos ist. Dies stellt eine ganzlich neue Sichtweise 
dar, die m.W. noch niemals in einer histologischen Betrachtung beriicksichtigt 
worden ist und doch so einfach und einleuchtend logisch ist! 

AuBer diesen beiden groBen Koordinationskreisen, der Koordination zwischen 
Psyche, Gehirn und Organen und der zweiten Koordination der Zugehorigkeit 
von Verhaltensmustern und Konfliktmustern zu bestimmten Keimblattern, 
gleichzeitig aber auch zu ganz bestimmten histologische Formationen, umfaBt 
die Neue Medizin noch einen weiteren Koordinationskreis. Dieser sieht das Ver- 
haltnis der verschiedenen Verhaltens- und Konfliktmuster in groBeren Einheiten 
(Familie, Sippe, Horde, Rudel, Herde etc.) und verlangert diese Synopsis 50 fur 
den gesamten Kosmos und das in Jahrmillionen gewachsene Zusammenleben 
untereinander und in Symbiose mit anderen Rassen, Arten, Kreaturen in einem 
kosmischen Rahmen. 

So ist es unter diesem Blickwinkel ein Unding, bei unseren Tieren von 
„Fleisch- oder Tierproduktion" zu sprechen. Dies ist so ganzlich gegen jeglichen 
Code unserer Natur, daB wir uns eigentlich so lange nicht mit Recht als Men- 
schen bezeichnen diirfen, solange wir diese religiose Deformation unserer Rasse 
Mensch nicht wieder ins Lot gebracht haben. 

Meine Gegner meinen mich zu verspotten: „Bei Hamer haben sogar die Tiere 
eine Seele, wer glaubt denn so was?" In Wirklichkeit rechne ich mir das als 
groBe Ehre an. Denn tatsachlich hat das Tier bei einem gleichen Konflikt wie der 
Mensch auch an der im Prinzip gleichen Stelle des Gehirns wie der Mensch und 
am im Prinzip gleichen Organ wie der Mensch jeweils das gleiche Phanomen. 



stanzdefekte wieder auf, weil sie nach der Losung des Konfliktes nicht mehr 

gebraucht werden. 

47 Osteolyse = Knochenentkalkung 



49 



50 



Gewebsdefekte, hier im Bindegewebe 

Depression = a) Herabdriicken, krankhafte Einsenkung; b) seelische Storung 

Synopsis = Zusammenschau 



63 



Wenn wir aber unsere Seele als Integral aller Funktionen der Verhaltens- und 
Konfliktbereiche verstehen, warum sollten wir nicht unseren „Mitkreaturen" und 
Kameraden, den Tieren, ja im Prinzip dem gesamten Kosmos der lebendigen 
Wesen, ebenfalls das Pradikat einer Seele zubilligen? Sowie fur uns heute der 
Status eines Sklaven unertraglich zu denken ware, so ist hoffentlich in wenigen 
Jahren auch der derzeitige zynische Tierstatus undenkbar. 

Die Neue Medizin ist keine Glaubensdoktrin, wie das heute die Dogmen der 
derzeit herrschenden Medizin sind, bei deren Nichtbefolgung man Berufsverbot 
bekommt, psychiatrisiert oder totgeschwiegen oder ins Gefangnis geworfen 
wird, sondern es ist eine nach den Regeln der naturwissenschaftlichen Denkka- 
tegorien jederzeit und an jedem beliebigen Fall beweisbare und reproduzierbare 
umfassende biologische Sicht. Selbst die gedankliche Unterscheidung zwischen 
Psyche, Gehirn und Organ ist nur akademisch fiktiv 51 ! 

In Wirklichkeit namlich ist alles eins und eins ohne das andere sinnvoll nicht 
vorstellbar. 

Die Neue Medizin ist ein so umfassendes und logisches System, daB sich die 
meisten Erkrankungen wie selbstverstandlich sinnvoll in das Ganze einfugen. 
Wahrend wir fruher z. B. in den unendlich vielen sog. Syndromen (gleichzeitiges 
Vorkommen mehrerer Symptome) uberhaupt keinen Sinn entdecken konnten. 

So ist z.B. die Schizophrenic lediglich das gleichzeitige Vorkommen zweier 
oder mehrerer biologischer Konflikte, deren Hamersche Herde in den verschie- 
denen Hirnhemispharen gelegen sind. Depressionen sind Revier-Konflikte bei 
„hormonalem Patt" 52 oder sexuelle Konflikte bei Linkshanderinnen, auch Lupus 
erythematodes 53 , bisher gefurchtet wie nur wenige Krankheiten, ist schlicht nur 
die gleichzeitige Konfliktaktivitat mehrerer bestimmter Konfliktinhalte. Die 
Leukamie ist der zweite Teil, der Teil der Heilungsphase nach einem Knochen- 
krebs, der Herzinfarkt die epileptiforme Krise wahrend der Heilungsphase nach 
Revier-Konflikt, die Gicht ist das gleichzeitige Vorkommen von Leukamie und 
aktiven Fluchtlings-Konflikt bzw. Sammelrohr-Ca der Niere und so weiter ... 

Wo wir jetzt den Mechanismus des Zusammenwirkens kennen, ist die Heilung 
gar nicht mehr so schwer. So ist Schizophrenic eine Erkrankung, die man durch- 
aus heilen kann. Schon nach Conflictolyse, d.h. Konfliktlosung nur eines der 
beiden Konflikte, ist der Patient nicht mehr „spaltsinnig". Nach (moglichst defi- 
nitiver) Konfliktlosung beider Konflikte ist er gar vollends so gesund wie ein 



51 fiktiv = nur in unserer Vorstellung existierend. 

,2 Hormonales Patt = annaherndes Gleichgewicht der mannlichen und weiblichen 



Hormone mit leichter Betonung nach einer Seite 
53 Lupus erythema 
inneren Organen. 



53 Lupus erythematodes = sog. Syndrom mit Veranderungen an Haut, Gelenken, 



64 



anderer Mensch, der kontinuierlich als gesund gait. Zwar wird man auch jetzt 
nicht alle Konflikte losen konnen oder diirfen, selbst wenn man sie kennt und 
damit nicht alle Erkrankten heilen konnen, aber die allermeisten immerhin. 

Alle diese neuen Moglichkeiten des Erkennens und Heilenkonnens leiten sich 
her vom Verstandnis der 5 Biologischen Naturgesetze. Das 5. Biologische 
Naturgesetz, die sog. „Quintessenz", ist entwickelt aus den vorangegange- 
nen 4 Biologischen Naturgesetzen der Neuen Medizin. 

Es ist somit nunmehr das erste Mai der Fall, daB es eine Medizin gibt, die 
hochnaturwissenschaftlich ist, gleichzeitig jedoch menschlich - mit warmem 
Herzen und Handen - und gleichzeitig fur Mensch, Tier, Pflanze, sogar fur 
jeden Einzeller genauso wie fur den Menschen, im Prinzip also fur den ge- 
samten Kosmos gilt! 

Das bedeutet: Zum ersten Mai konnen wir jetzt unsere Mitkreaturen, die 
Tiere und Pflanzen regelrecht „verstehen" im wahrsten Sinne des Wortes. 
Wir konnen gedanklich mit Ihnen kommunizieren, mit ihnen sprachlos spre- 
chen. Und, wohlgemerkt, basiert diese neue Dimension des interanimali- 
schen ja kosmischen Verstandnisses auf jederzeit reproduzierbaren natur- 
wissenschaftlichen Gesetzen. 

Im folgenden habe ich Euch eine tabellarische Gegeniiberstellung der wichtig- 
sten Unterschiede der Neuen Medizin zur Schulmedizin dargestellt: 



sog. SCHULMEDIZIN 



NEUE MEDIZIN 



Weltbild 



mechanistisch-materialistisches 

Weltbild des 19. Jhdts. 

S. geht noch heute von der An- 

nahme aus, daB pathogene 

Ursachen in oder an der Zelle 

liegen (Zellularpathologie 

Virchows). 

Spezialistentum 

immer kleinere Einheiten, Bsp.: 

Gene bzw. deren Manipulation, 

Viren bzw. Teile von Viren. 



Kosmos von Mensch, Tier und 
Pflanzen, in der Natur offen- 
bart sich das Gottliche durch 
die 5 Biologischen Naturgeset- 
ze. Alle Lebewesen sind be- 
seelt. 

„Denn in Wirklichkeit ist alles 
eins und eins ohne das andere 
sinnvoll nicht vorstellbar." 
Gesamtschau, Synopsis. 



54 



pathogen = krankheitserregend, krankmachend 



65 



Denken 


eindimensional: kennt nur eine 
Ebene, Organ- bzw. Zellebene. 
Das Gehirn wird in diesem 
Sinne auch als „Organ" gese- 
hen. Denken ausschlieBlich 
linear. 


mehrdimensional: kennt 3 
Ebenen (Psyche, Gehirn, 
Organe). Denken in verschie- 
densten Regel- bzw. Koordi- 
nationskreisen = vernetztes 
Denken. 


Definition des 

Krankheits- 

begriffes 


Panne, Storung, Versagen der 
Natur. Wildgewordene Zelle, 
sinnlose Wucherungen, Selbst- 
zerstorung des Organismus, 
bosartig. Legitimiert die S. fur 
ein dauerndes „regulierendes" 
Eingreifen in alle Vorgange. 


„Krankheit" als Teil eines 
Sinnvollen Biologischen Son- 
derprogramm der Natur 
(SBS). 


Arztliches 
Handeln 


Eingriffe 


Helfendes zur Seite Stehen, 
Motivieren, Erklaren, Einsicht 
in die Ursachen der Krankheit 
und weiteren Heilungsverlauf 
vermitteln. Warten, bis die 
Natur ihr Werk vollbracht 
hat. 


Patienten 


„Duldende", unmiindig, diirfen 
nicht mitreden, da sie „von 
Medizin nichts verstehen", Arzt 
ubernimmt angeblich die „Ver- 
antwortung" fur den Patienten, 
in Wirklichkeit jedoch nicht. 


Chef des Verfahrens, mundig, 
kann und muB mitreden, da 
nur er allein Verantwortung 
iiber seinen Korper hat, kann 
allein Entscheidungen treffen. 


Therapie 


Symptomatisch nach statisti- 
schen „Erkenntnissen" nach 
internationalen „Protokollen" 
(z.B. Chemo). 


ursachlich, auf alien drei 
Ebenen, individuell, der Natur 
bzw. dem Sinnvollen Biologi- 
schen Sonderprogramm fol- 
gend 


Krankheits- 
ursachen 


unbekannt, werden rein im 
Organischen vermutet. 


bekannt, DHS. 


Erkenntnis- 
gewinnung 


Statistiken, Wahrscheinlichkei- 
ten. 


Empirie, Biologische Natur- 
gesetze, jeder einzelne Fall ist 
naturwissenschaftlich exakt 
reproduzierbar. 



66 



Die EISERNE REGEL DES KREBS - 
Das 1. Biologische Naturgesetz 
der Neuen Medizin 



Die EISERNE REGEL DES KREBS ist eine empirisch gefundene biologische 
Gesetzmafiigkeit, die bisher in 30 000 von mir untersuchten Fallen ausnahmslos 
gestimmt hat. 

Die EISERNE REGEL DES KREBS ist ein uberdeterminiertes System dreier 
korrelierender Funktionen, wobei ich jeweils die restlichen zwei berechnen kann, 
wenn ich eine weiB. 

Die EISERNE REGEL DES KREBS lautet: 



1. Kriterium: 

Jede Krebs- oder Krebsaquivalent -"Erkrankung" (jetzt erkannt als Teil eines 
Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms der Natur) entsteht mit einem DHS, 
d.h. einem 

allerschwersten 

hochakut-dramatischen und 

isolativen 

Konflikterlebnis-Schock, gleichzeitig bzw. quasi gleichzeitig auf alien 3 

Ebenen 

1. in der Psyche 

2. im Gehirn 

3. am Organ 

2. Kriterium: 

Der Konfliktinhalt bestimmt im Augenblick des DHS sowohl Lokalisation des 
Hamerschen Herdes im Gehirn, als auch die Lokalisation des Krebs- oder 
Krebsaquivalentes am Organ. 

3. Kriterium: 

Der Konfliktverlauf entspricht einem bestimmten Verlauf des Hamerschen Her- 
des im Gehirn und einem ganz bestimmtem Verlauf eines Krebs- oder 
Krebsaquivalent-Sonderprogramms am Organ. 



5 Krebsaquivalent = gemeint sind alle anderen Erkrankungen, deren erste, kon- 
fliktive Phase immer durch einen Biologischen Konfliktschock eingeleitet wurde. 
Die 5 Biologischen Naturgesetze lassen sich bei alien „Krankheiten" wiederfm- 
den. 



Die Entdeckung der EISERNE REGEL DES KREBS begann mit dem Tod 
meines Sohnes Dirk, der im Morgengrauen des 18. August 1978 von dem 
italienischen Kronprinzen todlich getroffen vor der Mittelmeerinsel Cavallo 
bei Korsika, fast 4 Monate spater, am 7. Dezember 1978 unter furchtbaren 
Umstanden in der Heidelberg er Universitatsklinik in meinen Armen starb. 

Ich erkrankte damals an einem Hoden-Karzinom, genauer gesagt an einem 
Terato- und interstitiellen Karzinom des rechten Hodens. Ich bestand da- 
mals gegen den Rat der Tubinger Professoren darauf, daB der geschwollene 
Hoden operiert werden sollte, weil ich schon damals die vage Vermutung 
hatte, daB durch den Tod meines Sohnes bei mir, der ich wissentlich vorher 
nie ernstlich krank gewesen war, irgend etwas auf korperlicher Ebene aus- 
gelost worden war. Der Schnellschnitt ergab damals angeblich ein Terato- 
und interstitielles Ca. Nach meiner Genesung beschloB ich, dieser meiner 
Vermutung, sobald sich mir die Gelegenheit bote, auf den Grund zu gehen. 
Diese ergab sich 1981 als ich an einer Krebsklinik als internistischer Ober- 
arzt tatig war: 

Die EISERNE REGEL DES KREBS, entdeckt im Sommer 1981, schien 
zunachst nur fur gynakologische Krebsarten Geltung zu haben. Schon ganz 
bald aber stellte sich heraus, daB sie auf alle Arten von Krebs angewendet 
werden konnte. SchlieBlich stellte ich fest, daB eigentlich alle sog. „Krank- 
heiten" entweder Krebse waren oder aber Krebs-Aquivalente, d.h. so etwas 
Ahnliches wie Krebs. Deshalb war es nur logisch, daB die EISERNE RE- 
GEL DES KREBS auf alle sog. Erkrankungen der gesamten Medizin An- 
wendung finden muBte. Sie gilt fur die gesamte Medizin. Da sie nun einmal 
so heiBt, laBt man sie bei ihrem Namen, statt zu sagen: die „EISERNE RE- 
GEL der gesamten Medizin". 

5.1 Das 1. Kriterium der EISERNEN REGEL 
DES KREBS 

Das 1. Kriterium beschreibt die Bedingungen fur das Zustandekommen 
eines biologischen Konflikts und grenzt sich damit sogleich ganz deutlich ab 
von den sog. psychologischen oder psychischen Konflikten, die man besser 
allgemein psychische Konflikte nennt. Psychische Konflikte sind chronische, 
langangedauerte Konflikte bzw. Probleme oder solche, bei denen man etwas 
Zeit hatte, um sich darauf vorzubereiten und einzustellen. Diese Zeit 



56 interstitiell = dazwischenliegend, z.B. ein zwischen Parenchym gelegenes 
Gewebe 



68 



braucht nicht lang zu sein, manchmal nur einige Sekunden. Psychische Kon- 
flikte und Probleme der iiblichen Art, auf die wir uns kurz vorher einrichten 
konnen, die wir schon kennen, meistern wir Menschen auch reihenweise. 

Ganz im Gegensatz dazu steht der biologische Konflikt bei Mensch und 
(Sauge-) Tier, der aber vermutlich auch bei alien anderen Tieren und sogar 
den Pflanzen in gleicher oder analoger Weise verlauft. 

Der biologische Konflikt ist ein schwerer, hochakut-dramatischer und 
isolativer Konfliktschock, der uns ganzlich unvorbereitet auf dem „falschen 
FuB" erwischt. Ich habe viele Patienten erlebt, denen drei oder gar vier al- 
lernachste Angehorige verstorben waren, an denen sie wirklich gehangen 
hatten. Bei einer Patientin war es besonders pragnant: Der letzte der vier 
verstorbenen Angehorigen, der Onkel, hatte eine hubsche, alte Truhe, die er 
der Patientin angeblich versprochen hatte, im Testament aber der Schwester 
der Patientin vererbte. Das traf sie vollig unerwartet „auf dem falschen 
FuB", denn sie hatte fest damit gerechnet und sogar schon den Ehrenplatz 
im Wohnzimmer dafiir vorbereitet. Sie erlitt einen unverdaulichen Arger, 
quasi hatte sie den Brocken in Gedanken schon vereinnahmt und muBte ihn 
gedanklich wieder hergeben: Sie erkrankte an einem Pankreas-Ca. Und wir 
werden spater noch sehen, daB auch das Pankreas-Ca nicht etwa eine „Pan- 
ne" ist, sondern ein sinnvoller biologischer ProzeB. Der biologische Sinn 
besteht darin, im Pankreas vermehrt Verdauungssaft zu produzieren, um 
den Brocken (Truhe) vielleicht doch noch vereinnahmen (verdauen) zu kon- 
nen. 

„Psychologisch" gesehen hatte der Tod („Verlust") jedes einzelnen dieser 
nahen Angehorigen weit bedeutender sein miissen - war es aber nicht, denn 
bei jedem der vier Angehorigen hatte man vorher gewuBt, daB da, so traurig 
es auch war, nichts mehr zu machen war. Die Angehorigen wurden gebiih- 
rend betrauert, es war ein psychischer oder psychologischer Verlust- 
Konflikt aber es war eben kein biologischer Konflikt gewesen. Das Nicht- 
vererben der Truhe dagegen traf die Patientin vollig aus heiterem Himmel. 
Das verursachte einen biologischen Konflikt und einen Krebs im Pankreas! 

Die Psychologen suchten immer nach solchen psychologisch relevant er- 
scheinenden Konflikten, latenten Konflikten, die sich lange aufgebaut hat- 
ten, meist schon aus der Kinder- und Jugendzeit herruhrten, typischerweise 
z.B. nach Verlust eines Angehorigen, wurden aber nie ursachlich fundig! 
Sie hatten stets das Moment des „Nicht-erwartet-Habens" nicht mit einbe- 
zogen. Deshalb waren alle Statistiken psychosomatischer Art, die sie auf- 
stellten, unsinnig oder sinnlos, denn sie hatten nicht gelernt, biologisch zu 
denken. 



69 



Wichtig ist daruber hinaus auch zu verstehen, daB ein und dasselbe Ereig- 
nis (z.B. ein Unfall) nicht bei jedem Menschen den gleichen Konflikt ma- 
chen muB oder gar iiberhaupt ein DHS bewirken muB. Einen Konflikt zu 
erleiden, ist eben etwas hochst individuelles, und es ist allein entscheidend, 
was der Patient selber dazu berichtet. 

5.1.1 Definition des Begriffes „Konflikt" in der 
EISERNEN REGEL DES KREBS (ERK) 

Ein Konflikt muB stets so definiert sein, daB er im Prinzip fur alle Lebewe- 
sen gleichermaBen Geltung haben kann. Ich definiere das Wort Konflikt 
begrifflich als „biologischen Konflikt". Ein Psychiatrie-Professor einer 
Universitat wurde, wie schon erwahnt, vom Richter gefragt, wie er derm in 
seiner Sprache beispielsweise einen sexuellen Konflikt definiere, den der Dr. 
Hamer bei einem Konfliktvorgang finde, wo die Ehefrau ihren Mann „in 
flagranti" ertappe und nun einen solchen „Hamerschen Herd" iiber dem 
linken Ohr erleide. Antwort: „Ich wiirde es eine narziBtische Krankung nen- 
nen." Meine Gegenfrage: „Wiirden Sie meiner Hiindin die gleiche Qualitat 
der psychischen Konfliktdefinition auch zubilligen?" - Keine Antwort mehr. 

Da liegt genau der Hase im Pfeffer: Unsere Konfliktdefinitionen sind von 
der etablierten Medizin stets in erster Linie religios-philosophisch- 
psychoanalytisch, eben dogmatisch definiert. 

Fur mich gibt es keine Dogmen, die eine Wissenschaft einengen diirfen. 
Wenn ich finde, daB Mensch und Tier bei der gleichen Art von biologischem 
Konflikt erkranken und im psychischen, cerebralen und organischen Bereich 
die gleichen Vorgange und Veranderungen beobachtet werden, dann mussen 
sich eben SchluBfolgerungen, Regeln oder GesetzmaBigkeiten nach den 
Fakten richten und nicht umgekehrt. 

Konflikt im Begriffssystem der Neuen Medizin ist also nicht im Sinne der 
sog. Psychoanalyse als iiber Jahrzehnte laufender Aufbau einer 
„konfliktiven Konstellation" aufzufassen, sondern als ein biologischer 
Konflikt. Dieser biologische Konflikt, der beim DHS wie ein Blitzschlag bei 
Mensch und Tier einschlagt und den Hamerschen Herd im Gehirn bewirkt, 
sowie das biologische Sonderprogramm fur den gesamten Organismus ein- 
leitet, ist die Konstellation einer Sekunde. Natiirlich geht die Gesamtperson- 
lichkeit in einen biologischen Konflikt auch mit ein. Aber das ist meist nicht 
das Entscheidende. Ein gewaltiger Streit mit der Schwiegermutter um die 
Kinder wird z.B. bei einem einzigen Wort zum DHS: „Du Schwein!" In 
dieser Sekunde ist der Konfliktinhalt im Verstandnis des Patienten definiert. 



70 



Er erkrankt z.B. an einem Reviemiarkierungs-Konflikt, einem Hamerschen 
Herd (HH) rechts peninsular und organisch an einem Blasen-Ulcus- 
Karzinom. Von da ab lauft der ganze weitere Streit dieses biologischen 
Konflikts auf dieser „Konfliktinhalts-Schiene". Die Schwiegermutter hatte 
auch schreien konnen: „Du Kummerling!" Dann hatte der Patient einen 
Selbstwerteinbruch-Konflikt erleiden konnen und der weitere Streit hatte 
sich nach dem Verstandnis des Patienten immer um seinen Selbstwert ge- 
dreht, ob er nun ein Kummerling sei oder nicht. Es ware eine ganz andere 
„Konfliktinhalts-Schiene" gewesen. 

Der biologische Konflikt entscheidet sich in der Sekunde des DHS, d.h. es 
entscheidet sich in dieser Sekunde der Konfliktinhalt, auf dessen Schiene 
wiederum der weitere biologische Konflikt ablauft. Eine Frau z.B., die ihren 
Ehemann „in flagranti" ertappt, muB nicht zwangslaufig einen sexuellen 
biologischen Konflikt erleiden. Sie muB iiberhaupt nicht zwangslaufig einen 
biologischen Konflikt erleiden, sondern sie wird nur einen Konflikt erleiden, 
wenn sie mit der Situation in einer oder mehrerer Hinsicht unvermutet kon- 
frontiert wird. Aber selbst wenn es zum DHS kommt, gibt es eine Reihe von 
moglichen Konfliktinhalten: 

1. Moglichkeit: Die Patientin empfindet beim DHS die Situation als sexu- 

ellen biologischen Konflikt des Nicht-begattet-Werdens. 
Cerebral wiirde sie einen HH links peninsular erleiden, 
organisch ein Gebarmutterhals-Karzinom, (sofern sie 
rechtshandig ist), dazu Ulcera in den Koronarvenen des 
Herzens. 

2. Moglichkeit: Die Patientin hat vielleicht selbst einen Hausfreund, sie 

liebt ihren Mann nicht mehr. Sie empfindet im Moment 
des DHS die Situation als Affront und menschlichen Ver- 
rat, daB der Ehemann sie vor alien Nachbarn bloBstellt. 
Sie erleidet im Moment des DHS einen allgemein 
menschlichen Partner-Konflikt, cerebral einen HH im lin- 
ken Kleinhirn und organisch einen Krebs der rechten 
Brust. (Sofern sie Rechtshanderin ist.) 

3. Moglichkeit: Die Patientin empfindet die junge hiibsche Nebenbuhlerin 

im Moment des DHS als eigenen Selbstwerteinbruch- 
Konflikt. „Sie konnte ihm das bieten, was ich ihm nicht 
mehr bieten kann." Die Patientin wiirde in diesem Fall im 
Moment des DHS eben einen biologischen Selbstwertein- 



71 



bruch-Konflikt erleiden, einen HH im occipitalen Mar- 
klager und einen Knochenkrebs im Bereich des Beckens. 

4. Moglichkeit: Die Patientin ist vielleicht schon jenseits der Wechseljahre 

und reagiert mannlich. Dann konnte sie die gleiche Situa- 
tion im Moment des DHS als Revier-Konflikt empfinden 
mit einem HH rechts peninsular und einem Koronar- 
Ulcus-Ca, Intrabronchial-Ca oder wenn es ein „Revier- 
markierungs-Konflikt" mit dem Attribut „solch eine 
Schweinerei" war, ein Blasen-Ca. (Sofern sie Rechtshan- 
derin ist.) 

5. Moglichkeit: Haufig ware allerdings auch ein Ovarial-Ca 58 , als „haBli- 

cher halbgenitaler" und Verlust-Konflikt mit HH im pa- 
ramedian-occipitalen 59 Bereich. 

Wir sehen also, daB ein und der „gleiche" Vorgang oder Situation eben doch 
nicht die gleiche Situation ist. Einzig das Empfinden im Moment des DHS 
entscheidet uber den Konfliktinhalt und damit uber die „Schiene", auf der 
der weitere biologische Konflikt verlauft. 

Diese Zusammenhange fuhren auch die ewigen Ignoranten Vorschlage der 
sog. „prospektiven 60 Studien" ad absurdum. Die „Nichtkonvertierbarkeit 61 " 
eines Systems ist nicht etwa eine wissenschaftliche Schwache, sondern sie 
folgert zwangslaufig daraus, daB es einem Untersucher nahezu unmoglich 
ist, mit einiger Sicherheit vorauszusagen, in welcher Richtung oder auf wel- 
cher „Schiene" der Patient einen prospektiv gedachten Konflikt erleben oder 
erleiden wird. Selbst die nachsten Angehorigen sind oft baB erstaunt, wenn 
sie recherchiert haben, z.B. welcher Konflikt einen bei dem Patienten dia- 
gnostizierten Krebs bewirkt haben konnte. Sie sagen dann oft: „Das kann 



57 



occipital = zum Hinterhaupt gelegen 



58 Ovar = Eierstock 
39 para = Wortteil mit der Bedeutung: bei, neben, entlang, gegen, abweichend 
vom Normalen 

medial = Wortteil mit der Bedeutung: naher zur Mitte 
occipital = das Hinterhaupt betreffend 

Ich mochte den Leser an dieser Stelle bitten, sich nicht von Beschreibungen der 
Lokalisation von Hamerschen Herden beirren zu lassen. Fur den Laien ist das 
ohnehin schwer im einzelnen nachvollziehbar. Es kommt auch vor allem darauf 
an, mit Hilfe des Registers spater mit der Konflikttabelle „Psyche - Gehirn - Or- 
gan" umgehen zu konnen! 

60 prospektiv = meint Vorausschau im Sinne einer Vorhersage 

61 fehlende Moglichkeit, etwas (hier ein System) beliebig und frei auszutauschen 



72 



nur das und das gewesen sein." Fragt man dann vor seinen Angehorigen den 
Patienten, dann sagt er oft: „Nein, das hat mich gar nicht aufgeregt." Und 
das, was wirklich das DHS und den Konflikt bewirkt hat, setzt dann oftmals 
alle zunachst in Erstaunen. Spater, wenn sie die Sache begriffen haben, 
sagen sie oft: „Ja, naturlich, das muBte auch so sein." Ein sehr gutes Bei- 
spiel diesbezuglich war ein Patient der Erlanger Universitatsklinik, den ich 
untersuchen konnte in seinem Krankenzimmer. Er hatte einen akuten Herz- 
infarkt erlitten. Er muBte also einen Revier-Konflikt mit DHS erlitten ha- 
ben. Frage nur, was war der Revier-Konflikt gewesen? In Gegenwart des 
Stationsarztes fragte ich ihn also, wann und welchen Revier-Konflikt er 
erlitten habe. Antwort: keinen. Er sei ein erfolgreicher Gastwirt, die Hono- 
ratioren des ganzen Dorfes seien bei ihm zu Gast, er habe zwei gesunde 
Kinder, eine gute Frau, keine Geldsorgen, alles sei in Ordnung, von Revier- 
Konflikt konne keine Rede sein. Nun fragte ich ihn, seit wann er denn an 
Gewicht zugenommen habe. Antwort: seit 6 Wochen. Nach dem EKG 
konnte ich etwa beurteilen, daB der Herzinfarkt nicht ein besonders schwe- 
rer gewesen sein konnte. Ich rechnete: Vor etwa 6 Wochen muBte die Con- 
flictolyse gewesen sein, der Konflikt konnte hochstens 3 bis 4 Monate ge- 
dauert haben. Ich sagte zu ihm: „Vor etwa 6 Monaten muB etwas Schlim- 
mes passiert sein, was Ihnen viele schlaflose Nachte gemacht hat. Und vor 6 
oder 8 Wochen war die Sache zu Ende." - „Tja, Herr Doktor, wenn Sie so 
fragen, aber nein, ich kann mir ja nicht vorstellen, daB von so etwas ein 
Herzinfarkt kommen konnte." Es ergab sich folgendes: 

Der ganze Stolz des Patienten war eine Voliere mit exotischen Vogeln ge- 
wesen. Alle seine befreundeten Gaste durften diese Vogel bewundern. Er 
hatte nicht mit Geld gespart, selbst seltenste Arten waren darunter. Vor dem 
Friihstuck ging er schon hiniiber und schaute nach seinen Vogeln, etwa 30 
waren es inzwischen. 

Eines Morgens kommt er wie gewohnlich heriiber und - ihm bleibt der 
Mund offenstehen: Bis auf einen kleinen Piepmatz waren alle Vogel ver- 
schwunden „Diebe", war sein erster Gedanke und pragte sein DHS. Diebe 
sind in mein Revier eingebrochen. Nachbarn kamen, man untersuchte die 
ganze Voliere SchlieBlich fand man ein winzig kleines Loch unter der Volie- 
re durchgegraben. Ein erfahrener Bauer sagte nur ein Wort: „Wiesel." Von 
da ab hatte der Patient nur noch einen einzigen Gedanken im Kopf: das 
Wiesel fangen. Es gelang ihm nach einigen Fehlschlagen, das Wiesel in 
einer Falle zu fangen Erst dann konnte er daran gehen, die Voliere umzu- 
bauen, „wieselfest" zu machen, neue Vogel zu kaufen. Nach etwa 3 Vi Mo- 
naten war wieder alles in Ordnung und der Konflikt definitiv gelost. Wenn 
er sich die Sache nachtraglich iiberlegte, war er in der (konflikt-aktiven 



73 



Zeit) so stolz gewesen, ein paar Kilo abgenommen zu haben. Aber seit 6 
Wochen hatte er alles wieder zugenommen und noch ein paar Kilo dazu. 

Der Stationsarzt hatte bei der ganzen Unterhaltung staunend dabeigeses- 
sen. Jetzt stand er auf und sagte: „Herr Hamer, ich bin restlos geschafft. 
Vielleicht ist alles ziemlich verkehrt, was wir hier machen. Jedenfalls hat 
mich Ihre Demonstration uberwaltigt." 

Sogar der Patient sagte: „Wenn ich jetzt nach unserem Gesprach so iiber- 
lege, hatte ich auch kaum etwas gewuBt, womit man mich mehr hatte treffen 
konnen, als wenn man mir meine Vogel gestohlen hatte." 

Mit Psychoanalyse und Konflikt im psychologischen bisherigen Sinne hat 
das nichts zu tun. Es kommt beim biologischen Konflikt nicht einmal darauf 
an, ob der Konflikt spater noch als bedeutsam erscheint, wenn alles wieder 
langst „in Ordnung" ist. Damals zum Zeitpunkt des DHS hat der Patient so 
empfunden, und das war entscheidend. Danach hat dann der Konflikt eine 
Eigendynamik entwickelt. Jemand, und wenn es nur ein kleines Wiesel war, 
war in das Revier des Patienten eingedrungen. Er hatte ja sofort mit der 
Renovierung seiner Voliere beginnen konnen. Nein - es lieB ihm, wie der 
Volksmund sagt, „keine Ruhe". Erst als er den Gegner unschadlich gemacht 
hatte, konnte er „in Ruhe" sein Revier wieder aufbauen. Man spurt formlich 
die biologische Dramatik dieses Revier-Konfliktes. 

5.1.2 Das DIRK-HAMER-SYNDROM (DHS) 

Das DHS ist die Basis der NEUEN MEDIZIN, ist Dreh- und Angelpunkt 
aller Diagnostik. 

Es ist jedesmal wieder ein Erlebnis, obwohl ich es jetzt schon Zehntausen- 
de Male erlebt habe. Es sind nicht irgendwelche langsam beginnenden Kon- 
flikte, die die Krebserkrankung bewirken, es ist immer und einzig der 
schockartige und unvermutete Blitzschlag, der die Menschen trifft, diese 
erstarren laBt, sie unfahig macht, ein einziges Wort zu reden, sie konster- 
niert 62 . 



62 Konsternation = Betroffenheit, Besturzung 



74 



Dieses Sportfoto 
einer Zeitung aus 
Lyon soil veran- 
schaulichen, wie 
ein Torwart „auf 
dem falschen FuE" 
erwischt wird, kon- 
sterniert dem ganz 
langsam ins linke 
Toreck trudelnden, 
abgefdlschten Ball 
nachsieht. Er hatte 
den Ball ins andere 
Eck erwartet. 



I 







Eine ahnliche Konstellation im iibertragenen Sinne finden wir beim DHS, 
dem Konflikt-Schock, bei dem der Patient auch „auf dem falschen FuB" 
erwischt wird. Derm eine Konfliktsituation, auf die er sich vorher einstellen 
konnte, die macht ihm kein DHS. Genauso wie ein Torwart die fantastisch- 
sten Glanzparaden liefern kann und den Ball aus dem auBersten Toreck 
herausfaustet, wenn - ja, wenn der Ball dorthin fliegt, wohin ihn der Tor- 
wart berechnet hatte; so konnen wir Menschen alle ein Vielfaches an Kon- 
flikten ertragen, ohne davon krank zu werden, wenn wir vorher Zeit haben, 
uns darauf einzustellen. 

Wir Menschen haben heute weitgehend die Beziehung zu unserer Umwelt 
und zu unserer Mitkreatur Tier verloren. Nur so konnte die mehr oder weni- 
ge instinktlose Vorstellung von intellektuellen Konflikten entstehen, die 
keinerlei Beziehung haben zur biologischen Realitat. Man hatte sich eben 
weit von der Empirie entfernt und Falle konstruiert, die gar nichts mit dem 
wirklichen Erleben des Menschen zu tun haben, jedenfalls nicht im Zusam- 
menhang mit Krankheitsentstehung. 

Der Mensch fuhlt und empfindet aber in Wirklichkeit nach archaischen 
biologischen Regelkreisen, empfindet eben biologische Konflikte, wahrend 
er sich einbildet, losgelost von der Natur zu denken. 

Durch die moderne Zivilisation, die sich ja an keinerlei biologische Grund- 
formationen halt, kommen wir Menschen in ein furchtbares Dilemma. Fol- 
gen wir den Verhaltensmustern, die uns die Natur vorgegeben hat, so muB- 
ten wir alle Arten von gesellschaftlichen Nachteilen in Kauf nehmen, die uns 



63 



Empirie = Erfahrung, auf Erfahrung beruhende Erkenntnis 



75 



ruinieren wiirden. Folgen wir aber den uns von den Politikern, Juristen und 
Kirchen gemachten Vorschriften, die zuallermeist gegen unseren ureigensten 
archaischen Code gerichtet sind, dann geraten wir geradezu vorprogram- 
miert in den Konflikt hinein. Man kann zwar theoretisch mit beliebigen Ge- 
setzen die Menschen scheinbar beliebig manipulieren, aber wir zahlen dafur 
grausam. Zwar hat es immer Anpassungen der verschiedensten Art an ver- 
anderte Umweltbedingungen gegeben - davon lebt ja uberhaupt die Ent- 
wicklung der Natur - aber diese Entwicklungen („Mutationen") dauern ge- 
wohnlich viele hunderttausend Jahre. Fur den Moment und die nachsten 
100.000 Jahre hilft uns das nichts in unserem Dilemma. 

Bisher wuBten das die meisten Menschen noch nicht oder haben es sich 
einfach nicht richtig klargemacht. Die Neue Medizin nimmt uns in die 
Pflicht, darauf eine Antwort zu suchen und zu finden. Nicht daB wir dann 
keine Konflikte, keine biologischen Konflikte, mehr erleiden wiirden. Denn 
der biologische Konflikt ist ja auch ein Teil der Natur und weder schlecht 
noch gut. Einfach eine Realitat und in der Natur gleichzeitig ein Mittel zur 
Auslese und zur Erhaltung der Art. Aber ich glaube, daB wir Menschen 
glucklicher leben werden, wenn wir wieder nach dem Code unseres Gehirns 
leben. 

Das DHS (DIRK-HAMER-SYNDROM) ist ein allerschwerster, hochakut- 
dramatischer und isolativer Erlebnisschock eines biologischen Konfliktes. 
Er lost das Sinnvolle Biologische Sonderprogramm (SBS) der Natur aus 
als sinnvolle Reaktion auf einen Unfall oder Notfall, auf den der Orga- 
nismus im ersten Anlauf nicht reagieren konnte. Eine Chance der Natur 
also! 

Merke: 

Das DHS hat folgende Eigenschaften und Bedeutungen: 

1. Das DHS entsteht als unvermutetes Schockerlebnis eines biologischen 
Konfliktes quasi in einer Sekunde. 

2. Das DHS bestimmt den Konfliktinhalt, genauer gesagt den Inhalt des 
biologischen Konfliktes. Auf dieser „Schiene" lauft der nachfolgende 
Konflikt weiter. 

3. Das DHS bestimmt die Lokalisation des Hamerschen Herdes (HH) im 
Gehirn durch den Inhalt des biologischen Konfliktes. 

4. Das DHS bestimmt die Lokalisation der Krebserkrankung am Organ 
durch Bestimmung des Inhalts des biologischen Konflikts und Bestim- 
mung der Lokalisation des HH im Gehirn. 

5. DHS und - falls schon erfolgt - Conflictolyse sind die wichtigsten Eck- 
pfeiler jeder biologischen Konflikt-Anamnese. Es ist in jedem Fall uner- 



76 



laBlich, das DHS genau herauszufinden, auch wenn der Konflikt schon 
gelost ist. Denn ein Konfliktrezidiv kann nur dann vermieden werden, 
wenn das urspriingliche DHS genau bekannt ist. 

6. Das DHS verandert unverziiglich nicht nur den vegetativen Tonus 64 und 
macht Dauer-Sympathicotonie , sondern es verandert auch die Person- 
lichkeit, wie man am sog. „hangenden Konflikt" sehr gut zeigen kann. 

7. Das DHS bewirkt von der ersten Sekunde an eine Art Dauer- 
Sympathicotonie im Gehirn an der Stelle des Hamerschen Herdes. In 
diese Umschaltung ist aber mehr oder weniger das gesamte Gehirn mit 
einbezogen. 

8. Das DHS bewirkt von der 1. Sekunde an einen Krebs oder Krebsaqui- 
valent am Organ. Der Krebs am Organ hat verschiedene Erscheinungs- 
formen: 

a. starkes mitotisches 66 Zellwachstum bei Betroffenheit der Organe des 
inneren Keimblatts (Entoderm); 

b. mittleres Keimblatt 

a) Kleinhirn-Mesoderm macht mitosereiches Wachstum wahrend 
der Konfliktaktivitat 

b) GroBhirn-Mesoderm 68 (Marklager) verursacht in der konflikt- 
aktiven Phase Nekrosen, in der Heilungsphase sinnvolle Wieder- 
auffullungen der Nekrosen, die man Sarkome nennt. 

c. Zellverlust mit Krebs-Ulcera des GroBhirn-Ektoderms . 

Kein Zellverlust mit Veranderung der Funktion beim „Schockstrang" 
(endokrines 70 System der Hypophyse, Schilddruse, a- und B- 
Inselzellen der Bauchspeicheldriise). 

9. Hat ein DHS einen biologischen Konflikt ausgelost, der noch aktiv ist 
und seinen HH in einer GroBhirn-Hemisphare hat und trifft dazu ein 
weiteres DHS, das seinen HH in der Hirnrinde der gegenuberliegenden 



64 



bezieht sich auf unseren Biorhythmus, d.h. die sympathicotone Tagphase 



(Wachphase, StreBphase) und die vagotone Nachtphase (Ruhephase). 

65 Dauer-Sympathicotonie = Dauer-StreB/Tag-Phase 

66 mitotisch = die Zellteilung betreffend 

67 Kleinhirn-Mesoderm = betrifft alle Organe des mittleren Keimblatt, die vom 
Kleinhirn gesteuert werden. 

68 GroBhirn-Mesoderm = betrifft alle Organe des mittleren Keimblatts, die vom 
GroBhirn gesteuert werden. 

69 GroBhirn-Ektoderm = betrifft alle Organe des auBeren Keimblatts, die vom 
GroBhirn gesteuert werden. 

70 endokrin = Hormon absondernd 



77 



Hemisphere hat, dann ist die schizophrene Konstellation 71 gegeben. Akut 
delirant oder tobend wird der Patient aber nur, wenn er auf der links- 

79 

cerebralen, manischen Seite stark akzentuiert ist und eine sog. „aggres- 
siv-biomanische" Konstellation hat. Die Konstellation der Schizophrenic 
kann auch bei ein und demselben Doppel-DHS eintreten. 

lO.Unter einem „Doppel-DHS" verstehen wir einen Konflikt, der zwei Sei- 
ten hat, z.B. einen Revier-Konflikt mit Selbstwerteinbruch oder einen 
Mutter/Kind-Konflikt mit gleichzeitigem Selbstwerteinbruch im Mut- 
ter/Kind-Bereich (z. B. Kind sagt: „Du bist eine ganz schlechte Mutter, 
eine Rabenmutter"). 

11. Das DHS ist die biologische Chance, die das Individuum von Mutter 
Natur erhalt, um einen „Patzer" wieder wettzumachen. Ohne das DHS 
hatte der Hirsch z.B. keine Chance, sein Revier nochmals zuriickzuer- 
obern. In der Sekunde des DHS schaltet Mutter Natur bereits auf „Son- 
derprogramm" um, um das Hindernis im zweiten Anlauf zu bewaltigen. 
Das DHS ist der StartschuB zur biologischen Chance des Sinnvollen 
Biologischen Sonderprogramms (SBS). 

12. Hat ein DHS auBer einer DHS-"Hauptschiene" noch weitere „Neben- 
schienen", die wir teils Krebs oder Krebsaquivalente, z.B. „Allergien", 
nennen (z.B. optische, akustische, Geruchs- oder Geschmackswahrneh- 
mungen im Moment des DHS), so kann der Patient beim „Aufsetzen M 
auf nur eine einzige dieser „Nebenschienen" augenblicklich auch wieder 
auf die „Hauptschiene" aufsetzen und ein Konfliktrezidiv erleiden. Bei- 
spiele: Jedesmal, wenn ein Mann ein bestimmtes Rasierwasser riecht, 
muB er an den Hausfreund seiner Frau, seinen Nebenbuhler, denken, der 
dieses Rasierwasser benutzte. Jedesmal bekam er dann Herzschmerzen - 
ein Rezidiv seines damaligen Revier-Konfliktes mit angina pectoris. 

Ruhrt man an das DHS eines Menschen, dann bekommt er meist feuchte 
Augen, Zeichen fur seine emotionale Affektivitat . Jedes Konfliktrezidiv 
kommt nicht etwa schleichend, sondern nur mit erneutem DHS. Wir nennen 
es die „Schiene". Selbstverstandlich benotigt das Rezidiv-DHS, das uns 
wieder auf die Konfliktschiene setzt, langst nicht die emotionale Starke wie 
beim ersten Mai. Man konnte es auch eine „kraftige Erinnerung" nennen. 



71 schizophrene Konstellation = siehe Kapitel 'Psychosen' im 2. Teil des Buches 
'Vermachtnis einer Neuen Medizin' 

72 Manie = Stoning der Affektivitat mit gehobener (heiterer oder gereizter) 
Stimmung, Antriebssteigerung 

73 



emotionale Affektivitat = besonderes Gefuhl der Erregung 



78 



Die Schienen, oftmals sind es sogar mehrere, sind nicht etwas Schlechtes, 
nicht etwa standige Pannen der Natur, sondern normalerweise in freier Na- 
tur geradezu lebenswichtige Erinnerungsauffrischungen: „Vorsicht, bei so 
etwas war doch damals die Katastrophe passiert, sieh dich vor!" Wir nen- 
nen solche Schienen auch Allergien. 

Nochmals: Die Konstellation eines unvermuteten konfliktiven Erlebnis- 
schocks, das DHS, macht den Konflikt, nicht umgekehrt. Ware diese ganz 
besondere Konstellation nicht eingetreten, ware es wahrscheinlich nie zu 
einem biologischen Konflikt gekommen! Diese scheinbar oder wirklich zu- 
fallige konfliktive Konstellation, die das DHS auslost, ist nicht zu begreifen, 
weil wir den Zufall nicht begreifen konnen. Zufall sind diese biologischen 
DHS-Konflikte aber nur unter einem „niedrigen Horizont". In einem groBe- 
ren biologischen Rahmen haben diese Vorgange natiirlich schon ihren Sinn, 
z. B. als Regulation zur Erhaltung der Art. Das kann den einzelnen, der fur 
die Erhaltung der Art geopfert werden soil, nicht trosten. Aber wir Men- 
schen sind j a mit unseren Tieren auch nicht so zimperlich und meinen, daB 
es sinnvoll sei, wenn die Tiere sich von uns schlachten lassen sollen, damit 
unsere Art Homo sapiens erhalten werden konne. Vielleicht ist es manchen 
Menschen, die gerne ein „erkennbares Walten eines personlichen Gottes" 
sehen mochten, in Zukunft schwieriger zu verstehen, daB ihr Gott durch 
solche scheinbar „zufalligen Konstellationen" in ihr Leben eingreift. Die 
Ignorierung biologischer Konflikte und ihrer Folgen erschien ihnen die 
menschliche und metaphysische Geisteswelt iiberschaulicher und berechen- 
barer zu machen. Aber das war eben ein frommer Irrtum! 

Eine Sache wie das DHS, die in der gleichen Sekunde im Gehirn als Ha- 
merscher Herd nachzuweisen ist, ist auch religios-philosophisch nicht langer 
zu leugnen, sie ist schlicht und einfach eine Realitat. 

5.2 Das 2. Kriterium der EISERNEN REGEL 
DES KREBS 

Erleidet ein Mensch (Tier oder Pflanze) ein DHS, also ein allerschwerstes, 
hochakut-dramatisches und isolatives konfliktives Schockerlebnis, so asso- 
ziiert sein UnterbewuBtsein den konfliktiven Inhalt des DHS-ausgelosten 
biologischen Konfliktes zu einem biologischen Vorstellungsbereich, also 
z.B. Bereich Mutter/Kind- Verhaltnis oder Bereich „Revier" oder Bereich 
„Wasser" oder Bereich „Angst im Nacken" oder Bereich „Selbstwert" oder 
ahnliche Bereiche. Auch hier weiB das UnterbewuBte „in der Sekunde des 
DHS" genau zu differenzieren: Niemals macht ein Selbstwerteinbruch im 



79 



sexuellen Bereich („du Schlappschwanz") Osteolysen der Halswirbelsaule, 
sondern stets Becken-Osteolysen, Beckenknochen-Krebs. Niemals wiirde ein 
Selbstwerteinbruch-Konflikt im Mutter/Kind- Verhaltnis („du Rabenmut- 
ter!"), Osteolysen im Becken machen, sondern stets einen Krebs des Ober- 
armkopfes links (bei Rechtshandern). 

Wir denken, daB wir denken. In Wirklichkeit wird mit uns gedacht! 

Zu jedem biologischen Vorstellungsbereich gehort ein bestimmtes Relais- 
zentrum im Gehirn, den wir im Erkrankungsfall den „Hamerschen Herd" 
nennen. Jeder biologische Vorstellungsbereich hat also „sein Relaiszen- 
trum". 

Vom HH gehen im Moment des DHS besondere Codes aus an das Organ, 
das diesem HH zugeordnet ist. Man kann also sagen: Jeder HH hat „sein 
Organ". So ist das dreischichtige Geschehen Psyche - Gehirn - Organ in 
Wirklichkeit ein synchron verlaufendes Geschehen vom HH zum Organ mit 
dem Unterschied des Bruchteils einer Sekunde. Das DHS wissen die meisten 
Patienten fast auf die Minute genau anzugeben, weil es ja immer dramatisch 
verlief. Meist waren die Patienten „vor Schreck erstarrt", „unfahig zu re- 
den", „wie gelahmt", „zutiefst erschrocken" u. a. Im Gehirn kann man das 
eingeschlagene DHS von der 1. Sekunde an im Hirn-CT (Computertomo- 
gramm) als scharfringige SchieBscheiben-Konfiguration (aktiver HH) 
sehen, am Organ ist es von der 1. Sekunde an zu finden: Ein Krebs, der in 
diesem Augenblick zu wachsen beginnt! (bzw. eine Nekrose bei groBhirn- 
gesteuerten Organen). 

In der Sekunde des DHS ist bereits alles programmiert oder einprogram- 
miert: Entsprechend dem Konfliktinhalt des biologischen Konflikts in der 
Sekunde des DHS ist, wie wir heute leicht mit unseren Computertomo- 
grammen feststellen konnen, ein ganz bestimmtes, schon im vorhinein de- 
terminiertes Hirnareal, (Hamerscher Herd) „umgeschaltet" worden. 

In der gleichen Sekunde beginnen auch die in der Tabelle „Psyche-Gehirn- 
Organ" exakt aufgefuhrten, durch empirische Beobachtungen voraussagba- 
ren Veranderungen am Organ; entweder Zellvermehrung oder Zellverminde- 
rung oder Funktionsanderung (bei den sog. Krebsaquivalenten). 

„Umgeschaltet" habe ich deshalb gesagt, weil, wie wir noch sehen werden, 
das DHS „nur" der Umschaltvorgang auf ein Sonder- oder Notprogramm 
ist, damit der Organismus mit der unvorhergesehenen Situation fertig wer- 
den kann. 



74 SchieBscheiben-Konfiguration = ein aktiver HAMERscher HERD zeichnet sich 
durch seine typische, einer SchieBscheibe ahnelnden Erscheinungsform im Hirn- 
CT aus 



80 



Eine „Krankheit" in dem Sinne wie wir das friiher an unseren Universita- 
ten beigebracht bekamen, gibt es streng genommen nicht. Wir hatten bei 
dem, was wir „Krankheiten" genannt hatten, Fehler von „Mutter Natur" 
angenommen, z.B. daB das vermutete „Immunsystem" (gedacht als Ab- 
wehrarmee unseres Organismus) „eingebrochen" sei. „Mutter Natur" macht 
jedoch keine Fehler, es sei denn, absichtliche, scheinbare Fehler, die dann 
auch einen Sinn haben. 

5.3 Das 3. Kriterium der EISERNEN REGEL 
DES KREBS 

Das 3. Kriterium der Neuen Medizin besagt, daB der Verlauf der gesamten 
sog. Erkrankung, einschlieBlich Heilungsphase, auf alien 3 Ebenen synchron 
ist. Diese Synchronizitat ist definiert durch genaue Kriterien dafiir, was 
typisch konflikt-aktive Symptome auf psychischer, cerebraler und organi- 
scher Ebene sind und was typische Symptome der konflikt-gelosten Hei- 
lungsphase ebenfalls auf psychischer, cerebraler und organischer Ebene 
sind. Dazu kommen noch die typischen Symptome auf alien 3 Ebenen in der 
epileptischen oder der epileptoiden 75 Krise, die fur jede Erkrankung ein biB- 
chen unterschiedlich, aber wiederum auch fur jede Erkrankung speziell ty- 
pisch sind hinsichtlich der cerebralen und organischen Symptome (z.B. der 
Herzinfarkt als epileptoide Krise bei Koronar 76 -Ulcus-Ca) und naturlich 
sowieso typisch fur die psychischen und die vegetativen Symptome. 

Mit diesem Handwerkszeug, d.h. dem Wissen um die GesetzmaBigkeit und 
dem Wissen um die jeweils typischen Symptome des Verlaufs auf den 3 
Ebenen, kann man nun erstmals in der Medizin ursachlich und quasi repro- 
duzierbar richtig arbeiten! 



75 epileptoid = Epilepsie-ahnlich 

76 Das Herz (die Koronararterien) betreffend 



6 Das Codeverhalten des Gehirns - 
Grundlage der Biologischen Konflikte 

Wenn man von biologischen Konflikten redet, muB man definieren, was 
denn eigentlich die Grundlage eines solchen biologischen Konfliktes ist. 

Welche entwicklungsgeschichtlichen Grundlagen diese biologischen Kon- 
flikte haben, findet Ihr, liebe Leser, im Kapitel iiber das ontogenetische 
System der Tumoren. 

Da wir von einem biologischen Konflikt reden, setzen wir naturlich vor- 
aus, daB diese Konflikte keine nur humanen Konflikte, sondern auch ani- 
male Konflikte sind, eben biologische Konflikte. Konflikte, die offenbar 
biologisch festgelegt sein sollen oder nach einer bestimmten GesetzmaBig- 
keit ablaufen sollen, miissen ja im Gehirn des Individuums irgendeine Ma- 
xime haben, die ein solch „systematisches Konfliktverhalten" moglich 
macht. Ich nenne das das „Code-Verhalten des Gehirns". Statt Code- 
Verhalten konnen wir auch „Summe der Verhaltensmuster" sagen. Im 
Grunde driicken alle diese Begriffe aus, daB Mensch und Tier nach einem 
jeweils fur die einzelnen Spezies typischen Verhaltensmuster oder Verhal- 
tensfahrplan leben. Welchen Begriff man nun verwendet, ist egal. Man 
sollte aus solchen Begriffen nicht neue Dogmen machen. Es gibt diese Be- 
griffe seit es die Entwicklungsgeschichte des Menschen und der Tiere gibt, 
nicht erst seit Darwin. 

Diese Begriffe, gleichgiiltig mit welcher Formulierung, sind nicht von mir, 
sind Allgemeingut. Von mir stammt nur die Erkenntnis, daB diesem Code- 
Verhalten ein bestimmtes biologisches Konfliktverhalten gegeniibersteht. 
Das ist das Neue. Es gibt auch da schon eine ganze Reihe von Versuchen, 
eine ganze Reihe von Ergebnissen. Aber man konnte sie bisher nicht einord- 
nen, hat sie z.T. vollig sinnlos interpretiert. Ein Beispiel: Vor einigen Jahren 
machte eine angeblich hochseriose Untersuchung amerikanischer Wissen- 
schaftler die Runde und sorgte fur gewaltige Aufregung. Formaldehyd oder 
nach der chemischen Formel HCHO oder Ameisensaurealdehyd, ein farblo- 
ses, stechend riechendes, in Alkohol und Wasser losliches Gas, mit Metha- 
nolzusatz gegen Polymerisation auch als waBrige Losung Formol bekannt, 
sollte bei Ratten Krebs erzeugt haben. 

Normalerweise machen Ratten um Formol in der normalen Verdiinnung, 
die man zum Desinfizieren beim Putzen von OP-Raumen verwendet, einen 
riesengroBen Bogen, weil sie das Zeug auf den Tod nicht ausstehen konnen. 
Die klugen Forscher hatten nun diese Aversion benutzt und das Formol auf 



83 



die tausendfache Konzentration gebracht und - man hore und staune - dieses 
hochkonzentrierte Zeug den armen Ratten mehrmals taglich in die Nase 
gespritzt! Die armen Tiere, denen man selbstverstandlich eine Seele ab- 
sprach, erlitten taglich ein neues Rezidiv-DHS, von diesen rohen Forschern 
beigebracht. Nach einer Reihe von Monaten wurden die Ratten nach Been- 
digung des Versuches nach und nach „erlost" und ihre Nasen mikroskopisch 
untersucht: Die ersten nach Beendigung der Qualerei getoteten Ratten hatten 
„nur" Nasenschleimhaut-Ulcera. Die Ratten, die danach noch etwas langer 
leben durften und in eine pel-Phase kamen (Wiederauffullung der Ulcera 
durch Zellvermehrung) hatten einen Nasenschleimhaut-Krebs! Wie konnte 
es anders sein? 

Da aber Tiere nach dem Weltbild unserer offiziellen Wissenschaft und der 
Meinung unserer GroBkirchen keine Seele oder Psyche haben diirfen und 
naturlich genauso wenig biologische Konflikterlebnis-Schocks haben kon- 
nen, blieb die einzige Folgerung: Formaldehyd macht Krebs! Eine atembe- 
raubende Ausgeburt an Dummheit! Jeder Mensch hatte bei der gleichen 
Versuchsanordnung mit jedem beliebigen konzentrierten Stinkmittel eben- 
falls mit allergroBter Wahrscheinlichkeit ein Nasen-Karzinom erlitten. Aber 
selbst der Ansatz zu solchen Uberlegungen ist heute rein intellektuellen 
Forschern dieser Art fremd. 

Immer dort, wo man ein Tier uber Wochen oder Monate immer an der 
gleichen Stelle qualt - nach meiner Lesart das erste Qual-DHS taglich durch 
ein neues Rezidiv-DHS fortsetzt, kann man bei jedem Tier Krebs erzeugen. 
Noch niemals aber ist es moglich gewesen, bei einem Organ Krebs zu er- 
zeugen, was man vom Gehirn getrennt hatte, also an einem Organ-Praparat. 

77 

In vitro kann man praktisch nur Sarkome, also Bindegewebswucherungen 
ziichten. Diese Bindegewebszellen haben ihren Vermehrungsimpuls gleich- 
sam noch im Rucksack mit dabei, denn bei der Narbenbildung im Korper 
sind sie ja die „Reparaturtruppe" vom Dienst, um Narben rasch zu heilen, 
zu vernarben. Einen vergleichbaren „Wachstumsschub" hat fur eine relativ 
kurze Zeit (beim Menschen bis zu 9 Monaten) auch noch fotales Gewebe, 
(maximal fur die Dauer einer Schwangerschaft.) 

Dem normalen Code-Verhalten bei Mensch und Tier steht also das biolo- 
gische Konflikt-Verhalten gegeniiber. Vielleicht steht es auch gar nicht „ge- 
genuber", sondern ist in das normale Code-Verhalten als mogliche Variante 
integriert. Wir werden noch sehen, daB z.B. beim Hirsch die Erkrankung an 
Koronar-Ulcus-Krebs die einzige Moglichkeit ist, um noch vielleicht zwei 



77 • 

in vitro = im Reagenzglas, d.h. auBerhalb des lebenden Organismus 



84 



oder drei Jahre zu iiberleben, bis ihn ein junger Hirsch dann definitiv aus 
dem Revier vertreibt. 

Wir sog. zivilisierten Neuzeitmenschen haben ein gestortes Verhaltnis zur 
„Krankheit" im allgemeinen, die wir als Feind oder als das Bose schlechthin 
betrachten, als Strafe Gottes u.a. Dies sind alles iiberholte alttestamentari- 
sche Vorstellungen eines ziemlich primitiven Weltbildes, in dem Krankheit 
etwas Boses, Nicht-Natiirliches ist, in dem Tiere keine Seele haben diirfen 
und nur Fleisch- und Fellieferanten sind und man die Erde beliebig zerstoren 
kann. 

Das Code-Verhalten ist zwar zwischen Mensch und anderen Saugern z.B. 
ahnlich, aber jede Rasse hat ihr spezifisches Code-Verhalten. Das alles 
bildet ein harmonisches, kosmisches System, wobei jede Art letztlich in 
irgendeiner Weise zu den anderen Arten in einem Verhaltnis steht, und wenn 
es z.B. nur das ist, daB von einem Tier einem anderen gegeniiber keine Ge- 
fahr drohen kann. Niemals wiirde eine Katze vor einer Kuh weglaufen oder 
vor einem Elefanten, dagegen lauft sie sofort weg, wenn sie von weitem 
einen Hund erblickt. So hat jede Tierrasse und auch die Menschenrasse in 
vielen Jahrmillionen gelernt, ihr Code-Verhalten auszubilden, womit sie in 
ihrer okologischen Nische leben kann oder konnte. Ein Entenkiiken kann 
vom ersten Tag seines Lebens an schwimmen, das braucht es nicht zu ler- 
nen. Andere Dinge muB es von der Entenmutter lernen. Ein Hirsch z.B. wird 
sich seinem Hirn-Code entsprechend immer reviergemaB verhalten und sein 
Revier verteidigen, auch wenn er nie einen anderen Hirsch vorher gesehen 
hat. Es ist in seinem Code einfach „drin". So ist es mit unendlich vielen 
Dingen, die auch wir Menschen nach dem Ur-Code unseres Gehirns traum- 
wandlerisch intuitiv richtig machen wiirden, sofern wir noch nicht durch die 
sog. Zivilisation denaturiert worden sind. 

Eine so fundamental wichtige Sache wie das Gebaren eines Kindes haben 
die Menschen iiber Jahrmillionen ohne alle Probleme bewaltigt. Stets wuBte 
die Mutter nicht nur, wie sie ihr Kind gebaren muBte, namlich in hockender 
Stellung, wie es am leichtesten und physiologisch ist, sondern sie wuBte 
genauso, daB sie die Nabelschnur durchtrennen und das Baby an die Brust 
legen muBte, nachdem sie es vorher gesaubert hatte. Sieht man dagegen 
heute eine Geburt, mit welch ausgeklugelter Dummheit dabei alle primitiv- 
sten Regeln der Natur miBachtet werden - bis hin zur Weheneinleitung oder 
zum sog. „Kaiserschnitt", dann fragt man sich wirklich, wieso ausgerechnet 
solche Wesen die Intelligenz fur sich reklamieren. Zum Gliick haben sich j a 
in neuster Zeit die Frauen wieder das Recht auf natiirliche Geburt von den 
meist mannlichen Arzten zuriickerobert ... 



85 



Auch um ihre Kinder zu erziehen, mussen die Menschen dicke Biicher le- 
sen oder auf die Universitat gehen, um da irgendwelche rein intellektuellen 
sog. padagogischen Systeme zu memorieren, die dann in der Praxis meist 
versagen. Jede Hundemutter und jede Spatzenmutter schafft das muhelos 
und viel besser ohne Universitat! Es gibt wohl kein Tier auf der Erde, das 
an Code-MiBverhaltens-Dummheit an die menschliche Zivilisations-Rasse 
auch nur annahernd herankame. 

Wenn wir auch fleiBig trainieren, den Code unseres Gehirns zu miBachten, 
so wird doch praktisch jede unserer Empfindungen, Entschlusse und Hand- 
lungen ganz entscheidend von diesem Code Verhalten gepragt. Am 
schlimmsten aber greifen, wie ich noch zeigen werde, die Hormonmanipula- 
tionen in unser menschliches Code -Verhalten ein. Trotzdem: Jedes DHS ist 
ein neuer Beweis, wie prazise Psyche mit Konflikt, Gehirn mit Hamerschem 
Herd und Organ mit Krebs korrelieren. Nie gibt es da eine Ausnahme, auBer 
einer systematischen, z.B. bei Linkshandern. Die GesetzmaBigkeit dieser 
Korrelation und die Summe aller Korrelationen aller Lebewesen der Schop- 
fung untereinander - z.B. auch der Menschen zu „ihren Bakterien" - das 
Ganze zusammen ist das Gesetz der Natur. Jede Durchbrechung ist eine Art 
von Mord oder Selbstmord. Nur „Zauberlehrlinge" in ihrem Unverstand 
konnen so etwas versuchen wollen. 

6.1 Vergleich der biologischen Verlaufsform 
des Krebs bei Mensch und Tier 

Dem Tier fehlt ein Heifer, der seinen Konflikt erkennen kann und ihm den 
Rat geben kann, in Zukunft diesen Konflikt zu meiden. Das Tier muB seinen 
Konflikt gewohnlich durchstehen, bis dieser Konflikt sich realiter lost oder 
das Tier an dem nicht gelosten Konflikt und Krebs stirbt. Wir haben ja 
schon gesehen, daB in der Natur die sog. „Krebserkrankung" nicht ein Ver- 
sehen der Natur ist, nicht eine Zelle, die auBer Kontrolle geraten ist und nun 
verriickt spielt, sondern ein sehr sinnvolles Geschehen, das in dem Gesamt- 
plan der Natur als unentbehrliches Moment enthalten ist. Beim Tier sehen 
wir, was wir beim Menschen nur ganz vorsichtig anklingen lassen diirfen, 
daB die von auBen kommende, also in der Natur nicht vorgesehene Hilfe zur 
Bewaltigung des Konfliktes fur die einzelnen Rassen nicht etwa ein Plus an 
Qualitat, sondern hochstens ein mengenmaBiges Plus, dafur ein qualitatives 
Minus darstellt. Bei den Menschen, betrachtet als Rasse, ist es genauso. 

Schauen wir aber in die von Menschen noch nicht manipulierte Natur, 
dann sehen wir dort, daB die Tiere ihren Konflikt, den sie bei einem DHS 



86 



erlitten haben, und damit ihren Krebs realiter auflosen miissen. Der Verlust 
eines oder mehrerer Jungen, der Verlust eines Reviers ist fur die Tiere nicht 
„psychofherapeutisch" zu losen, sondern nur realiter! Allerdings sehen wir 
bei den hochentwickelten Tieren auch schon so etwas wie einen Kultus in 
der Konfliktbewaltigung. Denken wir doch nur an die uns alien bekannten 
Totenrituale der Elefanten, ganz offensichtlich ein Versuch, den Verlust- 
Konflikt fur die besonders betroffenen Tiere oder die ganze Herde abzu- 
schwachen oder zu losen! Was machen wir Menschen anderes bei unseren 
Beerdigungen? Die Elefanten versammeln sich tagelang um einen verstorbe- 
nen Genossen, den sie zuvor beerdigt und unter Zweigen und Gestrupp be- 
deckt haben und trauern um ihn. 

Abgesehen von diesen „kultischen Hilfen" bei den hoher entwickelten 
Saugetieren muB das Tier im allgemeinen seine Krebserkrankung selbst 
durchstehen, ja sie ist vielfach als regelmaBiger Giitetest oder Qualifikation- 
stest in regelmaBigen Abstanden zu bestehen, andernfalls das Individuum 
„aus der Qualifikation genommen" wird. 

Der alte Hirsch beispielsweise muB jedes Jahr erneut zum Qualifikation- 
stest gegen den jungen Hirsch antreten, und irgendwann besteht er den Qua- 
lifikationstest nicht mehr, dann muB er sterben. 

Deshalb ist im allgemeinen die „Therapie" des biologischen Konfliktes die 
reale Losung des Konfliktes. Diese reale Losung kann entweder in der Wie- 
derherstellung des vorherigen Zustandes bestehen oder in einer lebbaren 
Alternativlosung. Also z.B. entweder erobert der alte Hirsch sein Revier 
zuriick oder er vertreibt einen anderen Hirsch aus dessen Revier. Eine Hun- 
din, die ein Junges verloren hat, jagt entweder dem Rauber das Junge wieder 
ab oder sie trostet sich mit ihren restlichen Jungen oder sie wird rasch wie- 
der trachtig - und das ist wohl in der Mehrzahl der Fall. Wahrend der 
Trachtigkeit ist dann allgemeiner Konfliktfrieden, also keine Konfliktakti- 
vitat moglich, da eine Schwangerschaft nach dem ersten Drittel grundsatz- 
lich in Vagotonie verlauft, und nach dem Wurf der neuen Welpen ware der 
Konflikt automatisch gelost. 

Da die Tiere, anders als wir Menschen, normalerweise ihren naturlichen 
Rhythmus leben, ist in diesen naturlichen Rhythmus weitgehend schon der 
Verlust eines Tierjungen z.B. als „normal" mit einberechnet und ebenfalls 
die Losung eines solchen „normalen Konflikts" durch die nachfolgende 
erneute Trachtigkeit. 

Wir Menschen diirfen nicht vergessen, daB wir weitgehenden Zwangen 
unterworfen sind, die uns irgendwelche Religions stifter oder Sozialreformer 
gesetzt haben, die aber mit Biologie herzlich wenig zu tun haben. So gibt es 
denn ja auch kaum einen Gesellschaftsreformer, den man als normalen 



87 



Menschen bezeichnen konnte. Im Grunde waren sie eine Crux fur die 
Menschheit, von Weisheit konnte keine Rede sein, wenn man als Weisheit 
zugrunde legen wiirde, daB man moglichst in Ubereinstimmung mit dem 
vorgegebenen Code des Gehirns und damit auch dem der Psyche oder Seele 
leben sollte. Fur mich ware der der Weiseste, der uns Menschen beibringen 
wiirde, wie wir in Ubereinstimmung mit dem uns von der Natur mitgegebe- 
nen Code leben konnten, statt in Kriegen Perversionen zur Ausloschung 
menschlichen Lebens zu verwirklichen 

Wenn wir sagen, daB Mensch und (Sauge-) Tier in gleicher Weise den 
Krebs erleiden, dann werden viele zustimmen, daB der Krebs am Organ 
gleich oder vergleichbar ist. Der Hamersche Herd im Gehirn, an entspre- 
chender Stelle wie beim Menschen, ist ebenfalls gleich oder vergleichbar. 
Wenn aber diese beiden Ebenen gleich oder vergleichbar sind, dann spricht 
vieles daflir, daB auch die psychische Ebene gleich oder mindestens ver- 
gleichbar ist. Wenn ich behaupte, daB das Tier einen Konflikt erlitten hat, 
womit ich einen biologischen Konflikt meine, dann kann das meist noch 
akzeptiert werden. Wenn ich sage, daB das Tier keinen Appetit hat wie der 
Mensch, nicht schlafen kann wie der Mensch, Sympathicotonic hat wie der 
Mensch, dann wird das gerade noch hingenommen, aber wenn ich sage, das 
Tier denke genauso Tag und Nacht an seinen biologischen Konflikt und 
traume nachts von seinem Konflikt, dann ruft das Entrustung und Ableh- 
nung hervor. Das, so meint man, sind Attribute des Denkens, die nur dem 
Menschen vorbehalten sind. Das stimmt aber nicht. Der Konflikt ist bei 
Mensch und Tier gleichlaufend, und zwar auf alien drei Ebenen. (Habt Ihr 
noch nie Euren Hund im Schlaf (Traum) seufzen gehort? 

Fur viele von uns, besonders die religios oder weltanschaulich fixierten, ist 
es eine harte NuB, das anzuerkennen. Fur mich ist es das Normalste von der 
Welt. Zwar ist der Inhalt z.B. des Futterneid-Konfliktes fur das Tier, je 
nach Rasse, von geringfugig anderer Art als beim Menschen aber derjenige 
beim Menschen ist nur transformiert. Aber auch die transformierten biologi- 
schen Konflikte des Menschen lassen sich stets auf ihr archaisches Grund- 
muster zuruckfuhren. Die nachfolgende Tabelle fur einzelne herausgegriffe- 
ne Konfliktarten soil uns das verdeutlichen: 



6.2 Vergleich der biologischen Konflikte bei 
Mensch und Tier 



Mamma-Ca/ 
Gesauge-Ca, links 
Leber-Ulcus-Ca 
(Leber- 
Gallengangs- 

Ulcera) 

Koronar-Ca 
Bronchial-Ca 



Gebarmutterhals- 
Ca 



Mensch 

Mutter-ZKind-Konflikt 
Bsp.: Kind verungluckt. 

Revierarger-Konflikt 
Arger meist mit Familienan- 
gehorigen und meistens we- 
gen Geld. 

Bsp.: Erbstreitigkeiten. 

Revier-Konflikt 
Revierangst-Konflikt 
Bsp.: Arbeitsplatzverlust, 
Frau oder Freundin wird von 

anderem ausgespannt. 

Weiblicher sexueller Konflikt 
Bsp.: Frau ertappt ihren 
Ehemann „in flagranti". 
Archaischer biologischer 
Konflikt, daB die andere 
begattet wird und vielleicht 
schwanger wird und sie 
nicht. 



Saugetier 

Nestrevier-Konflikt 
Bsp.: Kuh wird das Kalb 
weggenommen. 

Revierarger/ Futterneid- 

Konflikt 

Bsp.: Dackel friBt Chef- 

Schaferhund die besten 

Brocken weg 

Bsp.: Junger Hirsch ver- 
treibt alten Hirsch aus dem 
Revier, Hirschkuh lauft aus 
dem Revier in ein anderes 

weg. 

Konflikt des Nicht-begattet- 

Werdens 

Bsp.: Laufige Hundin wird 

vom Besitzer immer wieder 

von Ruden ferngehalten, 

darf keine Jungen bekom- 

men. 



Knochen-Ca 
(in Heilung Leu- 
kamie) 



Selbstwerteinbruch-Konflikt 
Bsp.: Angestellter wird nicht 
befordert, jemand besteht 
eine Prufung nicht oder be- 
kommt gesagt: „Du hast 
Krebs!" 



Bsp.: Hund kann eine Zeit- 
lang nicht mehr laufen; 
Hirsch wird beim Kampf 
das Geweih zerbrochen, 
Elefant wird StoBzahn ver- 
stummelt. 



Hoden-Ca 



Verlust-Konflikt 

Bsp.: Vater verliert Kind 

oder Mann einen Kamera- 

den. 



Bsp.: Hund verliert Bezugs- 
person oder Spielkamera- 
den. 



89 



Rektum-Ca 
Blasen-Ca 



Reviermarkierungs-Konflikt 
Bsp.: Patient bekommt ge- 
sagt: „Du weiBt nicht wer 
dein Vater ist!" (Rektum-Ca) 
Die verheiratete Tochter 
schlaft standig mit einem 
anderen Mann (Blasen-Ca). 



Bsp.: Nachbar-Revierhirsch 
verletzt standig die Revier- 
grenze. 



Lungenrundherd- 
Ca 



Todesangst-Konflikt 

Bsp.: „Du hast Krebs", keine 
Chance mehr; Patient traumt 
jede Nacht von einem ver- 
gangenen Autounfall, der 
quasi todlich schien. 



Bsp.: Mause werden im 
Tierversuch standig be- 
raucht, Katze sitzt vor dem 
Mausenest, Maus muB dar- 
an vorbeikommen. 



Sammelrohr- 
Adeno-Ca der Nie- 
re 



Fluchtlings- oder Existenz- 

Konflikt 

Bsp.: Kleinkind wird unver- 

mittelt zu einer 100 km ent- 

fernt wohnenden Oma ge- 

bracht, alle sind fremd. Was- 

• i • • 79 

ser wird retentmiert um 
nicht „auszutrocknen". 

Baby wird nach der Geburt in 
einen Brutkasten gebracht, 
zwar warm aber die Bewe- 
gungen und die Tone der 
Mutter fehlen. Ein hoher 
Prozentsatz erleidet sog. 
„Nierenversagen" = Wasser- 
retention. 



Bsp.: Kuh wird verkauft 
und zu fremden Kuhen 
gebracht, erleidet Flucht- 
lings-Konflikt , lagert 

Wasser ein (Wasserretenti- 
on). 

Neugeborenes einer Herde 
verliert durch einen Zwi- 
schenfall seine Mutter aus 
der Sicht. Durch die mit 
dem Konflikt einhergehen- 
de Wasserretention be- 
kommt es noch 2 Tage 
langer die Chance, die 
Mutter wiederzufinden. 



78 
79 



Rektum = Mastdarm 



Retention = Zuriickhaltung auszuscheidender Korperflussigkeiten 
80 Fluchtlings-Konflikt = uralter Konflikt aus der Zeit, als „wir", d.h. unsere 
gemeinsamen Vorfahren noch im Wasser lebten und durch die Flut an Land 
gespult wurden. Durch Wasserretentions-Sonderprogramm konnten „wir" dann 
tagelang uberleben, bis uns irgendwann die neue Flut wieder zuruckholte! 



90 



7 Das Gesetz der Zweiphasigkeit der 

Sinnvollen Biologischen Sonderprogram- 

me (fruher bezeichnet als Erkrankungen) 

bei Losung des Konflikts - 

Das 2. Biologische Naturgesetz 

der Neuen Medizin 

i 

Dauer-Vagotonie 

KjT.-It.-I li-illintsphLLSL* 

CafcinostaK 




Euinnic = Nttmnriinnie , 

nortiialer synipaih./viigototier ' 
Tag/N achi -R h vthm us 

I 



Da uer- Sy m paiKi cnioni e 
akiivL- KjvbskrjrkkheiLsphj_st: 

Krebswachsium 




epilepLisuhc/ 
epileploideKrisc 

Auf diesem Schema sieht man ganz links dargestellt den normalen Tag/Nacht- 
Rhythmus 81 . 

Nach dem DHS sieht man die konflikt-aktive StreEphase oder Dauertag-Phase, 
auch Dauer-Sympathicotonie genannt. 

Nach der Konfliktlosung (CL = Conflictolyse) folgt die Heilungsphase oder 
Dauernacht-Phase, auch Dauer-Vagotonie genannt, unterbrochen von der epi- 
leptischen oder epileptoiden Krise, dem Umschlagpunkt der Heilungsphase. Von 
da ab strebt der Organismus xvieder zur Normalisierung zuriick. Nach Beendi- 
gung dieser Heilungsphase ist dann wieder normaler Tag/N acht-Rhythmus. 

Jede Erkrankung bzxv. jedes biologische Sonderprogramm der gesamten Medi- 
zin verlauft zweiphasig, d.h. mit einer 1. = konflikt-aktiven, kalten, sympathico- 
tonen Phase vom DHS ab (ca-Phase) - und einer 2. = konflikt-gelosten oder 
Heilungsphase, auch warme (Fieber) oder vagotone 82 Phase, sofern es zu einer 
Konfliktlosung (Conflictolyse) kommt. Diese Phase nennen wir auch „post- 
conflictolytische Phase", kurz pel-Phase. 

Jede Erkrankung, die eine Konfliktlosung hat, hat auch eine ca-Phase und eine 
pel-Phase. Und jede pel-Phase hat, sofern sie nicht durch ein konflikt-aktives 



82 



Eutonie = normaler Tag/Nachtrhythmus 
vagoton = parasympathicoton 



Rezidiv unterbrochen wird, eine epileptische oder epileptoide Krise am tiefsten 
Punkt der Vagotonie. 

Das Gesetz der Zweiphasigkeit aller Erkrankungen der gesamten Medizin 
stellt unser ganzes bisheriges vermeintlicb.es Wissen griindlich auf den 
Kopf: Kannten wir bisher etwa, grob geschatzt, einige hundert sog. „Krank- 
heiten", so fanden wir bei genauem Hinsehen etwa die Halfte solcher ver- 
meintlichen Krankheiten, bei denen der Patient kalte Hande, kalte Peripherie 
zeigt, und etwa die andere Halfte vermeintliche warme oder heiBe „Krank- 
heiten", bei denen der Patient warme oder heiBe Hande und meist Fieber 
hat. In Wirklichkeit gab es nur ca. 500 „Tandems": Vorne (nach DHS) eine 
kalte, konflikt-aktive, sympathicotone Phase und hinten (nach der CL) eine 
heiBe, konflikt-geloste, vagotone Heilungsphase Dieses Schema der Zwei- 
phasigkeit ist ein biologisches Naturgesetz. 

Alle „Krankheiten", die wir iiberhaupt kannten, verlaufen fakultativ in 
dieser Art, sofern es zu einer Konfliktlosung kommt. Wenn wir jetzt zu- 
riickblicken, dann hatte man in der bisherigen Medizin nicht einmal eine 
einzige Krankheit richtig erkannt: Bei den sog. „kalten Krankheiten" hatte 
man die nachfolgende Heilungsphase iibersehen oder als eigene Krankheit 
(z.B. „Grippe") fehlgedeutet, bei den sog. „heiBen Krankheiten", die ja stets 
die 2. Phase, namlich die Heilungsphase nach vorangegangener konflikt- 
aktiver Phase darstellen, hatte man eben diese voraufgegangene kalte Phase 
iibersehen oder eben auch als eigene andere Krankheit fehlgedeutet. 

Im Gehirn haben beide Phasen natiirlich ihren Hamerschen Herd an der 
gleichen Stelle, allerdings in unterschiedlichem Zustand: In der konflikt- 
aktiven Phase (ca-Phase) stets mit scharf markierten Kreisen als sog. 
SchieBscheiben-Konfiguration. In der konflikt-gelosten pel-Phase ist der 
Hamersche Herd aufgequollen, oedematisiert. Das Oedem des innersten 
Ringes bezeichnen wir auch als „intrafocales Oedem", das Oedem um den 
auBeren Ring als „perifocales Oedem". Das sind aber nur ungenaue Be- 
zeichnungen fur eine an sich sehr klare Sache. Vom Beginn der Heilungs- 
phase an ist er gewohnlich mehr oder weniger mit Kontrastmittel anfarbbar, 
spatestens am Ende der Heilungsphase finden wir im Hamerschen Herd 
mehr oder weniger Glia, die als Zeichen der Reparatur der Nervenzell- 
Synapsen dort eingelagert wird. Diese an sich harmlosen Gliome bezeich- 
nete man, wie wir wissen, bisher als „Hirntumoren" oder „Hirn- 
Metastasen", in Wirklichkeit waren sie glucklicherweise abheilende oder 
ausgeheilte Hamersche Herde. 



Synapse = Stelle, an der eine Nervenzelle die Erregung iibertragt 



92 



Die 1. Phase: 



A. psychische Ebene 



vegetative Ebene 



B. cerebrale Ebene 



C. organische Ebene 



Konfliktaktivitat; 

• Zwangs-Konfliktdenken 



S4 



StreBinnervation , um den Konflikt zu schaf- 

fen 

Dauertag-Rhythmus 



Sympathicotonie : 

• Appetitlosigkeit 

• Gewichtsabnahme 

• GefaBverengung: kalte Hande und FuBe, kalte 
Haut 

• Schlaflosigkeit, haufiges Aufwachen kurz 
nach dem Einschlafen 

• erhohter Blutdruck 

SchieBscheibenformation des Hamerschen Her- 
des im Gehirn an zu dem Konflikt und Organ 
zugehdriger Stelle 

a) althirn-gesteuerte Organe: 
Zellvermehrung als sinnvolles Geschehen zur 

Losung des Konfliktes. Gleichzeitig vermeh- 
ren sich Pilzbakterien (saurefeste Tuberkel- 
Mykobakterien) synchron mit der Zelltei- 
lungsrate am Organ, obgleich sie erst nach 
der Conflictolyse mit ihrer Abbauarbeit be- 
ginnen durfen. 

b) groBhirn-gesteuerte Organe: 

Nekrosen oder Ulcera, je nach Organ. Zell- 
schwund! Sinnvolles Geschehen zur Losung 
des Konfliktes fur das Einzel-Individuum 
oder sinnvolles Geschehen als quasi Suizidal- 
programm zur Erhaltung der Art (Futter fur 
den Lowen) 



84 



S:> 



Innervation = nervale Versorgung von Korpergeweben und Organen 
Suizid = Selbstmord, Freitod 



93 



Die 2. Phase: 

A. psychische Ebene: 

vegetative Ebene: 



B. cerebrale Ebene: 



konflikt-geloste Phase (pel-Phase) 

• groBe Beruhigung 

• Dauernacht-Rhvthmus 

groBe Miidigkeit 

Vagotonic 

groBer Appetit 

Wohlbefinden 

Fieber 

Einschlafstorung bis morgens um 3 Uhr (= 

Sonnenaufgang, biologischer Tagesbeginn), 

fur das „Beutetier" die Chance, bei Tageslicht 

weniger leicht vom Raubtier im Schlaf iiber- 

rascht zu werden). 

weitgestellte periphere GefaBe: warme Hande, 

Fiifie, warme Haut, niedriger Blutdruck 

Die SchieBscheibenringe des Hamerschen Herdes 
oedematisieren sich in der pel-Phase, sie ver- 
schwimmen oft vollig im Oedem (intrafocales 
und perifocales Oedem). Vom Beginn der Hei- 
lungsphase (pel-Phase) laBt sich der HH mit 
Kontrastmittel anfarben und wird dann als sog. 
„Hirntumor" fehlgedeutet. Die Anfarbung mit 
Kontrastmittel ist moglich durch einen erheblich 
vermehrten Stoffwechsel im Bereich des Hamer- 
schen Herdes und durch Einlagerung von Glia, 
Hirnbindegewebe, um das alterierte Relais wie- 
der zu reparieren. Der Preis ist: es wird starrer, 
rigider, ist weniger elastisch. Bei einem nochma- 
ligen spateren gleichen Vorgang im gleichen 
Relais, kann es zu einer ZerreiBung (Zyste) des 
Hirngewebes kommen. Am Ende der pel-Phase, 
d.h. nach der sog. „Pinkelphase" (Diuresepha- 
se 86 ) wird das Oedem spontan wieder zuriickge- 
bildet, als Zeichen des geheilten Hamerschen 
Herdes 



86 



Diurese = Ausscheidung von Harn 



94 



C. organische Ebene: a) althirn-gesteuerte Organe: 

Abbau der Zellvermehrung (nur der Tumorzel- 
len!) in der pel-Phase durch Pilze oder Pilzbak- 
terien (Tbc) bis zum Status quo ante. Wenn die 
Mikroben fehlen (wegen falschlich gut gemeinter 
Hygiene in der Zivilisation), dann bleibt der 
Tumor, macht aber von der CL ab keine Mito- 
sen mehr; biologischer Zellabbau bleibt aus. 
b) groBhirn-gesteuerte Organe: 

Wiederaufbau der durch vorangegangenen Zell- 
schwund fehlenden Zellen, d.h. Wiederaufful- 
lung der Nekrosen und Ulcera, je nachdem bei 
Vorhandensein, mit Hilfe von Bakterien (groB- 
hirnmarklager-gesteuerte Organe) oder Viren 

R7 

(groBhirncortical -gesteuerte Organe) 

Die Unkenntnis dieser GesetzmaBigkeit im medizinisch-klinischen Sinne hat 
uns daran gehindert, die Medizin jemals richtig einteilen oder auch nur eine 
einzige „Erkrankung" richtig sehen zu konnen. Ohne die Kenntnis dieser 
biologischen GesetzmaBigkeiten konnten wir weder jemals den Krebs und 
seine Zusammenhange erkennen, denn wir hielten ihn fur unheilbar und 
hatten uns darauf verlegt, die Symptome der Krebserkrankung auf der orga- 
nischen Ebene zu beseitigen - was, wie wir noch sehen werden, im biologi- 
schen Sinne der allergroBte Fehler war - noch hatten wir z.B. die Moglich- 
keit gehabt, die sog. „Infektionskrankheiten" uberhaupt zu verstehen, denn 
wir hielten sie nicht etwa fur Heilungsphasen, sondern fur aggressive 
Krankheitsphasen, in denen uns die Mikroben „vernichten" wollen. 

Genau das Gegenteil war der Fall. Die Patienten, die starben, waren trotz 
der Mikroben am Hirnkoma oder in der epileptoiden Krise gestorben. Dabei 
wird nicht verkannt, daB die Heilungsphasen auch ihre Gefahren besitzen, 
z.B. beim Herzinfarkt, was wir spater noch sehen werden. In manchen 
Krankheitsverlaufen ist sogar die Heilungsphase sehr viel gefahrlicher als 
die konflikt-aktive Phase. 

In Unkenntnis dieser biologischen GesetzmaBigkeit konnten wir im Grunde 
nicht nur keine einzige „Krankheit" wirklich erkennen und erfassen, sondern 
dadurch im Grunde noch nicht einmal einen einzigen Patienten wissentlich 

0"7 

GroBhirn-cortical = die GroBhirnrinde (=Cortex) betreffend 



richtig behandeln, weil wir, wie gesagt, die Heilungsphase als eigene 
Krankheit verstanden hatten. 



7.1 Sympathicotone Konflikt-aktive Phase; 
Konfliktverlauf 

Von der Sekunde des DHS an ist der ganze Organismus unter Dauer- 
Sympathicotonie, unter DauerstreB. Wir haben ja gesehen, daB dieser Dau- 
erstreB eigentlich biologisch als ein sinnvolles Mittel eingesetzt wird, die 
„letzte Chance" wahrzunehmen, den Konflikt zu bewaltigen. Dazu sollen 
alle Krafte mobilisiert werden. Schafft ein Individuum es in angemessener 
Zeit nicht, mit dem Konflikt fertig zu werden, dann hat es seine biologische 
Chance verspielt. Dann stirbt es selbst dann, wenn irgendwann (zu spat!) 
der Konflikt gelost wird. Ausnahmen bilden zum einen der sog. hangend- 
aktive Konflikt (mit dem ein normales Alter erreicht werden kann), der her- 
untertransformiert ist, aber im Prinzip aktiv bleibt bis zum Tod und die 
schizophrene Konstellation, in der keine Konfliktmasse aufgehauft wird und 
mit der man ebenfalls ein normales Alter erreichen kann. 

Wahrend der konflikt-aktiven Phase, der StreB-Phase, lauft der Organis- 
mus auf Hochtouren, zu Lasten der Erholung des Organismus. Hier also 
von Krankheit zu sprechen, ist eigentlich Unverstand. Wie soil denn das 
Individuum seinen Konflikt „schaffen", wenn es nicht alle Krafte dazu mo- 
bilisiert? Der Krebs am Organ schien uns fruher eine unerwiinschte oder 
nicht eingeplante Nebenwirkung dieses DauerstreB-Tonus zu sein. Aber der 
Tumor am Organ gehort eben auch zu diesem Sinnvollen Biologischen Son- 
derprogramm der Natur. 

Ich personlich halte den Tumor am Organ in geringem MaBe auch fur eine 
Art „Organauslese" und damit zugleich ein Ausleseverfahren der Natur fur 
den damit verbundenen psychischen biologischen Vorstellungsbereich, (z.B. 
Organ: Knochen - biologischer Vorstellungsbereich: Selbstwert). Mit ande- 
ren Worten: Wenn ein Individuum auf dem Gebiet eines Vorstellungsbe- 
reichs und des damit verbundenen Organs das unerbittliche Ausleseverfah- 
ren der Natur langere Zeit nicht besteht, dann wird es aus der Konkurrenz 
genommen. 

In diesem Ausleseverfahren sind die „alten Organe" weniger anfallig als 
die neuen Organe. Die „alten Organe" haben ihre Relaiszentren im Althirn, 
die „neuen Organe" im GroBhirn. Jedoch sind die Althirn-Organe lebens- 
notwendig, die GroBhirn-Organe nur teilweise, deren pel-Phase gerade bei 



96 



den Revier-Relais ist daftir aber z.T. sehr gefahrlich (Linksherz-Infarkt, 
Lungenembolie ! ) . 

Wahrend der konflikt-aktiven Phase hat der Patient keinen oder nur wenig 
Appetit, schlaft schlecht, denkt standig an seinen Konflikt bzw. sein Pro- 
blem. Die periphere Blutzirkulation ist enggestellt, kurz: Es sind alle vege- 
tativen Erholungsvorgange reduziert oder auf ein Minimum reduziert. Der 
Korper hat „Generalmobilmachung", um das Konflikt-Problem zu schaffen. 
Wahrend dieser konflikt-aktiven Zeit wachst ein Krebs, entsteht eine Nekro- 
se oder nur eine Veranderung der Organzellen, je nachdem, um welchen 
Konflikt es sich handelt. In dieser konflikt-aktiven Zeit vom DHS bis zur 
Conflictolyse, der Losung des Konfliktes, steht der Hamersche Herd im 
Gehirn unter „SpezialstreB" bzw. „Sonder-Innervation"! Nur durch diesen 
„SpezialstreB" kommt es zur Zellwucherung, Nekrose oder Veranderung am 
Organ. Je ausgedehnter der Hamersche Herd, desto ausgedehnter auch der 
Tumor, die Nekrose oder die Veranderung der Zellen. Je intensiver der Kon- 
flikt, desto schneller wachst der Tumor, desto groBer die Nekrose und desto 
starker die Veranderung der Zellen bei den Krebsarten, die keine mitotische 
Zellvermehrung oder Nekrosen machen. Die wichtigsten anamnestischen 
Daten sind das DHS und, falls erfolgt, die CL, Conflictolyse. Durch die 
Kenntnis dieser Daten und der Dimension des DHS und der Intensitat des 
Konfliktgeschehens bekommen wir AufschluB iiber die Schwere der Veran- 
derungen, mit denen wir rechnen mussen, sofern uns nicht die Kenntnis des 
gewachsenen Tumors dariiber AufschluB gibt. Ob bei der Dauer- 
Sympathicotonie wahrend der konflikt-aktiven Phase die Alpha-Zellen im 
Pankreas fortlaufend stimuliert werden, so daB standig Glukagon produziert 
und in der Leber Glucose mobilisiert wird, das die Leber wiederum aus der 
Substanz des Korpers mobilisiert, weil die Verdauung gestoppt oder stark 
reduziert ist, wissen wir nicht genau. Es scheint aber so zu sein. Der ganze 
Organismus ist jedenfalls in standiger Alarmbereitschaft, Verdauungsmu- 
digkeit wiirde dabei nur storen. 

In dieser sympathicotonen, konflikt-aktiven Phase findet auch die Vermeh- 
rung der fur die althirn-gesteuerten Organe zustandigen Pilze und Pilzbakte- 
rien (Mykobakterien, Tbc) synchron mit der Zellvermehrung am Organ 
statt, gleichsam als Vorrat fur den mit der Conflictolyse beginnenden Abbau 
(Verkasung) des Tumors in der pel-Phase. 



8 Anamnese = Krankengeschichte; Art, Beginn und Verlauf der aktuellen Be- 
schwerden, die im arztl. Gesprach mit dem Kranken erfragt werden 



7.2 Conflictolyse, Losung des Biologischen 
Konflikts 

Alle diese Verhaltnisse andern sich schlagartig, wenn die Losung des Kon- 
fliktes eintritt. Daran sehen wir ganz besonders gut, welche bestechende 
zentrale Strategie dahintersteckt. Wir Zauberlehrlinge waren nur zu dumm 
und einfaltig, dieses System zu erkennen. Unmittelbar nach der Conflictoly- 
se kann der Organismus abschlaffen. Jetzt muB dringend die Versorgungs- 
infrastruktur regeneriert und repariert werden. Jetzt werden die Beta-Zellen 
der Bauchspeicheldruse stimuliert, das vermehrte Insulin sorgt dafur, daB 
der Patient dauernd Hunger hat. Der Verdauung wird Vorrang vor allem 
gegeben. Der ganze Organismus fallt in tiefe Parasympathicotonie oder 
Vagotonie. Der Konflikt ist ja gelost, der Hamersche Herd im Gehirn be- 
ginnt sich zu reparieren, indem jetzt reichlich Glia-Hirnbindegewebe in den 
HH eingelagert wird, wozu wiederum intra- und perifocales Oedem in und 
um den HH einschieBt. Die Zellvermehrung des Tumors am Organ stoppt 
abrupt. Auch der Tumor wird oedematisiert, verkast und mit Hilfe der in 
der ca-Phase angesammelten saurefesten Mykobakterien abgebaut und re- 
sorbiert 89 oder abgestoBen. Am Ende ist er geheilt. Nur eine Narbe oder 
Kaverne erinnert noch an den einst vorhanden gewesenen Tumor. Aber ge- 
sund ist der Patient erst wieder, wenn er auch diese Heilungsphase noch 
iiberstanden hat. 

Bei den groBhirn-gesteuerten Organen werden die Nekrosen oder Ulcera 
wieder aufgefullt. Im Gehirn sehen wir die gleichen Vorgange wie im 
Althirn. 

Die Heilungsphase ist eigentlich eine sehr erfreuliche Sache, kaum einer 
miiBte daran sterben. Denn fur die Komplikationen, die nur in wenigen Pro- 
zent der Krebsfalle zu erwarten sind, wiirden uns ja optimale intensivmedi- 
zinische Moglichkeiten zur Verfugung stehen. Nur etwa 3% Mortalitat hatte 
eine Krebserkrankung, wenn sie von klugen Arzten und Schwestern nach 
den Kriterien der Neuen Medizin behandelt wurde. Voraussetzung aber ist, 
daB der Hausarzt oder bei klinischer Behandlung das arztliche Personal, die 
Verwandten und Freunde, die mit dem Patienten zu tun haben, das System 
der Neuen Medizin verstanden haben. Denn alles, was wir bisher fur gut 
hielten (z.B. „stabiler Kreislauf = Sympathicotonie) ist jetzt schlecht, deu- 
tet evtl. auf Konfliktrezidiv oder neue Panik. Alles, was bisher als schlecht 
gait (z.B. „Kreislaufschwache" = Vagotonie = Heilungsphase) gilt jetzt als 

89 resorbieren = flussige oder geloste Stoffe iiber die Haut oder Schleimhaut auf- 
nehmen 



98 



gut. Bisher wurde der Patient in der tiefsten Vagotonie kurz vor seiner end- 
giiltigen Genesung mit Morphium „eingeschlafert", weil man stets bei tiefer 
Vagotonie den Fall fur verloren gab. 

Im Falle von Knochenkrebs ist dieser Zeitpunkt auch stets regelmaBig die 
Zeit der groBten vermeintlichen Knochenschmerzen. In Wirklichkeit tut der 
Knochen, der in der Heilungsphase rekalzifiziert und stark oedematisiert 
wird, gar nicht weh. Schmerzen macht dem Patienten vielmehr die Aufdeh- 
nung des hochsensiblen Periosts 90 , das durch das Knochenoedem aufge- 
pumpt wird wie ein Ballon. Knochenhaut-Schmerzen sind das allerbeste 
Zeichen der Heilung des darunterliegenden Knochens. Diese Heilung kann 
man sehr gut durch Rontgen-Kontrollen des Knochens beobachten, namlich 
an der fortschreitenden Rekalzifizierung (Wiederverkalkung) des Knochens, 
im Gehirn an der tiefdunklen Farbung des Marklagers des GroBhirns, die 
mit zunehmender Rekalzifizierung wieder zuriickgeht. Sie bedeutet Einlage- 
rung von Hirnoedem und kann Kopfschmerzen machen und geht einher mit 
einer Leukamie, ein allerbestes Zeichen der Heilung (nicht etwa eine Krank- 
heit!!). 

Zwar gibt es viele mogliche Komplikationen, im Bereich der Psyche, im 
Bereich des Gehirns und im Bereich der Organe naturlich auch. Aber denkt 
immer daran: Nur 3% der Patienten schaffen es nicht, wenn man sie von 
Anfang an richtig behandelt und nicht erst dann, wenn unwissende Arzte 
den halbtoten Patienten als „nicht mehr kurabel" abgeschoben haben. Unter 
diesem Unverstand sterben heute mehr als 95% aller Patienten, die an Krebs 
erkrankt sind. Darunter gibt es viele Falle mit alten inaktivierten Krebsen, 
die einmal vor 10 Jahren abgelaufen sind. 

7.3 Die epileptische bzw. epileptoide Krise im 
Heilverlauf erklart am Beispiel des Herzinfarkts 

Jeder EinschuB von Oedem in der Heilungsphase hat seinen Hohepunkt oder 
Umschlagspunkt. Beim Koronar-Ulcus-Karzinom z.B. liegt dieser etwa 3 
bis 6 Wochen nach der CL, der Losung des Konflikts. Die epileptische oder 
epileptoide Krise bedeutet, daB das Oedem vom Organismus selbst ge- 
stoppt, gegenreguliert wird. Diese kurze Phase des Umschlagspunktes oder 
des Beginns der Gegenregulation nennen wir epileptische bzw. epileptoide 
Krise („epileptisch" ist streng genommen nur der tonische oder klonische 



90 • 

Tonus = Anspannungszustand eines Organs od. Organteils 



Periost = Knochenhaut 

91 



99 



Krampf beim motorischen Konflikt), beim Koronar-Ulcus-Krebs nennen wir 
es Herzinfarkt! Hat der Patient diese epileptische Krise iiberstanden und 
bleibt der conflictolytische Zustand stabil, d.h. ohne Panik und ohne Kon- 
fliktrezidiv, dann hat der Patient meist seine ganze „Erkrankung" weitge- 
hend iiberstanden. Das wuBte man allerdings auch schon vor Hamer vom 
Herzinfarkt. Denn die allermeisten Todesfalle beim Herzinfarkt ereignen 
sich wahrend dieser epileptoiden Krise. 

Auf psychischer Ebene erlebt und erleidet der Patient seinen gesamten 
Konflikt im Zeitraffer nochmals in wenigen Minuten, Stunden oder Tagen. 
Das ist der Trick von Mutter Natur: Sie bremst die Vagotonic mit einem 
quasi natiirlichen, psychophysischen Konfliktrezidiv starken AusmaBes. Es 
ist wie ein gewaltiges Negativ-Wunder, daB wir viele tausend Jahre 
brauchten, um auf diesen einfachen aber genialen „Dreh" von Mutter Natur 
zu kommen: Die epileptoide Krise ist eine gebiindelte, zeitgeraffte Rekapi- 
tulation des gesamten Konfliktes! 

Wie wenig man bisher uber epileptische Krisen und auch das Wesen des 
Herzinfarktes wirklich weiB, geht daraus hervor, daB die einfaltigen Kar- 
diologen 93 bisher immer noch an das Marchen von den verstopften Koronar- 
gefaBen glauben, obgleich ich schon 1984 in der Wiener Herzinfarkt-Studie 
zweifelsfrei nachweisen konnte, daB der Herzinfarkt oder das, was wir ei- 
gentlich darunter verstehen, einzig eine Sache des Gehirns ist, genauer ge- 
sagt eines Hirnoedems peninsular rechts. Seit 1984 steht es in meinem Buch 
„Krebs - Krankheit der Seele": Der Herzstillstand ruhrt nicht von einem 
Leistungsverfall innerhalb des Herzens, sondern vom Heilungsoedem im 
Relaiszentrum des Gehirns fur den Herzrhythmus. 

Die epileptische Krise, die mehr oder weniger ausgepragt und dramatisch 
jede Heilungsphase nach einer Krebserkrankung bzw. deren konflikt-aktiver 
Phase kennzeichnet, entsteht immer auf der Basis eines Hirnoedems. Selbst 
der kleinste epileptische Anfall setzt ein Hirnoedem voraus. Am haufigsten 
kommen diese epileptischen Krisen (und Herzinfarkte) deshalb nachts am 
tiefsten Punkt der Vagotonie vor, nie in der Anspannung oder in einer Sym- 
pathicotonic, stets in der Abschlaffungs-, Ruhe- oder Erholungsphase. DaB 
der Herzinfarkt oder jeder epileptische Anfall gewohnlich nachts kommt, wo 
z.B. das Herz doch optimale Ruhe hat, hat die Kardiologen noch niemals 
zum Nachdenken bewegen konnen. 



92 klonisch = schiittelnd 

43 Kardiologie = Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Erkrankungen 

und Veranderungen des Herzens sowie deren Behandlung befaBt 



100 



Wenn das Oedem bis in das motorische Zentrum des Gyrus praecentralis 
hinaufreicht oder ein Angst-Konflikt dort seinen HH hat, kann die epilepti- 
sche Krise zu kurzzeitigen Lahmungen der Extremitaten oder des Gesichts 
fuhren. 

Die epileptische Krise hat immer typische cerebrale Begleitsymptome, die 
wir auch beim Herzinfarkt sehen: Zentralisation, AngstschweiB, Atemnot, 
Brechreiz, Schwindel, Doppelsehen, Krampfe, Kopfschmerzen, Unruhe, 
Panik, oft Absence 95 , denn die Koronar-Intima ist ja sensibel und wird vom 
sensorischen Rindenzentrum versorgt. Corticale epileptische Krisen, das 
sind solche, die von einem HH in der Hirnrinde ausgehen, konnen sich auf 
die ganze Hirnrinde ausdehnen und tonisch-klonische Krampfe bewirken, 
ZungenbiB, Schaum vor dem Mund durch Zungenschlagen etc. 

Ihrem Wesen nach ist die epileptische Krise eine Schockeinstellung des 
Organismus, wobei versucht werden soil, das intra- und perifocale Oedem 
des Hamerschen Herdes auszupressen, weil das entsprechende Relaiszen- 
trum an dem iibermaBigen Oedem sonst schier erstickt, was bedeutet, daB 
die Funktion nicht gewahrleistet ist. Dieses Oedem bewirkt den Herzstill- 
stand, bzw. die Malfunktion des Herzrhythmus-Zentrums, wenn der Kon- 
flikt zu lange gedauert hat (iiber 9 Monate). Da die Kardiologen vom Ge- 
hirn nichts wissen wollen, geben sie praktisch jedem Herzinfarkt-Patienten 
Infusionen, so daB der Patient dann vollends im Hirnoedem ertrinkt. 

Einen zentralen Schock, der durch Hirnoedem bedingt ist, also eine epi- 
leptische Krise darstellt, durch Volumenzugabe wie einen Volumenmangel- 
schock beim Verbluten zu behandeln, ist sehr gefahrlich! Die Natur hat in 
vielen Millionen Jahren den Schockzustand entwickelt und auch seine The- 
rapie. Dabei soil allerdings wieder nicht verschwiegen werden, daB die epi- 
leptische Krise von der Natur offensichtlich auch als eine Art Auslesekrite- 
rium vorgesehen, bzw. konstruiert ist. Bei einer Konfliktdauer iiber 9 Mo- 
nate, so hat unsere Wiener Herzinfarkt-Studie gezeigt, sinken die Chancen 
zu iiberleben nach heutigem Stand der Behandlung ganz erheblich. Dies 
wird sich erheblich reduzieren, wenn man die Behandlung schon im Vorfeld, 
also in den 3 bis 6 Wochen Vagotonie vor der epileptischen Krise bzw. 
Herzinfarkt ansetzen kann und mit Hilfe von Cortison und Kiihlung des 
Kopfes das Hirnoedem abzubremsen vermag. Nach meiner Meinung kann 
man so die Sterblichkeit an Herzinfarkt ohne weiteres auf weniger als die 
Halfte herabdriicken. 



94 Gyrus = Kreis, Windung, v. a. Hirnwindung 

95 



Abesence = sekundenlange BewuBtseinseintriibung 



101 



Vorsicht: Ich habe mehrere Falle erlebt, wo bei der epileptischen Krise der 
Blutzucker fast auf Null abgesackt ist. Glucosezufuhr 96 ist deshalb immer 
richtig - mit moglichst wenig Fliissigkeit! Vorsicht: Wenn bei einer Schizo- 
phrenic, bei der ja zwei HHe in beiden verschiedenen Hemispharen gelegen 
sind, kann es, wenn beide hangenden Konflikte zugleich gelost werden, bei 
der epileptischen Krise nochmals zu einem kurzfristigen, passageren deli- 
ranten Zustand kommen. 

7.4 Was heiBt „biologische" Losung eines 
Konfliktes? 

Laufend bekomme ich Angebote zur Zusammenarbeit von Psychologen, 
Hypnose-„Therapeuten", NLP-Leuten oder Bioresonanz-Leuten, die ich alle 
nicht annehmen kann. Diese Leute, die zumeist klinisch vollig unerfahren 
sind, meinen, man konne mit „Hau-ruck-Methoden" Konflikte losen - Bio- 
logische Konflikte losen. 

Ganz abgesehen da von, daB ein Psychologe mit seiner inzwischen ja eben- 
falls falsifizierten Methode auch mal auf einen aktuellen Konflikt stoBt 
und das Gesprach dariiber mit dem Patienten fur diesen eine Losung bringen 
kann, ist das dann oftmals ein Konflikt, den man gerade nicht losen darf - 
biologisch gesehen. Diese in der Neuen Medizin unbedarften Psycho-Leute 
wissen nicht einmal, was denn iiberhaupt ein Biologischer Konflikt und das 
zugehorige SBS iiberhaupt sind. 

Auch die Hypnose-„Therapeuten" konnen bisweilen einen Konflikt losen, 
den auch sie biologisch gar nicht einzuordnen vermogen. Dazu hat die Tie- 
fenhypnose den groBen Nachteil, daB sie oft ein neues DHS setzt, von dem 
man nicht weiB, ob es anschlieBend wieder verschwindet, wie man immer 
hofft. 

Beides kenne ich ja aus der Zeit, in der ich in der Psychiatrie gearbeitet 
habe, recht gut, beides ist durch seine Ignoranz gefahrlich. NLP und Biore- 
sonanz halte ich fur die Losung Biologischer Konflikte und Sinnvoller Bio- 
logischer Sonderprogramme gar fur groBen Unfug. 

Alle Methoden gehen davon aus, daB die SBS schlecht sind, „bosartig", 
alle (auch Biologischen) Konflikte gehoren „wegtherapiert". 



96 Glukose = syn. Traubenzucker 

" passager = voriibergehend 

' 8 falsifizieren = lat. falsus: falsch irrig 



102 



Die Wirklichkeit bei der Losung Biologischer Konflikte - wo sie derm ge- 
lost werden diirfen - ist viel einfacher und - viel schwieriger! 

Wir stecken so tief in dem Medizin-Irrtum der letzten 2000 Jahre, in denen 
die Medizin im Wesentlichen alttestamentarisch ausgerichtet war, daB sich 
die meisten nicht mit einem groBen Ruck davon entfernen konnen. Eine 
Mutter fuhlt den Biologischen Konflikt ihres Kindes, auch ohne alle „Me- 
thoden", jede Tiermutter ubrigens auch. 

Diese Mutter finden instinktiv die Ursache, sie finden das richtige Mittel, 
den richtigen Zeitpunkt, die richtigen trostenden oder ermahnenden Worte, 
sie machen normalerweise biologisch alles richtig - so einfach ist das! 

Der intellektuelle Dummkopf, der das „mit Methode" machen will, macht 
alles verkehrt. Er sollte am besten von allem die Finger davon lassen. Die 
Neue Medizin ist - im Gegensatz zu der 5000-Hypothesen-Glaubens- 
Medizin, die sich Staats- oder Schulmedizin nennt - eine exakte Naturwis- 
senschaft ohne jede Hypothese. Sie weiB deshalb sicher sehr viel mehr als 
die alte Staatsmedizin. Trotzdem sind bei uns in der Neuen Medizin nickel- 
bebrillte intellektuelle Fachidioten nicht gefragt. Es gibt weder eine Psych- 
iatrie", noch eine Cerebro-Iatrie oder eine Organo-Iatrie, sondern nur eine 
Iatrie. 

Der Iatros in der Neuen Medizin muB zwar moglichst alles wissen, was man 
wissen kann, aber er muB in erster Linie ein warmherziger Freund der Pati- 
enten mit gesundem Menschenverstand sein, der dem „Chef Patient" ein 
guter Ratgeber ist. 

Einen solchen guten Ratgeber und einen guten Rat braucht der Patient 
auch bei der Losung seines Biologischen Konfliktes, sofern dieser uberhaupt 
- schon - noch oder nicht mehr gelost werden darf! 

Als Wichtigstes muB man sich immer sagen, daB ja das Sinnvolle Biologi- 
sche Sonderprogramm eben etwas Sinnvolles ist, nichts „B6sartiges", 
auch nicht beim Krebs und 95 bis 98% uberleben, auch bei Krebs! 

Bei diesen Uberlebensraten ist Panik nicht mehr angesagt! 

Die hohe Mortalitat, die alle unsere armen Patienten so sehr in Panik ver- 
setzt hatte, riihrte ja nur von dem Unwissen oder absichtlichen Nichtanwen- 
den der Erkenntnisse der Neuen Medizin in der Schulmedizin. 

Wenn wir ja in der Neuen Medizin, wie gesagt, wissen, daB alle Vorgange, 
die wir fruher „bosartig" nannten, ihren Biologischen Sinn haben, auch die 
Konfliktlosung und das, was z.B. beim Selbstwerteinbruch-Konflikt danach 



99 



Iatroi = Arzte, Arzteschaft 



103 



kommt, z.B. eine Leukamie, dann erschrickt der Patient nicht mehr davor, 
wenn es dann da ist - wie angekundigt. 

Nehmen wir unser vielmals zitiertes Beispiel: Eine Mutter hat ein DHS 
erlitten, als das Kleinkind vor ihren Augen verungliickt ist. Nun liegt es im 
Krankenhaus - und bei ihr wachst ein Brustkrebs. Der Biologische Sinn 
ware, daB sie durch diesen Brustkrebs mehr Milch fur das Kind erzeugt, 
damit das Kind den Entwicklungsriickstand durch vermehrtes Milchangebot 
wieder ausgleichen kann. 

Eine Losung ist vorderhand noch gar nicht moglich, solange das Kind 
noch im Krankenhaus liegt. Selbst wenn das Kind aus dem Krankenhaus 
kommt (normalerweise Losung des Konflikts) und noch langere Zeit Scha- 
den von dem Unfall hat, ist eine Losung des Biologischen Konflikts biolo- 
gisch noch nicht sinnvoll. Das Kind benotigt ja noch das vermehrte 
Milchangebot. Das Biologische Programm lauft aber sogar dann ab, wenn 
die (Zivilisations-) Mutter gar nicht mehr stillt. Wir miissen dieser Mutter 
deshalb die Zusammenhange behutsam erklaren auch die der spontanen 
Verkasung des Brustkrebses, sofern sie Mykobakterien (Tbc) hat, was man 
normalerweise dadurch herausfinden kann, indem man die Patientin fragt, 
ob sie schon des ofteren NachtschweiB-Phasen bei friiheren Anlassen gehabt 
habe. Sie muB auch wissen, daB auch ein nicht abgebauter Tumor in der 
Brust bei Nichtvorhandensein von Mykobakterien (Tbc), also ein eingekap- 
selter Tumor, etwas vollig Gefahrloses ist, eine zwar biologisch unnotige 
aber nicht im Geringsten lebensbedrohende Sache. Da solche Patienten nicht 
dummer sind als wir selbst und es um ihren eigenen Korper geht, verstehen 
sie normalerweise sehr rasch, viel rascher als wir denken. 

Ich mochte Euch 2 Falle, die z.T. an anderer Stelle des Buches nochmals 
aufgefuhrt sind, in Kurzfassung beschreiben, nur um zu zeigen, daB die 
Biologische Losung eines Konfliktes mit SBS auf alien 3 Ebenen eben nicht 
eine psychische ist, sondern eben eine biologische. 



7.4.1 Fallbeispiel: Biologische Konfliktlbsung durch 
interstitielles Hoden-Karzinom 

Wie brav man rechnen muB in der Neuen Medizin, mag dieser Fall eines 
jungen Arztes zeigen, der zu nur kam, weil man ihm nach einer Exstirpati- 
on des zu GanseeiggroBe angeschwollenen linken Hodens (Hodenzyste) 
im April '98, bei einer Bauch-CT-Kontrolle (am 27.10.98) gesagt hatte, nun 



100 



Exstirpation = operative Entfernung eines Organs 



104 



seien die bosartigen Hodenzellen doch schon in den Bauch metastasiert. 
Nun (Juni '99) sei im Bauch alles voller Metastasen, es sei nichts mehr zu 
machen. 



Hodenzyste, 
'98 



April 




Bauch-CT 
27.10.98 
Nierenzyste 
(Pfeile) 



VI nn 



links 




Der zugehorige Fliissigkeits-Konflikt war rasch aufgeklart: Der Patient 
hatte im Mai '98 in der Notambulanz in einem primitiven auslandischen 
Krankenhaus, wo er arbeitete, ein 5jahriges ertrunkenes Madchen reanimie- 
ren wollen. Wegen mangelhafter Ausriistung des Krankenhauses, fur die er 
sich aber z.T. selbst verantwortliche fiihlte, war das Kind, genau im Alter 
seines eigenen Kindes, gestorben. Das ging ihm, wie er berichtete „durch 
Mark und Bein". Er erlitt einen Fliissigkeits-Konflikt, den er aber ein halbes 
Jahr spater losen konnte. Die Nierenzyste, die zu diesem Zeitpunkt schon 
groBteils induriert war, wurde erstmals im Oktober '98 entdeckt und als 



105 




Lymphknoten fehlgedeutet, im Juni '99 dann als riesiges Metastasen- 
Konglomerat fehldiagnostiziert. 

Bauch-CT vom 

110.6.99 

\Man erkennt gut das 
IgroBe Nephrobla- 
Istom (= indurierte 
INierenzyste), siehe 
tPfeile. 

{scheint sich ein 
Izusatzliches Nieren- 
\becken auszubilden. 
\Denn das Nephro- 
iblastom produziert 
'/'a Urin und scheidet 
'ihn uber die schon 
vorhandenen ableitenden Harnwege aus. Das Erstaunliche ist die Inhomogenitdt 
des Nephroblastoms. Die beiden oberen Pfeile zeigen die beiden anfanglichen 
Nephroblastom-Anteile, die man schon auf den Aufnahmen vom 27.10.98 sehen 
kann. 

Bauch-CT vom 

10.6.99 

Spater scheint ein 
groBer Nephrobla- 
stom-Teil hinzuge- 
kommen zu sein, den 
wir fruher nicht 
erkldren konnten. 
Jetzt konnen wir das 
Phdnomen erkldren; 
Denn ein Blick auf 
den Stammhirn- 

Schnitt vom 10.6.99 
zeigt uns einen in- 
zwischen nachtraglich in Losung befindlichen HH fur das Sammelrohr-Relais der 
rechten Mere. Das zugehorige Sammelrohr-Ca sehen wir auf obigem Bild (Pfeil). 
Dieses Fluchtiingskonflikt-SBS hat das Nephroblastom nachtraglich wieder 
„aufgepumpt". Den Fluchtlings-Konflikt erlitt er offenbar zusammen mit dem 
Verlust-Konflikt, als er seine Familie verlassen muBte, um nach Sudamerika zu 
Ziehen. Der Fluchtlings-Konflikt scheint auf dem nachfolgenden CT gelost zu 
sein. 




106 



10.6.99 

In pel-Phase befindlicher HH des 
Sammelrohr-Relais der rechten 
Mere, das das in Induration be- 
griffene Nephroblastom nach- 
trdglich nochmals „aufgepumpt" 
hat (siehe Kapitel uber Sammel- 
rohr-Syndrom). 




10.6.99 

Der Pfeil zeigt den HH fiir das Ne- 
phroblastom der linken Niere. 
(Flussigkeits-Konflikt, well das ertrunke- 
ne Kind nicht reanimiert werden konnte, 
wofur sich der Doktor einen Teil der 
Schuld selbst zuschrieb). 





9.6.98; HH im Relais des linken Hodens: 
maBig groBes, in Ruckbildung befindli- 
ches Heilungsoedem. 



Aber eine andere Sache war fur uns beide, kaum daB der junge Doktor die 
Sache richtig zu verstehen begonnen hatte, viel wichtiger: 

Wenn eine Hoden-Exstirpation in der Heilungsphase des SBS vorgenom- 
men wird, wie es ja bei mir selbst auch gewesen ist, dann lauft das SBS 
trotzdem - also trotz Herausnahme des sog. „Erfolgsorgans" zielgesteuert 



107 



weiter. Hypophyse und Nebennierenrinde springen ein und bewirken, daB 
deutlich mehr Testosteron produziert wird als vor Beginn des SBS. Wir 
wissen noch nicht genau, ob die Produktion des zusatzlichen Testosterons in 
der Nebennierenrinde stattfindet oder im verbliebenen sog. „Resthoden". 
Jedenfalls ist und bleibt der Testosteron-Spiegel erhoht. So hatte die Ehe- 
frau dieses linkshandigen Patienten ihm, der sich selbst fur die friihere Zeit 
als Softi beschreibt, erst kurzlich gesagt, er sei seit einiger Zeit viel mannli- 
cher geworden, was er vor der Hoden-Exstirpation nicht gewesen sei. Er 
selbst fuhlt sich auch wesentlich maskuliner. Seine Ehefrau fand das nicht 
gut, sie hatte ihn lieber wie fruher gehabt. Fast die gleichen Worte hatte mir 
auch meine eigene Frau etwa ein Jahr nach dem Tod meines Sohnes Dirk, 
bzw. der Hoden-Exstirpation, gesagt. 

~10.6.99 
Man sieht noch den Oedemsaum. 
\Aber offenbar hat der Verlust- 
\Konflikt wieder Aktivitdt bekom- 
men, well der Patient vermeinte, 
nunmehr zum Sterben nach Sud- 
amerika zu fliegen und seine 
Eltern nun definitiv nie mehr 
wiederzusehen. Der dunkle Punkt 
in Richtung des Pfeils markiert 
das Zentrum. Die SchieBscheiben 
sind innerhalb der Vernarbung 
nicht zu sehen. 

Im rechten Revierbereich be- 
stehtjetzt „hangende Heilung". 

Der linke Revierbereich bleibt 
unverdndert aktiv. 




I 



■^^ ^^t Brasch geklart: Anfang 1998 

i^^k~ -^^H "verzog die Fa- 

milie von Deutschland nach Siidamerika, in die Heimat der Ehefrau. Der 
Patient hatte geglaubt, seine Eltern, insbesondere seine von ihm sehr ver- 
ehrte Mutter, nicht mehr lebend wiederzusehen. Als er aber 3 Monate spater 
nochmals nach Deutschland flog und der Exodus nach Siidamerika doch 
nicht mehr so definitiv erschien, hatte er diesen Verlust-Konflikt einstweilen 
losen konnen. Unmittelbar darauf begann der linke Hoden zu schwellen. 



108 



Links deshalb (bei ihm als Linkshander die Partnerseite), weil er seine 
Mutter („eine sehr schone, aber sehr strenge Frau") stets iiberwiegend in 
etwas odipaler Weise als Partnerin bewundert hat. 

Aber nun ging es erst so richtig los, als wir zusammen sein Hirn-CT stu- 
dierten (ein Hirn-CT mache ich stets zur Bedingung): Denn es ergab sich, 
daB er im rechten Revierbereich, wie man leicht sehen kann, ein groBes 
Losungsoedem hat. Er muB also einen Herzinfarkt erlitten haben. An den 
konnte er sich auch erinnern - 1998 mit Kammerarrhytmie und Herz- 
schmerzen. Es war ein leichter Linksherzinfarkt, denn die rechte Seite 
konnte ja stets nur in schizophrener Konstellation aktiv gewesen sein. Der 
Konflikt war, daB seine Frau ihn vor 12 Jahren mit einem Liebhaber betro- 
gen hatte. Seither hatte er auf der rechten Hirnseite peninsular einen „han- 
gend" aktiven Konflikt. 

Aber den 1. Konflikt muB ja der linkshandige Mann links-cerebral erlei- 
den. Und den hat er schon, wie er genau weiB, im Alter von 4 Jahren erlit- 
ten: Revierangst-, Revier- und Revierarger-Konflikt - vor 34 Jahren. 

Seine Eltern waren auf eine Party gegangen, glaubten, der damals 4jahrige 
Patient und sein jiingerer Bruder wiirden schlafen. Die wachten aber auf 
und stellten in wilder Panik, im Glauben, die Eltern seien fur immer ver- 
schwunden, die gesamte Wohnung auf den Kopf Er erlitt einen heute noch 
aktiven Revier-Konflikt links cerebral. Seither, so weiB er, war er manisch- 
umtriebig, wurde dann mit 26 manisch-depressiv, als er den 2. Revier- 
Konflikt erlitt und seine Ehefrau in flagranti mit einem Liebhaber erwischte. 

Fur uns ging es nun um die Fragen: 

1. War der rechts-cerebrale Revier-Konflikt durch Konfliktlosung gelost 
worden oder „biologisch" durch Testosteronspiegel-Erhohung? 

2. Der 2. Konflikt war ja ausschlieBlich in schizophrener Konstellation 
gewesen, hatte also keine Konfliktmasse gehabt. Den hatte der Patient 
gelost und auch losen diirfen, ohne Gefahr, am Linksherzinfarkt zu 
sterben. Die Frage war, ob, falls die „biologische Losung" stattgefunden 
hatte, auch der links-cerebrale Revier-Konflikt in Gefahr ware, 
„zwangsweise" biologisch gelost zu werden. Das war gefahrlich, denn 
der links-cerebrale Revier-Konflikt (Linkshander) war ja 22 Jahre „solo" 
aktiv gewesen. Eine Losung ware mit groBter Wahrscheinlichkeit mortal. 

Ergebnis: Es scheint so zu sein, daB mit Testosteronspiegel-Erhohungen 
ausschlieBlich rechts-cerebrale Revier-Konflikte zwangslaufig biologisch 
gelost werden, wenn der Verlust-Konflikt genugend Masse hatte. 



109 



Der Patient lebt und es geht ihm gut. Da das „Erfolgsorgan" (linker Ho- 
den) ja amputiert war, konnte er die erneute Losung des Verlustkonflikt- 
Rezidivs auBer am Testosteron-Spiegel und dem erneut vermehrten Mann- 
lichkeitsgefuhl nicht bemerken. Nun ist er nicht mehr manisch-depressiv, 
sondern nur noch manisch, was ja in unserer Gesellschaft oft mit „dyna- 
misch" fehlverstanden wird. 

Hier ist die Sache gut ausgegangen, einzig, weil der Patient Linkshander 
ist. Ein ahnlicher Fall bei einem rechtshandigen Mann endet nahezu fast 
zwangslaufig tragisch. 

Das Pendant zu obigem Fall - auch wenn nicht in schizophrener Konstel- 
lation - ist eine 82jahrige Patientin, die 50 Jahre lang nach einer Vergewal- 
tigung durch die russische Soldateska im Krieg amenorrhoeisch war, d.h. 
die Periode war danach sofort weggeblieben, nicht mehr wiedergekehrt und 
die Patientin reagierte seither „mannlich". 

Dieser sexuelle Konflikt - zum Gynakologen ging die Dame nie - wurde 
nun nach 50 Jahren der Aktivitat zwangsweise biologisch gelost, als sich 
eine groBe Eierstocks-Zyste als Heilungsphase eines (haBlichen halbgenita- 
len) Verlust-Konfliktes bildete. Von dem Stadium ab, wo die Zyste induriert 
war und den Ostrogen-Spiegel sehr stark ansteigen lieB, war die alte Dame 
wieder (3 Monate lang bis zu ihrem Tod) regelmaBig menstruiert und - wie- 
der ganz und gar „weiblich". 

Die Familie und ich wuBten Wochen vorher, daB die alte Dame mit groB- 
ter Wahrscheinlichkeit diese Biologische Losung des uralten Konfliktes 
nicht uber die epileptoide Krise hinaus uberleben wurde. Diese epileptoide 
Krise kam, statt wie sonst iiblich 3 bis 6 Wochen, erst nach 3 Monaten in 
Form eines Rechtsherzinfarktes mit Lungenembolie. Die Familie hatte schon 
vorher entschieden, daB die Mutter nicht in eine Intensivabteilung verlegt 
werden sollte, zumal die Chancen dort gleich Null gewesen waren, sondern 
daB sie einen wiirdigen Tod haben sollte. Sie ist still und friedlich einge- 
schlafen. 

Die Sarah des alten Testaments, die Frau Abrahams, muB auch eine solche 
indurierte Eierstocks-Zyste gehabt haben, so daB sie wieder einen Eisprung 
bekam und schwanger werden konnte. Aber sie hatte eben keinen sexuellen 
Konflikt zusatzlich gehabt. 

Ohne voraufgegangenen aktiven sexuellen Konflikt ist die Eierstocks-Zyste 
ja das Schonste, was einer Frau passieren kann: Sie sieht oft um 10 bis 20 
Jahre jiinger aus als sie ist. Dann sagen die Mitmenschen: „Oh, sie hat sich 
sehr jugendlich gehalten!" 



110 



Ihr versteht jetzt vielleicht, liebe Leser, warum ich nie von einer psychischen 
Konfliktlosung spreche, sondern von einer „biologischen". Die sog. psychi- 
sche Losung eines Biologischen Konflikt (SBS) ist auch eine „biologische". 

Und jetzt versteht Ihr vielleicht auch, warum ein Iatros erst sehr viel wis- 
sen muB, bevor er es wagen darf, einem Patienten eine Losung seines Kon- 
fliktes vorzuschlagen, die in den Handen eines Ignoranten leicht mortal en- 
den kann. 

Und ich habe da die vielleicht etwas veraltete, aber mit dem Gewissen 
stets gut zu vereinbarende Ansicht, daB man mit Patienten niemals etwas 
anderes machen sollte, als was man mit sich selbst und seinen nachsten 
Angehorigen auch machen wiirde. Und wenn die Onkologen-Chefarzte oder 
-Prasidenten sich selbst und ihre eigenen Angehorigen nach der Neuen Me- 
dizin therapieren zu lassen versuchen, um die 95 bis 98%ige Uberlebensrate 
zu nutzen, anstatt sich durch die von ihnen propagierte Chemo mit 95 bis 
98%iger Wahrscheinlichkeit umbringen zu lassen, dann kann kein redlicher 
Mensch mehr verstehen, wie diese Koryphaen der Staatsmedizin anschlie- 
Bend wieder Chemo propagieren fur ihre armen „Fremdpatienten". 

Ein kleines Kuriosum: Als die Ehefrau den Patienten mit einem Liebhaber 
betrog, wahrend er in Deutschland war und es erfuhr, flog der Patient um- 
gehend zuriick, ohne seine Frau zu verstandigen. Er ertappte sie „in fla- 
granti", was ihm seinen rechts periinsularen 2. Revier-Konflikt 1987 ein- 
brachte (jetzt in hangender Heilung wegen der vermehrten Testosterone). 

Die Ehefrau erlitt einen Konflikt „Den Informations-Brocken (seine Riick- 
reise) nicht erhalten zu haben" (rechtes Mittelohr, Brockeneingang rechts). 
Da sie den Liebhaber in der Stadt ofters trifft, bleibt die chronische Mitte- 
lohrentziindung in hangender Heilung. Immer wenn der Patient mit seiner 
Frau schlief, ekelte ihn der Gestank (TBC) aus dem rechten Ohr seiner 
Frau. Der zugehorige Diabetes wurde gliicklicherweise nicht diagnostiziert. 
Inzwischen ist der Konflikt gelost (Bild unten). 

Bild vom 9.6.99 

Oberer Pfeil rechts bezeichnet den 
aktiven HH im Zucker-Zentrum, 
uberwiegend einem (nicht diagnosti- 
zierten) Diabetes entsprechend, we- 
niger (links paramedianer Anted) 
einer Unterzuckerung. Sog. „labiler 
Diabetes"! Ware der Patient Rechts- 
hander gewesen, hatte er eine uber- 
wiegende Unterzuckerung erlitten 
(links-cerebral). 




Ill 



8 Die epileptische Krise als normale 
Passage in der Heilungsphase 

Jedes Sinnvolle Biologische Sonderprogramm (SBS) hat gewisse markante 

Punkte. 

Dies sind: 

1. DHS = Beginn der Erkrankung, Beginn der Konfliktaktivitat 

2. CL = Beginn der Heilungsphase, Ende der Konfliktaktivitat 

3. EC = Epileptische Crisis = Umschlagpunkt zwischen Oedemzunahme 
und Oedemabnahme (im Gehirn und am Organ) 

4. RN = Vegetative Re-Normalisation 

In diesem Rahmen bewegt sich auch jeder sog. Krebserkrankungs-Verlauf. 
Das Schema gilt aber nur fur den Fall, daB nur ein SBS vorliegt. Liegen 
mehrere gleichzeitig vor, dann gibt es eine Anzahl von Moglichkeiten: Sie 
konnen dem Verlauf nach 

gleichphasig sein und 
verschiedenphasig . 

Die Sache ist, wie fast alles, was wir hier besprechen, wieder im Prinzip 
ganz einfach. Aber der Teufel sitzt im Detail, sagt man, so auch hier. Na- 
tiirlich, wenn zwei Konflikte mit einem gleichzeitigen DHS beginnen und 
cerebral ahnliche Konflikte sind, also an vergleichbaren Teilen des gleichen 
Hirns (z.B. GroBhirn) ihr Relaiszentrum haben, kann man theoretisch eini- 
germaBen von gleichphasig sprechen, vor allem, wenn sie auch gleichzeitig 
gelost werden. 

Aber schon da fangt die erste systematische Schwierigkeit an: Die Heil- 
verlaufe sind selten gleichphasig. Das liegt daran, daB sowohl die Kon- 
fliktintensitat als auch die Dauer bei zwei gleichzeitigen Konflikten natiir- 
lich keineswegs unbedingt gleich sein muB; z.B. kann einer der beiden Kon- 
flikte zwischenzeitlich stark abgemindert gewesen sein, es miissen auch 
nicht beide Konflikte zur gleichen Zeit in Losung gehen. Wir sagen dann: 
Ein Konflikt „hangt noch". 



113 



Konflikt 



pel-Phase 




Normotonie 



Normotonie 



Dargestellt sind: Eutonie 101 , d.h. normaler Tag/Nacht-Rhythmus sowie das ideale 
Schema des Konfliktverlaufs einschlieBlich anschlieBender Heilungsphase, die 
nicht unterbrochen wird von Konfliktrezidiven und daher mit einer einzigen epi- 
leptoiden Krise bis zur Re-Normalisation ausheilen kann. 
x-Achse = Zeit (t); y-Achse - Konfliktintensitdt 

Konflikt 



2. EC 




Zeil 



Normotonie 



Normotonie 



Das obige Schema zeigt 2 sog. Krebserkrankungen (jetzt erkannt jeweils als Teil 
eines Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms) die verschiedenphasig ablau- 
fen, sowohl was den Zeitpunkt des DHS betrifft, als auch den Zeitpunkt der CL 
und damit auch der epileptischen /epileptoiden Krise. 



101 



Eu- ... Wortteil mit der Bedeutung gut, normal 



114 



Weitere Schwierigkeiten ergeben sich notgedrungen, wenn der Beginn der 
Konflikte (DHS) zu verschiedenen Zeiten war. Dieser Fall ist der derzeit 
haufigste, daB namlich der Patient bei der brutalen Diagnose- und Prognose- 
Eroffnung meist das Zweit-DHS erleidet und an seinem Zweitkrebs er- 
krankt. 

Noch komplizierter wird die ganze Sache, wenn zwischendrin Conflictoly- 
sen erreicht werden, die aber von neuen Konfliktrezidiven abgelost werden. 
Daneben kann durchaus ein zweiter Konflikt in Daueraktivitat bleiben, wie 
es uns von den „hangenden Konflikten" gelaufig ist. In solchen Fallen hat 
der Patient nicht gesunde, warme Hande, sondern, da bei ihm Dauer- 
Sympathicotonie und Dauer-Vagotonie durcheinanderlaufen, ist der Patient 
„halb im StreB"! Dieser seltsame Zustand ist keineswegs im Endeffekt mit 
der Normotonie gleichzusetzen, sondern ein von der Qualitat her vollig an- 
derer Zustand. 

Auf solche Dinge wird j a in unserer derzeitigen Medizin absolut nicht ge- 
achtet. Alles, was nicht normal ist, kann hochstens eine „vegetative Dysto- 
nie " sein (zu Deutsch: „Kleine, du spinnst"). 

All dies muB man erst einmal wissen und verstehen, um wiederum verste- 
hen zu konnen, was eine „epileptische oder epileptoide Krise" im Heilver- 
lauf bedeutet und was sie dem Wesen nach iiberhaupt ist, wann sie eintritt 
und in welcher Form etc. 

Streng genommen heiBt nur die Krise bei motorischen Konflikten epilepti- 
sche Krise. Sie macht auch die typischen epileptischen Anfalle. Der Ein- 
fachheit halber nennen wir im folgenden alle epileptischen und epileptoiden 
(= epilepsie-ahnlichen) Krisen: Epileptische Krisen. 

Merke: 

1. Die epileptische Krise im Heilverlauf eines Krebsgeschehens ist der Um- 
schlagpunkt auf der Hohe der Oedemeinlagerungs-Phase zur Oede- 
maustreibungs-Phase. Sie ist eine sympathicotone Zwischenphase (Zak- 
ke!). 

2. Jede sog. Krebserkrankung bzw. Sinnvolles Biologisches Sonderpro- 
gramm der Natur, hat eine epileptische Krise auf dem Hohepunkt und 
gleichzeitigen Umschlagpunkt des Heilungsoedems (Hydrationsphase) 
zur Oedemaustreibungs- oder Dehydrationsphase. 

3. Diese epileptischen Krisen verlaufen klinisch sehr unterschiedlich, je 
nach Lokalisation des Hamerschen Herdes im Gehirn. 

102 Dys- = Wortteil mit der Bedeutung MiB-, Un- 

103 Dystonie = fehlerhafter Spannungszustand (Tonus) von Muskeln, GefaBen 
oder vom vegetativen Nervensystem 



115 



4. Nur die corticalen motorischen epileptischen Krisen haben tonisch- 
klonische Krampfe durch Beteiligung des motorischen Zentrums im Gy- 
rus praecentralis, die anderen sog. epileptoiden Krisen des Kleinhirns, 
Stammhirns oder Zwischenhirns haben jede ein eigenes klinisches Bild 
typischer Pragung ohne tonisch-klonische Krampfe („Die kalten Tage"). 

5. Nach der epileptischen/ epileptoiden Krise schwillt das Heilungsoedem 
wieder ab. 

6. Auch jeder Zweit- oder Drittkrebs hat im Heilverlauf „seine M epilepti- 
forme Krise. Eine gleichzeitige Conflictolyse mehrerer Konflikte kann 
deshalb gefahrlich werden - eventuell aber auch giinstig sein, weil dann 
in mehreren Hirnteilen gleichzeitig eine Epilepsie oder ein epileptoider 
Vorgang ablauft oder eben hintereinander. 

7. Die Epilepsie ist deshalb keine eigene, durchgehende Krankheit, sondern 
- auch bei haufigen epileptischen Anfallen - eine chronisch wiederkeh- 
rende ,J{eilverlaufs-Konstellation "! 

8. Der Herzinfarkt ist, wenn die corticalen Teile der insularen Region be- 
troffen sind, eine Art von Epilepsie! 

Nachfolgend wollen wir, um die Sache nicht zu unubersichtlich zu machen, 
nur zwei Moglichkeiten der Konstellation herausgreifen: Zunachst den 
„normalen M Fall: 

Konlliktintensilat 




Eutonie 



Konfliktakuve 

I'll, is,.' 



Oedemausbreitung 

KonflikLheilungsphast: 



Auf deutsch heiBt dies: 

Die Flache, die die Verlaufskurve der Konfliktintensitat in der konflikt- 
aktiven Phase vom DHS bis zur Conflictolyse (CL) bildet, entspricht etwa 
der Flache, die der Grad der Vagotonie, meBbar an der Starke der Oedem- 
bildung, ebenfalls mit der x-Achse bildet. D.h.: Je mehr Konfliktintensitat 



116 



da war und je langer die Konfliktzeit gedauert hat, desto starker und desto 
langer bleibt das Oedem bestehen. 

Wir konnen sagen: Die senkrechte oder y-Achse bedeutet die Intensitdt 
des Konfliktes, die waagerechte oder x-Achse stellt die Zeit dar. 

Es ergibt sich: Das Integral, d.h. die Flache jeweils zwischen der „Kon- 
fliktkurve" und der x-Achse zwischen DHS und CL = dem Integral zwi- 
schen CL und RN (Re-Normalisation). 

Also: Die Flache des Konfliktes (nach oben) ist gleich der Flache der 
Heilungsphase (nach unten). 

Gehen wir davon aus, daB jedes Sinnvolle Biologische Sonderprogramm in 
seiner Heilungsphase auch „seine" spezielle Art von epileptischer Krise hat, 
die natiirlich abhangig ist von der Art des Konfliktes bzw. der Lokalisation 
des Hamerschen Herdes, dann ist es wichtig zu wissen: 

1. Welches war der Konflikt? 

2. Wann war das DHS? 

3. Wie lang hat der Konflikt gedauert? 

4. Ist der Konflikt bereits gelost? 

5. Wann ist die epileptische Krise zu erwarten? 

6. Wie stark ist die epileptische Krise zu erwarten? 

7. In welcher Form wird sich die epileptische Krise auswirken? 

8. Wie kann man dieser epileptischen Krise vorbeugen, bzw. sie evtl. ab- 
mildern oder sie sogar steigern? 

Der Herzinfarkt ist eine sensor isch-epileptoide, gelegentlich zusatzlich 
auch motorisch-epileptische Krise, wobei der Hamersche Herd im Inselbe- 
reich des GroBhirns rechts gelegen ist. Aus der Dauer und Intensitat des 
Konfliktverlaufes kann man schon mit an Sicherheit grenzender Wahr- 
scheinlichkeit in den meisten Fallen 3 bis 6 Wochen vorher, namlich zum 
Zeitpunkt der Conflictolyse, wissen, ob der Patient uberleben oder sterben 
wird - bei Anwendung derzeitiger schulmedizinischer Methoden! 

In unserer Wiener Herzinfarkt- Studie hat (in herkommlich schulmedizini- 
scher Behandlung) kein einziger Patient uberlebt, der einen langer als 9 
Monate dauernden Revier-Konflikt gehabt hatte, wobei allerdings „norma- 
le" Konfliktaktivitat Voraussetzung ist. 

Bei geringer Konfliktaktivitat konnte ein Patient - derzeitige sog. Therapie 
angewendet - auch nach einem Jahr Konfliktdauer noch uberleben. Stets 
bekamen die Patienten 3 bis 6 Wochen nach der Conflictolyse ihre epilepti- 
sche Krise, manchen habe ich diese Krise aus meiner Erfahrung fast auf den 
Tag genau voraussagen konnen. 



117 



So sieht der Verlauf bei der epileptischen Herzinfarkt-Krise schematisch 
aus: 




Verhinderung einer lebensbedrohlichen EC, z.B. Herzinfarkt, durch Gabe sym- 
pathicotoner Medikamente (Cortison u.a.) mit Beginn der CL. Die pel-Phase 
wird prolongiert, die u.U. schwere Krise in der Mitte der Heilungsphase wird 
dafur jedoch verldngert, um die Oedemaustreibung zu „schaffen". 

Fur die Prophylaxe der cerebralen Komplikationen, die ja im System und 
deshalb eigentlich auch vollig normal sind, ist es natiirlich fur den Patienten 
lebenswichtig, daB der Arzt weiB, welche Komplikationen er warm zu er- 
warten hat. 

Hier soil uns vor allem die epileptische Krise interessieren, die nicht nur 
obligat ist fur jeden Heilverlauf nach krebsaktiver Phase, sondern auch sehr 
gefahrlich ist! Hatte der Patient mehrere Krebserkrankungen mit entspre- 
chenden DHS-Schocks, dann hat auch jede dieser ca-Phasen nach Conflic- 
tolyse „ihre" epileptische Krise. Oftmals ist diese Krise verschleiert. 



Prophylaxe = Vorbeugung 



118 



8.1 Moglichkeiten der Verschleierung der epi- 
leptischen Krise 

1. Gleichzeitigkeit verschiedener Phasen verschiedener Krebserkrankun- 
gen: 

Kommt es zu einer epileptischen Krise und besteht wahrenddessen noch 
Konfliktaktivitat einer zweiten Krebserkrankung, so kann die Krise „ver- 
schleiert" werden. Es tritt dann ein ahnlicher Effekt ein, wie bei Gabe 
von Cortison, Penicillin oder anderen Sympathicotonica. 

2. Lokalisation des Hamerschen Herdes als Kriterium fiir die Art der 
epileptischen Krise: 

Manche Formen der epileptischen Krise konnen wir gut erkennen, z.B. 
die epileptischen Krisen, bei denen der HH im GroBhirn-Cortex gelegen 
ist. Meist reagiert dann der ganze Cortex mit, und die durch das motori- 
sche Zentrum des Gyrus praecentralis ausgelosten tonisch-klonischen 
Krampfe sind kaum zu iibersehen. 

Wesentlich schwieriger aber wird es, wenn wir eine epileptische Krise 
nach einem Selbstwerteinbruch-Konflikt, Wasser-Konflikt oder Mutter- 
Kind-Konflikt feststellen wollen. Und doch haben auch diese Konflikte 
alle ihre spezifische Krise. 

Wir miissen nur lernen, die Symptome dieser epileptiformen Krisen zu 
registrieren. Beim Selbstwerteinbruch-Konflikt besteht das erkennbare 
Symptom in einer Blasse der Haut mit kaltem SchweiB, die Stunden oder 
Tage andauern kann und oft als Herz-Kreislauf-Kollaps (in Wirklichkeit 
Zentralisation) fehlgedeutet wird. Der Blutdruck fallt wieder, wenn die 
Krise vorbei ist und die GefaBe sich nach der sog. Zentralisation wieder 
aufdehnen und fullen. Das gleiche Symptom kann aber auch ein kurzfri- 
stiges Selbstwert-Konfliktrezidiv auslosen, das mit Panik einhergeht. Die 
epileptische Krise bei einem Wasser-Konflikt kann zu einer Art von Nie- 
renkolik 105 fuhren, bei der dann moglicherweise Nierensteine oder nur 
Nierengries ausgeschieden wird. 

3. Medikamentose Verschleierung: 

Angesichts der ganzen Batterien von Medikamenten, die heute durchweg 
jeder Patient in einem Krankenhaus bisheriger Art erhalt, weiB meist 
kein Doktor mehr, was, warm, wo und wie wirkt. Man hatte sich ja voll- 
standig geirrt - im Prinzip! Denn fast alle Medikamente wirken ohnehin 

105 Kolik = krampfartige Leibschmerzen infolge spastischer Kontraktion eines 
abdominellen Hohlorgans 



119 



praktisch nur auf das Gehirn. Man bildet sich aber ein, die Medikamente 
wurden auf das Organ oder die Organe direkt einwirken, wie man das 
iibrigens auch immer von den vermeintlichen sog. „Karzinogenen" ge- 
glaubt hat, die es so gar nicht gibt. Wenn aber nun das Gehirn, auf das 
die Medikamente wirken, durch Hamersche Herde in geanderter Inner- 
vation ist, erleben wir deshalb oft sog. „paradoxe Reaktionen", die 
niemand verstehen konnte. Durch das vollig zufallige Mit- oder Gegen- 
einander der vielen Medikamente kann eine epileptische Krise vorge- 
tauscht oder eine wirkliche verschleiert werden. 

Eine der haufigsten und todlichsten „paradoxen Reaktionen" ist die 
„schnelle Tasse Kaffee" nachts auf der Autobahn, wenn der Organismus 
in der pel-Phase eines SBS ist. Die tiefe Vagotonie hat hier einen 
„Schlaf-Verhinderungsmechanismus", damit das Beutetier nicht im Tief- 
schlaf iiberrascht wird. Setze ich diese Tief- Vagotonie in der pel-Phase 
nachts durch Kaffee herab, kann der Organismus sofort einschlafen. Ich 
erreiche also eine sog. „paradoxe Reaktion", schlafe unverziiglich am 
Steuer ein ..., mit all' den furchtbaren Folgen ... 

Die epileptische Krise in der Heilungsphase, man sollte sogar sagen: Die 
obligate epileptische Krise in der Heilungsphase ist eins der wichtigsten und 
folgenschwersten Phanomene des ganzen Systems der Neuen Medizin. Die 
epileptische Krise ist die haufigste Todesursache in der Heilungsphase nach 
Losung des Konfliktes. Sie ist als Todesursache noch weit haufiger als das 
Hirnoedem vor der epileptischen Krise, wo der Patient einfach am iiberma- 
Bigen Hirndruck sterben kann. 

Merke: 

Die epileptische oder epileptoide Krise in der Heilungsphase nach Con- 
flictolyse ist eine der haufigsten Todesursachen und Komplikationen der 
Heilung! Ihre vorbeugende Abschwachung ist von entscheidender Be- 
deutung! Besonders deutlich ist dies beim Herzinfarkt. Haufig heifit 
hier: bei den 2-5 % der Patienten, die in der Neuen Medizin nicht uber- 
leben. 95-98% unserer Patienten iiberleben. 

8.2 Das Wesen der epileptischen Krise 

Jeder fragt nach dieser langen Erorterung nun gespannt: „Ja, aber was ist 
denn nun die epileptische Krise ihrem Wesen nach?" 
Ich mochte es so formulieren: 



106 



Innervation = nervale Versorgung von Korpergeweben und Organen 



120 



1. Die epileptische Krise ist der Umschlagpunkt in der Heilungsphase, der 
Beginn der Gegenregulation mithin 

2. ein von Mutter Natur sinnvoll eingerichtetes Geschehen, das Oedem im 
Gehirn und Organ wieder „auszupressen M . Je starker das gelingt, desto 
groBer ist die Uberlebenschance. Wir diirfen deshalb diese Krise nicht 
unterdriicken, sondern miissen sie ggf. noch mit sympathicotonen Medi- 
kamenten (z.B. Cortison) unterstiitzen. 

3. Mutter Natur hat sich als „Handwerkszeug" fur die epileptische Krise 
einer Zeitraffung des gesamten Konfliktes bedient. D.h. der Patient emp- 
findet wahrend der sympathicotonen Krise nochmals im Zeitraffer (des- 
halb z.B. Herzschmerzen bei Herzinfarkt) seinen gesamten Konfliktver- 
lauf. Je starker er dieses „physiologische Konfliktrezidiv" empfindet, de- 
sto groBer ist auch seine Uberlebenschance. 

8.2.1 Fallbeispiel: D-Zug Paris - Koln, 06.10.1984, 
Abfahrt 7.37 Uhr 

Auf dieser D-Zug-Fahrt von Paris nach Koln, die ich mit meinem Freund 
Graf D'Oncieu zusammen machte, ereignete sich folgendes: Auf dem Bahn- 
steig standen zwolf- bis dreizehnjahrige junge Franzosinnen heulend im 
Abschiedsschmerz der ersten jungen Liebe ihren deutschen Freunden 
nachwinkend, die fur sechs oder acht Wochen Gast in ihren Familien gewe- 
sen waren. Eine ganze Schulklasse von vierzehn- bis funfzehnjahrigen 
Oberschiilern aus Hamburg war auf franzosische Familien aufgeteilt wor- 
den. Jetzt fuhren sie gemeinsam wieder zuriick nach Hamburg. 

Da die letzte Nacht fur mich kurz gewesen war, schlief ich im Abteil ein 
und wurde um etwa 9.30 Uhr durch einen RippenstoB von meinem Freund 
geweckt. Noch schlaftrunken horte ich aus der Lautsprecheranlage den 
franzosischen Zugfuhrer darum bitten, es moge sich, falls vorhanden, ein 
Arzt melden und sofort ins Abteil ... kommen. Wir liefen sofort beide los, 
fanden sechs Abteile weiter einen deutschen Jungen, der gerade einen 

i r\n 

Krampfanfall (Grand mal -Anfall) gehabt hatte und gerade aus seiner 
BewuBtlosigkeit erwachte. Normalerweise wird in solchen Fallen bei der 
nachsten Bahnstation per Funk ein Krankenwagen bereitgestellt, der den 
Patienten ins nachste Spezial-Krankenhaus bringt. Eine solche Anordnung 
erwartete man nun auch von mir. 

Mir war aber durch das, was ich auf dem Bahnsteig gesehen hatte, die 
Situation bereits vollig klar. Mir fehlte nur noch zur Abrundung der Tren- 

107 Grand mal = generalisierter Anfall bei Epilepsie 



121 



nungs-Konflikt mit dem Gefuhl der Isolation und der Konflikt, jemanden in 
der Umarmung nicht festhalten zu konnen. Ich setzte mich deshalb zu dem 
Jungen, der zwar noch zentralisiert war, aber schon wieder ausreichende 
Kreislaufverhaltnisse hatte, und fragte ihn, seit wann er solche Anfalle habe. 
Er sagte: „Seit einem Jahr." Seither habe er zwei- oder dreimal einen sol- 
chen Anfall bekommen. Ich fragte ihn, was vor dem ersten Anfall gewesen 
sei. Er sagte: „Nichts." (Das stimmte ja und auch nein.) Dann fragte ich ihn, 
was denn das Allerschlimmste in seinem Leben gewesen sei, was er je erlebt 
habe. Er zuckte sofort bei dieser Frage, das bemerkte ich. Sein Schreck 
zeigte mir, daB ich auf der richtigen Spur war. Der Junge sagte: „Nichts." 
Denn die Lehrerin war dabei, und die Klassenkameraden standen an der 
Tiir. Die Lehrerin merkte auch, als ich sagte, er denke genau an das Richti- 
ge, genau das meine ich. Sie ging diskret hinaus und schloB die Tiir. Wir 
waren allein. Jetzt endlich brauchte der Junge keine Angst mehr zu haben, 
sich vor seinen Klassenkameraden zu blamieren (ein so groBer 14jahriger 
Junge hat ja keine Angst zu haben ...). 

Er erzahlte mir, das, woran er sofort habe denken miissen, sei das bei 
weitem schlimmste Erlebnis in seinem Leben gewesen, „das mit dem Kran- 
kenwagen." Damals war er wegen einer hochfieberhaften Grippe in ein 
Krankenhaus eingewiesen worden. Und das Allerschlimmste sei die totale 
Isolation gewesen, die panische Angst, allein gelassen von alien, mit Blau- 
licht 20 km quer durch Hamburg, mit Kopfschmerzen und Grippe, voller 
Angst, was man in dem Krankenhaus, in das er offenbar gefahren wurde, 
mit ihm machen wiirden. Das war vor einem Jahr gewesen. Ein oder zwei 
Tage spater, als sich die Welt schon wieder geordnet hatte, bekam er im 
Krankenhaus seinen ersten epileptischen Anfall. Solche Situationen der 
Angstpanik, des Alleingelassenseins, der Verlassenheit und Isolation hatten 
sich in etwas weniger dramatischer Weise noch zweimal wiederholt. Immer 
hatte er danach, wenn schon alles wieder behoben war, einen Krampfanfall 
bekommen. 

Ich beruhigte den Jungen und erklarte ihm, der Abschiedsschmerz von der 
franzosischen Familie, in der er sich sehr wohl gefuhlt hatte, insbesondere 
von seiner gleichaltrigen franzosischen Freundin, die er in dieser Familie 
kennen und auf seine vierzehnjahrige spontane Art lieben gelernt hatte und 
die ich ja heulend auf dem Bahnsteig hatte stehen sehen, habe bei ihm kurz- 
fristig und sehr heftig wieder dieses Gefuhl des Verlassenseins und der Iso- 
lation hervorgerufen. Genau wie damals, als er allein im Krankenwagen mit 
heulenden Sirenen und Blaulicht fast eine Stunde in panischer Angst und 
menschlicher Isolation quer durch das groBe Hamburg gefahren wurde. Er 
sagte: „Ja, genau so ein Gefuhl wie damals war es wieder." In dem Zug 



122 



aber hatte ihn schnell seine Klasse wieder in ihre Mitte genommen, seine 
Hamburger Welt hatte ihn wieder, der Konflikt war rasch gelost. 

Die franzosischen Zugfuhrer kamen nun und fragten mich, ob der Junge 
nun abtransportiert werden musse. Ich sagte: „Nein, es ist alles in Ord- 
nung." Zu dem Jungen sagte ich, er solle jetzt in den Speisewagen gehen 
und Kaffee oder Tee trinken. Er sagte, er habe aber kein Geld mehr. Ich 
driickte ihm funf Mark in die Hand, zwei Klassenkameradinnen hakten ihn 
unter und unter Triumphgeheul zog die ganze junge Bande ab ins Zugre- 
staurant. Sinn der Anordnung war, den ubermaBigen Vagotonus abzubrem- 
sen, wodurch eine Wiederholung des Krampfanfalls sehr unwahrscheinlich 
wurde. Das Allerschlimmste, was dem Jungen hatte passieren konnen, ware 
gewesen, daB er - unter den Augen seiner Klassenkameraden - wieder mit 
Blaulicht und Sirenengeheul im Krankenwagen, diesmal auch wieder allein 
aber in Frankreich, wieder eine Stunde bis zur nachsten neurologischen 
Klinik gefahren worden ware, quasi eine exakte Wiederauflage seines so 
schlimmen Schockerlebnisses vor einem Jahr in Hamburg. Dann ware er 
moglicherweise fur sein Leben lag Epileptiker geworden, bzw. dadurch 
geblieben. 

Ich erklarte der Lehrerin die Zusammenhange und bat sie, sich des Jungen 
anzunehmen. Mit der Zeit, wenn er alter werde, werde er sicherlich weniger 
Verlassenheits-Angst haben. Das sei das ganze Geheimnis der „jugendlichen 
Epilepsie". AuBerdem gab ich ihr mein Buch zu lesen und meinte, wenn sie 
das Kapitel uber Epilepsie gelesen und verstanden habe, wurden ihr die 
Zusammenhange auch einleuchtend sein. Dann wiirde sie das Geschehen 
verstehen konnen, das sich soeben hier im Zug abgespielt habe und das nur 
durch einen giinstigen Zufall haarscharf an einer Katastrophe fur den Jun- 
gen vorbeigegangen sei. 

Sie sagte: „Wo gibt es heute noch Arzte, die sich fur die Seele und die 
Angste eines Menschen interessieren und damit umzugehen wissen?" Ich 
sagte: „Und wer schickt uns die miesesten Streberlinge, die charakterlich 
negative Auslese der Jugend, auf die Universitaten zum Medizinstudium, 
mit einer „1" im Abi-Zeugnis wegen gelungener A...kriecherei bei alien 
Lehrern?" Sie wurde nachdenklich: „Vielleicht haben Sie recht." 



123 



8.2.2 Fallbeispiel: 
Kadett 



Der Ordonnanz-Offizier und der 



Der Patient, von dem das nachfolgende Bild ist, hatte eine sog. Epilepsie, 
d.h. er bekam epileptische Krampfanfalle. Das Erstaunliche war, daB er 
diese Anfalle nahezu regelmaBig alle 4 Wochen bekam, und zwar seit 
Herbst 79. Niemand konnte sich einen Vers darauf machen. Sonst war er 
gesund, ein maskuliner Typ, klein und drahtig, fruher Offizier. 

Der Patient hatte einen Revier- und 
einen Revierarger-Konfiikt mit Epilep- 
sie, d.h. der Patient hatte einen Revier- 
Konflikt, der die motorische Hirnrinde 
einschloB. Er bekam jeden Monat ein 
Rezidiv, jeden Monat eine Losung und 
nach dieser Conflictolyse jeweils sei- 
| nen epileptischen Anfall. 

1979 hatte der Patient einen neuen 
I Chef bekommen. Der Patient war alter 
| als der neue Chef, auBerdem war er im 
iKrieg Offizier gewesen, der Chef aber 
nur Kadett. Als der neue Chef kam, 
und beide durch die Tur gehen wollten, 
sagte der Patient: „Bitte, die Jugend hat den Vortritt!" Das war ein Affront, 
der neue Chef verstand, von da ab war Krieg zwischen dem ehemaligen 
Offizier und jetzigen Untergebenen und dem ehemaligen Kadetten und jetzi- 
gen Chef. Jeden Monat bekam der Patient vom Chef eine neue Arbeit zuge- 
teilt, die er schriftlich auszuarbeiten hatte. Dann knisterte die Luft nur so 
vor Spannung. Immer glaubte der Patient - und wie sich spater herausstellte 
nicht zu Unrecht -, daB der Chef nur die Gelegenheit suche, ihn einmal her- 
einzulegen. Das war jedesmal das Rezidiv-DHS. Von da ab war der Patient 
dann im StreB, in Sympathicotonie, besonders gegen Ende der Zeit, bevor er 
seine schriftliche Arbeit vortragen und mundlich begriinden muBte. Den 
mundlichen Vortrag machte er stets brillant. Da war er wieder ganz der 
Ordonnanz-Offizier, der Chef wieder der Kadett, wenn der Patient seinen 
Vortrag zelebrierte und die Einwande des Chefs, des Kadetten, locker ad 
absurdum fuhrte. 

In der Nacht darauf bekam er regelmaBig einen kleinen Herzinfarkt, eine 
Magen-Ulcus-Epilepsie und seinen epileptischen Anfall. Und seltsamerwei- 
se bekam er ihn im Urlaub nie! 




124 



Ich verriet ihm den Namen „Rumpelstilzchen", d.h. die Zusammenhange 
zwischen seinen immer wiederkehrenden Revierkonflikt-Rezidiven und sei- 
ner regelmaBigen vierwochigen Epilepsie. Zufalligerweise wurde er kurz 
darauf pensioniert. Er ging zu seinem Chef und verabschiedete sich. Da 
sagte der Chef: „Airf Wiedersehen, Herr Ordonnanz-Offizier! " Der Patient 
antwortete: „Auf Wiedersehen, Herr Kadett!" Er bekam darauf noch einen 
ganz groBen, gleichsam abschlieBenden epileptischen Anfall, dann nie mehr 
einen, denn von da ab blieb der Chef fur immer der Kadett! 

Der Pfeil zeigt auf den kleinen, mit Oedem gefullten Hamerschen Herd 
cortical rechts im „Reviergebiet" insular. So sieht eine typische, man konnte 
sagen: „Revierkonflikt-Epilepsie" aus. Jeden Monat nach der Conflictolyse 
findet man diesen oedematisierten HH so vor, dagegen ist wahrend der kon- 
flikt-aktiven Phase das Oedem verschwunden. So verlaufen im Grunde alle 
Epilepsien. In Wirklichkeit hat der Patient jedesmal ein Revierkonflikt- 
Rezidiv und ein motorisches Konfliktrezidiv, dessen HH hier auf dieser 
Schicht nicht erfaBt ist. 



8.2.3 Fallbeispiel: Epilepsie seit dem 8. Lebensjahr 

Diese inzwischen 26 Jahre alte Frau hat seit dem 8. Lebensjahr epileptische 
Anfalle nach einem schrecklichen Angsterlebnis. Seither hat sie bei ahnli- 
chen Erlebnissen immer panische Angst, traumt auch wohl davon. Wenn 
alles wieder in Ordnung ist, bekommt sie ihren epileptischen Anfall. 

Der Vater starb vor einem Jahr an Leukamie. Damals wollte die junge 
Frau Selbstmord begehen. Da auch das friihere Angsterlebnis mit dem Va- 
ter zu tun hatte und der Vater immer ihr groBes Vorbild war, sind die Ang- 
sterlebnisse und Traume jetzt noch schlimmer als zuvor. 

Auf dem Hirn-CT sehen wir einen corticalen 
Hamerschen Herd links frontal. Er hat deutlich 
Oedem, scheint im ubrigen aber schon recht 
vernarbt zu sein. Man kann davon ausgehen, daB 
es seit dem 8. Lebensjahr, als sie zum ersten Mai 
einen epileptischen Anfall bekam, immer der 
gleiche Hamersche Herd gewesen ist. 

Den linken HH kann man nicht ubersehen 
durch das ihn umgebende Oedem. Den nehmen 
mir die Leser auch ab. In den ersten Ausgaben 
meiner Bucher, bei denen ich auch schon gese- 
hen hatte, „daB da noch was war", traute ich 
mich oftmals nicht, solche kreisformigen Gebil- 




125 



de zu beschreiben, da die meisten Arzte sowieso, aber auch wohlmeinende Leser 
dann wohl oft sagten: „Hatten Sie es dock bei dem einen Herd belassen, der ist 
dock Mar. Aber so haben Sie wieder alles durcheinander gebracht" 

Nun, heute sehe ich solche Bilder ah besonders interessant an. In Wirklichkeit 
haben wir ndmlich noch einen zweiten HH auf der rechten Hirnseite, entspre- 
chend der linken Korperseite oder auch Mutter/Kind-Seite, gelegentlich auch 
KindAfater-Seite. Wenn Ihr genau hinschaut, dann seht Ihr zwar die durch die 
Pfeile markierte runde SchieBscheiben-Konfiguration, aber innen konnt Ihr eine 
weitere Rundformation ohne Oedem erkennen. Es ist dies ein geradezu atembe- 
raubendes Phanomen: Eine groBe SchieBscheiben-Konfiguration (Zentrum durch 
kleine Pfeile markiert), wie wir sie hier in konflikt-aktiver Phase sehen, kann 
quasi „elektromagnetisch „homogen" sein, dann sind die Kreise ziemlich 
gleichmaBig rund. Sie kann aber auch inhomogen sein und aus einer Reihe von 
Rundformationen mit oder ohne Oedem bestehen. In diesem Fall sind alle HHe 
innerhalb der groBen kreisformigen SchieBscheiben-Konfiguration alle in Kon- 
fliktaktivitat. Jeder einzelne davon kann aber auch - je nach spezieller und spe- 
zifischer Konfliktlage oder -verlauf, - auch gesondert fur sich in Losung gehen. 

Hier in diesem Fall haben wir einen (nach links heriiberreichenden Angst-Ekel- 
Konflikt (Unterzuckerung), motorische Konflikte beider Beine, Konflikt des 
„Sich-Strdubens", Selbstwerteinbruch-Konflikt im KindAfater-Verhaltnis, sowie 
sensorischer Konflikt KindAfater. Je besser unsere Apparate werden, desto bes- 
ser konnen wir Einzelheiten erkennen und differenzieren. 

Wie gesagt, auf der rechten Gehirnseite sind alle HHe in Konfliktaktivitat, 
nach meiner Meinung schon seit 18 Jahren. Das Mddchen kam damals quasi mit 
einem einzigen Konflikt, der allerdings mehrere Aspekte hatte, in die schizo- 
phrene Konstellation. Zu vermuten ist, daB die Patientin nicht lange in dieser 
schizophrenen Konstellation gewesen ist, aber immer wieder hineinkam durch 
Konfliktrezidive. 

Das ist folgendermaBen zu verstehen: Solange links auch Konfliktaktivitat ist, 
besteht ganz klar schizophrene Konstellation. Lost sich der Konflikt links wieder, 
well ein Aspekt, ndmlich die Schreckangst, nicht langer andauert, dann ist die 
schizophrene Konstellation aufgehoben. Sie kommt aber noch einmal zuriick, und 
zwar fur die Dauer der epileptischen Krise, sprich des epileptischen Anfalls. Das 
war der Grund, warum wir fruher die sog. Epilepsie unter die „Geistes- und 
Gemiitskrankheiten" gerechnet haben. Ein Teil der Patienten hat nicht nur ge- 
krampft, sondern war um den Anfall herum „verriickt". Eben solche, wie hier 
beschrieben. 

Die schizophrene Konstellation mit einem einzigen Konfliktgeschehen mit meh- 
reren Aspekten kommt durch folgende Besonderheit zustande: 

Linkes Gehirn: Fur den Schreckangst-Konflikt und den Angst-Ekel-Konflikt ist 
die linke Hirnseite zustandig, denn auch eine junge Rechtshanderin ist gewohn- 
lich schon eine „kleine Frau". 

Rechtes Gehirn: Wenn der Konflikt um die Mutter, oder in manchen Fallen 
auch um den Vater, geht, reagiert das Kind, von der Embryonalzeit bis zum Tod, 



126 



auf der linken Korperseite, wie ja der rechtshdndige Vater bei seinem Kind auch 
entsprechend auf der linken Korperseite reagieren wiirde. 

Analoges wiirde z.B. passieren und passiert auch, wenn einem Mann die heiB- 
geliebte Partnerin „aus dem Revier und aus dem rechten Partnerarm" lauft. 
Revierkonflikt-HH rechts, motorischer und sensorischer Konflikt fur rechte 
„Partnerseite" des Korpers im Gehirn: Links. Dann ist der rechtshdndige Mann 
augenblicklich in schizophrener Konstellation, d.h. „er dreht durch". Er muB 
aber nicht immer in dieser doppelten Art empfinden. 



8.2.4 Fallbeispiel: Liebesabenteuer auf Turkisch: Die 
Geliebte 

Diesen und den nachsten Fall konnte man uberschreiben mit „Liebesaben- 
teuer auf turkisch". Dieser Scanner mit dem typischen Angst-im-Nacken- 
Konflikt-Herd gehort einer linkshandigen turkischen Ehefrau, die ein intimes 
Verhaltnis mit dem Vetter ihres Mannes hatte. Was ihr passieren wiirde, 
wenn das herauskommen wiirde, war ihr klar. Und deshalb ging sie immer 
zitternd vor Angst, sich standig umdrehend, ob auch niemand ihr gefolgt sei, 
zu den Stelldicheins. Entweder kurz nach dem Stelldichein oder spatestens 
am nachsten Tag bekam sie einen epileptischen Anfall. 

Nur eine Person wuBte von dem Verhaltnis und muBte wohl gelegentlich 
sogar den „Postillon d' amour" spielen, das war die 16jahrige Tochter des 
Liebhabers. Von ihr stammt das nachste Bild, auch sie hatte eine Epilepsie. 

Der rechte Pfeil bezeichnet den HH 
des Angst-im-Nacken-Konfliktes fiir 
linken Glaskorper (Angst vor Ehe- 
mann), der linke Pfeil bezeichnet den 
weiblichen Reviermarkierungskon- 

flikt-HH der dem rechten Nierenbek- 
ken zugehort und ein Nierenbecken- 
Ulcus macht. Rechts markiert der 
Identitats-Konflikt (wegen Linkshan- 
digkeit rechts), dadurch schizophrene 
Konstellation. 




127 



Weiter unten das Bild der Tochter des Vetters ihres Marines. Sie wuBte iiber 
das Verhaltnis und hatte eine panische Angst (im Nacken), daB ihr Vater 
eines Nachts bei den Schaferstundchen ermordet werden wurde durch den 
wutenden Ehemann der Tiirkin. 

Jedesmal, wenn der Vater weg war, lag das Madchen zitternd am ganzen 
Korper und lauschend im Bert und war erst wieder erlost, wenn der Vater 
heimkehrte. Stets bekam sie in der gleichen Nacht eine epileptische Krise 
oder hatte am nachsten Tag Absencen. 

Der Pfeil zeigt auf den Angst-im- 
\Nacken-Konflikt-HH rechts. Sowohl 
\die Tiirkin als auch die Tochter ihres 
\Liebhabers hatten Sehprobleme mit 
Idem linken Auge (Glaskorper). 

Die motorischen Herde im Gyrus 
praecentralis, die bei beiden die 
Epilepsie auslosten, sind auf diesen 
Schnitten nicht zu sehen. Sie wdren 
auf weit hoheren Schnitten gelegen. 
Beide Frauen haben aber an der 
gleichen Stelle ihren HH fur den 
\Angst-im-Nacken-Konflikt. Die junge 
iTurkin (Rechtshdnderin) empfand fur 
\ihren Vater (= Eltern, nicht Part- 
ner!) Angst-im-Nacken vor dem 
Ehemann der Geliebten. 

8.2.5 Fallbeispiel: Katastrophe pur 

Die folgenden Bilder stammen von einem Gastarbeiter, der verheiratet ist 
und seit 18 Jahren in Deutschland lebt. Vor 15 Jahren verliebte er sich in ein 
lojahriges Madchen aus seiner Heimatstadt, das damals auch in Deutsch- 
land lebte, in der gleichen Stadt wie er. Sie wurde schwanger. Eines Tages 
kam die Nachbarin zu dem Patienten und berichtete, das lojahrige Madchen 
sei bei der Geburt in Italien gestorben. Der Patient erlitt ein DHS, fiel buch- 
stablich um und zitterte am ganzen Leibe. Spater erzahlte es ihm auch seine 
Frau. Es war fur ihn wie Stiche mit gliihenden Nadeln. 

1 5 Jahre spater schrieb ihm eine Frau aus seinem Heimatort, sie mochte 
ihn gerne sprechen. Da erlitt er ein erneutes DHS-Rezidiv, denn er dachte 
naturlich nichts anderes, als daB sie mit ihm die damalige Sache besprechen 
wolle und daB sie damals von dem Madchen ins Vertrauen gezogen worden 
sei. Wieder zitterte er am ganzen Leib, als er den Brief gelesen hatte. 




128 



Er traf dann diese Frau auch und es stellte sich heraus, daB ihr Besuch gar 
nichts mit der damaligen Affare zu tun hatte. Einen Tag spater bekam er 
seinen ersten epileptischen Anfall, den er seither noch ofter bekommen hat, 
denn er traumt noch des ofteren, man wolle ihn kontaktieren wegen der da- 
maligen Sache. 





Und so sieht so etwas dann im Gehirn aus. Der Patient hat einen frischen Angst- 
HH links parieto-occipital 108 , der ein ausgedehntes perifocales Oedem macht 
und, wie auf dem rechten Bild zu sehen, in den Top (Top = hochster Punkt des 
Gehirns) der Hirnrinde reicht. Dieser HH ist gam offensichtlich der Grund fiir 
eine sensorische epileptoide Absence. Aber dieser optisch zusammenhdngende 
groBe Oedemherd von links hinten nach links oben besteht in Wahrheit funktio- 
nell aus unabhdngigen Hamerschen Herden, die, well sie zufallig neben- oder 
untereinander gelegen sind, wie ein einziger zusammenhdngender Herd ausse- 
hen. Daneben gibt es ndmlich in diesem hochst bemerkenswerten Hirn-CT 
gleichzeitig noch einen halb gelosten Angst-vor-dem-Rduber und Angst-im- 
Nacken-Konflikte (rechte Sehrinde, Pfeile rechts unten), sowie noch aktive, also 
noch nicht geloste, HHe mit scharfen SchieBscheibenringen (Pfeil Bildmitte 
rechts, betreffend Kind, Alimenten-Angst?) und einen mit ebenfalls noch sichtba- 
ren scharfrandigen SchieBscheibenringen (paramedian links, Pfeil von links 
oben). 

Am Fall dieses rechtshandigen jungen Marines kann man eine richtige Le- 
bens-Konfliktgeschichte nachvollziehen. AuBer den beiden Angst-im- 
Nacken-Konflikten (rechts und links occipital), die halb gelost sind, sind da 
noch die links-cerebralen Herde fiir die rechte Korperhalfte, also die Partne- 



1I)S 



parietal = seitlich, wandstandig, zum Scheitelbein gehorig 



129 



rin oder Freundin betreffend. Es mag uns verwundern: Der Tod der 
schwangeren Freundin war ein groBer Teil des ersten DHS - war aber auch, 
biologisch gesehen, die Losung des Konfliktes. Beim Rezidiv ist alles 
nochmals hochgekommen. Dieser Konflikt oder Teilkonflikt des Ganzen mit 
motorisch-sensorischem Konflikt, sexuellem Selbstwerteinbruch-Konflikt, 
das rechte Becken betreffend, einem Thalamus-Konflikt, das Zentrum der 
Personlichkeit betreffend, ist, bis auf den motorisch-sensorischen Konflikt, 
im Prinzip gelost. 

Nicht gelost ist der HH rechts cerebral, das Kind betreffend, das ja am 
Leben geblieben war. Von diesem Kind fuhlte er sich einerseits getrennt, 
andererseits wollte er auch von ihm getrennt bleiben. Es ware eine Kata- 
strophe gewesen, wenn das Kind aufgetaucht ware und Forderungen an ihn 
gestellt hatte, d.h. ihn ruiniert hatte. Diese Angst bleibt standig ganz oder 
weitgehend aktiv! 

Rekonstruieren wir das alles, so miissen wir auch noch feststellen, daB der 
Patient sowohl damals vor 15 Jahren, als auch jetzt voriibergehend wieder 
in „schizophrener Konstellation" gewesen ist. Wahrscheinlich ist er es heute 
noch immer wieder, denn der links-cerebrale motorisch-sensorische Konflikt 
ist ja nur halb gelost, hat aber gleichzeitig auBen noch scharfe SchieBschei- 
ben, in der Mitte etwas Oedem. Man kann fast sagen: Der ganze Mann war 
damals und auch jetzt nochmals eine einzige riesengroBe panische Angst! 

Fragen wir uns jetzt, woher der Patient seine epileptischen (motorischen) 
Anfalle bekommt, dann konnen wir klar sagen, daB der einzige motorische 
Bereich, der rezidivierend immer wieder in Losung geht, wenn er daran 
erinnert wird und der Oedem hat als Zeichen, daB er auch immer vorher 
wieder Aktivitat gehabt hat, der links-cerebrale ist (seine Geliebte betref- 
fend). Der Herd auf der rechten Hirnseite ist ja kontinuierlich aktiv, verur- 
sacht eine kontinuierliche Teillahmung des linken Arms und des linken 
Beins, denn es kommt ja sein Kind betreffend nicht zu einer Losung, jeden- 
falls bisher nicht. 

Eine Therapie oder Autotherapie, die wir dem Patienten anraten konnten, 
ist gar nicht so leicht zu bestimmen. Die Symptome der epileptischen An- 
falle, die wir normalerweise immer gerne „symptomatisch therapieren" 
mochten, sprich zum Verschwinden bringen mochten, verschwinden auf 
zweierlei Arten, vom Prinzip her gesehen: Entweder wenn er definitiv nicht 
mehr an seine Freundin denkt oder wenn er immer an sie denkt, ohne noch- 
mals eine Losung des Konfliktes zu erreichen. Im letzteren Fall ware er 
dann dafur in dauernder schizophrener Konstellation. 

Wurde er, theoretisch, seinen Konflikt hinsichtlich seines Kindes losen, 
dann wurde er eine weitere Epilepsie bekommen ... 



130 



Ihr seht, was vom Prinzip her so einfach ist, ist in der Praxis oftmals sehr 
schwierig - vor allem, wenn man nicht vorher abschatzen kann, was dann 
alles noch zusatzlich passieren konnte, je nachdem, wie sich der Patient 
verhalt und wie er denkt, fiihlt, traumt, hofft, wunscht, furchtet etc. ... 



8.2.6 Fallbeispiel: Kampf auf Tod und Leben 

Im folgenden sehen wir die Bilder eines 16 Jahre alten rechtshandigen Mad- 
chens, das in einem Ferienlager mit anderen jungen Madchen war. 

Eines Abends hatte sie einen Kampf mit einem algerischen Madchen, von 
der sie annahm, daB die ein Messer bei sich habe. Sie waren allein am 
Strand und es war ein Kampf auf Leben und Tod. Der Kampf wurde been- 
det durch beiderseitige vollige Erschopfung. Aber wahrend der nachsten vier 
Wochen des Ferienlagers hatte sie standig Angst, daB ihr das heiBbliitige 
Madchen auflauern wurde und sie diesmal nicht mit dem Leben davonkame. 

Am nachsten Morgen nach dem Kampf bekam sie ihren ersten epilepti- 
schen Anfall mit ZungenbiB und tonisch-klonischen Krampfen. Sie hat in 
dem Ferienlager noch einige epileptische Anfalle bekommen. Immer hatte 
sie vorher von „Krieg M getraumt. 

Auch als das Ferienlager zu Ende war, blieben die Traume und die epilep- 
tischen Anfalle. Immer traumte sie von „Krieg". Immer hatte sie im Traum 
panische Angst. Das Ganze dauerte 2 Jahre, bis dahin konnte sie auf dem 
rechten Auge immer schlechter sehen. Dann fand sie zu meinen Freunden 
nach Chambery. Die wuBten naturlich sofort, was los war und sprachen mit 
ihr. Und zum ersten Mai getraute sie sich, iiber den furchtbaren nachtlichen 
Kampf zu sprechen, ihre Angste im Traum, ihre Todesangst, ihre Angst im 
Nacken, die sie jedesmal im Traum wieder spurte, wenn sie glaubte, das 
Madchen lauere ihr auf. Sie konnte - es war inzwischen 2 Jahre her - auch 
von dem Ereignis sprechen, daB sie sich seither verandert fuhlte, ohne daB 
sie ausdriicken konnte, wie, einfach „nicht mehr normal". 

Es kam zur volligen Losung der Angst-Konflikte. Auch der motorische 
beiderseitige Parazentralkonflikt, der auf unseren Bildern noch nicht voll in 
Losung ist, sondern gerade eben nur ein wenig Oedem zeigt, ist inzwischen 
in Losung gegangen. Das Madchen, das in „schizophrener Konstellation" 
gewesen war (siehe auch Kap. iiber Psychosen), ist inzwischen wieder vollig 
normalisiert, die Albtraume sind verschwunden, die epileptischen Anfalle 
sind ausgeblieben. Das Madchen ist wieder gesund. Das Besondere war 
gewesen, daB das Madchen nie mit jemand anderem iiber ihre Angste hatte 
sprechen konnen, weil sie sich genierte. Trotzdem hatte sie nichts sehnlicher 



131 



gewiinscht, als daB sie mit einem Menschen dariiber hatte reden konnen. 
Deshalb sprudelte es nur so aus ihr heraus, als sie nun Menschen fand, die 
gezielt dariiber mit ihre sprechen wollten. Sie war so dankbar, glucklich und 
erleichtert! 

Auf dem ersten Bild sehen wir in der obersten Schicht des Hirn-CTs, also in der 
Hirnrinde unter dem Schddeldach zwei Hamersche Herde, von denen der rechte 
zu einem Thalamuskern-Angstkonflikt gehort und praktisch von der Cortex bis 
zum rechten Thalamus durchgeht. Der linke paramediane HH scheint cortical 
geblieben zu sein. Beide Herde scheinen gerade ein biBchen Oedem bekommen 
zu haben. 

\Sehr interessant: Wenn man zwei solche 
YHerde auf verschiedenen Hirnseiten 
\sieht, dann ist der eine den Partner be- 
\treffend, der andere bekanntlich die 
\Mutter oder ein Kind. Nun, der links- 
Icerebrale Herd, betreffend die Ober- 
Ischenkel/ Huftmuskulatur rechts, betrifft 
\den oder die Partner, in diesem Fall, wo 
I es ja um eine gefdhrliche Rivalitdt um 
\den Jungen ging, den beide begehrten, 
\ging es moglicherweise um das Festhal- 
\ten des Partners in der Umarmung des 
(rechten) Oberschenkels oder die Eifer- 
sucht, daB sich der gemeinsame Freund und die Rivalin mit ihren Oberschenkeln 
in der sexuellen Liebesumarmung festgehalten hatten. Aber, was ist nun mit 
Mutter oder Kind? Mit der Mutter des Madchens hatte es nichts zu tun, dies 
scheidet also aus. Aber mit einem gewiinschten Kind hatte das bei der damals 
16jahrigen schon wirklich zu tun! Es ging ihr damals wirklich darum, den 
Freund festzuhalten, gleichzeitig aber auch ein Kind von ihm zu bekommen, wie 
sie verriet. Das sei ja eigentlich der wahre Grund der Eifersucht gewesen. Und 
bei einem 16jdhrigen, siidfranzosischen Mddchen, das uber beide Ohren in den 
jungen Mann verliebt war, kann man sich das auch vorstellen. Der Kinder- 
wunsch muB in diesem Moment sogar so gravierend gewesen sein, daB der Kon- 
flikt bis in den Thalamus-Bereich durchgeschlagen ist, also quasi bis in den Kern 
der Personlichkeit! 

Auch hier konnen wir die „ganze Geschichte" wieder anhand unserer CTs 
psychisch bis ins Detail rekonstruieren: 

Links-cerebral sehen wir einen groBen HH im sexuellen Bereich, biologisch 
gesprochen entsprechend einem Konflikt des „Nicht-begattet-Werdens". Dieser 
Konflikt ist in beginnender Losung, was wir daran sehen, daB das linke Vorder- 
horn etwas imprimiert ist. Links ist ein sog. „raumfordernder ProzeB". Rechts 




132 



fronto 109 -basal 110 finden wir einen ebenfalls in Losung befindlichen „Riechangst- 
Konflikt", die linken Nebenhohlen betreffend. Wenn wir uns den Kampf noch- 
mals vergegenwdrtigen, dann kdmpften die Mddchen ja mit den Gesichtern eng 
beieinander, jedes das andere fest umschlungen ... 

Rechts und links occipital schlieBlich haben wir die beiden Angst-im-Nacken- 
Konflikte: Der rechts-cerebral betrifft die beiden linken Retinahalften, die die 
Partnerin (nach rechts) anblicken. Damit ist also eindeutig eine Angst vor einer 
Sache gemeint, die mit der Partnerin zu tun hat. 




Links ist die Sache etwas komplizierter: Dort haben wir (2 Pfeile) einen latera- 
len 111 Pfeil, der auf einen HH weist, der wiederum fur die beiden Netzhauthdlften 
zustdndig ist, die nach links das Kind anschauen wiirden. Hier ist die Zustdndig- 
keit gleichsam doppelt gekreuzt. Der Pfeil welter zur Mitte aber betrifft das Re- 
lais des rechten Glaskorpers. Dieser HH ist zwar in Losung, aber nicht in so 
frischer Losung, wie beispielsweise der sexuelle Konflikt oder der Riechangst- 
Konflikt fronto-basal. 

Dieser Angst-im-Nacken-Konflikt hat also eine andere Bedeutung: Dieser HH 
bedeutet einen Angst im Nacken vor einer (Partner)-Person, die einen von hinten 
bedroht. Die Patientin hatte ja angenommen, daB das algerische Mddchen ein 
Messer bei sich habe und war quasi gewartig, daB diese, wenn sie eine Hand 
freibekomme, ihr das Messer von hinten in den Rucken stoBen wiirde. Dieser 
Konflikt ist naturlich real schon friiher gelost worden, hat aber immer wieder 
Rezidive gemacht durch die Angst-Traume. Daher die Vernarbung. 



109 
110 



111 



frontal = stirnwarts, stirnseitig 
basal = an der Basis liegend 
lateral = seitlich, seitwarts 



133 



AUe Hamerschen Herde haben jetzt Oedem, nur der Thalamus-Konflikt hat 
noch Aktivitdt. Das „Gluck" dieses Madchens war, daB sie in schizophrener 
Konstellation gewesen war, sonst hatte sie z.B. den sexuellen Konflikt, der ja 2 
Jahre gedauert hatte, moglicherweise nicht uberlebt: Rechtsherz-Infarkt mit 
Lungenembolie! 

Die Bilder wurden wenige Tage nach der groBen erleichternden Aussprache 
angefertigt. Danach bekam das Madchen noch einen groBen Anfall, danach 
keinen mehr. 

Einem 18jahrigen, von Angsten gequalten jungen Madchen seine Unbe- 
kummertheit zuriickgeben zu konnen und von ihm den Makel einer sog. 
„genuinen Epilepsie", also eines vermeintlichen Erbmakels nehmen zu kon- 
nen und das so gezielt wissend, ist eine wunderbare Sache! Das Madchen 
braucht iibrigens auch keine Medikamente mehr. Es kann sich nachtraglich 
kaum noch in den fruheren Zustand hineinversetzen, in dem es, wenn auch 
nur stets fur kurze Zeit zwischen Traum und epileptischem Anfall, in „schi- 
zophrener Konstellation" war und zwar z.T. in einer motorisch- 
schizophrenen Konstellation! 

Ignoranten der menschlichen Seele, insbesondere der Seele eines 
lojahrigen Madchens, mogen zweifeln: „Ja, das ist doch kaum zu glauben, 
daB man von einem einzigen Streit („Krieg") so furchtbar zerstort werden 
kann." Ich wiirde darauf sagen: Man kann sogar von einem einzigen Wort 
zerstort werden! Und ganz besonders ein lojahriges Madchen. Aber da von 
abgesehen, dies war nicht nur ein Streit, dies war ein „Krieg" auf Leben und 
Tod gewesen! 



8.2.7 Fallbeispiel: Der Tod des verehrten Chefdiri- 
genten 

• Schulmedizinische Diagnose: Epilepsie, Asthma 

• Diagnosen Neue Medizin: Zustand nach Asthma bronchiale mit schizo- 
phrener Konstellation, Zustand nach motorischem Konflikt des Nicht- 
festhalten-Konnens, Lungenrundherd-HH, Tuben-HH, Perikard-HH 

Ein I5jahriges, linkshandiges Madchen spielt Trompete in einem Orchester, 
das ein alter, begeisterter Musik-Idealist, selbst Trompetenblaser, praktisch 
aus dem Nichts aufgebaut hatte. AUe, besonders die Jungen und Madchen, 
hingen mit schwarmerischer Verehrung an diesem so ungewohnlichen, weil 
uneigenniitzigen Menschen, auch unser I5jahriges Madchen K. Bei dem 
ersten und zugleich wichtigsten Konzert, bei dem man den Durchbruch er- 
hoffte, spielte sich folgendes ab (7.2.75): 



134 



Der Orchesterleiter, Dirigent und meisterlicher Trompetensolist in einem, 
hatte schon vor Jahren groBen Arger gehabt mit einem alteren Mann, der 
sich an ein minderjahriges Madchen seines Orchesters herangemacht hatte. 
Jetzt hatte er Angst, daB er sich wieder an die jungen Madchen des neuen 
Orchesters heranmachen wollte, und es war kurz vor der Auffuhrung zu 
einer gewaltigen und hitzigen Auseinandersetzung (Revierkonflikt-Rezidiv) 
gekommen. Der Orchesterleiter hatte diesen „Revier-Erzfeind" abgewehrt. 

Wahrend des Konzerts spielte „Willi", wie der Orchesterleiter von seinen 
jungen Fans zartlich genannt wurde, ein Trompetensolo, wahrhaft meister- 
lich! Es war der Hohepunkt des Abends. 

Als es zu Ende war und die Spannung von ihm abfiel, sackte er plotzlich 
zusammen und stiirzte nur einen Meter vor den FiiBen des Madchens K. tot 
zu Boden. Das Madchen K. und ihre Kameraden waren erstarrt und ent- 
setzt. Nach zwei Stunden kam die Nachricht, daB auch die Reanimations- 
versuche im Krankenhaus keinen Erfolg gehabt hatten. 

Das Madchen K. war untrostlich. Es erbat sich und bekam die Trompete 
des Meisters. Sie ging jeden Tag an sein Grab, was keiner der Orchesterka- 
meraden tat. Sie sagt, sie habe ganz besonders an ihm gehangen und danach 
immer an den Tod denken miissen. Der motorische Konflikt hatte darin 
bestanden, daB sie ihn hatte mit dem (linken Partner-) Arm auffangen wol- 
len, dies aber nicht gekonnt hatte. 

Nach einem halben Jahr war K. iiber das Allerschlimmste hinweg. Un- 
mittelbar nach dem Tod des Meisters bekam sie, wenn sie groBe Angst hat- 
te, Asthma- Anfalle. (Die Bronchialasthma-Anfalle erfolgten stets in schizo- 
phrener Konstellation mit der Voraussetzung eines weiteren aktiven Kon- 
fliktes mit HH auf der linken GroBhirn-Hemisphare, in diesem Fall des HHs 
im linken motorischen Rindenzentrum). 

Ein Jahr spater erlebt sie zufallig die Einsargung der verstorbenen Unter- 
mieterin. Eine Woche spater erleidet sie den ersten epileptischen Anfall. Der 
motorische Konflikt und der Todesangst-Konflikt im Stammhirn war zu- 
riickgekehrt. Zwei Jahre spater, 1978, findet K. ihre Oma vor dem geoffne- 
ten Kiihlschrank in deren Kiiche liegend, den Kopf im Kiihlschrank, „wie 
tot". Wieder erschrickt sie sich „zu Tode". Sie sagt, sie habe dabei ganz 
intensiv an Willi denken miissen und an seinen Tod. Die Oma bleibt zu- 
nachst am Leben, der Konflikt wird gelost. Wenige Wochen spater, im De- 
zember 1978, erleidet die Patientin vier epileptische Grandmal- Anfalle. Im 
Januar 1979 wird im Rahmen einer Durchuntersuchung der Uni-Klinik B. 
auf einem CT ein Hamerscher Herd mit einem ausgedehnten perifocalen 
Oedem entdeckt und naturlich fehlgedeutet. 



135 



Die Klinik in B. schreibt an den Hausarzt am 5.1.79: „Aiif der 6,5-cm- 
Schicht kommt rechts occipito-parietal ganz eben angedeutet nach Kon- 
trastmittelgabe eine rindennahe rundliche hyperdense Region zur Dar- 
stellung. Doch fallt auf mehreren Schichten eine deutliche Parenchym- 
Inhomogenitat auf, wie wir sie haufig bei angiospastisch 113 bedingten cere- 
bralen Durchblutungsstorungen beobachten." So hat man friiher einen Ha- 
merschen Herd umschrieben, hyperdense Zone mit dem perifocalen Oedem, 
das dann „Parenchym-Inhomogenitat" genannt wurde. Man sieht die ganze 
Ratlosigkeit dieses rein beschreibenden Befundes, weil der Untersucher 
damit praktisch nichts anzufangen weiB. Noch weniger hat er eine Erkla- 
rung dafur, wie ein so junges Madchen an ein solches Gebilde kommen 
kann. Das Madchen wurde neurologisch und psychiatrisch in der Uni-Klinik 
B. ,,griindlich facharztlich durchuntersucht", nach ihrem zentralen furchtba- 
ren Ereignis aber hat sie niemand gefragt. Das war „fachpsychiatrisch nicht 
relevant", bzw. uninteressant. 

Im Februar 79 stirbt die Oma dann doch. Dieser Konflikt ist nach etwa 
einer Woche gelost, da alle der Meinung sind, es sei so „das Beste" gewe- 
sen. Weitere 14 Tage spater bekommt K. erneute epileptische Grandmal- 
Krampfanfalle, immer nachts, aus dem Schlaf heraus. Dann allmahliche 
Besserung. Aber immer bekommt das Madchen, wenn es groBe Angst hat, 
Asthma! 

uf dem Schnitt durch das Althirn 
(Stammhirn und Kleinhirn) konnen 
wir eine regelrechte Konflikt- und 
Konfliktverlaufs-Anamnese erhe- 
ben: Der Todesangst-Konflikt (Pfeil 
rechts oben) ist im Wesentlichen 
ausgeheilt. Wenn Konfliktrezidive 
\gekommen sind, dann nur kurzzei- 
tig passager. Dann bilden sich ein 
oder ein paar kleine Lungenrund- 
herde, nach der CL schwitzt man 
nachts zwei Ndchte lang und alles ist vorbei. 

Untere Pfeile: Wir sehen auch eine deutliche Vernarbung im Perikard-Relais, 
das also lange oder hdufige Konflikte gehabt haben muB, hier die Assoziation 
einer Attacke gegen das Herz. Die junge Musikerin hatte filr den Herzinfarkt von 
Willi Mitgefuhl gehabt, sich mit ihm identifiziert. Seinen dramatischen Herzin- 
farkt hat sie also aufihren Herzbeutel assoziiert. Wir konnen mit Bestimmtheit 




112 
113 



136 



hyperdens = Bezeichnung eines besonders dichten Bereichs 
Angio- = Wortteil mit der Bedeutung GefaB 



sagen, daB sie in der pel-Phase entweder einen langeren oder hdufige kleinere 
Herzbeutel-Ergusse gehabt haben muB. 

Der linke obere Pfeil weist auf das Tubenrelais, das einen erheblichen aktiven 
HH gehabt haben muB, jetzt vernarbt. Organisch entspricht dieser Nebenbefund 
in der konflikt-aktiven Phase einem Tuben-Karzinom verursacht durch einen 
hdBlichen, halbgenitalen Konflikt (haBlicher, halbgenitaler Streit um Willi mit 
„Revier-Erzfeind" vor dem Konzert). Solch ein Eileiter-Krebs wtirde bei Vor- 
handensein von entsprechenden Mykobakterien in der pel-Phase dann verkdsend 
abgebaut werden mit Fluor vaginalis (AusfluB). Wenn es irgendwelche diagnosti- 
sche Bedeutung hatte, was hier nicht der Fall ist, konnte man ein CT der Eier- 
stocke anfertigen lassen und den Restzustand einer Tuben-Tuberkulose an Kal- 
keinlagerungen erkennen. 

Diese Zusammenhdnge, die wir jetzt mit einem Hirn-CT riickblickend feststel- 
len konnen, haben uns frtiher gar nicht interessiert. Solche Uberlegungen sind 
jedoch nicht nur „brotlose akademische Erorterungen", sondern sie bekommen 
sofort ihre Bedeutung, wenn wieder mal ein Rezidiv kommen sollte, well zufdllig 
etwas passiert ist, was die Patientin sehr stark an den damaligen Konflikt erin- 
nert hat ... 

Im Mai '83 stirbt der Vater, fur K. mit starken Selbstvorwiirfen verbunden, 
wie iibrigens auch in dem Fall, als K. die Oma mit dem Kopf im Kuhl- 
schrank gefunden hatte. Sie hatte sich groBe Vorwiirfe gemacht, daB sie 
nicht schon lange nach der Oma geschaut hatte. Diese hatte sie namlich 
viele Male angerufen und keine Antwort erhalten. 

Vier Tage nach der Beerdigung des Vaters erfolgt wieder ein epileptischer 
generalisierter Krampfanfall. In den nachfolgenden Wochen noch mehrere 
Anfalle. - Immer auch Asthma-Anfalle. 

HH mit perifocalem Oedem links 
im Top der Hirnrinde. Die Auf- 
nahmeschichten sind nicht parallel 
der Schddelbasis, sondern fast 
koronar, dadurch „rutscht" der 
HH im linken motorischen Zen- 
trum (Konflikt des Nicht- 
festhalten-Konnens) nach hinten. 




137 



Im Januar '84 stirbt die andere Oma, mit der sich K. gut verstanden hatte, 
die sie aber aus Angst nicht in der Klinik besuchen wollte. Wieder macht sie 
sich bei deren Tod Vorwurfe deswegen. Wieder bekommt sie 14 Tage spa- 
ter einen generalisierten Krampfanfall, trotz Einnahme von Medikamenten 
seit 1975!, obwohl sie seit Juli '83 keinen epileptischen Anfall mehr erlitten 
hatte. 

Im Vordergrund dieses Falles der jungen Patientin steht eindeutig die dop- 
pelte Konfliktschiene des Konfliktthemas „Tod" und „Trennungen", also 
eine Todesangst-Konfliktschiene gekoppelt mit dem motorischen (und auch 
sensorischen) Konflikt, jemanden nicht festhalten zu konnen. Hier bestand 
naturlich die Gefahr von Rezidiven und in der pel-Phase erneuten epilepti- 
schen Anfallen immer, wenn in der Umgebung der Patientin irgend jemand 
sterben wiirde. Da der Tod nun einmal zum Leben gehort, konnte die Pati- 
entin mit Hilfe von Angehorigen zum Gliick eine „geistige Losung" ihres 
Konfliktes finden: Sie setzte sich in der Folgezeit intensiv mit dem Thema 
„Tod" auseinander, sie las viele Bucher uber das Thema, es folgten unzah- 
lige Gesprache. 

Heute kann sie sich diesem groBen Thema ohne jede Angst stellen, wenn 
sie damit konfrontiert wird und hat folglich schon seit 14 Jahren keine epi- 
leptischen Anfalle mehr. 



8.2.8 Fallbeispiel: Die vier bbsen Geister 

Unten sehen wir das Hirn-CT einer sehr religiosen 50jahrigen Frau, die in 
panischer Angst vor Geistern lebte. Als die Tochter mit 15 Jahren einen 
epileptischen Anfall erlitt, glaubte sie alien Ernstes, es steckten in ihr 4 Gei- 
ster von Verstorbenen. Sie erlitt ein DHS mit panischer Frontalangst, der 
zugehorige HH erscheint uns als groBer, weiBer Fleck rechts frontal. Die 
rechtshandige Patientin war bereits im Klimakterium 114 als sie den Konflikt 
erlitt. Aber so seltsam er klingen mag: von diesem groBen Herd, der in stan- 
diger Rezidiv-Losung ist, hat die 50jahrige Patientin nicht ihre Epilepsie. 
Die hat sie von dem kleinen Herd direkt daneben (Pfeil) und hier sehen wir 
gleich etwas sehr Interessantes: 



Klimakterium = Ubergangsphase von der vollen Geschlechtsreife zum Senium 
(Greisenalter) der Frau 



138 



Innerhalb eines groEeren HHs, der 
einem gelosten Revierangst-/ Re- 
vier-Konflikt entspricht, sehen wir 
im Inneren des HHs eine durch die 
Impression von frontal her nur 
mehr halbkreisformig erscheinende 
scharfrandige SchieBscheiben- 

Konfiguration im motorischen 
Bronchialmuskulatur-Zentrum 
und/oder im Relais der Muskulatur 
der linken Hand. Von hier bekommt 
die Patientin ihre epileptischen 
Anfdlle. 




Das ist eigentlich einer der „sch6nsten M fur eine Epilepsie zustandigen HHe, 
welche sich ja durch die Rezidive auszeichnet, so daB man auf der aktuellen 
Aufnahme oftmals z.B. die Losung des letzten epileptischen Anfalls und die 
Aktivitat des nachsten Rezidivs sehen kann! 

Interessant ist aber hier auch zu sehen, daB solch ein HH auch aus 2 ver- 
schiedenen Komponenten bestehen kann: 

1. Revierangst- und Revier-Konflikt in pel-Phase. Hier ist u.a. auch die 
Bronchialmuskulatur betroffen. 

2. Motorische Teillahmung der linken (Mutter/Kind-) Hand mit epilepti- 
schem Anfall beginnend mit der linken Hand. 

Die Geister wurden dann vermeintlich von einem osterreichischen Geisthei- 
ler „exorziert", d.h. ausgetrieben. Das war fur die Patientin die Konfliktlo- 
sung. 



139 




Ein ganz gewaltiges Konflikt- 
DHS-Rezidiv erlitt die Patientin 
in praktisch gleicher Sache, als 
ihr Sohn mit 26 Jahren eine schi- 
zophrene Konstellation mit ka- 
tatoner 115 Starre erlitt. Als die 
Mutter an seinem Bett in der 
Klinik stand, wuBte sie sofort, 
daB da wieder Geister am Werk 
waren, und zwar wieder die glei- 
chen vier Geister von Verstorbe- 
inen, die auch schon bei der 
Tochter ihr Unwesen getrieben 
hatten. Der Hamersche Herd 
, exazerbierte , d.h. er bekam 
I wieder Konfliktaktivitat, bis auch 
'bei dem Sohn endlich „durch 
Fernwirkung" von einem dsterreichischen Geistheiler die vier bosen Geister 
vertrieben wurden. 

Diese Conflictolyse lag etwa 3 Wochen vor Anfertigung dieser Bilder. Wir 
sehen hier einen bereits konsolidiert gewesenen HH im rechten Frontalhirn, 
der nunmehr erneut aufquillt, der aber, wie gesagt, nicht zum Erscheinungs- 
bild der Epilepsie gefuhrt hat, sondern „nur" zu Kiemenbogengangs-Zysten. 

117 

Der eigentliche Epilepsie-Herd liegt direkt daneben rechts nach dorsal 
(Pfeil). Wenn man nun meint, wie in solchem Fall, man hatte den „Sunden- 
bock" fur die epileptischen Anfalle gefunden und dieses Gebilde herausope- 
rieren wiirde, wiirde die Patientin naturlich weitere epileptische Anfalle 
bekommen, da der HH fur die Bronchialmuskulatur und die linke Hand 
naturlich weiter vorhanden ist. Man wuBte eben bisher nicht, so seltsam das 
klingen mag, angesichts der tonisch-klonischen (motorischen) Krampfan- 
falle, was eigentlich die epileptischen Anfalle waren. Von jeder Stelle des 
motorischen Rindenzentrums kann der Anfall „generalisieren". Wir spre- 
chen dann von einem „groBen Anfall" oder „Grand mal". 



115 



Katatonie = psychische Erkrankung, bei der Storungen der Willkurmotorik im 
Vordergrund stehen 



116 



117 



exazerbieren = verschlimmern 

dorsal = zum Rucken gehorig, nach dem Riicken hin liegend, riickseitig 



140 



Ich habe die Frau nie gesehen und die Geschichte nur vom Ehemann in Er- 
fahrung gebracht. Wir sehen wie die Falx 118 , die knocherne Sichel, die die 
beiden Hemispharen oben trennt, weit nach links hiniiber verschoben ist. 
Solche groBen, runden, vernarbten Hamerschen Herde werden gewohnlich 
als „Meningeome" bezeichnet, weil sie so randstandig erscheinen. Man 
stellte sich bisher vor, daB ein Tumor der Hirnhaut in das Gehirn einwach- 
sen konne, Phantasie mit Schneegestober! Wartet man in Ruhe ab, bis diese 
dramatisch aussehenden HHe wieder friedlich abgeschwollen sind, passiert 
gar nichts mehr. Auch die epileptischen Anfalle horen auf, wenn nicht gera- 
de wieder neue Konfliktrezidive kommen. Wenn aber Frontalhirnmasse 
herausoperiert wird, ist der Patient fur den Rest seines Lebens charakterlich 
ein Kriippel, da besonders das Herausoperieren von Frontalhirn-Anteilen 
schwere psychische Veranderungen nach sich zieht, ganz abgesehen von der 
zu erwartenden Narben-Epilepsie. 



8.2.9 Fallbeispiel: Verbotenes Petting 

Diese Patientin, die mit 17 Jahren 1953 zum ersten Mai einen epileptischen 
Anfall bekam, hat ein Frontalhirn, das beiderseits voll ist von Hamerschen 
Herden. Die Patientin hat eine merkwiirdige Geschichte: Sie ist jetzt 51 
Jahre alt und Kaufmannsfrau in einem kleinen „Tante-Emma"-Laden. 

Mit 17 Jahren hatte sie ihre erste Liebe, ihr Freund war ein weicher Junge, 
jiinger als sie. Der junge Mann wollte mit ihr schlafen, das aber lehnte sie 
ab, weil sie dauernd Angst vor den Eltern und GroBeltern hatte. Daher be- 
friedigten sich die beiden nur mit Petting. 

SchlieBlich trennte sich die Patientin von diesem Freund, was zwar sehr 
hart war, aber ihr Angst-Konflikt loste sich so voriibergehend und sie be- 
kam ihren ersten epileptischen Anfall. Mit dem zweiten Freund kam auch 
die Angst wieder. Dieser Freund war ihre groBe Liebe. Die Patientin schlief 
praktisch auch mit ihm, in ahnlicher Weise, wie mit dem ersten. Dabei wur- 
den sie jedoch „erwischt" und die Patientin erlitt einen groBen Schreckangst- 
Konflikt. Als sie sich wiederum von diesem zweiten Freund trennte, kam es 
zu einer zweiten Losung und einem zweiten epileptischen Anfall. 

Mit 30 Jahren heiratete die sehr religiose Patientin, weil sie von ihrem 
nachsten Freund entjungfert worden war. Was sie damals nicht wuBte: Ihr 
Mann war ein Exhibitionist. 



118 Falx = Sichel 

11 Meningeome = von meningea; Hirnhaut 



141 



Zustand nach Rezidiven einer schizo- 
phrenen Konstelladon im Frontal- 
hirn. Linker mittlerer Pfeil: HH fur 
Konflikt „Man muBte doch was tun". 

Unterer Pfeil links: HH Schreck- 
angst-Konflikt. 

Rechter oberer Pfeil: HH Fronta- 
langst-Konflikt. 

Untere Pfeile rechts: HH fiir Re- 
vierangst-Konflikt 

Schmaler mittlerer Pfeil: Angst- 
Ekel- und Strdubens-Konflikt 



Pfeil links oben: HdBlicher, halbge- 



nitaler Konflikt, HH fur Sigma lz -Ca 
und Eileiter-Ca (pel-Phase) 

Pfeil rechts oben: Verhungerungs- 
Konflikt, HH filr Leber-Ca und Hor- 
Konflikt (Konflikt, einen Informati- 
onsbrocken nicht zu kriegen) 




Als die Frau im 5. Monat schwanger war, kam eines Tages die Polizei zu 
ihr nach Hause, ihr Mann sei verhaftet worden, er habe exhibitioniert, er sei 
ein Exhibitionist, und alle Leute in der kleinen Stadt wiiBten es. 

Das war fiir sie ein DHS! Es stellte sich heraus, daB ihr Mann das schon 
seit vielen Jahren machte. 

Aber da sie schwanger war, lag der Konflikt „auf Eis", d.h. die Aktivitat 
des Konfliktes war wahrend der Schwangerschaft storniert. Als sie nach der 
Geburt zu Hause anrief, war der Ehemann nicht da. Er exhibitionierte wie- 
der irgendwo. Seither bekommt sie immer dann, wenn sie ihm „verziehen" 
hat und er ihr hoch und heilig Besserung gelobt hat, wieder einen epilepti- 
schen Anfall. 



12(1 



Sigma = Colon sigmoideum, Teil des Dickdarms 



142 



Seit 2 Jahren hat diese nunmehr fast 50jahrige Frau einen 20jahrigen 
Freund, mit dem sie schon Petting gemacht hat und mit dem sie gerne schla- 
fen mochte, aber sie hat immer Angst vor Entdeckung. 

Jetzt bekommt sie haufig epileptische Anfalle, oftmals zu Hause, wenn sie 
bei dem Freund war. Ich kann es nicht beweisen, aber ich glaube, daB der 
linke Pfeil den Schreckangst-Konflikt der rechtshandigen Frau darstellt samt 
Rezidiven, die sie jeweils beim Exhibitionismus des Ehemanns erleidet, 
wahrend der rechte Pfeil die Frontalangst-HH zeigt, den die inzwischen 
maskulin reagierende Frau an ihrem 20jahrigen Freund erleidet. 

An diesem Fall konnt ihr auch ermessen, warum so viele Epilepsien so 
schwierig zu „heilen" sind. Denn wo wollt Ihr hier anfangen? Die Katastro- 
phe ist in beiden Richtungen vorprogrammiert: Die Angst vor dem Treiben 
des Ehemannes wird eher noch schlimmer werden, weil dessen Verhalten 
sich wohl kaum andern laBt. Auch ihre eigene Sexualitat wird so schnell 
nicht nachlassen und damit auch ihre Angst, mit ihrem Liebhaber entdeckt 
zu werden oder diesen zu verlieren .. 



8.2.10 Fallbeispiel: Papa Noel 

Der Epileptiker bekommt seinen Anfall immer in der pel-Phase, z. B. nachts 
nach einem furchtbaren Angsttraum (Albtraum). Dabei hat jeder Epileptiker 
seinen speziellen Angsttraum. Bei den Epileptikern ist die Grenze flieBend 
vom chronisch wiederkehrenden Rezidiv zum echten hangenden Konflikt, 
denn es findet ja immer eine Losung statt, trotzdem ist der Konflikt nicht 
„vom Tisch". Sehr instruktiv ist hier der Fall „Papa Noel" (Weihnachts- 
mann): Jedesmal erreichte der Patient eine „kleine Losung", indem der Papa 
Noel wieder verschwand, bis er endlich auf meinen Rat die „groBe Losung" 
erreichte, quasi die definitive und Papa Noel verprugelte. Losung ist eben 
nicht gleich Losung ... 

Ein junger, linkshandiger Mann von 26 Jahren aus Marseille, den ich ge- 

meinsam mit seiner Arztin in Marseille untersuchte, litt seit seinem 17. Le- 

bensjahr unter Epilepsie. Es war fur mich ein groBer Kriminalfall. Denn als 

ich herauszufinden versuchte, was ihn denn mit 17 Jahren so geangstigt 

haben konnte, wuBte er ganz ehrlich keine Antwort. Er beteuerte nur immer, 

der epileptische Anfall kame jede Nacht. 

Frage: Wer hat ihn zum ersten Mai gesehen? 

Antwort: Meine Freundin. 

Frage: Gleich in der ersten Nacht? 

Antwort: Ja, gleich in der ersten Nacht und seither sehr haufig! 



143 



Frage: (die Freundin war zugegen) Und seit wann sind Sie befreundet? 

Antwort: Seit 10 Jahren. 

Frage: Dann kann es also sein, daft Sie schon vorher jede Nacht einen 
epileptischen Anfall erlitten haben? 

Antwort: Vielleicht ja. 

Frage: Sind Sie mal bei einem solchen Anfall aufgewacht? 

Antwort: Ja, aber erst, seit ich mit meiner Freundin schlafe und sie mich 
ofters wachgeruttelt hat. 

Frage: Konnen Sie sich erinnern, was Sie getraumt hatten, als Ihre 
Freundin Sie wachgeruttelt hat? 

Antwort: Ja, ganz gut, immer der gleiche Traum von Papa Noel. 

Frage: Jedesmal, wenn Sie einen epileptischen Anfall hatten und wachge- 
ruttelt worden waren von Ihrer Freundin, hatten Sie von Papa No- 
el getraumt? 

Antwort: Ja, genauso war es. 

Frage: Hatten Sie eine Aura vor dem Anfall oder Traum? 

Antwort: Ja, immer die gleiche: Es ertont ein Klingelzeichen. 

Frage: Merken Sie morgens etwas nach einem Anfall? 

Antwort: Ja, der linke Arm ist dann immer wie halb gelahmt, dann weiB ich. 
daft ich einen Anfall hatte. Aufierdem habe ich dann fast immer 
eingenaBt. 

Frage: Haben Sie auch schon solche Schmerzen im linken Arm gehabt 
und hatten bisweilen eingenaBt, bevor Sie Ihre Freundin kennen- 
lernten? 

Antwort: Ja, seit das mit Papa Noel war, bin ich Bettnasser. Und ich kann 
mich erinnern, daft oft schon damals, wenn ich eingenaBt hatte, 
der linke Arm nicht so richtig funktionierte. 

Frage: Erzahlen Sie mal, wie war das mit Papa Noel? 

Antwort: Ja, das war so: Als ich drei oder vier Jahre alt war, war ich, wie 
man so sagt, ungezogen gewesen, nichts Schlimmes, so was kleine 
Kinder so machen. Es war in der Vorweihnachtszeit. Plotzlich ruft 
der Vater „Horch!". Alles ist still, und es tont ein Klingelzeichen, 
genauso, wie ich es immer hore, bevor ich meinen Albtraum habe, 
oder eigentlich fangt er immer so an. Ich bekam damals einen hei- 
ligen Schreck, als der Vater sagte: „Das ist Papa Noel, jetzt sieh 
dich aber vor!" Mir fuhr der heilige Schreck in die Glieder. Ich 
horte es jetzt im Nebenzimmer poltern und klopfen. Ich kriegte ei- 
ne furchtbare Angst. Es dauerte 10 Minuten, aber es war wie eine 
Ewigkeit fur mich, und ich dachte immer: Jetzt kommt er gleich 
zur Tur herein und holt mich. Ich zitterte am ganzen Leibe wie 




Espenlaub. Nach 10 Minuten horte das Rumoren auf, aber ich 
war wie vom Blitz erschlagen. Und genau das gleiche habe ich 
immer getraumt, wenn meine Freundin mich wachgeriittelt hat. 
Immer der gleiche Traum mit Papa Noel. 

Kernspin-Tomogramm Mai '86, Mar- 
seille, von dem Patienten mit seit 23 1 
Jahren andauernder Epilepsie, der voll- 
gepumpt war mit Barbituraten, ohne I 
jeden Erfolg. Er bekam laufend welter 
seine eplleptlschen Anfalle. Wle wlr nach \ 
krlmlnallstlschen Recherchen herausbe- 
kamen, trdumte er unmlttelbar vor dem I 
Anfall Immer den glelchen Traum von 
Papa Noel, dem Welhnachtsmann, der 
ihn holen und mltnehmen wollte, wle er\ 
Ihn als 3jdhrlger Knlrps In grauenvoller] 
Welse erlebt hatte. Jedesmal bestand die \ 
Aura In dem Kllngeln des Papa Noel. 
Jedesmal hatte er nur elne „klelne 

Losung", wenn namllch nach ewlgen ge- 

trdumten 10 Minuten der Papa Noel endllch aus dem Nebenzlmmer wleder ab- 
zog. Als man spdter auf melnen Rat die Szene nachstellte und er dem „Double" 
des Papa Noel gehorlg das Fell gerbte, war der Spuk mit elnem Mai verschwun- 
den. Nle mehr hat er elnen Anfall erlltten, er benotlgte kelne Medlkament mehr. 

Auf dem oblgen Kernspin-Tomogramm kann man deutllch die zwel elngekrel- 
sten HHe erkennen: Sle llegen unmlttelbar unterhalb der Hlrnrlnde Im motorl- 
schen und sensorlschen Rlndenzentrum. 

Der ventrale Herd llegt Im Berelch des Gyrus praecentralls rechts, deshalb 
nach jedem Anfall die partlelle Ldhmung des llnken Arms und (wenlger) der 
llnken Beckenmuskulatur und Oberschenkelmuskulatur. Der Junge hatte den 
motorlschen Angst-Konfllkt des Nlcht-fllehen-Konnens, der In jedem Traum 
wleder neu reaktlvlert wurde und anschlleBend wleder elne Confllctolyse hatte. 
Der Im Blld untere dorsale HH llegt rechts welter occipital und bedeutet, daB er 
stdndlg elnen sensorlschen Trennungs-Konfllkt hatte, well er ja Angst hatte, von 
Papa Noel mltgenommen zu werden. Dlese belden hdngenden Konfllkte haben 
Jewells die eplleptlschen Anfalle ausgelost. Die Losung war Immer nur elne klel- 
ne vorubergehende, bis zur nachsten Nacht anhaltende Losung, kelne endgultlge. 
Das 1st das typlsche Zelchen der sog. Epilepsie. 



145 




Im Kernspin-Tomogramm HH im 
Stammhirns etwas schwieriger 
aber dock deutlich zu sehen. 
Wahrscheinlich ist es auch an 
dieser Stelle ein alter hdngend- 
rezidivierender Fluchtlings- 

Konflikt im Stammhirn (Pons 121 ), 
betreffend die rechte Niere, 
daher das nachtliche Einndssen). 

I Therapie: 

Die Therapie ist rasch erzahlt 
und ergibt sich logisch aus der 
Diagnose: Ich riet ihm, einen 
seiner Freunde zu engagieren 
fur 300 Francs. Der solle da- 
mit einverstanden sein, sich 
'von ihm verpriigeln zu lassen. 
Er meinte, das sei kein Problem, vor allem, wenn es einen Sinn habe, wiirde 
schon ein Freund mitmachen. Also gut, solle man eines Abends die ganze 
Szene nachstellen, aber so, daB er vorher nicht wisse, wann. Der Freund 
solle also mit Klingelzeichen kommen, wie damals, verkleidet sein als Papa 
Noel, wie dieser im Nebenzimmer herumrumoren. Aber entgegen der Wirk- 
lichkeit vor 23 Jahren solle er sich jetzt augenblicklich auf den Papa Noel 
sturzen und ihm das Fell gehorig gerben. Dann sei der Spuk zu Ende. 

Der Patient dankte sehr hoflich, die Arztin war auch sehr angetan und lieB 
das Kernspin-Tomogramm anfertigen. Da stutzte sie allerdings. Woher 
konnte der Hamer wissen, daB der Patient in der Hirnrinde einen oder sogar 
zwei Hamersche Herde haben wiirde. Und sie sagte dem Patienten, vielleicht 
habe der Dr. Hamer dann auch mit dem anderen recht. Also schritt man zur 
Tat, setzte die Menge an Barbituraten ab, stellte die Szene nach, wie ich 
geraten hatte, der Freund bekam das Fell gegerbt und anschlieBend die 
etwa 

100 Mark, und - der Patient hat nie wieder einen epileptischen Anfall gehabt 
und nie mehr eingenaBt, ohne alle Medikamente. Er sagte, er fuhle sich „wie 
erlost, nicht nur, weil er keine Anfalle mehr habe, sondern er sei auch sonst 
wie aus einem Albtraum endgiiltig erwacht". 



121 



Pons = Stammhirn 



146 



8.3 Die wichtigsten epileptischen und epilep- 
toiden Krisen 

Ihren Namen „Epilepsie" oder „Fallsucht" hat das Symptom natiirlich von 
der epileptischen Krise der motorischen Konflikte. Ein solcher Anfall ist 
nicht zu iibersehen. Er kann nur einzelne Muskelgruppen, z.B. eines Arms, 
eines Beins oder des Gesichts betreffen (sog. „focale Anfalle") oder genera- 
lisieren, d.h. ein sog. generalisierter Krampfanfall sein mit ZungenbiB und 
Schaum vor dem Mund. Auch alle Zwischenstufen sind moglich. Die Epi- 
lepsie hieB im Altertum „morbus sacer" = „die heilige Krankheit", weil sie 
im Zusammenhang mit der Ekstase bei religiosen Feiern gesehen wurde. 
Das kann sicher auch des ofteren zusammen vorkommen, sogar durch Au- 
toprovokation, die Epilepsie ist aber im Prinzip nichts Einheitliches. 

Die Anfalle oder tonisch-klonische Konvulsionen (= Zusammenziehen) 
zerstoren nicht wie wir fruher angenommen haben, das Gehirn, oder die 
Gehirnzellen, andererseits ist es wie mit jedem anderen Konflikt oder jeder 
Konflikt-Schiene auch: Je ofter ein Konflikt rezidiviert, desto mehr vernarbt 
die entsprechende Stelle im Gehirn, und da man die allermeisten dieser mo- 
torischen Konflikte relativ leicht herausfinden und die meisten auch definitiv 
losen kann, d.h. die weiteren Rezidive samt Heilungsphase mit epileptischer 
Krise vermeiden kann, kann man die meisten Epilepsien „heilen". 

Wir haben schon gehort, daB jedes Sinnvolle Biologische Sonderpro- 
gramm seine spezielle epileptische Krise hat. 

Die Patienten nennen sie meist „die kalten Tage". 

In diesen „kalten Tagen" (oder Stunden) haben die Patienten wieder die 
ahnlichen oder gleichen Symptome oft noch sehr viel konzentrierter wie in 
der konflikt-aktiven Phase. Da die meisten konflikt-aktiven Phasen sympto- 
marm oder jedenfalls unbemerkt verlaufen, merkt man auch die meisten 
epileptischen Krisen nur als „kalte Tage" oder „kalte Stunden", bei den 
iiblichen epileptischen Anfallen nur als Minuten. 

Anders ist das bei solchen SBS, die in der ca-Phase starke Schmerzen ha- 
ben, z.B. Angina pectoris oder Magen-Ulcus. Im ersteren Fall nennen wir 
die epileptoide Krise bekanntlich Linksherz-Infarkt, der von sehr starkem 
Schmerz begleitet sein kann, was wir fruher mit starken Schmerzmitteln 
bzw. Morphium, zu behandeln versuchten in dem Wahn, „der Schmerz 
miisse weg". Wir brachten den Schmerz auch weg, setzten damit ignoran- 
terweise alle Regelkreise auBer Kraft und brachten den Patienten damit 
meist um. Genauso ging es uns mit dem in der pel-Phase blutenden Magen- 
Ulcus, das ebenfalls oft von starken Schmerzen begleitet wird. Fast immer 



147 



wird dann eine „Magen-Perforation" vermutet und operiert. Auch bei dieser 
unsinnigsten Aktion innerhalb der kritischen Phase des SBS starben uns 
Zauberlehrlingen die meisten unserer Patienten, weil nicht nur durch die 
Operation, sondern auch durch die dadurch notwendig gewordenen Morphi- 
ne ebenfalls die natiirlichen Regelkreise auBer Kraft gesetzt wurden. 

Seit wir die Zusammenhange durch die Neue Medizin kennen, konnen wir 
unsere Patienten motivieren, solche Schmerzen als etwas Normales zu se- 
hen, etwas Gutes sogar, das fur die nachfolgende Renormalisierung notwen- 
dig ist. Denn wenn der Patient weiB, daB er durch die Annahme von Mor- 
phium seine Heilungschancen quasi auf Null setzt, wird er das Morphium 
gar nicht mehr annehmen. Der Doktor wurde es bei sich selbst schon erst 
gar nicht nehmen. 

Da die GroBhirnrinden-Epilepsien die eindrucksvollsten und auch die ge- 

fahrlichsten sind, so wollen wir die wichtigsten im nachfolgenden besonders 

behandeln. 

Wenn wir ganz grob 4 groBe Gruppen machen, so konnen wir aufteilen in: 

1. Frontale corticale epileptische Krisen: 
Migrane-Anfalle. 

2. epileptische Krisen des motorischen Rindenzentrums: 

a) alle sog. epileptischen Anfalle einschlieBlich Gesichtszucken, Bron- 
chialasthma-Anfall, Laryngealasthma-Anfall 122 , Status-asthmaticus- 
Anfall, Myokardinfarkt-Anfall der quergestreiften Herzmuskel- 
Anteile. 

3. epileptoide Krisen des sensorischen (Haupt-Epithel) und postsensori- 
schen (Periost) Rindenzentrums: 

a) Absencen bei Neurodermitis. 

b) Absencen bei Periost-Betroffenheit. 

c) Herzinfarkt mit Absence bei Koronararterien-Ulcera (Linksherz- 
infarkt). 

d) Koronarvenen-Ulcera-Epilepsie mit Lungenembolie und gleichzeitig 
Gebarmutterhals-Ulcera (Rechtsherz-Infarkt). 

e) Lebergallengangs-Ulcera-Epilepsie mit Absence „Leber-Koma" bei 
Hepatitis. 

4. epileptische Krise des „grunen Stars": 

Glaukom-Anfall, der in Wirklichkeit eine starke Augendruck- 
Schwankung innerhalb des Glaukoms (= Augendruck-Erhohung in der 



122 



123 



laryngeal = den Kehlkopf betreffend 
Myokard- = Herz- 



148 



hinteren Augenkammer) in der pel-Phase der Glaskorper-Triibung 
(Glaukom) ist. 

8.3.1 Migrane-Anfalle 

Die Migrane wurde friiher die „kleine Epilepsie" genannt, weil jeder gute 
Doktor wuBte, daB sie stets nur in der Abschlaffungs- oder Ruhephase kam. 
Deshalb wuBte aber auch nie jemand, wie man sie „behandeln" konnte. 
Sollte man Sympathicotonica geben, um die Ruhephase abzuschwachen 
oder sollte man Vagotonica geben, weil doch die Migrane ein sympathicoto- 
ner Vorgang ist? Jeder „Migraniker" hatte so seine Mittelchen oder Anwen- 
dungen. Der eine setzte sich in die warme Wanne, der andere versuchte es 
mit kalter Dusche. Niemand wuBte ja die Zusammenhange. 

Wir wissen in der Neuen Medizin, daB es stets fronto-cortical gesteuerte 
Vorgange bzw. SBS sind, die in der pel-Phase als epileptoide Krise die 
akute Migrane (Migrane -Anfall) machen. Weil da gewisse Gemeinsamkei- 
ten mit den epileptischen (motorischen, bzw. tonisch-klonischen) Anfallen 
bestanden, nannte man die Migrane eben die „kleine Epilepsie". 

Im akuten Migrane- Anfall, den wir ja als guten und notwendigen Vorgang 
verstehen, wurden wir dem Patienten „seine symptomatischen Mittelchen" 
nicht ausreden. Dann aber beginnt unsere eigentliche Arbeit. Derm der letzte 
Migrane-Anfall kam ja nur deshalb, weil der Patient durch ein Konfliktrezi- 
div wieder auf eine entsprechende Schiene aufgesetzt ist. Das aber braucht 
im Prinzip nicht wieder zu passieren, wenn wir den zu Grande liegenden 
Konflikt und seine Schiene finden und das Problem mit dem Patienten be- 
sprechen und endgiiltig zu losen vermogen. Das ist keine Hexerei. 
Erwahnt werden muB auch die „frontal-corticale schizophrene Konstellati- 
on", die gelegentlich auf beiden Hemispharen gleichzeitig ihren Migrane- 
Anfall (= epileptoide Krise) haben konnen. 

Dann berichten die Patienten, so etwas Schlimmes gebe es iiberhaupt sonst 
nicht. Einfach furchtbar! Aber naturlich kann auch ein Migrane-Anfall auf 
einer Hemisphere mit einer motorischen oder einer anderen, nicht frontalen 
corticalen epileptischen oder epileptoiden Krise, zusammen vorkommen. 
Auch dann konnen nicht nur die Symptome grausam sein, sondern die Pati- 
enten sind ja dann wahrend der sympathicotonen (!) doppelseitigen epilepti- 
schen Krise in schizophrener Konstellation. 



149 



8.3.2 Die epileptischen Krisen (Anfalle) des motori- 
schen Rindenzentrums 

Zu diesen epileptischen Krisen, die wir fruher „epileptische Anfalle" nann- 
ten, gehoren einmal die tonisch-klonischen Anfalle, die manchmal nur to- 
nisch (Muskelkrampf) sein konnen, meistens aber tonisch-klonisch sind, d.h. 
mit rhythmischen Konvulsions-Krampfen der Muskulatur auftreten. Diese 
konnen dann wieder kombiniert sein mit der fur den sensorischen Konflikt 
(Trennungs-Konflikt) typischen Absence (= BewuBtseinsverlust). 

Bei alien sog. motorischen epileptischen Anfallen ist auch stets der ent- 
sprechende, fur die Muskulatur zustandige HH im GroBhirn-Marklager 
gleichzeitig in Aktion, so daB wir selbst im einfachsten Falle immer ein 
kombiniertes Geschehen vorfinden. 

Man kann durchaus die iiberschieBende motorische Aktivitat (Epilepsie) in 
der pel-Phase - nach voraufgegangener Lahmung in der ca-Phase - verglei- 
chen mit der Leukozyten-Schwemme (Leukamie) in der pel-Phase - nach 
voraufgegangener Leukopenic in der ca-Phase. Beide Vorgange in der glei- 
chen sog. „Luxusgruppe" des GroBhirn-Marklagers. 

Die Bronchial-Muskulatur ist zum Teil alte peristaltische 125 Muskulatur, 
derm die Lungen-Alveolen (im Krebsfall Adeno-Karzinom!) sind entwick- 
lungsgeschichtlich eine Ausstulpung des Darms. Aber der andere Teil der 
Bronchial-Muskulatur ist quergestreifte Muskulatur, eingewandert zusam- 
men mit der Bronchial-Schleimhaut und wird vom motorischen Rindenzen- 
trum der rechten Hemisphare gesteuert. 

Ein epileptischer Anfall der Bronchial-Muskulatur bedeutet also tonische 
(Bronchial-Spasmus ) oder tonisch-klonische Konvulsionen der Bronchial- 
Muskulatur und zwar Richtung Mund, was wir als sehr starken Husten 
bezeichnen (= sog. „Bronchial-Husten"). Typisch ist hier das verlangerte 

* - 127 

Exspinum . 

Das Gleiche gibt es bei der Kehlkopf-Muskulatur, die vom motorischen 
Rindenzentrum der linken Hemisphare gesteuert wird (= sog. „Kehlkopf- 
Husten"). Hier ist die Richtung der Konvulsionen nach einwarts. Deshalb 



1 J A 

Konvulsion = Schuttelkrampf 

Peristaltik = fortschreitende Bewegung in Hohlorgangen infolge meist ring- 
formiger Einschmirungen durch Muskelkontraktion 
Spasmus = Krampf, unwillkurliche Muskelkontraktion 
Exspirium = Ausatmen 



150 



1 ?s 

ist hier das verlangerte Inspirium wahrend des epileptischen Anfalls das 
Typische. 

8.3.2.1 Asthma bronchiale 

1st der quergestreifte Anteil der Bronchialmuskulatur-Motorik durch ein 
SBS betroffen und zwar in der konflikt-aktiven Phase, dann sehen wir ja 
eine teilweise Muskellahmung der Bronchial-Muskulatur. Ist nun auf der 
linken Hemisphere noch ein corticaler HH in Aktivitat, dann ist zwar eine 
schizophrene Konstellation gegeben, aber man merkt quasi nichts. 

Ganz anders wird das in dem Fall der epileptischen Krise, sofern auf der 
gegeniiberliegenden Seite noch oder wieder Konflikt- Aktivitat im corticalen 
Bereich ist. 

Exakt diese Konstellation .. 



links cortical Kon 
flikt-Aktivitat 



rechts im motorischen Rindenzentrum 
epileptische Krise mit tonisch-klonischen 

Krampfen der Bronchial-Muskulatur 

... nennen wir Asthma bronchiale mit verlangertem Exspirium. 

Die Konstellation... 

links motorisches rechts cortical Konflikt-Aktivitat 

Kehlkopf-HH aktiv 

... nennen wir Asthma laryngeale mit verlangertem Inspirium. 

Sind der motorische Bronchial-HH und der motorische Kehlkopf-HH beide 
gleichzeitig in der epileptischen Krise, dann sprechen wir vom 

Status asthmaticus 

= verlangertes Exspirium und verlangertes Inspirium! 

8.3.2.2 Der Myokard-lnfarkt 

Der Myokard-lnfarkt (= Nekrose der quergestreiften Herzmuskulatur) muB 
vom Koronar-Infarkt getrennt werden. Der Koronar-Infarkt ist die epilep- 
toide Krise des Koronar-Ulcus-SBS beim Revier-Konflikt (Rote Spalte der 
Tabelle, ektodermal, bzw. cortical peninsular rechts). 

Den Myokard-lnfarkt dagegen konnen wir als „Herzmuskel-Epilepsie" des 
quergestreiften Herzmuskel-Anteils verstehen. Der HH liegt sowohl im mo- 

128 Inspirium = Einatmen 



151 



torischen Rindenzentrum als auch im Marklager des GroBhirns, dem groBen 
Relais fur die gesamt quergestreifte Muskulatur. Der sog. Myokard-Infarkt 
ist also der epileptische Krampfanfall in der Heilungsphase nach voraufge- 
gangener Teillahmung eines Herzmuskel-Teils mit Nekrose (Myokard- 
Nekrose) dieses Muskelbereichs. 

Die Schulmedizin konstruiert sich das friiher mit vielen Hypothesen so: 
Der Herzinfarkt mit Myokard-Nekrose sollte dadurch zustande gekommen 
sein, daB ein KoronargefaB verstopft ist, dadurch ein gewisser Muskelbe- 
reich nicht mehr mit Sauerstoff versorgt wird und dadurch nekrotisiert. 

Das war eine abenteuerliche Konstruktion wie wir heute wissen. Denn man 
konnte sehr vieles nicht erklaren: 

1. Bindet man im Tierversuch die KoronargefaBe operativ nacheinander mit 
gewissem Abstand ab, dann passiert dem Tier nichts, sondern die sog. 
kollateralen GefaBe (UmgehungsgefaBe) stellen die Versorgung des 
Herzmuskels problemlos sicher. 

2. Niemand konnte je erklaren, wieso der Herzinfarkt bei dieser Vorstellung 
akut dramatisch stattfindet. 

3. Durch Koronar-Angiographie 129 weiB man heute langst, daB die Hypo- 
these „Koronar-Verstopfung M zum Zeitpunkt des Herzinfarktes weitge- 
hend falsch war. 

Zwar erfolgt vom Zeitpunkt der Conflictolyse des Revier-Konfliktes der 
Beginn einer Intima-Schwellung 130 im KoronargefaB, aber sie macht in 
den meisten Fallen noch keine Total-Okklusion des KoronargefaBes 
zum Zeitpunkt des Herzinfarktes, sofern nicht alte Narbenschwielen hin- 
zu kommen. Und selbst in den Fallen, wo es zu einer Okklusion kommt, 
macht es ja nichts, wie wir aus den Tierversuchen wissen, schon gar 
nicht resultiert daraus eine Herzmuskel-Nekrose wie man postuliert. 

Die ganze Hypothesen-Konstruktion war einfach falsch, weil wir ja nie 
Zusammenhange, wie sie die Neue Medizin aufgezeigt hat, gekannt hatten. 



i nn 

Angiographic = Rontgendarstellung der GefaBe nach Injektion eines Ront- 
genkontrastmittels 
Intima = Innenhaut 
Okklusion = VerschluB 



152 



8.3.3 Die epileptoiden Krisen des sensorischen (Haut 
- und Schleimhaut-Plattenepithel) und des postsenso- 
rischen (Periost) Rindenzentrums 

8.3.3.1 Absencen bei Neurodermitis und Psoriasis 

Das sensorische Rindenzentrum fur das Plattenepithel der Haut und der 
Schleimhaut und das postsensorische Rindenzentrum fur das in friihem 
Entwicklungsstadium des Menschen mit Plattenepithel uberzogen gewesene 
Periost (Knochenhaut) machen groBenmaBig in der Hirnrinde ein Vielfaches 
des motorischen Rindenzentrums aus. 

Daraus ersehen wir die ungeheuer wichtige biologische Bedeutung senso- 
rischer Konflikte. 

Es ist nicht nur „ein biBchen an der Haut oder am Periost" (am Periost 
kann man nicht einmal etwas sehen), sondern diese Konflikte haben biolo- 
gisch groBe Bedeutung! Ab der auBeren Haut sind die organischen Auswir- 
kungen sichtbar als Neurodermitis oder Psoriasis. 

Die epileptoide Krise der Trennungskonflikt-SBS ist stets die Absence, die 
bei entsprechend langem Konfliktverlauf eben auch entsprechend langer sein 
kann: Stunden oder Tage. 

Naturlich sind alle hochst beunruhigt und meinen, daB der Patient sofort 
zum Aufwachen gebracht werden musse. Das ist falsch. Denn wahrend der 
epileptoiden Krise wird ja bekanntlich der notwendige Kraftstoff getankt, 
-um liber den zweiten Teil der Heilungsphase hinweg zur Renormalisierung 
zu kommen. 

Naturlich bedeutet das nicht, daB die Iatroi der Neuen Medizin dabei 
leichtsinnig sein durften oder gar die Absence bagatellisieren durften. Son- 
dern sie miissen sich laufend davon uberzeugen, daB die vegetativen Funk- 
tionen (Atmung, Kreislauf, Blutzuckerspiegel etc.) gewahrleistet sind. Der 
gute Therapeut kann ja schon vor der Absence einigermaBen abschatzen, 
wie lange die erwartete Absence etwa dauern wird. 

Deshalb ist Panik vollig unnotig. 

Bringt man solche Patienten in die Klinik, so meint man dort, der Patient 
sei „im Schock", aus dem er schleunigst herausgeholt werden musse. Das 
ist ein Irrtum. Die Folgen des Irrtums ist nur zu oft der Tod des Patienten, 
der vollig unnotig ist, wenn der Arzt die Neue Medizin gekannt hatte. 



153 



8.3.3.2 Absence bei Periost-Betroffenheit 

Die Absence der epileptoiden Krise des SBS mit brutalem Trennungs- 
Konflikt (Periost) unterscheidet sich quasi nicht von der Absence beim nor- 
malen Trennungs-Konflikt mit Plattenepithel-Ulcera der Haut oder 
Schleimhaut. Das Tuckische daran ist, daB man ja auBerlich nichts sieht. 
Zwar fuhlen sich die Partien um das betroffene Periost fur den Patienten 
subjektiv kalt an, auch kann die auBere Haut etwas kuhler sein, aber wel- 
cher Untersucher achtet darauf so genau? Der Patient konnte uns noch am 
ehesten selbst weiterhelfen, indem er uns sagt, z.B.: „Das rechte Bein und 
der rechte Am sind immer kalt. Ich ziehe mir nachts einen Strumpf an, weil 
er sich so kalt anfuhlt und lege die Hand an den Bauch, um sie zu warmen". 

8.3.3.3 Die Absence beim Linksherz-lnfarkt mit Koronar- 
Ulcus und Kammerbrady-Arrhythmie 132 

Ein Blick auf unseren Homunkulus zeigt uns, daB die Koronar-Intima eben- 
falls zum sensorischen Rindenzentrum gehort, deshalb in der konflikt- 
aktiven Phase Schmerzen (Angina pectoris) und Ulcera macht und in der 
Heilungsphase auBer der beginnenden okkludierenden Schwellung der Plat- 
tenepithel-Schleimhaut (= Kiemenbogen-Abkommling!) in der epileptoiden 
Krise 

a) einen starken Schmerz („Super- Angina pectoris") und 

b) eine Absence hat, deren Dauer von der voraufgegangenen Konfliktdauer 
abhangt. 

Nicht nur bei vielen, sondern bei sehr vielen Patienten wird diese Absence 
falschlicherweise schon mit dem Tod gleichgesetzt. Das macht, so glaube 
ich zu wissen, die uberwiegende Zahl der sog. „Scheintoten" aus. 

Leider haben viele solcher Patienten in unseren seelenlosen Kliniken gar 
nicht mehr die Chance, aus der biologisch normalen Absence aufzuwachen, 
weil ihnen schon in dieser Absence die Organe zur Organspende entnommen 
werden. 



brady- = verlangsamt 



154 



8.3.3.4 Koronarvenen-lntima-Ulcera-Epilepsie mit Lunge- 
nembolie (Rechtsherz-lnfarkt) mit gleichzeitigen Cebarmutter- 
hals-Ulcera 

Genau wie die Intima der Koronararterien - eine originare Entdeckung der 
Neuen Medizin! - als Abkommlinge der Kiemenbogen mit Plattenepithel 
ausgekleidet ist, das hochsensibel versorgt ist, so gilt das gleiche fur die 
Koronarvenen, die ihr venoses Blut ins rechte Herz abgeben. Vom rechten 
Herzen gelangt das Blut bekanntlich in die Lunge. Die Heilungskrusten der 
Koronarvenen-Ulcera werden in der epileptoiden Krise in die Lunge gespult, 
wo sie die sog. Lungenembolie bewirken. 

Dieser Vorgang der Verstopfung der kleinen, venoses Korperblut fuhren- 
den Lungenarterien, die sog. Lungenembolie, kommt dadurch zustande, daB 
in der epileptoiden Krise ja der Vorgang der Heilung fur die Dauer der epi- 
leptoiden Krise unterbrochen wird. Die gerade in Abheilung (mit Heilungs- 
krusten) begriffen gewesenen Ulcera der Koronarvenen-Ulcera ulcerieren 
nun plotzlich wieder weiter. Dadurch werden die Heilungskrusten abgesto- 
Ben und vom rechten Herzen in die Lungenarterie geschwemmt. Bei diesem 

1 11 

Rechtsherz-lnfarkt mit Tachykardie hat der Patient auch Herzschmerzen, 
allerdings meist weniger als beim Linksherz-Infarkt. 

Aber auch hier geht eine Absence mit einher, die oft falschlicherweise fur 
den Tod gehalten wird. 

Unsere Patientinnen sterben, wenn wir sie verlieren, nie an den Gebar- 
mutterhals-Ulcera, sondern an der fast stets in der epileptoiden Krise mit 
einhergehenden Lungenembolie. 

Allerdings gilt das nur fur Falle, die einen langen Konfliktverlauf und 
keine schizophrene Konstellation gehabt haben. 

Bei kurzem Konfliktverlauf (z.B. 3 Monate) oder schizophrener corticaler 
Konstellation wahrend der konflikt-aktiven Phase, wird die „kleine Lunge- 
nembolie" meist iibersehen („ein biBchen Atem-Besch werden"). Die Dauer 
der Absence richtet sich auch hier nach der konflikt-aktiven Phase und da- 
nach, ob schizophrene Konstellation bestanden hat. 

Das gleiche gilt im Prinzip natiirlich ebenfalls fur den Rechtsherz-lnfarkt. 



i ii 

Tachykardie = schnelle Herzfrequenz 



155 



8.3.3.5 Die epileptoide Krise der Lebergallengangs-Ulcera 
mit Absence innerhalb der Hepatitis, was bisher als Leber- 
Koma bezeichnet wurde 

Auch hier gilt das oben Gesagte - mutatis mutandis - in ahnlicher Weise. 
Auch hier wird wahrend der sog. „Hepatitis" die Heilung der Ulcera durch 
die epileptoide Krise, die ja sympathicoton, also quasi konflikt-aktiv ist, 
unterbrochen, nur daB die Krusten oder Plaques der nunmehr wieder kurz- 
fristig weiter-ulcerierenden Geschwurchen der kleinen oder groBen Gallen- 
gange ungefahrlicherweise mit der Galle in den Darm ausgeschwemmt wer- 
den konnen. 

Da aber auch die Gallengange innen von Plattenepithel ausgekleidet sind 
und auch dies vom sensorischen Rindenzentrum gesteuert wird, sehen wir 
auch hier die iibliche Absence. Sie wird von uns oft nicht bemerkt, wenn sie 
im Schlaf kommt. Bisher wurde sie von uns, wenn sie bemerkt wurde, als 
„Leber-Koma" bezeichnet. 

Wenn Angehorige, Arzte und Pflegepersonal das wissen und sich entspre- 
chend verstandnisvoll und nicht erschreckt verhalten, kann man die Panik 
vermeiden, die stets dadurch verbreitet wird, daB von Arzten und Pflegeper- 
sonal verkiindet wird: „Das ist schon das Leber-Koma, der Anfang vom 
Ende!" Dabei ist eine Absence in der epileptoiden Krise innerhalb der He- 
patitis (= Heilungsphase des Revierarger-SBS) eigentlich vollig normal. 

8.3.3.6 Die epileptoide Krise der Bronchialschleimhaut-Ulcera 
mit Absence innerhalb der „Bronchitis", Bronchial- 
Atelektase 134 , bzw. Pneumonie 135 

Die epileptoide Krise der Bronchial-Schleimhaut-Ulcera soil hier der Voll- 
standigkeit halber noch erwahnt werden. Auch bei diesem dem sensorischen 
Rindenzentrum zugehorigen Plattenepithel-Ulcera-SBS finden wir eine Ab- 
sence, die wir aber meist nicht bemerken, besonders wenn sie im Schlaf 
kommt. 

8.3.3. 7 Die epileptoide Krise des sog. „Grunen Stars" (Cruner 
Star = Glaskbrper-Trubung des Auges) 

Das sog. Glaukom, die Augendruck-Erhohung in der hinteren Augenkam- 
mer samt Glaskorper, gait bisher als therapiebedurftig, weil wir glaubten, es 



Atelektase = nicht belufteter Lungenabschnitt 

135 

Pneumonie = Lungenentzundung 



156 



zerstore das Auge. Das Gegenteil ist der Fall. In der epileptoiden Krise re- 
sultiert als Ausdruck der kurzfristigen Konflikt-Aktivitat ein Abfall des 
erhohten Augendruckes. 



-^^W 




*vr 



I I 

'GriinerStar Glaukom 
■ i 

Das Glaukom mit seiner typischen (epilept.) Glaukom-Krise ist der notwen- 
dige erhohte Augeninnendruck der hinteren Augenkammer, damit das Auge 
bei der Wiederauffullung der entleerten Teile prall bleibt. Gabe es kein 
Glaukom, dann wurde der Augapfel „knautschen" und die Sehfahigkeit 
ware nicht mehr gewahrleistet. 



8.4 Der Orgasmus 

8.4.1 Der einseitige Orgasmus 

Eine Art epileptische oder epileptoide Krise 

8.4.2 Der doppelseitige Orgasmus 

Eine Art kurzfristige Psychose oder schizophrene Konstellation mit 2 epi- 
leptoiden Krisen in Hemispharen-Opposition stehender HHe. 

8.4.3 Der sog. „Liebesrausch" 

Dieses Kapitel muB ich bewuBt zur Diskussion stellen. Die Lektoren dieses 
Kapitels haben bereits heftig protestiert, das konne man doch alles nicht so 
sagen. Niemand wisse so genau, wie es bei Naturvolkern wirklich auf dem 
Gebiet der Liebe zugehe. AuBerdem will ein jeder oder eine jede sich als 
„NormalfaH" hier wiederfinden. Ich habe zwar friiher jahrelang im Rahmen 
der Humanbiologie Sexualkunde unterrichtet aber dieses Kapitel geht einen 



157 



vollig neuen Weg: Es leitet sich ab von den Verhaltnissen im Gehirn. Trotz- 
dem viele Fragezeichen. 

Ich wurde gewarnt, die klare Neue Medizin nicht durch Einlassungen zu 
belasten, bei denen ich den groBeren Teil evtl. noch nicht weiB. Aber ich bin 
echter Herausforderung noch nie aus dem Weg gegangen. Ich empfinde es 
nicht als Schande, Fragezeichen zu setzen. AuBerdem handelt es sich ja in 
diesem Kapitel nur um Bausteine, die wir auch in den Sinnvollen Biologi- 
schen Sonderprogrammen finden, die aber bei Mutter Natur durchaus auch 
anders verwendet werden konnen. 

Wie gesagt, es findet sich keine Hypothese in diesem Kapitel, wohl aber 
Fragezeichen, was vollig legitim ist. 

8.4.4 Der (hirn-) einseitige Orgasmus 

Mutter Natur benutzt ihre „Bausteine", wie es ihr niitzlich und sinnvoll 
diinkt. Solche archaischen Bausteine hat sie auch benutzt beim Phanomen 
des Orgasmus in der Liebe bei Mensch und Tier. 

Wenn ihr mit Eurem(r) Partner(in) in ein weiches, warmes Bett geht, um 
den heiligen Akt der Liebe zu zelebrieren, dann hat dies mit (vagotonem!) 
Wohlgefuhl, Kuscheln, Streicheln, Schmusen - kurz mit Vagotonie zu tun! 

Darin fugt sich nahtlos der Beginn des eigentlichen Liebesspiels ein, beim 
Mann gut zu sehen an der Erektion des Penis. Von da ab zahlt die „Zacke" 
der epileptoiden Krise und epileptischen Krise, die mit der Ejakulation beim 
Mann bzw. bei der Frau mit dem Orgasmus (klitoral oder vaginal) ihren 
Hohepunkt findet. 

Diese ganze Zacke ist sympathicoton! Dieses Phanomen der epileptischen 
oder epileptoiden Krise kennen wir bei den Sinnvollen Biologischen Sonder- 
programmen ja auch. Nach dem Orgasmus herrscht wieder Vagotonie: post 
coitum omnis animal triste = Vagotonie! Die Erektion verschwindet 
zwangslaufig. Aus dem Beischlaf wird meist der „Einschlaf" . 

Was aber ist mit der konflikt-aktiven Phase, der ca-Phase? 

Wenn zwei Liebende miteinander ins Bett gefunden haben, ist das ja auf 
jeden Fall die Losungsphase, die Realisation aller Traume. Die konflikt- 
aktive Phase muB also vorangegangen sein. Und das geht sie auch: Als im- 
mer wiederkehrendes Rezidiv („Schlusselreize")! Es ist im Grunde genom- 
men nichts anderes als z.B. bei einer sog. Epilepsie: Der Patient traumt auf 
seiner alten Schiene und wird durch irgend etwas an einen alten Konflikt 
erinnert, bzw. auf eine alte Schiene gesetzt. Kurze Zeit spater, immer in der 
Abschlaffungsphase, bekommt er seinen epileptischen Anfall! 



158 



Orgasmus- Schema 



links-cortical 



rechts-cortical 



epilepl. Krise 
■ Orgasmus 

(vagind-rectall 




upilept. Krise 
e Orgasmus 
(peno-klitorali 




bei Gleichzeitigkeit 
links-cortical 
und 
rechts-cortical: 



Orgasmus 
Viigino-rectai 





Orgasmus. 
peno-kliioral 



= doppelter Orgasmus 
= Liebes-Rausch 



Bei der Epilepsie kennen wir den motorischen biologischen Konflikt. Aber 
hat die konflikt-aktive Phase nur „rezidiv-ahnliche Schlusselreize" und kein 
DHS? MuB es iiberhaupt ein DHS haben, wenn es sich nur um Bausteine 
handelt und nicht um ein richtiges SBS? 

Wir verstehen jetzt viel besser, daB in diesem Fall, bei dem wir von „Bau- 
steinen" sprechen, die von Mutter Natur verwendet werden, der Begriff 
„Konflikt" nicht gleich verstanden wird, weil er bei uns belastet ist mit 
„psychisch". 

Wenn wir allerdings von Biologischem Konflikt und Sinnvollen Biologi- 
schen Sonderprogrammen sprechen, haben wir keine Verstehensprobleme. 

Genauso wie ein sexueller Biologischer Konflikt gelost werden kann durch 
den biologischen Vorgang einer Uberflutung mit Ostrogenen z.B. beim Eier- 
stock-Blastom (= indurierte Eierstocks-Zyste), so kann offenbar auch durch 
das naturliche Ausfluten der Ostrogene (beim pubertierenden Madchen) und 
der Testosterone beim pubertierenden Jungen eine Art Sinnvollen Biologi- 
schen Sonderprogramms in Gang gesetzt werden, das dann einen ahnlichen 
Verlauf hat, ohne ein wirkliches durch biologischen Konflikt ausgelostes 
SBS zu sein. 

Ich finde da keinen Widerspruch und wir diirfen nicht papstlicher sein als 
der Papst, wenn Mutter Natur fur solche wichtigen biologischen Vorgange 
ihre selbst entwickelten Bausteine verwendet - wie man sieht, mit groBem 
Erfolg! 



159 



Die nachste Frage, die jetzt zwangslaufig folgt, lautet: 1st die „erste groBe 
Liebe" das DHS oder handelt es sich hier um ein quasi „natiirliches Sinn- 
voiles Biologisches Sonderprogramm"? 

Ich kann und will diese Frage nicht abschlieBend beantworten. Beide 
Moglichkeiten halte ich grundsatzlich fur moglich. DaB der Verlauf dem 
Rezidiv eines „Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms" in alien Phasen 
entspricht, dariiber gibt es m.E. iiberhaupt keinen Zweifel. Die Tatsachen 
sind einfach zu offensichtlich! 

Wie wir im Kapitel iiber die Biogenetischen Grundregeln noch sehen, ist 
die Zweigeschlechtlichkeit und die Sexualitat im weitesten Sinne - auf dem 
ontogenetischen MaBstab der Evolution gemessen - bei Mensch, Tier und 
Pflanze ein geradezu uralter Vorgang, namlich zwischen Althirn- und GroB- 
hirnzeit-Programmierung gelegen, so daB sie schon von daher seit vielen 
Millionen von Jahren von Mutter Natur mit Perfektion einstudiert und ein- 
geiibt ist. Ist sie doch der Motor fur 98% aller Fortentwicklung bzw. Ar- 
tenentwicklung bei Mensch, Tier und einem GroBteil der Pflanzen. 

Wir wissen aus dem Tierreich, daB bei vielen Arten die Mannchen unmit- 
telbar nach der vollzogenen Begattung sterben oder sogar von den Weibchen 
getotet oder gefressen werden (z.B. Spinnen). Der Begattungsakt ist deshalb 
biologisch ein geradezu elementarer Akt, er ist bei jeder Tier- und Pflanzen- 
art in einem eigenen speziellen Sexualprogramm festgelegt. Das Funktionie- 
ren dieser Spezialprogramme hat iiber Millionen von Jahren dariiber ent- 
schieden, ob die Art iiberleben konnte, sich weiterentwickeln konnte. Es war 
weiterhin integriert in ein Sozialprogramm jeder einzelnen Art, d.h. der 
Verteilung der verschiedenen Funktionen auf die Mitglieder eines Rudels, 
Herde, Familie oder bei den Pflanzen einer „Kolonie" einer Pflanzenspezies 
oder mehrerer Kolonien etc. (z.B. mannliche und weibliche Kiwi-Pflanzen, 
d.h. Zweihausigkeit). 

8.4.5 Die Haufigkeit des Orgasmus 

Wenn wir die Verhaltensweisen uns verwandter Saugetierarten mit den Ver- 
haltensweisen bei uns Menschen vergleichen, dann tun wir das zum besse- 
ren Verstandnis, weil wir Menschen uns durch unsere Zivilisation schon so 
weit von den naturlichen, unreflektierten und weltanschauungsfreien Ver- 
haltensweisen entfernt haben. Wir tun es mit allem Vorbehalt und selektiv, 
angesichts der Verschiedenheit der Rassen. Eigentlich brauchten wir diese 
Vergleiche nicht, wenn wir uns an den sog. Naturvolkern orientieren wiir- 
den, die noch entsprechend ihrem naturlichen Code zusammenleben. Von 
diesen sind wir Zivilisationsmenschen jedoch inzwischen meilenweit ent- 



160 



fernt, obwohl gerade sie es sind, die nach dem uns eingegebenen natiirlichen 
Programm als einzige optimal angepaBt leben. 

Gehen wir mit unserem domestizierten Wolfsriiden (= Hund) durch einen 
Park spazieren, so trifft er leicht drei oder vier domestizierte Wolfinnen (= 
Hiindinnen), die laufig und empfangnisbereit sind und die er bespringen 
mochte. Ein frei in der Natur in seinem Rudel lebender Wolfs-"Chef macht 
das aber nur hochst selten und zwar nur dann, wenn das Rudel nach Verlu- 
sten aufgefullt werden muB. Und selbst bei Beutetieren, die durch Uber- 
schuBvermehrung ihre Art zu erhalten versuchen (Kaninchen, Schafe etc.) 
erfolgt der Begattungsakt mit Sinn und nach Plan. 

Der naturliche Plan sieht fur uns Menschen wahrscheinlich vor, daB eine 
Frau nach Schwangerschaft und dreijahriger Stillzeit nur alle 4 Jahre etwa 
wieder empfangnisbereit ist, einen Eisprung hat und moglicherweise nur 
dann den Liebesakt vollzieht. Statt dessen wird bei uns Zivilisationsmen- 
schen zunehmend der biologisch „heilige Liebesakt" zum billigen taglichen 
Amusierspielchen herabgewurdigt, zu dem speziell die Frau immer bereit 
sein soil. 

Mir liegt nichts ferner, als mit meinen humanbiologischen Betrachtungen 
ein weiteres Kapitel der mehr oder weniger schliipfrigen Sexualliteratur zu 
liefern, sondern ich mochte mir mit Dir, lieber Leser, ernsthafte biologische 
Gedanken machen iiber den biologisch heiligen Akt der Liebesvereinigung 
zwischen Mann und Frau zum Zweck der Zeugung eines neuen Menschen. 

8.4.6 Welche Relais im Gehirn reagieren als Hamer- 
sche Herde beim einseitigen oder sog. einfachen Or- 
gasmus? 

Nun, vorausgesetzt es besteht kein hangend aktiver Vorkonflikt cortical, 
dann reagiert beim rechtshandigen Mann und bei der linkshandigen Frau die 
rechte Hirnseite, wenn der Orgasmus eintritt. 

Woran kann man das sehen? 

Sehr einfach: Es ist schon so viel iiber die Liebe geschrieben worden, so 
viel iiber den Orgasmus. Aber nie hat jemand konsequent beobachtet. Man 
hat immer versucht, das Phanomen psychologisch zu verstehen, hat gemeint, 
verschiedene Orgasmen hingen nur mit der Intensitat der Engagements zu- 
sammen. Das war so nicht richtig. 

Der rechtshandige Mann und die linkshandige Frau, sofern sie eben nur 
einen einfachen Orgasmus haben und zwar einen klitoralen, konnen mit dem 
gesamten Revierbereich rechts reagieren einschlieBlich Geruchsbereich 



161 



(fronto-basal rechts) und Horbereich (temporo-basal rechts). Es kann aber 
auch sein, daB nur ein einziges oder zwei Relais als Hamersche Herde rea- 
gieren, je nachdem wie die Schienen gelegt sind. Diesen Mechanismus wer- 
de ich spater noch genauer erklaren. 

Wenn also z.B. das motorische Bronchial-Relais mitreagiert, und das ist 
sehr haufig der Fall, dann haben beide Gruppen ein sog. „verlangertes Ex- 
spirium" (verlangerte Ausatmungs-Phase bei jedem Atemzug), ahnlich wie 
beim Bronchialasthma. Es ist aber kein Bronchialasthma, das gibt es nur 
beim sog. „doppelten Orgasmus", sondern wir nennen es ein Bronchial- 
Keuchen mit verlangertem Exspirium. 

Die Begriffe Ejakulation beim rechtshandigen Mann und klitoraler Or- 
gasmus bei der linkshandigen Frau, beide dem rechts-cerebralen Revierbe- 
reich zugehorig, entsprechen sich beim sog. „einfachen Orgasmus". 

Vom „einfachen" oder „einseitigen" Orgasmus sprechen wir, unabhangig 
davon, wieviele Relais als Hamersche Herde auf dieser rechten Hirnseite 
mitreagieren. Wieviele mitreagieren, hangt von der oder den „Schienen" ab. 
Diese Schienen konnen bei der ersten Liebe gelegt werden, sie konnen aber 
auch bei spateren „Rezidiven" hinzukommen. 

Umgekehrt ist es natiirlich bei der rechtshandigen Frau und beim links- 
handigen Mann. Wahrend die rechtshandige Frau aber durchaus „nur" ein- 
seitig, d.h. mit „einfachem" (vagino-rectalen) Orgasmus reagieren kann, 
kommt ein recto-analer einseitiger oder einfacher Orgasmus beim linkshan- 
digen Mann eigentlich fast nur bei Homosexuellen vor (durch Analverkehr 
ohne Ejakulation). 

Normalerweise reagiert der nicht impotente linkshandige Mann „doppel- 
hirnseitig" oder mit „doppeltem" Orgasmus, was in Abschnitt 3 behandelt 
wird und praktisch stets eine kurzfristige schizophrene Konstellation dar- 
stellt. In Abschnitt 2 soil die Frage behandelt werden, ob nicht solche dop- 
pelseitigen pcl-Phasen mit beidseitigem oder doppeltem Orgasmus auch 
zwei kontra-laterale (d.h. auf beiden Hemispharen) konfliktaktiv-ahnliche 
Prozesse vorangegangen sein miissen. 

Die Symptomatik der rechtshandigen Frau beim einfachen (vagino- 
rectalen) Orgasmus kann u.a. ein Kehlkopf-Stohnen mit verlangertem Inspi- 
rium (Einatmungs-Phase bei der Atmung) sein, („ihr bleibt die Luft weg." 
u.a.). Natiirlich konnen hier wieder alle konsekutions-pflichtigen Relais 
der linken Hirnseite (cortical) mitreagieren, insbesondere die des links- 
cerebralen Revierbereichs, immer nariirlich vorausgesetzt, es besteht kein 
hangend-aktiver corticaler Vorkonflikt. 

konsekutiv = folgend, Folge 



162 



Bei der rechtshandigen Frau sehen wir also beim einfachen Orgasmus 
haufig ein verlangertes Inspirium, sie „schnappt nach Luft". 

Bei diesem ganzen Thema muB noch ein Moment besonders betont wer- 
den: In der Natur ist der Orgasmus und der gesamte Begattungsakt eine sehr 
ernste Angelegenheit. Das konnen viele Menschen heute nicht mehr verste- 
hen, denen ein „quicky" nicht mehr bedeutet als der GenuB einer Zigarette. 
Fiir unseren Computer Gehirn ist dieses zentrale biologische Moment - ohne 
Pille, Abtreibung und Kondom nach wie vor eine auBerst ernste biologische 
Sache geblieben. Ein erneuter Blick hiniiber ins Tierreich zeigt, wie ernst 
der Begattungsakt dort empfunden wird. Folglich muB er biologisch auch 
entsprechend wichtig sein, aber eben nur „zu seiner Zeit". Denn dieser Akt 
ist ja integriert in den Gesamtlebensplan einer Art, setzt neue Programme 
(Schwangerschaft) und evtl. Sonderprogramme in Gang, z.B. wenn es Sto- 
rungen bei der Aufzucht der Jungen gibt. 

8.4.7 Das sog. „Springen" („Springen" = von einer 
Hemisphare auf die Gegenhemisphare) eines Kon- 
fliktes und damit auch der Art des Orgasmus bei han- 
gend-aktivem Vorkonflikt Oder Anderung der Hor- 
monlage. Die Impotenz. 

Unsere biologische Sicht des Liebesaktes, die den Vorteil hat, reproduzier- 
bar und damit im naturwissenschaftlichen Sinne beweisbar zu sein, erklart 
uns so ziemlich alle Phanomene, die wir bisher teilweise gesehen hatten aber 
nie einzuordnen vermochten, auf eine ganz einfache und einleuchtende Art. 
Schon gar nicht kann man diese Phanomene des Liebesaktes psychologisch 
erklaren, was wir ja immer ohne Erfolg versucht hatten. Diese archaischen 
Dinge laufen biologisch ab und haben auch ihren Biologischen Sinn! DaB 
wir ihn bisher nicht verstanden hatten, andert daran nichts. 

Andert sich bei einer rechtshandigen Frau die Hormonlage, entweder 
durch einen Konflikt im weiblichen Revierbereich links mit SBS oder durch 
Schwangerschaft, Verlust-Konflikt mit Eierstocks-Nekrose, Klimakterium 
oder Anti-Baby-Pillen-Einnahme, dann reagiert sie von da ab auf der rech- 
ten Hirnseite und der Eisprung bleibt aus. Bei einem sexuellen Konflikt z.B. 
mit Gebarmuttermund/hals-Ulcera und Koronarvenen-Ulcera andert sich 
mit Ausbleiben des Eisprungs und Wechsel der Hirnseite nach der akuten 
Phase des Konflikts auch das Gefuhl, d.h. die Frau fuhlt jetzt „mannlich". 
Sie wird jetzt entweder maskulin lesbisch oder bevorzugt einen weiblichen 
Mann, fur den „sie" der „Mann M ist. Aber mit diesem Wechsel auf die 



163 



rechte Hirnseite wechselt auch die Art des Orgasmus: Eine solche Frau 
bekommt jetzt den mannlichen, klitoralen Orgasmus. Sie wiirde damit in- 
nerhalb der nariirlichen GroBfamilie eine ganz andere Stellung einnehmen, 
die „sie" bei langer andauerndem Konflikt auch behalten wiirde, weil dann 
die nariirlichen Mechanismen einsetzen wiirden, diesen Konflikt bis ans 
Lebensende nicht mehr zu losen (zur Vermeidung eines todlichen Rechts- 
herz-Infarktes mit Lungenembolie). Gegeniiber ihrem Ehemann ist eine 
solche mannlich reagierende Frau nun „frigide". 

Die sog. Frigiditat gilt bei uns derzeit als krankhaft oder unnormal. Nun, 
die Frigiditat ware fur die Frauen des „homo sapiens", wie ein Blick zu den 
Naturvolkern zeigt, sicherlich fur 95% der Zeit im geschlechtsfahigen Alter 
das Normale. Denn wahrend der Schwangerschaft und der dreijahrigen 
Stillzeit ist eine Frau normalerweise nicht bereit zum Liebesakt. Unsere 
parabiologische sog. Zivilisation will uns einreden, die Frauen miiBten jede 
Nacht zum Liebesakt, zu den sog. „ehelichen Pflichten", bereit sein und das 
sogar noch mit der Pille, dem Schwangerschafts-Verhutungsmittel, das die 
Frauen (passager) maskulin macht. Wenn sie das nicht sind, gehoren sie 
psychotherapiert. . . 

Wie unsinnig das alles ist, sehen wir erst jetzt, wo wir die Sache ursach- 
lich verstehen konnen. In Wirklichkeit haben wir so ziemlich alles falsch 
gemacht, was wir nur falsch machen konnten. Und in diesem zunehmend 
immer schlimmeren biologischen Chaos siedelten dann die Religionen und 
Konfessionen ihre willkiirliche Sexualmoral an, mit der sie - man denke nur 
an die aus religiosen Ursachen veranlaBten Abtreibungen - unendliches Leid 
und Not iiber die armen Frauen gebracht haben. 

Da die kirchliche Sexualmoral, besonders in der katholischen Kirche, fast 
ausschlieBlich von unverheirateten (und zumeist schwulen) Mannern sank- 
tioniert wurde, wurde den Frauen nur die gerade eben unvermeidliche Se- 
xualitat zugestanden, die im Idealfall „unbemerkt" wie bei der Zeugung 
Jesu durch den „Heiligen Geist", Maria unbemerkt und unsexuell begattet 
hatte. 

ZugegebenermaBen ware eine solche „Minimalsexualitat" der Frau, d.h. 
eine Sexualitat nur zum Zweck der Zeugung der Biologie noch einigerma- 
Ben nahe gekommen, wenn man nicht im 13. Jahrhundert die sog. „Einehe" 
fur das einfache Volk eingefiihrt hatte. Dagegen hatten die Grafen (= grafoi 
= Gerichtsvollzieher), Ritter, Fursten, Abte und Furstbischofe das sog. „ius 
primae noctis", d.h. das „Recht" der ersten Nacht. Sie durften also jedes 
unschuldige Madchen ihrer Untertanen nach Belieben und so oft sie wollten 
verge waltigen. Aus diesem Sexualsklaventum der Frau hat sich unsere Se- 
xualmoral entwickelt. 



164 



Beginnen wir beim Springen der Hirnseiten ganz systematisch: 

L Die rechtshandige Frau empfindet als Regelfall den vagino-analen (oder 
vagino-rectalen) Orgasmus. Allerdings kann man natiirlich durch ent- 
sprechende Stimulation auch den klitoralen Orgasmus auslosen. 
Der vaginale wird von der linken Hirnseite ausgelost, der klitorale 
von der rechten Hirnseite. 

2. Die linkshdndige Frau empfindet als Regelfall den klitoralen Orgasmus, 

ausgelost von der rechten Hirnseite. 

Allerdings kann durch entsprechende Stimulation auch der vagino- 

recto-anale Orgasmus von der linken Hirnseite ausgelost werden. 

3. Der rechtshandige Mann empfindet im Regelfall den peno-klitoralen 

(von Penis und Klitoris) Orgasmus, ausgelost von der rechten Hirn- 
seite. 

Allerdings kann durch entsprechende Stimulation auch der recto- 
anale Orgasmus durch die linke Hirnseite ausgelost werden. 

4. Der linkshdndige Mann hat im Regelfall den recto-analen Orgasmus, 

dazu aber im Regelfall ebenfalls den peno-klitoralen Orgasmus, 
durch den ja nur die Ejakulation ausgelost werden kann. Also den 
„doppelten" Orgasmus. Der linkshandige Mann hat also im Regelfall 
den starksten, weil doppelten, Orgasmus. 

Wird durch einen Biologischen Konflikt oder Anderung der Hormonlage die 
Hirnseite gewechselt (sog. Springen), dann ergeben sich folgende Moglich- 
keiten: 

1. Die rechtshandige Frau wird im Regelfall vaginal impotent, dafur kann 

sie jetzt den klitoralen Orgasmus als Regel-Orgasmus empfinden. Sie 
wunscht nun, wenn uberhaupt, Sex mit weiblichen Mannern („Sof- 
ties") und den Liebesakt in mannlicher Art mit klitoralem Orgasmus. 
Da die Manner dafur meist nicht sehr viel Verstandnis haben, gilt sie 
als „frigide", was sie im Falle eines Biologischen sexuellen Konflik- 
tes auch wirklich ist. 

2. Die linkshdndige Frau hat, das sieht man hier besonders gut, biologisch 

eine ganz andere Funktion als die Rechtshanderin. Auch sie ist, so 
widerspruchlich sich das auch anhort, passager sexuell blockiert, 
empfindet aber nun, wo sie die rechte, mannliche Gehirnhalfte zuge- 
schlossen hat, erstmals im Regelfall den vaginalen Orgasmus und 
kann eigentlich besser schwanger werden als vorher, als sie mit der 
rechten Hirnseite im Regelfall den klitoralen Orgasmus empfunden 
hatte. Sie wird, trotz oder wegen des sexuellen Konflikts, geradezu 



165 



zur Schwangerschaft gezwungen, im biologischen Sinne, versteht 
sich. 

3. Der rechtshandige Mann empfindet, nachdem bei Nichtlosen seines Kon- 

fliktes die rechte Hirnseite zugeschlossen ist, im Regelfall nur noch 
den recto-analen Orgasmus. D.h. er ist homosexuell bzw. beziiglich 
des Penis mehr oder weniger (impotentia coeundi) impotent! 

4. Der linkshdndige Mann ist zwar psychisch passager blockiert aber er 

empfindet nun erstmals im Regelfall den auf der rechten Hirnseite 
ausgelosten peno-klitoralen Orgasmus, so daB ein solcher Linkshan- 
der mit Revier-Konflikt wenigstens eine Zeit lang als Revierchef- 
Ersatz fungieren kann, was die Begattung betrifft, auch wenn er bei 
langer anhaltendem Revier-Konflikt zum „Macho-Schwulen" wird. 

Ob ich dies alles schon jetzt beim ersten Mai gleich ganz richtig einordne, 
biologisch richtig einordne, weiB ich nicht. Zu schwer fallt gerade uns Arz- 
ten, die wir Jahrhunderte gewohnt waren, diese Sinnvollen Biologischen 
Sonderprogramme als Bosartigkeiten, „krankhafte Storungen", Insuffizien- 
zen, Pannen oder dgl. anzusehen, nunmehr sofort zu verstehen, daB diese 
SBS von Mutter Natur auch dafur eingesetzt werden, soziale Relationen 
und Zusammenhange, Familien, Herden, Rudel, Sippen etc. zu bilden, fur 
die diese vermeintlichen „Storungen", Funktionsanderungen und „Impoten- 
zen" sogar ausgesprochen sinnvolle und uberlebensnotwendige Vorgange 
sind, eben Sinnvolle Biologische Sonderprogramme der Natur (SBS). 

Ich hoffe, Ihr werdet, liebe Leser, nicht enttauscht sein, wenn Ihr nun, 
sofern Ihr sie lest, Beschreibungen des Liebesaktes, der stets als irrational 
und eigentlich „unbeschreiblich" gait, in Zukunft ganz anders lesen und 
verstehen werdet! Noch viel phantastischer als bisher - allerdings weniger 
irrational! 

Der doppelseitige oder kurz „doppelte Orgasmus" der „Liebesrausch," das, 
wofur Schriftstellern bei der Beschreibung des Glucks des Liebesaktes die 
Worte ausgehen, namlich der „doppelte Orgasmus", das konnen wir jetzt in 
wissenschaftliche Worte fassen, ohne daB es dadurch an Faszination ver- 
liert. 



137 Naheres hierzu im Kapitel „Die Entstehung der spontanen Verbrechen bzw. 
Straftaten" 



166 



Definition: 

Der „doppelte" Orgasmus ist die gleichzeitige von den beiden Revierberei- 
chen beider Hemispharen ausgeloste epileptoide Krise des natiirlichen Be- 
gattungs-SBS, namlich 

a) die von der linken Hirnseite gesteuerte vagino-recto-analen und 

b) die von der rechten Hirnseite gesteuerte peno-klitoralen epileptoide Kri- 
se. 

Im Augenblick der gleichzeitigen, beidhirnseitigen, corticalen epileptoiden 
Krise ist der Liebende in der schizophrenen Konstellation. Dieses Gefuhl 
des kurzzeitigen „Wahnsinns" hat bisher einen GroBteil der Faszination des 
Liebesaktes ausgemacht. Wir nannten es „Liebesrausch". 

Bei den Tieren, die ja, was die weiblichen Tiere betrifft, diesen Liebesakt 
nur in der Zeit vor dem Eisprung und nur zum Zweck der Zeugung vollzie- 
hen, sehen wir diesen „doppelten Orgasmus" viel haufiger als bei den Men- 
schenfrauen, wo ja die Zeugung gerade vermieden werden soil und nur der 
Lustgewinn gewollt ist. 

Im Normalfall, d.h. ohne Konflikt und ohne Hormonveranderung, haben 
der linkshandige Mann und die rechtshandige Frau einen gewissen „Vor- 
teil", den „Liebesrausch" zu erleben: Der linkshandige Mann erlebt ihn 
quasi im Regelfall, weil er den recto-analen Orgasmus aufgrund seiner 
Linkshandigkeit und den peno-klitoralen zur Ejakulation notwendigerweise 
erlebt. Die rechtshandige Frau erlebt den vagino-recto-analen Orgasmus als 
Regelfall und kann dazu leicht durch entsprechende Liebestechnik den klito- 
ralen Orgasmus gleichzeitig dazu erleben. 

Es ist auch hier, wie bei so vielen Dingen in der Neuen Medizin: Theore- 
tisch ist die Sache wohl einfach zu verstehen. Aber mit den Details beginnen 
die Probleme des Verstandnisses. Wir miissen ja immer daran denken, daB 
die verschiedenen Orgasmen bei uns Menschen weitgehend kiinstlicher bzw. 
unbiologischer Art sind. Sie werden durch die unbiologischen Vorschriften 
unserer verschiedenen GroBreligionsstifter noch komplizierter und unver- 
standlicher. 

8.4.8 Sexualitat in der sog. „Schizophrenen Konstel- 
lation" 

Betrachten wir wieder unsere 4 Gruppen: 

L die rechtshandige Frau, die ja moglicherweise biologischerweise nur alle 
3-4 Jahre (nach Schwangerschaft und anschlieBender Stillzeit) einen Or- 



167 



gasmus erleben wurde, und zwar vor einem Eisprung, wurde sich in der 
schizophrenen Konstellation beider Revierbereiche, die wir hier untersuchen 
wollen, ganz verschieden verhalten konnen. 

Grundsatzlich wiirden wir ja einen solchen Zustand eine „postmortale 
Konstellation", bisweilen bei Akzentuierung des linken Hirnseiten- 
Konfliktes eine „suizidale Konstellation" oder, wenn beide Schienen sexu- 
ellen Charakter haben, eine „nymphomanische Konstellation" nennen. Denn 
ein Revierbereichs-Konflikt braucht ja noch nicht unbedingt ein sexueller 
Konflikt im speziellen Sinne zu sein. 

Hier ist der Begriff der sog. Schiene von groBer Bedeutung: Denn es gibt 
nur zwei Moglichkeiten: 

a) wenn die Schiene ein- oder doppelseitig nicht die eigentliche Sexualitat 
betrifft, kann, mit epileptoiden Krisen in der pel-Phase, trotzdem eine 
ein- oder doppelseitige Impotenz (impotentia coeundi aut/et generandi) 
resultieren. 

b) betrifft die Schiene aber ein- oder doppelseitig die eigentliche Sexualitat, 
dann erfolgt bei jedem ein- oder doppelseitigen Rezidiv auch eine nach- 
folgende epileptoide Krise, allerdings sehr abgeschwacht, wie das ja in 
der schizophrenen Konstellation iiblich ist. 

Wir sehen also, wie hier Impotenz und abgeschwachter, sogar doppelseitiger 
oder einfach „doppelter" (abgeschwachter) Orgasmus eng beieinander lie- 
gen. Selbstverstandlich waren solche Vorgange in der Natur oder bei Natur- 
volkern sehr selten. 

In der Zivilisation hat man den Menschen eingeredet, daB Sexualitat zum 
taglichen Bediirfnis gehore wie Essen, Trinken oder Schlafen. Das ist na- 
turlich biologisch quasi „ohne Sinn und Verstand", was da willkurlich ma- 
nipuliert wird. Aber selbst wenn etwas biologisch vollig Unsinniges ge- 
schieht, verlauft es doch stets nach den archaischen 5 Biologischen Natur- 
gesetzen. 

Konkret: Die rechtshandige Frau, die in schizophrener Konstellation beider 
Revierbereiche ist, die keinen Eisprung mehr gehabt hatte und nach einer 
gewissen Zeit nach dem 1. DHS (linke Hirnseite) zunachst mannlich rea- 
giert hat, keinen vagino-recto-analen Orgasmus mehr bekommen konnte - 
auBer bei der Schiene - die nach dem 2. DHS, diesmal auf der rechten Hirn- 
seite, auch nicht mehr richtig mannlich reagiert, d.h. auch keinen klitoralen 
Orgasmus mehr bekommt, (auBer bei der Schiene) die ist in manisch- 
depressiver, postmortaler, nymphomanischer Konstellation (letzteres nur. 
sofern der Konflikt auf der linken Hirnseite betont ist). Wir nennen dies 
dann Nymphomanie. 



168 



Solche Frauen sind z.B. haufig auf „platonischer Manner- Anmache" oder 
sie wollen z.B., wenn das die Schiene war, dauernd klitoral masturbiert 
werden oder machen es durch Selbstbefriedigung. Dabei, das durfen wir 
nicht vergessen, konnen solche Frauen in der schizophrenen Konstellation, 
die ja durch den 2. Konflikt (auf der rechten Hirnseite) ihren Eisprung und 
sog. Periode wiederbekommen haben, durchaus schwanger werden: Die 
biologische Losung dieses Zustandes. 

2. Die linkshandige Frau, die ja biologischerweise auch nur alle 3-4 Jahre 
(nach Schwangerschaft und Stillzeit) einen Orgasmus in der Zeit vor dem 
Eisprung bekommt und dann regularerweise einen klitoralen, hat nach dem 
1. biologischen Konflikt im Revierbereich auf der rechten Hirnseite, ein 
ganz und gar anderes Hormonprofil als die Rechtshanderin nach dem 1 . 
Konflikt (auf der linken Hirnseite). Denn sie hat ja weiter einen Eisprung 
und einer sofortigen Schwangerschaft steht trotz eines moglicherweise sexu- 
ellen Konflikts im rechten Revierbereich nichts im Wege. 

Auch wenn diese Linkshanderin noch einen 2. Konflikt erleidet, diesmal 
auf der linken Hirnseite, ebenfalls im (weiblichen) Revierbereich, verliert sie 
trotzdem nicht ihren Eisprung, wenn sie nicht schon im Bereich der Wech- 
seljahre ist. 

Auch sie hat nun die manisch-depressive, postmortale und obligat nym- 
phomanisch-depressive Konstellation. Denn sie erleidet ja 2 mal hinterein- 
ander einen sexuellen Konflikt, zuerst auf der rechten Seite, dann auf der 
linken nochmals. Der Zustand kann im Prinzip „nympho-depressiv M sein 
und nymphomanisch, sofern der Konflikt auf der linken Hirnseite akzentu- 
iert ist. In der schizophrenen Konstellation sind Links- und Rechtshanderin 
wieder vergleichbar. 

Auch hier gilt, hinsichtlich Frigiditat (Impotenz) das gleiche wie fur die 
Rechtshanderin. Auch hier kommt es darauf an, ob die Sexualitat die ei- 
gentliche Schiene war, entsprechend ist der Orgasmus. Allerdings kommt 
hinzu, daB durch Gewohnung, z.B. Selbstbefriedigung, eine Art „Bahnung" 
gesetzt ist, wie wir das fruher vielleicht richtig benannt hatten. Und, wie 
gesagt, miissen wir uns ja immer dariiber im klaren sein, daB diese Dinge 
mehr oder weniger kunstlich ausgelost und in Gang gehalten werden, denn 
die biologische Losung ist ja meist sehr einfach: Schwangerschaft! Und 
nach 3-4 Jahren werden „die Karten neu gemischt"! 

3. Der rechtshandige Mann hat als Regelorgasmus den peno-klitoralen 
Orgasmus, von der rechten Hirnseite ausgelost. Kann er seinen ersten Re- 
vier-Konflikt, den er ja auf der rechten Hirnseite erleidet, langere Zeit nicht 
losen, dann darf er ihn biologischerweise auch nicht mehr losen, weil er 



169 



sonst am Linksherz-Infarkt sterben wiirde. Er wird homosexuell und kann 
nun den recto-analen Orgasmus empfinden. Allerdings kann der Partner 
oder die „maskuline Partnerin" den Penis-Orgasmus, wenn das die Schiene 
war, noch manuell oder oral kiinstlich auslosen, so daB er sogar, wenn auch 
den peno-klitoralen in herabgesetzter Starke, einen gleichzeitigen doppelten 
Orgasmus erleben kann. Daher riihrt die weit verbreitete Ansicht der Homo- 
sexuellen, daB ja die „Normalen" den Orgasmus gar nicht so intensiv erle- 
ben konnten wie die Homosexuellen. Gemeint ist dabei stets dieser doppelte 
Orgasmus. 

4. Der linkshandige Mann erleidet den 1. Revier-Konflikt links-cerebral, 
wird dadurch manisch und anal orgasmus-unfahig. Er ist dann ein „psy- 
chisch quasi kastrierter" Macho. Er ist aber in diesem Zustand immer noch 
begattungsfahig und auch bereit. Deshalb wird er naturgemaB vom Rudel- 
fuhrer gnadenlos gestellt und auch bei jeder Gelegenheit niedergemacht, so 
lange, bis er einen 2. Revier-Konflikt erleidet, diesmal auf der rechten Hirn- 
seite, wodurch er in die schizophrene Konstellation kommt. 

Er bleibt zwar noch erektionsfahig und manipulativ ejakulationsfahig, 
aber die Libido 138 ist quasi Null. Er kann „es auch ganz lassen". Als solcher 
wird z.B. ein Wolf vom Rudel-Chef nunmehr akzeptiert. Im Kapitel iiber 
Psychosen werden wir sehen, daB diese Konstellationen auch nicht etwa 
Pannen der Natur sind, sondern ihren biologischen Sinn haben. Denn solche 
links-pfotigen Wolfe in schizophrener Konstellation sind im Falle des Todes 
des Rudel-Chefs und dem Fall, daB die Alpha-Wolfin aus irgendeinem 
Grund die vorubergehende Fuhrung des Rudels nicht ubernehmen kann, die 
einzigen, die die Nachfolge des Rudel-Chefs ubernehmen konnten, wenn sie 
beide Konflikte losen, denn alle anderen Zweit- Wolfe mit einseitigem Re- 
vier-Konflikt diirfen und wollen ihren Konflikt instinktiv nicht losen, weil 
sie sonst an Links- oder Rechtsherz-Infarkt sterben wiirden. 

Was fur homosexuelle Manner gilt, gilt - mutatis mutandis - auch fur die 
lesbischen Frauen, die diese Effekte mit Vibratoren zustande bringen. Bei 
der schizophrenen Konstellation, der manisch-depressiven, postmortalen, 
casanova-manischen Konstellation der Manner ist wieder alles moglich, je 
nachdem, welche Seite betont ist, welche Schienen bestehen, und welche 
Stimulations-Gewohnheiten. Leider gibt es bisher in dieser Hinsicht natiir- 
lich noch keine systematischen Hormonparameter, so daB wir nur Vermu- 
tungen anstellen konnen, aber keine Beweise haben. Das konnte sich in kiir- 
zester Zeit andern, sollte ich eine Klinik haben. 



1 38 

Libido = Kraft, mit der der Sexualtrieb auftritt 



170 



Selbstverstandlich spielen auch die moglichen Verlust-Konflikte und die 
am Ende der pel-Phase vermehrten Testosteron-Werte hier eine wichtige 
Rolle. Aus diesen vielen Einzelteilen kann man in etwa die Art des (einfa- 
chen oder doppelten) Orgasmus (Schienen!) oder der Impotenz berechnen, 
immer in dem BewuBtsein, daB das ja mit der Biologie meist nur noch die 
archaischen Grundmechanismen der 5 Biologischen Naturgesetze gemein- 
sam hat. 



171 



9 Der vegetative Rhythmus / 
Sympathicotonie - Vagotonie 

Hatte ein einziger Arzt dieser Welt sich fur den fundamentalsten Rhythmus 
der Biologie interessiert, den Tag/Nacht-Rhythmus oder Sympathicotonie 
Vagotonie Rhythmus und hatte er nur drei seiner an Krebs erkrankten Pati- 
enten daraufhin gewissenhaft untersucht, er hatte die Zusammenhange des 
Krebses nicht iibersehen konnen. Mich selbst schlieBe ich fur die ersten fast 
20 Jahre meiner arztlichen Tatigkeit gleich mit ein. 

Leider genieBt die Beschaftigung mit Fragen des Biorhythmus in unserer 
Medizin kein hohes Ansehen, man kann sogar sagen, dieses Gebiet fristet 
ein Schattendasein. In den Biichern der Psychosomatik groBter Dimension 
sind jeweils nur wenige Zeilen dafur vorbehalten. Und diese wenigen Zeilen 
sind noch hochst kummerlich. Motto: Wenn es dort eine Storung gibt, nennt 
man es „vegetative Dystonie", Punktum. 

Auf dem Gebiet der Krebsentstehung, des Krebsverlaufs und der Heilung 
spielt der vegetative Rhythmus eine ganz zentrale Rolle! 

Merke: 

Die Anderung des vegetativen Rhythmus (Biorhythmus) ist das wichtig- 
ste diagnostische Kriterium der Krebserkrankung und zwar sowohl der 
Krebsentstehung als auch der Krebsheilung (DHS und CL). 

Die Entstehung einer Krebserkrankung, also die Einleitung eines Sinnvollen 
Biologischen Sonderprogramms, besteht, was den Biorhythmus anbelangt, 
in einer durch ein DHS entstandenen Dauer-Sympathicotonie, der post- 
conflictolytische Heilverlauf in einer Dauer-Vagotonie! Die endgiiltige 
Heilung besteht in einer Riickkehr zur Normotonie! 

Der vegetative Zustand eines Patienten ist der Diagnostik bestens zugang- 
lich. Man braucht dem Patienten nur die Hand zu geben um festzustellen, 
ob er kalte oder warme Hande hat d.h. ob er in Sympathicotonie oder 
Vagotonie ist. 

Rhythmusschwankungen gelten als Kreislaufstorungen und werden auf 
„Normwert" gebracht. Eine Woche oder 14 Tage halten das viele Menschen 
aus, wenn sie sich anschlieBend zu Hause vom StreB im Krankenhaus erho- 
len konnen. Aber bei mehr als 4 Wochen wird es schon schwieriger. Er- 
schwerend hinzu kommt noch das mangelnde Verstandnis der Neuen Medi- 
zin durch die Arzte: Wenn ich irgendeinen Patienten mit einer Komplikation 
(z.B. Pleurapunktion oder Bluttransfusion) in ein Krankenhaus geschickt 



173 



hatte, der bereits in der Heilphase (pel-Phase) war, dann hieB es stets 
gleich: „Ach, da machen wir nichts mehr, der Kreislauf ist ja schon vollig 
zusammengebrochen vom Krebs. Unser Chef hat Morphium angeordnet." 
Den Angehorigen erzahlte man dann, es habe doch keinen Zweck mehr mit 
dem Patienten, der Kreislauf sei doch schon vollig zusammengebrochen, 
man solle den in Ruhe sterben lassen. Nach wenigen Tagen war er dann 
auch wirklich unter Morphium verschieden. 

Ich kenne sehr viele Patienten, die monatelang in solcher tiefen Dauer- 
Vagotonie gelegen haben in solcher vermeintlichen „Dauer- 
Kreislaufstorung", die heute wieder frohlich herumlaufen. Denn die Vago- 
tonie-Phase, die Heilungsphase nach Conflictolyse ist ja eben auch nur eine 
Phase. Sie hat ihr ganz natiirliches Ende, wenn der Organismus wieder in 
die Normotonie findet. Das darf aber von Natur aus erst sein, wenn der 
Organismus sowohl das Gehirn als auch das Organ wieder repariert hat, so 
daB das Individuum sich dem Kampf des Lebens wieder stellen kann. Wur- 
de ein Mensch oder Tier vor AbschluB der Reparatur seines Defekts wieder 
aufstehen und sich schon wieder in den Kampf ums Dasein stiirzen, so ware 
das glatter Selbstmord. Genauso wie der Organismus in der konflikt-aktiven 
Phase alle Krafte mobilisiert, um den Konflikt zu seinen Gunsten zu ent- 
scheiden, genauso versucht er in der Heilungsphase vollige Ruhe zu haben, 
damit der Hamersche Herd im Gehirn und die Krebsgeschwulst am Organ 
abheilen konnen. 

Ebenso wie man den 24-Stunden-Tag in eine Tag- und eine Nachtphase 
unterteilen kann, so konnte man eigentlich auch die Krebserkrankung in eine 
dauer-sympathicotone Tag- oder Konfliktphase und eine dauer-vagotone 
Nacht- oder Erholungsphase unterteilen. Und genauso wie der Mensch 
nachts nicht etwa krank ist, weil er schlaft, und tagsiiber nicht krank ist, 
weil er nicht schlaft, genauso ist im Prinzip sowohl die konflikt-aktive Phase 
als auch die Heilungsphase etwas Normales. 

Im Grunde ist deshalb auch die ganze Krebserkrankung etwas ganz und 
gar Normales. Es ist nichts weniger als eine wild gewordene Zelle, die da 
vermeintlich verriickt spielt und alles durcheinander bringt, die vollig un- 
kontrolliert wachst und sich vermehrt und ihren angeblichen 
„Wirtsorganismus" bekampfen wurde. Die Krebsgeschwulst, auf die sich 
der Ingrimm der Mediziner richtet, ist nur ein relativ harmloser Gradmesser 
fur die eigentliche „Krankheit" in der Psyche und im Gehirn. Im Grunde 
konnen wir einen Konflikt, den wir im Augenblick des DHS erleiden, auch 
als Test der Natur auffassen, ob unser Organismus noch in der Lage ist, mit 
einem solchen anschlieBenden Sonderprogramm fertig zu werden. Bestehen 
wir den Test nicht, miissen wir unseren Platz auf dieser Welt frei machen 



174 



fur einen anderen Artgenossen, der diesen Test bestehen kann. Die Ge- 
schwulst am Organ aber zeigt nur, daB wir schon langere Zeit diesen Test 
nicht bestanden haben und es nun hochste Zeit wird, ihn zu bestehen. Diese 
Geschwulst wegzuschneiden, in der Hoffnung, nun sei die ganze Krankheit 
geheilt, ist so, als wurde sich zur Mittagszeit ein Mensch die Augen zuhal- 
ten und sich einbilden, nun sei die Sonne untergegangen. 

Solange wir den vegetativen Rhythmus, gleichsam den Pulsschlag der 
Natur, nicht begreifen, konnen wir auch die ganze Neue Medizin nicht be- 
greifen. Alle Prinzipien und Gesetze in der Natur hangen zusammen, im 
Grunde sind es sogar am Ende nur wenige, auf die sich alles zuruckfuhren 
laBt. Ein solches Prinzip ist der Rhythmus in der Natur, den wir, bezogen 
auf unseren Organismus, den vegetativen Rhythmus nennen. 

Meine Patienten begriiBten sich morgens mit Handschlag: „Ach, schone 
warme Hande haben Sie, dann scheinen ja bei Ihnen alle Sicherungen drin 
zu sein!" Sicher, wenn man es jetzt weiB, ist es leicht zu sagen, man hatte es 
leicht herausfinden konnen mussen, weil doch jeder konflikt-aktive Krebs 
eine Dauer-Sympathicotonie und jeder Krebs in der Heilungsphase nach 
Konfliktlosung eine Dauer-Vagotonie zeigt. (Das gleiche gilt naturlich fur 
die Krebsaquivalente). 

Wie hangt denn nun dieses Phanomen mit unserem Biorhythmus zusam- 
men? Wo liegt die Storung? Oder ist es iiberhaupt eine Stoning? Die Fragen 
riihren an die Wurzel des Verstandnisses von Krebs iiberhaupt. 
Fangen wir ganz von vorne an: Es gibt zwei Phasen in unserem Ta- 
gesrhythmus: 

1. die Tag-Phase: 

In dieser Phase arbeiten und kampfen wir. In dieser Phase mussen wir hell- 
wach sein! Sie dauert etwa von morgens 4 Uhr bis abends 8 Uhr im Som- 
mer, und von morgens 6 Uhr bis abends 6 Uhr im Winter. Die sog „ergotro- 
pen ,, Organe sind innerviert, d.h. die „Arbeitsorgane" Muskeln, Herz, 
Gehirn. 

2. die Nacht-Phase: 

In dieser Phase schlafen wir. Psyche, Gehirn und Organe erholen sich von 
der Arbeit. In dieser Phase sind die sog. „trophotropen „ Organe innerviert 
und vermehrt durchblutet: Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldriise. Die 
Nahrung wird in Ruhe verdaut. Psyche, Gehirn und Organe, der ganze Or- 
ganismus sammelt Kraft fur den nachsten Tag. 

139 ergotrop = physisch wirksam im Sinne einer Leistungssteigerung 
140 trophotrop = auf die Ernahrung (Nahrung) gerichtet, wirkend 



175 



Die sog. moderne Medizin hat jedoch versucht, diesen Tag/Nacht-Rhythmus 
zu ignorieren. Auf den Intensivabteilungen gibt es keinen Tag/Nacht- 
Rhythmus mehr. Es brennt immer Neonlicht, der Blutdruck, sicheres Anzei- 
chen fur den Unterschied von Tag- und Nacht-Rhythmus, wird rund um die 
Uhr, wie man so schon sagt, „stabil M gehalten. 

Schon da beginnt der Unsinn. Um also den Blutdruck, der bei jedem ge- 
sunden schlafenden Mensch systolisch unter 100 mm Hg sinkt, kiinstlich 
hochzuhalten, bekommt der Patient laufend „Kreislaufmittel", was nichts 
anderes ist als Sympathicotonica. Praktisch wird es dem Patienten unmog- 
lich, richtig tief zu schlafen. 

Erinnern wir uns an das Schema iiber den zweiphasigen Verlauf aller Sinn- 
vollen Biologischen Sonderprogramme aus dem 7. Kapitel iiber die Zwei- 
phasigkeit aller Erkrankungen bei Losung des Konfliktes: 
Der normale Tag/Nacht-Rhythmus ist die Normotonie, in der 1. konflikt- 
aktiven StreBphase herrscht Sympathicotonie, in der 2. konflikt-gelosten 
Heilungsphase Vagotonie, nach AbschluB der pel-Phase wieder Normoto- 
nie. Zwischen DHS, CL und Re-Normalisation zur Eutonie hin, liegt z.B. 
eine Krebserkrankung. 

Um den Sinn und das Wesen der Anderung des Biorhythmus verstehen zu 
konnen, wollen wir uns noch einmal am Beispiel des Hirschs einen typi- 
schen Revier-Konflikt vorstellen: Ein junger Hirsch bricht ins Revier des 
alten Hirsches ein, nutzt den Uberraschungseffekt und jagt den alten Hirsch 
aus dem Revier. Der alte Hirsch erleidet ein DHS mit andauerndem Revier- 
Konflikt. Dieses DHS mit dem dazugehorigen Revier-Konflikt bedeutet 
gleichzeitig das Umschalten auf ein Sonder- bzw. Notprogramm. Es kann 
den alten Hirsch zu Tode bringen, aber es bedeutet auch seine Chance. 
Denn hatte er kein DHS erlitten, so sahe sein Organismus keinerlei Veran- 
lassung, alle Krafte zu mobilisieren. So aber mobilisiert er jetzt alle Krafte, 
sein ganzer Organismus lauft auf Hochtouren. Er bereitet sich grundlich 
vor, dann tragt er einen Angriff an geeigneter Stelle vor, spielt seine ganze 
Kampfeserfahrung aus vielen Jahren aus. Dem ist der junge Hirsch nicht 
gewachsen. Er muB das Feld raumen. Der alte Hirsch hat seine Chance 
wahrgenommen, vielleicht fur ein Jahr, vielleicht fur zwei oder sogar drei 
Jahre, wer weiB. Irgendwann wiederholt sich das Gesetz des Kampfs um 
das Revier. Dann wird der alte Hirsch geschlagen von der Walstatt gehen, 
dem jungen Nachfolger gehort nun das Revier. Der alte Hirsch wird dann 



Systole = Kontraktion eines muskularen Hohlorgans, im eigentlichen Sinne 
des Herzmuskels 



176 



von Kraften kommen, abmagern und schlieBlich an Entkraftung sterben wie 
ein Mensch, der an Krebs erkrankt ist und seinen Konflikt nicht zu losen 
vermocht hat. 

Sagt selber, ist ein DHS mit Sympathicotonie und Umschalten auf ein 
Sonde rprogramm nun eine Stoning oder ist es ein notwendiger Vorgang 
zum Uberleben in der Natur? Die Natur hat viele Millionen von Jahren ge- 
braucht, um dieses phantastische System in Hunderten von Variationen zu 
schaffen. Es hat sich bewahrt. Deshalb kann ich nicht glauben, daB es nicht 
seinen Sinn hat, auch wenn wir kurzsichtigen Menschen das alles nur als 
„Storung, Krankheit" etc. anzusehen in der Lage sind. 

Sicher, den einzelnen Kranken kann das nicht trosten, wenn man ihm sa- 
gen wurde, daB auch der Tod etwas biologisch Normales ist. Wir sind ja 
gewohnt, alle Krankheiten, Tumoren, Bakterien, ja selbst die einzelnen 
Symptome wie Fieber, Brechreiz, Oedeme etc. zu „bekampfen". Sie sind 
etwas „Schlechtes, Boses, Feindliches", das den Menschen zerstoren will. 
Ich glaube, wir mussen dringend lernen, ein neues Verstandnis fur das We- 
sen der Krankheit zu gewinnen. 

Wenn wir so wollen, dann ist die konflikt-aktive, Krebsentstehungs-Phase 
gleichsam eine Dauertag-Phase. So ahnlich wird uns in der Ilias der „ra- 
sende Achilles" beschrieben, der so lange rasend war, bis er Hektor getotet 
hatte, der ihm seinen Freund Patroidos getotet hatte. Kurz darauf erlag 
Achilles einem Herzinfarkt... 

Der Patient, der im Dauertag-Rhythmus ist, kann nicht schlafen, hat er- 
hohte Adrenalin-Ausscheidung, nimmt an Gewicht ab, bis er endlich seinen 
Konflikt gelost hat - oder ihn nie losen kann. 

Normalerweise folgt auf die konflikt-aktive Dauertag-Phase die post- 
conflictolytische Phase, die Heilungs- oder Dauernacht-Phase. 

Jede Krebs- bzw. Krebsaquivalent-Erkrankung ist demnach ein in eine 
groBere Dimension prolongierter Tag/Nacht-Rhythmus- Vorgang. Kaum 
anzunehmen, daB ein so geordneter Vorgang „zufallig" sein konnte. Ausge- 
schlossen auch die Vorstellung der Zauberlehrlinge, daB ein solch geordne- 
ter Vorgang das zufallige Werk einer „wildgewordenen" Zelle sein sollte ... 

So lauft also unser gesamter Organismus an den zwei Zugelenden, der 
sympathischen und der parasympathischen Innervation, dem Tag/Nacht- 
Rhythmus zwischen Anspannung und Erschlaffung, zwischen StreBphase 
und Heilungsphase, zwischen konflikt-aktiver und konflikt-geloster Phase, 
zwischen Krebsentstehung und Krebsheilung. 



142 Ilias = Homers Epos uber den Kampf der Griechen gegen Troja 



177 



Dieses vegetative Nervensystem ist das Zweitalteste Nervensystem unseres 
Korpers. Es stammt aus der Zeit, als die sog. Briicke oder Pons unseres 
jetzigen Hirnstamms quasi das „GroBhirn" unserer primitiveren Vorfahren 
war. Es muB vor etwa 80 bis 100 Millionen Jahren gewesen sein; noch be- 
vor es Sauger gab, als erstmals der Tag/Nacht-Unterschied Bedeutung be- 
kam, die Korpertemperatur regulierbar wurde und der Organismus eine Art 
Rhythmus-Uhr bekam, die den Tag/Nacht-Rhythmus anzeigte. 



9.1 Das vegetative Nervensystem, Computer- 
zentrale des biologischen Rhythmusgesche- 
hens unseres Korpers 

Wenn unser Organismus gesund ist, schwingt er in sog. Rhythmen und 
gleichzeitig in groBeren Zyklen. Rhythmus nennen wir den Tag/Nacht- 
Rhythmus oder auch Wach/Schlaf-Rhythmus oder Anspan- 
nungs/Erholungsrhythmus oder sympathicotoner/parasympathicotoner (= 
vagotoner) Rhythmus. 

Dieser Tag/Nacht-Rhythmus schwingt bei Mensch und Tier wie eine Uhr, 
wobei durchaus manche Tierarten („Nachtjager") nachts die Anspannungs- 
phase haben und tagsuber die Ruhephase. Dieser Rhythmus, den wir auch 
vegetativen Rhythmus nennen, ist ein zentraler Bestandteil unseres ganzen 
Organismus, ja unseres ganzen Lebens. Die Funktion all unserer Organe 
wird von diesem vegetativen Rhythmus koordiniert. Das Nervensystem, das 
diese Koordination besorgt, nennt man das vegetative oder autonome Ner- 
vensystem. Man vergleicht es auch oft mit den beiden Ziigelenden bei einem 
Pferd, zwischen denen unser Organismus gleichsam gehe wie ein Pferd. Der 
eine Zugel, der Sympathicus, zieht in Richtung Anspannung, der andere, der 
Parasympathicus, in Richtung Erholung, Ruhe. 

Da der Hauptnerv der ganzen Gruppe des parasympathischen Nervensy- 
stems der Nervus Vagus ist, nennen wir die Ruheinnervation auch Vagoto- 
nic Die sympathische Innervation und die parasympathische haben jede ihr 
eigenes „Telegraphennetz", wie wir an den nachfolgenden Innervations- 
Schemata ersehen konnen. 

Wichtig ist fur uns im Rahmen dieses Buches das Verstandnis dieser „ner- 
vosen Zugel" unseres Organismus. Denn jede Zelle unseres Korpers wird 
von diesen Ziigeln gesteuert. Wir sehen das an der Dauer-Sympathicotonie 
wahrend der konflikt-aktiven Krebswachstums-Phase und der Dauer- 
Vagotonie wahrend der pcl-Heilphase Fur das parasympathische 



178 



Telegraphennetz scheint eine „Linie" ausreichend zu sein. Die zustandigen 
Poststationen, sog Ganglien, ziehen sich vom Hals bis zum Becken hinunter. 
Fur das sympathische „Telegraphennetz" scheint es zwei „Linien" zu geben, 
ganz grob gesagt: eine, die parallel zur parasympathischen „Telegraphen- 
leitung" lauft, jedoch laufend ihre Impulse von der „Hauptleitung", namlich 
vom Riickenmark, bekommt, die zweite Telegraphenleitung ist die nervos- 
hormonale: 

Thalamus - Hypophyse - Schilddruse 
Thalamus - Hypophyse - Inselzellen (a und B) 
Thalamus - Hypophyse - Nebennierenrinde 

9.2 Parasympathicotonie = Vagotonie und 
Sympathicotonie 

Wir hatten in der alten Schulmedizin mit den Begriffen Parasympathicotonie 
= Vagotonie und Sympathicotonie, nicht sehr viel anfangen konnen. Wir 
nannten das Ganze das vegetative Nervensystem Und wenn jemand nicht 
schlafen konnte, nervos gereizt war oder dauernd mude war, dann sprachen 
wir von „vegetativer Dystonie". 

Inzwischen sind fur uns in der Neuen Medizin Sympathicotonie und 
Vagotonie zentrale Begriffe geworden, seit wir wissen, daB sich ja alle 
Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme, sofern eine Losung des biologi- 
schen Konflikts erfolgt, in diesem zweiphasigen Rhythmus abspielen. Dar- 
uber konnt Ihr Euch geniigend informieren, liebe Leser, im Kapitel iiber das 
2. Biologische Naturgesetz. 

Aber der unterschiedliche vegetative Rhythmus, den man fruher auch die 
beiden Zugel genannt hat, mit denen Mutter Natur jedes Individuum steuert, 
die gibt es ja nicht nur bei den Sinnvollen Biologischen Sonderprogrammen 
(SBS) sondern auch die sog. Normotonie ist ja zweiphasig. Von wenigen 
Tierarten abgesehen, den sog. „Nachtjagern", ist ja die Tag -Phase die sym- 
pathicotone StreB-Phase (beginnend im Sommer um 3 Uhr, im Winter um 5 
Uhr), die Nacht-Phase die Erholungs- oder Ruhe-Phase = vagotone Phase. 

Die Chinesen nennen sie Yin und Yang, wobei Yin fur das weibliche pas- 
sive Prinzip steht und Yang fur das mannliche aktive. Im weiteren Sinne 
konnte man das weibliche Prinzip fur Vagotonie und das mannliche Prinzip 
Yang fur die Sympathicotonie ansehen. 

In den meisten Kulturen und Religionen sind solche Dualismen bekannt. 
Allerdings sind diese nie naturwissenschaftlich biologisch gemeint gewesen. 



179 



Denn alle Vergleiche wiirden hinken: In fast alien Kulturen steht Nacht fur 
Finsternis, Kalte, Tod, der Tag fur Leben, Licht und Warme. In der Natur 
ist aber in der Nacht Erholung, Ruhe, Vagotonie, am Tag StreB und Kon- 
flikte, wenn man, wie gesagt, von den sog. „Nachtjagern" absieht, die einen 
umgekehrten Rhythmus haben wie ihre Beutetiere. Dem tragt die Natur 
wiederum selbst Rechnung, indem die in der pel-Phase befindlichen Beute- 
tiere (beim SBS) erst gegen Morgen um 3 oder 4 Uhr, wenn es hell wird, 
schlafen konnen, um nicht vom Nachtjager in der Dunkelheit im Tiefschlaf 
angefallen und getotet zu werden. 

Wir wollen fur dieses Auf und Ab in der Biologie einen neuen Begriff pra- 
gen: 

der Biologische Wellen-Rhythmus 

Sowohl die Normotonie als auch die Zweiphasigkeit des Sinnvollen Biologi- 
schen Sonderprogramms sind dann Spielarten dieses Biologischen Wellen- 
Rhythmus. Dieser Biologische Wellen-Rhythmus ist meiner Meinung der 
Urmotor des Lebens uberhaupt. 

Wenn wir zunachst mal den allerersten Teil der Schopfung von Mutter 
Natur iiberspringen bis zur ersten haploiden Zelle, dann konnen wir sa- 
gen: Die erste haploide Zelle brauchte Sympathicotonic nach Althirn- 
Schema, um sich quasi innerlich zu verdoppeln und zur diploiden 144 Zelle zu 
werden, die wir falschlicherweise stets in der Biologie als die erste Zelle 
ansehen (siehe Kapitel iiber die Biogenetischen Grundregeln). Mit dieser 
allerersten haploiden Zelle sind nicht die Ei- und Samenzelle gemeint, die 
sich zur befruchteten diploiden Zelle vereinigen. 

Innerhalb des groBen Biologischen Wellen-Rhythmus der Zellvermehrung 
nach Althirn-Schema mit Sympathicotonic verlaufen die „kleinen Biologi- 
schen Wellen", denn jede „innere Zellvermehrung" auf den vierfachen 
Chromosomensatz als sympathicotone Phase ist gefolgt von einer Zelltei- 
lung oder Teilung des doppelten Chromosomen-Satzes als vagotone Phase. 

Die „groBe Biologische Welle" setzt dann wie mit einer Konfliktlosung in 
der Schwangerschaft z.B. bei Mutter und Kind mit dem Ende des 3 
Schwangerschafts-Monats mit der vagotonen Teilung der Keimbahnzellen 
noch nach Althirn-Schema und des nunmehr folgende 2. (vagotonen) Teils 
der „Biologischen Welle" mit Zellvermehrung nach GroBhirn-Schema. 



143 haploid = mit einfachem Chromosomensatz 

diploid = zwei iibereinstimmende 
nismen mit sexueller Fortpflanzung 



144 diploid = zwei ubereinstimmende Chromosomensatze im Zellkern von Orga- 



180 



Diese Dinge kann der daran interessierte Leser im Kapitel iiber die Bioge- 
netischen Grundregeln in diesem Buch nachlesen. Hier geht es mir haupt- 
sachlich darum zu zeigen, daB in der Natur praktisch alles in dieser Wellen- 
form, diesem „Biologischen Wellen-Rhythmus", verlauft, dem Urmotor des 
Lebens. 

Uber den Biologischen Wellen-Rhythmus ist alles Leben dieser Welt mit- 
einander vernetzt: zum 

Lebenswellen-Rhythmus, Jahreswellen-Rhythmus, Monatswellen- 
Rhythmus und Tageswellen-Rhythmus 

kommen die immanenten kleinen Wellen-Rhythmen hinzu, die die gesamte 
Natur miteinander vernetzen. 

Wir Menschen kommen uns schon sehr klug vor, wenn wir drahtlos iiber 
Radiowellen miteinander um den Erdball herum telefonieren konnen. 

Aber wir wissen ja langst, daB auch zwei Gehirne (sog. Telepathie!) ohne 
technische Hilfsmittel miteinander kommunizieren konnen. Und wir wissen 
auch, daB Mensch und Tier nicht nur die Wellen der Angehorigen ihrer 
eigenen Art miteinander austauschen konnen, sondern auch die anderer Ras- 
sen und Arten. Ja, im Grunde ist die ganze Natur, einschlieBlich der Pflan- 
zen, ein einziger riesiger Wald von Sender- und Empfangermasten. 

Alle Individuen senden und alle empfangen. 

Der Biologische Wellen-Rhythmus 




Betrachten wir jetzt die sog. vegetative Innervation des Menschen, so sehen 
wir, daB die 

sympathicotone Innervation durch den Grenzstrang des Sympathicus 

verlauft, 
dagegen die 

parasympathische (= gegen-sympathische) oder vagotone Innervation 

durch den Nervus Vagus, den 10. Kopfnerv. 



181 



Beide Innervationen waren entwicklungsgeschichtlich schon verlegt, und 
zwar auBerhalb des Riickenmarks, als es zu dem entwicklungsge- 
schichtlich so bedeutsamen Aufbrechen der Ringstruktur unserer „Vorfah- 
ren" kam. 

Die bereits entwicklungsgeschichtlich in den den Kot ausfuhrenden Darmteil 
eingewanderte quergestreifte Muskulatur und Plattenepithel-Haut und - 
Schleimhaut, hatte nun keine Innervation mehr, denn die urspriingliche In- 
nervation der eingewanderten Muskel- und Haut-Anteile war ja miteinge- 
wandert. 

Ab dem 5. Lumbai-Segment muBte nunmehr die ganze Innervation fur die 
„eingewanderten Anteile" iiber das Ruckenmark neu verlegt werden. Des- 
halb sind bei einer Querschnittslahmung diese Anteile (Blasen- und Anal- 
SchlieBmuskel, Gebarmutterhals-Muskulatur und Scheiden-Muskulatur, 
sowie Blasen- und Rektumampullen-Muskulatur und die zugehorigen sensi- 
blen Plattenepithel-Schleimhaute) gelahmt, wahrend der gesamte Magen- 
Darm-Trakt sympathisch und parasympathisch durch den Grenzstrang des 
Sympathicus und Vagus innervativ versorgt bleiben. Denn deren Versor- 
gung lauft eben nicht durch das Ruckenmark. 



Bei der Sympathicotonie und Parasympathicotonie (= 
nun gut unterscheiden: 



Vagotonie) muB man 



Sympathicotonie 



Vagotonie 



althirn-qesteuerte Orqane 



althirn-qesteuerte Orqane 



Ruhe 

verminderte Tatigkeit des Magen- 

Darm-Trakts und seiner Anhangsor- 

gane 



vermehrte Tatigkeit z.B.: 
vermehrte Peristaltik 
vermehrte Sekretion 
vermehrte Resorption 
vermehrte Nahrungsaufnahme 
Verdauung 
Schlaf 



und 



groEhirn-gesteuerte Organe 



groEhirn-gesteuerte Organe 



vermehrter StreB, Kampf ums Da- 
sein, Organismus ist hellwach. Alle 
groBhirn-gesteuerten Organe haben 
vermehrten Stoffwechsel, sind dau- 
ernd in Alarmbereitschaft. Der Or- 
ganismus ist hinsichtlich seiner Um- 
gebung zu Hochstleistungen fahig. 



Ausruhen von den Hochstleistungen. 
Erholung und Regeneration aller 
groBhirn-gesteuerten Organe im 
Schlaf oder in der Ruhe. 
Nur die notwendigsten Wachter (Oh- 
ren, Geruch, ...) sind noch einge- 
schaltet, um das Anschleichen eines 
Feindes zu melden. 



182 



Obwohl von der fruhesten Entwicklungsstufe bis zur heutigen Entwick- 
lungsstufe die Sympathicotonie und die Parasympathicotonie immer gleich 
geblieben sind, sind ihre Aufgaben durch die GroBhirn-Revolution unserer 
Entwicklungsgeschichte, d.h. durch die Entwicklung des GroBhirns, fur das 
Althirn und die von ihm gesteuerten Organe und fur das GroBhirn und die 
von ihm gesteuerten Organe vollig verschieden. 

Diese wichtigen Zusammenhange sind fur viele so schwierig zu verstehen, 
gleichwohl haben sie den Schliissel fur die Erkenntnisse der Neuen Medizin 
gegeben. 

Diese Erkenntnisse miiBten eigentlich auch dem polypragmatischen medi- 
kamentosen „Gefummel" der bisherigen Schul- oder Staatsmedizin ein Ende 
setzen - wobei wir im Ernstfall in der Hand des Erfahrenen auf wirklich 
wichtige Medikamente nicht verzichten sollten - denn wenn ein iibereifriger 
Doktor „medikament6s rangehen" will, fragen wir ihn: „Worauf soil denn 
Ihr Medikament wirken, auf die Sympathicotonie oder auf die Parasympa- 
thicotonie (= Vagotonie)? Und auf welches Hirnteil denn, bitte schon?" 

Gewohnlich weiB er dann nichts mehr zu antworten. Denn er selbst nimmt 
ja, wie unzahlige Befragungen ergeben haben, nie Medikamente! 



183 



9.3 Das parasympathische Nervensystem 



Triinendriise 



M. ciliaris 



Adenoide 
Vegetation 

Unterzungen- 
Speicheldriise 




Ggl. sub- Ggl. 

mandibulars geniculi 

Ohrspeicheldriise 



© 



3^ 

■I o Lunge 

^ .E 
■-J 3 

«- «■ Here 

ft, <u 

Magen 

Leber 
Niere 

Dickdarm 



Rektum 
Blase 

Hoden und Penis 



Ggl. oticum V 

Nn. pulmonales 



Nn, card i Lie i 



Plx. oesophageus 
Trc. vagal is am. /no si. 

""• * 7- ! 



Rr. gastric 
Plx. coeiiacus 



Rr. departci 
Plx. renal is 



-© 



Ggl. aortico 
renal ia 



Plx. hypogastricus inf. 



Plx. vesicales 



-0 



Ggll. pelvina 
Plx. prosiaticus 
Nn. cavernosi penis 




Nn. splanehnici 
pelvini 



CI (cervical) 



Thl (thoracal) 



LI (lumbal J 



SI (sacral) 



S4 
Nell. 
intermedin 
mediates 



184 



9.4 Das sympathische Nervensystem 



Plx. Carotieus 



Zentrale 
Sympathicus-Bahn 



L2 (lumbal) 



Jy^ Ggl. Slellaium 




Humer-S; nilfom M, larsalis sup 




M, orbitylis 



-C Gld. lacrimalis 

-C Gld, nasules etpolatmae 



-i Gld. parulis 
J Gld. cervicale sup. 

t« t Gld. submandibular] $/ sublinsualis 



-€ Lunge 

• Plx. pulmonalts / 

f I eardiacus 




Spinalnerv 



Herz 



1 ' ' ^ PII1l1||1i.M '. 

JB £=& 



R. 1:0mm. 
| griseus/ albus 



H 



•Pilo - 
Sudo - Motorik 



Ggl. 
.codiaeuiJl 

Magen 

Leber. Punkrcas. Mil/ 



splanchnicus 
minor 




Nebennierenrinde 
Nebenniere 

Diinudarm 

Dickdarm 



Plx. hypugasirkLis .sup 



Ggl, meseniericum sup. 

Ggl. mesentefkum inf 

< Mastdarm 



Nm. splanchnic] sac rales 




-C* 



Truncus 
sympaihicus 



Blase 
Ggl I, pelvina 



•i Penis 

-CHndi'M 



185 



Gerade das sympathische „Telegraphennetz" ist beim Menschen und den 
hoheren Tieren zur Perfektion ausgebildet, denn im Falle einer notwendigen 
Flucht, Verteidigung oder eines Angriffs, muB die nervos-sympathische 
Nachrichtenubermittlung augenblicklich funktionieren. Jede kleinste Verzo- 
gerung hatte evtl. den Tod des Individuums zur Folge. Dagegen kann die 
Abschaffung oder das Ausruhen vom Kampf gerne ein paar Sekunden lan- 
ger dauern. 

In unserem Organismus gibt es Organe und Organsysteme, die vornehm- 
lich der Erholung der Krafte dienen, dem Wiederaufbau der verbrauchten 
Energien, der Organisation des Nachschubs „an die Front". Dazu gehort 
z.B. der eigentliche Magen-Darm-Trakt. Obwohl dieser Magen-Darm-Trakt 
ursprunglich vom Mund bis zum After reichte, wurde er entwicklungsge- 
schichtlich teilweise vom Ektoderm der Mundhohle und des Damms iiber- 
wandert und reicht heute nur noch vom Ende des Zwolffingerdarms bis 
12cm oberhalb des Afters. Allerdings ist in diesen iiberwachsenen Bereichen 
das alte Darm-Adeno-Epithel noch in der Tiefe als untere Schicht weitge- 
hend erhalten. 

Es konnen nun auch gegensinnige Innervationen an ein und demselben Or- 
gan angreifen, z.B. am Magen: Die sympathische Innervation, die zum Ma- 
gen-Ulcus-Krebs fuhren kann, an der kleinen Curvatur und am Bulbus des 
Zwolffingerdarms dort, wo wir auch Plattenepithelien finden und auch die 
parasympathische (Haupt-) Innervation, die eine ruhige Verdauungs- 
Peristaltik bewirkt. Entsprechend ist es bei der Leber und der Speiserohre 
und den meisten anderen Organen. Ob es wirklich einzelne Organe und Or- 
gangruppen gibt, die nur von einem „Zugel" innerviert und nicht zugleich 
auch von dem anderen „Zugel" gebremst werden konnen, wissen wir noch 
nicht ganz genau. 

Fur unsere Betrachtung ist aber viel wichtiger, daB wir die unterschiedli- 
chen Funktionen dieser Ziigel kennen. Wenn z.B. ein Patient, der vorher 
guten Appetit hatte, in Vagotonie war, plotzlich nicht mehr essen mag, beim 
Essen Brechreiz bekommt, ihm die Speiserohre wie zugeschniirt ist, dann ist 
er nicht mehr in Vagotonie, sondern bereits wieder in Sympathicotonie. Und 
in 9 von 10 Fallen hat er einen Angst-Panik-Konflikt eingefangen. Oftmals 
kann man daran, welches Organ hauptsachlich reagiert, schon erahnen, wo 
der Angst-Panik-Konflikt eingeschlagen hat. 

Oder wenn ein Patient, der vorher eiskalte Hande hatte, keinen Appetit 
hatte und nachts nicht schlafen konnte, sondern standig iiber seinen Konflikt 
nachgegrubelt hat, plotzlich warme Hande hat, wieder gut iBt und wieder 
gut schlaft und mude und abgeschlagen ist, dann wissen wir eben, daB das 
vegetative Nervensystem umgeschaltet hat und daB der Patient nicht mehr in 



186 



der Sympathicotonic ist, sondern in die Parasympathicotonie oder Vagotonie 
gefunden hat. Beides hat fur den guten Arzt sofort therapeutische Konse- 
quenzen. Das eine Mai weiB er, daB er sobald als moglich, falls tunlich, den 
Konflikt des Patienten zu losen versuchen muB, das andere Mai, daB er jetzt 
auf die Komplikationen des Heilverlaufs achten muB! 

Immer ist der Innervationszustand des vegetativen Nervensystems oder die 
vegetative Situation, die heutzutage in keinem Krankenblatt iiberhaupt er- 
wahnt wird, von entscheidender Wichtigkeit! Und da man dieser bisher kei- 
ne Bedeutung beigemessen hat, hat man auch keine Untersuchungsmethoden 
entwickelt, um den Unterschied zu messen. 

Wir werden bei der Besprechung der Leukamie sehen, daB man zwar mit 
der Erythrozytenzahl pro Kubikmillimeter und mit dem Hamatokrit die 
Relation vom Ery-Volumen zum Blutplasma bestimmen kann, nicht aber 
damit auch messen wiirde, wieviel das derm nun insgesamt ausmacht. Denn 
wenn der Patient wahrend der leukamischen (vagotonen) Phase „nur" einen 
Erythrozytenwert von 2 Millionen pro Kubikmillimeter hat, und einen Ha- 
matokrit Erythrozyten-Vo lumen/ Plasma von 17%, dann ware das fur nor- 
male Verhaltnisse schlecht. Berechnet man aber, daB der Patient in der 
Vagotonie das 2- bis 3fache an Blutvolumen in seiner Blutbahn zirkulieren 
laBt, dann ist es praktisch normal! Natiirlich sind alle Patienten in der 
Vagotonie miide und abgeschlagen. Ist der Leukamie-Patient das auch, dann 
heiBt es, er sei durch die Anamie so miide und abgeschlagen. Dadurch, 
daB eben die Vagotonie gar nicht in ihrer Andersartigkeit als Heilphase 
erkannt wird, sondern als Krankheit angesehen wird, kamen vollig unsinnige 
Ergebnisse heraus. 

Mit den meisten vegetativen Symptomen ist das genauso: Friiher gait Fie- 
ber noch als etwas Normales bei vielen Infektionskrankheiten. Heute muB 
das mit Antibiotika bekampft werden. In Wirklichkeit ist es ein Hirnsym- 
ptom der Heilung, Zeichen eines Hirnoedems, weit davon entfernt durch 
„Bakterien-Stoffwechselprodukte" entstanden zu sein oder zu entstehen, wie 
sich das die Symptom-Mediziner vorstellen. 

Wenn aber das vegetative Nervensystem so entscheidend wichtig ist fur 
alle „Krankheiten", sprich SBS, zumindest fur die allermeisten, und wenn 
unsere Medizin diese vegetative Diskrepanz zwischen Sympathicotonic und 
Vagotonie iiberhaupt noch nicht zur Kenntnis genommen hat, dann kann 
sich jeder ausmalen, auf welchem Stand diese Medizin bisher gearbeitet hat! 



145 Erythrozyten = rote Blutkorperchen 

146 An- = Wortteil mit der Bedeutung Un-, -los, -leer 

147 Anamie = Blutarmut 



187 



Der vegetative Rhythmus zwischen Anspannung und Erholung, Tag und 
Nacht, Konfliktaktivitat und pel-Phase der Heilung hat noch groBere Di- 
mensionen: Er fugt sich namlich in groBere rhythmische Kreislaufe ein wie 
Mondzyklus, Jahreszeitenzyklus und Lebenszyklus. Dazu werden die gro- 
Ben Rhythmen jeweils verandert durch die Einflusse der Planeten und gro- 
Ben Gestirne, alien voran der Sonne. 

Immer haben sich die Menschen den Morgen als neugeborenes Kind vor- 
gestellt, so wie sie sich auch den Fruhling als ein neugeborenes Kind vorge- 
stellt haben. Entsprechend stellten sie sich Abend und Nacht und Herbst und 
Winter als Ende des Lebens vor. Dazwischen liegt der Hohepunkt des Le- 
bens, die Schaffenskraft, Nachkommenschaft, aller sog. Erfolg der Men- 
schen. Ubertragen wir das Bild dieser von ihrem Wesen her vegetativen 
Rhythmen auf die Innervations-Verhaltnisse der „Krebserkrankung", dann 
ist doch eigentlich die konflikt-aktive, sympathicotone Phase eine Phase der 
geballten potenzierten Kraft, mit der ein Problem konzentriert angegangen 
wird. Der Organismus zieht alle Register und laBt alles auf Hochtouren 
laufen, um mit gesammelter Kraft den Konflikt zu bewaltigen! Wenn ein 
Feldherr in gleicher Weise sein Heer mit gesammelter Kraft gegen das Heer 
der Feinde fuhrt, empfindet das jeder als klug und weitsichtig. Wenn unser 
eigener Organismus das gleiche macht, empfinden wir Zauberlehrlinge das 
als krank. DaB wir nachts ausruhen miissen vom Tagwerk und StreB, daB 
die Tiere im Winter ihren Winterschlaf halten bis zum Friihjahr, all das 
finden wir ganz normal. Aber daB unser eigener Organismus, wenn er mo- 
natelang durch einen Konflikt gekampft hat unter Aufbietung auch der al- 
lerletzten Kraftreserven, nach der Losung dieses schwierigen Konflikts auch 
mal einige Monate Erholung und Ruhe braucht, dann kann das keiner ver- 
stehen, das gilt als krankhaft! 

Im Grunde ist unsere „Krebserkrankung" „nur" ein sehr sinnvoller und 
notwendiger, in die Lange gezogener, vegetativer Rhythmus, wie uns die 
Natur das Muster dafur iiberall liefert. Das Modell des vegetativen Rhyth- 
mus ist ein Naturprinzip! 



188 



10 Die Entdeckung der 
HAMERschen HERDE - ein historischer 

AbriG 



Wenn man im Hirn-Computertomogramm, seit es dieses gibt, Glia- 
Ansammlungen im Gehirn findet, die auch noch mit Kontrastmittel gut an- 
farbbar sind, dann steht in der Regel die Diagnose fest: Hirntumor. 

1982 gelang es mir-also ein Jahr nach der Entdeckung der Neuen Medi- 
zin - schon prospektiv einen Hamerschen Herd (HH) riesigen AusmaBes bei 
einem Patienten mit Revier-Konflikt in der Heilungsphase und Herzinfarkt- 
Geschehen in der epileptoiden Krise zu finden. Von da ab wuBte ich, daB es 
keine Hirntumoren gibt, sondern daB diese Phanomene alle im Zusammen- 
hang mit der Heilungsphase eines biologischen Konfliktgeschehens stehen 
mussen. 

Die Hamerschen Herde - der Ausdruck stammt von meinen Gegnern, die 
diese von mir gefundenen Gebilde im Gehirn abfallig „die komischen Ha- 
merschen Herde" nannten - diese Hamerschen Herde beobachtete ich nun 
genau und konnte bald solche erkennen, deren vermeintliche Entstehung ich 
vom Beginn der Heilungsphase an verfolgen konnte. Da ich aber schon da- 
mals sehr schnell das Gesetz von der Zweiphasigkeit der Erkrankungen 
gefunden hatte, wuBte ich naturlich, daB zu jedem solchen Heilungsphasen- 
Vorgang eben auch ein konflikt-aktiver Vorgang gehort. 

Das Ungliick fur viele Patienten wollte es, daB die Hamerschen Herde in 
der Heilungsphase durch Einlagerung von Gliazellen (Bindegewebe) repa- 
riert werden. Das geht einher mit vermehrter Rigiditat des Gewebes, bleibt 
jedoch solange ohne Besch werden, wie der Organismus nicht wieder an 
einem Konflikt an der gleichen Stelle erkrankt. 

Es tauchten enorme Schwierigkeiten auf: 

1. Bei Krebs - und auf diese Erkrankung konzentrierte ich mich naturlich 
damals, weil ich glaubte, lediglich die Mechanismen der Entstehung des 
Krebs entdeckt zu haben - war und ist es nicht ublich, ein Computerto- 
mogramm des Gehirns zu machen, auBer, es bestanden berechtigte 
Griinde zur Annahme von „Hirnmetastasen". Es war also im Einzelfalle 
sehr schwierig, solch ein CT des Gehirns iiberhaupt anfertigen zu lassen. 
Da die Computertomogramme damals unverhaltnismaBig teuer waren, 
war man gliicklich, wenn man iiberhaupt eine einzige Serie eines Com- 
putertomogramms des Gehirns bekommen konnte. 



189 



2. Ich begann nun zunachst einmal die Topographie 148 der Hamerschen 
Herde im Gehirn zusammenzustellen und das war sehr schwierig, denn 
wenn man im Gehirn irgend etwas sieht, dann kann es ja auch ein alter 
bereits abgelaufener ProzeB sein, der eben nichts mehr mit dem aktuellen 
Konfliktgeschehen des Patienten zu tun hat. AuBerdem wuBte ich nicht, 
ob der Patient noch weitere Karzinome hatte, die bisher nur noch nicht 
diagnostiziert waren, was auch bei frischen Prozessen bzw. ganz aktuel- 
len biologischen Konflikten moglich war. 

3. Ich fand iibergreifende Konflikte mit ahnlichem Konfliktinhalt, von de- 
nen ich heute weiB, daB sie mehrere Relais mit einem einzigen Hamer- 
schen Herd iiberzogen hatten, d.h. der Patient hatte einen Konflikt oder 
mehrere erlitten, die verschiedene Konfliktaspekte hatten, die alle in der 
gleichen Sekunde des DHS beim Patienten eingeschlagen hatten und alle 
in einem groBen Hamerschen Herd zusammengefaBt waren. 

Daneben gab es auch Patienten, die gleichzeitig mehrere HHe an ganz 
verschiedenen Stellen des Gehirns hatten. Alle diese Herde aber hatten 
eins gemeinsam, sie muBten die Heilungsphase darstellen, wenn der Pati- 
ent ansonsten alle Symptome der konflikt-gelosten pel-Phase aufwies. 

4. Zu all diesen Hamerschen Herden in der Heilungsphase muBte es nun 
auch irgendeine Formation im Gehirn geben, die man mit irgendeinem 
Apparat sichtbar machen miiBte, die diesem Konflikt in der aktiven Pha- 
se entsprechen wiirde. Da sah ich manchmal solche schieBscheibenfor- 
migen Kreise, die aber von den Radiologen bei Nachfrage stets milde la- 
chelnd als Rundartefakte des Apparates abgetan wurden. Es gab auch 
halbkreisformige Strukturen, sowohl solche, die von der Falx begrenzt 
wurden als auch solche, die vom lateralen Bildrand des CT begrenzt 
schienen. 

5. Die Mitarbeit der Radiologen war quasi gleich null. Eine Reihe von ih- 
nen hatte ein Bestrahlungsgerat und machte sog. Rontgenbestrahlungs- 
Therapie. Und solche ehemaligen Kollegen konnten es sich nicht leisten, 
meine Ergebnisse iiberhaupt nur fur moglich zu halten. Die iibrigen sag- 
ten mir ganz unverbliimt - damals hatten noch nicht sehr viele Radiolo- 
gen ein CT-Gerat -, daB sie von dem Moment an, wo sie Hamers Theori- 
en fur moglich hielten, keinen einzigen Auftrag der Kliniken mehr beka- 
men. Wenn bei denen ein Hirn-CT angefertigt wurde, dann normalerwei- 



Topographie = Beschreibung der Orte 

Falx = sichelformige, bindegewebige Trennplatte zwischen beiden Hirnhemi- 



spharen 



190 



se ausschlieBlich zum Auffinden eines „Hirntumors" oder von „Hirnme- 
tastasen". 

6. Da ich kein eigenes CT-Gerat hatte, hatte ich auch nicht die Moglichkeit, 
systematische Untersuchungen durchzufuhren oder die Untersuchungen 
mit einem anderen Schnittwinkel zu wiederholen. Wir konnten halt nur 
das bekommen, „was von unserer Herren Tische fiel", und das war nicht 
viel. Oft kam es vor, daB die Computertomogramme den Patienten nicht 
mitgegeben wurden. Mit dem schriftlichen Befund konnte man aber so 
gut wie nichts anfangen. 

7. Ich wuBte und kannte die Hamerschen Herde oder die, die ich dafur hielt, 
die aber der Heilungsphase angehorten. Ich postulierte, daB es diese HH 
auch schon in der konflikt-aktiven Phase gegeben haben miisse, was aber 
von den Radiologen nicht akzeptiert wurde: „Herr Hamer, da sehen wir 
nichts". 

8. Viele Hamersche Herde sah ich, konnte mir aber dazu gar keinen Krebs 
vorstellen, das waren z.B. die motorischen, sensorischen und periost- 
sensorischen Relais im Gehirn, die ja auf der Organebene keinen Krebs 
machen, sondern allenfalls ein Krebsaquivalent darstellen. Ich hatte aber 
mit diesen Krankheiten nicht gerechnet, sondern nur mit Krebs. Und 
deshalb passierte es mir oft, daB ich viel mehr HH hatte, als ich eigent- 
lich suchte, und in den Fallen, wo der Patient nur eine Konfliktaktivitat 
hatte und noch keine Losung seines Konfliktes, da fand man nichts. 

Oft kam es vor, daB der Patient einen riesigen Tumor hatte und man im 
Computertomogramm des Gehirns „nichts" fand. Andere hatten einen klei- 
nen Tumor, der in der Heilungsphase war und man fand einen ausgedehnten 
Hamerschen Herd im Gehirn. 

Es blieb mir nichts anderes iibrig, als den Weg jedes Naturwissenschaft- 
lers zu gehen und als braver Handwerker mit 99% Transpiration und 1% 
Inspiration alle nur irgend erreichbaren Computertomogramme des Gehirns, 
samt den dazugehorigen oder vermeintlich dazugehorigen Organbefunden zu 
vergleichen mit anderen Hirn-CTs, die wiederum andere Organbefunde 
hatten. 

Anfangs kam eine weitere Schwierigkeit hinzu, daB ich die Links- und 
Rechtshandigkeit nicht unterscheiden konnte, so daB ich, wie ich im nach- 
hinein weiB, noch haufiger einem Irrtum aufgesessen ware, wenn ich nicht 
immer vom Organ ausgegangen ware. Vom Organ zum Gehirn oder vom 
Gehirn zum Organ ist die Korrelation namlich immer eindeutig. Lediglich 



' " sensorisch = den Gesichts-, Gehor-, Geschmacks-, Geruchssinn betreffend 



191 



bei der Korrelation zwischen Psyche und Gehirn oder Gehirn und Psyche ist 
die Links- und Rechtshandigkeit von Wichtigkeit. 

Also ein Beispiel: Hamorrhoiden bekommt entweder eine rechtshandige 
Frau bei einem Identitats-Konflikt in der Heilungsphase oder ein linkshandi- 
ger Mann bei einem Revierarger ebenfalls in der Heilungsphase. Sehe ich 
aber auf der linken GroBhirnseite im linken Temporallappen an bestimm- 
ter Stelle einen Hamer sehen Herd mit Oedem, dann muB der Patient immer 
ein Hamorrhoiden- d.h. Rektumplattenepithel-Ulcus in der Heilungsphase 
haben. Umgekehrt, wenn der Patient Rektum-Ulcera in der Heilungsphase 
hat, also Hamorrhoiden, dann hat er stets im Gehirn an dieser Stelle des 
linken Temporallappens einen HH in der Heilungsphase. 

Es gelang nur zunachst anhand vieler hunderter spater vieler Tausender 
Computertomogramme des Gehirns endlich zwischen Krebs und Krebsaqui- 
valenten unterscheiden zu lernen, dann die richtige Lokalisation bzw. kor- 
relative Topographie zum Organ festlegen zu konnen. Es muB noch betont 
werden, daB es fur viele korperliche Funktionen, wie z.B. die Periost- 
Sensibilitat, die ja unser gesamtes Skelettsystem iiberzieht, nur einen weiBen 
Fleck auf der Landkarte des Gehirns und auf der Landkarte der Organe gab, 
weil man dieses Periost so schlecht oder gar nicht untersuchen konnte. Von 
einer Periost-Sensibilitat wird in keinem Lehrbuch berichtet. 

10.1 Die von den Neuroradiologen fast zwei 
Jahrzehnte fehlgedeuteten vermeintlichen 
Ringartefakte des Gehirns im Computertomo- 
gramm 

Es blieb der Streit um die sog. Ringartefakte, die es zwar gibt, die ich da- 
mals aber nur bei jedem etwa hundertsten Patienten einmal sah und von mir 
als Hamersche Herde in SchieBscheiben-Konfiguration, sprich der konflikt- 
aktiven Phase, angesehen werden. Die vermeintlichen Ringartefakte, die von 
mir, bis auf wenige ganz eindeutige Ausnahmen, heftig bestritten wurden, 
bzw. eben als HHe in SchieBscheiben-Konfiguration reklamiert werden, 
werden von den Radiologen stets als Fakten verneint und eben als Artefakte, 
d.h. Kunstprodukte des Apparates angesehen. 

Jahrelang wurde versucht, diese Phanomene einfach beiseite zu schieben. 
SchlieBlich kam mir eine gute Idee, wobei mir mein 12semestriges Phy- 

151 temporal = zur Schlafe gehorend 



192 



sikstudium zugute kam. Ich meldete mich mit einem „Anliegen" bei dem 
Chef der Computertomographie-Abteilung der Herstellungsfirma Siemens, 
Herrn Feindor. Wir hatten eine angenehme Besprechung, in deren Verlauf 
ich ihn bat, daB wir beide miteinander zusammen festlegen mochten, welche 
Kriterien beim Ringartefakt erfullt sein miiBten und wann sicher kein 
Ringartefakt vorliegen konne. Herr Feindor ist Ingenieur, und wir hatten 
uberhaupt keine Probleme die Bedingungen festzulegen, die in diesem oder 
in jenem Fall erfullt oder nicht erfullt sein diirften. Das war am 18.5.90. Am 
22.5.90 wurde das endgultige Protokoll unterzeichnet. Seitdem ist unter den 
Neuroradiologen echte Panik ausgebrochen. Das bekamen wir gleich zu 
spiiren, als wir im zweiten Halbjahr bei Siemens eine Testreihe planten. 



193 



Dokument der Firma Siemens: 



£o GWe^. ( 22.41. 8% 



Sag. iragliche TUngstrukturen/Artrf akta im Hirn-CT 



Die Uivterzeichner haben Eolger.de B AusschluGkrlterien erar.be itet, 
die das Vorliegen von sog, Ringartef akten ausschlieJ5en. 

Kin Ringartef akt liegt demzuiolge aicher* nicht vor, 

1. wenn im NMR eine vergleithbare eindeutige RingformatiOn sichtbar 
1st, 

2. wenn die Ringe nicht rund, sondern "eingedellt" Bind, d-h. 
or f ensichtlich Ratunforderungen mi teinhejrgehen, 

3. wenn eine Kreia formation of f ensichtlich Gliaelnlagerungen hat, 

4. wenn der Oder die Ringe nicht im Dreh-zentrura der Anlage 
liegen ( "paraientrale Schieflscheibenkon figuration- ) , 

5. wenn mehrere Kreise glsichzeltlg nebeneinander bestehen, 
kann hSchatens 1 Ringformation Ringartefakt sein, 

6. wenn die Ringf ormatlonan einen Jtliniseti-radioiogiachen "Vex- 
lau£" hoberij d,h, dafl sie auf n^chfolgenden KontroH-CTa wie- 
der an gleicher Stalls, aber verKndert sichtbar Bind. 

T. Die gerageabhS.ngigen Artefakte aind kreisforige Oder kreie- 
segmentfdrmige Strukturen urn dag Prehzer.trum der Anlage. 
Wenn aolche Strukturen e eh ten anatomischen Gegebenhelten ant- 
aprecheiv kflnnen, empfiehlt aich die Wiederholung des Seana salt 
seitlich oder in der HOhe vereehobener Patientenpoaition . 
Wenn die Struktur in den wiederholten Toraograjnjr bezliglich 
raarkanter, patienteneigener Strukturen nicht verschoben ist, 
liegt keln Arte f akt vor. 

Siemens Aktlengesallschaft 

MM WMbmaoi* T«t*»* 
WCEmngtn 




194 



Entwurf fur ein weiteres gemeinsames Protokoll einer geplanten Studie an 
CT-Serien freiwilliger Patienten mit Rundstrukturen im Hirn-CT, die aber 
(siehe Text) verhindert wurde... 

SIEMENS 

Erlangen, 18.05.90 



Betrifft: sog. Rlngstruk ti/ren, Rundforma tlonen, SctileBscheiben- 
Formstlonen Oder HAMERsche HEROE Im Hirn-CT 



Die Fa, Siemens vnd Herr Or. Hamer bestatlgen falgende pfiysikel iscn- 
terhnisrfie Zusammenhange : 

Die Unterzelchnei haben sehan am 22.12.89 fclgende 8 AusschiuQ- 
kriterlen erarbeitet , die das Vorl legev von sog. ftingartef afi t en 
ausschJieQen: 

Eln Ringartefakt Jiegt demzuroige sicker nicht vor, 

1, *enn im NMfi Sine vergieirftoare eindeutige Ringf orma t ion sicntDar 
ist, 

2. wenn aie Rings nicht rund, sondem "e ingedellt" slnd, tf.fc. 
of fensichtlirfi flaumforderungen mitei rchergehen ( 

J. wenn ein Xreis ganz offensichtlich oedematlsier te Ring-Beglelt- 
erscneinungon tiat ( "Oodem-RInge" i 

t. wenn tier oder die ffinge nicht la Dreh-Zentrum der Anlage 
iiegen ("parazentrale ScbieBschelbenkonfiguratlon" 1 

5. Her.- elne Kreis formation of fensicntlirft Gilaeiniagerungen fiat, 

S. ifSfin me/irere Kreise gieichzeitJg nebenelnander bestehen, 
tronnte hUchstens 1 fling formation Sog. "ftircgartef ak t " seln, 

7. wenn die ftingfarmatlonen einen fciiniscn-radioiogischen "Verlauf" 
baben, d.h. dati sie auf nacftfoigenden Kontroll-CTs wietfer an 
gieieher Jteiie, aber ver'andeit slcbtbar slnd- 

B, Es Jiegt auch kein Artefakt mr, wenn die fluntf forma Cionen nur auf 
einen Teil der CT-Scblcb ton sicfitbar sintf, auf anderen aber fenien. 

9. Die gerateabhangigen sog. "Aitef akle" slnd kre isformige cotr 
frreissegment formige St rukturen um das Diehzantrum der Anlage. 
Venn soicne 5 tru^turen ecnten enstomiscnen Gege&en/ieiien ent- 
sprechen k&'nnen, empClehlt slch die Wietfernolung rfes Scans 
mit seitiicn Oder In der Hone verscnobener Patientenposi tion . 
wenn die Strcfrtur in tfem niederbalten romogramjn oezuglieh mar- 
kanter, patienteneigensr Strukturen nicht verscboben 1st, 
liegt kein Artefakt vor. 



195 



Ich bat Herrn Direktor Feindor, mir am werkseigenen Siemensgerat in Er- 
langen Gelegenheit zu einer Testreihe zu geben, die sich etwa uber vier Wo- 
chen erstrecken sollte. Danach sollten eine Reihe von Neuroradiologen ein- 
geladen werden, die dann zusammen mit Siemens bestatigen sollten, daB die 
vorgefuhrten Falle keine Artefakte sein konnten, sondern echte Befunde, 
also Fakten darstellen. 

Der Termin fiir diese vorgesehene Konferenz wurde nun dauernd hinaus- 
gezogert, bis mir ein Verantwortlicher der Firma Siemens eines Tages im 
Vertrauen sagte: „Herr Hamer, wir haben die allerschlimmsten Schwierig- 
keiten bekommen mit den Radiologen." Es war eindeutige MiBbilligung 
signalisiert worden ... 

Zur Vorbereitung dieser Konferenz hatten wir alle moglichen urspriinglich 
mit Siemens vereinbarten Untersuchungen gemacht, wie z.B. den Patienten 
bei der CT-Untersuchung aus der Mittellage 2 cm nach links zu verschieben 
oder ihn dann noch mal 2 cm nach rechts zu verschieben, um zu sehen, ob 
die SchieBscheiben-Konfiguration immer an der gleichen Stelle des Gehirns 
bleibt, was sie auch wirklich tat. Oder wir versuchten bei dem gleichen Pa- 
tienten in moglichst regelmaBigen Abstanden Verlaufskontrollen zu machen, 
moglichst an verschiedenen Apparaten, um zu sehen, welchen Verlauf die 
SchieBscheiben-Konfiguration nahm. 

Auch war es ein sicheres Kriterium fur einen echten Befund, wenn die 
SchieBscheiben-Konfiguration nur in einer bestimmten Anzahl von Schich- 
ten vorkam, in anderen Schichten jedoch nicht mehr. 

Bei all diesen Untersuchungen, die viel Zeit und Miihe in Anspruch nah- 
men und viel gutes Zureden bei den Radiologen, fanden wir eine ganz er- 
staunliche Sache: Ein Radiologe meinte namlich einmal, er sahe diese 
SchieBscheiben auch an Organen und da miiBten sie ja nun wirklich Arte- 
fakte sein. 

Von diesem Augenblick an war mein helles Interesse fur solche Organ- 
schieBscheiben-Konfigurationen geweckt, und ich untersuchte sie systema- 
tisch. Ich fand dabei heraus, daB in den kompakten Organen, an denen wir 

1 S9 

CTs machen konnen, wie Leber, Milz, Nierenparenchym , Knochen etc. 
wirklich SchieBscheiben-Konfigurationen vorkamen, die aber meist nur am 
Anfang sichtbar waren, evtl. beim Knochen spater wieder sichtbar wurden, 
wenn der Knochen rekalzifizierte. Es ergab sich die erstaunliche Tatsache, 
daB offenbar das Gehirn und das Organ in SchieBscheiben-Konfiguration 
miteinander korrespondieren und diese SchieBscheiben auch am Organ einen 
bestimmten Verlauf haben. So sehen wir z.B. in der Leber nur am Anfang 



152 



196 



Parenchym = spezifisches Organgewebe 



1 s^ 

beim solitaren Leber-Ca die klassische SchieBscheiben-Konfiguration. 
Spater wird das solitare Leber-Ca in der Tomographic dunkel und laBt keine 
SchieBscheiben-Konfiguration mehr erkennen. Bei der natiirlichen Heilung 
durch Tbc sehen wir durchaus angedeutete Kalkringe, besonders wenn es 
nicht zur totalen Kaverne, sprich einem Loch in der Leber gekommen war, 
sondern wenn das Leber-Ca auf halbem Wege stehen geblieben war und bei 
der natiirlichen tuberkulosen Heilung der solitare Rundherd nur ausgedunnt 
zu werden brauchte. („Schwamm-Kaverne"). 

10.2 Das Kopf-Gehirn und das Organ-Gehirn 

Wenn man die ganze Sache richtig besieht, dann haben wir zum einen das 
uns alien bekannte Kopfgehirn. Demgegenuber stehen die Organzellen, die 
jede einen Zellkern haben. Alle Organzellen sind miteinander vernetzt und 
auch jeder Zellkern, sprich Mini-Gehirn, ist mit alien Mini-Gehirnen des 
Korpers vernetzt. 

Die Summe dieser Mini-Gehirne konnen wir als zweites Gehirn ansehen. 
Das wiirde dann bedeuten, daB im Falle eines biologischen Konflikts ein 
Areal des Kopf-Gehirns, das wir Hamerschen Herd nennen, mit einem ande- 
ren Areal des Organ-Gehirns, das wir bisher Krebs oder Krebsaquivalent 
oder Organveranderung nannten, in Korrespondenz zueinander stehen. 

Im Falle eines sensorischen Reizes z.B. liefert das Organ-Gehirn Informa- 
tionen an das Kopf-Gehirn, anders herum, bei einer motorischen Antwort 
liefert das Kopf-Gehirn Informationen und Befehle an das Organ-Gehirn. 

Wir wissen zwar noch nicht, was sich nun ganz genau elektrophysiolo- 
gisch an den einzelnen Zellen des Gehirns und der Organe oder was sich in 
iibergreifenden Arealen oder Relais abspielt, aber diese Kenntnis ist nicht 
Voraussetzung fur unser klinisches Arbeiten mit diesen klaren Befunden. 

10.3 Der Hamersche Herd in der ca-Phase und 
in der pel-Phase 

Beim DHS wird das zustandige Relaiszentrum im Gehirn markiert, und 
zwar durch eine sog. SchieBscheiben-Konfiguration. Um das Zentrum die- 
ses Relais' bilden sich scharfe Kreise, wir sagen auch konzentrische Kreise, 
die wie SchieBscheiben aussehen. „SchieBscheibe M bedeutet, der Hamersche 
Herd ist in der konflikt-aktiven Phase. 



1 ' solitar = vereinzelt, Einzel- 



197 



Dabei ergibt sich die Stelle nicht zufallig, sondern sie ist das Computerre- 
lais, das das Individuum in der Sekunde des DHS dem Konfliktinhalt ent- 
sprechend „assoziiert"; von diesem Hamerschen Herd aus wird wiederum in 
eben der gleichen Sekunde des DHS das mit dem Hamerschen Herd korre- 
lierende Organ von Krebs betroffen. 

Mit fortschreitendem Konflikt schreitet auch der Hamersche Herd im Ge- 
hirn fort, d.h. es wird ein immer groBeres Areal betroffen oder das einmal 
betroffene Areal intensiver alteriert, gleichzeitig schreitet auch der Krebs 
am Organ fort, d.h. der Tumor wird durch echte Zellmitose an Masse gro- 
Ber (so beim inneren Keimblatt sowie beim kleinhirn-gesteuerten Teil des 
mittleren Keimblatts), an Nekrose „gr6Ber M (so beim groBhirnmarklager- 
gesteuerten Teil des mittleren Keimblatts), ulceros groBer, ausgedehnter, 
durch viele kleine Ulcera (so beim auBeren Keimblatt). 

In meinem ersten Taschenbuch von 1984: „Krebs - Krankheit der Seele, 
KurzschluB im Gehirn ..." hatte ich diesen Hamerschen Herd in der kon- 
flikt-aktiven Phase noch als KurzschluB bezeichnet, weil wir iiber die bio- 
elektrischen Vorgange nichts wuBten. Heute nenne ich ihn nicht mehr so, 
denn unter KurzschluB verstehen wir im allgemeinen eine Storung des Pro- 
gramms. Das ist beim Hamerschen Herd aber nur bedingt der Fall. Wir 
konnen sagen, es ist eine Storung des normalen Programms, mit der der 
Organismus aber durchaus schon rechnet. 

Aber schon das Wort Storung ist nicht angemessen, denn es ist eine Art 
Not- oder Sonderprogramm. D.h. wenn das Individuum in einer Situation, 
mit der es nicht gerechnet hatte, unerwartet „auf dem falschen FuB er- 
wischt" wird, setzt ein Notprogramm ein, das wir biologischen Konflikt 
nennen und das zum Ziel hat, das Individuum wieder in den normalen 
Rhythmus zu bringen. Dieses Notprogramm bezieht sich nicht nur auf das 
Individuum allein, sondern schlieBt je nachdem mehrere oder viele Artge- 
nossen mit ein, indem es sich auch auf Familie oder Sippe beziehen kann. 

Ein Beispiel: Eine Mutter erlebt, wie vor ihren Augen ihr dreijahriges Kind 
verungluckt und bewuBtlos ist. Ist dies fur die Mutter ein DHS, lost es einen 
biologischen Konflikt aus, und zwar einen ganz bestimmten, namlich einen 
Mutter/Kind-Sorge-Konflikt. Dieser biologische Konflikt hat auf alien 3 
Ebenen eine ganz besondere sinnvolle Bedeutung: auf psychischer Ebene 
dreht sich das ganze Denken und Tun darum, daB das Kind wieder gesund 
wird. Auf cerebraler Ebene sehen wir bei einer rechtshandigen Frau im 
rechten seitlichen Kleinhirn einen schieBscheibenformigen Hamerschen Herd 
der uns zeigt, daB Konfliktaktivitat in diesem Mutter/Kind-Konflikt 
herrscht. Auf organischer Ebene sehen wir, daB das Brustdriisen-Gewebe 



198 



der Frau und Mutter wachst. Die linke Brust vermehrt sich also um eine 
bestimmte Menge von Brustdriisen-Gewebe, das in die Milchproduktion 
eingeschaltet wird. Ebenso vermehren sich, falls vorhanden, synchron die 
Mykobakterien Tbc. In der Natur bzw. bei den Naturvolkern stillt eine ge- 
sunde Frau im gebarfahigen Alter praktisch immer, auBer wahrend des 
letzten Teils der Schwangerschaft. So produziert die Mutter in der „Kind- 
Brust" also wesentlich mehr Milch als vorher. Die Folge ist wieder, daB das 
Kind mehr Milch bekommt und dadurch die Chance hat, rascher gesund zu 
werden. Ist das Kind wieder gesund, setzt die Konfliktlosung ein, d.h. nun 
werden die iiberzahligen Brustdriisen-Zellen nicht mehr gebraucht, weil das 
Kind nun wieder mit der iiblichen Menge an Milch auskommen kann. Die 
weitere Folge ist, daB wahrend des Stillvorgangs eine Tuberkulose einsetzt, 
so daB das Kind praktisch tuberkulose Milch bekommt, was ihm aber gar 
nicht schadet. Die Tuberkulose verkast die neu gewachsenen Brustdriisen- 
Zellen und baut sie ab. Zuriick bleibt eine Kaverne. Eben diesen ganzen 
Vorgang nennen wir jetzt ein sinn- und plan voiles, aktiv gewelltes, biologi- 
sches Sonderprogramm der Natur. 

Was aber sind nun diese Hamerschen Herde im Gehirn, die, wenn sie gut 
sichtbar, d.h. schon in der Heilungsphase sind, von den Neuroradiologen als 
Hirntumoren oder Hirnmetastasen bezeichnet werden; wenn sie weniger 
deutlich zu sehen sind, allgemeine Ratlosigkeit hervorrufen; die, wenn sie 
ein sehr starkes perifocales Oedem zeigen und der Hamersche Herd gut 
anfarbbar ist, als rasch wachsende Hirntumoren bezeichnet werden; die, 
wenn sie ein groBes Oedem machen, jedoch der Hamersche Herd nicht 
sichtbar ist, wie das meist bei den Hamerschen Herde des Marklagers der 
Fall ist, wiederum allgemeine Ratlosigkeit hervorrufen, die, wenn sie an der 
Hirnrinde gelegen sind, als Geschwulste der Hirnhaute miBdeutet werden, 
die aber im Grunde immer das gleiche sind: jeweils nur die verschiedenen 
Stadien des Verlaufs eines Hamerschen Herdes! 

Die Hamerschen Herde in der konflikt-aktiven Phase, namlich die SchieB- 
scheiben-Konfigurationen, wurden bisher stets als Artefakte des Apparates 
fehlgedeutet. Wenn sie spater Oedem bekamen und zu sog. Hirntumoren 
wurden, machte sich der Radiologe gewohnlich nicht die Muhe festzustellen, 
daB dieser vermeintliche Hirntumor schon friiher als SchieBscheiben- 
Konfiguration d.h. als Hamerscher Herd in der konflikt-aktiven Phase sicht- 
bar gewesen war. Seit die Firma SIEMENS und ich das in diesem Kapitel 
angefuhrte Papier unterschrieben haben, diirfte die Diskussion um die ver- 
meintlichen Artefakte endgiiltig beendet sein. Sie waren Fakten: d.h. die 



199 



SchieBscheiben bedeuteten die konflikt-aktive Phase in einem bestimmten 
Relais oder einer Relaisgruppe des Gehirns. 

Hirntumoren gibt es per definitionem nicht: Hirnzellen konnen sich nach 
der Geburt nicht mehr teilen, auch nicht unter Bedingungen, die bisher als 
Hirntumor fehlgedeutet werden. Also schlicht unter gar keinen Bedingun- 
gen. Was sich vermehren kann, ist harmlose Glia, Bindegewebe des Ge- 
hirns, das genau die gleiche Funktion hat wie das Bindegewebe unseres 
Korpers. Niemand kann die Gliazellen entwicklungsgeschichtlich ganz si- 
cher einordnen. Danach, wie sie sich im Gehirn verhalten, liegt der dringen- 
de Verdacht nahe, daB sie mesodermalen Ursprungs sind. Darauf deutet hin, 
daB die Glia-Einlagerung stets in der Heilungsphase in den Hirn-Relais 
erfolgt. Andererseits wissen wir aber, daB die Neurofibrome in der konflikt- 
aktiven Phase entstehen bzw. Zellvermehrung machen. Das ist aber kein 
Widerspruch, denn wir wissen ja, daB zu den mesodermalen Organen so- 
wohl die kleinhirn-gesteuerten Organe als auch die groBhirnmarklager- 
gesteuerten Organe gehoren. Die ersteren machen Zellvermehrung in der 
konflikt-aktiven Phase und die zweite Gruppe macht Zellvermehrung in der 
Heilungsphase. Wir miissen deshalb annehmen, daB die Gliome beide Fa- 
higkeiten des Mesoderms besitzen. Diese hellen gliaverdichteten Hamer- 
schen Herde sind Reparaturen des Organismus an den Hamerschen Herden, 
Grand zur Freude statt zum Erschrecken oder gar zur Hirnoperation. 

Gehen wir mal der Reihe nach durch, wie so etwas ablauft: Bei einem 
DHS wird das „zustandige Relaiszentrum" im Gehirn markiert und damit 
Hamerscher Herd in SchieBscheibenformation. Sobald wir in einem be- 
stimmten Relais diese SchieBscheiben-Konfiguration im CCT sehen, wissen 
wir, daB in diesem Relais ein Sonderprogramm lauft, d.h. der Organismus 
wurde in diesem Konflikt-, Gehirn- und Organbereich „auf dem falschen 
FuB erwischt" und hat ein Sonderprogramm eingeschaltet. 

Dieses Sonderprogramm sorgt dafur, daB der Organismus mit der unver- 
mutet eingetretenen Situation fertig wird, die nicht nur den Patienten als 
Individuum betreffen kann, sondern evtl. z.B. auch seine biologische Grup- 
pe (Sippe, Familie etc.). Die Konfliktaktivitat, d.h. die SchieBscheiben- 
Konfiguration im Gehirn dauert dann solange, bis die Konfliktsituation 
gelost ist und der Organismus wieder zur Normalitat zuriickkehren konnte. 
Bis er das kann, muB jedoch der Organismus den Preis dafur zahlen, daB 
das Sonderprogramm mit einer Art KurzschluB eingeleitet wurde, das eine 
Art Notprogramm darstellt. Der Preis ist die Heilungsphase, d.h. die Repa- 
ratur auf psychischer, cerebraler und organischer Ebene, um den vorher 
gewesenen moglichst optimalen Zustand wieder zu erreichen. Erst wenn 
dieser durch die Heilungsphase, bzw. die Reparatur auf alien 3 Ebenen 



200 



erreicht ist, erst dann kann der Organismus wirklich zur Normalitat zuriick- 
kehren. Solange in dem Hamerschen Herd das Sonderprogramm in Form 
von SchieBscheiben-Konfiguration d.h. also der konflikt-aktiven Phase, 
auch Dauer-Symphaticotonie genannt, besteht, wird das Hirn-Relais - so 
konnen wir uns das vorstellen - deutlich in Mitleidenschaft gezogen. 

Wir konnen es uns so vorstellen, daB eine zu groBe Strommenge bei zu 
groBer Spannung durch eine zu enge Leitung gejagt wird. Die Leitung 
schmort durch, d.h. naturlich zunachst die Isolierung. In der Bio-Elektrik ist 
es noch wieder ein biBchen anders, und im Gehirn miissen wir uns die Hirn- 
zellen wie in einem unendlich komplizierten Gitternetz angeordnet vorstel- 
len. Durch die Dauer-Sympathicotonie, die ja im Prinzip etwas Eingeplantes 
ist, (nur eben zu viel des Guten) kommen jetzt die Kommunikationsleitun- 
gen der Hirnnerven in zunehmendem MaBe zu Schaden, genauso wie das 
Korperorgan durch den Krebs vergroBert, verkleinert oder jedenfalls veran- 
dert wird, um der besonderen neuen unvermuteten Situation Rechnung zu 
tragen. Bis zum Ende der konflikt-aktiven Phase passiert am Hamerschen 
Herd, zumindest was das CCT anbetrifft, scheinbar nichts Aufregendes, 
auBer, daB die SchieBscheiben-Konfiguration konstant bleibt. Im Kernspin- 
Tomogramm konnen wir z.B. sehen, daB da ein Unterschied zur Umgebung 
ist, der jedoch vollig undramatisch aussieht. 

Die Wirklichkeit ist jedoch ganz anders, und die Schadigung abschatzen 
konnen wir erst, wenn die Conflictolyse eingetreten ist. Jetzt in der pel- 
Phase konnen wir das ganze AusmaB der Veranderung bzw. Schadigung 
iibersehen. Denn exakt mit Beginn der pel-Phase beginnt der Organismus 
mit der Reparatur der Schaden dieses Sonderprogramms - sei es Zellver- 
mehrung am Korperorgan, sei es eine Zellverminderung am Korperorgan - 
und naturlich des betroffenen Hirnrelais. 

Systematise}} zusammengefaEt passiert nach einem DHS auf den drei Ebe- 
nen unseres Organismus also folgendes: 

psychisch: 

A.) Konflikt-aktive Phase (ca-Phase): 
Dauer-Sympathicotonie, d.h. maximaler StreB. Der Patient denkt Tag 
und Nacht iiber seinen Konflikt nach und versucht, ihn zu losen. Er 
schlaft nicht mehr und wenn, dann nur in der ersten Halfte der Nacht, 
halbstundenweise, er nimmt an Gewicht ab, er hat keinen Appetit. 

B.) Konflikt-geloste Phase (pel-Phase): 
Es findet eine Ruhigstellung statt. Die Psyche muB sich erholen. Der Pa- 
tient fuhlt sich schlapp und mude, ist aber wie erlost, guter Appetit, der 
Korper ist heiB, oft Fieber, oft Kopfschmerzen. Die Patienten schlafen 



201 



gut aber meist erst ab drei Uhr morgens. Dieser Mechanismus ist von 
der Natur so eingerichtet, daB die Individuen in Vagotonie erst schlafen, 
wenn der Tag anbricht, damit eine potentielle Gefahr (z.B. Raubtier) sie 
nicht im Schlaf iiberrascht. Die Patienten schlafen alle am Tage sehr viel 
und sehr gern. 

cerebral: 

A.) Konflikt-aktive Phase (ca-Phase): 
SchieBscheiben-Konfiguration im zugehorigen Hamerschen Herd (siehe 
Tabelle), d.h. daB hier ein Sonderprogramm lauft. 

B.) Konflikt-geloste Phase (pel-Phase): 
Der Hamersche Herd wird unter Oedembildung repariert und im betrof- 
fenen Relaisbereich Glia eingelagert. Dadurch wird der vorhergehende 
Zustand weitestgehend wieder hergestellt, was wichtig ist fur spatere 
Konflikte, aber der Preis ist der, daB das Gewebe weniger elastisch ist, 
als vorher. (Etwaige Komplikationen durch das Hirnoedem werden in 
Therapiekapitel behandelt.) 

organisch: 

A.) Konflikt-aktive Phase (ca-Phase): 
Entsprechend der Tabelle und dem Schema des ontogenetischen Systems 
der Tumoren und Krebsaquivalente entsteht in der konflikt-aktiven Phase 
entweder eine Zellvermehrung, die biologisch einen ganz bestimmten 
Sinn hat, oder eine Zellnekrose, d.h. Zellschwund oder ein Loch, das 
biologisch auch einen ganz bestimmten Sinn hat. Der Sinn besteht darin, 
daB diese ganz besondere Uberraschungssituation, die wir den biologi- 
schen Konflikt nennen, mit Hilfe der organischen Veranderung, die vor- 
genommen wird, gelost werden kann. Dem biologischen Sinn nach sorgt 
z.B. ein Koronar-Ulcus dafur, daB in der konflikt-aktiven Phase die Ko- 
ronararterien aufgedehnt werden, wodurch mehr Blut durch die Koro- 
nararterien flieBen kann und die Kraft und Ausdauer des Individuums 
heraufgesetzt ist. Eine Vermehrung der Brustdriisen-Zellen z.B. dient 
dazu, dem Kind mehr Milch anzubieten um die Wiedergesundung des 
verungliickten Kindes z.B. zu beschleunigen. Gleichzeitig werden bei 
althirn-gesteuerten Erkrankungen (jetzt sinn voile biologische Sonderpro- 
gramme genannt) synchron Mykobakterien vermehrt 

B.) Konflikt-geloste Phase (pel-Phase): 

Es wird die Reparatur der Krebsgeschwulst durch mikrobiellen Abbau 
oder der Krebsnekrose durch mikrobiellen Aufbau in Angriff genommen, 
(siehe Tabelle und Schema des ontogenetischen Systems der Tumoren 
und Krebsaquivalente). Immer finden wir sowohl im Gehirn als auch am 



202 



Organ das Oedem als Zeichen der Heilung. Bei den althirn-gesteuerten 
Organen vermehrt sich am Ende der Heilungsphase das durch die Ka- 
vernen verkleinerte Parenchym um eben diese Gewebemasse mit blei- 
benden Zellen. D.h.: am Ende einer Leber-Tuberkulose bzw. vorange- 
gangenen Leberkrebs, ist die Leber wieder genauso groB, hat gleich viele 
Zellen als sie vorher hatte (Prometheus-Phanomen). 

Im nachfolgenden sollen eine Reihe von Schemata und eine Reihe typischer 
Hamerscher Herde in verschiedenen Phasen gezeigt werden, um meine Aus- 
fuhrungen anhand von Beispielen zu belegen. 



10.4 Gehirn-Schemata 




Das Hirn von der 

linken Seite aus 

gesehen, und zwar 

so, als wenn die 

Hirnsubstanz quasi 

durchsichtig ware 

und man durch die 

Hirnsubstanz die 

Hirnventrikel oder 

Hirnkammern sehen 

konnte. Wir sehen 

im Zentrum die 

beiden Seitenventri- 

kel, die miteinander 

in Kommunikation 

stehen durch den 3. 

Ventrikel, den wir 

darunter sehen. Vom 3. Ventrikel kann der Liquor cerebrospinalis 154 abflieBen 

durch den Aquadukt 155 in den 4. Ventrikel, den wir unten in Hohe des unteren 

Pons 156 und der oberen Medulla oblongata 157 sehen. 

Die Seitenventrikel bestehen aus den Vorderhornern (frontal), den Hinterhor- 
ne m (occipital) und den Unter- oder Temporalhornern, die rechts und links au- 
Ben in die Temporallappen verlaufen. Das game Ventrikelsystem ist in Kommu- 



154 
155 

Pons 
muB 

157 



Liquor cerebrospinalis = Flussigkeit von Hirn und Ruckenmark 
Aquadukt = „Wasserfuhrer", also eine Art Wasserleitung 

Hirnteil (deutsch: Briicke), dessen Namen sich der Laie nicht merken 



Medulla oblongata = das 'verlangerte Mark 



203 



nikation. In den Plexus choroidei 158 der Ventrikel wird der Liquor cerebrospina- 
lis produziert. Dieser Liquor flieBt durch den Aquddukt in den Ruckenmarkska- 
nal. 

Wird durch eine Kompression im Mittelhirn oder in der Briicke {Stammhirn) 
der Aquddukt komprimiert, dann staut sich der Liquor im Ventrikelsystem des 1. 
bis 3. Ventrikels und wir finden einen sog. Hydrocephalus internus. Macht ein 
Hamerscher Herd im GroBhirn wdhrend der Heilphase eine Raumforderung, 
dann imprimiert sich gewohnlich nur der benachbarte Seitenventrikel. Bei der 
kindlichen Leukamie ist oftmals das gesamte Ventrikelsystem der ersten drei 
Ventrikel so sehr komprimiert (durch das generalisierte Marklager-Oedem), daft 
wir die Ventrikel im Hirn-CT nur noch mit groBer Muhe erkennen konnen. 



Zonen der Hirnrinde 



i 

/J 



^# s - 












^ 



Das linke Bild gibt die derzeit 

international gebrauchlichen 
sog. Zonen der Hirnwindungen 
an, die als sog. Hirnlappen flie- 
Bende Ubergange haben. Hier 
die Hirnrinde von der linken 

e^ ^^^^^^^ V-^ft. Seite aus 9 esehen - 

Die linke Seite enthalt bei 

Links- und Rechtshandern stets 
die Relais fiir: 

Schilddriisen- 
Ausfuhrungsgange, Kehlkopf, 
Gebarmuttermund und -hals, 
Scheide, Rektum, weibliche Bla- 
se, sowie die motorischen und 
sensorischen Relais filr die ge- 
genuberliegende Korperseite. 
Die rechte Seite enthalt bei 
Links- und Rechtshandern stets 
die Relais filr Kiemenbogengange, Bronchien, Koronararterien, Magen- 
Schleimhaut der kleine Curvatur, Bulbus duodeni 159 , Leber-Gallengange, Pan- 
kreasgange und mannliche Blase, sowie die motorischen und sensorischen Relais 
fiir die gegenuberliegende Korperseite. 




158 
159 



Plexus choroidei = Adergeflechte 

Bulbus duodeni = der erste kurze Abschnitt des Zwolffingerdarms 



204 




'< 



Photographie eines Hirnmo- 
dels, an dem man sehr schon 
die Verhdltnisse erkennen 
kann. Balken, Zwischenhirn, 
Pons (Stammhirn) und Klein- 
hirn sind in der Mitte durch- 
geschnitten. 

Aber man erkennt grob, daB 
der Cortex (Hirnrinde) auch 
zwischen den GroBhirn- 
Hemisphdren (interhemispha- 
risch) bis zum Balken besteht. 
Dort ist z.B. die motorische 
und sensorische Innervation 
fur die Beine. Man sieht auch 
gut, daB die Sehrinde hinter 
dem Kleinhirn fast bis zum 
Boden des Kleinhirn reicht. 

Das Gehirnmodell 
von der Mitte ge- 
sehen. 

Das nach unten 
offene, von oben 
und vorne unten 
eingefaBte weiBe 
Gebilde ist der sog. 
„ Balken". 

Von hier ab nach 
unten sind die 
rechte und linke 
Gehirnhalfte mit- 
einander verbun- 
den. Wir sehen also 
quasi einen Mittel- 
schnitt durch das 
Gehirn des Menschen. 

Der klaffende Spalt occipital (hinten) auf dem unteren Bild links, zeigt etwa die 
Grenze der Sehrinde (nach unten). Der gesamte Bereich zwischen motorischen 
Rindenzentrum und Sehrinde ist sensorischer und postsensorischer (Periost- 
Sensibilitat) Bereich, bzw. seitlicher Revierbereich. Man sieht daraus, welche 
biologische Bedeutung die Trennungs-Konflikte haben! 




205 




frontal das Zuckerzentrum und noch 
Zentrum und die frontalen Angste. 



Auf diesem Bild 
sind beide Hirn- 
hdlften auseinan- 
dergeklappt, in der 
Mitte quasi die 
weiB erscheinen- 
den Anteil durch- 
geschnitten. Be- 
sonders gut zu 
sehen die interhe- 
misphdrische 
GroBhirnrinde, in 
der die Relais filr 
Motorik und Sen- 
sorik der Beine 
gelegen sind, 

weiter frontal das (Zahnschmelz-) BeiB- 



10.4.1 Unsere Gehirn-CT-Schnitte 




Mit den modernen Untersuchungsme- 
thoden, z.B. des Computertomo- 
gramms, konnen wir quasi in das 
menschliche Gehirn hineinschauen, 
indem wir das Gehirn schichtweise 
untersuchen. Man kann beliebige 
Schichten einstellen und fotografieren, 
meist waagerechte und senkrechte. Das 
Bild nebenan zeigt die Standard- 
Schichten, die nahezu parallel zur 
Schadelbasis verlaufen (weiBe Linien 
sind falsch, gelbe richtig). 

Aus diesen verschiedenen Schichten 
erhalt man eine Serie von Fotos, die 
die verschiedenen Hirnteile und etwai- 
gen Hamerschen Herde zeigen. 



206 



10.5 Der erste entdeckte HAMERsche HERD 

Rechts fronto temporal, im Revierangst-, 
Revier- und Revierdrger-Relais in der 
erneuten Heilungsphase nach Rezidiv. 

Oberer Pfeil links: in Losung gehende 
SchieBscheibe im Unterzuckerungs- und 
Uberzuckerungs-Relais (Diabetes bis 
500 mg % Blutzucker). 





Bronchial-Ca des rechten Lung enfliig els. 



Der Patient, zu dem diese Bilder gehoren, war der erste, bei dem ich pro- 
spektiv einen spater sog. „HAMERschen HERD" suchte und - auch fand, 
am 6.4.83. Er hatte eigentlich ein Melanom am linken Arm. 

Der Patient betrieb einen kleinen Supermarkt mit einer gutgehenden 
Frischfleischabteilung. Fur die ortsansassigen Metzger war dies ein Dorn im 
Auge. Ein Konkurrent war darunter, der sich besonders gut mit dem Veteri- 
naramtsarzt verstand der im Ort die Kontrollen durchfuhrte. Der Patient 
wurde nun laufend von diesem Veterinar schikaniert. Das eskalierte 
schlieBlich soweit, daB er ihm ein Verfahren anzuhangen versuchte. Als das 
nach langem hin und her nicht klappte, wurde er „von oben" abgezogen und 
ein anderer ubernahm diesen Bezirk fur mehrere Jahre. Von nun an gab es 
keinen Arger mehr. 

Doch eines Tages, kurz vor Mittag, stand plotzlich dieser ehemalige Vete- 
rinararzt in der Tiir, und ohne sich umzusehen schritt er sofort zur 
Fleischabteilung. Als er den Patienten sah, sagte er wortlich: „Wie, Sie sind 
ja immer noch da!" Im Verlauf der Kontrolle ging er mit dem Patienten nach 
drauBen zum Kuhlraum, dabei lieB er jedoch beim Rausgehen die Ture of- 
fen stehen. Als beide zuriickkamen hatte sich die Katze des Patienten her- 
eingeschlichen. Der Patient erstarrte vor Schreck, der Veterinararzt deutete 
nur wortlos auf die Katze und sagte: „Die Fleischabteilung ist geschlossen." 
Da geriet der Patient auBer sich. Er rannte hoch in seine Wohnung, holte 



207 



einen Fotoapparat (worin sich aber kein Film befand) und „beschoB" regel- 
recht den Veterinar mit dem Blitzlicht. Der Patient hatte wahrscheinlich 
einen Revier-Konflikt, einen Revierarger- und einen Revierangst-Konflikt 
erlitten. Von nun an merkte er hin und wieder Ziehen im linken oberen Arm, 
und massierte ihn. 

Dabei entdeckte er eine Warze die er mit Rizinusol einrieb, weil er ir- 
gendwo gelesen hatte, daB man Warzen damit zum Verschwinden bringen 
konnte. Als sich jedoch die Warze entziindete, ging er damit zum Hautarzt, 
der ihn zur Universitats-Hautklinik iiberwies. Diagnose: Verdacht auf Me- 
lanom. Er wurde sofort operiert und auch gleich ein axiallarer Lymphknoten 
„zu diagnostischen Zwecken" mit entfernt. Nun begann eine Odyssee. Denn 
von da ab war der Patient auf „Melanom" fixiert und hat laufend Melanome 
„produziert", denn mit jedem weiteren Melanom und jeder Operation fuhlte 
er sich aufs Neue besudelt und verunstaltet, so daB er sich schlieBlich in 
einem Teufelskreis befand. 

Bevor er zu mir kam (Ende Janner '83), sollte der Arm noch amputiert 
werden. Jedoch bei der letzten Kontrolluntersuchung vor der Amputation 
hatte man ein Bronchial-Ca festgestellt, das bei der Kontrolle im August 
noch nicht vorhanden gewesen war. Nun wurde die Amputation abgeblasen. 

Ich wuBte damals schon, daB das sog. Bronchial-Ca die Heilungsphase ei- 
nes Revierangst-Konfliktes war. Und wirklich, der Patient hatte im Septem- 
ber sein Ladenlokal endlich gut vermieten konnen, nachdem ein Vormieter 
mit hohen Mietriickstanden wieder ausgezogen war. 

Nach meinem Vortrag im Marz auf dem HeilpraktikerkongreB in der 
Mainzer Rheingoldhalle, den der Patient besucht hatte, fragte er mich, ob er 
denn jetzt in Gefahr sei einen Schlaganfall zu erleiden. Ich sagte ihm, aus- 
schlieBen konne ich das nicht. Vierzehn Tage spater bekam er wirklich einen 
Schlaganfall, kollabierte im Badezimmer seiner Wohnung, wo man ihn 
fand. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und erlitt dort einen weiteren 
Konflikt, weil er von einem Pfleger gewaschen und gepflegt wurde, den er 
fur sehr unsauber hielt. Er ekelte sich und straubte sich dagegen. Die Blut- 
zuckerwerte stiegen bis 500 mg % und normalisierten sich erst ganzlich, als 
der Patient Anfang Mai wieder zu Hause war. 

Wir erreichten, daB ein Hirn-CT angefertigt wurde - am 6.4.83. Als man 
mir die Aufnahmen zeigte, war ich einerseits etwas stolz, daB ich so etwas 
schon prospektiv fur moglich gehalten hatte. Denn ich hatte winzig kleine 
Veranderungen erwartet, die fur die Melanome verantwortlich sein, und 
kaum groBere, die fur das Bronchial-Ca verantwortlich sein konnten. Aber 
mit diesen riesigen Befunden rechts temporal und rechts und links parame- 



208 



dian frontal konnte ich eigentlich nicht viel anfangen. Ich war ziemlich rat- 
ios. 

In solchen Fallen muB man als braver Handwerker arbeiten, muB alles zu- 
sammentragen, was dazugehoren konnte. Dabei war die Familie des Patien- 
ten maximal kooperativ. Mindestens waren die zeitlichen Abfolgen ja unge- 
fahr so gewesen, wie ich mir das vorgestellt hatte. Das war fur mich zu- 
nachst die Basis. 

Die gerade in Losung gehenden SchieBscheiben im rechten (Diabetes) und 
linken (Unterzuckerung) Zuckerzentrum hingen wohl damit zusammen, daB 
der Pfleger ausgetauscht worden war. Solche Dinge wuBte ich aber damals 
noch nicht, noch weniger, daB da auch das Zahnschmelz-Relais des Nicht- 
zubeiBen-Diirfens mitbetroffen war. Ich konzentrierte mich auf den rechts- 
temporalen Herd, der mir frisch aussah (sog. „roter Schlaganfall") mit 
Lahmung der linken Seite. Und der gehorte offenbar zu der Vorgeschichte, 
die wiederum mit den kiirzlich vermieteten Ladenraumen zu tun haben 
konnte. Auch das habe ich damals mehr geahnt als gewuBt. Aber von da ab 
wuBte ich, wie und wo ich suchen muBte. Die Suche nach den vielen Steck- 
nadeln im Heuhaufen begann. 



10.6 Fallbeispiele 

Typische SchieBscheiben- 

Konfiguration eines HHs, d.h. ca- 
Phase im sensorischen Rindenzentrum 
mit dem Zentrum links paramedian 
liegend. Es betrifft eine sensorische 
Lahmung des rechten Beins und (etwas 
weniger) auch des rechten Arms. 

Die Tatsache, daB die SchieBschei- 
benringe auch auf die rechte Hirnseite 
hinilberreichen, sowie ins motorische 
Rindenzentrum und ins postsensorische 
(Periost betreffend) zeigt uns, daB auch 
die Sensibilitdt der linken Korperhalf- 
te, sowie Motorik und Periost- 
Sensibilitdt beiderseits mitbetroffen 
sind. 




209 




Zwei HHe zentral im postsensorischen (fur das Periost zustdndigen) Rindenzen- 
trum in der pel-Phase. Die SchieBscheibenringe sind oedematisiert, zeigen all- 
mdhlich verlaufende Losungsringe; der Beweis, daft es sich nicht um Artefakte 
gehandelt hat. 



10.6.1 Fallbeispiel: Italienischer Gastarbeiter 




Verschiedene Schichten einer CCT- 
Serie desselben Patienten. Der neben- 
stehende HH ist noch weitgehend in 
aktiver Phase, projiziert sich z.T. ins 
Marklager, gehort aber zum postsenso- 
rischen Rindenzentrum, (schmerzhafter 
Trennungs-Konflikt das Periost des 
linken Beins betreffend). Wir sehen 
schon einen Ring in Losung gehen, d.h. 
der Konflikt ist also offenbar gerade 
ganz kurz vorher gelost worden. 

Man ist zundchst geneigt, an ein Ar- 
tefakt (Kunstprodukt) des Apparates zu 
denken, jedoch kann ein Artefakt un- 
moglich oedematisieren. 



210 




Es handelt sich um die Bilder eines 
italienischen Patienten aus Rom, der 
als Gastarbeiter in Siidfrankreich 
arbeitete. Dieser hatte, wie das dort 
so iiblich ist, in Rom nahe dem| 
Flughafen Leonardo da Vinci ange- 
fangen ein Haus zu bauen. Ein Jahr 
spater, als der Rohbau fast fertig 
war, kam die Baupolizei und ordnete| 
die Stillegung des Baus an. Der Pati- 
ent erlitt einen Revierarger-Konflikt I 
und Leber-Gallengangs-Ca. Doch 
nach einigen Tagen begann er nachts 
weiterzubauen. Da er jeweils nur im 
Urlaub weiterbauen konnte, begann ein Katz-und-Mausspiel mit der Bau- 
polizei. Viermal legte man ihm den Bau still, jedesmal erlitt er ein DHS- 
Rezidiv. Aber er steckte das alles weg in Vorfreude auf seinen hubschen 
Altersruhesitz. Und wirklich erreichte er vier Jahre spater, daB er gegen ein 
BuBgeld sein Haus fertigstellen durfte, wie das auch dort so iiblich ist. 
Durch die nun eintretende definitive Losung bekam der Patient eine Leber- 
schwellung, die Arzte vermuteten eine Leber-Ca. Durch diese Verdachts- 
diagnose erlitt der Mann ein Krebsangst (Frontalangst)-DHS mit Kiemen- 
bogengangs-Ulcera. Als er sich wieder einigermaBen beruhigt hatte, kam es 
im Februar des darauffolgenden Jahres zu einer Schwellung in der Halsge- 
gend, was die Schulmediziner als Lymphknoten fehldeuteten. Kurz danach 
wurde ihm die Diagnose „metastasierendes Leberkarzinom" ins Gesicht 
geschleudert. Hierdurch erlitt der Patient einen gewaltigen brutalen Tren- 
nungs-Konflikt, den wir auf der hier vorliegenden Aufnahme gut erkennen 
konnen. Er zitterte am ganzen Leibe, hatte einen zusatzlichen Todesangst- 
Konflikt und nahm rasch an Gewicht ab. Der Patient konnte jedoch trotz 
allem eine innerliche Losung erreichen - die Lungenrundherde des Todes- 
angst-Konfliktes gingen sogar leicht zuriick. Aber das Leben blieb nicht 
stehen. Der alte Revierarger kehrte in Form eines Rezidiv-DHS' zuriick: 
Wegen seiner Erkrankung konnte er ja nun nicht mehr weiterbauen, seine 
Kinder „spurten nicht", hatten keinerlei Interesse daran, den Bau fertigzu- 
stellen und die GeldbuBe zu zahlen. Es gab eine dramatische familiare Aus- 
einandersetzung. Auch dariiber kam der Patient noch einmal hinweg. Jedoch 
kam es in der Heilungsphase zu einer Potenzierung der verschiedenen Hir- 
noedeme, wodurch der Patient ins Koma fiel und in volliger Vagotonie ver- 
starb. 



211 




Weiteres CCT aus der gleichen Serie, 
bei dem man sehr schon die unter- 
schiedlich oedematisierten SchieB- 
scheibenringe erkennen kann. 



Aktiver HH fiir den erwdhnten Todes- 

angst-Konflikt durch Diagnosenstel- 

lung. Die SchieBscheiben fangen gera- 

de an, etwas zu oedematisieren. 



10.6.2 Fallbeispiel: 60jahrige Frau eines Universitats- 
Rektors 

\CCT vom 7.5.90 einer 60jahrigen 
atientin. Gattin eines Universitats- 
\rektors, der seine Frau vor 15 Jahren 
erlassen hatte. Aus religiosen Griin- 
den war eine Scheidung als nicht 
fnoglich erachtet worden. Vor fiinf 
ahren lernte die Patientin einen 
neuen Mann kennen, der aber noch 
nicht geschieden war. 1989 lieB sich 
der Freund dann scheiden. Aber die 
Patientin konnte sich ihrerseits nicht 
ntschlieBen, sich scheiden zu lassen 
und ihn zu heiraten. In diesem Mo- 
pent zog der Freund zu einer anderen 
rau. Die Patientin erlitt ein motori- 
ches DHS, den Freund nicht festhal- 
rlen zu konnen und einen Trennungs- 
^Jftonflikt, weil der Freund ihr aus den 




212 



Handen glitt, dazu auf organischer Ebene eine motohsche und sensohsche 
Teillahmung beider Hande mit fast volliger motorischer Lahmung des rechten 
Daumens. Man vermutete eine MS. In dieser Situation kam die Tochter, eine 
Dozentin fur Neurologie zu mir und erbat meinen Rat. 

Aufgrund des mitgebrachten CCTs konnten wir den Fall rasch rekonstruieren. 
Sie therapierte die Mutter, indem sie mit ihr uber die Angelegenheit ausfiihrlich 
sprach. Wirklich ging auch die Lahmung wieder zuriick. Die Mutter erlitt den 
obligaten epileptischen Anfall. Dann aber ereignete sich folgendes: Die Patien- 
tin erfuhr, daB die neue Freundin ihres Ex-Freundes „keine Dame" sei und daB 
der Freund mit dieser Frau schon eine Beziehung hatte, wahrend er noch mit ihr 
intim befreundet war. Daraufhin erlitt sie ein DHS des Sich-Strdubens und des 
Angst-Ekels (Linkshanderin) mit dem Zentrum im Glukagon-Relais, d.h. die Un- 
terzuckerung uberwiegt. 

CCT vom 3.7.1990 der gleichen Patientin: 
Wahrend wir in der vorangegangenen 
Aufnahme noch die scharfe Ringformation 
als Zeichen des aktiven Konflikts der mo- 
torischen und sensorischen Lahmung 
sehen konnen, ist dieser Konflikt auf der 
Aufnahme zwei Monate spater gelost. 
Dafur aber sehen wir eine neue aktive 
SchieBscheiben-Konfiguration entspre- 
chend dem zu diesem Zeitpunkt noch akti- 
ven Konflikt des Sich-im-Nachhinein- 
noch-Straubens-und-Ekelns im Zuckerre- 
lais. Dieser zweite Konflikt konnte durch 
intensive Gesprache ebenfalls gelost wer- 
den. 




213 



10.6.3 Fallbeispiel: 50jahrige Patientin nach Meno- 
pause 

\CCT einer 50jahrigen rechtshan- 
igen Patientin nach der Meno- 
ause. Rechts fronto-parietal 
\sehen wir einen groBen HH in 
Losungsoedem entsprechend ei- 
nem Revierangst-Konflikt mit 
Intrabronchial-Ca. Das DHS 



'hatte sich 7 Monate zuvor ereig- 
net. Der Schwiegersohn der Pati- 
entin muBte wegen einer akuten 
Peritonitis operiert werden, die 
Arzte gaben ihm kaum noch 
Uberlebenschancen. Dieser Kon- 
tflikt dauerte nur 2 Monate an, er 
Iwar jedoch auBerst heftig! Einen 
jMonat vor Erstellung dieser Auf- 
inahme kam es zu einem Kon- 
Ifliktrezidiv: Der Ehemann der 
\Patientin muBte an einer akuten 
iLeistenhernie 160 operiert werden. 
\Der Rezidiv-Konflikt dauerte 3 
Wochen an bis es zur erneuten 
Konfliktlosung kam. Der Druck des erneut in den HH einschieBenden Heilungso- 
edems brachte diesen offensichtlich zum ZerreiBen - ein Beispiel fur den sog. 
„Ziehharmonika-Effekt": Ein HH in Losungsoedem gerdt vorubergehend wieder 
in Konfliktaktivitat, das Oedem bildet sich kurzfristig zuriick, nach der erneuten 
CL schieBt wieder Oedem ein, der HH pumpt sich gleichsam von innen wieder 
auf - irgendwann halt das Gewebe dem Oedemdruck nicht mehr stand und zer- 
reiBt, was auch auf der folgenden Aufnahme recht gut zu sehen ist. 

Auf der linken GroBhirn-Hemisphare sehen wir weitere sexuelle bzw. halbsexu- 
elle Konflikte, die hangend-aktiv sind. Dazu konnten wir folgendes eruieren: Als 
die Patientin 17 Jahre alt war, wurde sie von ihrem eigenen Schwager vergewal- 
tigt - ein Konflikt, tiber den sie im Prinzip nie so richtig hinweggekommen war! 
Als ihr Sohn 16 Jahre alt war, wurde er Vater eines Kindes - fiir die Mutter ein 
Konfliktrezidiv in quasi gleicher Angelegenheit... 




160 



Hernie = Bruch 



214 



Im folgenden eine andere CCT-Schicht der glei- 
chen Patientin: Der Pfeil zeigt auf einen HH mit 
SchieBscheiben-Konfiguration im motorischen und 
postsensorischen Rindenzentrum, einem (motori- 
schen) Trennungs-Konflikt entsprechend. Weiterhin 
sehen wir sehr gut den bereits erwahnten innen 
zerrissenen HH im Bronchialrelais. Wir haben also 
Konfliktlosung und Konfliktaktivitdt gleichzeitig 
vorliegen! 




Was war passiert? Als die Patientin in voller Heilungs-Vagotonie im Kran- 
kenhaus lag, guten Appetit hatte und gut schlafen konnte, kam eines Mor- 
gens ihre Schwester zu Besuch und flusterte: „Denk nur, was ich heut' 
Nacht getraumt habe. Ich habe unsere Mutter im Traum gesehen, sie sagte, 
sie komme, um dich zu holen." Das schlug bei der armen Patientin furcht- 
bar ein! Von Stund an war sie an alien vier Extremitaten teilgelahmt, links 
mehr als rechts, aB nicht mehr, schlief nicht mehr, war in voller Panik. Ei- 
nem franzosischen Arzt, der sich mit der Neuen Medizin auskannte gelang 
es in einem Gesprach am Krankenbett, der Patientin diese Zentnerlast von 
der Seele zu raumen, nachdem sie ihm unter Tranen diese Begebenheit er- 
zahlt hatte. Von Stund an waren die Paresen mehr und mehr riicklaufig. 
Die Patientin konnte wieder schlafen und essen. 



Parese = unvollstandige Lahmung 



215 



10.6.4 Fallbeispiel: Aktiver HH in SchieBscheiben- 
Konfiguration im Stammhirn 




Hier zwei CCT-Bilder verschiede- 
ner Schichten der gleichen Pati- 
entin. 

Auf dem ersten sehen wir einen 
aktiven HH in scharfer SchieB- 
scheiben-Konfiguration. Die 

Pfeile weisen auf das Dunndarm- 
Relais im Stammhirn entspre- 
chend einem unverdaulichen 
Arger. 



\Hier eine tiefere Schicht der glei- 
\ chen Serie, ebenfalls mit HH in 
ISchieBscheiben-Konfiguration 
aber mit anderem Mittelpunkt, 
ndmlich im Tuben und Urin- 
I Blasen-Relais. 

Konflikt: Die Patientin hatte ihr 
1 Pferd falsch gelenkt und einen 
anderen Reiter gegen die Bande 
gequetscht und schwer verletzt. 
Dieser beschimpfte sie wust mit 
ubelsten Vokabeln (Tuben-Ca). 
Unmittelbar darauf wurden hohe 
Kosten fdllig (unverdaulicher 
Arger), da der Mann lange im Krankenhaus liegen muBte. 



216 



10.6.5 Fallbeispiel: Rechtshandiger Patient mit Ver- 
lust-Konflikt 

Der nachste Fall hat 3 Abbildungen, die sich auf den gleichen Patienten bezie- 
hen: 

Auf der ersten CT-Aufnahme sehen wir einen 
groEen, scharfen Ring - er ist ein Artefakt. 
Daneben sind zwei eindeutig noch in ca- 
Phase befindliche schieEscheibenformige 
HHe zu sehen. Der rechte betrifft ein Herz- 
Koronar-Ulcus (Revier-Konflikt) , der linke 
betrifft den rechten Hoden (Verlust-Konflikt). 
Der rechtshandige Patient hatte seine Mutter 
unerwartet verloren, an der er sehr hing. Man 
sieht, daE die rechte SchieEscheiben- 
Konfiguration noch sicher in der ca-Phase 
ist. Die linke dagegen ist schon etwas oede- 
matos geschwollen, ist also gerade dabei in 
Losung zu gehen. Der Patient hat dann spater 
(Februar 1993) auf dem Tiefpunkt der pel- 
Phase einen Herzinfarkt erlitten. 

CT des Hodens: 

Die Abbildung zeigt eine Hodennekrose 

des rechten Hodens, der Konflikt war ja 

noch nicht gelostl 

Foto des Hodens: 

Am rechten Hoden ist auEerlich prak- 

tisch nichts zu sehen. Der Finger zeigt 

auf die Stelle der Nekrose. 

Die vermutete Hodennekrose (verein- 

facht ausgedriickt ein „Loch"), d.h. ein 

Sub stanzver lust im Hoden, wurde also 

vorher, nur durch das Hirn-CT 

diagnostiziert. Im folgende eine 




211 




Bestatigung des Falles: 

Zentrum fur Neue Medizln 
in Osterreich 

Leltung Dr. med. Ryka Gaerd HAMER 

Burgau, 

>7 A^'aJ. A^fa &fi &' fa- 

8MMf- &fi> jfy fof- &4ft tiAtt** ^"^^ 



A-«2t1 MMOAU UM l£ftk»a/ 



218 



Die nachste Fallgeschichte einer linkshandigen Patientin umfaBt 7 Aufnah- 
men: 

10.6.6 Fallbeispiel: Linkshanderin mit Teillahmungen 
links 






h 





25.7.90: HH in ca-Phase 



25.2.90, HH direkt nach CL 





10.4.90, Ende der pel-Phase Klatschtest! Foto der linkshandigen Pati- 

entin 



219 



Die drei vorherigen CCT-Aufnahmen zeigen die Entwicklung eines Hamerschen 
Herdes uber fast 4 Monate. 

Die Patientin ist, wie das Foto zeigt, Linkshanderin. Sie erkrankte an einer 
Teillahmung des linken Arms und des linken Beins, in geringerem MaBe auch des 
rechten Arms. 

Das DHS ereignete sich im Juni 1989: Die Patientin verlor, in unglucklicher 
Ehe verheiratet, einen sehr geliebten Freund, den sie - auf dramatische Weise - 
nicht in der Umarmung des linken Arms und des linken Beins (Linkshanderin!), 
weniger der rechten Extremitdten, festhalten konnte. Es geht also um den „Part- 
ner-Arm" und das „Partner-Bein" und in geringerem MaBe auch um den rechten 
(Mutter/Kind)-Arm mit dem Konflikt, nicht festhalten zu konnen. Die Patientin 
hatte sich von ihrem Freund ein Kind gewiinscht, hatte schon gehofft, schwanger 
zu sein, dariiber war es zum dramatischen Verlustereignis gekommen. 

Auf der ersten CT-Aufnahme ist der Konflikt noch aktiv. Wir sehen die scharfen 
Kreise der SchieBscheiben-Konfiguration des HHs, sehen aber auch, daB die 
Ringe auf die linke Hemisphdre hinuberreichen (schwache Lahmung des rechten 
Arms). Das Zentrum des HHs ist rechts im motorischen Zentrum, betreffend die 
Motorik fur die Partnerumarmung mit dem linken Arm (Linkshanderin!) und die 
intime Partnerumarmung mit dem linken Bein. Die Conflictolyse, die die von der 
Neuen Medizin begeisterte Hausarztin der Patientin mit dieser zusammen erar- 
beitete, gelang am 20.2.1990, knapp vier Wochen nach dem ersten Hirn-CT, das 
vom 25.1.1990 stammt. 

In diesem zweiten CT vom 25.2.90, etwa von der gleichen Schicht, sehen wir, 
wie der HH gerade „aufbricht", d.h. die Ringe werden auBen unregelmaBig und 
unvollstandig, das Zentrum ist aber noch zu sehen. 

Die nachsten Aufnahmen vom 10.4.90, ebenfalls etwa die gleiche Schicht, wenn 
auch nicht immer exakt der gleiche Neigungswinkel der Schichten, wodurch der 





10.4.90 



10.4.90 



220 



HH mal ein biBchen nach vorne oder nach hinten rutscht. Wir sehen, daB der HH 
teilweise bereits in gliose Vernarbung ubergegangen ist. 

Zu erwdhnen ist natiirlich noch, daB am 10.3.1990 ein epileptischer Anfall 
(epileptische Krise) stattfand, der die Patientin jedoch nicht uberraschte, da ihr 
ja die Regeln der Neuen Medizin durch ihre Hausdrztin bestens bekannt gemacht 
worden waren. 

Eigentlich war die Patientin, zwischen Juli 1989 und Februar 1990 schon unter 
„MS"-Verdacht gelaufen. Aber dieser Unsinn konnte ihr zum Glilck schnell aus- 
geredet werden: Die groBe Gefahr ist ja immer, daB die Patientin durch den 
Diagnose-Schock einen zweiten motorische Konflikt - hauptsdchlich der Beine - 
erleiden, weil man ihnen sagt, sie wiirden moglicherweise zeitlebens an den Roll- 
stuhl gefesselt sein. Von diesem Konflikt kommen sie dann meist nie mehr los. 

Letzte CT-Aufnahme vom 24.4.1990 
der gleichen Patientin: 

Man sieht, daB die SchieBscheiben 
inzwischen leichte „Stechapfelform" 
haben, d.h. der Hohepunkt der pcl- 
Oedemphase ist hier bereits vorbei, die 
Vernarbungsphase ist im Gang. 




10.6.7 Fallbeispiel: 

Patientin mit Angst-Ekel-Konflikt 

Die folgende Fallgeschichte umfaBt 4 CCT-Aufnahmen: 

Es handelt sich um 3 Serien von CCTs einer Patientin, die im Abstand von 
jeweils ca. 6 Wochen angefertigt wurden. 

Bei der Patientin lag ein Angst-Ekel-Konflikt vor kombiniert mit einem 
Straubens-Konflikt vor ihrem schwulen Chef, den sie als „ekelhaft" und 
„gemein" empfand. 

CCT vom 24.1.90, HH in ca-Phase: 

Das Zentrum der SchieBscheiben-Konfiguration liegt rechts. Deshalb uberwiegt 
der Diabetes uber die Hypoglykdmie, d.h. es uberwiegt die Beta-Inselzell- 
Insuffizienz gegeniiber der Alpha-Inselzell-Insuffizienz. 



221 




Kurz nach dieser Aufnahme kundigt sie. 
Wir sehen auf der gleichen Aufnahme 
dorsal einen groBen HH, der schon 
mehrfach vernarbt ist, in erneuter 
SchieBscheiben-Konfiguration die bei- 
den Glaskorper auf organischer Ebene 
betreffend. Der biologische Konflikt: 
Sie war ein Jahr vorher auf dem Weg 
zu ihrer Arbeitsstelle (Apotheke) von 
hinten verfolgt, uberfallen und mit 
einem Messer bedroht worden. Die 
Rezidive: Sie muBte jeden Tag den 
gleichen Weg von und zur Apotheke 
nehmen. Die Patientin bekam folge- 
richtig einen beiderseitigen Griinen 
Star. 



24.1.1990 





Oben: CCT-Aufnahmen vom 15.3.90: 
Beide Konflikte sind in pel-Phase, der frontale noch mehr als der occipitale. 
Man sieht aber, daB die jetzt oedematisierten SchieBscheiben an der gleichen 
Stelle sind. So etwas nennen wir eine normale Entwicklung eines HHs nach Lb- 
sung des Konfliktes. 



222 



CCT der gleichen Patientin weitere 2 ¥2 
Monate spdter. 

Man sieht nur noch eine Narbe des HHs 
im Diabetes- bzw. Hypoglykamie-Relais. 




10.6.8 Fallbeispiel: Duktales Mamma-Ca 




Serie von vier CCTs einer jungen Frau mit einem duktalen Mamma-Ca in fri- 
scher pel-Phase. 

Der Radiologe verlagerte die Patientin einmal 2 cm aus der Mittellinie nach 
links (siehe die jeweils linksstehenden Fotos) und einmal 2 cm nach rechts (siehe 
die jeweils rechtsstehenden Fotos). Die Lokalisation des HHs anderte sich dabei, 
wie man sieht, nicht. 



223 




10.6.9 Fallbeispiel: Londoner Banker 

Die nachsten 7 Fotos gehoren zur Fallgeschichte eines Londoner Bankers 




HH fiir motohschen Konflikt. Es sind nur noch wenige SchieBscheiben zu erken- 
nen, sie zeigen bereits „Stechapfelform", der Hohepunkt der Heilung ist also 
schon uberschritten. Auf der ersten CCT-Aufnahme sind einige Schielischeiben- 
ringe sowie das Einschlagzentrum des Konfliktes noch zu erkennen, auf den 
nachsten Aufnahmen wird dies immer schwerer moglich. 



224 



Weitere 3 CCTs, auf denen man die 
motorische SchieBscheibe bzw. 
deren allmahliches Verschwimmen 
sehr gut beobachten kann. Ein 
Artefakt ist also ausgeschlossen! 

Die fiinf abgebildeten CCT- 
Aufnahmen der gleichen Serie 
sind von einem Bankier aus ei- 
nem Krankenhaus in London. 
Typischer Fall von Fehldiagnose: 
Der Patient hatte nach einem 
dramatischen Streit mit seinem 
Abteilungsleiter, bei dem ihm die 
Beforderung verweigert worden 
war, eine motorische Lahmung 
erlitten, mehr des rechten als des 
linken Beines, ebenso mehr des 
rechten als des 





linken Armes. Nun wurde er durchuntersucht und man fand ein altes Pan- 
kreas-Ca und ein altes Leber-Ca. Das konflikt-aktive Dunndarm-Ca (nach- 



162 



folgendes Abdomen -CT), sowie die dazugehorige SchieBscheiben- 



162 



Abdomen = Bauch, Unterleib 



225 



Konfiguration in ca-Phase (nachfolgend abgebildeter CCT-Schnitt) hatte 
man natiirlich nicht sehen konnen. 

Der Pfeil zeigt auf das aktive 
Dunndarm-Ca. AuBerdem 
sehen wir die alten solitdren 
Ca-Herde im Pankreas und 
in der Leber. 




^^' Der zugehorige HH rechts lateral 

^^il ^ » im Stammhirn (Pfeil rechts) fur das 

L- ^fl %^\ solitare Leber- bzw. Pankreas-Ca 

J^ ^M hat Vernarbung, etwas Oedem, 

' ^^4 evf '" w/e( ^ er 9 anz leicht angedeu- 

tete SchieEscheiben-Konfiguration, 

die sich in das Oedem projiziert. 

^L Der Grund dafur konnte der sein, 

^M daB die fur diesen HH zustandigen 

^^ ^^ Konflikte (Verhungerungs-Konflikt 

und Konflikt, einen Brocken nicht 
verdauen zu konnen) auch beruf- 
lich bedingt waren und nun wieder mitreagierten (Schiene!). AuBerdem der HH 
(linker Pfeil) im Diinndarm-Relais fiir den unverdaulichen Arger-Konflikt. Insge- 
samt haben wir also 3 verschiedene SchieBscheiben bei dem gleichen Patienten, 
davon die eine (Leber /Pankreas) in einem alten vernarbten Relais. 

Wdhrend der motorische Konflikt fiir alle 4 Extremitdten, rechts starker als 
links, schon in der pel-Phase ist und schon „ Stechapfelform" anzunehmen be- 
ginnt, d.h. den Hohepunkt schon uberschritten hat, ist die „Dunndarm- 
SchieBscheibe" noch in voller Aktivitat. D.h. also, daB ein mehrschichtiger Kon- 
flikt keineswegs auf alien Ebenen in gleichem Takt gelost wird. Der eine Aspekt 
wird gelost, wdhrend der andere noch aktiv bleibt. 

Hatte man die Neue Medizin angewendet, dann hatte man gesehen, daB das 
Pankreas-Ca und das Leber-Ca, die im gleichen Takt gelaufen waren, schon eine 
altere Vorgeschichte gehabt haben mussen und jetzt moglicherweise als Schiene 
wieder reaktiviert wurden. Wdhrend der corticale motorische. Konflikt schon mit 
einer epileptischen Krise (tonisch-klonischer Krampfanfall) den Hohepunkt der 



226 



pel-Phase uberschritten hat, ist der Dunndarm-Konflikt noch, wie gesagt, hoch- 
aktiv. 

Zufallig sehen wir im vorangehenden Bauch-CT den Praileus durch Okklu- 
sion des Diinndarms. Man hatte dieses Stuck Diinndarm in einem kurzen 
Stuck exstirpiert und hatte dem Patienten damit eine sehr gute Prognose 
verschaffen konnen. So aber fiihrte man den Praileus auf ein vermutetes 
frisches Leber/Pankreas-Ca zuriick und erklarte den Patienten fur inopera- 
bel. In diesem Fall entspricht der motorische Konflikt der Vorstellung, des 
Nicht-weiter-aufsteigen-Konnens, bzw. des Festgebunden-Seins und das 
Diinndarm-Ca dem damit verbundenen unverdaulichen Arger. Man sieht, 
daB die Neue Medizin durch ihre Differential-Diagnostik auf den drei Ebe- 
nen der bisherigen Medizin um einiges voraus ist. 



10.6.10 Fallbeispiel: Brutaler Trennungs-Konflikt 




Bei dieser Serie sieht man sehr gut, wie eine oedematisierte SchieBscheiben- 
Konfiguration in der pel-Phase in der einen Schicht noch gut sichtbar ist und in 
der anderen schon mehr oder weniger zu verschwimmen beginnt, zentraler Pe- 
riost-Konflikt, d.h. brutaler Trennungs-Konflikt in Losung 



227 




Auf dieser letzten Aufnahme ist die 
SchieBscheibe fast vollig in Oedem 
aufgelost. 



10.6.11 Auf den nachfolgenden zwei Fotos sehen wir 




Wir sehen einen HH fur einen sensorisch-postsensorischen (Periost)-Trennungs- 
Konflikt, der schon den Hohepunkt der pel-Phase uberschritten hat und schon 



228 



Stechapfel-Konfiguration anzunehmen beginnt. Auf organischer Ebene sind zu- 
gehorig: Exanthem , Urtikaria , Pruritus , verschiedene Begriffe fur ein und 
dasselbe - die sich in der Heilungsphase befindende auBere Hautschicht. 

Im folgenden werden einige besonders interessante CCTs nur kurz vorge- 
stellt, die allesamt die mit der Firma Siemens erarbeiteten AusschluBkriteri- 
en erfullen. Also: Keine Artefakte! 




22.4.86 5.9.86 

SchieBscheibenformation scharf mar- CCT mit Kontrast, Ringformation oe- 
kiert, Konflikt in Aktivitdt dematisiert, bereits gliomatos am Ver- 

narben 



163 
164 
165 



Exanthem = entzundliche Hautveranderung der auBeren Haut 
Urtikaria = Nesselsucht, Quaddelsucht 
Pruritus = Hautjucken mit zwanghaftem Kratzen 



229 




Entwicklung einer SchieEscheibenformation 
bei einem jungen Patienten. 



HH in aktiver SchieEscheiben- 
Konfiguration fiir lang angedau- 
erten Todesangst-Konflikt im 
Stammhirn. 

Der Patient war auf offener 
StraEe uberfallen und mit dem 
Messer bedroht worden. 



In der entsprechenden Kernspin- 
Aufnahme lassen sich ebenfalls 
die Ringstrukturen des aktiven 
HH erkennen. 

Dies ist jedoch nur moglich, 
wenn der Konflikt, wie in diesem 
Fall, sehr lange angedauert hat 
und sehr intensiv war. 



230 



Ringformation, die von der linken Seite 
her durch zwei oedematisierte weitere 
Herde „eingedellt" wird. 




Entwicklung der Ringformation im CCT bei einer jungen Patientin 




3.11.89 9.2.90 

HH in scharfer SchieBscheiben- HH vernarbt, die Ringstruktur ist kaum 
^Configuration noch erkennbar 



231 




CCT-Serie mit deutlicher, unterschied- 
lich oedematisierter Ringstruktur mit 
Massenverschiebung 



232 




Ein osterreichischer Patient: Zwei HHe mit oedematisierter Ringstruktur 




Zwei deutliche, sich uberschneidende, HH bei dem sich 3 verschiedene Ring- 
Oedemringe formationen nebeneinander- bzw. in- 

einanderprojizieren. Die linke davon 
ist vollstandig in Losungsoedem 



233 




Die folgende sehr interessante 
Aufnahme zeigt einen halbkreis- 
formigen HH rechts fur einen 
motorischen Konflikt in pel-Phase 
mit Losungsoedem. Daneben 
(schlanke Pfeile) ein zentraler HH 
in der ca-Phase im Zuckerrelais. 
Weiter ein schon weitgehend 
abgeheilter HH links, bereits 
durch Glia-Einlagerung weiB 
anfdrbbar, die rechte Schulter 
betreffend, genauer gesagt: rekal- 
zifizierte Osteolysen bei Selbst- 
werteinbruch-Konflikt im Partner- 
Verhdltnis. Unten ein fast vollig 
geheilter HH in der rechten Seh- 
rinde entsprechend einem alten 
Angst-im-Nacken-Konflikt. 



10.6.12 Fallbeispiel: Funfjahriges Madchen mit Ver- 
hungerungs-Konflikt 



CCT und Abdomen CT eines funfjahrigen Madchens 




Der HH im Leber- 
Relais (Stammhirn 

lateral rechts) zeigt 
deutliche SchieBschei- 
ben-Konfiguration, d.h. 
der zugehorige Ver- 
hungerungs-Konflikt 
muB noch aktiv sein. 



234 




Im Abdomen-CT sehen wir 
das zugehorige sog. solitdre 
Leber-Ca des kleinen Mad- 
chens aus Sudfrankreich: 

Konflikt: Die Eltern hatten 

ein Lebensmittelgeschaft. 

Als ein Supermarkt dane- 

ben aufmachte, und die 

Umsatze entsprechend 

zuruckgingen, jammerte 

der Vater dauernd: „0 

Gott, wir werden verhungern!" Das 5jahrige Kind nahm das fur bare Mun- 

ze, wieso auch nicht? Das Kind starb schlieBlich an dieser Verhungerungs- 

Angst, die monatelang angedauert hatte. 

Anfangs fiel es mir sehr schwer, ein solches Bild zu verstehen, weil im 
Gegensatz zu dem ausgedehnten Leberbefund das Gehirn scheinbar gar 
nichts besonders Auffalliges zeigte. Wenn man aber die SchieBscheiben- 
Konfiguration erst verstanden hat, bzw. zwischen die unterschiedlichen 
Formationen in der ca- und pel-Phase zu unterscheiden gelernt hat, dann 
sind solche Bilder sehr klar und verstandlich. 



10.6.13 Fallbeispiel: Tbc und Brustkrebs: 

CT der aushdngenden Brust ■ 

einer rechtshdndigen Frau 

mit abgelaufenem Mut- 

ter/Kind-Sorge-Konflikt, die ] 

in der pel-Phase wochenlang \ 

starken NachtschweiB, d.h. 

eine Tbc der linken Brust\ 

hatte. Im CT der Brust in\ 

Hangelage laBt sich die 

frische Kaverne in der linken 

Brust (linker Pfeil) sehr gut 

erkennen. Dies ware bei 

einer normalerweise ubli- 

chen Mammographie nicht 

moglich, da hierbei die Brust zusammengequetscht wird. In der rechten Brust 

(rechter Pfeil) sehen wir eine weitere, jedoch altere, vernarbte Kaverne. 




235 




HH mit Oedem im rechten 
lateralen Kleinhirn (rechte 
Pfeile). Wir konnen diesem 
Oedem nicht ansehen, ob 
eine Tbc geholfen hat, auf 
organischer Ebene das 
Mamma-Ca zu verkdsen 
oder ob dies nicht der Fall 
war. Die Vorgdnge im Ge- 
hirn sind die gleichen. 

Auch auf der linken Klein- 
hirnseite (linker Pfeil) ist 
eine alte Narbe sichtbar, die 

einem frtiheren Mamma-Ca der rechten Brust mit nachgefolgter Tbc entspricht 

(Partner-Konflikt). 



10.6.14 Fallbeispiel: Adenoider Brustkrebs links 

Junge Frau mit 2 aktiven, Zell- 
vermehrung machenden Brustdru- 
I sen-Tumoren. 

Der untere Tumor der rechts- 
\handigen Frau entspricht einem 
\schon sehr lange gehenden 
\Tochter/Mutter-Streit-Konflikt. 

Der obere kleinere einem Mut- 
I ter/Kind-Sorge-Konflikt wegen 
leiner Amniozentese 166 zum Zweck 
des Vaterschaftsnachweises, da 
\sie ein uneheliches Kind erwar- 
I tete. 

Die Patientin bekam eine 

\furchtbare Angst, daB das Kind 

durch diesen Eingriff geschadigt 

worden sei. In der Folgezeit lief der gesamte VaterschaftsprozeB auf dieser ein- 

gefahrenen Schiene, obgleich das Kind langst gesund geboren war. 




166 



Amniozentese = Fruchtwasseruntersuchung 



236 



Mammographie der linken Brust. 
Man sieht den groBen und den 
kleineren adenoiden Knoten. Die 
Patientin hatte aber keinerlei 
Beschwerden und hat in dieser 
Brust beim Stillen ihres Kindes 
sogar mehr Milch gehabt ah in 
der rechten. 



Diese CCT-Aufnahme des Klein- 
hirns zeigt im rechten lateralen 
Bereich zwei aktive SchieBschei- 
benring-Formationen, die sich 
uberlappen. Die beiden HHe in 
Aktivitat entsprechen den han- 
gend-aktiven Mutter/Kind- bzw. 
Tochter/Mutter-Konflikten. 




10.6.15 Fallbeispiel: 
Kleiner franzosischer Junge 

Zwei Hirn-CT-Bilder und eine Lungenaufnahme eines achtjahrigen Jungen, 
den seine Kameraden aus SpaB an einen Baum gebunden hatten. Sie sagten, 
sie kamen zuriick mit Kanonen und wiirden ihn erschieBen. Der Junge 
konnte sich nicht befreien, weil er mit den Handen an den Baum gefesselt 
war. Er wurde erst spat abends von einem Spazierganger befreit. 



237 



Ftfl 



CCT das den HH fur eine motori- 
sche Ldhmung beider Arme zeigt. 
Man sieht die einzelnen SchieB- 
scheibenringe im motorischen 
Rindenzentrum. 

Die Anne des Jungen waren 
weitgehend geldhmt. 




Die Lungenaufnahme zeigt einen 
groBen Lungenrundherd und weitere 
kleinere. 

Das Kind hatte monatelang jede 
Nacht im Traum das schreckliche 
Erlebnis wieder getrdumt und Todes- 
angst ausgestanden. Es gelang ihm 
schlieBlich den Konflikt zu losen. 
Durch die ubermaBig lange Kon- 
fliktdauer starb er vor allem an den 
Folgen einer Lungentuberkulose. Der 
Junge hatte wochenlang starken 
NachtschweiB gehabt, subfebrile 
Temperaturen und Hamoptoe 167 , er 
wurde aber nicht auf Tuberkulose 
behandelt, weil der Lungentumor 
ganz im Vordergrund der Behandlung 
stand. 



167 



Hamoptoe = Aushusten groBerer Blutmengen 



238 



Auf dem CT des Stammhirns se- 
hen wir den zugehorigen HH im 
Alveolar-Relais im rechten 
Stammhirn in pel-Phase mit L6- 
sungsoedem (Pfeil). Trotz solch 
eindeutiger Diagnose will leider 
noch immer niemand an Tuber- 
kulose denken. 




10.6.16 Drei Fallbeispiele von Leukamie 

Wir sehen ein generalisiertes 
Marklager-Oedem als Zeichen 
der Heilung und des wiederer- 
langten Selbstwertes jedoch mit 
besonderer Betonung des Relais 
fiir den linken Schenkelhals (gelo- 
ster Konflikt „Das halte ich nicht 
durch!") und des Relais fiir die 
rechte Schulter entsprechend 
einem gelosten Partner- 

Selbstwerteinbruch-Konflikt. 

Zustand nach gelosten Selbst- 

wert-Konflikten eines alt en 

Herrn, dem man den Vorsitz im 

DorfverschonerungsausschuB 

weggenommen hatte. Die Kon- 

fliktlosung war dadurch einge- 

treten, daB der Biirgermeister sich personlich bei ihm entschuldigte und ihn 

rehabilitierte. 




239 




Ebenfalls ein generalisiertes 
Marklager-Oedem bei Leukamie 
einer jungen Frau aus einer Sek- 
te, die menschlich und beruflich 
Schiffbruch erlitten hatte. CL: Es 
gelang der Patientin, einen neuen 
Anfang zu machen. 



Die nachsten 3 Aufnahmen betreffen einen Patienten mit massiver Entkal- 
kung des linken Oberarmkopfes, jetzt in Losung: 

Im Gehirn-CT sehen wir eine 
Zyste im rechten Marklager des 
GroBhirns (Relais fur die linke 
Schulter bzw. Humeruskopf), 
entsprechend einem Vater/Kind- 
Selbstwerteinbruch-Konflikt: „ Ich 
war ah Vater nicht gerecht, babe 
meinen Sohn benachteiligt." Es 
gab sehr haufige Rezidive, 
schlieBlich eine endgultige Kon- 
fliktiosung. Durch die lange Kon- 
fliktdauer und die Intensitdt des 
Konfliktes kam es zu ZerreiBung 
des Hirngewebes und Zystenbil- 
dung. Die Zystenschale ist bereits 
glios vernarbt. Der Befund sieht 
viel schlimmer aus als er ist. 




240 



Hohere Schicht des CCTs der 
gleichen Zyste. Bei Kenntnis der 
Neuen Medizin ist klar, daB wir 
bei einem solchen Befund im 
Marklager des Gehirns auch mit 
einer gleichzeitigen leukdmischen 
Phase des Patienten rechnen 
mussen. 



Zugehorige Osteolyse des linken 
Oberarmkopfes („ Vater/Kind- 

Schulter") bei rechtshdndigem Vater. 




241 



10.6.17 Ein Fallbeispiel von Netzhautabldsung bei 
Angst-im-Nacken-Konflikt 




Nebenstehend das CT eines Pati- 
enten, auf dem auch die Augen zu 
erkennen sind. Die Pfeile weisen 
auf eine vernarbte Netzhautabld- 
sung im Bereich der Fovea cen- 
tralis 168 und lateral im rechten 
Auge. 



Im CCT-Schnitt, auf dem die 
Sehrinde getroffen ist, sehen wir 
chronisch-rezidivierende HHe. 
Der ProzeE ist also noch keines- 
xvegs zur Ruhe gekommen, son- 
dern das narbige Sehrinden- 
Relais links ist gerade wieder in 
Aktivitat geraten. 



168 



Fovea centralis = die vertiefte zentrale Stelle des gelben Flecks 



10.6.18 Fallbeispiele fur starke gliomatdse Heilung 
eines HHes 




Oedematisierte Ringe eines motorisch- Der gleiche Vorgang im CCT sieht 
sensorischen Konfliktes mit beginnen- durch das Kontrastmittel rein optisch 
der Glia-Einlagerung. wesentlich gravierender aus, was er 

aber nicht ist! Daher empfehle ich 
stets, ersteinmal ein CCT ohne Kon- 
trastmittel anzufertigen ... 



CCT eines anderen Patienten mit ahnli- 
chen Herden in pel-Phase, hier schon 
stark mit Glia eingelagerte, ringformige 
Struktur im motorischen und sensorischen 
Rindenzentrum. Der Patient war mit der 
rechten Hand in die Kreissage geraten und 
konnte sie nicht schnell genug wegziehen. 




243 



10.6.19 Fallbeispiel: Mit 5 Jahren vom Vater miB- 
braucht 





Diese Bilder sind ein erschiitterndes Dokument einer 35jahrigen linkshandi- 
gen Patientin, die vor 30 Jahren als 5jahriges Kind von ihrem Vater sexuell 
miBbraucht wurde. Sie wurde gezwungen, sein Glied in den Mund zu neh- 
men, wo vor sie sich ekelte. Sie erlitt als Linkshanderin einen Diabetes (bei 
einer Rechtshanderin ware es eine Unterzuckerung mit Alphazell-Glukagon- 
Insuffizienz). Bei ihr wurde der Diabetes nie bemerkt. Erst ganz zum 
SchluB, als kurz nach dem Tod des Vaters, den sie 5 Jahre als Bettlagerigen 
pflegen muBte, die Losung des Konfliktes einsetzte. Bei der Diagnose des 
„Hirntumors" wurde dann auch der Diabetes festgestellt, der aber jetzt 
riicklaufig ist. Der Konflikt war also 30 Jahre hangend aktiv - ein 
30jahriges Martyrium fur die Patientin! 

Fur uns stellt diese zufallig gemachte Kernspintomographie einen wissen- 
schaftlichen „GlucksfaH" dar, weil uns Kernspinaufnahmen, die nach solch 
langer Konfliktdauer in der geraden beginnenden Heilungsphase zufallig 
genau im „richtigen Moment" gemacht worden sind, ein auBergewohnlich 
gut sichtbares Phanomen demonstrieren (mit Kontrast links, ohne rechts): 
Wir sehen im Inneren des gerade in Losung gehenden groBen HH noch die 
alten SchieBscheibenringe, die nur noch kurz so gut zu sehen sind, weil sie 
dann im Oedem verschwimmen. Normalerweise konnen wir mit dem Kern- 
spin-Tomogramm SchieBscheibenringe des HH erst nach 2 bis 3 Jahren 



244 



Konfliktdauer erkennen. Und dann farben sie sich ja auch nicht mit Kon- 
trastmittel an. Hier aber hat der Radiologe zufallig den richtigen Tag er- 
wischt und zufallig auch die richtige Aufnahmetechnik, mit Kontrastmittel. 
Die SchieBscheibenringe tauchen noch einmal wieder auf und farben sich in 
der pel-Phase weiB an, um dann meist im Oedem zu verschwimmen. Auf 
der rechten Aufnahme ohne Kontrastmittel ist praktisch kein Ring zu sehen. 




Gleiche Patientin 2 Monate spater (Computertomogramm): 




mJ&id 



245 



Wenn man in solchen Fallen ruhig zuwartet, bis die Heilungsphase voriiber 
ist, kann eigentlich gar nicht viel passieren. In diesem Fall um so weniger, 
als keine AbfluBbehinderungen fur den Liquor cerebrospinalis zu be- 
furchten ist. Man braucht hier nicht einmal Cortison zu geben. „Nur" die 
Moral muB aufrechterhalten werden, und Panik muB vermieden werden 
(„Sofort operieren, sofort in die Klinik ..."). 

10.6.20 Fallbeispiel: Die schwarzen Herzen 

Markus war zum Zeitpunkt seines DHS (Attacke-gegen-das-Herz-Konflikt) 
2 Jahre alt. Sein Vater, den er iiber alles liebte, wurde unter sehr dramati- 
schen Umstanden, weil er schon ofter Angina pectoris gehabt hatte, unter 
der Verdachts-Diagnose „Herzinfarkt" in die Klinik gefahren. 

I Markus erzahlte es monatelang jedem und- 
malte nur schwarze Herzen. Zwar war es 
kein Herzinfarkt gewesen, wie sich dann 
herausstellt, aber Markus hatte sich so mit 
ihm identifiziert, daB er die „Attacke gegen 
sein eigenes Herz" empfand. Da der Vater 
auch wirklich noch danach immer wieder 
;■» Angina-pectoris-Schmerzen hatte, blieb bei 
Markus die Schiene aktiv! Er malte immer- 
fort schwarze Herzen! 

Mit 6 Jahren, als er in die Schule kam, loste 
sich sein Konflikt. Jetzt malte er hellgelbe 
Herzen. Wegen der Hirn-Symptomatik, die 
sich naturgemaB in der Heilungsphase ein- 
stellte, Schwindel, Brechreiz ..., brachte 
man ihn ins Krankenhaus. Dort stellte man 
(im Herzbeutel-Relais) einen groBen ver- 
meintlichen „Hirntumor" fest, den es mit 
Stumpf und Stiel auszurotten gait. Die 
Halfte des Kleinhirns wurde ihm wegge- 
schnitten. Markus starb einen vollig unnotigen Tod. 





169 



Liquor cerebrospinalis = Gehim-Ruckenmark-Fliissigkeit 



246 




CT1991 



Kemspin-Tomogramm von der 
Seite. 



CT1991 
gleiche Aufnahme wie links, mit etwas 
verschiedener Belichtung 




Bei Arzten der Neuen Medizin ware ein solcher Patient niemals gestorben. 
Selbst wenn es zu einer voriibergehenden Kompression des 4. Ventrikels 
kommt und zum Liquor-Aufstau, ist das heute allemal noch kein Grund zur 
Operation, denn das kann man mit Cortison beherrschen, wahrend erst die 
Operation der ignoranten Zauberlehrlinge als solche todlich ist. 



247 



10.6.20 Fallbeispiel: sexueller MiRbrauch durch den 
Patenonkel 

Dies Madchen von damals 3 
Jahren, von dem diese Bilder 
sind, wurde ein Jahr lang von 
seinem Patenonkel sexuell mifi- 
braucht. Es erlitt einen hafilichen 
halbgenitalen Konflikt im Ute- 
rus-corpus-Relais. Die Mutter 
war Mitwisserin dieses Mifi- 
brauchs. 

Als nach einem Jahr die Sache 
aufhorte, bekam das Kind eine 
Losung des Konfliktes und damit ein grofies Oedem im Uterus-Relais des 
Stammhirns (Pons). Es wurde somnolent 169 wegen einer Liquor- 
AbfluBbehinderung. Traurigerweise wurde es von den Zauberlehrlingen 
operiert, ein GroBteil des Hirnstamms weggeschnitten. Das Kind starb elen- 
diglich einen vollig unnotigen Tod, der in der Neuen Medizin mit Sicherheit 
dadurch verhindert worden ware, daft man die kritische Zeit ohne Operation 
mit konservativen Mitteln iiberbruckt hatte. 






169 



Somnolenz = Schlafrigkeit 



248 



10.7 Der weiblich-sexuelle Konflikt im CCT 



CCT einer rechtshandigen 
40jahrigen Patientin mit Gebar- 
mutterhals-Ca. Der HH links pe- 
ninsular ist aktiv. Sexueller Kon- 
flikt: Ihr Ehemann sagte ihr nach 
der schonsten Liebesnacht: „Ach, 
das ist doch unwichtig. „Es wurde 
ein Gebarmutterhals-Karzinom 
diagnostiziert nebst (nach der 
Neuen Medizin) Koronarvenen- 
Ulcera. CL: Trennung vom Ehe- 
mann. Die Patientin uberlebte die 
epileptoide Krise der Lungenem- 
bolie. Nach drei Monaten war der 
Abstrich-Befund negativ! 



CCT einer ebenfalls rechtshandi- 
gen 34jahrigen Patientin, die 
ebenfalls ein Gebarmutterhals- 
Karzinom mit Koronarvenen- 
Ulcera hatte. Der zugehbrige HH 
hat Losungsoedem. Der sexuelle 
Konflikt: Ihr Lebensgefahrte hatte 
mit ihrer besten Freundin ge- 
schlafen und ein Kind gezeugt. 
Die CL erfolgte durch Aussoh- 
nung der beiden Freundinnen. 
Der Konflikt hatte 7 Monate an- 
gedauert. Die Patientin uberlebte 
jedoch die dramatische epileptoi- 
de Krise (Rechtsherz-Infarkt bzw. 
Lungenembolie), die unmittelbar 
nach Erstellung dieser Bilder 
eintrat, mit hohen Cortisondosen. 
Ebenso uberlebte sie das Gebar- 
mutterhals-Karzinom und den 
zugehorigen „Hirntumor" ohne 
eine schulmedizinische Therapie. 




249 




10.8 Der mannliche Revier-Konflikt im CCT 

I Das mannliche Pendant zum sexu- 
\ellen Konflikt: Der Revier- 
\Konflikt. Der HH im CCT liegt 
\beim rechtshandigen Mann stets 
J rechts peninsular. 

Dies ist eines der „schonsten" 
^^kBilder meiner Sammlung. Man 
\sieht einen groBen, glios mar- 
kierten HH rechts peninsular mit 
\groBem perifocalem und intrafo- 
calem Oedem (rechter Pfeil). Der 
linke untere Pfeil bezeichnet occi- 
\pital-basal links das Relais filr 
\den linken Hoden (Gehirn-Organ 
nicht gekreuzt). Auch dieser HH 
hat intra- und perifocales Oedem. 
SchlieBlich ist noch eine Oede- 
matisation des Marklagers dorsal der Hinterhorner beiderseits sichtbar, entspre- 
chend einem Selbstwerteinbruch mit Osteolysen im Bereich des Beckens beider- 
seits. Alle Konflikt sind also in Losung. 

Was war passiert? Es handelte sich um einen alteren Bauern aus Nieder- 
sachsen, dessen einziger Sohn bei einem Motorradunfall schwer verun- 
gluckte, wie dem Vater zunachst gesagt wurde, gab es kaum noch Uberle- 
benschancen. Der Vater glaubte, seine Sohn wurde, wenn uberhaupt, nur als 
Kruppel uberleben. Er erlitt, da der Sohn auch gleichzeitig der einzige Ho- 
ferbe war, einen gewaltigen Revier-Konflikt, den man nur aus der bauerli- 
chen Mentalitat nachempfinden kann. Gleichzeitig erlitt er jedoch, wie jeder 
gute Vater normalerweise, einen Verlust-Konflikt mit Hoden-Karzinom 
links. Vom Tag des Unfalls an hatte er taglich Herzstiche, angina pectoris. 
Der Revier-Konflikt dauerte ein halbes Jahr an. Der Sohn konnte schlieBlich 
die Intensivstation verlassen, fur den Vater die Konfliktlosung! Vier Wo- 
chen nachdem sein Sohn wieder arbeiten konnte, bekam der Vater - auf dem 
Hohepunkt der Heilungsphase (mit Koronararterien-Ulcus-Schwellung) - 
einen Linksherz-Infarkt mit Schwindel, Kopfschmerz, Gleichgewichtssto- 
rungen. AuBerdem kam es als Zeichen der pel-Phase der Hodennekrose zu 
einer Hodenschwellung. Bevor ein Neurochirurge sich fur eine Operation 
der „Tumoren" seines Gehirns interessieren konnte, verlieB der Patient ei- 
lends die Klinik. 



250 



10.8.1 Beispiele fur eine sog. schizophrene Konstel- 
lation im CCT; hier anhand der Kombination von se- 
xuellem und Revier-Konflikt 

Zustand nach abgelaufener schi- 
zophrener Konstellation - beide 
HHe haben Losungsoedem. 
Rechts ist durch das intrafocale 
Oedem und die ZerreiBung des 
Gewebes im Innern des HHs eine 
Zyste entstanden. Die Patientin 
hatte Hirndruck und man hdtte 
versuchen konnen, sie mit einer 
Cortison-Medikation zu retten. 
Statt dessen wurde sie wegen 
„generalisierter Hirnmetastasen" 
mit Morphium quasi eingeschld- 
fert. 



Zwei SchieBscheiben-Konfigurationen 
in ca-Phase im rechten und linken 
periinsuldren Bereich. Dies entspricht 
einer schizophrenen Konstellation und 
zwar in diesem Falle einer solchen mit 
postmortalem Zwangsdenken bei der 
Chefin einer Religionsgemeinschaft, 
die tagtdglich dariiber nachdachte, 
welche andere hubsche Frau ihr gut- 
aussehender Mann nach ihrem Tode 
(sie war schwerkrank) haben wtirde. 




251 



10.9 SchieBscheiben-Konfigurationen 
Leber 



in der 




\Mehrere SchieBscheiben- 
IKonfigurationen in der 
Leber: Stets friihes Stadi- 
um eines sog. solitdren 
Leberkarzinoms. 
SchieBscheiben- 
I Konfiguration des Organs 
stent mit der SchieBschei- 
ben-Konfiguration des 

\Gehirns in Korrespon- 
\denz, genauer gesagt 
konnen mehrere Organ- 
schieBscheiben -Konfigurationen mit einer GehirnschieBscheiben-Konfiguration 
in Korrespondenz stehen. 

Das Aufregende an diesem empirisch gefundenen Zusammenhang ist, daB 
praktisch das Gehirn und das Organ im gleichen Takt „schieBscheiben- 
konfigurationsmaBig" schwingen, d.h. wir konnen uns das Organ mit seinen 
Zellkernen, die alle miteinander vernetzt sind quasi als ein zweites Gehirn 
vorstellen, als Organgehirn. Kopfgehirn und Organgehirn schwingen in der 
gleichen Phase in gleicher Weise, wie unsere SchieBscheiben- 
Konfigurationen zeigen. Mai gibt das Kopfgehirn Befehle an das Organge- 
hirn, z.B. Motorik, mal gibt das Organgehirn Informationen an das Kopfge- 
hirn, z.B. Sensorik. Wir wuBten diese Dinge z.T. schon aus der Neurologie, 
kamen aber bisher nicht weiter, weil wir die Zusammenhange der Neuen 
Medizin nicht kannten. 

Die folgenden Aufnahmen zeigen den Verlauf solcher SchieBscheiben- 
Konfigurationen in der Leber: 

uf den beiden nachfolgenden Abbil- 
ungen sehen wir bereits verkalkte 
erde, wieder neue aktive Herde und 
eilungsverldufe, die einem chronisch- 
rezidivierenden ProzeB entsprechen. 




252 



Erneute Heilungsphase 
dieses Restzustandes 

(Verkalkung) mit erneut 
abgelaufenem Leber- 
Solitar-Karzinom, ent- 
sprechend einer chro- 
nisch rezidivierenden 
Verhungerungs-Angst. 
Immer sieht man die 
Rundstruktur der „Le- 
ber-Rundherde", die 
von der ursprunglichen 
SchieBscheiben- 
Konfiguration ausgeht 

Das gleiche Phdnomen sehen wir 
auch im Knochen, wenn im CT- 
Schnitt zufallig die aktive Phase, 
d.h. die OrganschieBscheiben- 
Konfiguration getroffen wurde. 

Das Bild zeigt 2 aktive Herde 
in SchieBscheibenformation 

eines Wirbelkorpers. Das CT 
besagt, daB Knochen- 

Osteolysen, also Entkalkungen, 
des Wirbels im Gange sind, ent- 
sprechend einem aktiven Selbst- 
werteinbruch-Konflikt. 







253 




Daneben sehen wir auf einem an- 
deren Bild der gleichen Serie auch 
noch randstdndig aktive Herde, 
insgesamt also 3 Ringformationen 
des „Organgehirns". 



10.9.1 Verhungerungs-Konflikt, weil die Kbchinnen 
gehen 

Diesen Fall einer 43jahrigen rechtshandigen Patientin habe ich in dieses 
Buch genommen, weil er so eindringlich auf organischer Ebene ist. 

Die Patientin hat mit 20 geheiratet in „bessere Kreise", sie hatte aber ein 
Manko: Sie haBte Kochen (und Essen) und iiberhaupt Haushalt. Der Ehe- 
mann leistete ihr auBer einem Hausmadchen auch eine Kochin. Obwohl sie 
sehr wenig vom Kochen verstand, quasi gar nichts, spielte sie gerne die 
strenge Hausfrau. Die Kochinnen bekamen das rasch heraus und eine nach 
der anderen verlieB im Streit das Haus, stets mit der gleichen Begrundung, 
da sie selbst nichts verstehe vom Kochen, wisse sie gar nicht, was sie da 
verlange. Insgesamt etwa zehn. Wir vermuten, daB sie das erste DHS mit 
Verhungerungs-SBS erlitt, als eine Kochin, die besser war als alle anderen 
und mit der sie stets reiissieren konnte, sie am Freitagabend verlieB, wah- 
rend sie fur Samstag eine groBe Gesellschaft zum Essen eingeladen hatte. 
Jedesmal, wenn wieder eine Kochin im Streit - meist Freitagabends - das 
Haus verlieB, erlitt sie ein Rezidiv. 

Vor 8 Jahren engagierte sie eine auslandische Kochin, die sehr gut war. 
Nach 3 Jahren sagte diese aber seines Tages, sie habe am letzten Wochen- 
ende geheiratet. Da erlitt sie wieder ein Rezidiv und einen Partnertrennungs- 
Konflikt (mit duktalem Mamma-Ca rechts), weil sie glaubte, nun gehe auch 
diese gute Kochin in absehbarer Zeit. 

Aber sie ging nicht. Und so erlitt sie fur den Verhungerungs-Konflikt wie- 
der eine Losung mit NachschweiB wie bei den fruheren Rezidiven. Dagegen 
loste sich der Trennungs-Konflikt seltsamerweise nicht, weil die Angst, daB 
die Kochin doch noch gehen konnte, blieb. 



254 



171 

Anfang '94 wurde der kleine szirrhdse Knoten in der rechten Brust be- 
merkt und die Brust amputiert - die linke „prophylaktisch" 172 gleich mit! 4 
Jahre spater, im November '98 an einem Freitagabend ging aber die Kdchin 
doch, und zwar ohne ein einziges Wort zu sagen, nach einem kleinen Streit. 
Wieder erlitt die Patientin ein starkes Rezidiv. 

Als sie nach einigen Wochen Ersatz mit einer neuen Kochin gefunden 
hatte, bekam sie wieder NachtschweiB gegen Morgen (Tbc!). 

Als man jetzt die Leberherde durch Zufall entdeckte, las sich das ganze so: 
metastasierendes Mamma-Ca mit „Leber- und Knochen-Metastasen". Da 
sei nichts mehr zu machen, nur „Palliativ" -Chemo und Morphium. 

Durch die Neue Medizin kann sie jetzt den Konflikt verstehen, ihr Teil zur 
Verhinderung neuer Rezidive beitragen und dem Medizyniker-Wahn entflie- 
hen. 

Nebenstehendes CT der | 
Leber ist filr jeden 
Fachmann ein GenuE. 
Wir haben hier die 
Besonderheit, da£ es 
zwar verschiedene K6- 
chinnen waren, aber 
stets nahezu exakt der\ 
gleiche Konflikt. Und 
immer hatten wir in der\ 
Losung eine Tbc mit 
NachtschweiB und 

subfebrilen Temperatu- 
ren. Bei dieser Aufnah- 
me vom November '98 \ 
befinden wir uns nach 
einem besonders starken Rezidiv wieder in der tuberkulosen Heilungsphase. Wir 
sehen, daB die Kavernen sich durch sog. „intrafocales Oedem" teilweise wieder 
prall ausfullen und dadurch als Kavernen wieder gut sichtbar werden. Aber 
solche Kavernen konnen auch, well sie ja durch den Druck des umgebenden 
Parenchyms in der Zwischenzeit kollabiert und z.T. verwachsen waren, mehr 
oder weniger geschlossen bleiben. In solchen Fallen sehen wir nur das neue 
„perifocale" Oedem. Die beiden schmalen Pfeile zeigen auf aufgetriebene und 
schon wieder mit erheblicher Callusmenge gefullte Rippen-Osteolysen paraster- 
nal links und rechts. Der rechte breite obere Pfeil zeigt auf die Silikon-Einlage, 




171 
172 



173 



szirrhos = hier: Zusammenziehung der Brustdriisengange 

Prophylaxe = Vorbeugung 

palliativ = pramortale Symptom-Behandlung 



255 



die aber auf dieser Aufnahme nur ganz links auBen angedeutet zu sehen ist. Aus 
der beidseitigen Amputation erkldrt sich der Selbstwerteinbruch („dort tauge ich 
nichts mehr". Die Silikon-Einlage war filr die Patientin die Losung des Selbst- 
werteinbruch-Konfliktes, d.h. die Rekalzifikation, die wir hier vor dem AbschluB 
sehen. 

Auf dieser Kernspin-Aufnahme 
des Althirns sieht man das Leber- 
Relais in mdBiger Anfdrbung als 
Zeichen der erneuten Losung des 
Rezidivs. 




\Auf dieser Auf- 
nahme der Leber, 
\die eine etwas 
\hdhere Schicht 

Idarstellt als die 
vorherige Leber- 
CT-Aufnahme, 
sind einige, nicht 
\alle, chronisch 

rezidivierenden 
und chronisch 

tuberkulosieren- 
den Leberherde 
markiert. Filr sie 
\gilt ebenfalls das 
oben Gesagte. 
Besonders interessant ist, daft man bei den Organ-HH hier die Rundstrukturen 
wieder gut erkennen kann und das intra- und perifocale Oedem. 



256 



10.10 Keine Hirnoperationen! Zwei nahezu 
identische Falle - eine Gegenuberstellung 

Die folgenden zwei Falle gehoren eng zusammen: Beide Falle wurden zufal- 
lig gemeinsam von einem Arzt bei der Gelsenkirchener Uberprufungskonfe- 
renz der Universitat Diisseldorf unter Vorsitz von Prof. Stemmann vorge- 
stellt. Beide Patienten stammen aus Nachbardorfern, kannten sich beide. Im 
ersten Fall ist der Patient 28 Jahre im zweiten 19 Jahre, beide sind Rechts- 
hander, beide hatten auf der rechten Hirnseite bereits einen aktiven Konflikt 
und erlitten nun beide fast zur gleichen Zeit einen weiteren im Prinzip glei- 
chen Konflikt. Sie waren damit beide in schizophrener Konstellation. Bei 
beiden Patienten diagnostizierte man etwa gleichzeitig einen „Hirntumor" 
im Kehlkopf-Sprachzentrum. Von da ab trennten sich ihre Wege: Der eine 
erfuhr wenige Tage zu spat von der Neuen Medizin. Er lieB sich ahnungslos 
hirnoperieren, weil man ihm gesagt hatte, er werde sonst sehr bald sterben. 
In volliger Panik lieB er die Operation machen. Erst ging es ihm fur 2-3 
Monate etwas besser, weil der Hirndruck durch das Hirnoedem nun natiir- 
lich weg war - ein halbes Jahr spater jedoch war er tot, wie quasi alle Hirn- 
Operierten, von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen ... 

Der andere Patient des zweiten Falles war auch schon in der Klinik zur 
Operation. Aber es fehlte glucklicherweise die notige Blutkonserve. Das 
Wochenende zu dem er „Urlaub" bekam, nutzte er zum Besuch der Verifi- 
kations-Konferenz in Gelsenkirchen. Dort konnten ihn die anwesenden Arzte 
davon iiberzeugen, daB Hirnoperationen ein gefahrlicher Unfug sind. Als 
der Patient am Montag den Arzten in der Neurochirurgischen Abteilung 
eroffnete, daB er sich lieber nicht operieren lassen wolle, erklarte man den 
Tumor fur inoperabel, weil er so groB und bosartig sei. Nur Bestrahlung 
und Chemo kame noch in Frage und das auch nur mit einer sehr schlechten 
Prognose. Er setzte sich mit der Neuen Medizin auseinander, verstand diese 
und lieB sich nicht operieren. Er hatte voraussagegemaB einige Monate lang 
Beschwerden, dann war der Patient wieder gesund und arbeitsfahig. 

Nach funf Jahren wurde ihm zwangsweise von der Berufsgenossenschaft 
nachtraglich die Diagnose von „bosartiger Hirntumor" in „gutartiges Hirn- 
kavernom" geandert, weil es das einfach nicht geben durfte, daB man bei 
einem „bosartigen Hirntumor" nicht operiert und dann wieder gesund wird. 

Der Patient des ersten Falles hatte einige Monate vor seinem zweiten einen 
Revierarger an seiner Arbeitsstelle gehabt. Zum Zeitpunkt des 2. Konfliktes 
im Herbst '91 war der 1. Konflikt noch aktiv. Er hing indirekt mit dem 2. 
Konflikt zusammen. Der Patient war wegen seines Hausbaus stark im 



257 



StreB, auch zeitmaBig, denn er zog den Bau weitgehend in Eigenleistung 
durch. Den 2. Konflikt erlitt er, als er iiber dem Treppenhaus eine Lampe 
montieren wollte, von einem Brett abrutschte und sich schon 7 Meter tiefer 
mit zerschmettertem Schadel im Kellerniveau liegen sah. Da bekam er noch 
mit letzter Kraft ein Brett zu fassen, hing in der Luft und konnte sich dann 
muhsam-langsam zum Treppengelander zuriickhangeln. Danach zitterte er 
am ganzen Leibe. Der Schreckangst-Konflikt blieb fur die Dauer des Haus- 
baus aktiv, weil sich solche Situationen natiirlich laufend in harmloser Art 
wiederholten. Er sicherte sich zwar von da ab besser ab aber er zitterte im- 
mer noch, wenn er wieder zwischen „Himmel und Erde" arbeitete. 

Im Friihjahr war der Hausbau fertig und damit kam die Konfliktlo- 
sung...Es stellten sich tragischerweise Hirndruckzeichen ein, Sprachstorun- 
gen und ein epileptischer Anfall, danach kam die Diagnose und die Panik- 
mache der Schulmedizin. Es niitzte ihm wenig als man spater sagte, er hatte 
sich nie operieren lassen diirfen. Er starb als Opfer der boswilligen Er- 
kenntnisunterdruckung der Schulmedizin, die genau weiB, daB solche Ein- 
griffe eine fast 100%ige Mortalitat haben. 




Der Patient hatte einen motorischen Konflikt erlitten als er durchs Treppenhaus 
des Hausneubaus stiirzte, sich im letzten Moment aber noch auffangen konnte. 

Auf diesen CCT-Aufnahmen vom 8.3.92 (links mit, rechts ohne Kontrastmittel) 
des 28jahrigen Patienten sehen wir folgende HHe: 

Linkes Bild: Zustand vor der Operation. Pfeil rechts: Revierarger-Konflikt we- 
gen Hausbau /aktiv). Pfeil links oben: HH fiir pel-Phase in Kehl- 



258 



kopf/Sprachzentrum-Relais. Pfeil links unten: Identitats-Konflikt. Der Konflikt 
scheint aktiv zu sein. Der Patient war sich nicht sicher, ob er sich operieren 
lassen sollte. Sein Gefuhl sagte ihm: „Nein"! 

Rechtes Bild: die gleichen HH wie im linken Bild, diesmal mit Kontrastmittel. 
Rechter Pfeil: Revierdrger-Konflikt. Linker Pfeil: HH in pel-Phase mit Kon- 
trastmittel angefdrbt. Unterer Pfeil links: Identitats-Konflikt aktiv! 



CCT vom 29.4.92 des gleichen Patien- 
ten wenige Tage nach der Operation, 
es wurden 200g Gehirnmasse heraus- 
geschnitten! . Wie wir sehen, bekam der 
Patienten sofort einen neuen Konflikt 
des Angst-Ekels vor der Operation und 
speziell davor, verstummelt zu werden - 
wasja der Fall war... 




259 



Die beiden nachsten Aufnahmen vom 11.10.92 kurz vor dem Tod des Patienten 
lassen an Anschaulichkeit nichts zu wiinschen iibrig. Die linke Schicht ist etwas 
defer als die rechte. Auf der linken Aufnahme sieht man gut, wie das gesamte 
vordere Ventrikelsystem (Vorderhorner) unter der Falx nach rechts hinuberge- 
druckt wird. Selbst das linke Vorderhorn ist fast ganz rechts von der „Mittelli- 
nie". 

Es bleibt uns nur, aus den Fehlem der Gegner der Neuen Medizin zu lernen 
und wenn es nur darum ist, ihnen die Grunde fur die Sinnlosigkeit ihrer Poly- 
pragmasie 174 aufzuzeigen. 

Bei diesem Patienten sehen wir, daB das Relais fur das Rektum linkscerebral, 
das auf der ersten Aufnahme sicher als aktiv erkennbar war, jetzt ebenfalls in 
Losung ist. Die sinnlose Operation war ja inzwischen durchgefuhrt. Das Hadern 
nutzte jetzt nichts mehr, d.h. der Konflikt war „real gelost". Der Patient hatte 
sich bei seinem Sturz bzw. seinem Baumeln zwischen „Himmel und Erde" auBer 
einem Schreckangst-Konflikt der Sprachlosigkeit noch einen motorischen Kon- 
flikt fur den rechten Arm und das rechte Bein eingefangen. Spater auch einen 
weiblichen Identitdts-Konflikt erlitten: („Soll ich mich operieren lassen oder 
nicht?"). Dementsprechend hatten die Neurochirurgen, um in deren „Logik" zu 
bleiben, well die Konflikte sukzessiv in Losung gegangen sind, viel zu wenig 
Hirnsubstanz weggeschnitten. Bei Fertigstellung des Hauses ging der Schreck- 
angst-Konflikt in Losung. Spater loste sich auch der linkscerebrale Identitdts- 
Konflikt und auch ein Angst-Ekel-Konflikt vor der Operation ging in Losung... 

Durch die Operation kam noch folgendes Problem hinzu: Die Operationshohle 
pumpte sich mit Flussigkeit zu einer Zyste auf. Solange die Operationshohle mit 
dem percerebralen Liquor kommuniziert und AbfluB hat, geht es noch einiger- 
maBen. Sobald aber, wie hier, der AbfluB durch Verklebung behindert oder ganz 
verstopft ist, bekommt der Patient ungeheuerlichen Hirndruck. Dann ist fur die 
Zauberlehrlinge stets die nachste Hirnoperation fallig, well der „bosartige 
Hirntumor" sich „bosartigerweise weitergefressen" hat... 

In diesem Fall ist wie auf dem vorangegangenen CCT zu sehen der rechts- 
cerebrale Revierarger-Konflikt (HH Pfeil rechts) offenbar zogerlich in Losung 
gegangen, dagegen ist links im Rektum-Relais ein neuer aktiver Konflikt des 
Identitatsverlusts in scharfer SchieBscheiben-Konfiguration neu aufgetaucht (HH 
Pfeil links), well eine neue Hirnoperation angekundigt wurde. 

Solche armen Patienten liegen zu Hause vollig schiitz- und wehrlos. Lauter 
„gute" Freunde und „wohlmeinende Therapeuten" schwatzen auf sie ein. 
Der Patient weiB nicht mehr, was er glauben soil, er bekommt ohnehin nur 
die Halfte mit und wird von einer Panik in die nachste gestiirzt. Oftmals 
sehen wir, daB die neuen aktiven Konflikte wie Maschinengewehrsalven 
einschlagen. Sich oftmals auch rasch wieder losen, um wieder von neuen 



polypragmatisch = vielgescMftig 



260 



Rezidiven abgelost zu werden. Die ignorante dumme und falsche Schulme- 
dizin konstatiert dann nur: Der Krebs wachst weiter, wir miissen wieder 
operieren. 

CCT vom 14.10.92 wenige Tage I 
vor dem Tod des Patienten. Er 






L 




wurde mit Morphium quasi einge- 
schldfert. Immer hort man dann 
den Spruch: „Ach, da war ja so- 
wieso nichts mehr zu machen!" 

Linker Pfeil: Endlich sieht man 
den HH im motorischen Rinden- 
zentrum (fur rechtes Bein), der die 
Epilepsie verursacht hat. 

Rechter Pfeil oben: HH, durch 
Raumforderung links etwas nach 
rechts verschoben, betrifft linkes 
Bein und Arm, gerade in Losung 
gehend. 

Mittlerer Pfeil rechts: zogerlich 
in Losung gehender HH fiir Re- 
vierdrger-Konflikt. 

Unterer Pfeil rechts: GroBer, in 
Losung befindlicher Angst-im- 
Nacken-Konflikt-HH, entsprechend der Angst vor dem Chirurgen, der das Him 
operieren wollte und operiert hat (Alles, was hinter der Hornhaut liegt, empfin- 
det der Patient als hinten oder von hinten — Angst-im-Nacken!) 

Der folgende Fall ist das Pendant zum vorangegangenen. Der damals 
19jahrige Patient ist inzwischen Computerfachmann bei der Telekom und 
kann inzwischen aus dem Stehgreif einen Vortrag iiber die Neue Medizin 
halten. Der Konflikt in diesem Fall war fast identisch mit dem des vorange- 
gangenen: Der Patientin sauste als Telekom-Lehrling einen Telefonmast 
hinunter, weil die Steigeisen nicht gegriffen hatten. Auch bei ihm war dieser 
Konflikt als ein zweiter Konflikt eingeschlagen und loste eine schizophrene 
Konstellation aus. Die Konflikte gingen etwa zeitgleich mit den Konflikten 
des jungen Patienten im voraufgegangenen Fall in Losung bzw. wurden 
dann als „Hirntumor" diagnostiziert. Auch dieser Patient war auf der Gel- 
senkirchener Uberprufungskonferenz vom 18.5.92. Die Wege der beiden 
jungen Manner hatten sich jedoch kurz vorher schon getrennt, der eine junge 
Mann, Vater von zwei Kindern, war gerade frisch hirnoperiert... 



261 




Linkes oberes Bild: 

Oberer schmaler Pfeil links: in pel-Phase befindlicher HH fur Angst-Ekel- 
Konflikt. Organisch: Unterzuckerung, glucagon-produzierende Alpha-Inselzellen 
des Pankreas. Der Patient strdubt und ekelt sich, am Mast herunterzusausen. 

Unterer Pfeil links: der sog. „Hirntumor" im Brocazentrum. Einen fruher sog. 
„Hirntumor", der naturlich gar keiner ist, sieht man immer erst in der pel-Phase 
als im Prinzip harmlose Reparatur des betroffen gewesenen Relais durch Einla- 
gerung von Glia-Bindegewebszellen. Wir sehen hier, daB auch die Motorik des 
rechten Arms miteinbezogen war. Wenn solch ein riesiger sog. „Hirntumor" 
spontan wieder abheilt, dann braucht man wirklich keinen der „Hirntumore" zu 
operieren. Das heiBt aber nicht, daft uns diese oedematosen Reparatur- 
„Baustellen" durch ihre Raumforderung, Hirndruckzeichen, Kopfschmerzen und 
epileptischen Anfalle, nicht vorubergehend Kopfzerbrechen machen konnen. 
Aber gerade dafiir hat unsere Intensivmedizin heute gute Moglichkeiten. 95-98% 
uberleben auch ohne Intensivbehandlung. Und nur ganz wenige Prozent (2 bis 
3% etwa) sind so kritisch, daB sie ohne IntensivmaBnahmen sterben wurden. 
Sogar mit IntensivmaBnahmen sterben uns einige dieser 2 bis 3%, denn Herr- 
gotter sind wir auch nicht. Besonders Angst haben wir dabei vor den Rezidiven, 
die alle Narben in der anschlieBenden pel-Phase wieder aufreiBen. Aber ange- 
sichts der fast hundertprozentigen Mortalitat der Hirnoperationen ist das ja 
quasi gar nichts. 

Oberer Pfeil rechts: noch aktiver HH im Relais des motorischen Rindenzen- 
trums filr beide Beine, die er um den Telegraphenmasten geklammert hatte, ent- 
sprechend einer Teilldhmung beider Beine. Hier und am rechten Arm hatte er 
fruher - und spater bei den Rezidiven nochmals - die epileptischen Krisen erlit- 
ten. 



262 




Nebenstehendes Bild: 
Oberer Pfeil von oben: HH moto- 
risches Rindenzentrum betreffend 
(Teilldhmung beider Beine). 

Der unterste Pfeil zeigt, ebenso 
wie der jeweils unterste Pfeil auf 
den vorangegangenen Bildern: auf 1 
einen HH die Unke „Kind/Mutter- 
Korperseite betreffend, der mittle- 
re Pfeil auf das Bronchial-Relais 
(HH in pel-Phase). Muskel-Relais 
fur linkes Bein und Unke Hiifte und 
Angst-im-Nacken-Konflikt bildeten 
stets eine dreifache Schiene bei 
alien Verboten der Mutter. Das 
sollte noch fiir spater eine gewisse 
Bedeutung bekommen, als er ge- 
gen den ausdrucklichen Rat der 
Mutter mit seiner Freundin spater 

mitten in der Nacht seine Urlaubsreise starten wollte. Durch die epileptische 
Krise links-cerebral geriet er augenblicklich fiir die Dauer des epileptischen 
Anfalls auch in die schizophrene corticale Konstellation. 

Der 19jahrige Patient dieses zweiten Falles nun hatte eigentlich einen viel 
groBeren „Hirntumor M , so schien es. Deswegen wurde sein Fall schlieBlich 
auch als inoperabel mit infauster Prognose erklart. Bei Nichtbestrahlung 
und ohne Chemo folge der Tod in wenigen Tagen. 

Nun, den „Tumor" hat der Patient naturlich noch heute. Es handelt sich 
um eine harmlose Gliaverdichtung als Zeichen der abgeschlossenen Repa- 
ratur des Relais. Naturlich sieht man spater kein Oedem mehr, das Relais ist 
nicht mehr geschwollen. 



263 





Bilder rechts und links: In Abheilung befindlicher sog. „Hirntumor" einige Mo- 
nate spdter. 

Diese Falle zeigen besonders deutlich, daB die Patienten sterben, weil man 
den Unsinn der Hirnoperationen mit ihnen macht. In unserem Fall hier ent- 
schloB sich der Patient nichts zu machen, die Konflikte waren gelost und 
konnten eigentlich nicht wiederkommen. Zum Zeitpunkt des DHS hatte es 
noch ein halbes Jahr gedauert, bis er vom praktischen Lehrabschnitt (mit 
Telefonmaststeigen) in den nachsten Lehrabschnitt wechseln konnte (Bii- 
rotatigkeit). Wir hatten ihm alle warms tens empfohlen, auf keinen Telegra- 
phenmast o.a. mehr zu steigen auch nicht aus SpaB, Auch nicht auf etwas 
ahnliches, z.B. einen Hausfirst. Dies sah der Patient auch ein. Nach 5 Jah- 
ren wurde der Patient von der Berufsgenossenschaft einbestellt: 
Arzt: „Herr X., wie geht es Ihnen?" 

Patient: „Guten Tag, Herr Doktor, mir geht es gut." Ich habe keine Be- 

schwerden, keine Anfalle. Seit 4 /2 Jahren geht es mir gut. 

Arzt: „Aber Sie haben doch einen Hirntumor?" 

Patient: Ja und wenn, es geht mir aber trotzdem ausgezeichnet, ich bin 

voll leistungsfahig. Es geht mir wirklich gut!" 

Arzt: „Ja, aber es darf Ihnen nicht gut gehen. Sie miiBten ja sonst nach 5 

Jahren jetzt vom Hirntumor als geheilt angesehen werden. Und der 

Hirntumor ist ja auf den Bildern nach wie vor zu sehen, wenn auch klei- 

ner." 

Patient: „Herr Doktor, was soil ich Ihnen sagen? Es geht mir wirklich 

vollkommen gut, es fehlt mir nichts." 



264 



Arzt: „Nein, so geht das nicht. Also, an einem Hirntumor stirbt man mit 
und ohne Operation. Also, entweder war es ein Hirntumor, dann miiBten 
Sie gestorben sein oder es war eben kein Hirntumor, denn Sie leben ja 
noch!" 

Patient: „Ja aber Herr Doktor, ich war doch schon in der Klinik zur 
Operation, nur weil kein Blut da war... und dann sagte man, es ware so- 
wieso inoperabel, man miiBte mir ja das halbe Gehirn herausschneiden, 
da ware ohnehin nichts mehr zu machen, nicht einmal mit Bestrahlung 
und Chemo." 

Arzt: „Also basta, Sie konnen keinen Hirntumor gehabt haben. Sie leben 
ja noch. Wir miissen jetzt eine neue Diagnose finden, z.B. 'gutartiges 
Hirnkavernom' ! " 

Patient: „Wenn Sie meinen, Herr Doktor, Sie durfen das nennen, wie Sie 
wollen, mich stort das nicht. Aber was ist denn ein gutartiges Hirnkaver- 
nom?" 

Arzt: „Das ist doch vollig gleichgultig, eben etwas Gutartiges, sonst 
miiBten Sie doch schon langst tot sein!" 

Patient schmunzelnd: „Ja naturlich, Herr Doktor, das leuchtet mir ein. 
Ich habe also nie einen Hirntumor gehabt und habe auch jetzt keinen. Ein 
Gliick, das Sie mich nicht operiert haben!" 

Seither lauft der Fall des Patienten unter der Pseudodiagnose „gutartiges 
Hirnkavernom". 

Gleiche CCT-Aufnahme wie die vor- 
hergehende nur mit verdnderter Auf- 
nahmetechnik. 

Durch die Rezidive hat der 
„ Hirntumor" in der pel-Phase wieder 
Oedem bekommen. Glucklichenreise 
war es nur ein kurzes Rezidiv. Aber 
solche Rezidive, besonders wenn sie 
langer gedauert haben, filrchten wir 
sehr. 

Zwei Monate nach dieser offiziellen 
nachtraglichen Diagnose-Anderung 
kommt der Patenonkel des Patienten 
zu diesem und sagt: „Ach lieber 
Dirk, Du bist doch bei der Telekom, 
Du weiBt doch sicher, wie man eine 
Satellitenschussel aufs Dach mon- 




265 



tiert. Ich hab' schon alles dafiir eingekauft, Du brauchst es nur noch zu 
montieren!" 

Der Patient zogerte. Man hatte ihm nachdriicklich gemaB der Neuen Me- 
dizin gesagt, er durfe alles machen und werde voraussichtlich keinen epilep- 
tischen Anfall mehr bekommen. Er durfe aber auf keinen Fall in absehbarer 
Zeit irgendwo heraufsteigen, sonst gabe es ein Rezidiv und danach wieder 
einen epileptischen Anfall, wenn man richtig gerechnet habe. 

Der Patenonkel jedoch bat immer eindringlicher, legte es immer mehr als 
Boswilligkeit aus, daB der Patient ihm diese kleine Gefalligkeit nicht tun 
wollte. Dieser dachte schlieBlich: „Einmal wird schon nicht so schlimm sein, 
auBerdem sind ja schon 5 Jahre herum und ich brauche ja nicht nach unten 
zu schauen, man kann ja auch noch einen Kumpel zu Verstarkung mitneh- 
men, den Patenonkel sollte ich nicht verprellen. Also montierte er mit einem 
Freund zusammen die Schussel auf dem Dach des Patenonkels. 

DreiBig Stunden spater war es soweit: Er war nach nur drei Stunden 
Schlaf morgens um 1 Uhr trotz Warnungen der Mutter mit dem Auto samt 
Freundin in den Urlaub gefahren. Er kam jedoch nur bis zum Nachbardorf, 
da bekam er seinen obligatorischen epileptischen Anfall nach dem Rezidiv 
des Telefonmast-Absturz-Konfliktes. Er verlor das BewuBtsein und fuhr 
gegen eine Mauer. Wir hatten also richtig „gerechnet" und der Patient 
wuBte das, als er im Krankenhaus wieder bei BewuBtsein die Sache rekon- 
struierte. Das war die „verbotene Probe aufs Exempel" gewesen! 

DaB wir hier die Konflikte richtig recherchiert hatten, bewahrheitete sich 
auch noch etwas spater, als der junge Mann bei einem Videofilm einer jun- 
gen Mitpatientin seinen Fall und sein Rezidiv schilderte: Er bekam vor lau- 
fender Kamera einen epileptischen Anfall, beginnend mit Krampfen des 
rechten Arms und des rechten Beins. Als er nach dem Anfall wieder zu sich 
kam, waren seine ersten Worte: „Schau, A., war das nicht der schlagende 
Beweis dafiir, daB die Neue Medizin richtig ist?" 

Dieser Fall ist deshalb so interessant, weil er zeigt, wie man es machen 
muB, einen „inoperablen Hirntumor" ohne groBere Probleme zu iiberstehen 
und was man nicht machen darf, auch nicht nach 5 Jahren! Sicher gibt es 
auch die Moglichkeit der sog. „Konflikt-Desensibilisierung", nach dem 
Motto: „Nach dem Unfall gleich wieder ans Steuer!" Aber das funktioniert 
nur in sehr wenigen, ausgesuchten Fallen. Meist haben wir ja das Problem, 
daB man eben die Konflikte nicht vermeiden kann, weil der Patient aus sei- 
nem Lebenskreis nicht heraus kann etc. Deswegen sind wir in der Neuen 
Medizin auch mit Prognosen sehr vorsichtig, obwohl die meisten der Pati- 



266 



enten iiberleben. Aber die Prognose kann nur so gut sein, wie der Patient die 
Mechanismen der Neuen Medizin verstanden hat und selbst dann... 

10.11 Die Histologie 175 der Hamerschen Herde 

Unser menschliches Gehirn besteht - bei den Tieren gilt das gleiche - zu 
etwa 10% aus Hirnzellen (Nervenzellen) und zu 90% aus Glia, dem sog. 
Hirnbindegewebe Uber die Herkunft und Funktion dieser Glia streiten sich 
noch die Gelehrten. Ich will deshalb nicht kluger sein als die Papste auf 
diesem Gebiet. 

Unbestritten ist, daB die Glia aus 

a) Makro-Glia (groBe Glia) und 

b) Mikro-Glia (kleine Glia) 

besteht. Die Mikro-Glia soil, so nimmt man neuerdings an, vom Knochen- 
mark gebildet werden und den Monozyten sehr verwandt (wenn nicht iden- 
tisch) sein. Sie ist also in jedem Fall dem Mesoderm zugehorig. Friiher 
nahm man an, sie stamme von der Pia Mater, der dem Hirn direkt anliegen- 
den Bindegewebshaut. Aber auch in diesem Fall ist die Mikro-Glia meso- 
dermaler Herkunft. 

Die Makro-Glia besteht aus Astrozyten und Oligodendrozyten. Die Astro- 
zyten bilden uberwiegend die Narben im Gehim, wahrend die Oligodendro- 
zyten in etwa die Funktion der sog. Schwannschen Scheide im Gehirn aus- 
iiben, also die Nervenzelle umhullen und isolieren. Diese Funktionen sind 
aber praktisch nicht so leicht zu differenzieren, wie das theoretisch geht. 
Wir werden das noch weiter unten naher besprechen. Interessant ist jeden- 
falls, daB Makro-Glia und Mikro-Glia eng miteinander zusammenwirken, 
wobei Mikro-Glia beweglich ist (jedenfalls zu Beginn) und Makro-Glia 
standortfest wuchernd. Aus diesem Grunde gibt es Forscher, die die gesamte 
Glia fur mesodermaler Herkunft halten, wahrend die meisten aber die Ma- 
kro-Glia als ektodermal aus der Neuralrinne abstammend ansehen. 

Festhalten muB man zunachst einmal ganz klar, daB Hirn- und Nerven- 
zellen sich nach der Geburt nicht mehr teilen oder vermehren konnen. Des- 
halb gibt es schon per definitionem keine Hirntumoren im Sinne von Kar- 
zinomen. Das einzige, was sich da vermehren kann, ist die Glia. Man kann 
also eigentlich nur von Hirn-Bindegewebsnarben oder von Glia-Keloid 
sprechen. 

175 Histologie = Lehre von den Geweben des Korpers 

176 Keloid = Wulstnarbe 



267 



Aber auch diese Umschreibung, die ich derzeit noch fur die beste halte, 
trifft die Sache nur halb, denn im Gehirn gibt es vielfaltige Arten von Nar- 
ben und alle mdglichen Kombinationen. Trotzdem sind sie alle Hamersche 
Herde. 

Ich habe dem Erlanger Neurohistopathologen die Frage gestellt, wie er 
sich denn vorstelle, was da eigentlich vor sich gehe, was zu dem Hamer- 

1 77 

schen Herd fiihre. Er erklarte es folgendermaBen: Bei einer Alteration 
eines Hirnbereichs, in seinem Sprachgebrauch des Hirntumors, komme es 
aus irgendeinem Grunde zu einer von den Franzosen gepragten sog. „Crois- 
sance perineuronale", zu deutsch: kreuzweisen Ummauerung der Hirnner- 
ven-Zellen. Stellt man sich die einzelnen Hirnnerven-Zellen als kleine Batte- 
rien vor, so ware durch irgendeinen Vorgang eine groBe Zahl solcher Batte- 
rien leek geworden, die nun durch Glia untereinander abgedichtet oder iso- 
liert werden miiBten. Es ware ahnlich vorstellbar, als wenn ein riesiges Git- 
tergeriist in seinen Zwischenraumen mit festem Material, z.B. Sand, Glas 
oder dgl. ausgefullt ware. Diese „festere M Konsistenz, die wir als „hyper- 
densen Herd" zu bezeichnen pflegen (dichterer Herd), besteht aus Glia- 
Einlagerung. Ein solcher hyperdenser Herd ist gewohnlich auch besser mit 
Blut versorgt wie es ja unsere Narben, speziell Keloidnarben des Korpers, 
auch sind. Diese hyperdensen Herde reichern deshalb gewohnlich auch 
Kontrastmittel besser an. Denn das ist iiberall gewohnlich dort der Fall, wo 
pro Zeiteinheit mehr kontrastmittelhaltiges Blut hindurchflieBt. 

Nun wirst du sofort fragen, lieber Leser: Ja, ist es denn moglich, daB das 
wirklich alles im Prinzip das gleiche ist, Schlaganfall, Hirnblutung, Hirn- 
Zyste, Hirntumor, Meningeom, hyperdense (vermehrt dichte) und hypoden- 
se (vermindert dichte) Herde oder Areale und all die vielen unklaren 
Hirnschwellungen aller Art? 

Antwort: Bis auf wenige Ausnahmen, ja! Natiirlich gibt es die relativ sehr 
seltenen subduralen und epiduralen Hamatome bei Stiirzen (Blutung 
zwischen Dura mater und Arachnoidea bzw. zwischen Schadelcalotte und 
harter Hirnhaut), natiirlich gibt es Meningitiden (Entziindung der weichen 
Hirnhaut) und Encephalitiden, z.B. nach Verletzungen und Operationen, 
und natiirlich gibt es auch gelegentlich Massenblutungen im Gehirn. Aber 
von diesen Ausnahmen abgesehen, die hochstens 1% ausmachen, sind alle 
iibrigen Veranderungen im Gehirn Hamersche Herde, wie gesagt, in ver- 

177 Alteration = ungewohnliche Veranderung 

1 N hypodens = Bezeichnung far einen wenig dichten Bereich 

' ' subdural = unter der Dura mater (harte Hirnhaut) gelegen 

IMI epidural = auf der Dura mater (harte Hirnhaut) gelegen 



268 



schiedenen Verlaufsstadien, an verschiedenen Lokalisationen und wahrend 
oder nach verschiedener Dauer des Konfliktes. 

59jahrige Patientin der Uni-Klinik\ 
Wien, die in bewuMosem Zustand, 
am ganzen Korper gluhend in 
Vagotonie, eingeliefert und mit CT\ 
untersucht wurde. Man sah ein 
groBes subdurales Hdmatom rechts I 
(gestrichelte Linie, Pfeile), d.h. ein 
BluterguB zwischen Dura mater 
und Schddelknochen. Die Kollegen 
erfuhren von den Angehorigen, daB 
die Patientin in ihrer Wohnung auf\ 
die rechte Schddelseite gefallen 
sei. Der Grund des Fullens war | 
folgender: Die Patientin hat ein 
groBes Oedem im rechten periin- 
suldren Parietalbereich, der pel- 
Phase nach Revier-Konflikt en- 
tsprechend, also einen rechts- 
cerebralen Linksherz-Infarkt. 

Gleichzeitig zeigt die linke Seite aber ebenfalls ein kleineres Oedem, entspre- 
chend einem gelosten sexuellen Konflikt und Schreckangst-Konflikt mit Gebar- 
mutterhals-Ca und Kehlkopf-Ca. Spdter wurde berichtet, die Patientin habe bei 
dem Sturz einen Herzinfarkt erlitten, weshalb sie verlegt worden sei. Da die 
Kollegen ja von Herzinfarkt und Korrelation im Gehirn keine Ahnung haben, 
wird leicht Ursache und Folge verwechselt. 

Wenn Ihr Euch das Bild mal genau anschaut, dann werdet Ihr noch eine ganze 
Reihe von teils aktiven (mit kleinen Pfeilchen umringten) SchieBscheiben- 
Konfigurationen, teils gerade eben in Losung gegangenen SchieBscheiben- 
Konfigurationen, links oben und rechts parieto-occipital entdecken, oder einen 
in Losung befindlicher HH, den man nicht mehr am Oedem, sondern nur noch an 
der Massenverschiebung erkennen kann, d.h. er muB schon alteren Datums sein. 

Leider konnte ich ja die nahere Vorgeschichte nicht in Erfahrung bringen. 
Aber ein von der Neuen Medizin Faszinierter wilrde nicht ruhen, bis er nicht zu 
jedem HH den entsprechenden aktiven oder gelosten Konflikt in Erfahrung ge- 
bracht battel 

Im nachfolgenden soil versucht werden, eine kurze Ubersicht liber die ver- 
schiedenen moglichen Arten der Hamerschen Herde zu geben, mindestens 
liber die vom Prinzip wichtigsten. Diese Ubersicht erhebt keinen Anspruch 
auf Vollstandigkeit. 




269 



10.11.1 Der sogenannte „Hirntumor" (in Wirklichkeit 
Hamerscher Herd) 

Das ist das harmlose Etwas, das zu Tausenden in aller Welt aus dem Hirn 
herausoperiert wird, weil es eine dichtere Konsistenz und eine vermehrte 
Anfarbbarkeit fur Kontrastmittel hat. Beides beruht auf dem gleichen Vor- 
gang, daB vermehrt Glia-Bindegewebe das alterierte Areal des Hamerschen 
Herdes umwachsen und elektrisch die „Isolierung" repariert, d.h. verstarkt 
hat. Unendlich viele Menschen, die das Gluck hatten, daB diese falschli- 
cherweise als Hirntumoren verkannten harmlosen Uberbleibsel eines Krebs- 
geschehens bei ihnen nie entdeckt wurden, tragen sie jahrzehntelang mit sich 
herum, ohne oder mit nur geringen cerebralen Storungen. 

Dieser Hamersche Herd, also ein mehr oder weniger groBer weiBer Fleck 
oder Bereich im CT, der einer in diesem Bereich vermehrten Ansammlung 
von Gliazellen in einem vormals alterierten Hirnbereich entspricht, stellt 
dann das Ende der Heilung dar, wenn er kein intra- und perifocales Oedem 
mehr hat. Er stellt einfach eine besser als die Umgebung mit Blut versorgte 
Narbe dar, unterscheidet sich aber dadurch von den Narben des iibrigen 
Korpers, da in dieser Narbe ja noch weiterhin das fruhere Gitter der Hirn- 
Nervenzellen fortbesteht. Das ist auch das Geheimnis, warum das fruher 
erkrankt gewesene Gebiet des Korpers, also der Ort des fruheren Organ- 
krebses, nach der Heilung friedlich weiterexistiert und sogar seine fruhere 
Aufgabe wieder erfullen kann. Das Relais des „Computers" Gehirn ist quasi 
mit Glia „geflickt" und repariert. Mit diesem Verstandnis konnen wir uns 
auch vorstellen, warum ein Konfliktrezidiv so verheerende Folgen haben 
muB, wenn auch sicher noch weitere Komponenten dafur mitverantwortlich 
sind. 

Wenn wir vom Hamerschen Herd in der Heilungsphase sprechen, der in 
der Orthodox-Medizin immer noch „Hirntumor" genannt wird in Unkennt- 
nis der wahren Zusammenhange, dann miissen wir uns natiirlich immer iiber 
folgende beiden Tatsachen klar sein: 

a) Zu jedem Hamerschen Herd in der pel-Phase hat zuvor in der konflikt- 
aktiven Phase ein HH in scharfrandiger SchieBscheiben-Konfiguration 
an gleicher Stelle gehort, den wir nur deshalb meistens nicht gesehen 
hatten, weil er in diesem Stadium noch keine auffalligen Symptome ge- 
macht hatte oder weil wir leichtere motorische oder sensorische Lah- 
mungen z.B. iibersehen hatten bzw. der Patient nicht dariiber geklagt 
hatte. 

b) Alle Hamerschen Herde, sowohl in der konflikt-aktiven Phase mit typi- 
schen scharfrandigen SchieBscheiben-Konfigurationen, als auch die in 



270 



der Heilungsphase mit ihrem mehr oder weniger groBen Oedem und ihrer 
vermehrten Anfarbbarkeit sind samt alien Symptomen auf psychischer, 
cerebraler und organischer Ebene jeweils auch sinnvolle Vorgange im 
Sinne „Sinnvoller Biologischer Sonderprogramme" (SBS). Es wider- 
spricht dem auch nicht, daB die Herde in der pel-Phase „repariert" wer- 
den. 



10.11.2 Sogenannter apoplektischer Insult 181 oder 
„Hirnschlag" 

Liebe Leser, Ihr werdet gleich feststellen, wie schwierig hier die Nomen- 
klatur, d.h. die korrekte Bezeichnung der Begriffe wird. Denn sogar die 
Schulmedizin merkt inzwischen, daB sich viele ihrer Diagnosen jetzt mit 
anderen Diagnosen iiberlappen oder identisch sind, z.T. auch vollig unsinnig 
waren. Die nachste Schwierigkeit besteht darin, die friiheren sog. Diagnosen 
in die korrekte Sprache der Neuen Medizin zu iibertragen, wo sie ja dann 
quasi immer nur noch einer Phase eines Sinnvollen Biologischen Sonder- 
programms der Natur (SBS) sind. Deshalb macht Euch nichts daraus, wenn 
Ihr nicht sofort den Durchblick bekommt. Ich werde mich bemuhen, es so 
einfach wie moglich darzustellen. 

Wir hatten fruher in unseren Lehrbuchern den sog. „blassen Hirnschlag" 
und den sog. „roten Hirnschlag" unterschieden. 

Der blasse oder weiBe (sympathicotone) Hirnschlag war eine motorische 
oder sensorische Lahmung oder beides miteinander. Wir konnten ihn auch 
MS genannt haben. Es ist einfach nur die konflikt-aktive Phase (ca-Phase) 
eines Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms der Natur. Ein blasser 
oder weiBer Schlaganfall, den wir gar nicht so selten, wenn auch nicht so 
ausgedehnt, erleben, kann genauso schnell wieder verschwinden wie er ge- 
kommen ist, vorausgesetzt, der Konflikt lost sich auch wieder schnell. 

Fur die motorische Komponente ist der epileptische Anfall in der Hei- 
lungsphase natiirlich obligatorisch, obwohl er, wenn er nachts auftritt, nicht 
unbedingt bemerkt wird. 

Fur die sensorische Komponente ist als epileptoide Krise stets die Absence 
obligatorisch. Aber die kann man natiirlich nachts noch leichter iibersehen. 
Besonders gern haben wir fruher von „apoplektischen Insult" gesprochen, 
wenn Lahmungen, besonders motorische (nervus facialis) im Gesicht zu 



1 81 

apoplektischer Insult = Schlaganfall, Gehirnschlag 



271 



bemerken waren. Dabei „fallt" die eine Gesichtshalfte „herunter", der Mund 
„zieht" nur noch zur anderen, nicht gelahmten Seite. 

Die Lahmung auf organischer Ebene ist grundsatzlich auf der gegeniiber- 
liegenden Seite des Hamerschen Herdes im GroBhirn. Wenn der Patient z.B. 
eine motorische Lahmung der linken Gesichtshalfte (N. facialis) hat, liegt 
der HH im motorischen Zentrum (Gyrus praecentralis) der rechten Hirnsei- 
te. Der Mund zieht dann auf der nicht gelahmten Seite nach rechts heriiber, 
wahrend der linke Mundwinkel „hangt", d.h. nicht innerviert werden kann. 

Neben der GroBhirnsteuerung haben aber z.B. die sog. Zehn den Kopf be- 
treffenden Nerven auch noch alte Kerne (heiBt Ursprungsorte) im Mit- 
telhirn. Im Falle des N. facialis wurde davon damals - und heute auch 
noch 
- die sog. glatte Muskulatur innerviert. Das ist die alte, unwillkurlich inner- 

1 89 

vierte Muskulatur, z.B. des Darms, dessen Peristaltik wir nicht willkiir- 
lich bewegen konnen. 

Diese Kopfnerven-Kerne im Althirn kreuzen natiirlich nicht zur Organ- 
seite. Wir miissen uns vorstellen, daB der gesamte Mund, samt Nase, Mit- 
telohr und Ohrtrompete urspriinglich zum Darm gehort hat. Auch eine „alte 
Sensorik" hat es schon gegeben, nicht nur die vom Kleinhirn gesteuerte 
Tiefensensorik unserer Korium-Haut und der Milchleiste, bzw. bei uns 
der weiblichen Brustdriisen, die auch im oberen Stammhirn ihren Ursprung 
hatte und dafur verant worth ch war, daB im Schlund, der urspriinglich 
gleichzeitig zur Aufnahme der Nahrung und zum AusstoB des Kotes diente, 
die verschiedenen Dinge in die richtige Richtung dirigiert wurden bzw. zu- 
erst gepruft wurde, wohin was gehort... 

Wenden wir uns jetzt dem sog. „roten apoplektischen Insult" zu, auch ro- 
ter oder heiBer Hirnschlag genannt, dann ist das stets die Heilungsphase 
eines Hamerschen Herdes, der stets auf der gegenuberliegenden Seite zu den 
feststellbaren motorischen oder sensorischen Lahmungen gelegen ist. Hier 
ist die Sache nun etwas schwieriger insofern, als die Lahmungen, sowohl 
motorische als auch sensorische, auch durch „uberflieBendes Oedem" ver- 
ursacht werden kann, also nicht unbedingt ein motorischer oder sensorischer 
(Trennungs-) Konflikt vorauf gegangen sein muB. Wenn man ein Hirn-CT 
anfertigen lassen kann, kann man sich selbst und die Angehorigen oft sehr 
beruhigen, selbst wenn der Patient im sog. cerebralen Koma ist, was oftmals 
gleichbedeutend ist mit der Absence einer epileptoiden Krise. Oftmals ist 
„nichts machen" dann besser als zu versuchen, den Patienten unbedingt aus 
seinem „Koma" herausholen zu wollen. Denn die epileptoide Krise der Ab- 

182 Peristaltik = unwillkurliche Darmmotorik zur Fortbewegung der Speise 

183 Korium = Lederhaut 



272 



sence geht auch spontan wieder vorbei. Allerdings sollte man dazu wie ge- 
sagt ein Hirn-CT haben. Die Befurchtung, daB es eine Hirnblutung sein 
konnte, stimmt fast nie. Es ist praktisch immer Oedem des in der Heilungs- 
phase aufquellenden Hamerschen Herdes. 

Hat der Patient z.B. einen Linksherz-Infarkt mit einem groBen Oedem 
rechts-cerebral peninsular, dann kann das groBe Oedem in die umliegenden 
motorischen und sensorischen Rindenareale, wir sagen „hochdriicken", so 
daB sie uberflutet sind und dadurch vorubergehend eine Lahmung auf der 
gegeniiberliegenden Korperhalfte resultiert. Deshalb wird dann ein Herzin- 
farkt oftmals als apoplektischer Insult fehlgedeutet und umgekehrt, je nach- 
dem, welche Symptomatik im Vordergrund steht. Oft stellt man sich auch 
vor, der Patient hatte durch seinen Herzinfarkt einen roten Hirnschlag erlit- 
ten, was unsinnig ist. 

Vorsicht: Solange man nicht iiber die Verlaufszeiten des Konfliktes oder 
der Konflikte Bescheid weiB, kann man auch schlecht abschatzen, ob das 
Oedem schon den Hohepunkt erreicht hat oder noch steigen wird. Auch 
langere BewuBtlosigkeit ist dann kein Grund zur Verzweiflung, wenn man 
den Verlauf durch Konflikt-Kenntnis abschatzen kann. Aber selbst an Kon- 
fliktrezidive muB man denken, die das Oedem „hochschaukeln" konnen. Die 
meisten Patienten sind keineswegs so komatos, daB sie nicht das gesproche- 
ne Wort mitbekommen und sogar verstehen konnten. Also Vorsicht! 



10.11.3 Der Hamersche Herd in der Heilungsphase 

Mit Ausnahme der Paralysen werden die meisten zugehorigen cerebralen 
Prozesse einer Krebserkrankung erst in der pel-Phase, der Heilungsphase, 
bemerkt. Das ist nicht verwunderlich. Derm erst in diesem Stadium entsteht 
das Heilungsoedem und dadurch ein sog. „raumfordernder ProzeB". Gerade 
dieses Raumfordernde wurde ja bisher stets als Tumorkriterium miBdeutet. 
Tumor in der ursprunglichen Bedeutung von Schwellung ist es ja auch, aber 
eben nicht in der Bedeutung von Karzinom oder sog. (nicht existierender) 
„Metastase". Vor allem ist ja das intra- und perifocale Oedem des Hamer- 
schen Herdes in der Heilungsphase nur passagerer Art. Denn besehen wir 
den Hamerschen Herd nach AbschluB der Heilungsphase, dann stellen wir 
fest, daB von Raumverdrangung nichts mehr ubriggeblieben ist. Es sind 
nunmehr bleibend die Zwischenraume zwischen den Hirnzellen mit Glia 
aufgefullt und offenbar repariert, was an (elektrischer) Funktion defekt 
geworden war durch die Sympathicotonie wahrend der Konfliktdauer. Jede 
Hirnschwellung schwillt auch wieder ab. 



273 



Weiterhin ist etwas besonderes auch, daB die althirn-gesteuerten Karzino- 
me bekanntlich in der konflikt-aktiven, sympathicotonen Phase wachsen, 
und zwar durch echtes Zellwachstum, daB aber die Schwellung des Hamer- 
schen Herdes erst in der pel-Phase, der Heilungsphase entsteht, und zwar 
nur passager. Die einzige Verstandnisschwierigkeit bereitet dabei die echte 
Zellvermehrung des Hirnbindegewebes, das sich im Grande verhalt wie ein 
Sarkom-Wachstum. Auch das Sarkom, eine im Prinzip vollig harmlose 
bzw. sinnvolle Bindegewebs-Wucherang in der Heilungsphase, hat ja echte 
Zellvermehrung. Wahrend aber die Bindegewebs-Wucherang den Zweck 
hat, eine mechanische Wunde, Defekt, Knochenbruch oder dgl. bindegewe- 
big-narbig oder callos zu reparieren, also im allgemeinen einen Substanzde- 
fekt aufzufullen und dadurch im Ganzen wieder funktionsfahig zu machen 
(z.B. Knochenbruch), fullen die Gliazellen bei der „Croissance perineuro- 
nale" im Hamerschen Herd des Gehirns nur die Gitterzwischenraume zwi- 
schen den Hirnzellen auf, um die Funktion der nach wie vor bestehen blei- 
benden Hirnzellen funktionell (z.B. hinsichtlich Zwischenisolierung) wieder 
fur ihre Aufgabe herzustellen. Nach jeder Konfliktlosung ist die daran an- 
schlieBende pel-Phase oder Heilungsphase stets die „Phase des Meso- 
derms". In ihr wird alles nach Moglichkeit repariert, auf Organebene einge- 
kapselt, vernarbt und dgl., stets unter Oedembildung, wie beim Pleura- 

1 84 

ErguB nach Pleura-Ca, Perikard-ErguB nach Perikard-Ca, Aszites nach 
Peritoneal-Ca, Callus-Rekalzifikation nach Knochen-Osteolysen (siehe 
Leukamie). Wenn auch prinzipiell jedes Hirnoedem wieder abschwillt, weil 
es wie auch jedes Korperoedem grundsatzlich nur passagerer Art ist, so 
kann der Patient doch an dem Hirndruck sterben, bevor es wieder zuriickge- 
gangen ware. 

Nach der bisherigen Erfahrung mit den Fallen nach der Neuen Medizin 
kennen wir iiberwiegend folgende 6 Komplikationsmoglichkeiten fur letalen 
Ausgang in der Heilungsphase: 

1. Zu lange Konfliktdauer oder zu groBe Konfliktintensitat des verantwort- 
lichen Konfliktes. 

2. Summation von mehreren gleichzeitigen perifocalen Oedemen mit Ha- 
merschen Herden bei gleichzeitiger Heilung mehrerer Krebserkrankun- 
gen. 

3. Besonders ungiinstige Lokalisation des Hamerschen Herdes und seines 
perifocalen Oedems in der Heilungsphase, z.B. in der Nahe des Atem- 
zentrams in der Medulla oblongata oder des Herzrhythmus-Zentrams im 
rechten und linken periinsularen Bereich. 

184 Aszites = Bauchwasser 



274 



4. Verlegung der liquorableitenden Wege, insbesondere des Aquadukts. Es 
kommt dann zum Aufstau des Liquors und zum inneren Hydrocephalus 
(inneren Wasserkopf), d.h. die Liquor-gefullten Ventrikel erweitern sich 
maximal auf Kosten des umgebenden Hirngewebes. Es resultiert ein 
Hirndruck. 

5. Bei mehrfachen Konfliktrezidiven, wenn immer wieder Konfliktaktivitat 
und Heilungsphase mit intra- und perifocalem Oedem abwechseln, kann 
es besonders bedeutsam, wenn der Hamersche Herd im Hirnstamm gele- 
gen ist, offenbar zu Ermudungserscheinungen der Hirnzellen- 
Verbindungen kommen. Dadurch kann dann plotzlich das gesamte Areal 
zerreiBen. Dies kann, wenn es im Hirnstamm passiert, den augenblickli- 
chen Tod bedeuten. 

6. In der Praxis spielt ein so simpler wie folgenreicher Mechanismus eine 
sehr groBe Rolle: Gemeint ist, daB der Patient durch die Symptome der 
Heilungsphase wie sog. „Kreislaufschwache" durch Vagotonie, Aszites, 
Periost-Spannung, Restanamie, Leukamie oder Rest-Thrombopenie in 
der mit Rekalzifikation eng einhergehenden Heilungsphase nach Kno- 
chen-Osteolyse oder auch Carcinophobie oder Metastasen-Angst bei 
akutem AnlaB (DHS) jederzeit in Panik geraten kann und einen Zentral- 
konflikt mit Todesangst-Konflikt erleiden kann. Es geniigt dazu leider 
Gottes oft genug ein unbedachtes Wort eines anderen Menschen, z.B. ei- 
nes Arztes, den der Patient fur kompetent halt, um ihn in den tiefsten 
Abgrund der Hoffnungslosigkeit und Panik zu stiirzen, aus dem ihn nur 
schwer ein anderer Mensch, am wenigsten aber er selbst sich wieder her- 
ausholen kann. Diese Komplikation ist eine sehr haufige und sehr schwe- 
re und stets vollig unnotige Komplikation, durch die der Patient auch in 
einen „Teufelskreis" geraten kann (siehe entsprechendes Kapitel). 

Das intra- und perifocale Oedem ist das Anzeichen der Heilung im Nor- 
malfall. Es gilt auch dann, wenn der Hamersche Herd wegen geringer Kon- 
fliktdauer, geringer Konfliktintensitat oder aus Griinden der individuellen 
Reaktionsform nicht deutlich abgegrenzt werden kann, die ganze Sache also 
nur als lokale Schwellung imponiert wie es z.B. nach Losung von generali- 
sierten Selbstwerteinbriichen (bei Kindern die Regel) im Marklager des 
GroBhirns iiblich ist. 



275 



10.11.4 ZerreiBung des Hamerschen Herdes durch 
intrafocales Oedem 

Eine haufige Art des vermeintlichen sog. „Hirntumors M ist die Zyste, eine 
Art Hohlkugel, die von Fliissigkeit ausgefullt ist und im Hirn-CT als heller 
Ring imponiert. Diese Zyste wird normalerweise mit Glia und normalem 
Bindegewebe ausgekleidet. Oftmals kommt es sogar zu kleineren Blutungen 
in diese Zyste aus den kleinen BlutgefaBen des Narbensaumes. Es fuhrt zu 
mannigfaltigen Fehldiagnosen und konnte bisher nie erklart werden. Wenn 
die Schulmediziner sie zu fassen kriegen, operieren sie sie als „Hirntumor" 
heraus, vollig unsinnigerweise. An der folgenden kleinen Serie will ich Euch 
demonstrieren, wie diese Zysten entstehen. Bei lang andauernden umschrie- 
benen Konflikten, die einen Patienten quasi nur in einer ganz besonderen 
Hinsicht betroffen haben, und infolgedessen auch nur an einer ganz be- 
stimmten Stelle des Gehirns eine lang angedauerte Alteration verursacht 
haben, kann in der pel-Phase Hirngewebe unter dem Dehnungsdruck des 
intrafocalen Oedems zerreiBen. Es resultiert eine mit Fliissigkeit gefullte 
Zyste, die zunachst immer groBer wird, spater wieder kleiner wird, jedoch 
meist nicht mehr ganz zuriickgeht, weil sie in der Zwischenzeit innen mit 
Bindegewebe ausgekleidet und dadurch verfestigt ist. Im Schnitt imponiert 
diese Zyste, wie gesagt, als Ringfigur oder, wenn sie tangential getroffen ist, 
als mehr oder weniger groBe, runde, weiBe Stelle. 

Bei diesem Patienten, von dem auch die 
nachfolgenden Bilder stammen, ergab 
sich der „gluckliche" Umstand, daB uns 
ein Hirn-CT von einer Zeit vorliegt, als 
sein Krebs noch nicht entdeckt worden 
war. Diese Aufnahmen wurden in der ca- 
Phase, auf dem Hohepunkt seines Kon- 
fliktes, erstellt. Die Aufnahmen waren 
damals (1982) technisch noch nicht so 
gut wie man sie mit heutigen Apparaten 
herstellen kann. Aber wenn Ihr genau 
hinseht (Pfeil) konnt Ihr die kleine, 
scharfrandige SchieBscheibe im linken 
Marklager (fiir den rechten Oberarm- 
kopf) deutlich erkennen. 



6.6.83 




276 




Diese Aufnahmen wurden 4 Monate nach den 
vorangehenden Bildern gemacht, 5 Wochen 
nach der Konfliktlosung! Deutlich sind auf dem 
unteren GroBhirnbild die zwei HHe im Mar- 
klager links zu sehen, die durch das einschie- 
Bende Oedem innen zu zerreiBen beginnen. Auf 
dem oberen Bild ebenfalls der HH im Stamm- 
hirn, der auf den folgenden Aufnahmen dann 
immer deutlicher wird. Der Aquddukt ist noch 
gut offen. Eine AbfluBbehinderung fur Hirn- 
wasser (Liquor) besteht also nicht. 



6.6.83 




5.10.83 




5.10.83 



277 




10,10.83 



Die HHe links im Bild sind gerissen 
und werden in der Folgezeit durch 
das intrafocale Oedem wie 
„aufgepumpt". Die drei urspriing- 
lich kleinen HHe sind nunmehr 
groBe „Ringe", d.h. Zysten. Den 
analogen Vorgang sehen wir auf 
den Bildern im Stammhirn (Pons) 
und im Kleinhirn. 




24.11.83 



278 




Auf der letzten Aufnahme zu die- 
sem Fall sehen wir links cortical im I 
GroEhirn, nahe unterhalb der \ 
Schddeldecke, eine groBe, eben- 
falls oedematos aufgepumpte und I 
weiE angefarbte groEe Ringstrukturl 
im motorischen Zentrum fiir den 
rechten Arm, der zu diesem Zeit- 
punkt in der pel-Phase noch star- 
ker geldhmt war als vorher, was 
durch den OedemeinschuB regel- 
mdBig der Fall ist. Deshalb sagen 
wir alien Patienten mit motori- 
schen Ldhmungen, da£ die Lah- 
mung effektiv nach der Konfliktlo- 
sung (CL) erst noch schlimmer 
wird, um nach der epileptischen 
Krise (Krampfanfall), den dieser i s 1 1 SS 

Patient kurze Zeit spdter erlitten hat, dann kontinuierlich wieder besser zu wer- 
den. Genau genommen wiirde sie eigentlich schon vom Beginn der Heilungspha- 
se an wieder besser, was aber durch das Oedem mehr als kompensiert wird, so 
daft summa summarum klinisch eine Verschlechterung resultiert. 

Fur den Patienten bestand der Basiskonflikt mit DHS darin, daB sich die 
Gemeinde in einer dramatischen Gemeinderatssitzung weigerte, dem Pati- 
enten, der ein groBes Omnibusunternehmen hatte, zu erlauben, auf einem 
dafur sehr geeigneten eigenen Grundstiick, eine Omnibushalle zu errichten. 
Der Patient empfand diese Entscheidung als krankenden Selbstwertein- 
bruch. Er empfand seine Verdienste um die Gemeinde nicht gewurdigt. 

Mit den vorausgegangenen Bildern mochte ich Euch, liebe Leser, zeigen, 
wie viele verschiedene Formationen von Hamerschen Herden im Gehirn 
voriibergehend oder auch auf langere Zeit bestehen konnen. Nachdenklich 
machen soil es Dich, wenn ich Dir nunmehr sage, daB alle diese Hamer- 
schen Herde im Prinzip ein und dasselbe sind, nur in verschiedenen Stadien 
des Verlaufs, verschiedenen Lokalisationen naturlich, aber auch mit ver- 
schiedenen individuellen Reaktionsweisen. So wie wir friiher bei Kindern 
nach der Pockenschutzimpfung bei dem einen Kind eine gewaltige Narben- 
keloid-Reaktion sehen konnten und bei dem anderen Kind die Impfstelle 
kaum noch wiederfanden, so ist auch im Gehirn die Glianarben-Reaktion 
ganz verschieden, je nach der individuellen Reaktionsweise. Davon zu un- 
terscheiden ist aber die schwere oft intensive Reaktion am Organ und im 
Gehirn wegen eines besonders intensiven oder lang dauernden Konfliktes. 



279 



Ich will auch nicht so tun, als wiiBte ich alles. Wie wenig man eigentlich 
wuBte, stellt man immer erst nachtraglich fest, wenn man glaubt, etwas zu 
wissen. Wir sind alle Lernende und haben keine Veranlassung, uns auf ir- 
gendwelchen Lorbeeren auszuruhen. Zu dem, war wir lernen mussen, gehort 
in erster Linie, daB wir hinzuhoren lernen auf das, was der Patient sagt. 
Wohin wir kommen mit den philosophischen, psychologischen, theologi- 
schen oder soziologischen „Schulen", bzw. Dogmenkammen, uber die die 
Patienten geschoren werden sollen, haben wir alle zur Geniige erlebt. Das 
hat ja dazu gefuhrt, daB der Mensch nach Schemata untersucht wurde: 
Nach Blutdruck z. B., ohne daB sich der Mediziner dafiir interessiert hatte, 
ob der Patient in Sympathicotonie war, mit enggestellten GefaBen und aus- 
reichend Blutdruck, oder in Vagotonie, die als Blutdruckkrise oder Kreis- 
laufstorung deklariert wurde. So wurde das mit alien Befunden und auch 
Diagnosen gemacht, auch den psychischen. 

Das besonders schwierige an den Hamerschen Herden ist eigentlich etwas, 
das wir ja landauf, landab in der Medizin sehen: Jeder Wert, den wir mes- 
sen, ist ein Sekunden-, allenfalls Minuten- oder Stundenwert, nur eine Mo- 
mentaufnahme. Wahrend wir sie analysieren, hat sie sich oft schon langst 
verandert. Ein Selbstwerteinbruch-Konfliktrezidiv z. B. kann innerhalb 
einer halben Stunde, wie ich selbst erlebt habe, einen Abfall der Thrombo- 

1 Of 

zyten von 85000 auf 8000 bewirken (gemessen mehrmals Uni-Klinik 
Koln). Solche extremen Anderungen der Laborwerte mochte man selbst als 
MeBfehler werten. Wenn man aber weiB, daB der 7jahrige (Leukamie- 
Patient) in dieser halben Stunde ein eindeutiges DHS-Rezidiv erlebt hat, 
weiB man die plotzliche Thrombozyten-Depression einzuordnen. 

Ich will damit sagen: Der Mensch lebt, atmet, denkt und fuhlt weiter, wah- 
rend wir ihn untersuchen, uns mit ihm unterhalten. Schon viele hundert 
Male ist es mir passiert, daB der Patient mit eiskalten Handen zu nur in die 
Sprechstunde oder besser gesagt zum Gesprach gekommen ist - und mit 
kochendheiBen Handen, wie man so sagt, wieder fortgegangen ist. Was war 
passiert? Der Patient hatte wahrend des Gespraches eine Conflictolyse er- 
lebt. In diesem Falle konnen wir sogar augenblicklich nachweisen, was da- 
bei im Gehirn passiert. Es schieBt Oedem in und um den Hamerschen Herd 
ein und macht damit diesen Bereich zum sogenannten „raumfordernden 
ProzeB". Und selbst von einer halben Stunde auf die andere konnen wir den 
deutlichen Beginn dieser Veranderung im Gehirn sehen. 
Eine Patientin, die vorher in ihrem Leben nie gekrampft hatte, erlitt wahrend 
der Conflictolyse, also wahrend des Gesprachs in meinem Sprechzimmer in 

185 Thrombozyten = Blutplattchen 



280 



Gyhum, einen Krampfanfall, anschlieBend sogar einen „Status epilepticus", 
der durch die unsachgemaBe Behandlung in der Bremer Klinik, in die ich die 
Patientin leider notgedrungen verlegen muBte, schlieBlich zum Tode fuhrte. 
Solche Zwischenfalle passieren normalerweise nur, wenn eben das Nicht- 
Verstandnis der Neuen Medizin eine vollig unsinnige Behandlung induziert 
(in diesem Fall mit Kobaltbestrahlung des Gehirns wegen vermeintlicher 
„Hirnmetastasen"). 

Wenn Ihr, liebe Leser, von dem ganzen Buch nur dieses einzige Kapitel 
gelesen hattet, muBtet Ihr eigentlich, wenn ihr es aufmerksam gelesen habt, 
verstanden haben, was ich Euch in diesem Kapitel sagen wollte. Ich habe 
Euch absichtlich alle Arten von Hamerschen Herden nebeneinandergestellt, 
konflikt-aktive wie konflikt-geloste, in der Heilungsphase und nach der 
Heilungsphase. Ihr habt es so viel leichter als ich: Ihr konnt an einem Tag 
begreifen, was ich mir in Jahren muhsam erarbeiten muBte, wahrend ich 
noch jeden moglichen Kniippel zwischen die Beine geworfen bekam. Ich 
wunsche nur, daB Ihr begreift, daB all die verschieden aussehenden Herde 
nach dem gleichen Strickmuster verlaufen und im Grunde gar nicht so ver- 
schieden sind, sondern daB diese verschiedenen weiBen und schwarzen Flek- 
ken, Raumverdrangungen und SchieBscheiben-Konfigurationen nur ver- 
schiedene Verlaufsstadien oder Intensitatsgrade der materialisierten und 
dadurch sichtbar gewordenen biologischen Konflikte unserer Seele sind. 

An einigen Beispielen habe ich Euch versucht zu zeigen, wie man im ein- 
zelnen Fall das Mosaik zusammenfugen muB. Glaubt mir, es macht solchen 
SpaB und erst recht, wenn man anderen Menschen damit so unendlich helfen 
kann. Ich habe deshalb eine relativ groBe Anzahl von Fallen moglichst von 
jeder Krebslokalisation einige, zusammengestellt, damit Ihr immer und im- 
mer wieder feststellen konnt, daB zwar jeder Fall menschlich und psychisch 
grundindividuell ist, daB gleichwohl alle nach einem sehr schlussigen Sy- 
stem verlaufen, wie es logischer keines in der ganzen Medizin gibt. Immer 
miiBt ihr dabei Psyche - Gehirn - Organe in einer Synopse zusammen be- 
trachten, jedes fur sich, aber nie ohne daB Ihr die jeweils beiden anderen 
Ebenen gleichzeitig im Auge habt. 

Vielleicht versteht Ihr auch schon allmahlich, was ich damit meine, wenn 
ich bei der EISERNEN REGEL DES KREBS von einem uberdeterminier- 
ten System spreche. Die Hamerschen Herde waren im Prinzip nicht notig 
gewesen. Es funktioniert auch ohne die Hamerschen Herde oder nur mit der 
stillschweigenden Voraussetzung, daB es sie gibt. Denn ob der Patient in der 
Konfliktlosungs-Phase ist oder nicht, kann ich ja schon feststellen, wenn ich 
ihm die Hand gebe. Aber wir waren naturlich dumm, wiirden wir uns eine 
so gute Moglichkeit der Diagnostik entgehen lassen! Und da in unserer bis- 



281 



herigen Medizin die Psyche stets im Verruch der Ungreifbarkeit und damit 
der Unwissenschaftlichkeit stand, muB man den Zweiflern die Hamerschen 
Herde buchstablich unter die Nase halten, damit sie endlich aufwachen und 
unsere Patienten nicht weiter so elendiglich zugrunde gehen! 

10.12 Ein Wort zur Aufnahmetechnik: Hirn-CT 
oder NMR (MRI, Kernspin-Tomogramm)? 

Wir raten alien Patienten, zunachst ein Standard-Hirn-CT oder schlicht ein 
Standard-CCT (cerebrales Computertomogramm) ohne Kontrastmittel 
anfertigen zu lassen. Standard heiBt, daB es sich um die ublichen Schichten 
handelt, die parallel zur Schadelbasis gelegt werden. 
Die Untersuchung „ohne Kontrastmittel" hat folgende Vorteile: 

1. Man bekommt nur die Halfte der (allerdings geringen) Rontgenstrahlen- 
dosis ab. 

2. Ohne Kontrastmittel gibt es keine Allergien und keine sog. anaphylakti- 
schen Schocks, also keinerlei Zwischenfalle. Wir nennen eine solche 

i on 

Methode „nicht invasiv ,„ d.h. nicht belastend. 

3. Der Patient geht einigermaBen sicher, daB er nicht plotzlich ein todern- 
stes Radiologengesicht uber sich findet, daB ihm sagt, er habe sein gan- 
zes Gehirn voller „Metastasen" oder „Hirntumoren". Solche harmlosen 
Glia-Ansammlungen, die die Neuroradiologen oder Neurochirurgen 
dogmatischerweise als „bosartige Tumoren" bezeichnen, lassen sich 
namlich sehr gut mit Kontrastmittel anfarben ... 

Viele Radiologen toben, wenn sie nur „ohne Kontrastmittel" untersuchen 
diirfen, denn ihr operationswilliges Kranken- oder Patientenkontingent 
nimmt ab und damit auch die Auslastung der neurochirurgischen Kliniken. 
Uberhaupt: Die Uberlebenschancen nach einer Hirnoperation sind auf lan- 
gere Sicht sehr schlecht. Deshalb sollt Ihr, meine lieben Leser, vier Dinge 
niemals mit Euch machen lassen, die normalerweise kein Doktor selbst an 
sich machen lassen wurde; 

1 . Hirnoperationen oder Hirndranagen (Shunts), sog. stereotaktische 188 
Probebohrungen etc. 



186 Anaphylaxie = durch Antikorper vermittelte Uberempfindlichkeits-Reaktion 
vom Soforttyp, die nach einer Sensibilisierungsphase bei erneutem Kontakt mit 
dem spezifischen Allergen auftritt 

187 invasiv = eindringend 



282 



2. Chemogift in jeder Form und Dosierung (einschlieBlich Mistel-Chemo) 

3. Rontgen- und Kobaltbestrahlung in jeder Form, z.B. der Knochen oder 
des Gehirns. 

4. Morphium und alle kiinstlichen morphinahnlichen Substanzen (Temge- 
sic, Tramal, MST, Valoron etc.). 

Das Nukleo-Magnet-Resonanz-Tomogramm (Kernspin, NMR oder auch 
MRI genannt), eignet sich fur die Diagnostik des Gehirns insofern weniger 
gut, als es uns bei den konflikt-aktiven SchieBscheiben-Konfigurationen 
weitgehend im Stich laBt. Erst wenn diese SchieBscheiben-Konfigurationen 
iiber lange Zeit aktiv sind, sehen wir sie auch im NMR aber immer noch 
weit schlechter als im normalen CT. Bestechend ist naturlich, daB man mit 
dem NMR in jeder gewiinschten Ebene schichten kann, was einem manch- 
mal in der Heilungsphase, d.h. bei einem „raumfordernden ProzeB" hilfreich 
sein kann. Insgesamt aber ist auch die Untersuchungsart sehr viel langdau- 
ernder (uber Vi Std. und langer) und die Patienten bekommen oft durch die 
Rohre und den mit der Untersuchung einhergehenden Krach Platzangst und 
Panik. Deshalb eignet sich die Untersuchung fur Kinder iiberhaupt nicht. 
Das normale CCT dagegen dauert ganze vier Minuten. 

Ubrigens ist es noch keineswegs klar, ob das NMR wirklich so unschad- 
lich ist, wie man bisher allgemein angenommen hatte. Moglicherweise sind 
die Magnetresonanz-Schwingungen biologisch gesehen schadlicher als die 
Rontgenstrahlen beim CCT. 

Beim NMR sieht man deshalb die SchieBscheiben in der konflikt-aktiven 
Phase schlechter, weil die Magnetresonanz hauptsachlich auf Wassermole- 
kiile reagiert. Zwar kann man in der pel-Phase Raumverdrangungen sehr 
deutlich sehen, aber sie erscheinen dem Betrachter viel dramatischer als sie 
in Wirklichkeit sind, besonders wenn mit Kontrastmittel untersucht wird. 
AuBerdem stort, daB der Untersucher die Farbungen (schwarz und weiB) 
jederzeit vertauschen kann, so daB es uns, die wir den Patienten die Bilder 
verstandlich machen mochten, schwerfallt, den Patienten mit den verschie- 
denen Untersuchungstechniken vertraut zu machen. Der Patient versteht 
dann schlieBlich gar nichts mehr. Oft kommt es vor, daB man im NMR ei- 
nen riesigen Tumor zu sehen meint, der sich im normalen CCT als quasi 
nicht existent erweist. 

Man kann also sagen, daB das NMR oftmals die Wirklichkeit verzerrt und 
so dem Patienten Panik machen kann und daher nur in besonderen Fallen 

188 stereotaktische Operation = Eingriff am Gehirn, bei dem nach Anlegen eines 
Bohrlochs best. Hirnstrukturen durch Punktion mit einer Zielsonde erreicht wer- 
den 



283 



(z.B. bei Hypophysen-Untersuchungen und dergl.) dazu geraten werden 
kann. 

10.13 Hirnoperationen - Hirnbestrahlungen 

Hirnoperationen sind deshalb so besonders gefahrlich, weil die Betroffenen - 
das wissen wir noch von den Hirnverletzten des Krieges - mit einem aktiven 
Konflikt z.B. in der Cortex so reagieren, als hatten sie zwei aktive Konflikte 
in der GroBhirnrinde. Sie sind dann augenblicklich in der schizophrenen 
Konstellation. Meist kommen die Betroffenen hier nur sehr schwer oder gar 
nicht wieder heraus. Derm durch die Hirnoperation - schon durch die ste- 
reotaktische „Probepunktion" wird das Gehirn so verletzt, daB es nicht mehr 
im Grundrhythmus schwingt. Der Unterschied zwischen einem reparierten 
Hamerschen Herd und einer verheilten OP-Narbe des Gehirns ist der, daB 
im ersten Falle das Gehirn nach der Reparatur wieder im Grundrhythmus 
schwingt wie vorher, im Falle einer Hirnoperation aber zeitlebens nicht 
mehr. Im iibrigen ist die Probepunktion ohnehin nichts als horrender Un- 
sinn: Es gibt nichts anderes als Glia nach der Reparatur des Gehirns. Daher 
braucht man keine Histologic, um diese Selbstverstandlichkeit ein zigstes 
Mai bestatigt zu erhalten. 

10.14 Aus einem Interview Dr. Hamers mit 
Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. P. Pfitzer, Professor 
fur Pathologie 189 und Zytopathologie, Dekan der 
medizinischen Fakultat der Universitat Dussel- 
dorf 

Autorisiertes Interview am 13.7.1989 in Diisseldorf: 

Dr. Hamer: Herr Professor Pfitzer, Sie haben sich freundlicherweise als 
Zytopathologe und derzeit amtierender Dekan der medizinischen Fakultat 
der Universitat Diisseldorf bereitgefunden, uber das „Ontogenetische Sy- 
stem der Tumoren" (und Krebs-Aquivalente) zu diskutieren. Ihre Fachrich- 
tung innerhalb der Pathologie ist die Histopathologic und die Zytopathologie 
(Gewebe- und Zellpathologie). Gleichzeitig sind Sie, glaube ich, Biologe? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Ja, Biologe und Mediziner. 



189 Patho- = Wortteil mit der Bedeutung Schmerz, Krankheit 



284 



Dr. Hamer: „Das Ontogenetische System der Tumoren" sagt u.a. aus, daB 
in gleichen Organen des menschlichen und tierischen Korpers auch jeweils 
immer die gleiche histologische Art von Gewebe gefunden wird, ist das 
richtig so? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Im Prinzip ja, natiirlich, bis auf einzelne wenige 
Ausnahmen, wie Gewebs-Dystopien sog. „versprengte Keime", Endome- 
triose. Aber sonst stimmt es. 

Dr. Hamer: Herr Professor Pfitzer, das „Ontogenetische System der Tu- 
moren" besagt auch, womit bereits viele Ihrer Kollegen ubereinstimmen, 
daB auch im Tumorfalle an einer Stelle X eines Korper-Organs jedes Men- 
schen stets nur die gleiche und zwar jeweils eine ganz spezielle histologische 
Tumor-Zellformation angetroffen wird. Also z.B. im Magen-Darmtrakt als 
typischer blumenkohlartig mit Zellvermehrung wachsender Krebs immer 
histologisch ein Adeno-Karzinom, auch in den Tonsillen 191 und den Lungen- 
Alveolen, die entwicklungsgeschichtlich beide zum Magen-Darm-Trakt 
gehoren oder im Corpus uteri (Decidua-Schleimhaut) stets ein Adeno- 
Karzinom. Dagegen in der Mundschleimhaut auch am Muttermund oder in 
der Vagina, der Bronchial-Schleimhaut oder der Blasen-Schleimhaut stets 
ein ulcerierendes Plattenepithel-Karzinom. Sehen Sie das auch so? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Normalerweise gibt es solche Haufungen, nicht je- 
doch im Bronchialsystem. 

Dr. Hamer: Wenn das so ist, dann hatten doch eigentlich schon viele mal 
auf den Gedanken verfallen konnen, daB die Histologic etwas mit der Or- 
gan-Topographie und diese wiederum etwas mit der Entwicklungsgeschichte 
des Menschen und der Tiere zu tun haben miiBte. Warum ist darauf bisher 
nie jemand verfallen? Konnte es vielleicht daran gelegen haben, das wir alle 
zu viel aufs Detail und zu wenig auf die Gesamtvorgange des Organismus 
gestarrt haben, so daB wir das Wesentliche iibersehen hatten? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Nun ja, wir sind heute mehr denn je alle spezialisiert 
und wer hat schon noch den ganzen Uberblick iiber die theoretischen Facher 
in Zusammensicht mit den klinischen Daten und Zusammenhangen am 
Krankenbett im einzelnen Fall? Der Pathologe sieht den Patienten norma- 
lerweise erst, wenn er tot ist. Der Histopathologe sieht Gewebe schon frii- 
her. Aber es gibt auch eine groBe Tradition von iibergreifenden systemati- 
schen Einteilungen in der Pathologie (WHO und AFIP). Der Uberblick und 
die pathologisch-klinische Zusammenschau sind immer gepflegt worden. 



190 



Dystopie = Verlagerung 



191 Tonsille = Mandel 



285 



Allerdings ist Ihr „Ontogenetisches System der Tumoren" noch niemandem 
eingefallen. 

Dr. Homer: Das „Ontogenetische System der Tumoren" besagt ja, wie Sie 
wissen, nicht nur, daB an jeweils gleicher Organ-Lokalisation des menschli- 
chen Korpers normalerweise auch die entsprechend gleiche histologische 
Zellformation zu finden ist und im Tumorfall normalerweise ebenfalls stets 
die gleiche histologische Zellformation, sondern daB alle gleichen histologi- 
schen Zellformationen auch von dem gleichen Hirnteil gesteuert werden 
(z.B. alles Darm-Zylinderepithel oder im Tumorfall Adeno-Karzinom vom 
Pons des Hirnstamms), sondern daB alle solchen histologisch gleichen Kor- 
perregionen mit beieinander gelegenen Hirn-Relais auch sehr eng verwandte 
biologische Konfliktinhalte haben. 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Das mag so stimmen, sehr logisch hort sich das 
Ganze nicht an. Fur mich als Pathologen ware der Beweis wiinschenswert, 
daB ein Neuropathologe jeweils die Stelle mikroskopisch untersucht, die im 
Gehirn und im Hirn-CT fur die besondere Art des jeweiligen Krebses ty- 
pisch sein soil. 

Dr. Hamer: Da gibt es aber eine Schwierigkeit, Herr Professor: In der 
konflikt-aktiven Phase kann man die Stelle X in der Landkarte des Gehirns, 
die fur einen speziellen Krebs verantwortlich ist, zwar sehr gut erkennen an 
ihrer typischen SchieBscheiben-Konfiguration. Schneidet man aber dieses 
Hirnareal heraus, dann sieht der Neurohistopathologe nichts mehr. Dagegen 
kann er naturlich eine Veranderung in der vagotonen Heilungsphase an der 
Stelle schon sehr deutlich erkennen, wenn die Stelle X, die meine Gegner 
einen „Hamerschen Herd" nennen, intra- und perifocales Oedem oder sogar 
schon Glia-Einlagerung hat. Dann sprechen die Neuroradiologen oder Neu- 
rochirurgen gleich von einem „Hirntumor" (wenn sie nur diesen gefunden 
haben) oder von einer „Hirnmetastase", wenn sie vorher noch irgendwo 
einen anderen Krebs im Korper gefunden hatten. 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Nun gut, man kann sich ja zur Untersuchung auf 
neurohistopathologischem Gebiet auf solche Falle beschranken, die nach 
Ihrer Definition schon in der vagotonen Heilungsphase sind. 

Dr. Hamer: Das sind ja alle sog. „Hirntumoren" oder sog. „Hirnmetasta- 
sen", oder sie sind es mindestens schon mal gewesen, sonst hatten sie kein 
Oedem und keine Glia. 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Herr Hamer, Ihre Anschauungen sind sehr kiihn. 
Jetzt verstehe ich, was Sie meinen. Aber konnte nicht auch der Zellkern fur 
die Fehlsteuerung der Zelle verantwortlich sein, muB es unbedingt das Ge- 
hirn sein? 



286 



Dr. Hamer: Es gibt einen Witz: Frau Muller weiB iiber den Gartenzaun zu 
berichten, daB der Strom furs ganze Dorf vom Elektrizitatswerk komme. 
„Das mag sein", sagt Frau Mayer, „aber unser Strom kommt bestimmt aus 
der Steckdose." DaB jede Zelle von ihrem „Minigehirn", sprich Zellkern, 
gesteuert wird, steht fur mich auBer Frage, nur: Wer konnte die Zellkerne 
koordiniert steuern, wenn nicht einzig unser „Riesen-Computer" Gehirn? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Ja, Herr Hamer, Sie werfen wirklich die ganze Me- 
dizin iiber den Haufen mit Ihrem „Ontogenetischen System der Tumoren". 

Dr. Hamer: Dazu, meine ich, ist es auch hochste Zeit! Denn wenn das 
„Ontogenetische System der Tumoren" auf histologisch-zytologischer Ebe- 
ne als zutreffend angenommen werden kann, fur die cerebrale und psychi- 
sche Ebene aber sehr leicht zu beweisen ist durch Uberprufung der Repro- 
duzierbarkeit, meinen Sie nicht, Spektabilitat, daB wir dann so rasch wie 
moglich daraus die falligen Konsequenzen ziehen miiBten? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Ja, vorausgesetzt das „Ontogenetische System der 
Tumoren" ist auf alien Teilbereichen verifizierbar, dann sind die Konse- 
quenzen wirklich gewaltig! 

Dr. Hamer: Die erste Konsequenz, Spektabilitat, ware fur unsere Patien- 
ten doch wohl die, daB wir ihnen baldmoglichst eine hochst erfreuliche Bot- 
schaft verkiinden konnen: Wir hatten uns geirrt! Der Krebs war gar keine 
wild und planlos wucherndes Heer von feindlichen Zellen, sondern die ver- 
meintlich so ungeordnet invasiv wuchernden bosen Krebszellen oder 
Krebsnekrosen waren stets ohne Ausnahme in einer strengen GesetzmaBig- 
keit auf ihren ontogenetisch vorgezeichneten Bahnen gelaufen! 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Ja, das ware dann richtig. 

Dr. Hamer: Die zweite Konsequenz ware die, daB wir die alte Vorstellung 
von sog. „Metastasen", wie sie bisher von der Schulmedizin „geglaubt" und 
gelehrt wurde, schnellstens auf den Schrottplatz der Medizin transportieren 
miiBten. Eine geradezu schauerliche Glaubensakrobatik hatte man von uns 
verlangt, daB wir uns vorstellen sollten, da wiirden sich in wild und blitzar- 
tig alternierenden Metamorphosen, mitosierende Dickdarm-Karzinome des 
Entoderms in nekrotisierende Knochen-Osteolysen des mittleren Keimblatts 
verwandeln konnen, um schlieBlich auch noch - „metastatisch- 
metamorphorisierend" - sog. „Hirnmetastasen" des Ektoderms erzeugen zu 
konnen. Alle haben immer eifrig behauptet, diesen Unsinn zu verstehen, den 
ein einigermaBen kritischer Mediziner nicht einmal glauben kann. 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Herr Hamer, ich kann Ihnen hier nicht zustimmen. 
Wir haben es bisher immer anders gesehen. Ich sehe schon auch, daB wir 
fur die alte Schulmedizin viele Zusatzhypothesen brauchen. Was das Aus- 
schwemmen von Krebszellen in die Peripherie angeht, so ist hier sicher 



287 



richtig, daB es bisher vorwiegend indirekte Beweise dafur gibt, daB Krebs- 
zellen durch das arterielle Blut an den Ort ihrer Metastasierung gelangen 
wiirden. 

Dr. Hamer: Die dritte Konsequenz ware doch wohl die, daB man nun nach 
dem ontogenetischen System der Tumoren jetzt erst einmal auflisten muB, 
welche keimblatt-abstammende Zellformation denn in welcher Phase iiber- 
haupt Zellteilungen oder Zellnekrosen macht. Denn es ist doch wohl der 
helle Irrsinn, sich vorstellen zu sollen, daB ein Dickdarm-Adeno-Ca (das in 
der konflikt-aktiven Phase mit Mitosen „wachst"), als sog. „Metastase" ein 
Knochen-Sarkom auslosen konnte, das ausschlieBlich in der Heilungsphase 
„wachst". Kurz, wir hatten unwissend wie die Kinder die sympathicotonen 
und die vagotonen Phasen kunterbunt durcheinandergewiirfelt und alles 
schlichtweg als Metastasen bezeichnet. Herr Professor, sind diese Konse- 
quenzen schlussig? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Das sind Fragen, die die Kliniker beantworten miis- 
sen. 

Dr. Hamer: Eine weitere schliissige Konsequenz miiBte die Abschaffung 
der bisherigen Vorstellungen von sog. Hirntumoren und Hirnmetastasen 
sein, die es gar nicht geben kann. 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Wie meinen Sie das? 

Dr. Hamer: Na ja, zunachst einmal: Ist es richtig, daB sich Hirnzellen 
nach der Geburt nicht mehr teilen bzw. vermehren konnen? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Ja. 

Dr. Hamer: Das einzige, was sich in unserem Gehirn vermehren kann, ist 
Bindegewebe, sog. „Glia", und diese ganzlich harmlosen Bindegewebszellen 
vermehren sich auch ausschlieBlich in der Heilungsphase, erst in oder nach 
dieser Phase lassen sie sich mit Kontrastmittel anfarben, das weiB jeder, der 
auf dem Gebiet arbeitet. 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Ob die so harmlos sind, wird ja bezweifelt. 
Dr. Hamer: Nehmen wir an, Herr Professor, Sie haben bei 100 Fallen mit 
sog. „Hirntumor" ein Gliom diagnostiziert, was konnten Sie auch anderes 
dort diagnostiziert haben, wenn es auBer sich nicht vermehrenden Hirnzellen 
und sich vermehrt habenden oder sich noch vermehrenden - harmlosen !- 
Gliazellen dort gar nichts anderes gibt? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Bei einem primaren Hirntumor naturlich! 

Dr. Hamer: Nun stellt aber ein fleiBiger Doktorand nachtraglich fest, daB 

1 09 

in alien 100 Fallen die Autopsiebefunde ergeben haben, daB man irgend- 
wo im Korper ein kleines oder groBeres Krebschen entdeckt hat, das kli- 

1 } Autopsie = Obduktion, Leichenoffnung zur Feststellung der Todesursache 



288 



nisch nicht gefunden worden war, weil es dem Patienten keine Beschwerden 
oder Symptome gemacht hatte. Wiirden Sie nun nachtraglich nochmals 
hingehen und versuchen, den sog. Hirntumor in eine sog. Hirnmetastase 
„umzuempfinden", das wurde heiBen, Sie wollten versuchen, die Hamer- 
schen Herde z.B. als Darmzotten-Adeno-Karzinom zu verstehen oder in die 
Hamerschen Herde gar Knochen-Osteolysen oder Sarkome hineinzuempfin- 
den? 

Prof. Dr. Dr. Pfitzer: Ja, da bringen Sie mich ein biBchen in Verlegenheit, 
weil ich ja auch bisher noch nie durch Ihre Brille zu sehen versucht habe. 
Ich gebe schon zu, daB polymorphe Gliome oftmals zu verschiedenem zu 
passen scheinen 

DQsseldorf, den 13.7.1989 



f. Dr. Or. P. Pfitzer 

Unfrimm OCLutUCt x / / ~ f l / L, tyl/ r Jt~ (\ s\ 

Prof. Dr. Bed. Dc. rer fiac. P. Pf lexer Dr, nad, fcyfce Ge==d &ms 

Dekan der tedizinisehtn FeVultte 
der Uhiversira-: DQsseldorf 



( //r~ ^.(k 



193 Das vollstandige Interview kann iiber den Amici di Dirk Verlag angefordert 
werden. Hier wurden nur relevante Passagen unverandert wiedergegeben, insbe- 
sondere fur dieses Kapitel, was das Thema sog. Hirntumoren und sog. Hirnmeta- 
stasen anbelangt! 



289 



11 Die Bedeutung der Linkshandigkeit 
und der Rechtshandigkeit 

Bekanntlich machen die meisten Menschen schwierige Handgriffe vorzugs- 
weise mit der rechten Hand. Diese Menschen, die Mehrheit (ca. 60%), sind 
Rechtshander. Entsprechend heiBt die Minderheit, die geschickter mit der 
linken Hand arbeitet, Linkshander. Aber die Sache ist nicht immer ganz so 
eindeutig rechts oder links, wenn auch meist eine Seite bevorzugt wird. 
Mein Sohn z. B. wirft mit rechts, schreibt mit links, nimmt den Hammer mit 
links, schieBt den FuBball mit dem rechten FuB und Tennisspielen kann er 
mit beiden Handen nahezu gleich gut. Trotzdem ist er ein Linkshander. 
Denn es gibt zwei gute Tests, um festzustellen, welche Hand bevorzugt 
wird: 

7. Test: Man laBt den Patienten wie im Theater klatschen. Die Hand, die 
hierbei oben liegt, ist die dominante. 

2. Test: Man laBt den Patienten in Gedanken ein Kind nehmen. Die rechts- 
handige Mutter driickt das Kind stets mit der linken Hand an ihre 
linke Wange und halt mit der Rechten das GesaB des Kindes. Ent- 
sprechend umgekehrt verhalt es sich bei einer Linkshanderin. 

AuBer der Linkshandigkeit scheint es auch eine „Linksaugigkeit" zu geben 
und eine „Linksohrigkeit". Davon wird spater noch die Rede sein. 

Die Linkshandigkeit hat eine ganz entscheidende praktische Bedeutung. 
Sie hat mich unendliches Kopfzerbrechen gekostet, solange ich den Unter- 
schied von Rechts- und Linkshandigkeit im Gehirn noch nicht wuBte. Nun- 
mehr weiB ich ihn. Es verhalt sich folgendermaBen: 

Merke: 

Die Linkshandigkeit verlegt den Konflikt auf die gegeniiberliegende 
Seite des Gehirns im Vergleich zur ublichen Rechtshandigkeit. Von da 
ab verlauft dann alles genau so, wie beim Rechtshander der umgekehrte 
Konflikt verlauf en wiirde. 

Das bedeutet praktisch: 

Eine linkshandige Frau kann von einem sexuellen Konflikt keinen Gebar- 
mutterhals-Krebs erleiden, sondern nur von einem Revier-Konflikt (nach 
den Wechseljahren). Umgekehrt kann z.B. ein linkshandiger Mann von ei- 
nem Revier-Konflikt keinen Herzinfarkt des linken Herzens erleiden, son- 
dern (in der pel-Phase) einen Rechtsherz-Infarkt mit Lungenembolie. Diese 



291 



Linkshandigkeit ist deshalb von so groBer praktischer Bedeutung, weil sie 
auf den ersten Blick nahezu alles „uber den Haufen wirft", auf den zweiten 
Blick aber hochst logisch und folgerichtig ist. Der Linkshander ist quasi nur 
von der Psyche bis zum Gehirn anders „gepolt". Hat z.B. bei einer links- 
handigen Frau ein sexueller Konflikt aber erst einmal im rechte Periinsular- 
Bereich „eingeschlagen", dann kann selbst eine junge Frau bei entsprechen- 
der Dauer des Konflikts einen Herzinfarkt des linken Herzens erleiden. 
Denn in jedem Fall versorgt der rechte periinsulare Bereich das linke Herz. 
Oder sie kann bei einem Schreckangst-Konflikt ein Bronchial-Ca erleiden. 

Die Linkshandigkeit zeigt uns in ganz besonderer Weise, daB die biologi- 
schen Konflikte nichts mit herkommlicher Psychologie zu tun haben, son- 
dern wirklich biologisch determiniert sind. Denn daB eine linkshandige junge 
Frau, wie im Psychosen-Kapitel nachzulesen, von einem sexuellen Konflikt 
die organischen Symptome eines mannlichen Revier-Konfliktes und dadurch 
bedingt im psychischen Bereich eine Depression erleidet, wiirde ja „rein 
psychologisch" gar keinen Sinn machen. 

Biologisch muB es aber irgendeinen Sinn haben, daB ca. 40% der Men- 
schen Linkshander sind und auch bei ihren Konflikten „gegenpolig" reagie- 
ren. Ich habe lange dariiber nachgedacht, welches dieser Sinn wohl sein 
konnte. Ich bin zu dem SchluB gekommen, daB die Linkshander die „Er- 
satzleute im Katastrophenfall" darstellen. 

Selbstverstandlich kann diese Vermutung zunachst nicht mehr als eine 
Spekulation sein. Aber in der Natur geschieht nichts Sinnloses. Stellen wir 
uns vor, es wiirde fur eine Affenherde in einem okologisch abgeschiedenen 
Raum z.B. einem unzuganglichen Talkessel, eine Art „Konflikt- 
Katastrophe" dadurch resultieren, daB alle mannlichen Affen auf einen 
Schlag vernichtet werden. Die Affinnen wiirden daraufhin bei der nachsten 
Hitze einen Konflikt des Nicht-begattet-Werdens erleiden und, da keine 
Losung in Sicht ware, auch daran sterben. Einzig die Linkshanderinnen 
unter den Affinnen wiirden iiberleben, denn sie wiirden zwar auch einen 
sexuellen Konflikt erleiden wegen ihrer Linkshandigkeit aber wiirden sie die 
Symptome eines Revier-Konfliktes haben, der auf psychischer Ebene in 
einer Depression bestehen wiirde, im Gehirn rechts peninsular lokalisiert 
ware und auf organischer Ebene ein Koronar-Ulcus-Ca bewirken wiirde. 
Aber durch das weiblich-hormonale Ubergewicht verlaufen solche „seiten- 
verkehrten Konflikte" meist mehr oder weniger abortiv 194 , d.h. sie kommen 
nicht so recht zur vollen Wirkung. 



abortiv = unfertig, abgekiirzt verlaufend 



292 



DemgemaB konnte z.B. auch die Depression eine Art „Sparflamme- 
Uberlebens-Phase" darstellen, in der insbesondere das weibliche oder sogar 
das linkshandige Tier auf bessere Zeiten wartet und in eine Art psychischen 
Winterschlaf geht. 

Entdeckungen zu machen heiBt nur, auf den Pulsschlag der Natur lau- 
schen. Wir kleinen Zauberlehrlinge haben kein Recht, alle Dinge in der Na- 
tur, die mehr als hundert Millionen Jahre wunderbar funktioniert haben, als 
„krankhaft" zu, bezeichnen, nur weil wir sie nicht verstehen. Wer weiB, wie 
oft schon vielleicht in der langen Menschheitsgeschichte solche „Ersatzfrau- 
en" eine ganze Sippe oder ein Volk am Uberleben gehalten haben. Ahnlich 
konnte es bei den linkshandigen Mannern sein, die eben beim Revier- 
Konflikt in der pel-Phase keinen Linksherz-Infarkt erleiden. Wir wissen 
bisher noch viel zu wenig da von! 

Es gibt auch bei Tieren die Links- und Rechtshandigkeit bzw. -Pfotigkeit. 
Manche Hunde geben stets die linke Pfote, die Mehrzahl aber stets die 
rechte Pfote. Manche Katzen fangen die Maus stets mit der rechten Pfote, 
manche mit der linken. 

AuBer der Linkshandigkeit gibt es auch die LinksfuBigkeit. Meistens sind 
wohl beide gekoppelt, also der Linkshandige ist auch linksfuBig. 

AuBerdem gibt es Rechtsohrigkeit, Rechtsaugigkeit, so meint man bisher. 
Hinsichtlich der Gehor-Zugehorigkeit kann ich noch keine sichere Aussage 
machen, weil ich noch nicht genug Erfahrungen auf diesem Gebiet habe. 
Aber hinsichtlich der Augen (siehe auch Tabelle am Ende des Buches) weiB 
ich einiges: Bekanntlich kreuzen die Sehnervenfasern teilweise. Dabei emp- 
fangt die linke Sehrinde alle Strahlen, die von rechts kommen (und auf die 
linke Retina-Halften beider Augen fallen), die rechte Sehrinde empfangt alle 
Strahlen, die von links kommen (und auf die rechten Retina-Halften beider 
Augen auftreffen). Die Fasern aber von der Fovea centralis zahlen zur late- 
ralen Halfte und leiten deshalb die Bilder iiberwiegend zur gleichseitigen 
Sehrinde. 



293 



11.1 Die Links- und Rechtshandigkeit - der 
Klatschtest 





linke Hand oben = rechte Hand oben = 

Linkshander Rechtshander 

Der Klatschtest ist die einfachste Moglichkeit zur Prufung von Rechts- und 
Linkshdndigkeit. Er gehort vor die Auswertung eines jeden Hirn-CTs. Die 
oben liegende Hand ist die fuhrende und entscheidet die „Mundigkeit". 

Im einzelnen bedeutet das folgendes: 

a. Stammhirn: 

Die tiefen Teile des Pons sind unpaarig von der Funktion, nicht von der 
Anatomie her. D.h. die Abfolge der Konflikte des Magen-Darm-Traktes 
(Mund, Speiserohre, Alveolen , Magen, Leber, Pankreas, Dunndarm, 
Dickdarm, Mastdarm, Harnblase [Trigonum-Anteil und Eileiter) erfolgt 
von medial -dorsal nach rechts-lateral, nach medial-ventral , nach 
links-lateral und nach medial-dorsal (siehe Stammhirn-Schema, Kap. 16) 
entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn. 

Aber schon die Ubergangszonen (Kleinhirn-Bruckenwinkel) zeigen Paa- 
rigkeit (z.B. Akustikuskern). Die Akustikuskerne versorgen das Mittelohr, 
im biologischen Konfliktfall „Ich habe den 'Horbrocken' d.h. die Infor- 
mation nicht mitbekommen", sind aber zum Organ nicht gekreuzt. 

Auch die im Mittelhirn gelegenen Relais, bis zum ins Marklager des 
GroBhirns angrenzenden Nierenparenchym-Relais, sind zwar paarig, aber 
nicht gekreuzt vom Gehirn zum Organ. 

b. Vom Kleinhirn an 

bekommt die Rechts- und Linkshandigkeit Bedeutung. Daher gilt fur alle 
Relais des Kleinhirns und des gesamten GroBhirns, daB die Korrelation 
vom Gehirn zum Organ gekreuzt ist. Trotzdem unterscheiden sich Klein- 



Alveole = Lungenblaschen 

medial = nach der Mittelebene des Korpers zu gelegen, mittelwarts 

1 97 

ventral = bauchwarts, zum Bauch gehorend 



294 



hirn und GroBhirn nochmals voneinander, obwohl fur beide in gleicher 
Weise die Handigkeit gilt. 

Im Kleinhirn schlagen die Konflikte streng nach Zugehorigkeit des Kon- 
fliktinhalts in Bezug zum Organ ein. D.H. Die Kleinhirnseiten sind Je- 
wells konflikt-thematisch gebunden. Ein Mutter/Kind-Sorge-Konflikt 
schlagt bei einer Rechtshanderin immer rechts lateral im Kleinhirn ein, 
was die Brustdriisen der linken Brust betrifft. Erleidet die Patientin einen 
weiteren Mutter/Kind-Sorge-Konflikt wegen eines anderen Kindes oder 
einen Tochter/Mutter-Sorge-Konfiikt fur ihre Mutter, dann schlagen auch 
diese beiden Konflikte noch in das gleiche Kleinhirn-Relais als Hamersche 
Herde ein. Auch wenn sie zwei weitere Attacke-Konflikte gegen die linke 
Bauch- oder Brustseite (Peritoneal 198 - und Pleura 199 -Mesotheliom) erleidet, 
schlagt alles auf die rechte Kleinhirnseite, die dann fiinf aktive Hamersche 
Herde in SchieBscheiben-Konfiguration aufweisen wiirde, links dagegen 
keinen einzigen. 

Wenn zwei Konflikte auf zwei verschiedenen Kleinhirn-Hemispharen 
eingeschlagen sind, dann sprechen wir von „kleinhirn-schizophrener Kon- 
stellation". Damit verbunden ist eine schwere Storung der Emotionalitat in 
paranoid-wahnhafter Weise, ohne daB das formal-logische Denkvermogen 
beeintrachtigt ware. Z.B.: „Ich bin wie ausgebrannt, ich fuhle mich vollig 
leer, habe keine Gefuhle mehr." 

c. Marklager des GroEhirns: 

So etwas ware im Marklager-Bereich auch noch moglich. Konfliktinhalt 
und Organbezug sind hier immer „eineindeutig", d.h. konflikt-thematisch 
gebunden. 

d. Bei den corticalen GroEhirn-Relais 

ist dies nur bei einer Ausnahme moglich: Dem duktalen' Milchgangs- 
Ulcus-Ca, das hinsichtlich der Seitigkeit und Handigkeit fest an das 
Kleinhirn-Relais fur die Brustdriisen angekoppelt ist. 

Hier kommt namlich ein ganz neues Moment ins Spiel: Bei den cortica- 
len groBhirn-gesteuerten Konflikten ist der Bezug vom Hirn-Relais zum 
Organ nicht mehr eindeutig wie im Kleinhirn; da die Organe nur teilweise 
paarig angeordnet sind, entscheidet die Links- und Rechtshandigkeit und 
die augenblickliche Konfliktsituation, welches Relais im Gehirn jetzt zum 
HH werden kann und welches Organ dann betroffen ist. Der Bezug vom 
Gehirn zum Organ, der ist allerdings immer eindeutig. Also: 



1 s Peritoneum = Bauchfell 

199 Pleura = Rippenfell 
Ductus = Gang 



295 



Erleidet eine linkshandige Frau einen Identitats-Konflikt, so schlagt der 
HH auf der rechten GroBhirn-Hemisphare (temporal) ein und wird auf or- 
ganischer Ebene zum Magen- oder Gallengangs-Ulcus. Erleidet sie aber 
danach noch einen weiteren Identitats-Konflikt in einer neuen Sache, dann 
kann sie auf der rechten GroBhirn-Hemisphare cortical nicht mehr reagie- 
ren, sondern sie erleidet diesen zweiten Identitats-Konflikt links-temporal 
und auf organischer Ebene findet man Rektum-Ulcera, die in der pel- 
Phase zu Hamorrhoiden werden, wenn die Ulcera in Afternahe gelegen 
waren. Solange beide Konflikte (rechts- und links-cortical) aktiv sind, ist 
die Patientin in schizophrener Konstellation. Die Fragen, wie ein Konflikt 
empfunden wird, (mannlich oder weiblich) und wo er dann im Gehirn ein- 
schlagt, hangen nicht nur von der aktuellen Hormonlage ab (Postmeno- 
pause, Schwangerschaft, Anti-Baby-Pille, Ovarial-Nekrose etc.), sondern 
auch von der Handigkeit des Patienten. Genauso andern sich die Konflikte, 
bzw. konnen ihres Konfliktinhalts beraubt werden, wenn sich die Vorbe- 
dingungen (aktuelle Konflikt-Konstellation, Hormonlage etc.) geandert 
haben. Sie konnen dann „springen", d.h. aus einem Rektum-Ulcus kann 
ein Magen-Ulcus werden und umgekehrt. 

Der Bezug zwischen Hirn und Organ ist jedoch in jedem Fall eindeutig, d.h. 
wenn ein Konflikt einmal eingeschlagen hat, dann ist das ganz bestimmte 
zugehorige Organ betroffen - solange der Konflikt aktiv bleibt und nicht 
„ubergesprungen" ist auf die andere Hemisphere bei Anderung der hormo- 
nalen und konfliktiven Vorkonstellation. 

Wichtig bleibt noch festzuhalten, daB naturlich die Innervation der rechten 
Extremitaten, bzw. der ganzen rechten Korperseite, ohne Ausnahme von der 
linken Kleinhirn- und GroBhirnseite erfolgt. Daran andert sich von der Zeu- 
gung bis zum Tod niemals etwas. 



11.2 Die Linksaugigkeit und Rechtsaugigkeit 

Nur am Rande soil hier auf ein Phanomen aufmerksam gemacht werden, 
das beim Angst-im-Nacken-Konflikt noch naher beschrieben wird: 

Mir ist aufgefallen, daB die Augen nicht „das gleiche tun". Beispiel: Eine 
junge Grafin in Frankreich war als 20jahrige Schwester im Krankenhaus 
mit den Arzten aneinandergeraten, weil sie ihnen Unmenschlichkeit vorge- 
worfen hatte. Mit im Bunde der Arzte war die Oberschwester. Nun wurde 
die Schwester pausenlos schikaniert. Sie hatte bei der Auseinandersetzung, 
bei der ihr Konsequenzen angedroht wurden, ein DHS mit Angst-im- 
Nacken-Konflikt erlitten, und in den nachfolgenden Monaten, in denen sie 



296 



taglich auf neue Schikanen gefaBt sein muBte, konnte sie mit dem rechten 
Auge immer weniger sehen, schlieBlich fast nichts mehr. Die Schwester 
sagte nichts, weil sie zu stolz war, sich zu beklagen, sondern litt stumm, 
nahm an Gewicht ab, war schlieBlich nur noch Haut und Knochen. Endlich 
schaltete sich ihre Familie ein, der das hinterbracht worden war, was da im 
Krankenhaus vor sich ging. Die Oberschwester wurde versetzt, der Alb- 
traum hatte nach einem halben Jahr sein Ende gefunden. Das Besondere an 
diesem Fall war, daB diese Krankenschwester (Linkshanderin) sich an die 
Gesichter der Menschen nicht erinnern konnte. Sie sah jemanden Fremden 
ins Stationszimmer kommen, und wenn derjenige funf Minuten spater 
nochmals kam, fragte sie ihn, wer er sei. 

Es scheint also so zu sein, daB eine Rechtshanderin, die ja ihr Kind auf der 
linken Seite tragt, mit dem rechten Auge, dessen Fovea centralis nach links 
schaut, sich das Gesicht ihres Kindes merkt. Dariiber hinaus scheint dann 
die rechte Fovea centralis mit der rechten Sehrinde fur die Gesichtsverglei- 
che und das Merken eines Gesichtes generell zustandig zu sein. Ich bin mir 
sicher, daB nun bei den Linkshanderinnen z.B. alles umgekehrt ist. Es ist 
wohl sinnvoll, daB eine Mutter, die das Kind rechts tragt, wie die Linkshan- 
derin es tut, sich das Gesicht ihres Kindes mit dem linken Auge einpragt. 
Auch kann man sich gut vorstellen und hat es ja wohl z.T. schon beweisen 
konnen, daB die verschiedenen Aufgaben auf die beiden Sehrindenteile der 
beiden Hemispharen durchaus verschieden aufgeteilt sind. 

Bei alien diesen biologischen Vorgangen oder GesetzmaBigkeiten miissen 
wir immer Mensch und Tier in Einklang zu bringen versuchen. Nur dann ist 
es wirklich eine biologische GesetzmaBigkeit. Ein Baby wachst rasch, die 
meisten Tierbabys noch rascher. Die Mutter aber muB sich jeden Tag das 
aktuelle Bild ihres Kindes erneut einpragen. Wiirden die Menschen noch in 
groBen Familien zusammenleben, dann wiirden auch bei den Menschen- 
muttern diese archaischen Fahigkeiten, die wir bei den Tieren Instinkte nen- 
nen, wieder wichtig sein. Eine Tiermutter, z.B. in der Herde, braucht diese 
Fahigkeiten, damit das Tierjunge iiberleben kann. Die Exemplare, die diese 
Fahigkeit nicht besitzen, sterben in wenigen Generationen aus. Was fur die 
eine Tierart das Auge, das ist fur die andere das Gehor. Die Mutter mancher 
Tierarten horen aus winzigen Besonderheiten des Schreiens, Blokens oder 
Piepens genau heraus, daB es ihr Kind ist. Zeigt mir eine einzige Hiindin, 
die unter 50 neugeborenen Welpen ihr Hundebaby nicht herausfinden 
konnte! 

Man konnte sogar eine etwas gewagte Theorie aufstellen, die gleichwohl 
sehr viel fur sich hat: 



297 



1. Der Rechtshander ist nur deshalb rechtshandig, weil das nach rechts 
sehende linke Auge (gemeint ist die Fovea centralis!) die Orientierung 
der rechten Hand gewahrleistet und so die rechte Hand dirigieren kann. 
Vergegenwartigt euch doch einmal, wie ihr einen Nagel in die Wand 
schlagt: Das rechte Auge kann gar nichts sehen, denn die Sicht wird 
weitgehend durch den Hammer verdeckt. Das linke Auge (Fovea centra- 
lis) orientiert und dirigiert den Bewegungsablauf. Der rechtshandige 
Schiitze zielt mit der linken Fovea centralis. Der Tennisspieler schlagt 
nicht deshalb mit der Vorhand besser, weil der Bewegungsablauf einfa- 
cher ist, sondern weil da das linke Auge dirigieren kann, wahrend er die 
Ruckhand praktisch blind schlagen muB! 

2. Beim Linksauger und Linkshander sind alle diese Vorgange umgekehrt. 
Da steuert das rechte Auge die Bewegung, das linke Auge ist fur das 
Merken des Gesichtes des eigenen Kindes, der Mutter und daruber hin- 
aus der Gesichter aller Artgenossen zustandig. 

Die rechtshandige Mutter „erfaBt" ihr Kind iiberwiegend mit dem rechten 
Auge, das nach links schaut (Fovea centralis), der rechtshandige Mann aber 
miBt sein Revier mit dem linken Auge, das nach rechts schaut. Das Gesicht 
seiner Geliebten erfaBt der Rechtshander mit dem rechten Auge, „Ihr La- 
cheln ist der Himmel, unvergeBlich!", aber seinen Gegner miBt er mit dem 
linken Auge. Er hat namlich gar nicht das Bedurfhis, sich dessen Gesicht 
einzupragen, sondern nur den gunstigsten Augenblick abzupassen, wann er 
ihn vernichten kann. 

Von rechts kann auch dem Kampfer nichts passieren, die Seite hat er „im 
Auge", Gefahr kann nur von links kommen, deshalb versucht er seine „blin- 
de Seite" mit dem Schild zu decken. 

Noch eine Besonderheit: Eine Linkshanderin, die an einem weiblich- 
sexuellen Konflikt erkrankt (siehe Depression 1. Fall), aber als Linkshande- 
rin ihren Hamerschen Herd im rechten periinsularen Bereich zeigt, verliert 
niemals ihre Eierstocks-Funktion. Sie hat also nach wie vor ihren Eisprung 
und ihre sog. Periodenblutung, wahrend eine Rechtshanderin keinen Ei- 
sprung mehr hat. Deshalb hat friiher bei vielen, oft jungen Madchen oder 
Frauen der Konflikt nach dem DHS angedauert, weil die Madchen durch die 
Amenorrhoe ganz ernsthaft glaubten, schwanger zu ein. 

Ich will keine Prophetien aufstellen, aber die Linkshandigkeit ist sehr viel 
bedeutender fur die zukiinftige Medizin, als wir heute allgemein bisher an- 
genommen haben. 



201 



Amenorrhoe = Fehlen oder Ausbleiben der monatlichen Regelblutung 



298 





So halt eine rechtshandige Mutter 

typischerweise ihr Kind: Die linke 

Hand driickt das Kopfchen an die 

Brust, die rechte Hand unterstiitzt das 

GesaB des Kindes. Die rechtshandige 

Mutter schaut ihr Kind mit dem rechten 

Auge an. 



So halt die linkshdndige Mutter typi- 
scherweise ihr Kind, genau umgekehrt 
wie die Rechtshander-Mutter. 
Die linkshdndige Mutter schaut es mit 
dem linken Auge an! 



11.3 Bedeutung der Linkshandigkeit fur die 
nische Diagnostik 

In der Medizin interessieren alle Zusammenhange physiologischer Art, ganz 
besonders aber interessieren sie, wenn sie, wie hier, so gravierende Auswir- 
kungen auf Diagnostik und Therapie in jedem einzelnen Falle haben. 

Die Linkshandigkeit ist ja keineswegs eine alberne Spielerei der Natur, als 
was sie heute gewohnlich angesehen wird, derm es kommt ja hinsichtlich der 
Konflikte einer funktionellen Ausschaltung der Hormone gleich. Wie ich im 
Kapitel Psychosen an dem 1 . Fall von Depression beschrieben habe, kann 
also eine Linkshanderin bei einem weiblich-sexuellen Konflikt die Organ- 



299 



Symptome erleiden, die eine rechtshandige Frau erst nach dem Klimakteri- 
um oder im Senium erleiden konnte (bei einem Revier-Konflikt). 

Linkshandige Manner konnen bei einem Revier-Konflikt in der pel-Phase 
gar keinen Herzinfarkt des linken Herzens erleiden, auBer wenn sie alt sind 
und die feminine Reaktion haben, dann aber auch auf psychischer Ebene gar 
keinen Revier-Konflikt mehr erleiden, sondern eben einen weiblich-sexuellen 
Konflikt. Es ist gleichsam nur die Adressierung der Konflikte umgepolt. 
Vom Computer Gehirn zum Organ lauft es in jedem Falle immer gleich! 
Daran erkennen wir jetzt, daB Linkshandigkeit sehr viel mit Sexualitat und 
sehr viel mit Hormonen zu tun hat! ! 

Schematischer CT-Schnitt durch das 

GroRhirn 



links-periinsulare 



rechts-periinsular 



Linkshandiger Mann 

Revier-Konflikt 

(mannlicher 

sexueller Konflikt) 

Rechtshandige Frau 
Sexueller Konflikt 



Gebarmutterhals-Ca 

Kehlkopf-Ca 

Rektum-Ca 




Rechtshandiger Mann 
Revierkonflikt 
(mannlicher 
sexueller Konflikt) 

Linkshandige Frau 
Sexueller Konflikt 



Koronar-Ulcus-Ca 

(mit Herzinfarkt) 

Bronchial-Ca 

Magen-Ulcus 

Leber-Gallengangs- 

Ulcus-Ca 



Zwischen Rechtshandern und Linkshandern ist nur die Relation zwischen 
psychischer Ebene und Gehirn seitenumgekehrt vertauscht. Von der Ebene 
Gehirn zur Ebene Organe ist die Relation dagegen konstant. Leichter ist es 



202 



Klimakterium = Wechseljahre der Frau; die Ubergangsphase von der vollen 
Geschlechtsreife zum Senium der Frau 
203 Senium = Greisenalter 



300 



vielleicht umgekehrt zu verstehen: Ein Gebarmutterhals-Krebs hat immer 
links peninsular einen Hamerschen Herd, jedoch nur bei Rechtshanderinnen 
riihrt er von einem sexuellen Konflikt her. 

Die Linkshandigkeit ist, wie wir gehort haben, so wichtig, weil sie ja uber 
den Konflikt/Gehirnweg entscheidet. Somit entscheidet sie auch dariiber, 
welche Krankheit die Patienten iiberhaupt bei welchem Konflikt erleiden 
konnen. Die Linkshandigkeit entscheidet z.B. auch dariiber, bei welchem 
Konflikt wir mit einer Depression rechnen miissen, bei der Linkshanderin 
z.B. beim sexuellen (weiblichen) Konflikt, bei der Rechtshanderin dagegen 
nur kurz vor oder nach der Menopause, also beim sog. „hormonalen Part". 

Der sehr weiche Mann kann eine Depression erleiden, wenn es gerade 
eben noch einen Revier-Konflikt erleiden kann, also auch im „hormonalen 
Part", sofern es Rechtshander ist. Dagegen erleidet der sehr weiche links- 
handige Mann eine Depression, wenn es nicht mehr mannlich, sondern 
schon weiblich reagiert und einen weiblich-sexuellen Konflikt erleidet, eben- 
falls im hormonalen Part. 

Die weiblichen Homosexuellen verhalten sich dabei wie Frauen, die 
mannlichen Parts wie Manner. Bei den homosexuellen Linkshandern ist 
wiederum alles genau umgekehrt. 

Umkehren kann man die weibliche oder mannliche Reaktion auch durch 
Sexualhormonblocker. Ebenfalls die gleiche Wirkung, in dieser Richtung 
wohlgemerkt, haben fakultativ (nicht obligat!) die Zytostatika. 

Wenn eines Tages die Neue Medizin eine der Grundregeln der gesamten 
Medizin und Biologie geworden sein wird, wird man ermessen konnen, 
welch atemberaubenden Unfug die heutige etablierten Medizin mit ihrem 
unverstandigen Herumhantieren mit Sexualhormonblockern anrichtet. 

Dieser Unfug wird in der offiziellen Schulmedizin iiberall angerichtet in 
Ermangelung irgendeiner Konzeption. Die schlimme Wirkung ist die, daB 
durch diese Sexualhormonblockaden - wozu im ungiinstigsten Fall schon die 
sog. Anti-Baby-Pille gehoren kann - der Hamersche Herd von einer Hirn- 
seite auf die andere „springt". Diese hormonbedingte, man konnte auch 
besser sagen: hormonblockade-bedingte Transposition des Hamerschen 
Herdes hat unendlich vielen Patienten nicht nur nicht geholfen, sondern eben 
den korrespondierenden Krebs der gegenseitigem Hirnhemisphare bewirkt. 
Durch die Hormonblockade resultiert namlich oftmals ein Individuum, das 
hormonal bedingt jetzt genau kontrar reagiert als vor der Hormon- 
"Therapie": Eine Frau, z.B., die vorher sehr feminin reagiert hat und des- 
halb einen weiblich-sexuellen Konflikt mit einem Gebarmutterhals-Ca erlei- 
den konnte, reagiert nach der Hormonblockade, z.B. mit Nolvadex, plotzlich 



301 



mannlich und aus dem Gebarmutterhals-Karzinom, das nun stillsteht, wird 
ein Koronar-Ulcus-Karzinom, was Zauberlehrlinge zu verantworten haben. 

Das aber sind nun plotzlich im schulmedizinischen Sprachgebrauch der 
Zauberlehrlinge „Metastasen", kleine, bose Krebszellen, die nicht etwa vom 
Zauberlehrling verbockt wurden, sondern die sich - niemals beobachtet - 
schlitzohrig, wie man sich solche kleinen „Teufelchen M vorstellt, heimlich 
durch das Blut ins neue Organ gearbeitet haben. Aber immerhin benehmen 
sich die kleinen „Teufelchen" so gesittet, daB sie immer an der gleichen 
Stelle auch den gleichen Krebs hervorrufen. Ganz so diabolisch scheinen sie 
denn doch nicht zu sein! 

Verabreicht man einer linkshandigen jungen Frau, die einen sexuellen 
Konflikt hat und als Linkshanderin eine Depression und die korperlichen 
Zeichen eines mannlichen Revierangst-, Revier-, oder Revierarger-Konflikts 
(mit Bronchial-Ca, Angina pectoris., Ulcus ventriculi), Hormonblocker, 
dann kann sie auf der Stelle z.B. ein Gebarmutterhals-Karzinom erleiden. 

So nagelt ein Rechtshdnder einen Nagel 
in die Wand: Das linke Auge sorgt filr 
die notwendige Orientierung und diri- 
giert. Das rechte Auge ist mehr oder 
weniger hinter dem Hammerkopf, kann 
also den Nagel gar nicht sehen. Das 
rechte Auge ist bei solcher Beschdfti- 
gung nicht gerade blind, aber nicht in 
Funktion! 




Uberhaupt wird uns das Problem der Hemispharen-Unterschiedlichkeit, 
glaube ich, noch sehr weitgehend beschaftigen. Es ist eins der Grundpro- 
bleme der Diagnostik uberhaupt. Einen Patienten nicht nach seiner Rechts- 
bzw. Linkshandigkeit gefragt zu haben, gilt in meinen Augen als groblicher 
Fehler, denn es ist fur die Zuordnung der Konflikte zu den Hamerschen 
Herden und der Krebsgeschwulst oder Nekrose am Organ von groBer 
Wichtigkeit. 



302 



11.4 Die beiden GroBhirn-Hemispharen: linker 
Revierbereich = weiblich, rechter Revierbereich 
= mannlich 

Es gibt unendlich viele Spekulationen iiber die Verschiedenartigkeit der 
beiden GroBhirn-Hemispharen. Je weniger solche Spekulanten von der Sa- 
che verstehen, desto wildere Behauptungen stellen sie daruber auf. Daran 
mochte ich mich nicht beteiligen. 

Ich mochte an dieser Stelle vielmehr daruber berichten, was ich weiB. Wir 
haben schon gesehen, daB die Links- und Rechtshandigkeit ganz wesentlich 
daruber bestimmt, auf welcher GroBhirn-Hemisphare das Individuum seinen 
ersten Revierbereichs-Konflikt bekommt etc. etc. 

Wir haben auch gehort, daB die Links- und Rechtshandigkeit daruber ent- 
scheidet, welche Seite die Mutter/Kind oder Kind/Mutter-Seite ist und wel- 
che die Partner-Seite. 

Alles das meine ich aber nicht, wenn ich folgendes feststelle: 

• Wenn ein rechtshandiger Mann einen jahrelangen Revier-Konflikt in 
Aktivitat hat und einen Verlust-Konflikt erleidet mit einer Losung, dann 
wird er, sofern die Hodenzyste groB genug ist, eine zwangsweise „Biolo- 
gische Losung" seines Revier-Konfliktes „erleiden" (z.B. als „Zweit- 
wolf ), an der er mit groBer Wahrscheinlichkeit durch einen Linksherz- 
infarkt sterben wird. Sein HH liegt rechts-cerebral. 

• bei entsprechender Konstellation, also bei jahrelang aktivem Revier- 
Konflikt und gelostem frischem Verlust-Konflikt und Hodenzyste, d.h. 
mit einer groBen Testosteron-Anflutung, kann dem Linkshander nichts 
passieren. Sein Revierkonflikt-HH liegt ja links-cerebral. Und obgleich 
er nunmehr viel mannlicher wird, bleibt die biologische Zwangslosung 
des Revier-Konfliktes, wie sie beim Rechtshander zwangslaufig erfolgt, 
a u s ! Dadurch, daB die linke weibliche Seite durch den Konflikt ge- 
schlossen ist, wird er noch mannlicher als ein Rechtshander: super- 
mannlich! 

• bei der rechtshandigen Frau mit jahrelangem hangendem solitaren (also 
keine Schizo-Konstellation) sexuellen biologischen Konflikt erfolgt nach 
einem gelosten Verlust-Konflikt mit Eierstocks-Zyste und nach Indurati- 
on dieser Zyste mit starkem Anstieg der Ostrogene, eine zwangsweise 
Losung des SBS durch die hohen Ostrogene. Der HH liegt ja links- 
cerebral. 



303 



Eine solche Patientin kann daran leicht sterben (Rechtsherz-Infarkt mit 
Lungenembolie). 
im vergleichbaren Fall passiert der linkshandigen Frau nichts. Obwohl 
sie nunmehr viel weiblicher wird, oder gerade darum, lost sie ihren sexu- 
ellen Konflikt, der ja rechts-cerebral gelegen ist, n i c h t. 

Schematischer CT-Schnitt durch das 
GroBhirn 



links-L-ertbraler 
Revicr-Bere-ich 



rechls>-eeret>ra!f?r 
Revier-Bereich 




Wir konnen also feststellen: 

Ein Anstieg der Ostrogene bringt nur auf der linken Hemisphare einen sexu- 

ellen Konflikt zur biologischen Zwangslosung. 

Ein Anstieg der Testosterone durch eine indurierte Hodenzyste kann nur 
einen Revier-Konflikt auf der rechten Hemisphare zur Biologischen 
Zwangslosung bringen. 

Mit allem Vorbehalt konnte man deshalb die linke Hemisphare mehr weib- 
lich nennen und die rechte Hemisphare mehr mannlich. 

Das Ganze gilt aber nur fur den Revierbereich, sowohl links als auch 
rechts. 



304 



12 Das Konfliktrezidiv 

Das echte Konfliktrezidiv, also das Zuriickkehren des gleichen urspriingli- 
chen Konfliktes, ist eines derjenigen Dinge, die ich am allermeisten furchte. 
Ich habe zu viele Menschen daran sterben sehen. 

Es ist auch ohne Hamer kein Geheimnis, daB z.B. kaum ein Patient einen 
Re-Infarkt, einen Wiederholungsinfarkt, iiberlebt. Seit wir aber nunmehr 
deutlich im Gehirn auf unseren Hirn-CTs sehen konnen, welche Miihe der 
Organismus hat, seinen Computer Gehirn zu reparieren, konnen wir ermes- 
sen, wie schwierig es ist, gleichsam eine in Heilung befindliche oder gerade 
geheilte Wunde wieder aufzureiBen. Sie heilt viel schwieriger und langsamer 
als beim ersten Mai. 

Stellen wir uns die Hirnzellen wie ein milliardenfaches riesiges Maschen- 
gitterwerk vor, dann miissen wir uns ja auch vorstellen konnen, welche ver- 
schiedenen Anderungen sich da abspielen, wo ein Hamerscher Herd heilt: 

a) es bildet sich ein intra- und perifocales Oedem. Dabei werden die Synap- 
sen der Hirnzellen stark gedehnt. Trotzdem behalten sie ihre Funktion 
bei. Bei Ende der Heilphase miissen diese Dehnungen wieder ruckgangig 
gemacht werden, wieder ohne daB die Funktion darunter leiden darf. 

b) Offensichtlich wird die Isolierung der Hirnzellen wahrend der konflikt- 
aktiven Phase der Dauer-Sympathicotonie stark in Mitleidenschaft gezo- 
gen. Der Organismus repariert das auf erstaunlich einfache und sinnvol- 
le, sowie effektive Weise, indem er eine Zusatzisolierung durch Gliazel- 
len in das Gitterwerk der Hirnzellen einlagert. Das ist das, was die Neu- 
rochirurgen als „Hirntumoren" fehldeuten. 

Auch wahrend dieses Vorgangs muB die Funktion des Areals stets gesichert 
bleiben. 

c) Nicht nur muB die Funktion fur das zugehorige Organ gesichert bleiben, 
sondern der Hamersche Herd schaltet quasi dem Krebstumor das Licht 
aus und iibergibt ihn den zustandigen Spezialbakterien zum Abraumen. 

Werden nun diese Vorgange und Funktionen, die die Natur ja in vielen 
Jahrmillionen eingeubt hat, dadurch gestort, daB der sog. „Ziehharmonika- 
Effekt" eintritt, daB also in kurzer Zeit die Synapsen gedehnt und ge- 
schrumpft werden - zusatzlich iiber die schon normale epileptische Krise 
hinaus - dann kommt irgendwann der Punkt, wo das Gehirn uberfordert ist 
und nicht mehr mitmacht. Das ganze muhsam aufgebaute Kartenhaus stiirzt 
wieder zusammen, und der Schaden ist arger als zuvor, wenn wahrend oder 
kurz nach der Heilungsphase ein Konfliktrezidiv eintritt. 



305 



Aus diesen Griinden ist ein echtes Konfliktrezidiv meiner Meinung nach 
sogar gefahrlicher als ein Zweitkrebs, je nachdem natiirlich, an welchem Ort 
im Gehirn der Hamersche Herd gelegen ist. 

Es kommt noch etwas hinzu: Der Patient hat an der psychischen Kon- 
fliktnarbe gleichsam seine psychische Achillesferse, seinen schwachen 
Punkt. Der gleiche Konflikt zieht ihn quasi magisch an, bzw. er tappt immer 
wieder in die gleiche Falle, selbst wenn er das weiB. Ich habe lange uberlegt, 
ich bin zu der Ansicht gelangt, daB das von der Natur so geplant ist. Denn 
der Hirsch, der sein Revier an den jungen Hirsch verloren hat, hat quasi in 
seinem Programm, daB er sich dem Eindringling nochmals stellen muB. 
Denn nur das kann ja der Sinn der Dauer-Sympathicotonie sein, daB der 
Hirsch in die Lage versetzt werden soil, „seine Chance zu wahren" und sein 
Revier noch einmal zuriickzuerobern. Wenn iiberall „geschlagene Hirsche" 
durch die Walder irren wurden, wurde das nur Chaos in die „Hirschord- 
nung" bringen. So ahnlich miissen wir uns das wohl auch beim Menschen 
vorstellen. Ich habe so unendlich viele todlich verlaufene Konfliktrezidive 
gesehen, die vom Logisch-Rationalen vollig unnotig und unsinnig gewesen 
sind, daB sich mir diese Ansicht formlich aufgedrangt hat. 

Die gefahrlichste Zeit, das Konfliktrezidiv zu erleiden, ist, wie wir nach 
dem Gesagten sicher gut verstehen konnen, nicht der Beginn der pel-Phase, 
sondern das Ende der Heilungsphase oder sogar der Beginn der Normalisie- 
rungsphase. Dann reiBt das Konfliktrezidiv die alte Wunde auf alien drei 
Ebenen vollig auf und fuhrt zudem noch zum „Ziehharmonika-Effekt" auf 
der Gehirnebene. Oft erreicht der Patient dann sogar noch die zweite Hei- 
lungsphase. Aber dann schieBt das erneute Oedem so gewaltig in und um 
den Hamerschen Herd ein, daB der Patient in kurzester Zeit daran sterben 
kann - meist in der epileptischen oder epileptoiden Krise, die in diesen Fal- 
len sehr viel friiher als sonst erfolgen kann. 

Hierzu ein kurzes Beispiel: 

Eine rechtshandige Patientin nach der Menopause hatte mehrere Konflikte, 
die hier der Ubersichtlichkeit wegen nicht besprochen werden sollen. Sie 
hatte alle organischen Symptome iiberstanden, eines nach dem anderen. 
SchlieBlich erlitt sie ein DHS bei einem schweren Streit mit dem Ehemann, 
wobei es um die beruhmte bose Schwiegermutter ging, die angeblich tagaus, 
tagein die Patientin terrorisiert hatte. Einige Zeit danach starb die Schwie- 
germutter. Kurz darauf wurde das Leber-Gallengangs-Ca entdeckt. 

Die Patientin erlitt ein neues DHS, weil sie sich sagte: „Der Krebs holt 
mich ein. Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit ...". Die Angst saB ihr 



306 



buchstablich im Nacken und entsprechend erlitt sie einen „Angst-im- 
Nacken-Konflikt". 

Die Arzte lehnten jede weitere Behandlung ab, weil sie glaubten, der ganze 
Korper sei nun voll mit sog. „Metastasen". Der Arger-Konflikt mit Gallen- 
gangs-Ulcera-Ca war durch den Tod der Schwiegermutter zwar etwas ent- 
scharft, aber der Ehemann nahm jetzt, weil er seine Frau fur den Tod seiner 
Mutter verantwortlich machte, erst recht deren Partei, und der Kampf war 
eben weiter in vollem Gange. 

Die Patientin kam zu mir und fragte mich um Rat. Ich sagte: „Sie konnen 
nur iiberleben, wenn Sie eine lange Zeit wegziehen von Ihrem Mann zu Ihrer 
Mutter, wo Sie ganzlich aus dem Konfliktturm heraus sind. Und dann brau- 
chen Sie auch keine Angst mehr zu haben." 

Die Patientin befolgte diesen Rat. Zuerst war sie sehr schlapp und mude, 
aber nach etwa 4 Monaten konnte sie wieder arbeiten und den Haushalt 
ihrer Mutter machen. Sie fuhlte sich vollstandig wohl. Die halberwachsenen 
Kinder waren bei dem Vater zu Hause geblieben, weil fur die bei der Oma 
kein Platz war. 

Eines Tages, zum ersten Mai nach 7 Monaten, wollte die Patientin ihre 
Tochter besuchen in ihrem eigenen Haus. Sie glaubte, der Ehemann sei weg. 
Als sie aber in der Kiiche stand, kam plotzlich unvermutet der Ehemann, 
sagte kein Wort, sondem lief immer nur um sie herum, provozierend, vor- 
wurfsvoll, aggressiv. Die Patientin erlitt ein Rezidiv-DHS. Zwei Tage spa- 
ter rief sie mich an. Sie war vollig verzweifelt. Nach dem DHS war sie in- 
nerhalb von Stunden vollig ikterisch (gelb) am ganzen Korper geworden. 
Sie konnte nichts mehr essen, brach standig grime Galle. Innerhalb von 2 
Tagen hatte sie schon 4 kg an Gewicht abgenommen. Die Arzte wollten sie 
nunmehr sofort unter Morphium legen, denn das sei nun der Anfang vom 
Ende. Ich beruhigte sie und sagte ihr, ich hatte sie damals davor dringend 
gewarnt. Aber da es nur relativ kurz gedauert habe, das Konfliktrezidiv, sei 
ich sicher, wenn sie jetzt wie vorher zu Hause bei ihrer Mutter bleiben wiir- 
de und sich nicht in Panik bringen lassen wurde, dann sei der Spuk auch 
nach spatestens einer Woche wieder vorbei. 

Genauso war es. Nach etwa 10 Tagen rief sie mich nochmals an und be- 
richtete, der Ikterus habe ganz bald abgenommen, und nun ginge es ihr 
schon wieder relativ gut. Nur schlapp und mude sei sie, habe aber wieder 
guten Appetit. Da sie ja genau wisse, wie das beim letzten Mai gelaufen sei, 
habe sie auch keine Panik mehr. Sie laufe schon wieder in der Wohnung 
herum. Die Arzte konnen jetzt nicht verstehen, warum sie kein Morphium 

Ikterus = Gelbsucht 



307 



braucht. Jemand, der funferlei Sorten sog. „Metastasen" hat, der kann doch 
vermeintlich gar nicht wieder gesund werden. Doch man kann! 

Ich will euch aber auch einen Fall schildern, der todlich endete. Ein Patient 
erlitt ein DHS, als seine Frau an einem DarmverschluB operiert war und 
nach wenigen Tagen ein zweites Mai operiert werden muBte. Der Ehemann 
tobte vor Zorn und Arger, weil er glaubte, daB der Chirurg „gepfuscht" 
hatte. Wahrscheinlich war es ein paralytischer Ileus 205 gewesen und der 
Chirurg hatte gar nichts dafiir gekonnt. Aber der Ehemann sah das anders 
und sah den Chirurgen als schlechten Handwerker. Der ganze Arger dauerte 
6 Wochen, bis die Frau aus dem Krankenhaus entlassen wurde, nach weite- 
ren 14 Tagen hatte sich der Mann beruhigt, der Konflikt war gelost. Da 
stellte man bei ihm ein Leber-Karzinom fest, weil sein Leib durch einen 
beginnenden Aszites dicker wurde. (Der Aszites ist die pel-Phase eines Kon- 
fliktes der Attacke gegen den Bauch - fur die Ehefrau - mit vorangegange- 
nem Peritoneal-Mesotheliom). 

Nach einigen Irrwegen durch die Schulmedizin, die ich hier nicht schildern 
will, ging der Aszites wieder zuruck, das Leber-Ca war deutlich in Heilung 
begriffen. Er war noch schlapp und mude, konnte aber schon wieder gehen, 
fuhlte sich wieder einigermaBen wohl. Ich pflege niemals Bescheinigungen 
iiber voraussichtliche Verlaufe auszuschreiben, weil das Leben allzuoft 
Haken schlagt und die unwahrscheinlichsten Dinge passieren, die man nie 
fur moglich gehalten hatte. In diesem Falle habe ich mal eine Ausnahme 
gemacht und dem Patienten fur seine Krankenkasse geschrieben, daB der 
Patient nach meiner Erfahrung mit allergroBter Wahrscheinlichkeit von 
diesem Leberkrebs genesen wurde. 

Da geschah genau das, was nicht geschehen durfte und eigentlich nach 
menschlichem Ermessen auch nicht geschehen konnte. Der Gynakologe 
untersuchte die Ehefrau des Patienten und meinte, dort einen „Tumor" ent- 
deckt zu haben. Sie wurde dann sofort ins Krankenhaus aufgenommen und 
operiert. Das ganze stellte sich als Irrtum und Fehlalarm heraus. Aber der 
Patient, kaum halb genesen, tobte und geriet augenblicklich in Panik („Der 
alte Pfusch!"). Er erlitt ein zwar kurzes, aber sehr schweres Konfliktrezidiv, 
genau in der alten Narbe. Die Losung dieses Konfliktes hat der arme Mann 
nicht iiberlebt. Leider hatte die Ehefrau das System der Neuen Medizin 
nicht verstanden. Und als man mich anrief, war „das Kind schon in den 
Brunnen gefallen". 



205 Ileus = Stoning der Darmpassage infolge Darmlahmung oder DarmverschluB 



308 



13 Die Konflikt-Schiene 

In der Biologie herrschen Gesetze, die wir, seit wir uns angewohnt haben 
„psychologisch" zu denken, nicht mehr verstehen konnen, die wir jedoch, 
wenn wir wieder gelernt haben bio-logisch zu denken, sehr gut begreifen 
konnen. Zu dieser biologischen Art zu denken, gehort das Verstandnis der 
Konflikt-Schiene. 

Wir heutigen, durch unsere Zivilisation verbildeten Menschen, empfinden 
dieses „Schienen-Denken" geradezu als „krankhaft", wir sprechen dann von 
Allergie, die es zu bekampfen gelte. Wir sprechen von Heuschnupfen, 
Asthma, Neurodermitis, Psoriasis etc. und bezeichnen damit wahllos ver- 
schiedene Konflikte in ganz verschiedenen Phasen mitsamt ihren korperli- 
chen Symptomen. Es findet sich also ein ziemliches Durcheinander, in das 
wir hier etwas Ordnung bringen wollen: 

AuBer der eigentlichen DHS-Schiene gibt es noch „Nebenschienen". Das 
sind Begleitumstande oder Begleitmomente wesentlicher Art, die zum Zeit- 
punkt des DHS dem Organismus als wesentlich in Erinnerung geblieben 
sind. Dies konnen z.B. Geriiche, bestimmte Farben oder Gerausche sein. Es 
kann pro DHS eine Begleitschiene sein, es konnen aber auch 5 oder 6 Be- 
gleitschienen gleichzeitig vorkommen. Es ist unerheblich, ob wir diesen 
Begleitschienen spater „psychologisch" Bedeutung beimessen oder nicht, sie 
sind einfach einprogrammiert. 



13.1 Fallbeispiel: Heuschnupfen 

Als man noch das frisch gerechte Heu zu sog. Heuhocken aufhaufte, um es 
noch etwas trocknen zu lassen, ohne daB der Tau das Heu wieder naB 
machte, war solch ein innen hohler Heuhocken besonders auf dem Lande, 
die romantischste, billigste und deshalb beliebteste Moglichkeit fur die erste 
korperliche Liebe. Passierte dabei, was haufig vorkam, ein groBeres oder 
bedeutsames Malheur, dann erinnerte der Geruch des frischen Heus die 
beiden Liebenden stets an die damals stattgefundene Katastrophe. Die Kata- 
strophe war aber nicht immer fur beide eine Katastrophe, eben auch nicht 
unbedingt fur beide ein DHS, oftmals nur fur einen der beiden. Wir spra- 
chen dann von einem Heuschnupfen oder einer Heuallergie. Man braucht 
ubrigens fur den Heuschnupfen - der Heuschnupfen ist naturlich schon wie- 
der die Heilungsphase - nicht unbedingt Pollen des Heus, sondern wenn wir 



309 



z.B. einen Bauern beim Heuernten im Fernsehen erleben, hat es den gleichen 
Effekt. 

Das Besondere, was uns ja normalerweise in der Natur besonders helfen 
soil, ist nun, daB wir von jedem „Hauptschienen-Konfliktrezidiv" natiirlich 
augenblicklich auf jede einzelne oder sogar alle „Nebenschienen" aufsetzen 
konnen, daB wir aber auch von jeder Nebenschiene sowohl auf die Haupt- 
schiene als auch auf andere oder alle Nebenschienen aufsetzen konnen. 

Selbstverstandlich haben alle Nebenschienen auch einen entsprechenden 
selbstandigen Konfliktaspekt, einen eigenen Hamerschen Herd im Gehirn 
und eine entsprechende Organveranderung. 

Im obigen Beispiel des Heuschnupfens bekommt die Partnerin, sofern sie 
damals ein DHS erlitten hatte, vor jedem Heuschnupfen meistens auch 
gleichzeitig wieder ein Rezidiv des sexuellen Konfliktes mit Gebarmutter- 
hals-Ca. Macht sie also ahnungslos ihren Urlaub zur Zeit der Heuernte auf 
einem Bauernhof, dann ist sie erstaunt, daB anschlieBend einmal die Periode 
ausbleibt. Das Konfliktrezidiv ist natiirlich genauso schnell wieder gelost, 
sobald sie wieder zu Hause ist und keine Heuernte mehr sieht, Aber eine 
neue Katastrophe droht, wenn sie dann zufallig zum Gynakologen geht und 
der ein beginnendes Gebarmutterhals-Karzinom feststellt. 

Ich verpflichte deshalb alle meine Schuler, das DHS ganz besonders sorg- 
faltig zu untersuchen mit alien Begleitschienen, sowohl den optischen, den 
akustischen, Geruchs schienen, Beriihrungsschienen etc. 

Immer aber miissen sie im Auge behalten, daB das alles keine Storungen 
sind, wie wir fruher die sog. Allergien aufgefaBt hatten, sondern echte und 
gute Gedankenstiitzen, die den Organismus auf eine fruher erlittene Art von 
Katastrophe aufmerksam machen sollen! 

Nicht genug damit, daB wir die Begleit- oder Nebenschienen herausgefun- 
den haben, sondern wir miissen sie dem Patienten geduldig erklaren und 
zwar so, daB er sie in Zukunft schmunzelnd begriiBt und keinerlei Panik 
dabei bekommt aber auch weiB, daB der eigentliche Konflikt noch nicht 
richtig gelost ist. In einer Zeit, in der es nur „Symptom-Medizin" gab und 
jedes auffallige Symptom als „Krankheit" mit Therapie-Notwendigkeit (!!) 
gait, ist diese Arbeit oft gar nicht so leicht. Bei Patienten, die die Neue Me- 
dizin nicht begreifen wollen oder konnen oder diirfen, ist es sogar vergebli- 
che Miihe. 



310 



13.2 Fallbeispiel: Flug Senegal-Brussel 

Ein Ehepaar fliegt aus dem Senegal nach Briissel. Wahrend des Fluges er- 
leidet der Ehemann einen Herzinfarkt. Katastrophe! Er ist kalkweiB, 
schnappt nach Luft, liegt auf dem Boden im Gang des Flugzeuges. Seine 
Ehefrau rechnet jeden Moment damit: Er wird sterben! Er stirbt aber nicht. 
Man landet in Briissel, er wird ins Krankenhaus gebracht und wird wieder 
gesund. 

Nicht nur der Flug war fur die Ehefrau die Holle, auch die nachsten drei 
Wochen sind furchtbar. Sie nimmt an Gewicht ab, kann nicht mehr schla- 
fen, hat standig Angst um das Leben ihres Mannes. 

Biologisch gesehen hat sie einen Todesangst-Sorge-Konflikt (fur einen an- 
deren) erlitten. Nach diesen furchtbaren drei Wochen beruhigte sie sich 
schlieBlich und es kam zur Conflictolyse. Die Patientin hatte das Gliick, aus 
Afrika Tbc-Mykobakterien mitgebracht zu haben. Sie schwitzte die nach- 
sten drei Wochen nachts, besonders gegen Morgen teilweise funf Nacht- 
hemden durch, hatte leichtes, nachtliches Fieber. In der Lunge hatte sie ei- 
nen Rundherd (Adeno-Karzinom der Alveolen), der nun durch die Tuberkel- 
Bakterien verkaste und abgehustet wurde mit dem Restzustand einer kleinen 
Kaverne, sog. partiellem Lungen-Emphysem. 

In der Folgezeit erlitt die Patientin mehrfach solche Schwitzperioden, mal 
kiirzer, mal langer. Unmittelbar zu Beginn einer weiteren, langeren 
Schwitzperiode fand man ein Adeno-Karzinom der Lunge, bevor die saure- 
festen Stabchen (Tbc) noch Zeit hatten, den „Tumor" zu verkasen und aus- 
husten zu lassen. Nun gait die Patientin als schwer „lungenkrebskrank". 
Man wollte „sicherheitshalber" den einen Lungenflugel herausoperieren, 
dazu Chemo, Bestrahlung und die iiblichen MaBnahmen ..Als man aber 
auch auf der anderen Seite weitere Rundherde entdeckte, wurde die Patien- 
tin als inkurabel bezeichnet und ihr der baldige Tod vorausgesagt. 

Da die Neue Medizin in Belgien einigermaBen bekannt ist, fand sich ein 
Arzt, der der Patientin sagte, seiner Meinung nach konne nur der Dr. Hamer 
solche schwierigen Falle losen. So kamen sie denn zu mir. 

Der Fall war wirklich nicht ganz leicht aufzuklaren, denn die Patientin 
hatte eine etwas auBergewohnliche Schiene. Als wir die gefunden hatten, 
war der Rest nur noch Routine. 
Welche Schiene hatte Sie? 

Der Todesangst-Sorge-Konflikt war nicht schwer herauszufinden. Das 
DHS war so dramatisch gewesen, daB man es iiberhaupt nicht iibersehen 
konnte. Es schien mir hochst wahrscheinlich, daB der Ehemann erneute 
Herzanfalle (Angina pectoris) oder sonstige kritische Situationen erlitten 



311 



haben muBte, bei denen die Ehefrau (Patientin) wieder Todesangst um ihn 
ausgestanden haben muBte. Wenn das der Fall gewesen ware, hatte alles 
ohne Wenn und Aber gestimmt. Aber - die Ehefrau bestritt ganz energisch: 
Nein, dem Mann gehe es gut, er habe nie mehr einen Anfall gehabt, er sei 
vollig gesund, mit dem Flugzeug geflogen sei er auch nicht mehr. 

Da kam mir der rettende Gedanke: „Ist vielleicht sonst jemand von ihrer 
Familie mit dem Flugzeug geflogen?" „Das ja, Herr Doktor, aber es ist 
nichts passiert dabei. Aber wenn Sie so fragen, da fallt mir ein: Die letzte 
Schwitzperiode hatte ich, nachdem meine Tochter von ihrem dreiwochigen 
Teneriffa-Urlaub zuriickgekehrt war. Meinen Sie, das konnte damit zusam- 
menhangen? Allerdings erinnere ich mich, daB ich die gesamte Zeit, in der 
sie mit Mann und Kindern weg war, nachts nicht schlafen konnte, auch 
etwas Gewicht abgenommen habe und immer daran dachte: 'Wenn sie nur 
erst schon wieder zuriick waren!"' 

Der Rest war wieder Routine: Es lieB sich sehr exakt rekonstruieren, daB 
die Patientin jedesmal, wenn irgendein Familienmitglied (Schwester oder 
Kinder) mit dem Flugzeug unterwegs war, eine panische Angst hatte, die sie 
sich bei „vernunftiger" Uberlegung gar nicht erklaren konnte. Und immer, 
wenn das Familienmitglied wieder zuriickgekehrt war, hatte sie ihre Nacht- 
schwitz-Periode gehabt. Und jetzt hatte gerade wieder eine langere Nacht- 
schwitz-Periode mit subfebrilen Temperaturen und Husten begonnen. Da 
hatte man ein Rontgenbild gemacht und die Sache entdeckt. 

Die zweite Schiene des Gleises war ... das Flugzeug! 

So, wie ein Eisenbahngleis aus 2 Schienenstrangen besteht, auf denen der 
Zug fahrt, so hatte die Patientin bei dem dramatischen Herzinfarkt des 
Ehemannes auf dem Flug vom Senegal nach Briissel 2 Konflikt- 
Komponenten erlitten: 

1. den Todesangst-Sorge-Konflikt um den Ehemann wegen des Herzin- 
farktes 

2. den Flugzeug-Angst-Konflikt, da sie im Flugzeug so hilflos gefangen 
saBen. 

Beide Komponenten waren seither komplex miteinander verbunden und bei 
jeder einzelnen der beiden Komponenten rastete augenblicklich der Todes- 
angst-Sorge-Konflikt ein. Wir hatten auch sagen konnen: Seither war sie 
allergisch auf Herzinfarkte und Herzanfalle (die aber glucklicherweise nicht 
passiert waren) und - Flugzeuge! 

Die Therapie bestand darin, der Patientin die Zusammenhdnge bewuBt zu 
machen, die Ursachen abzustellen und ansonsten ... gar nichts zu tun, son- 
dern Mutter Natur moglichst nicht zu storen. Das heiBt: Die Patientin 



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schwitze nochmals in der Nacht 3-4 Wochen lang, dann waren keine Lun- 
genrundherde mehr zu sehen, nur noch kleine Kavernen. Der Patientin geht 
es heute gut. 



13.3 Fallbeispiel: Am Steuer eingeschlafen 

Ein Mann fuhr nachts um drei Uhr auf der Autobahn zwischen Briissel und 
Aachen. Bei Luttich, kurz vor der Maasbriicke schlief er am Steuer ein. 
Nach etwa einem Kilometer wachte er erschrocken davon auf, daB der Mo- 
tor ein anderes Gerausch machte, weil der FuB das Gaspedal nicht mehr 
driickte. Er erlitt den Konflikt: „Ich traute meinen Ohren nicht". 

Augenblicklich hatte er einen Tinnitus 206 im linken Ohr. Von da ab bekam 
er eine Zeitlang den Tinnitus regelmaBig 

1. wenn er morgens aufwachte und 

2. immer, wenn er Auto fuhr und den Motor drosselte, also bei einer be- 
stimmten Gerausch-Frequenz. 



13.4 Fallbeispiel: Die uberfahrene Katze 

Ein Autofahrer uberfuhr unglucklicherweise eine Katze. Er stieg aus, um zu 
sehen, ob sie vielleicht doch noch am Leben sei und ihr vielleicht noch zu 
helfen sei. Aber sie war „mausetot". „Oh Gott", dachte er, „das arme Kat- 
zenviecherl, wie ist das nur passiert". Es fuhr ihm ein riesiger Schock in die 
Glieder, wie er die arme, tote Katze so liegen sah. 

Ein Jahr spater lief ihm eine streunende Katze zu, die seine Frau spontan 
aufnahm und die beide bald in ihr Herz schlossen. Am Feierabend pflegte er 
sie zu streicheln. Alles war in Ordnung ..., solange die Katze piinktlich nach 
Hause kam. Kam sie aber zu spat, dann erlitt er augenblicklich eine „Aller- 
gie" auf das Nichtvorhandensein der Katze. Denn jedesmal tauchte dann 
wieder das Bild von der armen, totgefahrenen Katze vor ihm wieder auf. Er 
kam dann jedes mal in Panik: „Unserer Katze wird doch nicht ..., nein nicht 
auszudenken, wenn sie irgendwo auf der StraBe liegt, wie die arme Katze 
damals ..." 

Kam die Katze dann nach Hause, so bekam er jedesmal eine ausgedehnt 
akute „Hautallergie", d.h. die Haut an Handen, Armen und Gesicht war 



Tinnitus = Ohrgerausche 



313 



ganz rot angeschwollen, in Wirklichkeit eine Heilung der voraufgegangenen 
kleinen Haut-Ulcera. Der Hautallergietest ergab: Eindeutig Katzen-Allergie! 
Wir hatten bisher geglaubt, das seien alles Krankheiten, die dringend be- 
handelt werden muBten. Diese Sicht ist jedoch vollig einseitig, denn es sind 
die Reste unserer Instinkt-Fahigkeiten. Es waren jeweils Alarmsignale vor- 
ausgegangen, beim Asthma bronchiale oder Asthma laryngeale sind es je- 
weils zwei aktive Alarmsirenen, die uns sagen wollen: Vorsicht, da ist doch 
damals was passiert. Oder: Bei dieser Kombination muBt Du aufpassen! 

Auch dazu wieder zwei kurze Beispiele: 



13.5 Fallbeispiel: Der Boxer im Lieferwagen 

Wir waren mit unserem Lieferwagen in den Park gefahren und dort mit 
unseren beiden Boxerhunden (Parchen) spazieren gegangen. Nach dem Spa- 
ziergang sollten sie im Wagen noch einen Moment warten, bis wir rasch 
noch eine Tasse Kaffee getrunken hatte. Da es warm war, lieBen wir die 
Fensterscheibe halbhoch offen. Noch nie waren die Hunde aus dem Fenster 
gesprungen. Diesmal aber kam wohl ein besonders unverschamter und klaf- 
fender Artgenosse vorbei, der augenblicklich verjagt werden muBte. Ge- 
dacht getan. Der Boxerriide von vier Jahren springt mit einem gewaltigen, 
eleganten Sprung durch das halbgeoffnete Fenster des Lieferwagens. Die 
sechs Jahre altere Boxerhundin will es ihm nachmachen, aber die alte Dame 
kommt nicht so elegant nach, bleibt mit ihrer etwas dickeren Taille hangen, 
iiberschlagt sich und landet auf ihrem Hundepopo. Sie trug dann einen Bek- 
kenbruch davon, an dem sie drei Monate laborierte. 

Von da ab war sie nicht mal mit dem schonsten Leckerbissen dazu zu 
verleiten, nochmals in den Lieferwagen einzusteigen. Sie ging bis zur Tiire, 
aber dann drehte sie sich entschlossen um: „Herrchen, die Wurst mochte ich 
zwar sehr gerne, aber in den Lieferwagen steige ich nicht noch einmal ein, 
denn da kann man rausfallen ..." 

Was einer Boxerhundin nie passieren wurde, das passiert uns Menschen 
alle Nas' lang. 



314 



13.6 Fallbeispiel: Ein Auffahrunfall nach dem 
anderen 

Eine Speditions-Chefin erlebte einen Auffahrunfall mit ihrem PKW. Es fuhr 
ihr ein Bus von hinten auf ihren Wagen auf Sie sah den Bus im Ruckspie- 
gel „auf sich zurollen". Da sie Linkshanderin ist, erlitt sie bei diesem 
Schreckangst-Konflikt und Frontalangst-Konflikt (hier Ohnmachtigkeits- 
Konflikt: „Ich konnte nichts machen!") die entsprechenden Hamerschen 
Herde rechts frontal. Als die Sache endlich aus der Welt geschafft war, 
einschlieBlich sog. Schleudertrauma und Versicherungsabwicklung, fand 
man glucklicherweise nicht - trotz Hustens das zugehorige Bronchialkarzi- 
nom und die zugehorigen Kiemenbogen-Zysten, dafur aber die beiden Ha- 
merschen Herde im Gehirn. Sie wurden natiirlich sofort zu „Hirntumoren" 
erklart und herausoperiert. Das war 1982. Einige Jahre spater erlitt sie fast 
exakt den gleichen Unfall, nur war es diesmal kein Bus. Es lief alles fast 
identisch ab, wie beim ersten Mai. In der neurochirurgischen Klinik sagten 
die Arzte, der Tumor rechts frontal sei nachgewachsen. Wieder wurde die 
Patientin operiert. Das ganze passierte noch ein Drittes Mai und sie wurde, 
nachdem sie den Konflikt wieder gelost hatte zum dritten Mai an der glei- 
chen Stelle operiert, weil der „Hirntumor" schon wieder nachgewachsen sei. 

In der letzten Zeit hatte sie mehrere „Fast-Auffahrunfalle" erlebt. Inzwi- 
schen ist sie allergisch auf Auffahrunfalle. Einige Male war es „ganz 
knapp" gewesen. Und jetzt soil sie zum vierten Mai operiert werden, samt 
Chemo und Bestrahlung diesmal, denn diesmal hatte man Kiemenbogen- 
Zysten und Lungenveranderungen gefunden, die man zu „Metastasen" des 
„Hirntumors" erklarte. Da lernte sie glucklicherweise die Neue Medizin 
kennen. 

Jetzt fahrt die Patientin konsequent nicht mehr selbst Auto. 

Die Schiene in der Neuen Medizin bedeutet, daB ein Patient - gleich Mensch 
oder Tier - der einmal einen biologischen Konflikt erlitten hat, sehr leicht 
wieder auf die Schiene gerat, wenn es zu einem Rezidiv kommt. Das Rezi- 
div kann dabei sogar aus nur einer Komponente des Konfliktes (siehe 
„Flugzeugallergie") bestehen. Schon das genugt, um das voile Konfliktrezi- 
div auszulosen. Solche Konfliktrezidive verlaufen an unserem intellektuellen 
Verstehen vorbei. Wir konnen sie nur intuitiv erfassen und vermeiden. Das, 
was wir Menschen erst nach der dritten Operation richtig machen („aus 
Schaden klug geworden"), macht das Tier gleich nach dem ersten Mai rich- 
tig, instinktiv! 



315 



Wir miissen eine ganz neue Dimension des Denkens kennenlernen, eine 
Art des intuitiven biologischen Erfassens. Die biologischen Konflikte holen 
uns in die rauhe Wirklichkeit zuriick. Besonders das Tier. Aber auch im 
Grunde fur uns Menschen geht es ja eigentlich dabei stets um Leben und 
Tod! 



13.7 Fallbeispiel: NuBallergie 

Nachfolgenden Fall, den mir eine Patientin geschickt hat, veroffentliche ich 
dankbar und gerne mit ihrer ausdrucklichen Erlaubnis, samt Namen und 
Bild, weil ich ihn sehr originell und instruktiv finde. 

Ottilie Sestak 
16. Juni 1998 




Meine NuRallergie 

Ich bin am 21. September 1941 mittags um 11.30 Uhr in Oberndorf am 
Neckar geboren und Rechtshdnderin. 

Solange ich mich iiberhaupt zuriickerinnern kann, litt ich unter Aphthen 
im Mund. Nur wer selbst solche „Biester" hatte, kann nachempfinden wie 
weh diese tun. Zwei, drei oder vier - manchmal so groE wie der Nagel am 
kleinen Finger - waren keine Seltenheit. 

Als Kind meinte der damalige Hausarzt in Oberndorf, es sei Vitamin B- 
Mangel, aber die verschriebenen Tropfen halfen nichts. Spater - mittler- 
weile wohnten wir in Radolfzell am Bodensee - erklarte man mir, daft es 
mit der Pubertat zu tun hat. Am 5 August 1961 habe ich dann geheiratet 
und wurde am 7. Juni 1972 geschieden. Da ich nach meiner Unterleib- 
soperation 1970 - Tumor am rechten Eileiter - von Professor O. erfuhr, 
daE ich keine Kinder bekommen kann, da der linke Eileiter nur ein Mus- 
kelgebilde (Geburtsfehler?) ist, der rechte Eileiter durch die Operation 
nicht mehr funktionstiichtig sei und mein fruherer Mann „ eigene Kinder" 
haben wollte, haben wir uns getrennt. 



316 



Als ich dann 1972 (ich habe nach der Scheidung einen „SchluEstrich" 
gezogen und nochmals neu angefangen) - mittlerweile war ich 31 Jahre alt 
- nach Waldbronn zog, nahm ich das Problem Aphthen mal wieder in An- 

griff- 

In der Hautklinik in Karlsruhe besorge ich mir beim Professor ... (den 
Namen weiB ich nicht mehr) einen Termin. Ich trug ihm mein Problem vor 
und er fragte, ob er mir mal etwas zeigen soil. Ich bejahte und er zeigte 
mir zwei Aphthen in seiner Mundschleimhaut. Er verschrieb mir dann eine 
blaue Tinktur, die in der Apotheke zusammengemixt wurde. Sie schmeckte 
dhnlich wie fruher das Malebrin (oder so dhnlich) mit dem man gurgeln 
muEte bei Halsschmerzen. Dem Professor sagte ich dann, daE ich nichts 
zum einpinseln mochte, sondern etwas, daE ich die „Dinger" gar nicht 
mehr bekomme. Daraufhin erzdhlte er mir, daE es sich bei den Aphthen 
wahrscheinlich um eine Erbkrankheit handelt und ich damit leben musse. 
AuEerdem fragte er noch, ob es in der Familie jemanden gibt, der auch 
darunter leidet, was ich verneinen konnte. Es hatte nur mich erwischt. 

Ganz sicher war ich mir jedoch nicht und fragte dann meine Mutter, ob 
sie jemanden in der Familie weiE oder sich erinnern kann, der unter 
Aphthen zu leiden hatte. Sie verneinte dies und damit war fiir mich der 
Fall zundchst wieder einmal erledigt. Der Witz dabei ist, daE meine Mut- 
ter ein paar Tage spdter bei mir anrief - sie wohnte mittlerweile auch in 
Waldbronn, nur zwei StraEen von mir weg - und sagte, ich solle doch mal 
kurz vorbeikommen. Ich kurvte sofort hin und zu meinem Erstaunen zeigte 
sie mir eine Aphthe in ihrem Mund. In dem Moment glaubte ich sogar an 
die „ Erbkrankheit". 

Am 11. August 1979 lernte ich meinen jetzigen Mann Leo kennen, der zu 
meinem Aphthen-Problem immer meinte, dafur musse es doch eine Losung 
geben. Aber weit gefehlt. Alles was ich ausprobierte von Gel uber Salbe 
und Tropfen, Spulungen und Kamille, Salbei, Myrrhe, Schwedenkrduter 
und was weiE ich noch alles - nichts, aber uberhaupt nichts hat geholfen. 
Wenn ich drei oder vier so kleine „weiEe Teufel" hatte, halfen meist nur 
noch Schmerztabletten, denn ich war ja ganztags berufstdtig als Direkti- 
onssekretarin bei der Deutschen Krankenver sicher ung in Karlsruhe und 
muEte tagsuber naturlich auch sehr viel reden und telephonieren. 

Ab 1.1.1997 wurde ich von der DKV in den erweiterten Vorruhestand 
ubernommen. 

Vom 29.3. bis 16.4.94 machten mein Mann und ich eine Rundreise durch 
China von Peking bis Hongkong. Wieder zu Hause stellte ich fest, daE ich 
keine Aphthen hatte. Welch ein Wunder, denn das kam ganz, ganz selten 
vor. 



317 



Plotzlich kam ich auf die Idee, daE die Sache etwas mit dem Essen oder 
dem Reis zu tun hat. Von dieser Stunde an schrieb ich ganz genau auf, was 
ich „unter der Nase" hineinschob. Uberall hatte ich meine Zetteln verteilt, 
damit ich ja nichts vergesse. Irgendwann merkte ich dann, daE, wenn ich 
Niisse gegessen hatte, es besonders schlimm war. Von der Stunde an aE 
ich keine Niisse mehr. Alle Bekannten und Verwandten machten fur mich 
nur noch Kuchen ohne Niisse. Sogar gemahlene Haselniisse oder Mandeln 
in Kuchenteig, Sesam- oder Mohnbrotchen und Sonnenblumen-Brot habe 
ich im Laufe der Zeit „verachtet". Sobald ich mal nicht wie ein „SchieE- 
hund" aufpaEte, war ich schon wieder „gesegnet". So mied ich eben alles, 
was mit Nussen zu tun hatte und sagte mir, daE ich ohne Niisse leben 
kann. 

Fur den 1. Mai 1997 lud ich Heinz B. mit Familie ein. Heinz kenne ich 
schon seit meiner fruhesten Kindheit, denn er wurde am 18. Mdrz 1942 
auch in Oberndorf am Neckar geboren. 

Seine Mutter wohnte zu der Zeit bei Tante Sofie - eine Schwester meiner 
GroEmutter - und ihrer Familie. 

Auf Heinz hatte ich ndmlich ein „ Attentat" vor. Ich wollte ihn bitten, daE 
er am 23. Mai - dem 90. Geburtstag meiner Mutter - in der Uniform der 
Stadtkapelle Oberndorf auf seiner Posaune den Narrenmarsch blast, denn 
wir wollten mit zwei Hansel, einem Narro und einem Schantle - Fas- 
nachtsfiguren aus unserer Heimat - das Geburtstag sprogramm eroffnen. 
Naturlich hatte Heinz sofort zugesagt und sich eine Uniform geliehen, well 
er nicht mehr aktiv bei der Kapelle spielt. Die Freude bei unserer Mutti 
iiber die gelungene Uberraschung war riesig, denn „Fasnet" war fiir sie 
immer etwas ganz wichtiges. 

Kurz bevor Heinz kam, telefonierten wir nochmals miteinander und er 
fragte mich, ob ich schon mal etwas von Dr. Hamer gehort habe, was ich 
verneinte. Er erzdhlte mir die Geschichte vom tragischen Tod seines Soh- 
nes Dirk. AuEerdem sagte er mir, daE seine Schwester mit Dr. Hamer 
zusammenarbeite und er zwei Bucher hat, die er mir mitbringen konne, 
was er dann auch tat. 

Die Bucher las ich dann und machte mir so meine Gedanken. Es waren 
fiir mich keine „spanischen Dorfer", denn ich arbeitete von Februar 1974 
bis September 1976 als Chefsekretdrin in der Neurologie in der Kurklinik 
Reichenbach. Nach der Stddtereform 1972 wurde aus den vier Ortschaften 
Reichenbach, Busenbach, Etzenrot und Neurod der neue Ort Waldbronn. 
Die AlbstraEe gehorte zu Reichenbach. Den Job hatte ich angenommen, 
well ich spater in die Verwaltung des Thermalbades, das im Bau war, 
wechseln wollte. Die Sache zerschlug sich, da der vorgesehene Ge- 



318 



schaftsfuhrer kurz vor der Ubernahme des Thermalbades mit 42 Jahren an 
einem Herzschlag starb und die Verwaltung von der Gemeinde ubernom- 
men wurde. Da die Anamnesen und Krankheitsgeschichten der Patientin- 
nen und Patienten mir psychisch sehr zu schaffen machten, wechselte ich 
am L Oktober 1976 zur Deutschen Krankenversicherung. Bevor ich die 
Stelle in der Kurklinik antrat, hatte ich - auEer meinen eigenen Wehweh- 
chen - noch nichts mit Medizin zu tun gehabt. 

Ich hatte ndmlich in einer Strickwarenfabrik GroEhandelskaufmann ge- 
lernt und nach der Lehre von Mai 1957 bis Juni 1972 bei Schiesser in 
Radolfzell - damals Europas groEter Unterwdschehersteller - gearbeitet. 

Von Juli bis Oktober 1972 arbeitete ich in Munchen als Chefsekretdrin 
beim Herrenausstatter Hofele am Rosenheimerplatz. 

Vom 1.11.72 bis 31.1.74 war ich Sekretdrin beim technischen Direktor 
bei Mann Mobilia in Karlsruhe. Ein Unternehmen mit mittlerweile um die 
20 Mobelhauser. In die Kurklinik wechselte ich dann, well es bei uns im 
Dorfwar und ich nicht mehr nach Karlsruhe zufahren brauchte. 

Nachdem ich „wie von Heinz befohlen" zuerst die beiden Bucher von 
Herrn Dr. Hamer gelesen hatte, sturzte ich mich auf den zusammengefal- 
teten Plan. Ich gestehe, daE ich zwischendurch schon mal einen Blick dar- 
auf geworfen hatte, muEte aber dann wieder daran denken, daE Heinz 
sagte, ich wiirde die Zusammenhdnge erst verstehen, wenn ich die Bucher 
gelesen habe. 

Den Plan breitete ich auf den Tisch aus, kniete mich auf meinen Stuhl 
und begann mein „Studium". Beim Thema Allergie lauteten bei mir alle 
Glocken. Plotzlich war ich davon uberzeugt, daE die Sache mit den Niissen 
„von irgend etwas von fruher" kommen muE. Sofort erzahlte ich es mei- 
nem Leo der dann meinte, daE das gut sein kann. 

Aber woher und von was?? 

Immer wieder uberlegte ich und grubelte - ohne Ergebnis. Eines nachts 
wachte ich auf und plotzlich wuEte ich Bescheid. Ich konnte es kaum er- 
warten bis Leo endlich aufwachte, am liebsten hatte ich ihn sofort ge- 
weckt, tat es dann aber doch nicht. Schlafen konnte ich nicht mehr und 
„lauerte" bis er endlich die Augen aufmachte. Sofort teilte ich ihm mit, 
daE ich weiE woher das mit den Niissen kommt. Er erwiderte ganz ruhig: 
LaE uns zuerst mal fruhstucken und dann erzdhlst du mir alles. Solange 
konnte ich naturlich nicht warten und schon im Nachthemd in der Kuche 
legte ich los. 

In Oberndorf wohnten wir im Hause der GroEeltern an einer Schutzen- 
steige (eine 16%ige Steigung). Im unteren Grundstuck stand ein - fiir 
mei- 



319 



ne Begriffe als Kind - riesiger NuEbaum, von dem ein paar Aste zu uns in 
den Garten hertiberhingen. Es war „bei Strafe 1 ' verboten die Ntisse aufzu- 
heben, denn mit der Besitzerin, eine Frau FuoE, war „nicht gut Kirschen 
essen". Es war wieder einmal Herbst - es muE 1946 oder 1947 gewesen 
sein. Die Ntisse waren reif und gerade aufgebrochen. Meine Schwester, sie 
ist ftinf Jahre alter, und ich schlichen in Richtung NuEbaum. Wir schau- 
ten, ob die „FuoEin" am Fenster ist oder unsere Mutti oder unsere Oma 
herausschaut. Weit und breit war niemand zu sehen. Da rissen wir die 
Ntisse ab, machten ganz schnell die grtinen Schalen weg und warfen sie in 
den Garten von Frau FuoE, da riE diese schon die Fenster auf und schrie: 
„Lasset jo meine NiE en Ruh, sonscht komme!" Im selben Augenblick 
schaute unsere Mutti von der Veranda herunter. Sie bekam alles mit und 
rief wtitend: „Regina, Ottilie sofort raufkommen!" Oben wartete sie schon 
mit dem Teppichklopfer und schlug uns windelweich. Immer wieder sagte 
sie, daE sie es uns schon austreiben wtirde, an die Ntisse zu gehen und 
wenn sie uns totschlagen muE. Ubrigens an Frau FuoE kann ich mich 
nicht mehr erinnern, aber die geifernde Stimme werde ich mein ganzes 
Leben lang nicht vergessen. Ob ich nochmals eine NuE geholt habe, weiE 
ich nicht mehr, kann es mir aber nicht vorstellen. 

Im Januar 1951 zogen wir nach Radolfzell. Das Verbot loste sich in Luft 
auf, und in den groEen Ferien, die ich jedes Jahr bei meinen GroEeltern 
verbringen durfte, waren die Ntisse noch nicht reif. 

Zu erwdhnen scheint mir an dieser Stelle wichtig, daE meine Schwester 
nie irgendwelche Probleme mit Ntissen hatte. 

Mein Mann meinte, nachdem ich ihm die Geschichte erzdhlt hatte, daE die 
Schldge wegen den Ntissen schon der Grund sein konnte, daE ich alles was 
eine harte Schale hat und innen einen Kern, nicht vertrage. 

Ein paar Tage spdter erzahlte ich die Sache meiner Mutti und meiner 
Schwester. Beide erinnerten sich ganz genau an die Begebenheit damals. 

Dann fing ich an zu tiberlegen, was ich nun mache. Ich wuEte tiberhaupt 
nicht wo und wie ich anfangen soil. Fragen konnte ich ja auch niemand. 
Nach ungefdhr zwei Wochen kaufte ich eine Ttite Erdntisse und legte ein 
paar in ein Schdlchen. Den ganzen Nachmittag tiber schielte ich die Erd- 
ntisse immer wieder an. Am Abend sagte ich dann zu meinem Leo: „So, 
und jetzt esse ich von den Ntissen, denn erstens bekomme ich von meiner 
Mutti keine Schldge mehr und zweitens lebt „ die alte FuoEin " schon lange 
nicht mehr; es kann mir also gar nichts passieren. " Mit sehr gemischten 
Geftihlen machte ich die erste ErdnuE auf und aE die beiden Kerne. Ich aE 
noch zwei oder drei und dachte immer, daE mir ja nichts mehr passieren 



320 



kann. Nach ungefahr zehn Minuten merkte ich plotzlich, daft es mich vor- 
ne im Mund sticht und brennt. Sofort sprang ich auf und sauste ins Bad, 
zog die Lippe etwas herunter und siehe da, es war schon ein dunkelroter 
Tupfen zu sehen. Ich schaute in den Spiegel und sagte zu meinem Spiegel- 
bild: „Was soil denn das? Es kann Dir doch uberhaupt nichts passieren!" 
Am anderen Morgen war der Tupfen wieder weg. Ich aE sofort wieder 
Erdnusse und wartete, aber es „tupfelte" nicht mehr. Seither esse ich wie- 
der alle Arten von Niissen, Mohn-, Sesam und alle anderen Kornerbrot- 
chen und Brotsorten. 

Alle Bekannte und Verwandte wurden im Laufe der Zeit daruber infor- 
miert, daE ich wieder Nusse essen kann und warum. 

Unser Hausarzt, Herr Dr. H., wuEte von meiner NuE-Allergie nichts, denn 
ihn haben wir erst seit April 1995. 

Herr Dr. R., unserer fruherer Hausarzt verstarb am 25.3.95 im Alter von 
63 Jahren an einer Lungenembolie. Letztes Jahr im Herbst hatte ich mal 
einen Termin bei Hr. Dr. H. und erzahlte ihm unter anderem die ganze 
Geschichte. Er horte mir ganz aufmerksam zu, stutzte dann den Kopf auf 
den Arm und meinte: „Das istja sehr interessant!" Weiter sagte er nichts. 

Fast funfzig Jahre meines Lebens hatte ich aufgrund der furchterlichen 
Schldge und der „Todesdrohung" - wegen den bidden Niissen - unter den 
schmerzhaften Aphthen zu leiden. Wenn ich zuruckdenke an die Aussagen 
der Arzte von wegen Vitamin B- Mangel, Erbkrankheit usw. habe ich dafur 
nur noch ein mudes Ldcheln ubrig und kann nur sagen: „Was fiir ein 
Schwachsinn!" 
Ottilie Sestak 

Die Therapeutin der Patientin berichtet noch: 

Ottilie erzahlte bei uns noch eine kleine Begebenheit, die sie jedoch nun zum 
Aufschreiben vergessen hat, die jedoch auch sehr interessant ist; 
Sie erzahlte namlich die ganze Geschichte ihrer alten Mutti. Die Mutti be- 
kam dann anschlieBend, wenn auch einmalig, selbst ein paar Aphthen im 
Mund. Es hatte ihr seelisch so zugesetzt und sie hatte Schuldgefuhle und 
bekam die Aphthen einmal stellvertretend. 



321 




Linker Pfeil fiir rechte Mundsei- 

te: Aphthen. Der HH ist in L6- 

sung. 

Rechter seitlicher Pfeil fur linke 

Mundseite: Aphthen, HH eben- 

falls in Losung. 

Rechter oberer Pfeil: Hor- 
Konflikt, Sprach-Tinnitus = 
Stimme der Mutter im linken Ohr. 
Diese Schiene scheint noch nicht 
gelost im August 1998. Es kann 
aber doch sein, daB der HH am 
aufquellen ist. Eine Losung ist 
hier nicht ganz sicher auszu- 
schlieBen. 




[Linker Pfeil. Kehlkopfschleim- 
\haut-Relais. Der HH scheint 
| hdngend aktiv zu sein. 

Rechter oberer Pfeil: HH im 
\Bronchial-Relais, scheint eben- 
\ falls noch hdngend aktiv zu sein 
\zum damaligen Zeitpunkt (17. 
| August 1998) 

Das wurde bedeuten: Zwar ist 

\die Aphthen-Schiene wohl voll- 

Istandig gelost, aber die alte 

\Schreckangst-Schiene erfahrt, 

Imoglicherweise durch die Stimme 

\der ja noch lebenden Mutter, 

; immer wieder Rezidive, und: Die 

in den Wechseljahren befindliche 

Patientin ist offenbar genau im 

\„hormonalen Patt", d.h. links ist 

der HH noch und rechts 

schon aktiv. Sie ist deshalb wieder in (corticaler) Schwebe-Konstellation. 

Unterer Pfeil rechts und links: Der gewaltige brutale Trennungs-Konflikt 
(Priigel), das Periost der Beine und des Ruckens betreffend, ist gelost. Die Pati- 
entin berichtet, daB sie von dem 5 Lebensjahr an dauernd kalte Beine und FuBe 
gehabt habe (typisch fiir Periost-Konfliktaktivitat). 



322 




Rechter Pfeil: HH im Leber-Relais\ 
in pel-Phase. 

Linker Pfeil: HH im Sigma- 
Relais (Sigma-Ca) in pel-Phase. 
Dieser HH umfaBt gleichzeitigl 
auch das Akustikus-Relais fur das\ 
linke Mittelohr; Zugehoriger\ 
Konflikt: einen Horbrocken wie- 
der loswerden wollen und nichti 
loswerden konnen (Stimme der\ 
Mutter). 

Sowohl das Leber-Ca als auch\ 
das Sigma-Ca waren gewaltigei 
Prozesse, glucklicherweise aber\ 
wohl laufend von Losungsphasenl 
unterbrochen. Denn sonst hattel 
man sicher mal etwas bemerkt. Sol 
hat die Patientin mit einer verka- 
senden Leber-Tbc und einer ebenfalls verkdsenden Sigma-Tbc (NachtschweiB 
und subfebrile Temper atur seit Jahrzehnten!) diese zugehorigen Karzinome im- 
mer wieder abbauen konnen. Deshalb der gewaltige HH rechts und links! 

Rechter Pfeil: Trennungs-Konflikt von der 
Mutter oder den gewiinschten Kindern, halb 
in Losung. 

Linker Pfeil: HH fiir Trennungs-Konflikt 
von Ehemann Nr. 1, halb in Losung. 




Links groEes Relais fiir den rechten Eier- 
stock (operierte Zyste). 

Rechts kleines Relais fiir den nekrotisierten 
Eierstock. Aber auch dieser scheint 
noch 1989 durch die Wiederheirat 
„phantomatos" noch eine (kleinere) Losung 
erfahren zu haben. 




323 



Dieser Fall scheint so schon einschichtig und klar zu sein. Nun, wir wollen 
ihn hier nicht verunklaren. Dazu ist er zu schade. Aber er hat noch mehrere 
Schichten, wie wir auf dem Hirn-CT ersehen konnen, von dem der Radiolo- 
ge der Patientin trotz wiederholten Bittens nur eine schlechte Papierkopie 
gefertigt hat. Aber wir konnen eine ganze Menge daran lernen: 

AuBer der „Aphthen-Schiene" (Mundschleimhaut), die man ja nach dem 
Homunculus-Schema leicht rechts und links im tiefen lateralen Tempo- 
rallappen lokalisieren kann als HH, lief gleichzeitig noch eine Schreckangst- 
Schiene, betreffend die Kehlkopf-Schleimhaut, sowie eine „brutale Tren- 
nungskonflikt-Schiene", betreffend das Periost des Ruckens, des Popos und 
der Beine (Priigel!). Die Aphthen kann man sehen, die anderen Schienen nur 
an den Symptomen erkennen. 

Noch zwei Besonderheiten: 

Der brutale Trennungs-Konflikt betraf gleichzeitig 

a) die Mutter, ca. zu 70% 

b) die Nachbarin, ca. zu 30% 

beide gleichzeitig. Dieser Konflikt konnte sich im Laufe der Jahrzehnte nicht 
andern, wenn die Patientin Rezidive erlitt: Mutter blieb immer Mutter, 
Nachbarin immer Nachbarin. Deshalb war der HH „ubergreifend" iiber 
beide Hemispharen. Rechte Hemisphare fur linke Korperseite - betrifft die 
Mutter; Linke Hemisphare fur rechte Korperseite - betrifft die Nachbarin. 

Der andere Konflikt, namlich der Schreckangst-Konflikt, andert sich aber 
wohl, oder kann sich andern, und zwar mit den Wechseljahren. 

Das nachfolgende ist etwas fur Neue Medizin-Kriminalisten: 

Begonnen hat der ganze biologische Konflikt, als die Patientin 5 Jahre alt 
war, beendet war der ganze „Aphthen-Spuk" mit 56. Dies ist gleichzeitig 
auch (1997) der Beginn der Wechseljahrs-Beschwerden. 

1970 trennte sie sich von ihrem Mann auf seinen Wunsch, weil sie keine 
Kinder bekommen konnte. Der rechte Eierstock steht bei der Rechtshanderin 
fur den Konflikt, den geliebten Mann zu verlieren, der linke Eierstock, an- 
geblich „atrophisch", war in Wirklichkeit „nekrotisch", d.h. in Konfliktakti- 
vitat, keine Kinder bekommen zu konnen. Nach der Herausnahme des 
rechten Eierstocks blieb der linke aktiv, weil man ihr sagte, nun konne sie 
definitiv keine Kinder mehr bekommen. 1989 wurde, zusammen mit der 
Gebarmutter, auch der linke nekrotisierte Eierstock herausgenommen. Die 
Heilungsphase des Verlust-Konfliktes um den Ehemann war die Eierstocks- 
Zyste rechts. Die Patientin hatte, damals erst 29, gehofft, noch einen ande- 
ren Mann finden zu konnen, vielleicht auch mit ihm noch Kinder zu be- 



324 



kommen. Bei der Operation hatte man den linken Eierstock als „atrophisch" 
bezeichnet, was in Wirklichkeit „nekrotisch" hatte heiBen miissen (keine 
Kinder bekommen zu konnen). 

Nun wissen wir ja aus unseren Erfahrungen, daB nach einer herausoperier- 
ten Eierstocks-Zyste die iibergeordneten Zentren (Nebennierenrinde und 
Hypophyse) die Ostrogen-Produktion stellvertretend ubernehmen konnen. 
So war es auch hier. Die Patientin hatte ihre Periode noch 5 Jahre. Aber 
auch danach war sie nicht in den Wechseljahren, selbst nicht, als sie 1989 
(mit 48 Jahren) eine Totaloperation (Gebarmutter-Exstirpation und Exstir- 
pation des atrophierten linken Eierstocks) erdulden muBte. 

Aber : 1970, nach der Operation der rechtsseitigen Eierstocks-Zyste (die 
linke war ja atrophiert, quasi nicht vorhanden) hat die Patientin 3 bis 6 Mo- 
nate Menopause durchgemacht. So lange hatte es namlich gedauert, bis die 
Eierstocks-Zyste induriert gewesen ware und Ostrogen produziert hatte. 
Entsprechend lief das Sonderprogramm im Gehirn, miissen wir annehmen. 
Folgerichtig berichtet die Patientin, daB sie kurz nach der Eierstocks- 
Exstirpation einen starken trockenen Husten gehabt habe mit starkem Fieber 
(friiher als „Virus-Bronchitis" bezeichnet), bei dem sie 10 bis 14 Tage im 
Bert gelegen habe. 

Nach der Operation war Menopause. Da sprang der Schreckangst- 
Konflikt mit seinem HH im Kehlkopf-Relais auf die mannliche rechte Hirn- 
seite hiniiber und bewirkte dort einen HH im Bronchialschleimhaut-Relais. 
Auch der Konflikt muB damals gewechselt haben zum Revierangst-Konflikt. 
In dieser Zeit des Wechsels, kurz nach der Operation, wo der eine HH 
„noch" und der andere HH „schon" in Aktivitat waren, hatte die Patientin 
vorubergehend, wie sie sich gut erinnern kann, eine sog. Schwebe- 
Konstellation. Sie traumte standig davon, ein Vogelchen zu sein und weg- 
fliegen zu konnen dahin, wo sie keiner kennt und niemand weiB, daB sie 
keine Kinder mehr bekommen kann. 

Wir sehen, es konnen Begleitschienen, sofern sie im Revier-Relais gelegen 
sind, wahrend der konflikt-aktiven Zeit durchaus ihre Qualitat andern, wenn 
die Hormonlage sich andert. 

In diesem Fall, in dem es fur die linke Hirnseite zu einer voriibergehenden 
„Quasi-L6sung" mit Kehlkopf-Husten kam, setzte aber einige Monate spa- 
ter die im Sonderprogramm enthaltene, cerebral gesteuerte Ostrogen- 
Vermehrung ein, die die vorubergehende Menopause wieder umdrehte, wie- 
der die Menses hervorrief und dafiir sorgte, daB die Patientin erst mit 56 
Jahren in die Wechseljahre kam, aus denen bis heute noch keine Menopause 
im hormonalen Sinne geworden ist, obgleich die Patientin seit einer Totalo- 



325 



peration 1989 keine Blutungen mehr bekommen kann, auch schon seit 1975 
nicht mehr gehabt hat. 

Jetzt ist der links-cerebrale Kehlkopfschleimhaut-Konflikt ja seit 29 Jah- 
ren wieder aktiv. Da der HH ja nur wenige Monate im Bronchialschleim- 
haut-Relais aktiv gewesen war, hat sie an den darauf natiirlich gefolgten 
„kleinen Bronchial-Husten" keine besondere Erinnerung mehr. 

Seit Ende Juni '97 ist nun der NuB-Aphthen-Konflikt gelost. Seither kann 
die Patientin wieder Niisse essen, ohne Aphthen zu bekommen. Und wieder 
bekam die Patientin einen „Virus-Kehlkopf-Husten". 10 Tage war die 
Stimme weg. Wir wissen nicht, ob alle Schienen nunmehr definitiv gelost 
sind - wir wollen es einstweilen annehmen. 

Wenn die Patientin demnachst in die Menopause kommt, kann kein 
Schreckangst-Konflikt mehr springen, weil er nicht mehr da ist. Wir sehen, 
wie gut wir rechnen mussen, denn die Schienen - besonders, wenn sie zu- 
sammen beim gleichen DHS entstanden sind - mussen sich keineswegs syn- 
chron oder qualitats-konstant verhalten. Es konnen Schienen geloscht, bzw. 
gelost werden, wahrend die anderen noch aktiv bleiben. 

Aber unsere Geschichte ist medizinisch noch nicht zu Ende. Die Patientin 
hatte noch zwei weitere Schienen, die aber glucklicherweise nie diagnosti- 
ziert wurden; 

a) eine Verhungerungs-Konfliktschiene mit Leber-Adeno-Ca, und 

b) einen haBlichen, hinterhaltigen Konflikt mit Sigma-Adeno-Ca. 

alles wegen der Niisse. Wir konnen nicht genau rekonstruieren, ob die bei- 
den Konflikte - mit schizophrener Stammhirn-Konstellation, die die Patien- 
tin ausdriicklich bestatigt - immer, meistens oder nur des Ofteren aktiv wa- 
ren. Zur Zeit dieser Aufnahmen, am 17. August 1998, sind sie beide gelost. 
Die Patientin hat sehr oft und manchmal auch langere Zeit NachtschweiB 
mit subfebrilen Temperaturen gehabt, typische Zeichen einer tuberkulosen 
verkasenden Heilungsphase solcher Adeno-Karzinome. Seit Juni '97 hat sie 
auch nicht mehr das Gefiihl der Konsternation gehabt. Glucklicher- 
weise wurden, wie gesagt, diese Schienen nie diagnostiziert. In der Medizin- 
Zeit vor der Neuen Medizin, wo solche Symptome als „bosartig" galten, 
ware die Diagnose fur die Patientin das Todesurteil gewesen. Und die 
Aphthen im Mund waren dann „lauter Metastasen" gewesen. Schauerlich, 
sich das auszumalen. 

Manchen von uns fallt es schwer, sich einfuhlen zu konnen, daB ein kleines 
Madchen von 5 Jahren bei einem einzigen Biologischen Konflikt so viele 
Schienen „einfangen" kann und - iiber mehr als 50 Jahr behalten kann. 
Noch schwerer fallt es uns im Moment vielleicht noch, zu verstehen, daB 



326 



alle diese Schienen ihren guten Biologischen Sinn haben: Sie sind biologisch 
sinnvolle Erinnerungs-Stiitzen an die „NuB-Katastrophe", die diese sensible 
Patientin als Kind so empfunden hat. Dabei spielt auch keine Rolle, daB bei 
der Schwester damals offenbar kein DHS eingeschlagen ist. 

Interessant ist iibrigens auch, daB bei der Mutter damals offenbar auch ein 
Konflikt abgelaufen war („Dem Vater tut die Tracht Priigel oft mehr weh 
als dem ungezogenen Buben"), denn sonst hatte sie die Aphthen der Tochter 
nicht so spontan assoziieren konnen. 

Vielleicht versteht Ihr jetzt, liebe Leser, warum ich meinen Schiilern ein- 
hammere, das DHS genauestens zu recherchieren. Die meisten Schienen 
werden beim DHS gelegt. Die zusatzlichen Schienen, die bei einem Rezidiv 
dazukommen, sind meist nur wenige. 

Gleichzeitig darf aber auf keinen Fall in Zukunft eine Art „Jagt auf Schie- 
nen" einsetzen, denn das wiirde den Patienten nur verunsichern, solange er 
die Neue Medizin noch nicht ganz kennt und noch nicht weiB, daB das alles 
ja sinnvolle biologische Erinnerungs-Stiitzen sind, von Bosartigkeit keine 
Spur. Sie haben auch nichts mit Psychologie zu tun, sondern sind reine 
Biologie, psychisch genauso wie cerebral und genauso organisch. Und, wie 
man sieht, kann man alt damit werden und sogar gliicklich. Der einzige 
grobe Unfug, den wir Zauberlehrlinge gemacht haben, war die Eierstocks- 
und Uterus-Exstirpation. Und natiirlich hatten wir mit der Patientin einen 
solchen „NuB-Konflikt" schon 40 bis 50 Jahre friiher losen konnen - iibri- 
gens herrliche Gelegenheit fur ein kleines sog. Psychodrama, in dem man 
alles naturgetreu nachstellt, aber fur ein gutes Ende sorgt, was sich in der 
Erinnerung des/der Patienten/in dann auf den friiheren schlechten Ausgang 
draufkopiert... 

Frau Sestak, nochmals herzlichen Dank fur den anschaulichen Erlebnisbe- 
richt. 



327 



14 Der hangende Konflikt oder der Kon- 
flikt im Gleichgewicht 

am Beispiel von Psychosen und motorischen bzw. sensori- 

schen Lahmungen 

Die Neue Medizin hat eine Reihe von Spezialfallen und Spezialkonstellatio- 
nen, so etwa, daB ein Krebs wahrend der Schwangerschaft ab der 10. 
Schwangerschaftswoche nicht weiterwachst, weil das neue Leben absoluten 
Vorrang hat. Der Konflikt ist trotzdem durch die Schwangerschaft nicht 
automatisch gelost, sondern nur einstweilen storniert, aufgeschoben. Ist er 
nicht bis zum Ende der Schwangerschaft in der Sache gelost, so kehrt er 
punktlich mit Beginn der Wehen wieder zuriick. Das ist dann haufig die 
Konstellation fur die sog. Schwangerschaftspsychosen, besser gesagt Ge- 
burtspsychosen. Wir finden hier das Phanomen, daB der Konflikt mit allem, 
was dazugehort, in einer Art Gleichgewicht hangenbleibt, weder weiter- 
macht noch verschwindet, genau fur die Dauer der Schwangerschaft. 

Ahnlich verhalt es sich mit dem eigentlichen Konflikt im Gleichgewicht. 
Das bedeutet: Der Konflikt im Gleichgewicht ist ein Konflikt, der mit DHS 
entstanden ist und seiner Art nach einen Hamerschen Herd und auf Organe- 
bene ein Krebskorrelat hat. Seine Aktivitat ist aber sehr reduziert, ohne 
gelost zu sein. Ein solcher Konflikt ist einerseits relativ ungefahrlich, weil er 
hinsichtlich Krebs keine oder fast keine Aktivitat mehr hat, da keine Kon- 
fliktmasse aufgebaut wird. 

Ein typisches Beispiel fur einen solchen oft hangenden Konflikt ist ein 
motorischer Konflikt, der das motorische Zentrum (Gyrus praecentralis) der 
Hirnrinde betrifft, so daB eine Lahmung andauert. Die Lahmung „hangt", 
d.h. die Lahmung bleibt bestehen. Dieser Zustand wird haufig als Multiple 
Sklerose bezeichnet. Eine andere Dimension oder Qualitat bekommt aber 
ein solcher hangender Konflikt, wenn ein weiterer Konflikt mit einem Ha- 
merschen Herd auf der Gegenseite des GroBhirns durch ein DHS dazutritt. 
In diesem Fall wird der Patient fur die Dauer des gleichzeitigen Bestehens 
beider Konflikte auffallig, sonderbar, schizophren. Derm das ist ja die Kon- 
stellation fur die schizophrene Konstellation, daB der Patient auf beiden 
verschiedenen Hemispharen-Seiten, jeweils beide im Cortex oder beide im 
Marklager, je einen aktiven Konflikt hat. 

Der Patient ist im wahrsten Sinne des Wortes „spaltsinnig". Ich glaube, 
daB man die Bedeutung des hangenden Konfliktes iiberhaupt nicht hoch 



329 



genug einschatzen kann. Die sog. „Geistes- und Gemutskrankheiten" sind 
die haufigsten Krankheiten, haufiger als Herzinfarkt. Und die meisten dieser 
armsten anstaltshospitalisierten Patienten sind deshalb in diesen Anstalten, 
weil sie mit einem solchen hangenden Konflikt behaftet waren, zu dem von 
Zeit zu Zeit ein neuer (ungliicklicherweise auf der Gegenseite des GroBhirns 
gelegener) Konflikt hinzukam und den Patienten „zum Ausrasten" gebracht 
hat. Die dramatisch-auffallig gewordenen Patienten haben nach meinen 
Beobachtungen ausnahmslos einen dritten Konflikt zusatzlich erlitten oder 
hatten eine sog. „biomanische Konstellation" (s. Kapitel iiber Psychosen). 

Das bedeutet: Die Patienten mit solchen 2 Konflikten, davon je einen in 
verschiedenen GroBhirn-Hemispharen, werden undramatisch schizophren, 
oder nicht dramatischer als ein an Krebs Erkrankter krank geworden ist. 

Die Patienten, die dramatisch psychotisch werden, irgendwelche dramati- 
schen Aktionen machen, toben oder dramatisch „ausrasten", haben, wie 
gesagt, fur gewohnlich einen zusatzlichen Konflikt erlitten. Auch iiber diese 
Zusammenhange oder Differenzierung konnte bisher verstandlicherweise 
kein Psychiater je eine Auskunft geben. Nach solcher Art von Konflikten 
hatte ja auch nie jemand gefahndet. Uberhaupt hielt es der Psychiater bishe- 
rigen Genres fur nicht notig, oft unter seiner Wurde, mit dem „Verriickten" 
menschlich zu kommunizieren. Der Psychotiker gilt bis heute fur den Rest 
seines Lebens als „abartiger Mensch", als Wesen, in das man sich nur 
streckenweise, im Grunde aber nicht einfuhlen kann. Folglich werden alle 
Psychotiker „ruhiggestellt", wie das im Fachj argon heiBt, salopp auch 
Tranquilizer-Keule genannt. Durch diese Ruhigstellung - Theater und Ge- 
schrei kann man in der Klinik nicht gebrauchen - macht man genau das 
Verkehrteste, jedenfalls fur den Patienten das Verkehrteste, was man ma- 
chen kann: Man friert die Konflikte ein und macht sie alle zu „hangenden 
Konflikten", so daB der Patient praktisch auf Dauer schizophren bleibt und 
nun erst recht gar nicht mehr herausfindet aus seinen Konflikten, zumal sich 
fur ihn durch die Tatsache seiner gesellschaftlichen Liquidierung - und et- 
was anderes bedeutet die Dauer-Hospitalisierung nicht - eine gahnende 
menschliche und gesellschaftliche Leere vor ihm auftut, der er wiederum nur 
entfliehen kann, wenn er auf seinem kummerlichen kleinen Platzchen in der 
Anstalt als Aussatziger der Gesellschaft hocken bleibt. 

Wenn ihr, liebe Leser, im Kapitel Schizophrenic, bzw. Psychosen, die 
aufgefuhrten Falle nachlest, werdet ihr feststellen, daB viele der dort be- 
schriebenen Patienten einen solchen hangenden Konflikt hatten, bevor ein 
zweiter dazutrat und den Menschen „verruckt" gemacht hat. Ich bin mir 
bewuBt, daB man die einzelnen Falle genausogut auch in einem anderen 



330 



Kapitel hatte vorstellen konnen. Aber es kommt ja nur darauf an, daB du, 
lieber Leser, das System begreifst. Dann klart sich ohnehin alles von selbst. 

Ein ebenfalls sehr groBer Prozentsatz unserer „Anstalts-Insassen" sind Pati- 
enten mit irgendwelchen Lahmungen und deren Folgen. Die Lahmungen 
kommen meist zustande durch einen Hamerschen Herd, z.B. durch einen 
motorischen Konflikt im Gyrus praecentralis, wobei nach dem DHS der 
Konflikt zunachst andauert, spater abgeschwacht wird, aber niemals ganz 
gelost wird. Denn in der Zwischenzeit bleibt die Psyche des Patienten ja 
nicht unbeteiligt. Selbst bei Kindern und Tieren finden wir nach Lahmungen 
als konsequentes nachstes DHS einen Selbstwerteinbruch-Konflikt. Das 
DHS entsteht meist in dem Moment, wo der Patient spurt, daB er gelahmt 
ist. Das kann ein „Unsportlichkeits-Selbstwerteinbruch" sein, das kann aber 
auch ein zentraler Selbstwerteinbruch-Konflikt sein. Es folgen dann Osteo- 
lysen im Knochen, die wiederum Skelettdeformationen nach sich ziehen. 
Zeitweilig kommt es zu Revalorisationen, wo der Patient seinen Selbstwert 
wieder - auf einer niedrigeren oder transformierten Ebene - einigermaBen 
aufbauen kann, woraus wiederum Rekalzifizierungen resultieren und damit 
gleichzeitig eine Zementierung der „Kruppelhaftigkeit", was wiederum neue 
Folgen psychischer Art haben kann. 

Die Knochendeformationen wie Skoliosen etc., die das Resultat eines lan- 
gen psychocerebral-organischen Prozesses sind, operativ korrigieren zu 
wollen, ist sehr problematisch, zumindest solange man sich iiberhaupt nicht 
mit dem Werdegang dieses Prozesses, sprich mit der Psyche des Patienten, 
beschaftigt hat. 

So kummern unsere „Kruppel" in den Anstalten dahin. Es war mal ein 
relativ geringer AnlaB, den man rasch hatte ausbiigeln konnen, dessen Fol- 
gen und Folgesfolgen aber katastrophal sind. Betrachtet man von daher, 
welche Sorte von Medizinern solche armen Menschen notig hatten, so be- 
stimmt nicht die heutige Sorte von arroganten Medizinmillionaren, die ein- 
gebildet mit der Nase an der Decke schleifend durch die Krankenzimmer 
schweben, stets umgeben vom Gefolge ihrer professionell bedeutsam blik- 
kenden und stets zu jedem Wort des Souverans heftig nickenden Hoflingen, 
genannt Assistenten. 

Die Medizin wird schwer in Zukunft - und wunderbar. Wir miissen zu 
dem menschlichen Niveau zuruckfinden, das die Arzte unserer Vorfahren 
schon vor Tausenden von Jahren hatten und das uns verlorengegangen ist. 



331 



14.1 Fallbeispiel: Bubenrauchen mit Folgen 

Den nachfolgenden Fall hat das Leben so geschrieben, wie ich ihn versuche 
zu erzahlen. Er stammt aus Siidfrankreich. 

Zwei zwolfjahrige Biirschlein saBen im Schuppen und rauchten. Sie wuBten 
natiirlich, daB der Vater des einen Jungen, in dessen Scheune sie saBen, 
seinem Filius das streng verboten hatte. Aber gerade das Verbotene hat ja 
seinen besonderen Reiz. Das war 1970, eine Allerwelts- 
Lausbubengeschichte. Plotzlich schaute eine Schwester zur Tur des Schup- 
pens herein: „Was macht ihr derm hier, rauchen? Das sage ich dem Vater!" 
Sie hatte es dem Vater gar nicht sagen wollen, nur geblufft. Der eine Bub 
geriet in Panik: „0 Gott, die petzt das, das gibt eine Tracht Priigel!". „Du", 
sagte er, „wenn die das petzt, hang' ich mich auf!" 

Zwei Tage spater hangte der Junge sich uber der Badewanne auf. Die El- 
tern des Jungen erfuhren, warum sich der Bub aufgehangt hatte. Das ganze 
Dorf war in Aufregung, und alles starrte auf Jean, unseren Patienten. Jean 
(Rechtshander) erlitt einen furchtbaren Konfliktschock, ein dreifaches DHS: 
einen Verlust-Konflikt (mit nachfolgendem Hoden-Ca rechts), einen Revier- 
angst-Konflikt (mit nachfolgendem Bronchial-Ca des linken Lungenober- 
lappens), einen Selbstwerteinbruch (mit nachfolgenden Halswirbel- und 
Brustwirbel-Osteolysen) sowie, vermutlich schon damals, einen brutalen 
Trennungs-Konflikt im postsensorischen Rindenzentrum. 

Gleichzeitig ist er seitdem an einer manschettenartigen Vitiligo 207 am Hals 
und beiden Handgelenken erkrankt. Das HH-Relaiszentrum dafur liegt im 
sensorischen Rindenzentrum des GroBhirns. Die Vitiligo sind Ulcera der 
Unterseite der auBeren Plattenepithel-Haut. Der Konflikt ist immer ein bru- 
tal-haBlicher Trennungs-Konflikt. 

Vom Tag des DHS an, als sein bester Freund sich aufgehangt hat, war der 
junge Jean in Sympathicotonie. Er traumte fast jede Nacht vom Tod seines 
Freundes, sah sich im Traum zum Friedhof gehen, nahm an Gewicht ab, 
hatte immer eiskalte Hande. Das Schlimmste aber war: Er hatte furchtbare 
Depressionen und war „seltsam verandert". Aber das fuhrten alle auf seine 
Trauer um den Kameraden zuriick und hielten es fur verstandlich. Er war 
depressiv, weil im vorpubertaren Alter (hormonales Patt!) der rechte periin- 
sulare Bereich betroffen war, und „seltsam verandert", nach Lage der Dinge 
eindeutig in mehrfach schizophrener Konstellation. 

Nach etwa einem Jahr schwachte der Gesamtkonflikt ab, ohne je gelost zu 
sein. Er wurde nur zum Teil ein hangender Konflikt, denn das Selbstwertge- 

207 

Hautdepigmentierung = WeiBfleckenkrankheit 



332 



fiihl hatte einen schlimmen Knacks erlitten, und die Folge war eine Skolio- 
se 208 der Brustwirbelsaule und eine Entkalkung der Halswirbelsaule, insbe- 
sondere des Atlas (1. HWK) und des 4. bis 6. HWK, entsprechend einem 
intellektuellen Selbstwerteinbruch-Konflikt, bei dem es immer um Grund- 
satzliches geht, z.B.: „Ist das gottliche Gerechtigkeit mit mir? Habe ich das 
verdient?" etc. 

Als man 3 Jahre spater eine Stiitzoperation der Halswirbelsaule machte, 
ging die Operation daneben, statt dessen erfolgte eine Halswirbelfraktur. 
Man sagte es dem Patienten. 

Der Patient rastete vollig aus. Alles erinnerte ihn an den Hals seines durch 
den Strick gestorbenen Freundes, er geriet augenblicklich ins Delir, starrte 
immer nur an die Decke, hatte ein Depersonalisationsgefuhl, er sah sich 
liegen, alles wurde von unten herauf zu Wasser, derm sein Freund hatte sich 
iiber der Badewanne erhangt. Bei alien Geschehnissen, die er im Delir sah, 
war immer sein erhangter Kumpan anwesend. 

Der Patient hatte einen motorischen Zentralkonflikt erlitten zu den vor- 
handenen 5 hangenden Konflikten und kam dadurch augenblicklich ins De- 
lir, hatte seither eine Tetraplegie , d.h. eine Lahmung beider Arme und 
Beine. Er war ein gelahmter Kriippel, verschlossener Sonderling, was man 
in seiner Umgebung aber auf sein trauriges Schicksal zuruckfuhrte. Zeichen 
eines weiteren sensorischen corticalen Konfliktes (Schmerz- bzw. Beriih- 
rungs-Konflikt) im sensorischen Rindenzentrum waren weiterhin die iiber 
den ganzen Korper verteilten Auftreibungen der Nervenscheiden-Enden, 
sog. Recklinghausen-Knoten. Dazu bestand immer noch und schon wieder 
eine Depression. 

Als ich den Patienten im Mai '86 zum ersten Mai sah, war der junge 
Mensch fast vollstandig gelahmt. Lediglich den rechten Arm konnte er ein 
ganz klein wenig bewegen, konnte aber weder greifen noch den Arm heben. 
Eigentlich kam er nur als „Versuchspatient", weil ohnehin kein Doktor mehr 
was mit ihm anzufangen wuBte. Seine Hande waren eiskalt. Er saB oder lag 
mehr, hilflos im Rollstuhl, fast bis zum Skelett abgemagert. Wir haben uns 
einige Stunden miteinander unterhalten. Das hatte ihm bis dahin noch kein 
Doktor vergonnt. Er ware ja auch langst in einer sog. Schwerbehindertenan- 
stalt gewesen, wenn seine Familie ihn nicht riihrend gepflegt hatte. Im Laufe 
des Gesprachs faBte er Vertrauen zu mir und war erstaunt, daB sich zum 
ersten Mai jemand fur das interessierte, von dem er, wie er mir gestand, 



208 Skoliose = Verbiegung der Wirbelsaule mit Drehung der einzelnen Wirbel- 
korper und Versteifung in diesem Abschnitt 
Tetraplegie = komplette Lahmung aller vier Extremitaten 



333 



noch die meisten Nachte traumt: Die Sache mit dem Selbstmord seines 
Freundes vor 16 Jahren. 

Und das Wunder geschah! 

Der leidgepriifte, so sensible junge Mensch redete sich zum ersten Mai seit 
16 Jahren seinen ganzen Kummer von der Seele, heulend, immer unterbro- 
chen von krampfhaftem Schluchzen. Es sprudelte, explodierte aus ihm her- 
aus. In seiner Umgebung hatte ja jeder die leidige Sache gekannt. Jeder 
vermied es, aus Riicksicht auf seine empfindliche Stelle, mit ihm dariiber zu 
reden. Und so drehte sich der Teufelskreis immer weiter. 

Aber jetzt erwachte dieser bis dahin in dumpfer lethargischer Verzweif- 
lung gefangene junge Mensch mit einem Schlag wie aus einem tiefen Alb- 
traum. Plotzlich sagte er ganz unvermittelt mitten im Gesprach: Ich weiB 
und spure ganz deutlich, daB ich jetzt wieder gesund werde. Als er wegge- 
fahren wurde, hatte er zum ersten Mai seit 16 Jahren zwar noch keine war- 
men, aber schon nicht mehr eiskalte Hande. Die Rakete war geziindet. Da- 
nach kamen korperlich schlimme Monate fur ihn: Er bekam ganz heiBe 
Hande, einen ganz heiBen Kopf, starke Hirnschwellung und das biBchen 
Mobilitat des rechten Armes ging anfangs noch zuriick. Dagegen stand 
aber, daB er plotzlich HeiBhunger bekam, endlich wieder ohne Albtraume 
schlafen konnte und sich wohl fuhlte. 

Mit Dosen um 30 mg Prednisolon taglich gelang es uns, die kritische Pha- 
se der langdauernden Hirnschwellung glucklich zu uberstehen, zumal der 
Patient ja mit komp letter Moral und beendeten Psychosen voll psychisch 
mitziehen konnte. Inzwischen kann er wieder beide Arme relativ gut bewe- 
gen, die Beine teilweise. Er hat 20 kg an Gewicht zugenommen und nimmt 
jetzt ohne Cortison - noch weiter zu. Er fuhlt sich, wie er sagt, „bombig". In 
Wirklichkeit wird sicher noch ein halbes Jahr hingehen, bis er die ersten 
Schritte wagen kann. Aber das Wunder wird dadurch nicht geschmalert, 
daB es etwas langer dauert. Auch psychisch ist der Patient zwar jetzt bei 
bester Moral, weil seine Psychosen (Depression und Schizophrenic) von ihm 
abgefallen sind, als ware er immer der normalste Mensch gewesen. Aber er 
ist immer noch schlapp und mude und wird es auch sicher noch ein halbes 
Jahr bleiben, auch wenn er jetzt kein Cortison mehr braucht. 

Die Ruhmesorden fur diesen wundervollen „Fall", das will ich gleich dazu 
sagen, gebiihren nicht mir. Ich habe nur das System geliefert. Seine Ange- 
horigen und meine Freunde in Frankreich, die sich aufopfernd fur diesen so 
dankbaren Patienten eingesetzt haben - und zwar ehrenamtlich! - sie haben 
gemeinsam ein Meisterwerk an Vertrauensklima und Klugheit geschaffen, in 
dem dieses kummerliche kleine Pflanzchen gedeihen konnte. Und das ist viel 
schwerer, als ich das hier zu schildern und zu wurdigen vermag. Nur wenn 



334 



solche optimalen Voraussetzungen gegeben sind, kann man ein solches 
Wunder planmaBig vollbringen. Ich habe den Fall so ausfuhrlich aufge- 
schrieben, weil er fur viele ein Trost und eine begriindete Hoffnung sein 
soil. Das, was bei diesem jungen Mann nach 16 Jahren noch reversibel war, 
ist bei sehr vielen anderen Patienten ebenfalls noch reversibel. Die landlau- 
fige Meinung, solche Lahmungen seien nach gewissen Zeiten irreversibel, 
waren weitgehend schlicht ein Irrtum. 

Die beiden linken Bilder zeigen 

Hirn-CT-Aufnahmen etwa 2 

Wochen vor der Konfliktlosung. 

Sie haben deshalb kein Oedem. 

Auf dem linken Bild sieht man 

den oberen Pfeil auf den mar- 

kierten HH im rechten periin- 

suldren Bereich weisen, ent- 

sprechend dem Revier- und\ 

Revierangst-Konflikt, dazu 

korrespondierend im linken 

unteren Thoraxbild die Restatelektase des Bronchial-Ca des linken Lun- 

genoberlappens (Pfeile). 

Der untere Pfeil des linken oberen CT-Bildes weist 
auf das Relais filr den rechten Hoden. Diese Kon- 
flikte hdngen seit 16 Jahre. Die Pfeile des rechten 
oberen Hirn-CTs vom gleichen Tag zeigen den 
(postsensorischen) Zentralkonflikt vor der Conflic- 
tolyse. Das Foto rechts unten zeigt die Halsman- 
schetten-Vitiligo. Zur Zeit des Fotos (August '86) 
hatte der Patient schon wieder 10 kg zugenommen. 
Nach dem 1. Funffach-DHS war der Patient 
„seltsam verandert", weil in schizophrener Kon- 
stellation. 





335 




Zwischen 1970 und 1974 hatten alle 5 Konflikte 
„gehangen". Als der Patient 1974 durch die 
miBgluckte Halswirbeloperation einen motorischen 
Zentralkonflikt und einen weiteren sensorischen 
Konflikt erlitt, rutschte er augenblicklich ins Delir. 



\Das nebenstehende Hirn-CT stammt vom 22 
7.86, kam aber nur durch einen „Trick" zustan- 
\de. Denn die Arzte sahen keinen Sinn darin, bei 
leinem „Pflegefall", wo beim 1. CT schon 
\„nichts herausgekommen war", auch noch eine 
\Kontrolle zu machen. Deshalb gab der Patient 
,Stirnhohlenschmerzen" an. Daraufhin wurde 
\ein Spezial-CT gemacht, so daB ich nur Auf- 
| nahmen von der Basis und defer babe. 

Man sieht jedoch, daB die ganze periinsuldre 
\Region unter Oedem geraten ist (Pfeil). 

Leider wurden danach lange keine Hirn-CTs 
mehr genehmigt, so daB die Cortison-Therapie 
"uber den Daumen gepeilt" werden muBte. 





336 



Auf dem Bild links ist deutlich der ausgedehnte HH des Revier-Konfliktes zu 
sehen, der nun nach so vielen Jahren des „Hdngens" in Heilung gegangen ist 
und Oedem bekommen hat. Der Pfeil weist auf die Einschlagstelle bzw. den Kern 
des Hamerschen Herdes (ganz kurz nach der Losung). 

Auf der rechten Aufnahme sind rechts die periinsuldren HHe des Revier- bzw. 
Revierangst-Konflikts gekennzeichnet, die bis in die Cortex hochreichen. In der 
Mitte, mit dem durchgezogenen Kreis umgeben, ist der postsensorische Zentral- 
konflikt sichtbar, der deutlich Oedem hat, wenn auch nicht sehr viel. 

Die folgenden seitlichen Aufnah- 

men des Schddels zeigen die 1974 

eingebaute Abstutzzwinge. Damals 

brach dabei der Dornfortsatz des 

Epistropheus 210 . Vor der Operation 

hatte man dem Patienten gesagt, 

man rechne mit einer Kompressi- 

onsfraktur des Atlas, was eine au- 

genblickliche hohe Querschnitt- 

lahmung zur Folge haben konne. 

Deshalb sei die Operation lebens- 

notwendig. Die Mitteilung, daB die 

Operation ein Fehlschlag war, hatte 2 weite- 

re Konflikte mit anschlieBendem Delir bewirkt. Mutter Natur hatte jedoch ein 

Einsehen: Auf den beiden Bildern sieht man die Rekalzifikation der Schddelbasis 

und der obersten Halswirbel - zwischen Calotte und Epistropheus ist eine kom- 

plette knocherne Durchbauung mit Versteifung der Gelenke sichtbar. 

Die Zwinge, die urspriinglich nur 
als Palliativ-MaBnahme eingesetzt 
war, um die drohende Quer- 
schnittsldhmung noch hinauszuzo- 
gern, stabilisierte damals den 
Schddel. Heute ware sie tiberflus- 
sig, denn alles ist durch dichten 
Callus gut stabilisiert. 





210 



Epistropheus = 2. Halswirbel 



337 



tf J / 






Auf dieses Bild von Mitte Mi '87 
habe ich sehnsuchtig gewartet. Ich 
hatte so sehr gehofft, daft es so sein 
wiirde, fiir den Patienten und filr 
die Millionen von armen Men- 
schen, die an der gleichen Krank- 
heit leiden. Nun ist es da, und es ist 
wunderbar! 

Immer hat der junge Mann ge- 
sagt: „Ich weili, daB Dr. Hamer 
recht hat, ich habe es gemerkt und 
spiire es tdglich, es wird besser. Es 
macht nichts, wie lange es auch 
\ dauert, ich werde es schaffen!" 

Und nun hat er es geschafft! Er 
kann sich schon wieder in seinem 
Bett bewegen, fiihlt seine Glieder 
wieder, die er fruher nicht gefuhlt 
hat, kann die Muskeln schon 

weitgehend wieder kontrollieren. 
Und im CT sehen wir jetzt den eigentlichen Grund, die motorischen und senso- 

rischen Zentralkonflikte, endlich in Losung gehenll 
Wir wuBten alle, es muBte so sein, denn das Mdrchen von der Querschnittsldh- 

mung habe ich nie geglaubt. Denn damit ist man immer schnell bei der Hand. 

Die Zusammenhdnge mit den Konflikten waren zu eindeutig! 

Lauft euch nicht ein heiliger Schauer den Riicken hinunter, wenn ihr iiber- 
legt, liebe Leser, was das fur weltweite Auswirkungen hat, was da gefunden 
wurde? DaB man nach so vielen Jahren einen Konflikt noch losen kann und 
die Innervation offenbar wieder funktionieren kann! Es ist wirklich ein 
Wunder. 

Trotzdem muB ich eure Hoffnungen etwas dampfen. Nicht jeder junge 
Mensch hat eine so wunderbare Moral wie dieser junge Mann! Es ist ein 
langer Weg. Zwar hat solch ein Mensch nichts mehr zu verlieren. Aber das 
Wiederkehren der Hirnfunktion ist auch nicht ganz ohne Beschwerden. Es 
gibt Hyperasthesien, Kopfschmerzen, Fieber etc. 

In solchen Fallen miiBt ihr stets kriminalistisch vorgehen, genau in Erfah- 
rung bringen, warm welche Lahmung entstanden ist. Man kann nicht langer 
alles, was man nicht erklaren kann, einfach als Querschnittslahmung abtun 
oder als Quetschung der Nervenwurzeln. 

Es ist auch moglich, sogar bei vielen Fallen auBerst wahrscheinlich, daB 
die mit einer Lahmung zur Welt gekommenen Kinder intrauterin 211 ein 



211 • 



intrauterin = innerhalb der Gebarmutter 



338 



schweres Konflikt-DHS erlitten haben, das ins motorische Zentrum einge- 
schlagen hat. Immer muB es ein Angst-Konflikt des „Gebanntseins" oder 
des „Gefangenseins" sein, das zu einer Lahmung der Motorik fuhrt. Das hat 
iiberhaupt nichts mit Intelligenz oder bewuBtem Uberlegen zu tun. Das geht 
quasi halbautomatisch innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde. Bei einer 
bestimmten Art von Konflikt-DHS reagiert das Individuum, Mensch und 
Tier, mit einer bestimmten Art von „Gebanntseins-Lahmung", weil eben das 
zustandige Hirnzentrum betroffen ist. 

Naturlich werdet Ihr sofort fragen: Ja, aber wie bekommt man den eigent- 
lichen Konflikt jetzt nach evtl. langer Zeit noch heraus. Bestimmt nicht beim 
Partygesprach, sondern oftmals erst nach muhevoller Detektivarbeit. Im- 
merhin weiB man ja schon einiges, namlich welche Art von Konflikt das 
gewesen sein muB. 

Eine Mutter kann in der Schwangerschaft ein DHS erleiden, jedoch, auBer 
in den ersten drei Monaten, keinen daran normalerweise anschlieBenden 
Konflikt. Das hat eben seine biologischen Griinde. Und viele Konflikte losen 
sich dann durch die Schwangerschaft selbst. Aber das Ungeborene kann 
durchaus Konflikte im Mutterleib erleiden. 

Die zweite Schwierigkeit sehe ich darin, daB es immer nur ganz wenige 
kluge Menschen gibt. Die Allermeisten sind leider dumm. Und unter den 
Dummen sind meist die noch die Allerdummsten, die sich fur iiberklug hal- 
ten. Es wird schwierig sein, engagierte kluge Arzte zu finden, die gleichwohl 
nicht das Bestreben haben, Medizyn-Millionare zu werden. 

Merke: 

Das Krebsaquivalent des Hamerschen Herdes im motorischen Zentrum 
des Gyrus praecentralis ist die Lahmung, denn es geht kein motorischer 
Code mehr heraus, solange Konfliktaktivitat besteht. Der Konflikt des 
motorischen Zentrums ist die konfliktive „Gebanntseins-Angst", die 
Angst, nicht fliehen oder ausweichen zu konnen. 

Das Krebsaquivalent des Hamerschen Herdes im sensorischen Zen- 
trum des Gyrus postcentralis ist die Sensibilitatsstorung, sowie oftmals 
der Recklinghausen-Knoten, eine Gliawucherung der Nervenscheide, 
weil der Weg der afferenten Leitung 212 zum Hamerschen Herd blockiert 
ist. 

Der Konflikt des sensorischen Zentrums ist der Trennungs-Konflikt, 
der Konflikt des Verlusts des Korperkontaktes (z.B. Mutter, Familie, 



afferente Leitung = nervose Erregungsleitung vom peripheren Organ zum 
Gehim 



339 



Herde usw.), was in der Natur durchaus todlich sein kann, im 

weiteren 

auch „Verlassenseins-Angst". 



340 



15 Der Teufelskreis 

Gingen friiher Patienten, die zur Konfliktlosung und Behandlung bei mir 
waren, wieder in schulmedizinische Behandlung mit Radikaloperation, Be- 
strahlung und Zytostatika, dann waren sie fast alle dem Tode geweiht. Ge- 
sund kann dort nur zufallig mal jemand werden, der im Grunde gar keinen 
aktiven KrebsprozeB hatte, sondern ein inaktiviertes oder eingekapseltes 
altes Ca. Bleiben die Patienten aber in einem panikfreien sanatoriumsahnli- 
chen Krankenhaus mit kleiner Intensivabteilung bis sie ganz gesund sind, 
dann uberleben die allermeisten, sogar schatzungsweise 95% oder noch 
mehr von alien. 

Dazwischen ist der Teufelskreis!! Wir konnen ihn beschreiben als eine 
immer schnellere Abfolge ursachlich verkniipfter Ereignisse auf alien drei 
Ebenen von Psyche, Gehirn und Organen ausgehend von Ersterkrankung, 
nachfolgender Diagnose mit Diagnoseschock, nachfolgender Zweiterkran- 
kung mit weiteren Diagnose und Prognose-Schocks. Zwischendrin kann es 
durchaus Losungsphasen-Symptome geben, die jedoch meist sofort wieder 
schulmedizinisch fehlinterpretiert werden und so den Patienten noch tiefer in 
den Teufelskreis hineinfuhren ... 

Wiirden die Menschen nicht iiber ihre Krankheit reflektieren und sich nicht 
in Panik bringen lassen, dann wiirden an der eigentlichen Krebs- 
Ersterkrankung nur relativ wenige sterben, praktisch nur die, bei denen der 
Konflikt nicht oder nur sehr spat gelost wird. Nach meiner Schatzung sind 
das etwa 10 - 20%. Aber von diesen 10 - 20% konnen noch die allermeisten 
uberleben, wenn sie ihren Konflikt losen konnten - mit Hilfe verstandnis- 
voller, kluger Menschen. 

Die allermeisten Patienten, die an Krebs erkrankt sind, sterben heute an 
der Panik-Angst! Die Ursache fur diese vollig uberflussige und geradezu 
verbrecherische Panikmache sind die Unarzte selbst! Die iatrogene, d.h. 
arztlich verursachte Panikmache durch Pessimalprognose und dgl. fuhrt zu 
neuem Konflikt-Schock und neuem Krebs, sog. „Metastasen" (die es als 
solche gar nicht gibt). 

Ein Fall aus Osterreich ist hier ganz besonders aufschluBreich: Aus einer 
Meldung vom 7.10.99 in alien Osterreichischen Medien erfuhr man folgen- 
des; Eine Gynakologe-Arztsekretarin hat seit 6 Jahren bei insgesamt 140 
Patientinnen die histologische Diagnose „bosartig, Krebs" der Abstriche 
„entsorgt" und den Patientinnen geschrieben, es sei „alles in Ordnung". 
Hatte man den Patientinnen die Diagnose mitgeteilt und die entsprechende 
(Pseudo-) Therapie eingeleitet (Operation und Chemo), dann waren inzwi- 



341 



sehen, entsprechend der amtlichen Statistik, 130 - 135 der Patientinnen 
bereits tot. So aber ist keine einzige der Patientinnen gestorben, Eine einzige 
soil wieder erneut einen positiven Abstrich haben, alle anderen 139 gelten 
als „unerklarliche Spontanheilungen", die es aber nach bisheriger offizieller 
Lesart unter 10 000 nur einmal gegeben hatte. Jetzt gibt es sie 140 mal hin- 
tereinander. Man sieht: alles Schwindel, Lug und Betrug. Der Staat selbst 
ist der Betruger! 

Es hatte doch jedem Arzt irgendwann einmal dammern miissen, daB es fur 
eine Tatsache sonst keine Erklarung gibt, die gleichwohl alle kennen, nam- 
lich daB wir bei Tieren nur extrem selten einen Zweitkrebs finden. Erst im 
letzten Stadium von schwerer korperlicher Behinderung kann auch das Tier 
z.B. einen Selbstwerteinbruch mit Knochenkrebs erleiden, wenn es nicht 
mehr laufen kann oder sich aus Schwache nicht mehr wehren kann. 

Wir wissen ja auch, daB bei alien an Krebs erkrankten Patienten, das kann 
ich sogar mit meinem eigenen Krankengut belegen, bei der Diagnosenstel- 
lung der Krankheit Krebs nur 1 oder 2% der Patienten - und die auch aus 
guten Grunden — uberhaupt Lungenrundherde zeigen. Zwei, drei Wochen 
spater allerdings weisen die Kontrollaufnahmen schon bei zwischen 20 und 
40% der Patienten Lungenrundherde auf, Zeichen fur das fast regelmaBig 
durch die (brutale) Diagnoseeroffnung eingeschlagene Todesangst-DHS. 
Solche intellektuelle Todesangst, die ja, wie man bei den Tieren sieht, jeder 
zwingenden Notwendigkeit entbehrt und einzig und allein durch die Igno- 
ranz solcher Unarzte bewirkt wird, dieser iatrogene Schock ist heute die 
haufigste Todesursache bei Krebserkrankung. Zu diesem Todesangst- 
Schock bei der Diagnoseeroffnung hinzu kommen dann noch unzahlige 
Prognose-'Tolterungen". Spater werden solche Unarzte alle mit den Schul- 
tern zucken und behaupten, es sei eben alles ein groBes MiBverstandnis 
gewesen. 

Das ist nicht wahr. 

Meine armen Patienten. Sie sind stets hin und her gerissen. Auf der einen 
Seite haben viele die Neue Medizin verstanden. Aber wenn dann der hochse- 
riose Herr Chefarzt kommt mit den vielen Ober- und Assistenzarzten, die 
alle zustimmend und ernst mit den Kopfen nicken zu dem, was der gotter- 
gleiche WeiBbekittelte da als die absolut zuverlassige, wahre Prognose von 
sich gibt - fur den Patienten quasi das Todesurteil, - ja welcher von diesen 
armen, zu Tode verwundeten Krebspatienten hat dann noch das Herz, die 
Moral und den BiB, dem riesengroB-seriosen Professor zu widersprechen? 

Die foltergleiche Maschinerie lauft an - da gibt es quasi kein Entrinnen 
aus diesem „Programm". Nach wenigen Monaten finden sich fast alle im 
Sterbezimmer. Entwischt mal einer aus diesem Raderwerk der offiziellen 



342 



Medizin, dann entgeht er bestimmt nicht der sicheren Nachsorge- 
Untersucherei. Standig beobachtet sich der Patient, jede UnpaBlichkeit ist 
verdachtig auf erneuten Krebs bzw. „Metastase M . Kurz vor der regelmaBi- 
gen „grundlichen" Kontrolluntersuchung ist der arme Patient tagelang im 
TotalstreB. Dann das Resultat: „Derzeit noch keine Metastasen feststell- 
bar." „Gott sei Dank", denkt der Patient, „nochmals drei Monate langer zu 
leben." 

Hinzu kommen natiirlich nun die unendlich vielen gesellschaftlichen Ang- 
ste. Am allerschlimmsten ist die mitleidige Fragerei, „ob es denn noch eini- 
germaBen geht". Uberall fuhlt sich der Patient als Todeskandidat angesehen, 
den man gar nicht mehr fur voll nimmt, weil er doch bald sterben wird. 
Nicht mal die Hand mochten viele Leute ihm mehr gerne geben, weil sie 
insgeheim furchten, es konne anstecken. Und selbst wenn der Patient es 
schafft, fur sich selbst einmal den Teufelskreis zu durchbrechen und Mut 
und Selbstwert zuruckzugewinnen, wird er bei nachster Gelegenheit durch 
seine „einprogrammierte" Umgebungsgesellschaft unsensibel mit der Nase 
darauf gestoBen, daB er doch „Krebspatient" sei. 

Vor diesem medizinisch unarztlichen und gesellschaftlich unmenschlichen 
Hintergrund steht der arme Patient, der die Neue Medizin kennengelernt und 
sogar verstanden hat, in totalem Dilemma: Zwar kann keiner etwas gegen 
Hamers Neue Medizin an Argumenten vorbringen, trotzdem wird sie in 
Bausch und Bogen verteufelt. 

Noch viel schlimmer aber ist, daB sogar die verschiedenen Symptome und 
Zustande ganz verschieden gedeutet werden. Vagotonie z.B. gilt im System 
der Neuen Medizin als sehr gutes Zeichen der Heilung. Zwar muB sie gele- 
gentlich medikamentos etwas abgebremst werden, wenn wahrend der vago- 
tonen Heilungsphase der Hamersche Herd im Gehirn zu stark anschwillt, 
aber im Prinzip ist die vagotone Heilungsphase notwendig und sehnlich 
erwartet. 

Ganz im Gegensatz dazu ist fur die derzeitig noch tonangebende Medizin, 
in deren Symptomenwortschatz die Ausdriicke Sympathicotonie und Vago- 
tonie nur als Begriffe der sog. „vegetativen Stoning" vorkommen, die 
Vagotonie beispielsweise eine „schwere Kreislaufstorung" und der „Anfang 
vomEnde". 

Obwohl der Patient, wenn es sich nicht gerade um die Heilung von Kno- 
chen-Ca handelt, welche Schmerzen macht durch Periost-Dehnung, obwohl 
also der Patient sich in alien anderen Fallen von Vagotonie sehr wohl fuhlt, 
guten Appetit hat, gut schlaft, prophezeien nunmehr alle Schulmediziner, 
die der Patient vielleicht unvorsichtigerweise aufsucht, ihm das baldige En- 
de. Und obwohl wir eigentlich die Vagotonie als Rekonvaleszenzstadium 



343 



nach den sog. Infektionskrankheiten kennen muBten - man denke nur an die 
monatelangen „Liegekuren" bei Tbc-Erkrankung -, so ist doch jeder Schul- 
mediziner geneigt zu sagen: „Ja, beim Krebs ist aber alles ganz anders." 

Da ist auch was Richtiges dran, denn die Krebserkrankung ist ja eine vom 
Prinzip her zweiphasige Erkrankung: Die sympathicotone, konflikt-aktive 
Phase, in der der Patient keinen Appetit hat, nicht schlafen kann und ver- 
meintlich periphere Durchblutungsstorungen hat, ist fur die Schulmediziner 
bisher der eigentliche Krebs gewesen. Eine langere Heilungsphase, die ja 
zum Krebs genauso dazugehort, haben die Schulmediziner bisher nicht ge- 
sehen. Und wenn sie sie manchmal in extremer Form gesehen haben, dann 
war es wirklich oft der Anfang vom Ende, weil dann vielleicht kurz darauf 
der Patient an der Hirnschwellung gestorben ist. 

Fazit: Der Patient kann nicht zweigleisig fahren, weil immer schon die 
Prognose in die Therapie mit eingeht. Ein Patient, der bei Heilung von Kno- 
chen-Ca Schmerzen hat, bekommt in der Schulmedizin sofort Morphium, 
oft sogar gegen seinen ausdriicklichen Willen. Damit ist ihm aber der Wille 
zum Durchhalten genommen, zusammen mit seinen Schmerzen. Der Tod ist 
dann nur noch eine Frage von Tagen oder Wochen. WeiB der Patient aber, 
wie es meine Patienten wissen, daB dieser Schmerz etwas im Grunde Gutes 
ist und auch nur passager, also absehbar, und weiB er, woher oder wozu er 
kommt, dann mobilisieren sie ungeahnte Krafte und empfinden auch den 
Schmerz nicht mehr als etwas so Schlimmes, als wenn man ihnen sagt, wie 
es bisher geschieht, diese Schmerzen wiirden nun immer starker werden und 
ohne Hoffnung in den zwangslaufigen Tod ausmiinden. 

Erst wenn der Patient von Arzten behandelt werden wird, die die Neue 
Medizin inhaltlich und in der Anwendung beherrschen, dazu in einem sana- 
toriumsahnlichen Krankenhaus - ohne Panik - gesund werden kann, wo er 
das BewuBtsein hat, daB man seine Krankheit dort kennt und richtig ein- 
schatzen und sachgemaB behandeln kann, erst dann ist er aus dem Teufels- 
kreis heraus. Und erst dann werden mehr als 95% der Patienten iiberleben, 
wahrend im Teufelskreis allenfalls 1 oder 2 von hundert iiberleben konnen. 



344 



15.1.1 Fallbeispiel: „Metastasen" schon im kleinen 
Finger! 

Ein Mann von 45 Jahren hatte 3 Krebse uberstanden (Nieren-Krebs, Media- 
stinal-Ca und Lungenrundherd-Ca). Er fiihlte sich gesund „zum Baume 
ausreiBen", wie er selbst sagte, deshalb ging er wieder arbeiten als Lastwa- 
genfahrer, was er gerne machte. 14 Tage arbeitete er, ohne die geringsten 
Beschwerden gehabt zu haben oder daB ihm die Arbeit im mindesten 
schwergefallen ware. Nach 2 Wochen kam ein Abgesandter der Kranken- 
kasse in die Firma und verlangte, daB „der Krebspatient" sofort aufhoren 
miisse zu arbeiten, der gehore in Rente geschickt. Die Krankenkasse sei 
nicht bereit, im Zweifelsfalle weiter zu bezahlen, denn daB ein „Krebspati- 
ent" wieder arbeiten konne, sei ja so gut wie niemals von langer Dauer. Der 
Patient wurde von einer Minute zur anderen von seinem Fahrerbock herun- 
tergeholt und - invalidisiert! Der Patient erlitt ein Revierkonflikt-DHS, war 
am Boden zerstort! Aber auch diesen furchtbaren Schlag hat der Patient 
noch einmal schaffen konnen, hatte mir allerdings erst nach 8 Wochen Be- 
scheid gesagt, nachdem er schon wieder einige Kilo an Gewicht abgenom- 
men hatte. 

Auch die Heilungsphase mit einem groBen Oedem um den Hamerschen 
Herd im rechten periinsularen Bereich konnte der Patient noch einmal uber- 
stehen. Wieder fiihlte er sich wohl. Und weil er nun nicht mehr arbeiten 
durfte, begann er, sein Haus zu verschonern und seinen Wagen aufzupolie- 
ren. Eine Stelle am Lack, die abgesplittert war, wollte er mit einer Draht- 
biirste abbiirsten, um sie spater zu uberspritzen. Dabei stach er sich mit der 
Drahtburste versehentlich in den kleinen Finger der linken Hand. Der Stich 
ging bis auf den Knochen durch. Die Sache entziindete sich, schwoll an und 

214 

es entwickelte sich eine lokale Osteomyelitis an der Spitze der Endpha- 

215 

lanx des linken Kleinfingers. 

Als der Patient, der sich zu diesem Zeitpunkt komplett gesund fiihlte, 
blendenden Appetit hatte und gut schlafen konnte, ahnungslos um die Fol- 
gen solchen Tuns zu seinem Hausarzt mit seinem entziindeten Finger ging, 
machte dieser Hausarzt, ein ehemaliger Chirurg, der sich nach nichts so 
sehr zuriicksehnte als nach seinem alten Metier, eine Rontgenaufnahme 

Mediastinum = Mittelfell, mittleres Gebiet des Brustraums, Raum zwischen den 
beiden Pleurahohlen (bzw. Lungen) 



214 



Osteomyelitis = Knochenmarks-Entziindung 



9 1 S — 

Phalanx = Finger-, Zehenglied 



345 



dieses Kleinfingers und sah dort einen kleinen Defekt, den die Osteomyelitis 
verursacht hatte. Aber bei einem „Krebspatienten" gibt es natiirlich keine 
Osteomyelitis, da gibt es einzig und alleine nur „Metastasen" ! Dabei war 
die Einstichstelle sehr gut sichtbar und unmittelbar iiber dem Osteomyelitis- 
herd gelegen. Und so sagte der Medizyniker zu dem schon vor Angst zit- 
ternden Patienten: „Sie, das kann nur eine Metastase sein, Sie sind doch 
'Krebspatient', jetzt sind die Krebszellen schon im kleinen Finger. Wir miis- 
sen sofort amputieren. Und ich sage Ihnen, alles, was der Hamer Ihnen ge- 
sagt hat, war Quatsch, wenn das so weitergeht, werden Sie doch noch ster- 
ben! M 

Der Patient war am Boden zerstort, erlitt in dieser Minute ein Todesangst- 
DHS. Er lieB sich willenlos sofort - ohne histologische Untersuchung - den 
Finger vollstandig (weit im Gesunden, das ist die Regel!!) amputieren. 
Aschfahl kam der arme Kerl nach Hause, hob nur wortlos die Hand hoch 
und war erst nach langerer Zeit dazu zu bewegen, zu erklaren: „Die Krebs- 
zellen sind jetzt schon in den kleinen Finger metastasiert, sagt der Doktor. 
Alles, was der Dr. Hamer gesagt habe, sei Quatsch, es gebe fur mich keine 
Hoffnung mehr." 

6 Wochen spater rief mich der Patient an. Zu dem Zeitpunkt hatte er 
schon 1 kg an Gewicht wieder abgenommen, seine vorher praktisch saube- 
re Lunge war bei einer Kontrolluntersuchung voll mit Lungenrundherden. 
Bald darauf starb der Patient. Er war in den Teufelskreis geraten! ! 

15.1.2 Fallbeispiel: Teufelskreis durch Herzangst- 
Konflikt mit Herzbeutel-Mesotheliom 

Ein 43jahriger Tennislehrer, Linkshander, Besitzer einer Tennishalle, hatte 
wegen dieser Halle einen Revier-Konflikt erlitten. Der zugehorige Hamer- 
sche Herd liegt im linken Temporallappen, die zugehorige Organ- 
Lokalisation sind Ulcera der Koronarvenen. 

Nach ca. einem halben Jahr loste der Patient seinen Konflikt. Den notwen- 
digerweise folgenden Rechtsherz-Infarkt erlitt er 2 Monate spater: Er bekam 
morgens eine Minuten dauernde Angina pectoris, erinnerte sich aber, daB er 
das ganze vorangegangene Jahr leichte Herzstiche gespiirt hatte. Der sehr 
starke Angina-pectoris-Anfall schwachte sich im Laufe des Tages etwas ab, 
verschwand aber erst am Ende des zweiten Tages. 

Dieser Angina-pectoris-Anfall war das DHS: Er dachte: „Oh Gott, jetzt ist 
die Pumpe kaputt, das ist ein Herzinfarkt, jetzt kannst Du nicht mehr als 
Trainer Tennisunterricht geben!" 



346 



Nun spielte sich folgendes ab: Der Patient hatte zwar schon seit 6 Wochen 
das besondere Gefuhl einer groBen Mudigkeit, das hatte er jedoch nicht so 
ernst genommen und mit Kaffee bekampft. Natiirlich kam nach dem Angi- 
na-pectoris-Anfall die Mudigkeit wieder aber jetzt brachte er sie in Zusam- 
menhang mit seinem Herzen! 

Er hatte bei dem starken Angina-pectoris-Anfall eine Attacke gegen das 
Herz empfunden („die Pumpe ist kaputt!"), dieser Konflikt wurde jetzt 
durch die Mudigkeit aktiv gehalten. Der Patient hatte also einen gelosten 
Revier-Konflikt nach der epileptischen Krise (Rechtsherz-Infarkt) - und 
gleichzeitig einen aktiven Herzattacke-Konflikt mit einem Herzbeutel- 
Mesotheliom. 

Nach einigen Monaten war die durch den gelosten Revier-Konflikt be- 
dingte Heilungsphasen-Mudigkeit zu Ende und damit loste sich nun der 
Herzattacke-Konflikt und es folgte der in der pel-Phase obligate Herzbeutel- 
ErguB. 

Durch den Herzbeutel-ErguB war die Leistungsfahigkeit des Tennislehrers 
noch erheblicher eingeschrankt als wahrend der Heilungsphase des Revier- 
Konfliktes. Augenblicklich erlitt der Patient deshalb ein Rezidiv des 
Herzattacke-Konfliktes und folglich einen Riickgang des Herzbeutel- 
Ergusses, allerdings nicht als gutes Heilungszeichen, sondern als Zeichen, 
daB der Herzbeutel-Konflikt wieder aktiv war. Kaum war der Herzbeutel- 
ErguB auf Grund des erneuten Mesotheliom-Wachstums im Herzbeutel 
zuruckgegangen, kam seine Leistungsfahigkeit zuruck und er beruhigte sich 
einigermaBen. Dadurch kehrte aber nun wieder der ErguB im Herzbeutel als 
Zeichen eben dieser Beruhigung zuruck, d.h. als Zeichen der Losung seines 
Rezidiv-Konfliktes. Und so - ohne die Kenntnis der Neuen Medizin - geriet 
der Patient automatisch in den Teufelskreis. Beim 2. oder 3. Rezidiv wurde 
der Herzbeutel-ErguB schlieBlich mit Hilfe eines Thorax-CT's diagnosti- 
ziert. 

Bei dieser Diagnose erlitt der Patient einen Todesangst-Konflikt mit 
Rundherd-Krebs in den Lungen-Alveolen. Jetzt war er im doppelten Teu- 
felskreis: Jedesmal, wenn ein Herzbeutel-ErguB diagnostiziert wird, be- 
kommt der Patient Herz- (-beutel) -Angst und Todesangst. Ist der ErguB des 
Herzbeutels dann abpunktiert, seine Leistungsfahigkeit also wieder groBer, 
beruhigt er sich fur eine Weile wieder - der Herzbeutel lauft wieder voll. 
Das Rad dreht sich immer schneller ... 

Als man die Lungenrundherde entdeckt hatte, verloren die Kardiologen je- 
des Interesse an ihm. Da sagte ihm jemand, es gabe da noch die Neue Medi- 
zin .. 



347 



Die Neue Medizin kann solch einen doppelten Teufelskreis durchbrechen, 
allerdings nur, wenn der Patient die Zusammenhange verstehen kann. 



15.1.3 Fallbeispiel: Der Aszites Oder Wasserbauch 
(Heilungsphase nach einem Bauchfell-Mesotheliom) 

Das Foto zu diesem Fall soil nicht 
erschrecken, sondern vor allem 
Jzwez Dinge deutlich machen: Zum 
einen, wie groB ein chronischer 
Aszites durch einen Teufelskreis 
werden kann. Zum anderen aber 
soil das Foto auch zeigen, daB 
man trotz eines riesigen Aszites 
noch eine erstaunliche Lebens- 
qualitdt haben kann. Dies zum 
Trost fiir die Patienten, die schon 
uber einen wesentlich kleineren 
Aszites verzweifeln wollen ... 

Beim Aszites bauen viele Pati- 
jenten geradezu einen chroni- 
schen Teufelskreis auf. Der dem 
Aszites vorangegangene Kon- 
flikt, genauer gesagt der Bauch- 
fell-Mesotheliom-Konflikt ist ja 
immer eine „Attacke gegen den 
Bauch". Beim Tier ist das nor- 
malerweise ein Tritt oder ein 
Schlag gegen den Bauch, den es erlitten hat. Aber es kann auch beim Tier 
schon ein mehr „mentaler Konflikt" sein, z.B. eine Darmkolik, die das Tier 
als „Attacke gegen den Bauch" erleben kann. 

Bei uns Menschen dagegen sind diese mental empfundenen Attacken ge- 
gen den Bauch geradezu die Regel. Bei den meisten chirurgischen Bauch- 
diagnosen, die eine chirurgisch-operative Behandlung nach sich ziehen, 
erleidet der Patient eine mentale Attacke gegen den Bauch, d.h. er stellt sich 
vor, wie der Chirurg in seinen Bauch hineinschneidet. 

Da die meisten Operationen ziemlich schnell nach der Diagnose erfolgen, 
sieht der Chirurg gewohnlich noch nicht die winzig kleinen Mesotheliom- 
"Stippchen", sprich kleinen Tumorchen, die er jedoch dann sieht, wenn er 
die Operation aus irgendwelchen Griinden um 4 Wochen verschiebt. Das 




348 



sind dann die Falle, wo der Chirurg „auf- und wieder zumacht". Dann steht 
im OP-Bericht: Der Eingriff, der geplant war, ware sinnlos gewesen, denn 
das ganze Bauchfell sei schon „voller Metastasen". 

Ein solcher Fall lag bei eine Patientin vor, bei der man ein Leber-Adeno- 
Karzinom diagnostiziert hatte. Wegen verschiedener Voruntersuchungen 
zog sich die geplante Operation 4-6 Wochen hin. Dann schlieBlich machte 
man „auf und wieder zu", d.h. man machte nichts mehr. 

Zu diesem Zeitpunkt horte die Patientin von der Neuen Medizin und las 
eines der Bucher. Die Folge war (glucklicherweise) der Aszites als Zeichen, 
daB sie ihren Bauch-Attacke-Konflikt gelost hatte. Es entwickelte sich je- 
doch ein Teufelskreis. Fast zwei Jahre lang hatte sie einen, schlieBlich riesi- 
gen, chronischen Aszites, fuhlte sich aber dennoch wohl dabei, hatte guten 
Appetit, schlief gut, fuhr Fahrrad, ging schwimmen aber der Aszites wollte 
nicht verschwinden. SchlieBlich rief die Patientin mich an und fragte, war- 
um der Aszites nicht weniger werde. Es fand sich, daB standig irgendwelche 
Freunde und Bekannten kamen, um ihren Bauch zu begutachten. Besonders 
gravierend waren die Kommentare einer Krankenschwester, die zweimal 
wochentlich kam, um der Patientin im Haushalt etwas zu helfen. Diese au- 
Berte stets skeptisch, daB sie noch nie jemanden gesehen habe, der so einen 
Aszites uberlebt habe. Bei Frau Meier sei das auch so gewesen, die habe 
sich zuerst noch eine Weile ganz gut gefuhlt, aber dann sei sie doch gesto- 
ben. 

Dadurch bekam die Patientin dauernd ein Bauchattacke-Konfliktrezidiv 
und der Bauch wurde dunner. Weil er dunner wurde, beruhigte sie sich wie- 
der und kam wieder verstarkt in die pel-Phase. Dadurch „wuchs" der Bauch 
wieder als Zeichen eben dieser Heilung oder Losung des Konfliktes. Dies 
maB sie zudem taglich mit einem BandmaB. Wenn der Bauch wieder dicker 
wurde, kam sie wieder in den Bauch-Attacke-Konflikt und er wurde wieder 
kleiner ... 

Als ich ihr das geduldig erklarte, fiel es ihr wie Schuppen von den Augen: 
„Herr Doktor, das hatte ich ja nicht verstanden!". Von da ab, so hatte ich 
ihr geraten, versuchte sie uber ihren Bauch zu lachen und so wenig wie 
moglich dariiber nachzudenken. Der Bann war gebrochen und - ganz lang- 
sam ging der Aszites nun kontinuierlich zuriick! 



349 



15.1.4 Fallbeispiel: Teufelskreis bei Kiemenbogen- 
Zysten 

Einer der haufigsten Teufelskreise ist der der Kiemenbogen-Zysten nach 
Frontal- (oft Krebsangst-) Konflikten. Die Frontalangst ist eine Angst vor 
etwas, das vermeintlich auf einen zugerollt kommt und dem man nicht aus- 
weichen kann. Es bleibt nur die Flucht. Ist auch der Riickweg nach hinten 
gesperrt, dann erleidet der Patient (Mensch oder Tier) zusatzlich eine 
„Angst-im-Nacken" und ist augenblicklich in fronto-occipitaler schizophre- 
ner Konstellation. 

Die Frontalangst ist bei Mensch und Tier eine ganz reale Angst, eine 
Angst vor einer ganz realen Gefahr, vor einem angreifenden Menschen oder 
Tier etc. Erst in zweiter Linie wird es bei uns Menschen oft zu einer Angst 
vor etwas Imaginarem, was dem Patienten nicht weniger gefahrlich zu sein 
scheint als ein anrennendes wildes Tier: Der Arzt hat z.B. einem Patienten 
gesagt: „Wir haben Krebsverdacht" oder „Sie haben Krebs!" Da der Krebs 
immer als etwas Unentrinnbares, etwas Fortschreitendes, auch als „schick- 
salhaftes Geschehen" dargestellt wird, obwohl ja real keine Gefahr vorhan- 
den ist, sondern nur imaginar, diese vermeintliche Gefahr als unentrinnbare 
Gefahr auf die Patienten zurollt, konnen sie also allein schon durch eine 
Diagnose einen entsprechenden Frontalangst-Konflikt erleiden. Patienten, 
die nach der Neuen Medizin diagnostisch aufgeklart werden, erleiden eine 
solche Krebsangst so gut wie nie. 

Bei der Frontalangst oder Krebsangst werden wir entwicklungsgeschicht- 
lich gewissermaBen wieder in die archaische Zeit zuriickversetzt, als unsere 
Vorfahren noch im Wasser gelebt haben. Die groBte Katastrophe war da- 
mals, wenn diesen fischahnlichen Wesen die Kiemen durch irgend etwas 
verstopft wurden oder sie auf dem Trockenen lagen und die Kiemen ver- 
klebten, so daB sie keine Luft mehr bekamen. Genau diese Urangst, daB uns 
die Luft abgeklemmt wird, erleiden wir bei solchen Frontalangst-Konflikten 
und analog auch bei den Krebsangst-Konflikten. Mir „schnurte es die Kehle 
zusammen", sagen die Menschen. 

Schlagt ein solcher „Krebs-Diagnose-Konflikt" ein, so hat der Patient na- 
turlich augenblicklich alle Zeichen der Konfliktaktivitat: Eiskalte Hande, 
Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, Zwangs-Konfliktdenken etc. Am Hals aber 
verspiirt er lokal nur ein leichtes Ziehen oder Kneifen unter der Haut. 

Lost sich nach einer gewissen Zeit der vermeintlichen oder echten Gefahr 
der Angst-Konflikt, bzw. die Krebsangst-Panik, so entstehen am Hals an 



350 



den Stellen, an denen in der konflikt-aktiven Phase in den alten stillgelegten 
Kiemenbogengangen Ulcera, d.h. flache Gewebsdefekte am Kiemenbogen- 
Plattenepithel, das das Innere dieser stillgelegten Rohre auskleidet, entstan- 
den waren, nunmehr in der Heilungsphase Fliissigkeits-Zysten. Diese wer- 
den falschlicherweise in der Schulmedizin auch, weil man sie fur 
Lymphknoten gehalten hatte, Non-Hodgkin-Lymphome (= Nicht- 
Lymphknoten-"Lymphome") genannt. Diese Kiemenbogen- 

Fliissigkeitszysten sind hervorgerufen durch starke Schwellungen der Hei- 
lung an den bis dahin ulcerierten Stellen in den stillgelegten mit Plattenepit- 
hel-Schleimhaut ausgekleideten Rohren der alten Kiemenbogengange. Da- 
durch kann die Fliissigkeit nicht abflieBen und bildet Stiicke von aufgetrie- 
benen flussigkeitsgefullten Schlauchen, die auch wie Kugeln aussehen kon- 
nen und unter der Haut liegen und zwar beiderseits am Hals vor und hinter 
dem Ohr, von da ab herunterziehend bis in die Achsel hinein und vorne bis 
in die Schlusselbeingrube und sogar auch noch iiber die Schlusselbeingru- 
ben hinweg (etwa handbreit). Innen konnen sie hinunterreichen bis zum 
Zwerchfell und konnen dort auch dicke Fliissigkeits-Zysten machen, die 
dann regelmaBig als „Lymphknoten-Pakete" fehlgedeutet werden. Fur die 
Kiemenbogengangs-Zysten sind mehrere klinische Symptome typisch: 

In der ersten Halfte der Heilung, also vor der epileptoiden Krise, meisten 
kurz nach der Conflictolyse, bekommen die „unwissenden Patienten" „Me- 
tastasen-Panik". Sie halten die sich derb anfuhlenden Zysten fur kompakte 
„Knoten" („wie aufgepumpte kleine Lederballe"), „Knoten", „Lymphkno- 
ten" oder einfach „Tumorwachstum". Durch die „Metastasen-Panik" erlei- 
den sie erneut Krebs-Angst Durch diese Krebsangst-Panik verkehrt sich die 
Heilungsphase augenblicklich wieder in Konfliktaktivitat - und die Zysten 
sind rucklaufig. 

Den gleichen, vermeintlich giinstigen Erfolg erzielt man auch durch Che- 
mo oder Bestrahlung der Zysten mit Rontgen- oder Kobaltstrahlen, nur mit 
dem Unterschied, daB bei Chemo oder Bestrahlung nicht Konfliktaktivitat 
bewirkt wird, sondern nur Heilungs-Stop! In beiden Fallen ist der Patient 
augenblicklich im Teufelskreis gefangen: 

Im Falle eines Konfliktrezidivs durch erneute Krebsangst-Panik erfolgt: 
Abbruch der Heilung, Ruckgang der Kiemenbogen-Zysten, weitere Ausdeh- 
nung der Ulcera in den Rohren oder Schlauchen der alten Kiemenbogengan- 
ge- 

Es bleibt die „Konfliktmasse", die durch den jahen Abbruch der Heilung 
weder psychisch noch organisch abgeheilt ware, also die aufgeschobene, 
aber noch notwendige „Restheilung". Gleichzeitig entsteht eine neue Kon- 



351 



fliktmasse, die ebenfalls spater durch Heilung aufgearbeitet werden muB, 
psychisch wie cerebral als auch organisch. 

Gelingt es also, den Patienten nochmals zu beruhigen, so werden die nun 
als Zeichen der wieder eingetretenen Heilung erneut entstehenden Fliissig- 
keits-Zysten groEer als zuvor durch Restheilung + Heilung der neuen Panik. 

Naturlich wird auch die zwangslaufig eintretende epileptische bzw. epi- 
leptoide Krise starker als sie beim ersten Mai geworden ware, wenn der 
Patient seine Krebsangst-Panik ohne ein erneutes Rezidiv bis zu Ende gelost 
hatte. 

Bekommt der Patient nunmehr angesichts der noch vergroBerten Fliissig- 
keits-Zysten erneut ein Rezidiv der Krebsangst-Panik, so geht das ganze 
Spiel des Teufelskreises wieder von vorne los. 

Erleidet der Patient, z.B. weil er die Neue Medizin kennt, kein neues 
Krebsangst-Panik-Rezidiv, also keine erneute Konflikt-Aktivitat, und 
kommt es zu einer richtigen Heilungsphase, so kommt es naturlich haufig 
vor, besonders wenn die als „Knoten" empfundenen, oft ziemlich groBen 
Zysten am Hals gelegen sind (oder im Mediastinum 216 ), daB der Patient das 
Gefuhl hat, er bekomme rein mechanisch vermindert Luft. Meist fuhlt er das 
nur, ohne daB es wirklich der Fall ist. Ganz selten kommt es aber auch 

717 

wirklich vor, daB die Luftrohre von auBen imprimiert oder sogar kompri- 
miert ist. Eine echte Gefahr des Erstickens ist dabei jedoch faktisch so gut 
wie nie gegeben, weil die Zysten hochstens flach auf die (derbe) Luftrohre 
driicken kdnnen. 

In der epileptoiden Krise jedoch kann das subjektive Gefuhl, bzw. die ar- 
chaisch-kreaturliche Angst zu ersticken, geradezu iiberwaltigend sein und 
den Patienten in erneute furchtbare Angstpanik bringen. Allerdings ge- 
schieht das glucklicherweise nur in extremen Fallen, die auch sehr groBe 
Fliissigkeits-Zysten haben. Einen solchen Patienten zu beruhigen, bzw. aus 
der Panik herauszuholen oder - noch besser - ihn durch Vertrautmachen mit 
der Neuen Medizin erst gar nicht in diese Panik hineinkommen zu lassen, ist 

91 2 

die vornehmste Aufgabe eines jeden „Iatros" . Solche Patienten medika- 

91 Q 

mentos zu sedieren , ist unsinnig und normalerweise nur ein Zeichen von 
Ignoranz, denn fur die Zeit nach der epileptoiden Krise, wenn der Patient in 
das „zweite vagotone Tal" fallt, kann die voraufgegangene Sedierung tod- 
lich sein. Die chemische Sedierung, eine Art von Vergiftung, kann niemals 



216 Mediastinum = Mittelfell; mittleres Gebiet des Brustraums 

217 Trachea = Luftrohre 

218 Iatrose = Arzt, Heiler 

219 Sedativa = sog. Beruhigungsmittel 



352 



den beruhigenden Zuspruch eines Menschen oder des „Iatros" ersetzen. 
Erst, wenn die Patienten auch dieses „zweite vagotone Tal" noch durch- 
wandert haben, sind sie wirklich gesund. 

Im Fall von Chemo und Bestrahlung erlangt der Orthodox-Mediziner zu- 
nachst einen Pyrrhussieg, wenn die Kiemenbogen-Zysten riicklaufig werden. 
Aber er hat ihn um den Preis erlangt, daB die Heilung und die in der Heilung 
zwangslaufig erfolgende epileptoide Krise lediglich storniert wurden, dazu 
der gesamte Organismus furchtbar und meist irreparabel geschadigt wird. 
Nicht einmal die schlimmsten Medizyniker haben fruher ehrlicherweise 
jemals die Chemo als „Therapie" bezeichnet, sondern man hat fruher den 
Patienten gesagt: „Bevor du endgultig an Krebs stirbst, kannst Du noch 3 
oder 4 Wochen auf dem Reservetank des Knochenmarks fahren bzw. le- 
ben." Aber selbst das war naturlich nur Unsinn! Die Patienten, deren Kie- 
menbogengangs-Zysten mit Chemo „bearbeitet" werden, bei denen gehen 
die Zysten zunachst zuruck, wie gesagt: Der Heilungsvorgang ist lediglich 
storniert, nicht etwa beendet. Hort die Chemo auf, fangt die Heilung wieder 
an und mit ihr kommen die Zysten zuruck. Das setzt den Patienten in einen 
Dauer-Teufelskreis, den „Exorzierern" fullt es die Taschen. An dieser un- 
sinnigen Tortur sterben fast alle Patienten. 

Der Kiemenbogenzysten-Teufelskreis, der bei Tieren - bis auf die Schwie- 
rigkeiten voriibergehender Luftnot in der epileptoiden Krise - praktisch nicht 
vorkommt, nimmt hier absichtlich einen so breiten Raum ein, denn es ist 
einer der haufigsten immanenten 220 Teufelskreise, dabei zum groBten Teil 
ein iatrogener. 

Merkt Euch: Einen Patienten im Augenblick der Panik zu beruhigen, der 
mental iatrogen deformiert ist, ist schwer. Dagegen einen Patienten zu beru- 
higen, der vorher schon die Neue Medizin kennengelernt und verstanden 
hatte, ist zwar auch kein Kinderspiel, aber es ist eine gut losbare Aufgabe, 
es ist sogar eine begliickende Aufgabe, gleichsam eine Gemeinschaftsarbeit 
unter Wissenden! 



353 



220 immanent = innewohnend, enthaltend 



16 Das ontogenetische System 

der Tumoren und 

Krebsaquivalent-Sonderprogramme- 

Das 3. Biologische Naturgesetz der 

Neuen Medizin 



Jahrelang bin ich geirrt durch die vermeintlich morphologische 221 und hi- 
stologische Systemlosigkeit der Geschwulste, Schwellungen, Tumoren, 
Karzinome, Sarkome, Seminome 222 , Chorionepitheliome oder Gliome, samt 
dem, was die sog. Schulmedizin als sog. Metastasen ansieht. 

Jetzt endlich glaube ich, eine Einteilung gefunden zu haben, die man wahr- 
scheinlich in mehr oder weniger abgeanderter Form auch in Jahrzehnten 
noch benutzen wird. Es ist die Einteilung nach der Entwicklungsgeschichte 
oder Embryologie 223 ! 

Ordnen wir alle diese verschiedenen Geschwulste und Schwellungen nach 
dieser Entwicklungsgeschichte, bzw. nach ihren Kriterien der verschiedenen 
sog. Keimblatter, dann ordnet sich alles pldtzlich wie von selbst. 
Wenn das Gehirn bei Mensch und Tier wirklich der in -zig Jahrmillionen 
gewachsene Computer des menschlichen Organismus ist, dann mussen logi- 
scherweise auch die entwicklungsgeschichtlich „zusammenhangenden" 
Korperorgane im Computer Gehirn „zusammenwohnen". 





HAMERsL-he HERDe im Slammhim 
Aderio-Ca [Tumor: Gewebe-Plus) 






Inneres Keimblatl 


ASthim 

Zdlvermehiiing 




HAMERsche HERDe im Kleinhirn 
Kompakles Ca (Tumor: Gewebe-Plus) 














Mitlleres Keimbluil 




1 










1 LAMHKsdic HKRDe im GroBhirn-Marktager 
Nckrose-Ca (Tumor: Gewebe-Minus) 






GroBhim 

Zell vermin tierung 

oder 

Funkiioii>;iusr:i]l 


Aulieres KdmbluLt 


HAMERsche HERDe im GroBhini 
Epilhel-Ulcus-Ca (Tumor: Gewebe-Minus) 









Die Embryologen teilen allgemein die Embryonalentwicklung ein in die 
drei sog. Keimblatter, das Entoderm oder inneres Keimblatt, das Meso- 
derm oder mittleres Keimblatt und das Ektoderm oder duEeres Keimblatt. 



221 

222 



223 



morphologisch = die auBere Gestalt und Form betreffend 

Seminom = Hodentumor 

Embryologie = Lehre von der Entwicklung des Embryos 



355 



Die sog. Keimblatter entwickeln sich beim Embryo im Mutterleib aus den 
ersten Zellverbdnden. Die meisten unserer Organe kann man einem dieser 
Keimblatter zuordnen. Wir konnen dem Schema entnehmen, daE sich das 
„Krebsverhalten" der Keimblatter fundamental unterscheidet. Entoderm 
und Ektoderm bzw. die ihnen zugehorenden Organe verhalten sich in der 
ca-Phase und der pel-Phase genau gegensdtzlich. Das Mesoderm bzw. die 
ihm zugehorenden Organe teilen sich auf die beiden anderen Keimblatter 
hinsichtlich dieses Verhaltens auf. Dies war auch der Grund, warum die 
Suche nach einem Stoff gegen den „bosen" Krebs bisher erfolglos sein 
muEte. Denn wie konnte irgendein „Medikament" auf dieser Welt gleich- 
zeitig gegen Zellvermehrung und Zellschwund sei?! (Ganz abgesehen von 
der Sinnlosigkeit dieser Art zu denken) Die bisherige Medizin kann somit 
allein mit dieser Erkenntnis ad absurdum gefuhrt werdenl 

Das ontogenetische System der 
Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme 

der Natur 




klk'irihii'ii I 



SYMPATHICOTONIE 

Kcmfliktaktiviliil 



VAGOTONIC 

kiinMiktlosu ngspha.se 







/i II-. i i m tin mm:.' 

Tumor 



I lllll- < I .1 hi Mil 

l- PiizciK riM-uM.-ri.-ni 



Duiicr- Vagotonic 

Kitta-Heilungtplw'rt.* 

Care iiws Last? 




Euiortie= Noftiiotonie . Dauer-Syrtipathicotonie 

nornialer sympalh./vaooion^r ' aktive Kreh:ilkTimklTc.iL5phasr 

Tiig/Nni:hi-Rh\ihinus | Krehswachsium 

i 



institutive 

I 1 : i.i-,.. 



epUcptisctlfi/ 
epileptoide Krise 

Wir sehen auf dem obigen Schema uber dem Zweiphasigkeits-Schema zwei 
Etagen: zwei verschiedene Gruppen, wie auch auf der Tabelle „Psyche - 
Gehirn - Organ" dargestellt. 



356 



Die gelbe Etage entspricht der Althirn-Gruppe und die rote der des 
GroEhirns, wie man auf der linken Seite des Schemas rasch verfolgen 
kann. Bei dem schematischen Schnitt durch das Gehirn konnte man sich 
die untere Etage, ndmlich das Althirn, etwa wie einen Schmetterling oder 
einen Vogel mit hochgestellten Flugeln vorstellen. Der Rumpf (gelb) ist 
das Stammhirn (Kopf - Mittelhirn, Bauch - Brticke, Pons, der Schwanz 
die sog. Medulla oblongata, das obere Ruckenmark). Der Fltigel mit 
orangener Zebrastreifung ist das Kleinhirn. Die orangene Streifung hat 
es, weil es zwar zum Althirn gehort, aber gleichwohl zum mittleren Keim- 
blatt (Mesoderm) Wenn wir die dem Buch beiliegende Tabelle vornehmen, 
dann finden wir die waagerechten Etagen dieses Schemas dort als senk- 
rechte Gruppen wieder: 

Links, gelb, Stammhirn, inneres Keimblatt. In der Mitte, orange: Mittle- 
res Keimblatt: Oben kleinhirn-gesteuerte Organe, unten GroEhirnmarkla- 
ger-gesteuerte Organe (z.B. Knochenskelett, Lymphknoten, Eierstocke, 
Nieren etc.). Rechts, rot, duEeres Keimblatt, oben und unten hirnrinden- 
gesteuert Organe. 

Schauen wir wieder auf unser Schema, dann erkennen wir, daE die 
Althirn-Etage in der konflikt-aktiven Phase (ca-Phase) Tumorwachstum 
mit Zellvermehrung macht, in der Heilungsphase nach der Konfliktlosung 
(CL), die wir auch post-conflictolytische Phase oder kurz pel-Phase nen- 
nen, wird der Tumor wieder abgebaut durch Mykobakterien (z.B. Tbc). 

Bei der roten GroEhirn-Etage ist das genau umgekehrt: In der ca-Phase 
werden dort Zellen eingeschmolzen - wir nennen es Nekrosen oder Ulcera 
- in der pel-Phase werden diese Nekrosen oder Ulcera wieder aufgefullt, 
bzw. wieder ausgeheilt. Da ja bisher niemand etwas wuEte, weil niemand 
ein System hatte, wurden die Restitutionen oder das Wiederauffullen der 
Nekrosen und Ulcera in der pel-Phase ignoranterweise auch als Krebs 
oder Sarkom bezeichnet, weil ja dabei auch Zellvermehrung (Mitosen) mit 
groEen Zellen und groEen Kernen stattfinden - allerdings jedoch eben zum 
Zweck der Heilung! 

Das Rdtsels Losung lag darin, daE wir jetzt die Keimblatt-Zugehorigkeit 
und die Lokalisation der fur jedes Organ spezifischen Hirn-Relais mit in 
unsere Uberlegungen einbeziehen konnen. Und siehe da, jetzt finden wir 
eine wunderbare Ordnung fiir alle Krebse und Krebsdquivalente - die ja 
jeweils nur eine Phase waren - und finden gleich die Symptome und Zu- 
sammenhdnge der komplementare Phase dazul 

Die Embryologen teilen allgemein die Embryonalentwicklung ein in die drei 
sog. Keimblatter, das Entoderm oder inneres Keimblatt, das Mesoderm 



357 



oder mittleres Keimblatt und das Ektoderm oder aufteres Keimblatt. Die 
meisten unserer Organe entstammen nur einem dieser Keimb latter, wie z.B. 
das Magen-Darm-Rohr (ohne Rektum und obere 2/3 des Osophagus 224 , 
kleine Curvatur des Magens, Leber-, Gallen- und Pankreasgange und die 
Inselzellen des Pankreas) dem Entoderm, dem inneren Keimblatt. 

Da aber der Darm schlieBlich auch BlutgefaBe hat, diese aber dem mittle- 
ren Keimblatt zugehoren, hat auch der Darm „mesodermale Anteile", wie 
man sagt. Und da der Darm auch ein Nervengeflecht hat, das sog. vegetati- 
ve Nervensystem, hat es natiirlich auch ektodermale Anteile. 

Aber wenn man von einem Organ sagt, es sei beispielsweise entodermalen 
Ursprungs, dann meint man nicht diese mesodermalen Anteile (GefaBe) und 
ektodermalen Anteile (Nerven), denn diese Anteile haben doch alle Organe. 

Aber es gibt auch Organe, die aus mehreren Anteilen verschiedener Keim- 
blatter funktionell zusammengebaut sind. Dazu gehort insbesondere der 
Kopf- und Lungenbereich mit Herzbereich, Magen, Leber, Pankreas, Duo- 
denum sowie der Vesico-Vagino-Anal-Bereich samt Nierenbecken. 
Einige dieser spater funktionell zusammengefugten Organe, die wir heute 
als ein Organ zu sehen gewohnt sind, haben jeweils ihre Relaiszentren in oft 
weit auseinanderliegenden Teilen des Gehirns. 

997 

Beispiel: Der Uterus besteht eigentlich aus zwei Organen, einem Ge- 
barmuttermund und -hals und einem Gebarmutterkorper mit Eileitern. Diese 
beiden verschiedenen Organe sind scheinbar zu einem Organ „Uterus" zu- 
sammengewachsen, sind aber hinsichtlich ihrer Schleimhaut verschiedenen 
Keimblattern entstammend und haben jeweils ihr Relaiszentrum in ganz 
verschiedenen Teilen des Gehirns: Gebarmuttermund und -hals im periin- 
sularen Bereich links, Gebarmutterkorper-Schleimhaut im Pons des Stamm- 
hirns. Entsprechend sind auch die histologischen Formationen vollstandig 
verschieden voneinander: Gebarmuttermund und -hals haben Plattenepithel, 
Gebarmutterkorper hat Adenoepithel (Zylinderepithel). Hinzu kommt natiir- 
lich noch die mesodermale Muskulatur der Gebarmutter, die ihr Relais im 
Mittelhirn (Stammhirn) hat. Deshalb hat es mir zunachst so groBe Muhe 
gemacht, die Zusammenhange zu erkennen. 

Umgekehrt sind auch Organe, die im Korper weit getrennt voneinander 
liegen, wie z.B. Rektum-, Vaginal-, Koronarvenen- und Kehlkopf- 
Plattenepithel links peninsular, sowie Intrabronchial-Plattenepithel, Koro- 
narintima-Epithel und Blasen-Epithel rechts peninsular im GroBhirn zum 
groBen Teil sehr dicht beieinander liegend. 

Und hatte ich nicht immer wieder Hirnregionen, z.B. den homunculus, hi- 
stologische Formationen, embryologische Forschungsergebnisse anderer 

Osophagus = Speiserohre 

Duodenum = Zwolffingerdarm 

Vesico-Vagino-Anal-Bereich = Bereich zwischen Blase, Scheide und Anus 

997 

Uterus = Gebarmutter 



358 



Lehrbiicher und meine Hirn-CTs samt Krankengeschichten verglichen, ich 
wiirde wohl heute noch dariiber nachgriibeln, derm in ziemlich alien Em- 
bryologiebuchern steht MiBverstandliches, manchmal sogar Falsches, weil 
ja auch niemand je einen Zusammenhang vermutet hatte. 

Jetzt z.B. weiB ich, daB alle Schleimhautbereiche mit Plattenepithel-Belag 
zusammengehoren und ektodermaler Herkunft sind, im Gehirn also auch 
zusammengehoren. Dabei gehoren eben so unterschiedliche Organe zusam- 
men, wie Mundschleimhaut, Bronchial-Schleimhaut, Kehlkopf-Schleimhaut 
und Kiemenbogengangs 228 -(Zysten)-Schleimhaut, Koronararterien-Intima, 
Koronarvenen-Intima, Rektum-Schleimhaut, Gebarmuttermund- und -hals- 
Schleimhaut. Sie alle haben ihr Relaiszentrum rechts und links peninsular, 
alle haben als zugehorige Konflikte sexuelle Konflikte, Revier- oder Re- 
viermarkierungs-Konflikte . 

Die Eiserne Regel des Krebs und das Gesetz von der Zweiphasigkeit aller 
sog. Erkrankungen (jetzt Sinn voile Biologische Sonderprogramme genannt) 
bei Losung des Konfliktes waren die Voraussetzungen, das ontogenetische 
System der Tumoren und Krebsaquivalent-Erkrankungen finden zu konnen. 
Es zeigt uns in logisch verstandlicher Form die innige Verknupfung unserer 
Konflikte, der zugehorigen Hirn-Relais und der Organzugehorigkeit im ent- 
wicklungsgeschichtlich relevanten Sinne. 

Dadurch bekommt mit einem Schlage unsere gesamte Histopathologic 229 
eine vollig durchschaubare, selbstverstandliche Ordnung. Die Relais fur 
gleiche Konflikte und histologisch gleiche Organe liegen im Gehirn ganz eng 
beieinander. 

Aber dieses ontogenetischen System der Tumoren und Krebsaquivalente 
hat uns auch aufgezeigt, daB wir ohne seine Kenntnis niemals z.B. Krebser- 
krankungen verstehen konnten, weil wir sie in Unkenntnis teils in die kon- 
flikt-aktive Phase eingeordnet hatten, und zwar die - wie wir jetzt sehen - 
althirn-gesteuerten Organ- Tumoren und teils die groEhirn-gesteuerten 
Organ-" Tumoren", die ja erst in der Heilungsphase Zellvermehrung ma- 
chen, ebenfalls als Tumoren fehlgedeutet hatten. 

Hatte also jemand behauptet, er hatte irgendein System bei Krebskrank- 
heiten entdeckt, dann konnte es nur falsch gewesen sein, wie wir z.B. an den 
sog. Tumormarkern sehen, die im Nachhinein betrachtet, fur sich ge- 

228 Kiemenbogengange = in der Halsgegend gelegenes Gewebe, das sich in der 
friihembryonalen Phase aus zwei Kiementaschen bildet. 

229 t 

Zelle 

230 n 

Blutes, die anzeigen, daB da ein ca-Phasen-Tumor wachst. Die inzwischen viele 



29 Histopathologie = Lehre von den „krankhaften" Veranderungen in und an der 

t 
230 Tumormarker = Die sog. „Tumormarker" sind meist Serumreaktionen des 



359 



nommen vollig unsinnig waren und meist das Gegenteil von dem bedeutet 
haben, was wir ihnen eigentlich zuschrieben. Da wir aber den Unterschied 
zwischen althirn-gesteuerten Organveranderungen und groBhirn-gesteuerten 
Organveranderungen nicht kannten, konnten wir iiberhaupt gar keine Ge- 
meinsamkeiten finden und wenn wir welche glaubten, gefunden zu haben, so 
waren sie falsch. 

Das ontogenetischen System der Tumoren ist umfassend und in sich lo- 
gisch. Naturlich folgt es letzten Endes konsequent aus der Neuen Medizin 
und der Entdeckung der Hamerschen Herde im Gehirn, sowie dem 2. biolo- 
gischen Naturgesetz (Zweiphasigkeit). 

Aber dieses gesamtontogenetische System der Medizin, insbesondere der 
Tumoren, ist fur die Medizin vergleichbar mit der Bedeutung des periodi- 
schen Systems der Elemente fur die Naturwissenschaft. Es beschreibt um- 
fassend die Zusammenhange der gesamten Medizin! 

16.1 Die Einteilung der Geschwulste 

Das ontogenetische System der Tumoren und Krebsaquivalente lautet: 

1. Den drei embryonalen Keimblattern entsprechen auch spezifische Allen 
von histologischen Geweben, die untereinander gleich oder wenigstens 
ahnlich sind. Lediglich das mittlere Keimblatt oder Mesoderm spaltet 
sich erneut auf in ein altes oder „Kleinhirn-Mesoderm" und ein neues 
oder „GroEhirn-Mesoderm". Das „Kleinhirn-Mesoderm" verhalt sich 
ahnlich wie das „ Stammhirn-Entoderm" , wahrend sich das „GroEhirn- 
Mesoderm" ahnlich wie das „GroEhirn-Ektoderm" verhalt. 

2. Im Falle eines DHS, bei dem ein Hamerscher Herd entsteht, reagieren 
die zu diesem HH in Korrespondenz stehenden Organbereiche mit ent- 
sprechender „Keimblatt-Reaktion ": 

Die entodermalen stammhirn-gesteuerten und die mesodermalen kleinhirn- 
gesteuerten (zusammen - althirn-gesteuerten) Organe reagieren in der 
konflikt-aktiven Phase (ca-Phase) mit Zellvermehrung, die mesoderma- 
len groBhirn-gesteuerten Organe und die groBhirncortical-gesteuerten 
Organe (zusammen - die vom GroBhirn gesteuerten Organe), reagieren 
mit Nekrosen oder Ulcera. 



hundert Tumormarker, die es gibt, konnte man diagnostisch gut verwenden, 
wenn man die Neue Medizin gut kennen wiirde und keine Panik aufkommen 
wurde. So aber werden die „Tumormarker" den Patienten als „bosartige Zeichen" 
an den Kopf geschleudert. Dabei sind ihre Aussagen denkbar harmlos. 



360 



3. Die Heilungsphase nach Conflictolyse ist bei den drei Keimblattern sehr 
verschieden: 

Inneres Keimblatt: 

Stopp des Krebswachstum, Einkapselung oder Abbau durch Pilze oder 

Pilzbakterien, z.B. Tuberkel-Bakterien. (z.B. Lungentuberkulose) 

Mittleres Keimblatt: 

a) Kleinhirn-Mesoderm: 

Wachstums stopp, Einkapselung oder Abbau durch Bakterien wie beim in- 
neren Keimblatt, z.B. Mamma-Ca durch Bakterien oder Mykobakterien. 
(z.B. Brust-Tbc) 

b) GroEhirn-Marklager-Mesoderm: 

Restitution mit Schwellung und iiberschieBendem Wachstum im Sinne eines 
Sarkoms oder beim Knochen mit vermehrtem Callus als Osteosarkom. 
Das iiberschieBende Wachstum ist im Prinzip vollig harmlos und hort 
am Ende der normalen Heilungsphase auch spontan wieder auf. Bakteri- 
en helfen beim Wiederaufbau.(z.B. „Osteosarkom", Eierstocks-Zyste, 
Nierenzyste - Nephroblastom) 

AuEeres Keimblatt: 

Tendenz zum Wiederauffullen der Ulcus-Nekrose mit Restitution oder nar- 

biger Restitution unter Zuhilfenahme von Viren (z.B. Virus-Hepatitis). 

Schon die EISERNE REGEL DES KREBS hatte, das haben viele Medizi- 
ner bestatigt, zum ersten Mai in den bisherigen Vorstellungswust vom We- 
sen der Tumoren ein klares System gebracht. Viele Fragen blieben noch 
offen. Jetzt ist es mir, so glaube ich, gelungen, ein umfassendes System zu 
finden, das nicht nur die Tumoren, sondern im Prinzip die gesamte Medizin 
umfaBt. Denn die Stoning unserer Verhaltensbereiche durch die biologi- 
schen Konflikte ist ja nur ein Spezialfall, der Sonder-Spezialfall einer Pro- 
grammanderung eines Hirnbereiches, eben des Hamerschen Herdes, in dem 
es vorher in erstaunlicher Prazision normal funktioniert hat. Das geradezu 
atemberaubend Faszinierende an der Programmumschaltung ist, daB zwar 
durch das DHS der gesamte Organismus mobilisiert wird, daB aber diese 
Programmanderung, die ich fruher als Fehlsteuerung ansah, keineswegs 
systemlos ist, sondern offensichtlich den Sinn hat, die naturlich gegebene, 
von der Natur vorgesehene Chance zum Uberleben im Kampf ums Dasein, 
auch wirklich mit alien zur Verfugung stehenden Kraften zu nutzen. Diese 
Programmumschaltung ist Teil eines sinnvollen Geschehens. 



361 



16.2 „Kleinhirn-Mesoderm" und „GroBhirn- 
Ektoderm" 

Gewisse Schwierigkeiten hat es mir immer gemacht, wenn ich, wie bei die- 
sem Kapitel, uber die Erkenntnisse der Embryologen hinausgehen muBte. 
Fiir die Embryologen schienen gewisse Fragen nicht von so besonderer 
Wichtigkeit, darum haben sie sich nicht speziell damit beschaftigt. Die Haut 
ist ektodermalen Ursprungs, naturlich aber nur die Epidermis . Die Epi- 
dermis ohne Unterhaut (Korium ), denn die ist mesodermalen Ursprungs. 
Es gibt da die feinen Unterschiede in den sog. Hautschichten. 

Es gibt namlich eine untere Hautschicht (Korium) mesodermalen Ur- 
sprungs, die die Drusen enthalt (SchweiBdrusen, Talgdrusen) und die Mela- 
nophoren . Dann gibt es dariiber die auBerste Epidermis von Plattenepit- 
hel, diese ist ektodermalen Ursprungs. Sie enthalt die oberflachlich sensiblen 
taktilen Nervenendigungen und an der Unterseite auch eine Melanopho- 
ren-Schicht. 

Der feine Unterschied ist der, daB die einen Zellen vom Kleinhirn inner- 
viert werden, die anderen vom GroBhirn. Und das wiederum bestimmt nicht 
nur ihre Funktion, sondern auch ihren histologischen Aufbau, naturlich auch 
ihre verschiedene „Tumor-Reaktion" oder -Formation. 



16.3 Das Kleinhirn-Mesoderm 

Etwa um die Zeit unserer Evolutionsgeschichte, als unsere primitiven „Vor- 
fahren" das Milieu des Wassers gegen das des Landes einzutauschen be- 
gannen, zu der Zeit, als das Kleinhirn im Bau war, benotigte das Individu- 
um eine Haut, die nicht nur Stabilitat gab, sondern auch gegen ubermaBige 
Sonneneinstrahlung abschirmen konnte, Austrocknung verhinderte etc. Die- 
ses Organ will ich einmal die mesodermale Kleinhirn-Haut nennen. 

Diese Kleinhirn-Haut hatte keine groBen mechanischen Belastungen aus- 
zuhalten. Das Individuum konnte sich aber schon wurmartig kriechend vor- 
warts bewegen. Die Haut hatte die unspezifische, sog. „protopathische Sen- 
sibilitat"; d.h. sie besaB Empfindung fiir extremen Druck und Temperatur, 
war also schon anpassungsfahig und reagibel, wenn sich die Umweltbedin- 
gungen extrem veranderten. Diese Haut lagerte die Melanophoren ein, die 
mit ihrem Pigment besonders das UV-Licht der Sonne abschirmen konnten, 
auBerdem hatte diese Haut durch die SchweiBdrusen die Moglichkeit, einen 
Flussigkeitsfilm uber die Haut zu legen, um so Verdunstungskalte zu erzeu- 

23i Epidermis = oberste Hautschicht 



232 



Korium = Lederhaut, bindegewebiger Anteil der Haut 



33 Melanophoren = Hautpigment enthaltende Zellen 



23 1 



taktil = das Tasten, den Tastsinn betreffend 



362 



gen und dadurch Verbrennungen der Haut zu verhindern. Das Individuum 
war also gegen drohende Gefahren der Vitalsphare schon recht gut ge- 
schutzt 

Nach Ausbildung dieser Kleinhirn-Haut, deren Relaiszentrum wir im me- 
dial-hinteren und lateralen Kleinhirn finden, (im Konfliktfall haben wir ei- 
nen Verletzung-der-korperlichen-Unversehrtheit-Konflikt und im weiteren 
einen Besudelungs-Konflikt) wurde das S auger- Verhalt en ausgebildet. Da- 
bei wurde logischerweise das Gesauge auch gleich in die Haut verlagert. 
Folgerichtig ist die Brustdriise eine Einstiilpung dieser Kleinhirn-Haut, aus 
der dann der Saugling seine Milch saugen kann. Im Kleinhirn liegt alles 
ordentlich beieinander. 

Das urspriingliche Driisenepithel der Milchgange gehort ganz offensicht- 
lich nicht mehr zum Driisentyp des Darmtrakts, gleichwohl ist es diesem 
morphologisch noch naher verwandt als dem Plattenepithel der auBersten 
Hautschicht. Beide sind sehr verschieden - weil eben auch der Ursprungsort 
im Gehirn sehr verschieden ist! Die beste Bezeichnung fur das Driisenepit- 
hel der Milchgange, der SchweiB- und der Talgdrusen ware demnach 
„Kleinhirn-Drusengewebe" . 

Zur Kleinhirnhaut gehorte auch die „innere Haut" des Korpers, im Bauch 
das Peritoneum, im Brustraum die Pleura und im Mediastinalraum das 
Perikard 236 . 

Wir unterscheiden hier wieder das Peritoneum parietale und das Perito- 
neum viscerale , ebenso Pleura parietalis und Pleura visceralis und Peri- 
cardium parietale und Pericardium viscerale. 

Ihre Krebse nennt man deshalb Mesotheliome 

Es wachst ein Krebs in der vom Kleinhirn gesteuerten Korium-Haut aug- 
mentierend , er ist sichtbar! Und diese Kleinhirnhaut ist auch fur das Oe- 
dem, in diesem Fall fur die sog. Ergusse in der Heilungsphase verantwort- 
lich, den Peritoneal-ErguB oder Aszites, den Pleura-ErguB und den so ge- 
furchteten Perikard-ErguB mit der Herzbeutel-Tamponade ! Im Prinzip 
etwas sehr Gutes, trotzdem als Komplikation der Heilverlaufs-Phase von 
mir sehr gefurchtet! 



235 Mediastinalraum = Mediastinum 

236 Perikard = Herzbeutel 

237 Viscera = Eingeweide 

238 Mesotheliome = Geschwulste der Organe, die dem mittleren Keimblatt ent- 
stammen, von griechisch 'meso' = mittler- 

239 



Augmentum = VergroBerung 
Her 
ErguB 



240 Herzbeutel-Tamponade = Kompression des Herzens durch den Herzbeutel- 



363 



16.4 Das GroRhirn-Ektoderm 

In der Folgezeit haben die Fahigkeiten der Kleinhirn-Haut nicht mehr ausge- 
reicht. Mutter Natur hat deshalb in der Hirn-Neuzeit eine auch fur den 
Hautbereich gewaltige neue Konstruktion geschaffen: Sie hat einfach das 
gesamte Individuum mit einer zweiten Haut, einer GroEhirn-Haut iiber- 
spannt. 

Diese GroBhirn-Haut, natiirlich ektodermalen Ursprungs war im Gegen- 
satz zur mesodermalen Kleinhirn-Haut eine widerstandsfahige Plattenepit- 
hel-Haut. Diese Plattenepithel-Haut, die dem GroBhirn zugeordnet ist, wan- 
derte nun entlang der Segmente und iiberdeckte die Kleinhirn-Haut vollstan- 
dig. Sie brachte mit sich die Fein- oder Oberflachen-Sensibilitat vom GroB- 
hirn (sensibles Zentrum des Gyrus postcentralis) und setzte den Organismus 
in Stand, alle die Informationen zu erhalten, die er brauchte, um das Indivi- 
duum den raschen und gefahrlichen Anforderungen im Kampf ums Dasein 
als hochstorganisiertes Wesen anzupassen. 

Die Formation des Plattenepithels ist das typische morphologische Zeichen 
fur GroBhirn-Haut oder GroBhirn-Epithel. Dieses GroBhirn-Plattenepithel 
hat aber nun nicht bei den Grenzen der alten Kleinhirn-Haut haltgemacht, 
sondern z.B. entodermales Zylinderepithel in der Blase und entodermales im 
Nierenbecken oder entodermales Epithel im Mund und oberen Osophagus, 
der kleinen Curvatur des Magens und der Gallen- und Pankreasgange sowie 
das kleinhirn-mesodermale adenoide Epithel der Milchgange (intraduktal) 
iiberzogen. So finden wir jetzt das typische GroBhirn-Plattenepithel in der 
auBersten Haut, in der Schleimhaut des Mundes und des Nasen- 
Rachenraumes, dem Plattenepithel des Kehlkopfes, der Bronchien, dem 

•• 941 949 

Plattenepithel des Osophagus, des Pylorus , Bulbus Duodeni und des 
Pankreas mit den Auslaufern zu den Inselzellen des Pankreas und dem Epit- 
hel der Gallengange. 

Gleichzeitig aber finden wir dieses Plattenepithel ebenso in Blase, Nieren- 
becken, Vagina, Gebarmuttermund und -hals, in den Milchgangen und im 
Rektum. Alle mit dieser Art Plattenepithel ausgekleideten Gebiete sind sehr 
sensibel und dem sensorischen Zentrum des GroBhirns angeschlossen. Sie 
alle haben typische „GroBhirn-Konflikte" (Hamersche Herde im GroBhirn). 

Dazu gehort auch die fruhere Periost-Epidermis , die ehemals aus Plat- 
tenepithel und sensiblen Nerven bestand. Heute ist das Plattenepithel nicht 
mehr auffindbar, weil es keine Funktion mehr hatte, dagegen sind die sensi- 
blen Nerven noch vorhanden. Sie schmerzen bei Dehnung des Periosts. Die 
Schmerzen bei der Dehnung des Periosts, die regelmaBig entstehen, wenn in 



241 



Pylorus = Magenpfortner mit verstarkter Ringmuskulatur 



242 Bulbus Duodeni = der auf den Magenpfortner folgende Abschnitt des Zwolf- 
fingerdarms 

243 Periost = Knochenhaut; Epidermis = auflere Haut 



364 



der Heilungsphase der Knochen Oedem macht, sind ein gutes Zeichen und 
ein wichtiger Vorgang bei der biologischen Knochenheilung, weil diese 
Schmerzen das Individuum dazu zwingen, den betroffenen Skeletteil ruhig- 
zuhalten, der bei Belastung oder Funktionsbeanspruchung in Gefahr ware 
zu frakturieren. 

Oftmals finden wir beispielsweise im Rektum einen Tumor der entoder- 
malen Unterschicht durch die ektodermale Plattenepithel-Schleimhaut hin- 
durchstoBen. Dann sprechen wir von einem „Polypen"(Adeno-Ca). 

16.5 Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni 

(Magen- und Zwolffingerdarm-Geschwiir) 

Nach personlicher Befragung einiger Koryphaen der Embryologie bin ich 
nun ganz sicher, daB sowohl Rektum-Schleimhaut (bis 12 cm vom Anus) 
als auch Vaginal-Schleimhaut samt Muttermund und Cervix uteri, als auch 
die Harnblasen-Schleimhaut und Nierenbecken, sowie die oberen zwei 
Drittel des Osophagusepithels 244 samt kleiner Curvatur des Magens, Insel- 
zellen des Pankreas sowie Pankreas- und Gallengangen der Leber sowie die 
Intimazellen der Koronararterien und Koronarvenen (sehr sensibel!) ek- 
todermaler Herkunft sind. 

Alle haben sie Plattenepithel oder abgeplattetes Epithel, alle sind sie von 
auBen „eingestiilpt", also eigentlich „eingewanderte" Schleimhaut, (groB- 
hirn-ektodermale „V61kerwanderung"! !) 

Ein geradezu fundamentaler Zusammenhang ist mir dabei aufgefallen, der 
im nachhinein eigentlich sonnenklar erscheint, im vorhinein mich manches 
Kopfzerbrechen gekostet hat. Das ist das Ulcus ventriculi (Magengeschwiir) 
und Ulcus duodeni (Zwolffingerdarm-Geschwiir). 

Wie gesagt, im nachhinein ist ja jedem klar, daB das Magengeschwiir psy- 
chische Ursachen hat, ebenfalls das Zwolffingerdarm-Geschwiir. Fur mich 
ist das nichts AuBergewohnliches, weil letzten Endes ja alles vom Computer 
Gehirn gesteuert wird. Aber das Magengeschwiir und die jedem Mediziner 
gelaufige sog. „facies gastrica", das „Magengesicht", passen so gar nicht zu 
den stammhirn-gesteuerten Organen des Bauchraums. Ebenso paBt dazu 
nicht das Inselzell-Krebsaquivalent (Insulom) sowohl der Alpha-Inselzellen, 
als auch der Beta-Inselzellen, genausowenig eine gewisse Art des Leber- 
Karzinoms (Gallengangs-Ca). 

Aber nun gibt es doch blumenkohlartige Magen-Karzinome, sogar so gro- 
Be, daB sie den ganzen Magen ausfullen konnen. Wie kann man diesen Wi- 
derspruch erklaren? 



244 Oesophagus = Speiserohre 



365 



Zunachst wo lien wir uns einige Tatsachen vergegenwartigen, die zwar je- 
der weiB, die aber niemand je erklaren konnte: 

1. So gut wie nie bekommt eine junge feminine Frau ein Magengeschwiir 
oder Zwolffmgerdarm-Geschwur (auBer Linkshanderin). 

2. DaB eine junge feminine Frau ein Leber-Ulcus-Karzinom bekommen 
konnte, ist hochst selten. Ich habe noch keines gesehen (auBer Linkshan- 
derin). 

3. Die Magengeschwiire sitzen immer an der gleichen Stelle: am Magen- 
pfortner (Pylorus/Bulbus) und an der kleinen Magen-Curvatur, nie im 
Fundus oder an der groBen Curvatur. 

4. Die oberen zwei Drittel des Osophagus sind von Plattenepithel bedeckt, 
das untere mehr von Darmepithel. Aber oftmals geht das Plattenepithel 
auch bis in den Magen, also hinter die sog. Cardia" . 

5. Rektum-Ca und Leber-Ulcus-Ca kommen ungewohnlich oft gemeinsam 
vor. 

Legt man alle diese Mosaiksteinchen zusammen, dann ergibt sich mit groBer 
Wahrscheinlichkeit, daB Teile dieses Plattenepithels, das ja aus der Mund- 
schleimhaut (Ektoderm!) entwicklungsgeschichtlich die Speiserohre hinun- 
tergewachsen ist, in Wirklichkeit mit seinen Auslaufern, samt Nervenfasern 
bis ins Duodenum, ins Pankreas (Inselzellen) und in die Leber gewandert 
ist. Weiter sind die Fasern nicht gewandert, und das ist auch der Grund, 
warum es nur ein Dunndarm-Carcinoid gibt. Der Dunndarm ist entwick- 
lungsgeschichtlich nachtraglich „eingeflickt" worden zwischen Duodenum 
und Coecum , er hat im Stammhirn ein relativ kleineres, seiner GroBe oder 
Lange nicht entsprechendes Relaiszentrum und einen unverdaulichen Kon- 
flikterlebnis-Inhalt. Ich bin sicher, daB alle Nervenfasern, die die kleine 
Curvatur des Magens, den Pylorus 248 - und Bulbusbereich des Magens und 
Zwolffingerdarms, die Papille und den Ductus pancreaticus und den Ductus 
choledochus cysticus, sowie die Ductus hepatici sensibel versorgen, alle 
vom rechten Gyrus postcentralis lateral unten versorgt werden. Fur Magen 
und Leber ist es sicher, fur die Pankreasgange bin ich auch sicher, die Pan- 
kreas-Inselzell-Innervation (sensibel) kommt jedoch vom Zwischenhirn: 
links-paramedian Alpha-Inselzell-Relais fur Glukagon-Insuffizienz (Angst- 
Ekel-Konflikt); rechts paramedian Beta-Inselzell-Relais fur Diabetes melli- 
tus Konflikt des Sich-Straubens). 

Ich habe naturlich nun selbstredend, nachdem ich auf diese heiBe Spur ge- 
stoBen war, meine samtlichen Hirn-CTs durchgesehen und habe wirklich 

245 Fundus = Grund, Boden eines Organs, hier des Magens 

246 Cardia = Magenmund 

247 Coecum = Dickdarm 

248 Pylorus = Pfortner 



366 



gefunden, daB ich - hauptsachlich bei den Linksherz-Infarkten - einen gro- 
Ben Fehler gemacht hatte: Sehr oft hatten die Patienten zwei Hamersche 
Herde, einen typisch fur Koronar-Ulcus-Karzinom oder Intrabronchial- 
Karzinom rechts peninsular, dazu aber einen zweiten HH, den ich nicht so 
recht hatte einordnen konnen, von dem ich aber angenommen hatte, er mus- 
se mit „dazugehoren". Dieser lag aber immer im latero-basalen Teil des 
Gyrus postcentralis des sensorisches Rindenzentrums rechts. 

Nun war es eine Routinesache, im Krankenblatt nachzusehen, ob der Pati- 
ent auch iiber Magenbeschwerden geklagt hatte (die ich als „Begleitmusik" 
bei Angina pectoris des Koronar-Karzinoms fehlgedeutet hatte). Und rich- 
tig: In den meisten Fallen hatte ich notiert, daB der Patient „auch" uber hef- 
tigste Magenbeschwerden, Koliken, Erbrechen, Teerstiihle oder dgl. mehr 
geklagt hatte, die von alien Doktoren als „gastro-cardiales Syndrom" den 
Herzschmerzen zugeschrieben wurden. 

Halten wir uns nun das Wesen des Ulcus vor Augen, dann ist es seinem 
Wesen nach ein Substanzdefekt. Den analogen Vorgang finden wir bei alien 
Plattenepithel-Karzinomen (Mundschleimhaut, Intrabronchial-Schleimhaut, 
Koronar-Schleimhaut, Vaginal- und Muttermund-Schleimhaut, Blasen- und 
Rektum-Schleimhaut, hier bei Blase und Rektum vermischt mit Polypen, die 
dem entodermalen Darmepithel zugehoren und Adeno-Ca-Geweben haben!). 

Es kann keinen Zweifel geben: Das Magen- und das Zwolffingerdarm- 
Geschwiir gehoren ihrem Wesen nach zu den Plattenepithel-Geschwuren, 
sind ektodermalen Ursprungs, haben ihr Relaiszentrum im lateralen Gyrus 
postcentralis retroinsular rechts, sind ein typisch mannliches Attribut des 
Verhaltens. 

Die Sache ist gar nicht so schwer zu verstehen: Im unteren Osophagus, an 
der kleinen Curvatur des Magens, am Pylorus des Magenausgangs und im 
Bulbus duodeni sowie im Pankreasgang, Choledochus und Lebergangen 
iiberlappen sich zwei Epithelformationen: Das Darmepithel, das entwick- 
lungsgeschichtlich vom Entoderm, dem inneren Keimblatt, abstammt und 
zum Magen-Darm-Trakt gehort und sein Relaiszentrum im Stammhirn hat, 
sowie das jiingere Plattenepithel, das dem Ektoderm, dem auBeren Keim- 
blatt angehort und sein Relaiszentrum im GroBhirn hat. Daher die Schmer- 
zen beim Magen- oder Zwolffingerdarm-Geschwur, bei der Gallenkolik. 
Daher auch die (mitgewanderte) Innervation der Inselzellen durch das Zwi- 
schenhirn (die Inselzellen sind direkt nervos vom Zwischenhirn versorgt und 
dirigiert!). 

Friiher glaubten viele Autoren medizinischer Lehrbiicher, die Salzsaure 
des Magens wurde das Magen-Ulcus bewirken. Aber die groBe Curvatur 
des Magens, wo die meiste Salzsaure ist, hat nie ein Ulcus. AuBerdem ist 

249 retro- = Wortteil mit der Bedeutung zuriick, hinter 

250 Choledochus = Gallengang 



367 



die Hyperaziditat des Magens bereits ein vagotones Zeichen, wie in jedem 
Lehrbuch nachzulesen ist. DaB Magengeschwiire mit Konflikten zu tun 
haben, bestreitet ja auch keiner. DaB aber im Magen zwei verschiedene 
Sorten Krebs vorkommen, ein „ulcerativer Krebs" und ein „blumenkohlarti- 
ger" Krebs, ist nur beim ersten Hinsehen etwas schwer zu verstehen. Bei 
dem Magen-Ulcus ist es wie beim Ulcus der Mundschleimhaut: Es werden 
Zellen ulceriert, d.h. abgestoBen, so daB das Lumen, das ist der Innen- 
durchmesser des rohrenformigen Organs, groBer und dadurch mehr Blut 
(KoronargefaBe), Luft (Bronchien) oder Speise (Zwolffingerdarm oder 
Speiserdhre) oder Gallensaft (Choledochus oder intrahepatische Gallen- 
gange) hindurchkann. 

Daraus erklart sich das „Weniger an Substanz", der Substanzdefekt. Ub- 
rigens haben Osophagus und Magen ihr Relaiszentrum und damit ihren 
Hamerschen Herd nahezu an gleicher Stelle. Die Konfliktinhalte haben im- 
mer eine Beziehung zum Revier. 

Was ist mit den Leber-Karzinomen? (Sie kommen oft gemeinsam mit dem 
Ulcus ventriculi vor). In der Leber haben wir auch zwei Sorten von Ge- 
schwulsten: die einen - mit Substanzdefekt - sitzen in den Gallengangen, 
wohin die GroBhirn-Nervenfasern (sensibel) reichen. Die anderen sitzen im 
Parenchym und machen groBe, adenoide Leber-Rundherde im Leber- 
Parenchym (wenn es nur einer ist, spricht man von „solitarem Leber-Ca"), 
manchmal sogar hockerige Knoten in der Nahe der Leberkapsel, die man oft 
gut tasten kann. Sie ahneln dem Bild des Darmtumors. Das solitare Leber- 
Ca kann nur verschwinden, wenn es in der Heilungsphase durch Tuberkulo- 
se verkast und abgebaut wird. Die ubrigbleibenden Leber-Kavernen kolla- 
bieren gewohnlich und indurieren zur sog. solitaren Leberzirrhose (im 
Prinzip der gleiche Vorgang wie bei den verkasenden kavernisierenden Lun- 
genrundherden des Alveolar-Bereichs). 

Das Magen- und Zwolffingerdarm-Geschwur hat eine weitere Besonderheit: 
Da das Relaiszentrum im Cortex liegt, macht es nach EinschieBen des Con- 
flictolyse-Oedems eine gastrische Epilepsie! 

Magenkoliken mit Krampfen sind m.E. oftmals oder vielleicht sogar mei- 
stens eine epileptoide Krise nach Losung des Konfliktes. Da offenbar 
„GroBhirn-Magenkonflikt" sehr verwandt ist mit dem Revier-Konflikt und 
mit einem solchen oftmals gemeinschaftlich auftritt, wurde oftmals das Bild 
eines Herzinfarktes durch das klinische Bild einer Magenkolik verschleiert. 
In weniger dramatischen Fallen sprach man dann von „Hepato-Gastro- 



251 Hyperaziditat = Ubersauerung 

252 



intrahepatische = in der Leber befindlich 



253 induriert = verhartet 



368 



Cardialem Syndrom" oder von „Gastro-Cardialem Syndrom", je nach- 
dem, was betroffen und kombiniert war. 

Dies ist zu unterscheiden von Darmkoliken in der Heilungsphase nach 
vorausgegangener muskularer Darmparalyse (paralytischer Heus). Kon- 
flikt: einen Brocken peristaltisch nicht weiterschieben, d.h. nicht verdauen 
zu konnen. 

Es ist eine bekannte Tatsache, daB niemals ein Karzinom in diesen Berei- 
chen auf das scheinbar nachstliegende Organ ubergreift, die sog. „Organ- 
schwelle" iiberspringen kann. Niemals sehen wir, daB ein Rektum-Karzinom 
auf das Sigma ubergreift, daB ein Cervix -Karzinom auf das Corpus ute- 
ri ubergreift, oder daB ein Nierenbecken-Ulcus-Ca auf die Sammelrohre 
(entodermal) oder von da wieder auf das Glomeruli-Parenchym (mesoder- 
mal) der Niere ubergreift oder ein oberes Osophagus-Karzinom auf die 
groBe Curvatur des Magens. 

In diesen gleichen Hirnregionen rechts peninsular liegen aber auch Relais- 
zentren fur Organe, die ebenfalls Plattenepithel-Schleimhaut haben, aller- 
dings auf den ersten Blick mit den recto- vagino-vesikalen Organen nichts zu 
tun zu haben scheinen: Mundhohle, Osophagus- und Bronchial-Schleimhaut 
sowie die sog. Intima der Koronararterien. Organe, die auf den ersten Blick 
weder miteinander noch mit den recto-vagino-vesikalen Sexual- und Re- 
viermarkierungs-Organen etwas zu tun haben. 

Fur die Embryologen taten sich bisher keine Widerspriiche auf, solange die 
„Trias der Neuen Medizin" noch nicht bekannt war. Seit wir aber nunmehr 
lernen miissen, entwicklungsgeschichtlich verstandlich zwischen biologi- 
schem Konflikt, Lokalisation im Gehirn und Organbezogenheit eine exakte 
Korrelation zu finden, lernen wir auch die Korrelation zwischen Hirnlokali- 
sation und histologischer Struktur entwicklungsgeschichtlich zu verstehen. 

Wir lernen jetzt zu begreifen, daB die Kiemenbogen-Arterien eine Sonder- 
stellung unter den Arterien einnehmen, weil ihre GefaBintima aus Plattene- 
pithel besteht (sehr sensibel!), das der Periinsular-Region im Gehirn zuge- 
ordnet ist, also dem Revierverhalten. 

Jetzt verstehen wir auch, warum man sich in der Vergangenheit oftmals 
dadurch hat irre machen lassen, daB im Gehirn Gliazellen 58 teilweise so 
ahnlich aussehen wie verhornende Plattenepithel-Zellen, wenn diese Glia- 
zellen Glia-Narbengewebe (mesodermal) bildeten, sog. „Gliome". Die auBe- 
re Haut (Epidermis) ist zwar auch ektodermal, die Gesamthaut besteht aber 
entwicklungsgeschichtlich aus zwei verschiedenen Hauten, einer alteren, 



254 

255 
256 
257 
258 



Hepato-Gastro-Cardialem= Leber, Magen, Herz betreffend 
Darmparalyse = Darmlahmung 
Cervix = Gebarmutterhals 
Corpus uteri = Gebarmutterkorper 
Gliazellen = Bindegewebszellen 



369 



mesodermalen „Kleinhirn-Haut", die heutige Unterhaut mit SchweiB- und 
Talgdrusen und grober Reizwahrnehmung, und der jungeren „GroBhirn- 
Haut" (Epidennis) aus Plattenepithel mit Feinsensibilitat. 

Details iiberzeugend erklaren zu konnen, das soil nachfolgenden Untersu- 
chern und Interpreten vorbehalten bleiben. An dem System selbst wird sich 
aber dadurch nichts mehr andern. 

GroBhirn-gesteuerte Organe und althirn-gesteuerte Organe verhalten sich 
hinsichtlich Zellvermehrung und Zelleinschmelzung wahrend der sympathi- 
cotonen und vagotonen Phase genau umgekehrt proportional zueinander. 

Wahrend also die althirn-gesteuerten Organe in der konflikt-aktiven Phase 
Zellvermehrung machen, machen die groBhirn-gesteuerten Organe in der 
konflikt-aktiven Phase Zelleinschmelzung. 

In der vagotonen Heilungsphase verhalt es sich genau umgekehrt. Dies 
hatte man bisher nicht gewuBt, ja nicht einmal geahnt. 

Da man alle Zellvermehrung als tumoros ansah, mithin die fur die rote 
(GroBhirn)-Gruppe vollig normale restitutive 259 Zellvermehrung in der Hei- 
lungsphase, d.h. die Wiederauffullung der Organnekrosen (z.B. Callus - 
Sarkom nach Knochen-Osteolyse) genauso wie die Zellvermehrung der 
gelben (Althirn-) Gruppe (z.B. Dickdarm-Krebs) in der konflikt-aktiven 
Phase, konnte natiirlich kein ehrlicher Wissenschaftler irgendeinen Sinn 
oder irgendeine Gemeinsamkeit in der ganzen Sache finden. Die Unseriose- 
sten waren noch die, die vortauschten, als gabe es irgendeine Gemeinsam- 
keit zwischen diesen vollig kontraren Gruppen. AuBer, daB beide Gruppen 
einmal Zellteilung machen, wenn auch in verschiedener Phase und damit 
natiirlich auch aus ganz verschiedenen Griinden, hatten diese verschieden- 
artigen Zellteilungen wirklich nichts Gemeinsames, sondern nur ausschlieB- 
lich Gegensatzliches. Das aber war niemanden je aufgefallen. 

1. weil man sich fur die Psyche und Konflikte, schon erst recht biologische 
Konflikte, im Zusammenhang mit Krebs nicht interessierte. Man glaubte 
eher den vermeintlichen histologischen „facts" (bosartig - nicht bosartig) 
trauen zu durfen. 

2. weil man in den CTs des Gehirns dogmatischerweise nur Hirntumoren 
und Metastasen suchte, statt nach Computer-Relais unseres Gehirns. 
Von Hamerschen Herden wollte man absolut nichts wissen, denn die 
hatten ja „die ganze Medizin iiber den Haufen geworfen". 

3. weil man den an Krebs und Krebsaquivalenten Erkrankten nicht einmal 
mit BewuBtsein die Hand geschiittelt hat. Denn hatte man dies einmal 
herzlich getan, dann hatte man feststellen miissen, daB die gelbe Althirn- 
Gruppe immer mit kalten Handen Zellvermehrung macht, dagegen die 



restitutiv = wiederherstellend 
260 Callus = Kalk 



370 



rote GroBhirn-Gruppe stets mit heiBen oder warmen Handen (Heilungs-) 
Zellvermehrung zeigt. So einfach ware das eigentlich gewesen! 

Auch bei der vermeintlichen zytostatischen Chemo-'Therapie" hatte man 
nicht zwischen den verschiedenen Keimblatt-Zugehorigkeiten unterscheiden 
konnen. Denn es hatte eigentlich irgendwann mal einem Onkologen aufge- 
hen miissen, daB man mit Chemo, wenn iiberhaupt, dann nur in der Hei- 
lungsphase irgendwas bewirken konnte, namlich einen Stopp der Heilung. In 
den konflikt-aktiven Phasen aber verstarkte die Chemo-Pseudotherapie, die 
stark sympathicotone wirkt, noch die Progredienz der Krebserkrankung. 

Das ontogenetische System der Tumoren und Krebsaquivalente gilt nicht 
nur fur Krebserkrankungen, sondern es gilt, wie alle 5 biologischen Natur- 
gesetze, fur praktisch alle Krankheiten die wir kennen. Die Erkrankungen, 
die keine Krebstumoren oder -Nekrosen in der konflikt-aktiven Phase zei- 
gen, nennen wir „Krebsaquivalent-Erkrankungen" (eigentlich miiBten wir 
sagen: „Biologische Krebsaquivalent-Sonderprogramme"). Mit ihnen befaBt 
sich der folgende Abschnitt. 



16.6 Die Krebsaquivalent-Erkrankungen, (jetzt 
„Sinnvolle biologische Krebsaquivalent Sonder- 
programme") 

Das ontogenetische System der Tumoren und Krebs-Aquivalente ist, wie 
gesagt, nicht auf die Krebserkrankungen beschrankt, sondern auch fur die 
sog. „Krebs-Aquivalente" gultig. 
Das Besondere der Krebs-Aquivalente: 

Bei der gelben Althirn-Gruppe sind alle Krankheiten identisch mit Krebs 
und der dazugehorigen Heilungsphase, falls es dazu kommt. Falls es dazu 
kommt, bedeutet, daB es nicht obligat dazu kommt, sondern nur, wenn eine 
Konfliktlosung erfolgt, ansonsten endet die konflikt-aktive Phase mit 

Kachexie 262 im Tod des Patienten, oder der Patient schafft einen modus 
vivendi in Form eines hangenden Konfliktes. Die Zweiphasigkeit der Er- 
krankungen ist also, was den 2. Teil oder die 2. Phase anbetrifft, abhangig 
von der Losung des Konflikts. 

Fur die Althirn-Organe gibt es keine Krebs-Aquivalente, sondern nur Kreb- 
se und - im positiven Falle - die Heilungsphase nach Losung des Konflikts. 

Fur die mesodermalen groBhirn-gesteuerten Organe (Knochen, Bindegewe- 
be, Lymphknoten etc.) gibt es ebenfalls keine Krebs-Aquivalente, sondern 



261 progredient = voranschreitend, fortschreitend 

262 Kachexie = Auszehrung 



371 



nur Krebs in Forai von Nekrosen, Osteolysen, Gewebs-Lochern, kurz Zel- 
leinschmelzungen, sowie - im positiven Falle einer Conflictolyse - die Hei- 
lungsphase mit Wiederauffullung des Substanzdefektes etc. 

Krebsaquivalent-Erkrankungen finden wir ausschlieElich unter den ek- 
todermalen cortical gesteuerten Organerkrankungen, und auch dort nur 
bei einem Teil dieser Organe. Trotzdem sind es sehr viele. 

Die Definition lautet: 

„Krebsaquivalent-Erkrankungen" (Krebsaquivalent-Sonderprogramme) 
oder auch kurz Krebs-Aquivalente sind ektodermal-cortical gesteuerte Er- 
krankungen bzw. Sinnvolle Biologische Sonderprogramme, die auch exakt 
nach den 5 biologischen Naturgesetzen verlaufen, aber statt eines zellularen 
oder parenchymatosen ' Substanzdefektes bzw. statt Zelleinschmelzung 
eine sinnvolle Funktionsminderung zeigen. Dazu gehoren motorische und 
sensorische Lahmungen, Diabetes, Glukagon-Insuffizienz, Seh- und Horsto- 
rungen mit ihren entsprechenden Konflikten und Hamerschen Herden im 
Gehirn sowie, falls es zu einer Konfliktlosung kommt, die Heilungsphase 
mit ihren Symptomen und (gelegentlich auch todlichen) Komplikationen. 

Wenn die Zellen am Organ auch nicht einschmelzen bei den Krebsaquiva- 
lenten, so scheinen sie doch in gewisser Hinsicht verandert zu sein, wie ja 
auch die zustandigen Hirnareale (Hamersche Herde) verandert sind. (z.B. 
Insulome im Pankreas bei Diabetes oder Glukagon-Insuffizienz). 

Trotz Veranderung aber scheinen diese Zellen noch nach vielen Jahren der 
Konfliktaktivitat nach einer Konfliktlosung funktionell bedingt restituier- 
] zu sein. 



bar 264 ' 



Zusammenfassung: 

Mit dem 3. Biologischen Naturgesetz konnen wir die Ursachen, die Basis 

alien Naturgeschehens in der Medizin verstehen: 

Wir konnen verstehen, daB die sinnvollen biologischen Sonderprogramme 
der einzelnen Keimblatter regelmaBig Vorgange bei uns und alien Mitkrea- 
turen sind, die vor Zig-Jahrmillionen in unserem Gehirn einprogrammiert 
und seit zig-Millionen Jahren stets in der gleichen oder ahnlichen Weise 
aber als solche sinnvollen biologischen Sonderprogramme bei uns verlaufen. 

Wir konnen verstehen, daB alle Gewebe mit gleicher histologischen For- 
mation auch im Gehirn ihre Steuerungs-Relais eng beieinander liegen haben, 
genau wie die dazu gehorigen biologischen Konflikte psychisch eng beiein- 
ander liegen. 

Wie konnen jetzt verstehen, warum sinnvolle Vorgange mit ganz verschie- 
dene Mitteln von Mutter Natur zustande gebracht werden eben, weil es 
verschiedene Keimblatter gibt. 



263 parenchymatos = betreffend das ganz spezifische Gewebe eines Organs 

264 Restitution = Wiederherstellung 



372 



Wir konnen verstehen, warum wir die Krebsentstehung nie begreifen 
konnten, solange wir diese Zusammenhange und vor allem den entwick- 
lungsgeschichtlichen Entstehungsmechanismus unserer biologischen Kon- 
fliktprogramme nicht verstanden hatten. Deshalb hatten wir in unserer Un- 
wissenheit immer behauptet, Krebs sei nicht verstehbar, sei eben einfach 
„b6sartig", sein ein wild und planlos wucherndes unkontrolliertes Gesche- 
hen, das niemand begreifen konne. - Nichts davon hatte gestimmt! 

Krebs und alle anderen sog. „Krankheiten", die wir jetzt als Teile jeweili- 
ger sinnvoller biologischer Sonderprogramme (SBS) verstehen, sind das 
Sinnvollste, Logischste und klar Verstandlichste, was es uberhaupt gibt. Es 
verlauft nach ganzen funf biologischen Naturgesetzen, wie ich gerade dabei 
bin, zu zeigen. Wohltuend wissenschaftlich - gegenuber den unzahligen 
unbewiesenen und unbeweisbaren Hypothesen der sich hochtrabend 
„Schulmedizin" nennenden Ignoranten. 

16.7 Warum es keine Metastasen geben kann 

Wie Ihr, liebe Leser, im vorangegangenen Kapitel gelesen habt, ist Krebs 
und uberhaupt jede sog. Erkrankung, sprich jedes Sonderprogramm der 
Natur ein extrem gesetzmaBiges Geschehen. 

Mit den 3 Ebenen der Psyche, des Gehirns und der Organe macht sich die 
Neue Medizin nachweisbar und nachvollziehbar; die 3 Ebenen liefern sogar 
ein uberdeterminiertes System: Kenne ich nur eine Ebene (z.B. die psychi- 
sche Ebene der biologischen Konflikte) ganz genau, so kann ich die beiden 
anderen Ebenen erschlieBen 

Uber die strikte Regelhaftigkeit der Vorgange auf alien 3 gedachten Ebe- 
nen und damit uber die Reproduzierbarkeit der Neuen Medizin kann man 
auf eine Formel gebracht folgendes aussagen: 

Es gibt 3 Ebenen (Psyche, Gehirn, Organe), die synchron verlaufen, und 
es gibt 2 Krankheitsphasen (sofern der Konflikt gelost wird), dazu vor der 
sympathicotonen konflikt-aktiven Phase eine Phase der Normalitat und am 
Ende der vagotonen konflikt-gelosten Heilungsphase eine Phase der Renor- 
malisierung. Wir haben also nicht nur je 4 Phasenabschnitte auf jeweils 3 
Ebenen, sondern zusatzlich noch 3 markante Punkte (DHS, CL und epilep- 
tische Krise) auf jeweils 3 Ebenen, mi thin 21 Kriterien, die wir, jedes ein- 
zeln, nach den 5 biologischen Naturgesetzen abfragen konnen. 

Da aber die 5 biologischen Naturgesetze zusammen mindestens 6 Kriteri- 
en enthalten, einschlieBlich der histologischen Kriterien, der cerebral- 
topographischen, organ-topographischen, der konflikt-kolorativen und der 
mikrobischen Kriterien, kommt man - wenn man alle 3 Ebenen engmaschig 
untersuchen kann - fur einen einzigen Fall auf 126 uberprufbare und repro- 



373 



duzierbare Fakten. DaB nur ein einziger Fall diese 126 reproduzierbaren 
Fakten zufallig aufweisen wiirde, ist schon astronomisch unwahrscheinlich, 
denn es ist ja immer der nachstbeste aus Millionen moglicher Falle. 

Hat aber ein Patient nur zwei Erkrankungen, die vielleicht teilweise paral- 
lel oder sukzessiv verlaufen, dann addieren sich die reproduzierbaren Fakten 
schon auf 252. Die Wahrscheinlichkeit aber potenziert sich auf geradezu 
astronomische Wahrscheinlichkeitswerte ! 

Als auBerst wichtiges Kriterium geht noch in die Rechnung ein, daB die 
Lokalisation der Hamerschen Herde im Gehirn ja pradestiniert ist. Das be- 
deutet, daB das Relais - eins von mehreren hundert moglichen Relais - schon 
vorher feststeht. Und dieses Relais - im Erkrankungsfall Hamerscher Herd - 
muB nun genau die Formation haben, die zu der entsprechenden Phase ge- 
hort. Die Wahrscheinlichkeit nur fur einen einzigen Fall ist schon astrono- 
misch hoch. Meist haben die Patienten jedoch mehrere Krebse oder Lah- 
mungen, Diabetes oder dergl. und fur jede einzelne Erkrankung mussen 
wieder alle Kriterien erfullt sein ...! 

Hinzu kommt nun noch gemaB dem ontogenetisch bedingten System der 
Tumoren und Krebsaquivalent-„Erkrankungen" die entwicklungsgeschicht- 
liche Bedingtheit einer jeden sog. Erkrankung, was die histologische For- 
mation, die Hirnlokalisation und auch den besonderen biologischen Sinn des 
jeweiligen Sonderprogramms anbelangt. 

In der Neuen Medizin gibt es keine Sinnlosigkeit, sondem im Gegenteil nur 
hochste Sinnhaftigkeit! So mutet die Glaubensakrobatik der offiziellen Me- 
dizin von der wildgewordenen bosartigen Krebszelle, die unkontrolliert 
wachst und Tochtergeschwulste, sog. angebliche Metastasen bildet, gelinde 
gesagt abenteuerlich an: 

Die offizielle Glaubensdoktrin zum Thema Metastasen lautet ja bekannt- 
lich, daB von einem Primartumor ausgehend (iiber dessen eigentliche Ursa- 
che spekuliert wird von Rauchen iiber Ernahrung, Kanzerogene, Viren, bose 
Gene im Erbgut) Zellen abgesiedelt bzw. ausgesat werden iiber die Blut- 
oder Lymphwege. In irgendeinem neuen Organ siedele sich die „bosartige M 
Zelle dann an und bilde eine „Metastase". 

Es stellen sich einige Fragen, deren Antworten Ihr Euch, liebe Leser, wahr- 
scheinlich schon selber geben konnt: 

1 . Frage: Der einzige Weg im Korper, der in die Peripherie 265 fiihrt, geht 
iiber die Arterien. Man redet von der „hamatogenen Aussaat", also der 



Peripherie = die auBeren Zonen des Korpers 



374 



Aussaat auf dem Blutwege, der angeblichen Metastasen. Es ist jedoch 
noch nie einem Forscher gegliickt, eine Krebszelle im arteriellen Blut zu 
finden - bei Tausenden von Versuchen. 
Wie erklart sich die Schulmedizin das? 

2. Frage: Alle Pathologen geben zu, daB im Prinzip immer an der gleichen 
Stelle des Korpers die gleiche Art von Krebs entsteht. So sind z.B. die 
Lungenrundherde (bei Todesangst-Konflikt) von der Histologic her gese- 
hen stets Adeno-Karzinome. Niemand kann ein sog. „primares Karzi- 
nom" von einem „sekundaren Karzinom", also einer „Metastase" histo- 
logisch unterscheiden. 

Wenn das so ist, dann miiBten ja alle die - im arteriellen Blut nie beob- 
achteten Krebszellen sogar so schlau sein, daB sie in den wenigen Se- 
kunden blitzschnell genau wuBten, wo sie angekommen sind und dann 
dort das fur den jeweiligen Ort iibliche Karzinom bilden. Z.B. macht al- 
so ein blumenkohlartig wachsendes Leber-Adeno-Karzinom im Knochen 
plotzlich eine „Knochenmetastase", d.h. es bilden sich Locher, um dann 
spater in der Lunge wieder kompakte Lungenrundherd-"Metastasen" des 
Adeno-Zelltyps zu machen??! Wir miissen also nicht nur eine dreifache 
Metamorphose annehmen, sondern auch einen dreifachen Wechsel der 
jeweiligen Keimblatt-Zugehorigkeit, von dem „fliegenden Wechsel" der 
Ankoppelung der Zelle an das zustandige Hirn-Relais ganz zu schwei- 
gen! Kurz gesagt: Ein Schwein gebiert ein Kalb und das Kalb ein Schaf! 
Wie erklart dies die Schulmedizin? 

3. Frage: Die Neurohistopathologen sagen ubereinstimmend, daB Hirn-, 
Nerven- oder Ganglienzellen sich spatestens nach den ersten 3 Lebens- 
monaten nicht mehr teilen konnen. Die Gliazellen, das sog. Hirnbinde- 
gewebe, das keine Nervenfunktion hat, sondern nur Ernahrungs-, Stiitz- 
und Narbenfunktion, kann sich teilen wie das Bindegewebe im Korper 
auch, wenn es Narben bildet. Wenn sich nun Hirnzellen gar nicht mehr 
teilen konnen, was sind dann „Hirntumoren" bzw. „Hirnmetastasen"? 

Die Neurohistopathologen stimmen iiberein, daB man bei einem sog. 
„Hirntumor" stets sehen kann, wo er histologisch hingehort. Folglich ist 
doch am gleichen Platz auch immer im Prinzip die gleiche Sorte Hirnge- 
webe, auch wenn es unter den Bedingungen eines DHS mit anschlieBen- 
der ca-Phase ein biBchen verandert ist. Aber man erkennt immer noch 
genau, wohin es gehort. Nun wissen wir ja mit Prof. Pfitzer (siehe Ka- 
pitel 10), daB die Glia-Narben bzw. polymorphen Gliome oft zu vielem 
(sprich zu vielen Organkrebsen) zu passen scheinen, die Zellen also 
morphologisch oft ahnlich aussehen. 



375 



Hirntumoren im eigentlichen Sinne kann es jedoch per definitionem nicht 

geben. 

Was die „Hirnmetastasen" angeht, fordert die Schulmedizin dogmatisch, 

daB eine bosartige Metastasen-Zelle, etwa aus dem Eierstock, auf ihrem 

nie beobachteten Weg durchs Blut, sich im Gehirn festsetzt und dort ei- 

nen kleinen Eierstock bildet! Kleine Eierstocke und Hoden im Gehirn - 

hat dies wirklich noch etwas mit Naturwissenschaft zu tun? 

4. Frage: Wenn man irgendein Organ vom Gehirn trennt (z.B. ein Magen- 
praparat herstellt), so kann man dort, auch mit hunderten von angebli- 
chen „Karzinogenen" keinen Krebs mehr erzeugen. Auch wenn man die 
„Karzinogene" in tausendfacher Konzentration lokal appliziert. 

Wie erklart man sich das? 

Bei Ratten, bei denen angeblich erwiesenermaBen Formaldehyd Krebs 
verursachen sollte, hatte man eben dieses Formaldehyd, gegen das die 
Ratten einen groBen Ekel haben, in tausendfacher Konzentration in die 
Nase gespritzt. Und das taglich und ein ganzes Jahr lang. Merkt Ihr et- 
was? 

5. Frage: Es ist allgemein bekannt, daB von hundert Patienten, bei denen 
am Tage der Krebsdiagnose ein Rontgenbild angefertigt wird, ca. 98% 
der Bilder keine „Lungenmetastasen" zeigen. 

An diesem Tage aber wird den Patienten auch die voile vermeintliche 
„Wahrheit" gesagt. Fur die meisten Patienten ist es, wie sie selbst sagen, 
ein fruchtbarer Schock, ein DHS. Manche erholen sich davon, weil sie 
z.B. liebe Mitmenschen haben. 

Bei 30-40% der Falle finden wir in der Schulmedizin jedoch drei bis vier 
Wochen spater Lungenrundherde. Merkt Ihr was? 
Wie erklart sich die Schulmedizin dieses auffallige Phanomen? 
Bei Tieren sehen wir keine solche „Lungenrundherd-Metastasen". 
Primarius aus Klagenfurt auf einem Vortrag von mir in Klagenfurt, 
1991 : „Der Dr. Hamer sagt, 'Die Tiere haben es gut, die verstehen nicht 
die Stimme der Primarien (Chefarzte, gemeint sind die Prognosen), dar- 
um kriegen die keine Metastasen'." 

Meine Antwort: „Herr Professor, zum 1. Mai haben Sie mich heute 
richtig zitiert. Sie scheinen im Begriff zu sein, die Neue Medizin zu ver- 
stehen." 



376 



17 Das ontogenetisch bedingte System 

der Mikroben - 

Das 4. Biologische Naturgesetz 

der Neuen Medizin 

Das ontogenetisch bedingte System 
der Mikroben 




RKTODERM 



MESODERM 



ENTODERM 



Viren 



^E ^ ^ 



Bakterien 

Myko-Bakt. 
/..B. The 



Pilze 



Zusammenhange zwischen 

GEHIRN - KEIMBLATT - MIKROBEN 



Links im Bild sieht man ein Schema des Gehirns und rechts sieht man die 
entsprechenden Mikroben, die auf Befehl des Gehirns mit der Konfliktlo- 
sung zu arbeiten beginnen. 

Die Pilze und Pilzbakterien (gelb), die dltesten Mikroben unseres Orga- 
nismus, bearbeiten nur die vom Stammhirn gesteuerten Tumoren der Or- 
gane des Entoderms (inneres Keimblatt), bzw. bauen diese ab, die vorher 
Zellvermehrung gemacht hatten, z.B. die Darmtumoren, ebenso die vom 
Kleinhirn gesteuerten Tumoren der Organe des Kleinhirn-Mesoderms 
(mittleres Keimblatt), die ebenfalls Zellvermehrung gemacht hatten, z.B. 
einen Tumor in der weiblichen Brust, also alle Tumoren, die vom Althirn 
gesteuert sind. 



377 



Die Viren als jungste Mikroben (rot) bearbeiten ausschlieElich die von 
der GroEhirnrinde gesteuerten Ulcera der Organe des Ektoderms (auBe- 
res Keimblatt), z.B. bei Nasenschleimhaut-Ulcus. 

Dazwischen bearbeiten die Bakterien (orange) sowohl teilweise die 
kleinhirn- gesteuerten Tumoren der Organe des Mesoderms (mittleres 
Keimblatt), wo sie Zellen abbauen, als auch die groEhirnmarklager- 
gesteuerten Nekrosen der Organe des Mesoderms (mittleres Keimblatt), 
wo die Bakterien Zellen ab- und aufbauen helfen, z.B. im Knochen. 

Das ontogenetisch bedingte System der Mikroben ist nicht etwa eine Theo- 
rie oder eine Hypothese, sondern es ist eine empirische Entdeckung. Das 
Prinzip war eigentlich ganz einfach: 

Nachdem ich erst einmal das ontogenetische System der Tumoren und 
Krebs-Aquivalente kannte, muBte mir das „ontogenetisch bedingte System 
der Mikroben" geradezu wie eine reife Frucht der Entdeckung in die Hande 
fallen, wenn ich nicht ganz blind war. Denn nachdem ich erlebt habe, daB 
die Biologie von Mensch und Tier keineswegs so unsinnig und systemlos ist, 
wie man sich das vorgestellt hatte, mit sinnlos und planlos wucherndem 
Krebs und mit sinn- und planlos zerstorenden Mikroben, da begann ich 
natiirlich, meine ganze Neue Medizin systematisch nach einem System ab- 
zusuchen. Zwangslaufig muBte ich dabei auf folgende GesetzmaBigkeiten 
stoBen: 

1. Die Einteilung der Mikroben: 

Pilze und Pilzbakterien - Bakterien - Viren 
entspricht ihrem ontogenetischen und phylogenetischen Alter: 

• Pilze und Pilzbakterien (Tbc) sind die altesten oder archaischen Mikro- 
ben aus dem entwicklungsgeschichtlichen „Altertum", dem „Althirn- 
Modell" entsprechend. 

• Bakterien sind die „mittelalterlichen" Mikroben, allerdings schon zum 
GroBhirn-Modell gehorend, genauer dem GroBhirn-Marklager. Sie geho- 
ren also schon zur entwicklungsgeschichtlichen „Neuzeit". 

• Viren sind die jiingsten Mikroben, ein Mittelding zwischen belebter und 
unbelebter Materie. Sie gehoren zum GroBhirnrinden-Modell, also auch 
zur entwicklungsgeschichtlichen „Gegenwartszeit". 

2. Die Einteilung der Mikroben erfolgt auch nach Keimblatt-Zugehorigkeit 
der Organbereiche, die sie „bearbeiten". 

a) die Pilze und Pilzbakterien (Tbc) bearbeiten alle althirn-gesteuerten Or- 
gane, d.h. stammhirn-gesteuerte entodermalen Organe und kleinhirn- 
gesteuerte vom alten Mesoderm. Nur Zellabbau! 



~" phylogenetisch = bezogen auf die Stammesgeschichte 
Phylogenese = Stammesentwicklung 



378 



b) Die Bakterien bearbeiten die groBhirnmarklager-gesteuerten Organe des 
jungen Mesoderms. Zellabbau und Zellaufbau! 

c) Die Viren bearbeiten die groBhirnrinden-gesteuerten Organe des Ek- 
toderms. Nur Zellaufbau! 

Alle Mikroben arbeiten sinnvoll und biologisch vernetzt mit dem 
Wirtsorganismus, wie gesagt, ausschlieBlich an den Organen, denen sie 

entwicklungsgeschichtlich - keimblattmaBig - gehirnmaBig 
zugehoren. „GehirnmaBig" heiBt bei uns Menschen und Tieren „kopfge- 
hirnmaBig", bei den Pflanzen ist nur das Organgehirn vorhanden, das 
aber fur alle Funktionen ausreicht. 

3. Arbeitsweise und Vermehrung der Mikroben: 

Alle Mikroben ohne Ausnahme „arbeiten" ausschlieBlich in der post- 
conflictolytischen Heilungsphase, beginnend mit der Conflictolyse und 
endend mit dem Ende der Heilungsphase; sie arbeiten weder vorher noch 
nachher. Vorher galten sie bisher als sog. „apathogene Keime", in der 
Heilungsphase als „virulente Keime" und nach der Heilungsphase 
wieder als harmlose „apathogene" Keime. 

a) Die fur die Organe des inneren Keimblatts, die bei den Kephalophoren 270 
von Stammhirn gesteuert werden, zustandigen Mikroben, die Pilze und 
beim Menschen hauptsachlich Pilzbakterien (Tbc und Lepra) oder My- 
kobakterien und die fur die Organe des alten mittleren Keimblatts vom 
Kleinhirn gesteuerten gleichen Mykobakterien, sprich: die vom Althirn 
gesteuerten Mykobakterien vermehren sich folgendermaBen: 

Die Pilze und beim Menschen hauptsachlich Mykobakterien vermehren 
sich in der konflikt-aktiven, sympathicotonen Phase, im gleichen Takt 
und Intensitatsgrad mit den durch Mitosen neu entstehenden Tumorzel- 
len des Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms des Wirtsorganismus. 
Sie bleiben im Wirtsorganismus auf Abruf zur Verfugung vorhanden, 
solange die konflikt-aktive Phase (ca-Phase) andauert. Sie sind in dieser 
sympathicotonen, konflikt-aktiven Phase arbeitsmaBig „inaktiv", wir 
sagten fruher „apathogen" oder „avirulent". 

Im Augenblick der Conflictolyse sind genauso viele Mykobakterien 
(„saurefeste Stabchen", Tbc) vorhanden, wie notig sind, um den bis da- 
hin gewachsenen Tumor des SBS in der pel-Phase problemlos und rasch 
abbauen und verkasen zu konnen. 

An der verschiedenen Genstruktur der nur zum einmaligen Gebrauch 
bestimmten Tumorzellen gegeniiber den autochthonen Organzellen, die 



268 
269 
270 



apathogen = angeblich keine Krankheiten bewirkend 
virulent = angeblich ansteckend, giftig 
Kephalophoren = Kopftrager 



379 



auch weiterhin bleiben sollen, erkennen die Mykobakterien ganz genau, 
welche sie abraumen miissen und welche sie nicht anriihren diirfen, (eben 
die autochthonen). Aus dieser Genverschiedenheit der „Tumor- 
Einmalzellen" haben die Schulmediziner eine genetische „B6sartigkeit" 
der Tumorzellen konstruiert - volliger Unsinn! 

b) Die fur die jiingeren groBhirnmarklager-gesteuerten Organe des jiingeren 
mittleren Keimblatts (junges Mesoderm) zustandigen Bakterien konnen 
„abbauend-korrigierend" (Osteomyelitis) und „aufbauend" Osteo- 
rekalzifizierend arbeiten. 

Die Vermehrung der Bakterien erfolgt im Gegensatz zu den fur die 
althirn-gesteuerten Organe arbeitenden Mykobakterien nicht in der kon- 
flikt-aktiven Phase, sondern ausschlieElich in der pel-Phase, in Vagoto- 
nic! 

Wahrend sich Mykobakterien auf der Agar-Kultur praktisch nicht 
ziichten lassen, weil sie ja in der ca-Phase vom Althirn zur Vermehrung 
gesteuert werden, lassen sich Bakterien auf Agarboden im Brutkasten 
gut ziichten, ob ahnlich gut wie im Organismus, glaube ich nicht. Nur 
gegen Bakterien wirken Penizilline, ein Stoff Wechselprodukt der Pilze, 
die sich gegen die Bakterien abgrenzen und diese schadigen oder gar 
abtoten. 

c) Die fur die jungsten, groBhirnrinden-gesteuerten Organe des auBeren 
Keimblatts (Ektoderm) zustandigen Viren arbeiten ausschlieBlich in der 
pel-Phase und ausschlieElich zellaufbauend! 

Ihre Vermehrung bzw. Vervielfaltigung geschieht in der pel-Phase. 

Man kann sie praktisch auch nicht ziichten, auBer auf sog. lebenden 
Kulturen, z.B. befruchteten Hiihnereiern, wo man praktisch den Kiiken- 
Embryos einen Konflikt setzt und begeistert zuschaut, wie sich in der 
pel-Phase die Viren vermehren. 

Die Viren optimieren praktisch den Restitutionsverlauf der ulcerosen 
Veranderungen der Haute und Schleimhaute. Die Heilungsphase verlauft 
foudroyanter 271 , aber im biologischen Sinne giinstiger, als sie ohne Vor- 
handensein von Viren abliefe. 

Wenn eine sog. „Viruserkrankung", richtiger miiBte es heiBen: Wenn 
eine Heilungsphase eines SBS gliicklicherweise mit Vorhandensein des 
passenden Virus abgelaufen ist, bleiben sog. „Antikorper". Auch dieser 
Begriff ist im Falle Virus nicht korrekt. Es miiBte heiBen „Erinnerungs- 
korper fur Virus". Tatsache ist namlich, daB das Virus beim 2. Mai vom 
Organismus als „alter Bekannter" freudig begruBt wird und die pel- 
Phase problemloser und weniger dramatisch ablauft. So miissen wir auf 
vielen Gebieten umlernen. 



771 

foudroyant = blitzartig einsetzend u. rapid verlaufend 



380 



4. Die Arbeit der Mikroben im einzelnen: 

Alle Mikroben sind Spezialisten, nicht nur hinsichtlich der Organe, die 
sie bearbeiten, sondern auch hinsichtlich der Art und Weise, wie sie ar- 
beiten. 

a) Pilze und Pilzbakterien (Mykobakterien, Tbc) sind „Abraumarbeiter", 
d.h. sie raumen entodermal stammhirn-gesteuerte Tumoren (Adeno- 
Karzinome) und alt-mesodermale kleinhirn-gesteuerte Tumoren (adenoi- 
de Karzinome) ab, genauer gesagt: Sie verkasen Tumoren der althirn- 
gesteuerten Organe vom Beginn der Conflictolyse an, sofern diese er- 
reicht wird. Wahrend der Normotonie und wahrend der konflikt-aktiven 
sympathicotonen Phase sowie in der „Wieder-Normotonie" (nach Ab- 
schluB der Heilungsphase) sind sie „apathogen M , also „harmlos M . Ebenso 
sind sie fur alle iibrigen Organe harmlos, apathogen! 

Wir haben schon gehort, daB die Tuberkel-Bakterien schon in der kon- 
flikt-aktiven, sympathicotonen Phase durch Teilung entstehen, genau im 
gleichen Takt, wie die Menge der Tumorzellen entsteht, die ja von unse- 
ren braven Helfern nach der Conflictolyse wieder abgebaut werden sol- 
len. Das ist die unubertrefflich schonende und wirkungsvolle Chirurgie 
der Natur! 

Aber, anders als bei den „GroBhirn-Modellen" wo es „ewig" hangende 
Konflikte gibt, die eben durch ihr Hangen sogar biologisch-soziale Pro- 
gramme ermoglichen konnen, wird bei den althirn-gesteuerten Modellen 
(Stammhirn, Entoderm und Kleinhirn, altes Mesoderm) eine Konfliktlo- 
sung und ein folgendes Abraumen des Tumors geradezu vorausgesetzt! 
Ein Naturvolk aber, bei dem Tuberkulose-Mykobakterien nicht ubiqui- 

979 • 97"^ • • 

tar endemisch waren, gibt es nicht. Aber es gibt bei den Naturvol- 
kern auch keinen Fall, in dem ein Schilddrusen-Karzinom wegen Man- 
gels an Tuberkel-Mykobakterien nicht verkast werden wiirde und der 
„Patient" dadurch elendiglich am Vollbild des Basedow zugrunde gehen 
wiirde. Das Gleiche gilt fur die Hypophysen- Tumoren des Hypophysen- 
Vorderlappens. 

Was wiirde auch der menschliche Organismus mit diesen riesigen 
Mengen an vorsorglich hergestellten, bzw. im gleichen Takt mit dem 
Tumor durch Teilung entstandenen Tuberkel-Mykobakterien anfangen, 
wenn sie nicht ihre vorgesehene Abraumarbeit verrichten konnten, wozu 
sie sich ja so vermehrt haben? 

Ubrigens, das war ja klar: Fur nicht-althirn-gesteuerte Organe kann der 
Organismus die Tuberkel-Bakterien nicht verwenden: Es ist weder eine 
Plattenepithel-Tuberkulose bekannt, noch eine Knochentuberkulose oder 
z.B. eine Gehirntuberkulose, obwohl die Schulmedizin sich das ja so 



" n ubiquitar = iiberall verbreitet, allgegenwartig 

End 
Gebiet 



273 Endemie = standiges Vorkommen einer Erkrankung in einem begrenzten 



381 



vorgestellt hatte, daB die „bosen" Mikroben so ziemlich alles auffressen, 
was sie kriegen konnen. 

Es gab schon immer eine Reihe von Arzten, die behauptet hatten, sie 
sahen bei manchen Krebskranken Pilze und Bakterien in einem Tropfen 
ganz frischen Blutes. Sie wurden belachelt - aber sie hatten recht. Nur 
konnten sie ihre Angaben nie am nachsfbesten Fall reproduzieren, weil 
nur die alteren Patienten so etwas zeigten und auch nur dann, wenn sie 
ein althirn-gesteuertes SBS mit Tumor hatten. Diese hatten das dann 
schon in der konflikt-aktiven Phase, was ja die Blutsenkung hochtrieb, es 
waren jedoch fruher mehr, heute sind es immer weniger, weil wir Zau- 
berlehrlinge in unserer Ignoranz versucht haben, die Tuberkulose „aus- 
zurotten", die wir auch als „bosartig" verteufelt, weil nicht verstanden 
hatten. 
b) Die Bakterien sind „Abraum- und Aufbauarbeiter" im groBhirnmarkla- 
ger-gesteuerten Mode 11. Sie konnen z.B. den Knochen gleichzeitig an ei- 
ner Stelle abbauen und daneben neuen aufbauen. 

Fruher haben die Chirurgen gedacht, Knochenbriiche miiBten „keim- 
frei" bleiben. Heute schrauben sie moglichst viele Nagel und Schrauben 
von auBen hindurch, damit moglichst viele Bakterien hineingelangen und 
die Knochenheilung optimieren konnen! Zumindest hat man also ge- 
merkt, daB es nicht schadet... 

Die Bakterien arbeiten nicht nur erst von der Conflictolyse an, sondern 
sie vermehren sich auch erst von da ab. 

Normalerweise arbeiten Bakterien nur, wenn vorher ein entsprechender 
Konflikt vorhanden war und gelost ist. Aber mesodermal orientierte 
Bakterien und mesodermales Bindegewebe (auch groBhirnmarklager- 
gesteuert) heilen alle Verletzungen in unserem Organismus. Und da gibt 
es dann auch immer Bakterien. Fruher nannten wir das „Superinfektio- 



nen". 



c) Die Viren sind reine „ Aufbauarbeiter", fangen ihre Arbeit ebenfalls mit 
der Conflictolyse an und fangen auch dann erst an, sich durch Teilung zu 
vermehren. Viren sind im biologisch inaktiven Zustand quasi tot. Erst im 
Organismus - und nur wenn dieser eine groBhirncortex-gesteuerte pel- 
Phase hat, und zwar eine ganz spezielle (z.B. Leber-Gallengangs-Ulcera, 
in der pel-Phase = Hepatitis bzw. Virus-Hepatitis A, B, oder C ...) wir- 
ken die vorher toten EiweiBpartikel namens Viren wie Katalysatoren 
zwecks Optimierung des Heilungsvorgangs, speziell bei Plattenepithel- 
Ulcera. Ob die Viren auch eine starkere Schwellung machen, um den 
Heilungsvorgang zu beschleunigen, ist noch nicht sicher. Vieles spricht 
aber dafur. 

Da sehr viele rohrenformige Organe mit Plattenepithel ausgelegt sind 
(groBhirncortex-gesteuert), gibt es oftmals Komplikationen, wenn diese 
rohrenformigen Organe, wie Bronchien, Koronararterien oder -Venen, 
Lebergange, Pankreasgange oder Kiemenbogengange (die alten Kiemen- 



382 



gange am Hals und im Mediastinum etc.) zuschwellen und dadurch vor- 
ubergehend okkludieren, d.h. verstopft sind. Das „Vorubergehende" 
kann monatelang dauern. Der Bronchus kann in manchen Fallen auch 
ganz okkludiert bleiben. Hinter dem VerschluB durch Schleimhaut- 
schwellung bildet sich dann die sog. Atelektase, ein luftleerer Bronchi- 
enast, der gegenuber den luftgefullten ubrigen Lungenabschnitten auf 
dem Rontgenbild dichter, d.h. weiB erscheint. Diese Lungen-Atelektase 
sieht man in der Schulmedizin falschlicherweise als Bronchialtumor an. 
Leider, denn das einzige, was da betroffen ist, sind die Ulcera (Schleim- 
hautdefekte) im Bronchus, die gerade heilen, sonst ware der Bronchus 
nicht „zu" und es waren keine Atelektasen sichtbar. 
Bei den Lebergangen, die auch mit Plattenepithel ausgekleidet sind und 
sich beim biologischen Konflikt des Revierargers ulceros verandern, da- 
mit der GalleabfluB durch groBeren Durchmesser verbessert wird (= 
biologischer Sinn) schlieBen sich durch Schwellung eben diese Leber- 
gange. Folge: Die Galle staut sich auf, kann nicht mehr abflieBen, wenn 
viele Leber-Gallengange gleichzeitig betroffen sind, wird der Patient 
gelb: Ikterus, Gelbsucht, brauner Urin, hellgelb entfarbter Stuhl durch 
Fehlen des Gallenfarbstoffs. 

Auch wenn keine Viren vorhanden sind (Non A-, Non B-, Non C- 
Hepatitis), haben wir doch auch eine Hepatitis, aber sie heilt nicht „ord- 
nungsgemaB". 

Nicht die Viren bewirken also die Hepatitis, wie wir klugen Mediziner 
in unserer Einfalt geglaubt hatten, sondern unser Organismus bedient 
sich ihrer, sofern vorhanden, zwecks Optimierung des Heilverlaufs. 

5. Die Steuerung der Mikroben 

Die Steuerung der Mikroben, die unsere Heifer und Symbionten sind, er- 
folgt durch unser Gehirn. Die Mikroben arbeiten nicht gegen uns, son- 
dern fur uns, als unsere treuen Heifer durch zig-Millionen Jahre unserer 
Entwicklungsgeschichte. 

Zusammen mit der Programmierung unserer Organe in den verschiede- 
nen Hirn-Relais unseres Computers Gehirn sind auch unsere treuen Spe- 
zialarbeiter, die Mikroben, gleich mit einprogrammiert worden. Man 
kann hier von „Vernetzung" sprechen. Jede Sorte Mikroben hat ihren be- 
sonderen Arbeits-Fachbereich. Es gibt sehr spezialisierte Mikroben und 
andere, die auf mehreren Gebieten ersatzweise tatig werden konnen. 
Aber alle halten sich an die Keimblatt-Grenzen. Naturlich gibt es in den 
Grenzbereichen kleine Uberlappungen, aber erstaunlich wenige. 



383 



6. Heilverlauf ohne Mikroben: 

Sind keine „Spezialmikroben" vorhanden, dann lauft die Heilungsphase 
natiirlich trotzdem ab, aber nicht biologisch optimal! Das heiBt z.B.: ein 
Todesangst-Konflikt mit Lungenrundherden heilt nach Konfliktlosung 
mit Mycobacterium tuberculosis unter Verkasung, Abhustung und Ka- 
vernisierung der Rundherde, dagegen werden die gleichen Rundherde 
(Adeno-Ca) ohne Tuberkel-Mykobakterien einfach nur narbig eingekap- 
selt aber nicht abgebaut. Biologisch funktionell ist aber offenbar die Bil- 
dung von Kavernen nach Verkasung und Aushustung des Tumors opti- 
maler. Analoges gilt fur alle anderen Mikroben ebenfalls. 

Ebenso heilen intrahepatische Gallengangs-Ulcera nach Konfliktlosung 
auch ohne das Vorhandensein von Viren aus („Non A-, Non B-, Non C- 
Virus-Hepatitis"). Der Verlauf bei Vorhandensein von sog. Hepatitis-A- 
Virus oder Hepatitis-B-Virus usw. ist foudroyanter, aber kurzer, bietet 
offenbar biologisch eine hohere Uberlebenschance als ohne Viren. Nicht 
die Viren bewirken also die Hepatitis, sondern unser Organismus bedient 
sich ihrer, sofern vorhanden, zwecks Optimierung des Heilverlaufs. 

7. Epidemien und Seuchen: 

Genau, wie uns immer vor Krebs Angst gemacht wurde, weil er „bosar- 
tig" sei, so wurde uns auch immer vor „bosartigen Mikroben" Angst 
gemacht. 

Nun, so ganz unbegriindet ist die Angst ja im Falle von Seuchen nicht. 
Aber das liegt gar nicht an den Mikroben, sondern an der Zivilisation - 
und auch hier wieder an den vielen Irrtumern unserer Zivilisation. 

Im Grunde gibt es ja bei den Mikroben zwei Moglichkeiten: Entweder 
sind die Mikroben (jeweils fur eine Region) alle endemisch, das heiBt, je- 
der hat sie. Niemand kann „neue" Mikroben bekommen, denn er hat ja 
schon alle, die man in der Region haben kann. 

Oder: Man verhindert durch „Hygiene", Separation und Impfungen, 
daB die Menschen die Mikroben oder deren Folgen als Toxine etc. erlei- 
den. Den zweiten Weg versucht die sog. Zivilisation. 

Wir haben gesehen, daB wir unsere Mikroben-Freunde dringen notig 
haben, weil ohne sie die Sinnvollen Biologische Sonderprogramme nur 
inkomplett ablaufen konnen, was in vielen Fallen fur uns todlich sein 
kann. Die Mikroben sind also ein unverzichtbarer, notwendiger Be- 
standteil fur das Funktionieren unseres Organismus bei unseren Sonder- 
programmen (SBS). Die Coli-Bakterien unseres Darms haben wir als 
Symbionten kennengelernt aber die anderen Mikroben sind es im Grunde 
genauso! Das sehen und verstehen wir allerdings erst, wenn bei uns ein 
solches SBS ablauft - oder eben nicht richtig ablaufen kann, in Erman- 
gelung der benotigten Mikroben. 

In der Natur bei den Tieren oder bei den Naturvolkern kommt so etwas 
praktisch nicht vor. Die Programme unseres Organismus - gemeint sind 



384 



die Biologischen Programme - haben die Zivilisation nicht mit einpro- 
grammiert. 

Was z.B. die sog. „Infektionsgefahr" anbetrifft, insbesondere mit exo- 
tischen Mikroben, so konnen wir sagen: Genauso wie unser Organismus 
oder unser Computer Gehirn kein Programm hat fur Autos, Flugzeuge 
oder Fernseher, und wie das Reh kein Programm hat fur zwei Kilometer 
weit reichende Kugeln, die mit Zielfernrohr geschossen werden, genauso 
wenig ist unser Computer Gehirn auf Ortswechsel von Tausenden von 
Kilometern innerhalb weniger Stunden eingerichtet, zumal in ganz ande- 
re Klimazonen mit anderen Mikroben. Das, was fur die in Zentralafrika 
lebenden Bewohner vollig normal ist, weil sie eben von Kindheit an dort 
leben und angepaBt sind, das ist fur uns Besucher keineswegs normal. 
Ein Beispiel sind die fur uns harmlosen Masern, die wir normalerweise 
als Kinder durchmachen. Zwar wird das Masern- Virus ubertragen, aber 
erkranken tut nur derjenige oder das Kind, das zuvor den entsprechenden 
Konflikt durchgemacht hat und jetzt gerade in der Heilungsphase ist. Im 
Falle Masern also einen Konflikt der Mund- oder Nebenhohlen zum In- 
halt hat (z.B. „mir stinkt das"). 

Als man die Masern nach Amerika einschleppte, starben viele Tausen- 
de von erwachsenen Indianer klaglich - aber kein einziges Kind. Jeder 
Arzt in Europa weiB, daB auch bei uns eine Erst-"Infektion" mit Masern 
beim Erwachsenen todlich enden kann. Beim Kind ist sie dagegen immer 
harmlos. 

Ebenso geht es umgekehrt mit Cholera und Gelbfieber. Wir sagen 
dann, die Menschen in Mittelamerika seien „durchseucht". Wenn die 
Mikroben so gefahrlich waren, wie unsere Medizin-Hygiene und unsere 
Bakteriologen sie bisher angesehen haben, dann diirfte doch kein Pilger 
nach einem Bad im Ganges, dann diirfte kein Slumbewohner uberleben. 
Den Slumbewohnern fehlt zwar Nahrung, aber an Mikroben sterben sie 
gewohnlich nicht. 

Wenn man einen sog. „Mundabstrich" macht, und ihn auf Bakterien 
untersucht, dann hat ein „gesunder Mensch" nahezu alle Sorten von 
Bakterien, die bei uns vorkommen. Die werden dann als „apathogen", als 
ungefahrlich, bezeichnet. Bei den pcl-Phasen, die wir bisher als Infekti- 
onskrankheiten bezeichnet haben, finden wir halt eine Sorte aus diesem 
gleichen Ensemble vermehrt. Schon sprechen wir davon, diese (gleichen) 
Mikroben seien jetzt „pathogen", also krankmachend oder gefahrlich. 

Wir mussen uns liber 2 Fragen klar werden: 

1. Was ist es denn, was wir friiher „Infektionskrankheit" genannt haben? 

2. Was ist denn eine Epidemie oder eine Seuche, bei denen viele Menschen 
zur gleichen Zeit die gleichen korperlichen Symptome einer sog. 
„Infektionskrankheit" zeigen? 



385 



Zu 1): Im Prinzip sind die sog. Infektionskrankheiten nichts anderes als 
jeweils die pel-Phase eines Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms 
(SBS): Vagotonie, Temperatur, Mudigkeit, Abgeschlagenheit, trotzdem 
Schlaf erst nach Mitternacht gegen 3 Uhr, bei der althirn-gesteuerten Tu- 
berkulose mit NachtschweiB. 

Daneben hat jede sog. „Infektionskrankheit" noch Besonderheiten, wie 
Hautexantheme bei Masern, Roteln, Windpocken, Scharlach, Schwellungen 
von Haut, Schleimhauten, Bronchien, Schluckbeschwerden durch Schwel- 
lung der Speiserohre etc., auch gefahrliche Toxine wie bei Diphtherie, Teta- 
nus etc. 

Stets aber geht eine konflikt-aktive 1. Phase voraus, die wir nicht bemerkt 
haben, die wir also nicht als Krankheit empfunden haben. Sie ist es ja auch 
im biologischen Sinne naturlich genauso wenig wie die pel-Phase oder Hei- 
lungsphase eigentlich streng genommen eine „Krankheit" ist. 

Wiirde man einem Sportier, der eine Woche zuvor ein Bronchialkarzinom, 
sprich die konflikt-aktive Phase von Bronchial-Ulcera bei Revierangst- 
Konflikt erlitten hat und dadurch plotzlich wesentlich schneller laufen kann, 
sagen, er sei eben „krank", dann wiirde er von Leistungssteigerung etc. 
sprechen, aber ganz sicher nicht von Krankheit. DaB er in einer pel-Phase 
nicht in Form ist, weil er ja „krank" ist und Fieber hat, das versteht jeder, er 
selbst auch. 

In unseren schulmedizinischen Lehrbuchern iiber die sog. „Infektions- 
krankheiten" haben wir eine groBe Menge empirischer Beobachtungen von 
Symptomen und Verlaufen beschrieben. Diese waren an sich nicht falsch 
und sind auch in der Neuen Medizin niitzlich zu wissen. Aber wir hatten 
naturlich vom Prinzip der SBS nichts verstanden. Aber auch wenn wir sie 
jetzt verstehen, sind die Symptome (z.B. Diphtherie, Tetanus) fur uns kei- 
neswegs harmlos. 

Zu 2): Was sind Epidemien und Seuchen? 

Im zehnten Vers des ersten Gesanges der Ilias wird berichtet, wie der Gott 

Apollon die Pest ins Lager der Danaer sendet, weil Konig Agamemnon den 

Priester des Apollon, Chryses, beleidigt hatte, der ins griechische Lager 

gekommen war, um seine geraubte Tochter gegen Geldzahlung auszulosen. 

Apollon 

„sandte verderbliche Seuche durchs Heer 

und es sanken die Volker". 
Vers 48: „Fern von den Schiffen setzt er sich nun 

und schnellte den Pfeil ab, 

und ein schrecklicher Klang 

entscholl dem silbernen Bogen. 

Maultiere nur erlegt er zuerst 

und hurtige Hunde, 

Dann aber gegen sie selbst 



386 



die bitteren Pfeile gerichtet, 
SchoB er: rastlos brannten 
die Totenfeuer in Mengen." 

Die Seuchen wurden als Strafen eines Gottes angesehen, den man miBachtet 
hatte. Die Seuche kam, es starben viele - aber die Seuche ging auch wieder. 

Ich habe dieses Beispiel deshalb ausgewahlt, weil es typisch ist fur eine 
Situation, die damals relativ haufig war: Die Belagerung einer Stadt. Die 
Ilias spielt bekanntlich im zehnten Jahr der Belagerung Trojas. Die Pest 
betraf oftmals die Belagerten, aber etwa gleich haufig auch die Belagerer. 

Wie kann man eine solche Seuche mit den Kenntnissen der Neuen Medizin 
in Einklang bringen? 

Nun, der Pestbazillus, der ja durch den Floh von den Ratten auf den Men- 
schen iibertragen wird, muB offenbar von auBen kommen, ist also nicht 
endemisch. In diesem besonderen Fall konnen wir die Situation mit dem 
erstmaligen Einschleppen des Masern-Virus zu den Indianer nach Amerika 
vergleichen. Die Menschen, die nicht starben, erkrankten bei einem zweiten 
Mai nicht mehr. 

Dagegen miissen wir uns klar machen, daB es solch eine Seuche bei den 
sog. Naturvolkern nicht gibt, offenbar weil dort nicht Menschen von weither 
angereist kommen und die Mikroben mitbringen. 

Aber wie verhalt es sich nun mit den Konflikten, bzw. Sinnvollen Biologi- 
schen Sonderprogrammen? 

Die Belagerten hatten gleiche oder ahnliche Konflikte, wenn sie immer und 
immer wieder die Angriffe der Belagerer abwehrten: Im Falle einer Einnah- 
me der Stadt stand immer die Versklavung der gesamten Bevolkerung bevor 
- sofern die Verteidiger uberhaupt uberlebten. 

Auch die Belagerer hatten gleiche oder ahnliche Konflikte, wenn ihre Be- 
lagerung iiber Monate oder gar Jahre vergeblich verlief Zehntausende auf 
der einen Seite und Zehntausende auf der anderen Seite hatten jeweils einen 
ahnlichen oder gar gleichen Konflikt, z.B. wenn wieder ein Angriff blutig 
abgeschlagen war: Viele waren gefallen, noch viel mehr waren verwundet, 
vielleicht sogar verstummelt oder kampfunfahig, die Nahrung wurde knapp, 
der Mut der Belagerten war gestiegen, man muBte jederzeit mit einem Aus- 
fall rechnen oder mit Entsatztruppen, die den Belagerten zu Hilfe kamen. 

Das, was fur die in Zentralafrika dauernd lebenden Menschen normal ist, 
weil sie eben von Kindheit an dort leben und angepaBt sind, das ist fur uns 
Besucher keineswegs normal. Ein Beispiel sind die fur uns harmlosen Ma- 
sern, die wir als Kinder durchmachen. Als man sie nach Amerika ein- 
schleppte, starben Zehntausende von erwachsenen Indianer klaglich - aber 
kein einziges Kind. 

Zwar wird das Masern-Virus iibertragen, aber erkranken tut nur derjenige 
oder das Kind, das zuvor den entsprechenden Konflikt durchgemacht hat 



387 



und jetzt gerade in der Heilungsphase ist. Im Falle Masern also einen Kon- 
flikt der Mund- oder Nebenhohlen zum Inhalt hat (z.B. „mir stinkt das"). 

Die heute in Medizinerkreisen durchgangig verbreitete Mikrobophobie ist 
ein entscheidendes Merkmal unserer seelenlos-sterilen heutigen Medizin. 

Auch dieses ontogenetisch bedingte System der Mikroben, das 4. Biologi- 
sche Naturgesetz, wird die gesamte Medizin von Grand auf verandern! 



388 



18 Das Spat- und Endstadium des ge- 

heilten Krebses bzw. der geheilten 

Krebsaquivalente 

A. Das Endstadium bei biologisch „normalem" Verlauf 

a) Das althirn-gesteuerte, durch Pilze oder Pilzbakterien kavernos ver- 
kasend abgebaute Karzinom; oft Kalkeinlagerungen 

b) Die groEhirn-gesteuerten (cortex-gesteuerten), mit Hilfe von Bakte- 
rien oder Viren in der Heilungsphase durch Zellvermehrung wieder- 
aufgefullten Karzinom-Nekrosen (groBhirnmarklager-gesteuert) oder 
Karzinom-Ulcera (hirnrinden-gesteuert) . 

Die Wiederauffullung der Nekrosen bezeichnet die Schulmedizin als 

„Sarkome". 

Die Wiederauffullung der Ulcera unter starker Schwellung in rohren- 

formigen Organen (Bronchien, HerzkranzgefaBe, Leber- und Pan- 

kreasgange, Kiemenbogengange) fuhren gewohnlich zu Okklusionen 

(VerschluB des Rohrs), bzw. zu Aufstau oder bei den Bronchien zu 

Atelektasen peripher der Okklusionsstelle. 

c) Der konflikt-reduzierte „hangende Konflikt", der das mitosearme 
(althirn-gesteuerte) Karzinom hat oder das nur geringfugig nekrotisch 
fortschreitende (groBhirnmarklager-gesteuerte) oder nur langsam ul- 
ceros fortschreitende (groBhirnrinden-gesteuerte) Karzinom, z.B. 
Neurodermitis. 

B. Das Endstadium bei unbiologisch verlaufendem Krebs 

a) Das althirn-gesteuerte Karzinom bei dem trotz abgelaufener Hei- 
lungsphase, wegen des Nichtvorhandenseins von Mykobakterien (Tu- 
berkulose-Bakterien), kein nekrotisch-verkasender Abbau erfolgen 
konnte. Die Karzinome bleiben, ohne weitere Mitosen (Zellvermeh- 
rung) zu machen, auf ihrem gewachsenen Hochststand einfach beste- 
hen. Sie produzieren weiter Milch (Brust), Sekret (Bauchspeicheldru- 
se, Leber, Ohrspeicheldruse etc.) oder Hormon (Schilddruse oder 
Hypophy sen- Vorderlappen) . 

b) Die an der Heilung gehinderten, groBhirn-gesteuerten Nekrose- 
Karzinome (z.B. Huftprothese nach Schenkelhals-Osteolyse oder 
Chemo bei Leukamie), die dann oftmals eine „hangende", d.h. nicht 
zu Ende kommende sarkomatose Restheilung machen, oder die 



389 



Ulcus-Karzinome, die durch fortwahrende iatrogene Manipulation 
nicht zu Ende heilen konnen. 

18.1 A. Das Endstadium des Sinnvollen Biolo- 
gischen Sonderprogramms eines Krebses bei 
biologisch „normalem" Verlauf 

18.1.1 a) Die Sinnvollen Biologischen Sonderpro- 
gramme der althirn-gesteuerten Gruppe (stammhirn- 
und Kleinhirn-gesteuert) 

Unser fruheres Verstandnis von Krebs-"Erkrankungen" hat mich bei der 
ersten Ausgabe dieses Buches dazu veranlaBt, dieses Kapitel uber „Das 
Spat- und Endstadium des geheilten Krebses" zu schreiben, das nach heuti- 
ger Sicht der „Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme der Natur" weit- 
gehend uberholt ist. 

Solange wir den Krebs als Krankheit angesehen haben, die „heilt", war es 
von groBem Interesse, das „Endstadium des geheilten Krebses" darzustellen. 

Jetzt stimmt alles aber irgendwie nur noch halb. Durch das 5. Biologische 
Naturgesetz und das Verstandnis des „Biologischen Sinns" eines Biologi- 
schen Sonderprogramms, stellt sich alles noch viel logischer und im Prinzip 
einfacher verstandlich dar. 

Das fruhere schulmedizinische Verstandnis von „Krebserkrankung" trifft 
eigentlich - abgesehen davon, daB wir das 5. Biologischen Naturgesetz und 
den besonderen Sinn der Biologischen Sonderprogramme nicht kannten - 
organsymptomatisch nur fur die althirn-gesteuerten Prozesse (= Krebse) zu. 

Die „Krankheit Krebs" entsteht - der Krebstumor baut sich spontan ver- 
kasend selbst ab - zuriick bleibt eine verkalkte Kaverne. Selbst das wuBte 
die sog. Schulmedizin nicht, behauptete aber ohne ihre Pseudotherapie mit 
Chemo-Vergiftung, Bestrahlungs-Verbrennung und den Verstummelungs- 
operationen schreite der Krebstumor unaufhaltsam fort. In ganz seltenen 
Fallen konne der Krebs auch mal voriibergehend stillstehen, aus unerklarli- 
chen Grunden, wobei sie dann von „Spontanheilungen" oder sog. „Schla- 
fenden Karzinomen" sprach, die es unter zehntausend Fallen nur einmal 
gebe. 

Mit dem Verstandnis des 5. Biologischen Naturgesetzes wissen wir jetzt 
nicht nur, daB der Krebs ein Sinnvolles Biologisches Sonderprogramm der 



390 



Natur ist, sondern audi, daB der Biologische Sinn in der konflikt-aktiven 
Phase zu finden ist - auBer in der groBhirnmarklager-gesteuerten mesoder- 
malen „Luxusgruppe". 

Sowohl das Krebswachstum als auch die biologische Funktion dieses Tu- 
mors sind etwas Sinnvolles, obwohl uns dabei, weil wir so schnell nicht 
umdenken, bzw. „umverstehen" konnen, noch mindestens eine leichte Gan- 
sehaut den Riicken hinunterlauft, wenn uns jemand sagt, daB wir einen 
Krebs hatten und wir eigentlich recht gerne auf diesen „sinnvollen Tumor" 
verzichten wiirden. 

Natiirlich geht das „Umverstehen" nicht ganz so schnell, ist eben auch 
nicht nur eine Sache des reinen Verstandes, denn die gefuhlsmaBige Angst 
ist nicht so leicht abzustreifen. Es gibt deshalb Patienten, die solche Kapitel 
drei- oder funfmal lesen, bis sie die Sache nicht nur richtig verstanden, son- 
dern auch verinnerlicht haben. Dann ist die Panik besiegt. Sie kommt, wenn 
wir uns klug verhalten, auch nicht mehr wieder. 

Zu dieser ruhig-sachlichen, panikfreien Betrachtung Deines eigenen Krebs 
mochte ich Dich, lieber Leser und liebe Leserin, hinfuhren. Selbst dann 
wirst Du keine Panik mehr bekommen, wenn Du im weiteren Verlauf dieses 
Kapitels feststellen wirst, daB die sog. „Heilungsphase" (im Grunde auch 
eine falsche Bezeichnung) Deines Krebses heute nicht mehr in der biolo- 
gisch vorgezeichneten Bahn ablaufen kann, weil die hochintellektuellen 
Mediziner die fur uns so notwendigen Tuberkel-Bakterien aus Griinden der 
„Hygiene" nahezu ausgerottet haben. Auch darfst Du Dich nicht verriickt 
machen lassen, wenn Du nun horst, daB es kaum noch etwas niitzen wiirde, 
wenn Du beim Beginn der sog. Heilungsphase noch rasch saurefeste Tbc- 
Bakterien schlucken wiirdest, weil namlich die Tbc-Bakterien, im Gegensatz 
zu den „normalen" Bakterien, wie Staphylokokken oder Streptokokken, sich 
genau wie der Tumor selbst, bereits in der konflikt-aktiven Phase vermehren 
und von da ab auf Abruf von der Konfliktlosung ab fur die Abraumarbeit 
am Tumor zur Verfugung stehen. 

Mit diesem neuen Verstandnis, das Du ja naturwissenschaftlich sogar be- 
weisen kannst, wirst Du auch keine Probleme damit haben, bei einem Kreb- 
stumor, z.B. in der Brust, der Dich mechanisch oder asthetisch stort, einen 
Chirurgen zu finden, den Du beauftragst, ihn wegzunehmen, wie man einem 
Friseur sagt, wie kurz man die Haare geschnitten haben mochte. Du weiBt 
ja immer, eigentlich - vital gesehen - brauchte gar nichts weggenommen zu 
werden, von mechanischen Problemen einmal abgesehen. 

Weder ist als solcher Krebs eine „Krankheit", noch ist das spontane Ab- 
raumen des Krebses nach der Konfliktlosung eine „Heilung" einer „Nicht- 
Krankheit". Das Verkasen und Verkalken des althirn-gesteuerten Krebstu- 



391 



mors ist ein ganz normaler Vorgang unter NachtschweiB und subfebriler 
Temperatur (37,5 °), groBer Mudigkeit und, wenn der Tumor Zugang nach 
auBen hat, audi unter ziemlich unschonem Geruch. Ubrigens ist das ein 
hochkomplizierter Vorgang, wie Mutter Natur solch einen Tumor herau- 
soperiert. Die GefaBe vom Organ zum Tumor miissen namlich sauber abge- 
klemmt werden. Bei einem Brustkrebs z.B. trinkt das Baby bei einer solchen 
„Heilungsphase" tuberkulose Milch, ohne daB ihm das das geringste aus- 
machte, ja es ist sogar gut fur das Baby, daB es fur spater Tbc- 
Mykobakterien hat, wenn es sie einmal brauchen sollte. 

Die Vorstellung von Robert Koch, daB Tbc-Mykobakterien Tuberkulose 
bewirken, war falsch. Zwar gibt es ohne Tbc keine Tuberkulose, aber die 
gibt es ohne voraufgegangenen althirn-gesteuerten Tumor auch nicht! Und 
ohne Konfliktlosung finden wir zwar bei der biologischen Verlaufsform (mit 
Tbc-Mykobakterien) die Mykobakterien bereits im Blut, aber sie machen 
klinisch noch keine Tbc! Man kann sie auch deshalb nicht auf der Kultur 
zuchten, weil sie zur Teilung die Impulse unseres Organismus benotigen. 
Entweder sie bekommen diese Impulse von der abzubauenden Organzelle 
selbst, oder sie konnen diese Impulse als echte Symbionten von unserem 
Kopfgehirn auffangen. 

Der Restzustand eines solchen althirn-gesteuerten, spontan verkasten und 
verkalkten Krebses, ist eine sog. Kaverne mit Kalkeinlagerung. In Organen 
wie Leber, Pankreas oder Darm kollabiert die Kaverne und ist nicht mehr 
als Hohlraum zu erkennen. Anders ist das in der Lunge mit dem verkasten 
und verkalkten Lungenrundherd, der durch den Unterdruck im Pleuraspalt 
der Lunge aufgehalten wird, ahnlich einer Hohlkugel. Der Lungenrundherd 
wurde von der zustandigen „Lungen-Mullabfuhr", namlich den Tuberkel- 
Bakterien, ausgeraumt. Was ubrigbleibt ist die besagte Kaverne. 

Bei der weib lichen Brust wiederum fullt sich die Kaverne wahrend der 
Stillzeit immer wieder mit Milch, was den Brustumfang vergroBert. Wenn 
der Saugling getrunken hat, ist die Kaverne kollabiert, d.h. leer und zusam- 
mengefallen. Sie kann allerdings auch durch Kalkeinlagerungen so stabil 
ausgekleidet sein, daB sie nicht mehr kollabieren kann. Dann bliebt sie stets 
mit Milch gefullt. 

Der Mechanismus soil hier nicht doppelt erlautert werden, sondern kann 
im Kapitel iiber das 4. Biologische Naturgesetz nachgelesen werden. 

Der Computer Gehirn gibt quasi bei Conflictolyse einen „generellen Hee- 
resbefehl", schaltet auf Vagotonie, ladt geradezu alle Bakterien ein und gibt 
die Krebsgeschwulst frei zum Abraumen! Die sich selbst Schulmediziner 
nennenden Zauberlehrlinge der Medizin meinen in ihrem Unverstand, sie 
miiBten die Bakterien bekampfen, genau wie sie immer meinen, den Krebs 



392 



bekampfen zu miissen am Symptom des Organs. Beides ist unsinnig. Die 
Bakterien sind unsere Symbionten. Sie tun nur das, was unser Computer 
Gehirn sie zu tun heiBt. 

Tuberkel-Bakterien sind nur fiir die Abrdumung von althirn-gesteuerten 
Krebstumoren zustdndig! 

Niemals sehen wir eine Tuberkulose des Plattenepithels, das dem auBeren 
Keimblatt angehort. Selbst die Tuberkulose von Bindegeweben und Kno- 
chen, also Abkommlingen des mittleren Keimblattes, gibt es im eigentlichen 
Sinne nicht. Wir lernen immer in unseren Lehrbuchern, daB Tuberkel- 
Bakterie „saurefeste Stabchen" seien. Niemand hat sich je Gedanken dar- 
iiber gemacht, warum sie eigentlich saurefest sind. Die einzigen Orte in 
unserem Korper, wo saures Milieu herrscht, ist der Magen-Darm-Kanal und 
die Alveolen der Lunge, die den Gasaustausch zwischen Blut und AuBenluft 
besorgen (Kohlensaure). Aber die Alveolen sind dem inneren Keimblatt 
zugeordnet. Sie stammen als ausgesproBtes „Lungenblaschen" entwick- 
lungsgeschichtlich aus dem Magen-Darm-Kanal, genau wie die Halstonsille 
(Tonsillen-Tbc!), der innere Gehorgang samt Mastoid- Auskleidung (Mitte- 
lohr-Tbc!) oder die „adenoiden Gewachse" des Nasen-Rachenraumes, die 
alle eine Tbc zeigen konnen. 

Kurzum: 

Die saurefesten Tbc-Bakterien (oder Mykobakterien) sind Spezialarbeiter 
des Magen-Darm-Kanals, wo immer Luft und Gas ist, mit alien Anhangs- 
gebilden, insbesondere den Alveolen. Dagegen sieht man nie „Bronchial- 
Tbc", obwohl das doch im wahrsten Sinne des Wortes naheliegend ware. 

Entstand fruher ein Dickdarm-Karzinom, als wir noch alle unsere Freun- 
de, die Tuberkel-Bakterien als unsere sinnvollen Symbionten beherbergten, 
und war der Konflikt gelost, so raumten diese kleinen Heifer still und un- 
verdrossen und ganzlich unbemerkt das Darm-Karzinom wieder ab. Am 
Ende sah man nur noch auf dem Rontgenbild ein paar verkalkte 
Lymphknoten, wo das Darm-Karzinom mal gewesen war. 

Die Sache mit dem sog. Primarinfekt, der angeblich furs ganze Leben ge- 
gen Tbc gefeit machen sollte, ist langst widerlegt. Er zeigt nur, daB Tuber- 
kel-Bakterien vorhanden waren und dann ublicherweise furs ganze Leben 
vorhanden bleiben. Derzeit weiB man iiberhaupt nichts mehr, wie unsere 
Lehrbucher schreiben. Alles war ein frommer Selbstbetrug. Wir haben ohne 
Sinn und Verstehen unsere altesten Freunde genauso ausgerottet wie unse- 
ren Wald und unsere Meere vergiftet - aus lauter zivilisatorischer Uberheb- 
lichkeit! 



393 



Und haben wir nicht fruher unsere Tbc-Kranken genauso mit Liegekuren 
und panikfreier Ruhe behandelt, wie wir heute unsere an Krebs erkrankt 
gewesenen Patienten in der pel-Phase der Heilung behandeln sollten? 

Fallt Dir da was auf, lieber Leser? 

18.1.2 b) Das „Endstadium" der groBhirn-gesteuerten 
Prozesse 

Du wirst sehen, lieber Leser, wie wichtig eine neue Nomenklatur ist, wenn 
das Verstandnis fur Vorgange, die wir bisher alle „Krankheit" genannt 
hatten, sich geandert hat. 

Wissen wir schon bei den althirn-gesteuerten Sinnvollen Biologischen 
Sonderprogrammen (SBS) nicht mehr, wo wir noch den Begriff „Krankheit" 
anbringen sollen, wenn sowohl der Krebstumor, den wir stets als besonders 
„bosartige Krankheit" angesehen hatten, ein sehr sinnvoller biologischer 
Vorgang ist mit einem besonderen Biologischen Sinn in der konflikt-aktiven 
Phase, als auch die post-conflictolytische Phase (pel-Phase), die wir Tbc 
Krankheit nannten, ebenfalls ein sinnvoller biologischer Abraumvorgang ist. 

Bei den groBhirnmarklager-gesteuerten Prozessen (SBS), die ihren Biolo- 
gischen Sinn ja am Ende der pel-Phase haben, ist die Zuordnung zum bishe- 
rigen „Krankheitsbegriff nosologisch 274 noch schwieriger oder gar unmog- 
lich, mindestens im bisherigen Sinne. 

Erzahlt mal einem 1 00-Meter-Laufer, der 10,7 Sekunden auf hundert 
Meter braucht und der nun nach einem DHS mit einem groBen Konflikt 
plotzlich 10,5 oder sogar 10,4 Sekunden lauft, er sei krank! Es wird Euch 
„einen Vogel zeigen" und sagen, er sei offensichtlich noch nie gesunder, 
weil „leistungsfahiger", gewesen. 

Oder erzahlt mal jemandem, der nicht gerade hohes Fieber hat, der in einer 
pel-Phase ist, sogar jetzt tagsiiber schlafen kann, sehr guten Appetit hat und 
sich „kannibalisch" wohl fuhlt, er sei krank. Auch er wird Euch „den Vogel 
zeigen". 

Wahrend bei den althirn-gesteuerten Krebstumoren in der pel-Phase der 
nicht mehr benotigte, vordem aber sinnvoll gewesene Tumor abgeraumt 
wird, - Biologischer Sinn in der konflikt-aktiven Phase! - wir bei einem 
groBhirnmarklager-gesteuerten Verlust-Konflikt einer Frau mit Eierstocks- 
Nekrose in der konflikt-aktiven Phase, in der pel-Phase die Eierstocks-Zyste 
gebaut, die innerhalb von 9 Monaten induriert und Ostrogen produziert. 
Hier liegt der Biologische Sinn in dieser pel-Phase: Der Sinn der erhohten 

274 nosologisch = krankheitsmaBig 



394 



Ostrogen-Produktion liegt ja darin, daB die Frau viel jiinger aussieht und 
eine viel groBere Libido hat. Sie hat eine groBere Moglichkeit bald wieder 
schwanger zu werden! 

Der gleiche oder vergleichbare Vorgang passiert in der Niere mit einer 
Nierenzyste („Wilms-Tumor"), was man in der indurierten Form auch Ne- 
phroblastom nennt. Die Nierenzyste hilft mit, Urin zu produzieren. Auch 
hier liegt der Biologische Sinn in der pel-Phase, genauer gesagt: Am Ende 
dieser pel-Phase! 

Das „Endstadium" solche Sonderprogramme (SBS) ist also gerade das, 
wozu man den Patienten ja begluckwunschen kann. Und sofern es nicht 
mechanisch zu groBe Dimensionen hat, daB man einen Teil chirurgisch evtl. 
entfernen muB, ist jeder Eingriff unnotig! 

Wieder anders ist es bei den groBhirnrinden-gesteuerten Sonderprogram- 
men (SBS). Die ja ihren Biologischen Sinn in der konflikt-aktiven Phase 
haben und in der pel-Phase die Ulcera wiederauffullen. 

Bei der auBeren Haut z.B. macht das weniger Probleme. Aber bei rohren- 
formigen Organen, wie Bronchien, Koronararterien oder -venen, Leber- 
Gallengangen, Pankreasgangen, Speiserohre (obere 2/3) oder den Kiemen- 
bogengangen am Hals oder im Mediastinum, kommt es vor, daB diese roh- 
renformigen Organe nicht nur voriibergehend durch die Schwellung im In- 
neren der Rohre verschlossen werden, sondern spater such verklebt, ver- 
wachsen, d.h. verschlossen bleiben. Solche „Endstadien" muB man kennen. 
Sie sind im Grunde als Symptom harmlos. D.h. der Patient kann damit hun- 
dert Jahre alt werden. 

18.1.2.1 Das durch Reparation (z. B. Callus) substituierte 
Nekrose-Karzinom, spater als „Sarkom" bezeichnet 

Die Regenerationsfahigkeit des Gewebes unseres Organismus ist unter- 
schiedlich von Organ zu Organ. Das hat entwicklungsgeschichtliche und 
funktionelle Grunde. Wir hatten schon gesehen, daB die Schleimhaute sehr 
regenerationsfahig sind, ebenso natiirlich die Haut. Auch die Leber ist beim 
jungen Menschen sehr regenerationsfahig. Beim Bindegewebe und Knochen 
als typischen Mesoderm-Abkommlingen ist die Regenerierfahigkeit quasi 
ihr Beruf. Alle Narben miissen vom Bindegewebe repariert werden, alle 
Knochenbriiche vom Callus rekalzifiziert und „geleimt" werden. Die Rege- 
neration ist riesengroB! Das ist ja auch der Grand, waram fast alle „ge- 
zuchteten" Tumoren in der Kultur eigentlich nur still wucherndes Bindege- 
webe ist, das als einziges Gewebe seine typischen Eigenschaften auch dann 
noch eine Zeitlang beibehalt, wenn es schon vom Gehirn getrennt ist. 



395 



Das Mesoderm fallt gleich zweimal als „Tumor" auf, einmal z. B. beim 
Knochen, wenn die Knochen osteolysiert, entkalkt werden, wobei sie stark 
vermehrten Stoffwechsel haben und keine Mitosen in der ca-Phase, weil die 
Calluszellen abgebaut werden. Nach der Conflictolyse des Selbstwertein- 
bruches aber geschieht genau das Gegenteil. Dieses Gegenteil - die Histolo- 
gen sagen dann, sie konnen vor lauter Kalk nichts mehr sehen - nannte man 
bisher Sarkom, Osteosarkom, weil es Knochenwucherung war. Namhafte 
Pathologen haben mir bestatigt, daB sie ganzlich auBerstande sind, Callus- 
Gewebe vom normalen Knochenbruch von sog. Osteosarkom-Gewebe hi- 
stologisch zu unterscheiden. Es ist im Endeffekt das gleiche, wenn auch die 
Ausgangsposition verschieden war. 

Wenn nun aber das Osteosarkom im Grande nichts anderes ist, als bei der 
Narbe das Narbenkeloid, eben nur ein „Zuviel des Guten", dann gibt es im 
eigentlichen Sinne der bisherigen Bedeutung kein Sarkom. Es war, wie so 
vieles in der sog. Onkologie, ebenfalls ein Trugbild. 

18.1.2.2 Das vernarbte oder verkalkte Karzinom 

Uberall da, wo eine Regenerierbarkeit voriibergehend oder definitiv nicht 
mehr gegeben ist, z. B. bei der Leber eines alten Menschen, kann das Bin- 
degewebe einspringen und den Tumor einkapseln, sogar verkalken. Das 
Gleiche passiert bei der Auskleidung kleiner Kavernen, wenn die Tuberkel- 
Bakterien den Tumor abgeraumt haben. Nicht der Tumor selbst verkalkt - 
auBer beim Mesoderm-Ca -, sondern er wird abgebaut und durch Bindege- 
webe und evtl. sogar kalkeingelagertes Bindegewebe ersetzt. Diesen Vor- 
gang haben wir, unter gewissen Konstellationen, bei der Leberzirrhose vor 
uns. Es gibt sogar, nach Verletzungen, Operationen oder auch als Ausklei- 
dung von Zysten nach ZerreiBung eines Hamerschen Herdes Bindegewebs- 
und Kalkeinlagerungen an den jeweiligen verletzten Hirnflachen. 

Im Grande aber ist das alles ja etwas vollkommen Normales und wird vom 
Organismus bei jeder Verletzung nicht anders gehandhabt! 

18.1.3 c) beim konflikt-reduzierten „hangenden Kon- 
flikt" 

kann man eigentlich nicht recht von „Spat- oder Endstadium" sprechen. 
Beim konflikt-aktiv „hangenden" Konflikt ist ja keine Heilung oder pel- 
Phase vorhanden. Die ist aber beim haufig oder chronisch rezidivierenden 
SBS vorhanden. Da kann man eben alles finden, je nachdem, ob der Kon- 
flikt gerade wieder ein Rezidiv der Konfliktaktivitat hat oder wieder eine 



396 



Losung. Solche chronisch rezidivierenden Prozesse, besonders die natiirlich 
genauso haufigen jeweiligen Losungen, die mehr auBerlich sichtbare Sym- 
ptome machen, wie z.B. beim chronisch-rezidivierenden Ungeschicklich- 
keits-Selbstwerteinbruch der Hande, dessen Losungsphasen als „chronischer 
Gelenkrheumatismus" bezeichnet werden. Die Deformierung der Hande 
kann man dann wieder als „Spat- oder Endzustande" bezeichnen. Hier be- 
steht allerdings ein Teufelskreis, denn durch die Deformierungen der Hande 
wird der Patient noch ungeschickter, so daB man schon weiB: Das nachste 
konflikt-aktive Rezidiv kommt bestimmt, und irgendwann auch wieder mal 
die dazu gehorende Losungsphase ... 

Das „hangende Karzinom" analog zum „hangenden Konflikt" ist kein in- 
aktiviertes, sondern nur ein kiirzere oder langere Zeit suspendiertes Karzi- 
nom, also auf geringe Mitoserate reduziertes Karzinom bzw. Karzinom- 
Nekrose. Vorsicht ist geboten! Das Konflikt- und das Krebsgeschehen kann 
jederzeit exazerbieren , also Wiederaufflammen. Die Flamme ist nicht 
erloschen. Es gehort nur hier aufgezahlt, weil es ja oftmals das „Endstadi- 
um" bleibt, wenn der Patient bis an sein Lebensende nicht mehr aus diesem 
„hangenden Konflikt" herauskommt. Ganz besonders oft sehen wir das bei 
spastischen und paralytischen Paresen, durch motorischen Zentralkon- 
flikt in den Gyri praecentralis bewirkt. Unsere Rehabilitationszentren und 
Behindertenheime sind voll von solchen Fallen. 

18.2 B. Das Endstadium bei unbiologisch ver- 
laufendem Krebs oder besser SBS 

a) Wir haben oben schon besprochen, daB bei Fehlen der eigentlich lebens- 
notwendigen Tuberkel-Bakterien im Falle eines althirn-gesteuerten SBS der 
Krebstumor in der pel-Phase nicht mehr abgebaut werden kann. Er bleibt - 
was er eigentlich biologisch nicht sollte. 

Bekommt im Falle eines Brustkrebs bei einer stillenden Mutter das Kind 
langer vermehrtes Milchangebot, als eigentlich vorgesehen, dann ist das 
sicher nicht so schlimm. Anders ist das schon beim Schilddriisen-Karzinom 
oder beim Hypophysen-Karzinom. Denn diese produzieren weiter erhohte 
Hormonmengen, die zwar voriibergehend gewollt waren - aber nicht auf 
Dauer! Der Organismus des Patienten produziert also weiter die Hormone, 

1 75 Exazerbation = Verschlimmerung, Steigerung, Wiederaufbrechen 

Spastik = Vermehrung des Muskeltonus mit meist gleichzeitig gesteigerten 

Muskeleigenreflexen 
Paralyse = Lahmung 



397 



obgleich der Konflikt langst gelost ist. Nicht nur, daB das gesamte endokri- 
ne System durcheinandergerat, sondern der Patient ist gleichsam „kunstlich 
krank": Er hat z.B. eine kiinstliche Thyreotoxikose , die er bei rechtzeiti- 
gem Vorhandensein von Tuberkel-Mykobakterien nur fur kurze Zeit, eben 
in der konflikt-aktiven Zeit, gehabt hatte, die aber danach ohne jeden Sinn 
ist! 

Weitere Beispiele: 

Inaktiviert sind, wie gesagt, quasi alle Karzinome, wenn der Konflikt gelost 
ist, und „eingeschlafen" soil eigentlich nur heiBen, daB sie nicht mehr wei- 
terwachsen, was auch alien Karzinomen nach der Conflictolyse gemeinsam 
ist, die keinen biologisch normalen Verlauf mehr haben. Im Grande werde 
ich meiner Einteilung nicht mehr ganz gerecht, wenn ich diese Art der 
Selbstheilung hier bespreche. Aber sie gehort trotzdem hierher. 

Ich meine namlich die Art der notgedrungenen Selbstheilung, wenn der 
Mensch kiinstlich bestimmte Arten von Bakterien eliminiert hat, so daB der 
Organismus die Krebse, die fruher biologischerweise von den zustandigen 
Bakterien abgeraumt wurden, aus Mangel an „Spezialbakterien" stehenlas- 
sen und einkapseln muB. 

Inaktivierte alte Lungenrundherde hat es fruher nicht gegeben, weil die 
Tuberkulose praktisch endemisch war. Ein Schutz vor Tuberkulose war 
iiberhaupt nicht moglich. Man hatte in keiner StraBenbahn mehr fahren, auf 
keinem Biirgersteig mehr gehen diirfen. Uberall war die Luft voll von auf- 
gewirbelten Tuberkel-Bakterien. Lungentuberkulose aber bekam nur je- 
mand, der Todesangst gehabt hatte und - arm war! Derm die Armen hatten 
standig Todesangste und zudem nicht die Mittel, sich in der pel-Phase ei- 
weiBreich zu ernahren. 

Seit wir zivilisierten Menschen keine „Spezialbakterien" mehr haben, 
bleiben unsere Krebsrainen stehen, werden diagnostiziert und setzen dann 
bei unseren iiberschlauen Medizynikern oft den Panik-Teufelskreis in Gang. 

Vor Jahren, als ich die Zusammenhange des Krebs zum ersten Mai begrif- 
fen hatte, sagte ich zu meinen damaligen Kollegen: „Wenn wir das Geheim- 
nis der eingeschlafenen und schlafenden Krebse wissen, werden wir die 
Zusammenhange des Krebs erkennen." Sie lachten mich aus, als ich die 
Archive absuchte nach schlafenden Karzinomen, ja, sie schiitteten sich ge- 
radezu aus vor Lachen iiber mein einfaltiges Tun. 

b) ahnlich „kunstliche Krankheiten" konnen wir erleiden, wenn normale 
Heilungen in einem Sonderprogramm, wie z.B. Leukamie als pel-Phase bei 



Thyreotoxikose = Hyperthyreose ... Uberfunktion der Schilddriise 



398 



Knochen-Osteolyse in der konflikt-aktiven Phase, vorkommen. Die Medizi- 
ner gehen in ihrem Unverstand mit Chemo gegen die harmlosen Symptome 
der hohen Leukoblasten-Zahlen im Blut vor. Vollig sinnlos! Nicht nur, daB 
ihnen fast alle Patienten dabei sterben, sie verhindern mit dieser Pseudothe- 
rapie den natiirlichen biologischen Fortgang de pel-Phase. Am Ende der pel- 
Phase waren die Osteolysen, sofern keine neuen Rezidive erfolgen, nicht nur 
mit Callus wiederaufgefullt, sondern sie waren fester als zuvor! Alles das 
wird durch Chemo (Zellgift) verhindert. 

Bei einer Schenkelhalsfraktur, die durch einen Konflikt „das schaffe ich 
nicht!", bzw. durch die dadurch entstehende Osteolyse im Schenkelhals, 
ausgelost wird, wird operativ mit Huftprothese „versorgt". In den Fallen, 
wo der zugehorige Konflikt, fur den sich ja der Chirurg nicht interessiert, 
gelost wird, mag die Operation erfolgreich sein. Geht aber der Konflikt 
weiter, und wird die ganze Huftgelenkspfanne oder der verbliebene Ober- 
schenkelschaft osteolytisch, d.h. „weich", dann wackelt die Huftprothese 
und der Chirurg ist ratios, weiB nicht, was er noch tun kann. 

Beispiele: 

Staphylokokken, die Bakterien unserer Furunkel: 

Die Furunkulose ist die Heilungsphase nach einem Selbstwerteinbruch mit 
HH im GroBhirnmarklager und im Organbereich als Bindegewebs-Nekrose 
imponierend. Nach Conflictolyse raumen die fleiBigen Staphylokokken die 
Nekrosen ab, was wir Furunkulose nennen. Uberall, wo Bindegewebe ana- 
erob 279 einschmilzt, sind die entsprechenden Spezialarbeiter fur diese Art 
„Nekrose-Mull" zur Stelle. Wir dummen Menschen behindern sie mit Peni- 
cillin bei ihrer sinnvollen Arbeit und feiern das als Pioniertat der Medizin, 
was im Grande nur Unverstand ist. Denn wir verwenden das Penicillin 
praktisch als Abschwellungsmittel fur das Gehirn. Nur dadurch wird das 
Fieber herabgesetzt, nicht dadurch, daB dabei naturgemaB - weil es ja auch 
zytostatisch wirkt - eine Menge unserer „kleinen Freunde", der Bakterien, 
zu Grande gehen, was wir Zauberlehrlinge in unserem Unverstand bejubeln, 
so wie ein unverstandiges Kind jubeln wird, wenn der Jager den „bosen 
Fuchs" totschieBt, der die armen kleinen Ganse stiehlt. In Wirklichkeit greift 
der Mensch willkurlich und ohne Verstandnis in das Gleichgewicht der Na- 
tur ein, eben wie ein Zauberlehrling, der erst spater merkt, was er angerich- 
tet hat, wenn es bereits zu spat sein konnte. 

Welche Arroganz darin liegt, das soil rahig an dieser Stelle erwahnt wer- 
den, die Natur fur so fehlerhaft zu erklaren, daB man sie an alien Ecken und 



anaerob = ohne Sauerstoff lebend 



399 



Enden flicken und korrigieren zu miissen glaubt, ist nur der unendlichen 
Ignoranz der Medizyniker anzulasten, die sich wie die Gotter fuhlen, ob- 
gleich sie so geistesarme Tropfe waren, daB sie „vergessen" hatten, das 
Gehirn in ihre Uberlegungen mit einzubeziehen, von der Psyche ganz zu 
schweigen. 



400 



19 Das Gesetz vom Verstandnis einer 

jeden sog. „Krankheit" als Teil eines ent- 

wicklungsgeschichtlich verstehbaren 

Sinnvollen Biologischen Sonderpro- 

gramms der Natur - 

Das 5. Biologische Naturgesetz 

der Neuen Medizin (die Quintessenz) 

oder: Der biologische Sinn eines jeden Sonderprogramms der Natur 

Dieses 5. Biologische Naturgesetz fiihrt uns hin zur eigentlichen „Ur- 
Medizin": Sie dreht das bisherige nosologische (Krankheits-) Verstandnis 
vollstandig um. Die Krankheit als solche im bisherigen Sinne gibt es nicht 
mehr. Unsere Unkenntnis hat uns nicht sehen lassen, daB alle sog. „Krank- 
heiten" einen besonderen biologischen Sinn hatten, den wir nicht erkennen 
konnten. 

Das 5. biologische Naturgesetz ist wirklich die Quintessenz aus den vor- 
ausgegangenen 4 biologischen Naturgesetzen der Neuen Medizin. Im Nach- 
hinein konnte man es als das bedeutsamste Naturgesetz bezeichnen. Dieses 
Quintessenz faBt nicht nur die vorausgegangenen streng naturwissenschaft- 
lichen Gesetze zusammen, sondern eroffnet uns gleichsam eine neue Dimen- 
sion. Sie ist gleichsam die Seele der Neuen Medizin. Oder gehen wir noch 
einen Schritt weiter: Dieses 5. Naturgesetz schafft mit einem einzigen 
Schritt die Verbindung von dem, was wir bisher naturwissenschaftliche 
erforschen konnten, indem wir Fakten erforscht hatten, zu dem, was uns 
bisher transzendent schien, ubernaturlich, parapsychologisch oder nur reli- 
gios verstehbar oder wie immer wir das bezeichnet haben, das wir oftmals 
fuhlen und erfahren konnten, das uns aber bei der sog. naturwissenschaftli- 
chen Betrachtungsweise unerklarlich, sogar abstrus oder unsinnig erschien. 

Denn endgiiltig eroffnet sich uns mit dem 5. biologischen Naturgesetz die 
nunmehr verstehbare Verbindung zum gesamten Kosmos, der uns umgibt 
oder in den wir eingebettet sind. Kein Wunder, daB die Spanier, die einen 
Sinn fur solche Dimensionen des gefuhlsmaBigen Verstehens haben, die 



9&0 

Nosologie = Krankheitslehre 



401 



Neue Medizin seither auch „la medicina sagrada" nennen. Diese Bezeich- 
nung kam irgendwann im Friihjahr 1995 in Andalusien auf. 

„La medicina sagrada" eroffhet uns eine neue, kosmische, um nicht zu sa- 
gen eine gottliche Dimension! Plotzlich ist in unserem medizinischen Den- 
ken und Fiihlen jeder Elefant, jeder Kafer, jeder Vogel und sogar der Delfin 
genauso miteinbezogen wie jede Mikrobe, jedes Pflanzchen und jeder Baum. 
Ja, ein anderes Denken als dieses „kosmischen Denken" im Rahmen der 
belebten Natur ist iiberhaupt gar nicht mehr moglich. Wahrend wir bisher 
Mutter Natur als dumm und fehlerhaft anzusehen uns erdreistet hatten, die 
dauernd „Pannen" und „Fehler" produzierte (bosartiges, sinnloses, entarte- 
tes Krebswachstum etc.), fallt es uns nunmehr wie Schuppen von den Au- 
gen, daB nur unsere Ignoranz, unsere maBlose Arroganz und Hybris, die 
einzig wirklich dummen Dinge in unserem Kosmos waren und sind. So „zu- 
genagelt" konnten wir gar nichts mehr verstehen und haben dadurch diese 
sinnlose, seelenlose und strohdumme Brutalmedizyn hervorgebracht. 

Wir Menschen konnen in aller Bescheidenheit nun zum ersten Mai sehen 
und sogar verstehen, daB nicht nur die gesamte Natur geordnet ist - das 
wuBten wir z.T. vorher schon - sondern daB auch jeder einzelne Vorgang in 
der Natur sinnvoll ist, sogar im Rahmen des Ganzen, und sogar die Vorgan- 
ge, die wir bisher „Krankheiten" genannt hatten, nicht etwa sinnlose Sto- 
rungen waren, die von Zauberlehrlingen wieder repariert werden muBten, 
sondern wir sehen voller Staunen, daB das alles gar nichts Sinnloses, Bos- 
artiges und Krankhaftes war. Warum sollen oder diirfen wir dieses sinnvolle 
Zusammenspiel der Natur, des ganzen belebten Kosmos nicht etwas Gottli- 
ches nennen? War nicht vor „Ausbruch" der GroBreligionen, wie wir ja sehr 
gut bei den Priestern des Gottes Asklepios sehen konnen, das Amt des Arz- 
tes immer ein Priesteramt? Die seelenlose, alttestamentarische, an nichts als 
nur profit-orientierte Kommerz -Medizin war eben ein grausiger, gnadenlo- 
ser Irrweg. 

Die gesamte Biologie wird, bei aller Fiille von Einzelheiten, von nun an 
wunderbar klar und durchsichtig, so gut verstandlich, und mit ihr auch die 
Humanbiologie - und mit ihr die Medizin. Ich habe mehrere Jahre als Do- 
zent an der Padagogischen Hochschule in Heidelberg Humanbiologie unter- 
richtet. Ich glaube, daB mir dieses Unterrichten - „docendo discimus" - sehr 
geholfen hat, dieses 5. biologischen Naturgesetz zu finden. 

Was waren also unsere sog. „Krankheiten"? Nun, die Symptome, die wir 
kannten, bleiben, aber auch nur sie! Wir miissen Sie vollig einordnen und 
neu bewerten, weil wir ein vollig verandertes Verstandnis gewonnen haben. 

Schon wenn wir das 2. biologische Naturgesetz (Gesetz von der Zweipha- 
sigkeit aller Sinnvollen Biologischen Sonderprogramme bei Losung des 



402 



Konflikts) betrachten, so miissen wir feststellen, daB wir weit mehr ver- 
meintliche „Krankheiten" zu kennen geglaubt hatten, als es Sonderpro- 
gramme gab, denn wir hatten jede der beiden Phasen als eigene Krankheit 
angesehen! 

Wir fuhlten uns „schlapp und mude" in der Heilungsphase. Dann bezeich- 
neten wir diese pel-Phase als „Krankheit". In Wirklichkeit waren wir auf 
dem Weg der Ausheilung. Bei den vom GroBhirn-Marklager gesteuerten 
mesodermalen Organen liegt als einzige Gruppe (siehe Tabelle „Psyche- 
Gehirn-Organ") der biologischen Sinn in der Heilungsphase: Die Nierenzy- 
sten, Eierstocks-Zysten, Milz- und Lymphknoten-Zysten, sowie die 
schmerzhafte Ausbeulung des Periosts (Knochenhaut) mit Rekalzifizierung 
des Knochens durch Callus-Einlagerung. Es gibt aber, streng genommen, 
auch durch biologische Konflikte ausgeloste Vorgange, die eigentlich in 
beiden Phasen einen biologischen Sinn haben, z.B. beim Blutungs- und 
Verletzungs-Konflikt. Mutter Natur nimmt sich in der Entwicklungsge- 
schichte jederzeit die Freiheit, ihre eigenen wunderbaren Programme zu 
komplettieren oder zu optimieren: 

Blutungs- und Verletzungs-Konflikt: 

a) ca-Phase: Thrombopenie , dadurch Verhinderung von Koagula in 
den BlutgefaBen (gleichzeitig Milz-Nekrose) 

b) pel-Phase: Splenomegalie , damit beim nachsten Blutungs- oder 
Verletzungs-Konflikt um so mehr Thrombozyten in die Milz hinein- 
passen. (Milz = Sammelhafen fur Thrombozyten, die in der ca-Phase 
nur am Ort der Verletzung, nicht jedoch in der Blutbahn sein diirfen. 

Es handelt sich im obigen Fall um sich gegenseitig kompensierende und 
ineinandergreifende Programme, die wir alle erst jetzt begreifen lernen kon- 
nen. 

Ein ahnlich ineinandergreifendes Programm-System sehen wir bei der An- 
amie: Der biologische Sinn des Knochenkrebs (Knochen-Osteolyse) liegt 
ganz eindeutig in der pel-Phase, also in der Heilungsphase, wo der Skeletteil 
starker verkalkt wird und damit fur die Zukunft fester ist, als er vorher war. 
Die Anamie in der ca-Phase aber sorgt dafur, daB der Knochenteil, der in 
der ca-Phase osteolysiert und geschwacht ist, dadurch nicht frakturiert, daB 
der Organismus vor lauter Miidigkeit (Anamie-Mudigkeit"!) keine groBen 
Sprunge machen kann. In der pel-Phase, in der ja der biologische Sinn liegt, 



281 Thrombopenie = Thrombozytopenie ... verminderte Zahl der Thrombozyten 

282 Koagulum = Blutgerinnsel 

283 Splenomegalie = Milzvergroflerung 



403 



wird die noch groBere Immobilitat durch den Schmerz des aufgedehnten 
Periosts erreicht. Dazu ist der Organismus durch die extreme Vagotonie- 
Miidigkeit bei der leukamischen Phase nahezu vollig inaktiviert. 

Immer, wenn wir den biologischen Sinn eines Sonderprogramms bedenken 
mit den zugehorigen Kompensationsprogrammen, merken wir erst, wie un- 
endlich dummlich in den meisten Fallen unsere sich so klug wahnende The- 
rapie war. Meist war es nur die Pseudotherapie von Ignoranten, von Zau- 
berlehrlingen, die an irgendwelchen Knopfchen herumgespielt hatten und 
nicht wuBten, was sie damit ausgelost hatten. Meist starben uns die Patien- 
ten iatrogen an der Therapie, nicht an dem Sonderprogramm. Unsere Arzte 
werden in Zukunft um so verstandiger sein, je besser sie die Sinnvollen 
Biologischen Sonderprogramme der Natur kennen. 

19.1 Das Prinzip der Krebserkrankung 

Das Gesetz der Zweiphasigkeit aller Erkrankungen der gesamten Medizin 
stellt unser gesamtes bisheriges vermeintliches Wissen griindlich auf den 
Kopf: Kannten wir bisher schatzungsweise einige hundert Krankheiten, so 
fanden wir bei genauem Hinsehen etwa Halite solcher vermeintlichen 
Krankheiten, bei denen der Patient kalte Hande, kalte Peripherie zeigt, und 
etwa die andere Halite vermeintliche warme oder heiBe Krankheiten, bei 
denen der Patient warme oder heiBe Hande und meist Fieber hat. In Wirk- 
lichkeit gab es grob geschatzt nur 500 „Tandems": Vorne (nach DHS) eine 
kalte, konilikt-aktive, sympathicotone Phase und hinten (nach der CL) eine 
heiBe, konflikt-geloste, vagotone Heilungsphase. Dieses Schema der Zwei- 
phasigkeit ist eine biologische GesetzmaBigkeit. 

Alle Krankheiten, die wir iiberhaupt kennen, verlaufen fakultativ in dieser 
Art, sofern es zu einer Koniliktlosung kommt. Wenn wir jetzt zuriick- 
blicken, dann hatte man in der bisherigen Medizin nicht einmal eine einzige 
Krankheit richtig erkannt: Bei den sog. „kalten Krankheiten" hatte man die 
nachfolgende Heilungsphase iibersehen oder als eigene Krankheit (z.B. 
„Grippe") fehlgedeutet, bei den sog. „heiBen Krankheiten", die ja stets die 
2. Phase, namlich die Heilungsphase nach vorangegangener konilikt-aktiver 
Phase darstellen, hatte man eben diese voraufgegangene kalte Phase iiberse- 
hen oder eben auch als eine eigene Krankheit fehlgedeutet. 



404 



19.2 Das Einschalten des Sonderprogramms 
durch das DHS - der Beginn der sympathicoto- 
nen Phase 

Erleidet ein Mensch oder Tier ein DHS, also ein allerschwerstes, hochakut- 
dramatisches und isolatives konfliktives Schockerlebnis, so assoziiert sein 
UnterbewuBtsein den konfliktiven Inhalt des DHS-ausgelosten biologischen 
Konfliktes zu einem biologischen Vorstellungsbereich, also z.B. Bereich 
Mutter/Kind- Verhaltnis oder Bereich Revier oder Bereich Wasser oder Be- 
reich Angst im Nacken oder Bereich Selbstwert oder ahnliche Bereiche. 
Auch hier weiB das UnterbewuBte in der Sekunde des DHS genau zu diffe- 
renzieren: Niemals macht ein Selbstwerteinbruch im sexuellen Bereich („du 
Schlappschwanz") Osteolysen der Halswirbelsaule, sondern stets Becken- 
Osteolysen, Beckenkrebs. Niemals wiirde ein Selbstwerteinbruch-Konflikt 
im Mutter/Kind- Verhaltnis („du Rabenmutter!"), Osteolysen im Becken 
machen, sondern stets einen Krebs des Oberarmkopfes links (bei Rechts- 
handern). 

Zu jedem biologischen Vorstellungsbereich gehort ein bestimmtes Relais- 
zentrum im Gehirn, den wir im Erkrankungsfall den „Hamerschen Herd" 
nennen. Jeder biologische Vorstellungsbereich hat also „sein Relaiszen- 
trum". 

Von dem Hamerschen Herd gehen im Moment des DHS Sonder-Codes an 
das Organ, das diesem Hamerschen Herd zugeordnet ist. Man kann also 
sagen: Jeder Hamersche Herd hat „sein Organ". So ist das dreischichtige 
Geschehen Psyche - Gehirn - Organ in Wirklichkeit ein synchron verlaufen- 
des Geschehen vom Hamerschen Herd zum Organ mit dem Unterschied des 
Bruchteils einer Sekunde. Das DHS wissen die meisten Patienten fast auf 
die Minute genau anzugeben, weil es ja immer dramatisch verlief. Meist 
waren die Patienten „vor Schreck erstarrt", „unfahig zu reden", „wie ge- 
lahmt", „zutiefst erschrocken" u. a. Im Gehirn kann man das eingeschlagene 
DHS von der 1 . Sekunde an im Hirn-CT, wenn auch etwas muhsam, und 
nur als Markierung sehen, am Organ ist es von der 1. Sekunde an zu finden: 
Krebs! 

In der Sekunde des DHS ist bereits alles programmiert oder ein program- 
miert: Entsprechend dem Konfliktinhalt des biologischen Konflikts in der 
Sekunde des DHS ist, wie wir heute leicht mit unseren Computertomo- 
grammen feststellen konnen, ein ganz bestimmtes, schon im vorhinein de- 
terminiertes Hirnareal (Hamerscher Herd) „umgeschaltet" worden. 



405 



In der gleichen Sekunde beginnen auch die (in der Tabelle Psyche-Gehirn- 
Organ exakt aufgeftihrten, durch empirische Beobachtungen ) voraussagba- 
ren Veranderungen am Organ ; entweder Zellvermehrung oder Zellvermin- 
derung oder Funktionsanderung (bei den sog. Krebsaquivalenten). 

„Umgeschaltet" habe ich deshalb gesagt, weil, wie wir in einem spateren 
Kapitel noch sehen werden, das DHS „nur" der Umschaltvorgang auf ein 
Sonderprogramm ist, damit der Organismus mit der unvorhergesehenen 
Situation fertig werden kann. 

19.3 Das grundsatzliche Problem 

Fur die Mediziner bisheriger Schule kann in das Krebsgeschehen niemals 
ein System hineinkommen, weil die Systemlosigkeit zum Dogma erhoben 
worden ist. 

Wurde man an dem Dogma rutteln durfen, dann wurde offenbar werden, 
„daB wir ja alle die letzten Jahrzehnte nichts als lauter Unsinn gemacht ha- 
ben." 

So ziemlich der groBte Blodsinn sind die sog. „Hirntumoren", die es gar 
nicht gibt. Alle die von „Hirntumoren" sprechen, meinen „des Kaisers neue 
Kleider" zu sehen, die es auch nur so lange gab, bis das kleine Madchen in 
dem Marchen schlieBlich rief: „Der Kaiser ist ja nackend!" 

Nichts, aber auch rein gar nichts stimmt bei den sog. „Hirntumoren M . Es 
gibt sie genausowenig wie die sog. „Hirnmetastasen", die nur ein Gebilde 
der halluzinatori sehen Ignoranz der Schulmediziner sind. 

Immer steht als Pramisse vornan, daB der Krebs ein sinn- und planloses, 
unkontrolliertes und systemloses Wuchern von „wild gewordenen Krebs- 
zellen" - herriihrend von einer wildgewordenen Krebszelle - darstellt. Stets 
gehort zu diesem Dogma auch - was niemals auch nur an einem einzigen 
Fall bewiesen worden ist -, daB ein Teil der wildgewordenen Krebszellen 
durch das arterielle Blut zu anderen Organen schwimmen und dort einen 
neuen Krebs erzeugen soil, eine sog. „Metastase" oder Tochtergeschwulst. 
Wenn Krebszellen in entfernte Organe wegschwimmen konnten, miiBten sie 
notwendigerweise durch das arterielle Blut dorthin gelangen, weil das veno- 
se System und die Lymphbahnen ja nur ins Zentrum des Korpers, also zum 
Herzen fuhren. 

Nun hat man aber schon Tausende von Versuchen gemacht, sogar beim 
Menschen, um festzustellen, ob man im arteriellen Blut Krebszellen entdek- 
ken kann. 
Es ist noch niemals gelungen! 



406 



Nicht eine einzige Krebszelle hat man jemals gefunden, obgleich man 
Blutzelle fur Blutzelle durchgesehen hat. Immer ohne Erfolg hinsichtlich 
Krebszellen! 

Auf dieser 1. wissenschaftlichen Luge beruht das Dogma von den sog. 
Metastase. 

Die zweite Luge baut folgeverlogen auf der ersten Dogmenluge auf: Da 
nach Dogma Nr. 1 alle Folge-Karzinome sog. Metastasen des ersten Karzi- 
noms sein sollen, kommt man dogmatisch zu den abenteuerlichsten Krebs- 
zell-Metamorphosen: DaB dabei fast regelmaBig z.B. Plattenepithel- 
Karzinome des auBeren Keimblatts Adeno-Karzinome des inneren Keim- 
blatts machen konnen oder umgekehrt, oder daB Adeno-Karzinome des Inte- 
stinaltraktes Osteolysen des Knochens und anschlieBend sog. 
„Osteosarkom-Metastasen" des mittleren Keimblatts oder umgekehrt Sar- 
kome Karzinom-Metastasen produzieren sollen, sprich, daB ein Pferd ein 
Kalb gebaren soil, ist alles wurschtegal und geht wie Kraut und Ruben 
durcheinander. 

Die 2. dogmatische Luge ist genauso ausgemachter Blodsinn wie die erste 
Luge. Man muB sich einmal vergegenwartigen, was das eigentlich im Klar- 
text bedeutet: Es miiBte ja eine Karzinom-Zelle z.B. des inneren Keimblatts, 
also eine Adenokarzinom-Zelle, auf ihrer - niemals beobachteten! - kurzen 
Fahrt in die Knochen beispielsweise, genau gewuBt haben, wohin sie gelan- 
gen wird, und in der kurzen Zeit eine Metamorphose durchgemacht haben, 
so daB sie jetzt plotzlich zu einem Abkommling des mittleren Keimblatts 
wird und ein Osteosarkom bilden kann und umgekehrt. 

Und selbstverstandlich kann man das naturlich im Reagenzglas oder in der 
Kultur ohnehin nicht reproduzieren, Dort kann man praktisch nur oder fast 
nur sog. Bindegewebs-"Sarkome" ziichten, die im Grunde nur harmlose 
Bindegewebswucherungen darstellen. Nach den onkologischen Lehrbuchern 
wird der Prozentsatz der in der Kultur ziichtbaren sog. Tumoren fur diese 
„Sarkome" mit 95% angegeben. Wahrscheinlich kann man - auBer den Sar- 
komen und den embryonalen sog. Karzinomen (die noch den embryonalen 
Wachstumsschub haben) - gar keine echten Karzinome in der Kultur ziich- 
ten, was auch der Neuen Medizin entsprechen wiirde. Dagegen entspricht es 
dem ontogenetischen System der Tumoren, daB die Bindegewebszellen des 
mittleren Keimblatts eine starke Vermehrungspotenz haben, die ja zur Hei- 
lung notwendig ist, so daB sie sogar in der Kultur noch weiter mitosieren 
konnen, ahnlich wie ein Auto, bei dem man bei hoher Geschwindigkeit auf 
Leergang schaltet und das dann noch Hunderte von Metern fahrt, obgleich 
kein Motor mehr die Rider antreibt, allein durch den Schwung der Masse. 



407 



Ganz und gar deutlich wird uns der ganze Spuk ja erst, wenn wir verste- 
hen, daB im Korper immer an der gleichen Stelle des Korpers auch die glei- 
che Art von Karzinom wachst. Und zwar als ganz und gar sinnvolles biolo- 
gisches Sonderprogramm der Natur! Seit mir das klargeworden ist und auch 
von Professoren der Histologic und Histopathologic zugegeben wurde, ist es 
mir wie Schuppen von den Augen gefallen, daB die Histopathologic fur die 
allermeisten Falle ein durch Arroganz und dogmatische Luge fur den Pati- 
enten zum „letzten Gericht" hochfrisierter Taschenspielertrick geworden ist. 
Welche Freude dann gelegentlich bei den Histologen, die sich als heimliche 
Herren iiber Leben und Tod der Patienten fuhlen, wenn mal eine Lungen- 
rundherd-"Metastase" einen fast gleichen histologischen Typ, namlich Ade- 
no-Karzinom, zeigt wie die vermeintliche Primargeschwulst, das Dickdarm- 
Karzinom zum Beispiel. Dann wird sofort von einer „echten Metastase" 
gesprochen, obwohl damit eigentlich die ubrigen 90% der „Metastasen- 
Diagnosen" ad absurdum gefuhrt sein miiBten. Aber den Histologen paBt es, 
wie's grad kommt, manchmal paBt es halt scheinbar besonders gut... Sinn- 
voll ware es dagegen nur noch, beispielsweise in Grenzgebieten (z.B. Sig- 
ma-Rektum), festzustellen, wohin der Tumor gehort, sofern man das nicht 
durch das Hirn-CT leichter klaren kann. Vielleicht ware es auch in einzel- 
nen Fallen noch interessant zu klaren, ob der Tumor noch mitosereich ist 
oder es sich um ein altes mitoseloses inaktiviertes Karzinom handelt, wenn 
einmal die Vorgeschichte nicht eindeutig ist und ein Hirn-CT keine sichere 
Klarung bringt. Aber im Grunde ist es doch in den meisten Fallen vollig 
uberflussig, uberhaupt eine histologische Untersuchung zu machen, wenn 
sowieso immer an der gleichen Stelle des Organs die gleiche Formation von 
Tumor gefunden wird. 

Nun zu den sog. „Hirntumoren" oder „Hirnmetastasen", die es beide in dem 
Sinne nicht gibt: 

Die 3. dogmatische Luge lautet, daB es ja das Gehirn als Computer des 
Organismus nicht geben darf. Wenn nach diesem Dogma der Krebs von 
einer wild gewordenen „entarteten" Zelle herruhrt, dann miissen ja diese 
Gebilde, die meine Gegner die „komischen Hamerschen Herde" genannt 
haben, Primartumoren oder wenigsten „Metastasen" sein. Zwar lernen alle 
Studenten schon im ersten Semester Medizin, daB Hirnzellen sich nach der 
Geburt nicht mehr teilen, also sich nicht mehr vermehren konnen. Vermeh- 
ren kann sich nur noch das sog. „Hirnbindegewebe", die sog. Gliasubstanz, 
genau wie sich im ubrigen Organismus das Bindegewebe vermehren kann, 
um Narben zu bilden, die Ernahrung zu sichern und das Gewebe abzustut- 
zen. Wir sagen: Bindegewebe im Korper und Gliagewebe im Gehirn haben 



408 



lediglich Ernahrungs-, Stutz- und Narbenfunktion. Niemals also sehen wir 
eine einzige Hirnzelle in Mitose, niemals also sehen wir eine Vermehrung 
der Hirnzellen, trotzdem sprechen alle Medizyniker von Hirntumoren, ja 
sogar von „Hirnmetastasen". 

Was ist nun eigentlich wirklich los in unserem Gehirn, wenn ein sog. 
„Tumor" oder Hamerscher Herd entsteht? 

Eigentlich ist die ganze Sache ganz einfach und von Mutter Natur mei- 
sterlich konstruiert, von unseren ignoranten, aber um so dunkelhafteren 
Schulmedizynikern aber vollig verkannt. Sie operieren die meist harmlosen 
Hirnschwellungen heraus und verstummeln damit den Patienten auf Lebens- 
zeit, wenn er uberhaupt uberlebt, was durch die nachfolgende Panik und die 
Personlichkeitsveranderung selten ist. 

In Wirklichkeit ist es so: 

Wenn uns ein gewaltiger Konfliktschock trifft, ein DHS, das uns gleichzei- 
tig noch in psychischer Isolation erreicht, dann bildet sich in dieser Sekunde 
ein Hamerscher Herd im Gehirn. Fur jede besondere Art eines solchen Kon- 
fliktschocks, den wir auch einen biologischen Konfliktschock nennen kon- 
nen, ist ein ganz besonderes Areal unseres Gehirns zustandig und gleichzei- 
tig auch ein ganz besonderer Organbereich. 

Also: Bei einem sexuellen Konflikt der Frau, biologisch gesprochen einem 
„Konflikt des Nicht-begattet-Werdens", also z.B., wenn eine Frau ihren 
Mann „in flagranti" ertappt, entsteht in dieser „Schocksekunde", sofern die 
Frau diese Situation als sexuellen Konflikt empfindet und nicht etwa als 
Verrat oder sonstwie empfindet, ein Hamerscher Herd im linken periinsula- 
ren Bereich (Schlafen-Scheitelhirn-Bereich), wenn es sich um eine Rechts- 
handerin handelt. 

In dieser Sekunde schaltet sich das neue, Sinnvolle Biologische Sonder- 
programm (SBS) des Gehirns ein. Dieses Sonderprogramm sorgt dafur, daB 
im Gebarmutterhals- und -mund-Ulcera entstehen, damit - so scheint der 
biologische Sinn zu sein - die Gebarmutter noch empfangnisbereiter wird. 

984. 

Diese Portio - oder Cervix-Erosionen gelten in der Schulmedizin als „gut- 
artig", weil sie keine Zellmitosen machen, sondern das Gegenteil, also Zell- 
schwund. 

Durch die Ulcera wird die Portio erweitert, quasi der Gebarmutterhals in- 
nen ausgeschalt. Die rechtshandige Patientin verliert mit dem DHS sofort 
ihren nachsten Eisprung, der mit der CL (Konfliktlosung = biologisch gese- 
hen Begattung) sofort wieder zuruckkehrt. Aber fur die Nutzung des gerade 



784 

Portio = in die Vagina hineinragender Teil des Gebarmutterhalses 



409 



erfolgten Eisprungs wird der Gebarmutterhals innen erweitert, damit das 
mannliche Sperma um so leichter in die Gebarmutter gelangen kann. Nach 
der Conflictolyse (= Begattung) werden die Ulcera mit neuen Zellen aufge- 
fiillt, d.h. geheilt. Wir sehen Mitosen der Heilung aber die Schulmedizin 
jammerte bisher, jetzt sei alles „bosartig" geworden wegen der Mitosen. 

Genau wie in der Konfliktschock-Sekunde am Organ gleichzeitig Zehntau- 
sende von neuen Zellen zu sog. Krebszellen wachsen (althirn-gesteuerte 
Organe) oder schwinden (Zellschwund bei groBhirn-gesteuerten Organen), 
so ist in unserem Gehirn auch nicht nur eine einzige Zelle in dieser Schock- 
sekunde unter Sonderprogramm geraten, sondern Millionen Gehirnzellen 
des Hamerschen Herdes sind gleichzeitig in ein Sonderprogramm geschaltet 
und haben den Organismus auf Sympathicotonie umgestellt. 

Schauen wir uns aber nun den Konfliktinhalt an, der uns in der Schockse- 
kunde „auf dem falschen FuB erwischt" hat, dann konnen wir uns gut vor- 
stellen, da es Tausende oder Hunderttausende von ahnlichen, weniger oder 
mehr differenten Konfliktinhalten geben kann, die z.T. an der gleichen Stel- 
le, z.T. an benachbarter Stelle im Gehirn stets verschiedene Formationen 
eines Hamerschen Herdes verursachen. 

Wir werden mit der Zeit lernen miissen, die biologischen Konflikte mit ih- 
ren biologischen Sonderprogrammen, die eine Krebs- oder Krebsaquivalent- 
Erkrankung verursachen, zu beobachten und auch zu differenzieren. Die 
Seele von Mensch und Tier ist bei jedem Individuum unendlich vielfaltig 
und verschieden, auch wenn die Menschen, Hunde, Mause oder Elefanten, 
jede Rasse fur sich, hinsichtlich ihrer Seele fur Unwissende scheinbar keine 
Unterschiede machen. 

Fast genauso ist jeder Konflikt stets ein wenig anders als andere ahnlich 
gelagerte Konflikte, die andere Individuen der gleichen Rasse bei ahnlichen 
Konflikt-Konstellationen erlebt haben. Bedenken wir doch nur, welch unge- 
heure Vielfalt der Konstellationen es bei dem gegeniiber den Kombinati- 
onsmoglichkeiten der Gehirnzellen bei Mensch und Tier doch recht primiti- 
ven Schachspiel gibt! Denn in unserem Gehirn - und ebenso im Gehirn einer 
winzig kleinen Maus - gibt es statt der 64 Schachfelder viele Milliarden, 
und die in drei Dimensionen des Raumes, dazu in weiteren elektrischen Di- 
mensionen, von weiteren Dimensionen, die wir noch nicht kennen, ganz zu 
schweigen. 



410 



20 Die Therapie des 
„Krebs-Sonderprogramms" 

Die Therapie der sog. „Krebserkrankung" nach dem System der Neuen 
Medizin unterscheidet sich ganz grundlegend von der bisherigen rein sym- 
ptomatischen Therapie, bzw. Pseudotherapie der Schulmedizin. Schulmedi- 
zin wie sog. Alternativmedizin (neuerdings Komplementarmedizin der 
Schulmedizin genannt) haben letzten Endes gemeinsam, daB sie, mangels 
Verstandnis der Ursachen und Zusammenhange des Krebses und der ande- 
ren sog. „Krankheiten", mit den verschiedensten Mitteln immer den Krebs 
„bekampfen" wollten und wollen. 

Weithin behandelt man symptomatisch, ob nun mit „Stahl, Strahl und 
Chemie", Morphium oder mit der Mistelpflanze, welche ja bekanntlich auch 
eine Art Gift ist. Rote Beete, Krauter oder Keimlinge richten noch am we- 
nigsten Schaden an, nur konnen sie ebensowenig ein Sinnvolles Biologisches 
Sonderprogramm nach einem entsprechenden DHS am Entstehen hindern! 
Und wenn sie ein Sinnvolles Biologisches Sonderprogramm am sinnvollen 
Verlauf hindern konnten, ware es ja erst recht schlimm! 

Stets versucht man, in geradezu mittelalterlich-inquisitorischem Eifer den 
vermeintlichen Feind Krebs abzutoten. Denn im Mittelalter versuchte die 
heilige Inquisition auch stets den Teufel mit Messer, Feuer und Gift aus 
dem Ketzer auszutreiben. Am Ende war der Ketzer immer tot - egal ob er 
gestanden hatte oder nicht. Entweder war er per Gestandnis schuldig, mit 
dem Teufel im Bunde gewesen zu sein. Wenn er aber so verstockt war, nicht 
zu gestehen, war er erst recht mit dem Teufel im Bunde, man muBte dann 
die allerscharfste Folter anwenden. Ahnlich werden heute noch die Patienten 
der Schulmedizin mit den schlimmsten Foltern der Chemo- 
Pseudobehandlung traktiert, wenn der bose Krebs widerspenstig ist und sich 
nicht „ausrotten" lassen will. 

Das Entscheidende ist immer, daB die Krebszellen als Gegner angesehen 
werden, die es zu bekampfen gilt. So glaubt man z.B. auch, bei der Kreb- 
sentstehung sei das „Immunsystem" - was immer man sich darunter vor- 
stellt, jedenfalls eine Art Abwehrarmee des Korpers - geschwacht, so daB 
die „bosen" Krebszellen eine „Lucke" finden konnten, in das Gewebe einzu- 
dringen und sich auszubreiten. Auch Teile der sog. Alternaiv-Medizin wa- 
ren den etablierten Medizinern bislang gar nicht unangenehm, weil sie ja 
von den gleichen Pramissen ausgehen und auch das gleiche Ziel haben, 
namlich den Krebs am Organ, den sie fur das alleinige Ubel ansehen, auszu- 



411 



rotten. Der einzige Storenfried ist Hamer, der das alles fur bliihenden Unfug 
halt. 

Ein besonders angesehener Vertreter der Medizinzunft wollte vor einiger 
Zeit einmal, daB ich ihm „Erfolge" vorfuhre. Ich zeigte ihm eine Reihe von 
Rontgenbildern, auf denen ersichtlicherweise die Krebsgeschwulst zum 
Stillstand gekommen war. Ich sagte ihm, daB es schon hunderte von Patien- 
ten gabe, die gesund seien, auch wenn der inaktivierte Organkrebs haufig 
noch zu sehen sei. Der sei aber gar nicht mehr storend, habe auch keine 
Mitosen mehr, sei ein eher kosmetisches Problem. 

Das gefiel ihm gar nicht! Fur ihn sei der Krebs erst geheilt, wenn er „weg" 
sei, „weg, weg, weg! Z.B. nach einer Operation der Tumor weit im Gesun- 
den weggeschnitten!" Er stellte sich das so vor: Man solle den Patienten erst 
einmal operieren, dann bestrahlen, dann mit Zytostatika behandeln und, was 
von der Seele noch ubrig sei, solle Hamer mit seiner Krebs-Psycho- 
Behandlung „auffeudeln M . Fur diese Arbeit ware ich ihm herzlich willkom- 
men. Ich sagte, die Patienten, die bei mir gewesen seien, brauchten im Prin- 
zip weder zu einem Chirurgen noch zu Medizinern, die sie bestrahlen oder 
vergiften wollten. Von den Komplikationsmoglichkeiten korperlich- 
organischer Art abgesehen, wie Blutungen, Hirnschwellung und dgl. und 
den psychischen Komplikationsmoglichkeiten wie erneute Panik durch 
Schockerlebnisse oder dumme Arzte oder Konfliktrezidive und dgl. seien 
diese Patienten als gesund zu betrachten. Sie konnten gut und gern 30 oder 
40 Jahre weiterleben, wenn sie nicht die Umwelt standig terrorisieren und 
als „Krebspatienten" festschreiben wurde, die man zwingen wolle, sich in 
die schulmedizinische Medizinmuhle zu begeben, an deren Ende sie mit 
Morphium eingeschlafert wiirden. Da trennten sich unsere Wege ... 

Seelenlose, nur am Symptom orientierte Medizin lehne ich ab. Fur mich 
ist die arztliche Behandlung eines kranken Menschen oder Tiers eine Art 
heilige Handlung. Vor 2000 Jahren waren die Arzte gleichzeitig Priester, 
erfahrene, kluge Menschen, die das Vertrauen ihrer Mitmenschen verdien- 
ten. Das schlieBt heute meiner Meinung nach einen hohen Grad an Wissen 
und Wissenschaftlichkeit keineswegs aus, im Gegenteil, es sollte sie ein- 
schlieBen. Seit aber aus dieser Zunft nickelbebrillte, rein intellektuelle, ein- 
zig am Symptom orientierte seelenlose Medizin-Ingenieure geworden sind, 
die um so erfolgreicher und reicher werden, je cooler sie sind, seitdem emp- 
finde ich diese Zunft nicht mehr als eine Zunft wirklicher Arzte. Deshalb 
werde ich nicht zulassen, daB all solche Brutalmedizin-Ingenieure nun in 
Zukunft so tun konnen, als konne man so weitermachen, nun eben etwas 
„variiert nach Hamers Neuer Medizin". 



412 



Die Arzte der Zukunft - die Arzte der Neuen Medizin sollen kluge, prakti- 
sche Menschen sein mit gesundem Menschenverstand, mit Herz und war- 
men Handen, Priesterarzte wie zu fruheren Zeiten, die giitig und unbestech- 
lich waren, ahnlich wie die „guten M alten Haus- oder Landarzte und sich 
nicht an der Not kranker Mitmenschen noch bereicherten. 

Die heutigen, durch Manipulationen auf ihre Posten gehievten, erfolgrei- 
chen Medizyn-Millionare, die jeden Handgriff und jedes freundliche Wort in 
Geld umrechnen, dazu aber noch auf jedem KongreB in dummlicher Arro- 
ganz vor Ethik nur so strotzen, diese Spezies von Brutal- und Profit- 
Medizynikern muB endgiiltig der Vergangenheit angehoren. Sie ekelt mich. 

Der Leser moge mir diese harten Worte bitte verzeihen. Es gibt sicher hier 
und da noch Arzte, die nur notgedrungen das uble System der heutigen Me- 
dizin mitmachen, sich aber freuen werden, wenn sie jetzt endlich eine wis- 
senschaftlich fundierte Alternative haben, mit der sie ihren Patienten be- 
griindete Hoffnung machen konnen. 

Ich will kurz von einem Patienten berichten, der gestorben ist, einfach nur 
deshalb, weil der Betroffene „als Krebskranker" behandelt wurde, bei dem 
angeblich „sowieso nichts mehr zu machen war". Es wurde eine MaBnahme 
angewandt, die der Arzt, ein Urologe, weder bei sich selbst noch bei einem 
„Nichtkrebskranken" jemals unter vergleichbaren Umstanden angewandt 
hatte. Bei solchen Patienten kommt es angeblich „eh nicht mehr drauf an". 
Der Patient hatte eine bereits abklingende Leukamie mit schon nachlassen- 
den Knochenschmerzen. Der Fall war besonders tragisch durch besondere 
Begleitumstande: 

Einige Tage vor seinem unnotigen Tod holte die Familie den Patienten in 
geradezu dramatischer Flucht aus dem Krankenhaus, nachdem der Stations- 
arzt gestanden hatte, er habe auf hohere Anweisung - gegen die ausdriickli- 
che Bitte der Angehorigen und gegen den ausdrucklichen Wunsch des Pati- 
enten! ein Morphium-Derivat gegeben. Der Patient war daraufhin nicht 
mehr ansprechbar. Es hatte keinerlei Indikation dafur gegeben, denn der 
Patient hatte zu diesem Zeitpunkt praktisch schon keine Schmerzen mehr. 

Daraufhin bewachte die Tochter, eine Biologin, ihren Vater die ganze 
Nacht. Als sie das Zimmer fur funf Minuten verlieB, war die Schwester 
schon wieder da und wollte dem Vater Morphium verabreichen, was die 
Tochter und der inzwischen aus seinem Morphium-Trip wieder aufgewachte 
Vater sich verbaten. Wenige Stunden danach verlieBen sie das Kranken- 
haus. Man hatte den Patienten buchstablich einschlafern wollen - gegen 
seinen Willen! 

Der Patient hatte nie Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen gehabt, fur 
den Krankenhausaufenthalt hatte man jedoch „routinemaBig" einen Blasen- 



413 



katheter gelegt, damit die Schwester nachts keine „Scherereien" hatte. 
Durch den Katheter war die Harnrohre etwas geschwollen und der Patient 
hatte deshalb zu Hause, wie das jeder normale Mensch haben wurde, etwas 
Schwierigkeiten mit dem Wasserlassen in den ersten Tagen nach Entfernung 
des Katheters bekommen. 

Der Hausarzt legte ohne Notwendigkeit daraufhin sofort einen suprapubi- 
schen Katheter an, dazu bei nur halbgefullter Blase. Dabei punktierte er 
versehentlich die Bauchhohle. Der Patient starb zwei Tage spater am akuten 
Bauch, an hochakuter Peritonitis. 

Kunstfehler machen wir alle, ich auch. Aber darum geht es hier nicht, 
sondern man macht Dinge, die man unter vergleichbarer Indikation sonst 
niemals machen wiirde - eben nur bei „Krebspatienten". Das ist nicht etwa 
ein Einzelfall. Hunderte von Patienten kann ich allein aufzahlen, denen die 
Arzte ohne Schmerzen und damit ohne Notwendigkeit und gegen ihren aus- 
driicklichen Willen! - Morphium verabreicht haben oder ein Derivat und die 
Patienten damit getotet haben. Der Patient, der wie beschrieben an der aku- 
ten Peritonitis starb, war eigentlich schon fast wieder vollig gesund. Seine 
Krebse waren inaktiviert, der letzte (Knochenkrebs) in Heilung. Er hatte 
bequem noch 30 Jahre leben konnen. Er war dabei, groBe Plane zu Schmie- 
den, was er im Sommer machen wo lite ... 

Die Brutalitat jedes einzelnen Falles liegt im System begriindet. Deshalb, 
versteht bitte, hat es keinen Zweck, einzelne besonders brutale sog. Arzte 
anzuprangern oder anzuklagen, sondern das brutale System muB weg! Ihr 
wiirdet wahrscheinlich, wenn ihr hunderte von Menschen auf diese brutale 
Art und Weise hattet sterben sehen wie ich, genauso kompromiBlos und 
„undiplomatisch" schreiben, wenn ihr ehrlich schreiben wurdet! 

20.1 Der Arzt der Neuen Medizin 

In der Neuen Medizin ist der Patient der absolute Chef des Verfahrens um 
seinen eigenen Organismus. Nur er kann wissen, was wirklich gut und rich- 
tig fur ihn ist, nur er kann wirkliche Verantwortung fur sich ubernehmen. 
Der Patient wird nicht mehr „be"-handelt, sondern er handelt selbst! Das 
Verhaltnis Patient/Arzt muB in der Neuen Medizin vollig neu definiert und 
durchdacht werden. 

Die fur ihn beste Therapie muB der Patient ausarbeiten mit Hilfe von 
Menschen, die mit Leib und Seele Arzt sind und ein warmes Herz fur ihre 
Patienten haben. Es ist wohl nicht ubertrieben zu sagen, daB diejenigen, die 

suprapubisch = durch die Bauchdecke oberhalb des Schambeins 



414 



mit der Neuen Medizin arbeiten wollen, bei aller fachlichen, umfassenden 
Beschlagenheit auf alien drei Ebenen, in allererster Linie weise und giitige 
Menschen sein miissen, die die Patienten sowohl als menschlichen Partner, 
als auch als iiberragenden Fachmann bzw. Fachfrau anerkennen konnen. 

Das Arbeiten mit den drei Ebenen der Neuen Medizin erfordert ein „psy- 
cho-kriminalistisches" Vorgehen. Es ist fraglich, ob dies letztlich erlernbar 
ist. Der eine Arzt erfaBt alles intuitiv sofort, ohne deshalb dummer zu sein, 
als seine intellektuell ausgerichteten Kollegen. Letztere haben normalerwei- 
se groBe Probleme damit, weil sie menschlich zu den Patienten keinen Zu- 
gang finden und kein Charisma besitzen. 

Es gibt nichts Begliickenderes, als wirklich qualifiziert mit den 3 Ebenen 
und den 5 Naturgesetzen der Neuen Medizin umzugehen. Das wird die cha- 
rismatisch 286 und mitmenschlich begabten unter den Arzten dazu treiben, 
sich das notwendige umfassende Wissen anzueignen, an das ein Spezialist, 
der heute noch als Krone der medizinischen Wissenschaft gilt, nicht heran- 
reichen kann. Die Arzte der Zukunft miissen mit dem Charisma des gesun- 
den Menschenverstandes in der Lage sein, als „Medizin-Kriminalisten" zu 
arbeiten. Sie miissen dem Patienten als ein guter Freund oder Freundin zur 
Seite stehen konnen, die dem „Chef" Patient ihre besonderen fachlichen 
Kenntnisse zur Verfugung stellen diirfen. Denn die Therapie der Zukunft 
besteht zum wenigsten in der Verabreichung von Medikamenten, sondern 
zumeist darin, daB der Patient die Ursache seines Biologischen Konfliktes 
und seiner sog. Erkrankung verstehen lernt und mit seinem Arzt oder seiner 
Arztin zusammen den besten Weg findet, aus diesem Konflikt herauszu- 
kommen und in Zukunft nicht mehr hineinzustolpern. 

Diese „Priester des Asklepios" sollten nach meinem Verstandnis beschei- 
dene und weise Menschen sein, warmherzig und gleichzeitig von hervorra- 
gendem Allround- Wissen. Ich weiB, daB dieses Bild mit der heute vorherr- 
schenden Vorstellung eines „erfolgreichen" Arztes nicht in Einklang zu 
bringen ist. 

Die Therapie der sog. „Krebserkrankung", wie wir heute wissen sogar aller 
uns bekannter Sinnvoller Biologischer Sonderprogramme, sollte man in 3 
Ebenen aufteilen: 

1. psychische Ebene: 

praktisch-psychische Therapie mit gesundem Menschenverstand 

2. cerebrale Ebene: 

Verlaufsbeobachtung und Therapie cerebraler Komplikationen 



Charisma = gottliches Gnadengeschenk 



415 



3. organische Ebene: 

Therapie organischer Komplikationen 

20.2 Psychische Ebene: Praktisch-psychische 
Therapie mit gesundem Menschenverstand 

Wir konnen zwar unsere Therapie theoretisch auftrennen in drei Ebenen, 
wie ich es versuche zu tun, aber wir miissen uns dabei immer dessen bewuBt 
bleiben, daB alles in unserem Organismus stets gleichzeitig, also synchron 
verlauft. Wir diirfen in Zukunft in der Neuen Medizin auf gar keinen Fall 
wieder dahin kommen, daB wir unsere Patienten von Spezialisten behandeln 
lassen: Der eine schaut nach der Seele, der zweite nach dem Gehirn und der 
dritte nach den Organen. Auch das heute so gepriesene Teamwork darf 
allenfalls in der Zusammenarbeit von allrounderfahrenen Arzten bestehen, 
niemals anders. 

Der Patient ist normalerweise an einem Konflikt erkrankt, „iiber den er 
nicht reden kann", iiber den er jedenfalls bisher nicht reden konnte. Ob uns 
das angemessen oder notwendig erscheint, daB er nicht dariiber sprechen 
konnte, oder ob wir der Meinung sind, daB er vielleicht doch schon langst 
mal dariiber hatte sprechen sollen, ist fur das jetzt vorhandene Sinnvolle 
Biologische Sonderprogramm uninteressant. Das einzige, was notwendig ist, 
ist, daB wir zu verstehen versuchen, warum der Patient aus seiner Mentali- 
tat heraus nicht dariiber sprechen konnte! 

Ich erinnere mich an eine alte Frau, die an einem Sigma-Karzinom er- 
krankte, weil ihr Kanarienvogel gestorben war, an dem sie sehr hing. Er war 
seit 12 Jahren ihr bester Freund gewesen. Das DHS passierte, als sie ihn tot 
in seinem Kafig fand. Er war besudelt mit flussigem Kot. Monatelang 
traumte die alte Frau davon. Stets machte sie sich auch im Traum Vorwiir- 
fe, daB sie ihren „Hansi" falsch ernahrt habe, immer sah sie ihn im Traum, 
wie er eingekotet im Kafig lag. Nach 4 Monaten gab es eine iiberraschende 
Konfliktlosung, denn die Tochter hatte ihr einen „neuen Hansi" geschenkt. 
Durch das iibliche Darmbluten in der Heilungsphase wurde der Krebs iiber- 
haupt erst bemerkt. Die alte Dame iiberlebte nur deshalb, weil man in ihrem 
Alter von selten der Arzte eine Therapie nicht mehr fur sinnvoll hielt. Bei 
einem jiingeren Menschen hatte man mit Sicherheit gewaltige Operationen 
gemacht, einen kiinstlichen Darmausgang gelegt. Dies hatte, wie fast immer 
zu beobachten, Selbstwerteinbruche ausgelost, dann hatte man die zugeho- 
rigen sog. „Knochenmetastasen" festgestellt und dann mit Morphium einge- 
schlafert ... Das ist heute der iibliche Weg, leider - er ist jedoch der vollig 



416 



unnotige Weg. Der alten Dame geht es heute schon seit 5 Jahren wieder gut. 
Ich habe den Angehorigen eingescharft, fur den Fall, daB der „neue Hansi" 
einmal das Zeitliche segnet, mit dem Geschenk eines weiteren Hansis nicht 
wieder vier Monate zu warten. 

Einen ahnlichen Fall habe ich im Saarland erlebt: Die Frau eines Sanato- 
riumverwalters war an einem Lungenrundherd-Krebs erkrankt. Man ent- 
deckte die Sache nur dadurch, daB die Patientin leicht hustete, und der 
Hausarzt veranlaBte deshalb eine Lungenaufnahme Dabei fand man einen 
sog. „solitaren Rundherd" der Lunge. Solche solitaren Rundherde der Lunge 
sind stets alveolare solitare Adeno-Karzinome, Zeichen eines fur einen an- 
deren Menschen oder fur ein Tier erlittenen Todesangst-Konfliktes. 

Der Ehemann dieser Patientin von etwa 57 Jahren bat mich um Rat. Ich 
untersuchte und befragte die Patientin und fand heraus, daB sie ein DHS 
erlitten hatte vor etwa 8 Monaten, als man ihren iiber alles geliebten Kater 
„Mohrle" einschlaferte, weil er krank war. „Er war doch unser Kind seit 16 
Jahren, er durfte sogar mit am Tisch essen", sagte sie. Von da ab, wo der 
Tierarzt ihr sagte, er miisse das Katerchen einschlafern, hatte die Frau stark 
an Gewicht abgenommen, hatte nachts nicht mehr schlafen konnen, hatte 
standig nur an das „Katerle" denken mussen, das dann auch 14 Tage spater 
eingeschlafert wurde. 4 Monate dauerte der Konflikt an. Dann konnte es der 
Ehemann nicht mehr mit ansehen, wie sich seine Frau qualte, und eines 
Tages brachte er ein neues Katerchen mit, fast so aussehend wie das alte. 
Von da an ging es der Patientin wieder gut. Und als man 2 Monate spater 
den etwa 5 cm groBen solitaren Rundherd in der rechten Lunge entdeckte, 
hatte die Patientin schon ihr voiles Gewicht wieder, schlief nachts gut, die 
Welt war wieder in Ordnung. Selbst die Diagnoseeroffnung uberstand die 
Patientin, auch Chemo-Vergiftung und Bestrahlung mit Kobalt. Die Arzte 
wunderten sich, daB der Tumor weder weiterwuchs, noch zuriickging, ein- 
fach gar nichts machte. Zwei Monate spater, nachdem die Patientin alles 
iiberstanden hatte, fragte mich die Patientin und ihr Ehemann, was sie jetzt 
machen miiBten. Ich sagte „das Katerchen gut pflegen". Aber den Rat hatte 
ich mir natiirlich sparen konnen, denn das neue Katerchen war ebenfalls 
schon wieder „wie Kind im Haus". Der Patientin geht es gut. 

Diese beiden Beispiele mogen zeigen, wie ich mir im Idealfall - vorausge- 
setzt die Sache ist machbar - eine praktische Therapie mit gesundem Men- 
schenverstand vorstelle. Es stort mich iiberhaupt nicht, wenn mich meine 
ehemaligen hochdekorierten Kollegen belustigt belacheln, wenn ich mit einer 
alten Dame 2 Stunden iiber ihren verstorbenen Kanarienvogel oder Wellen- 
sittich spreche und versuche, mich in die etwas skurrilen Verhaltnisse einer 
alten Dame hineinzuversetzen, die nichts anderes Nahestehendes mehr auf 



417 



dieser Welt hat als ihren Kanarienvogel Hansi. Natiirlich konnte eine solche 
alte Dame nicht die 2000 DM Honorar bezahlen, wenn ein Professor sich 2 
Stunden lang ihren Kummer iiber einen Kanarienvogel anhoren wollte, der 
einen Wert von maximal 10 DM dargestellt hat, als er noch lebte. 

Es stort mich auch nicht, wenn die hochverehrten Psychologen meinen, da 
musse doch erst mal der psychologische Hintergrund ausgeleuchtet werden, 
wieso und warum und vor welchem erlebnis-traumatischen Hintergrund 
man das denn sehen konnte. All das stimmt ja nicht, weil das DHS damit 
nicht erfaBt wird. Es ist ja immer wie bei dem FuBballtorwart. Alle Balle 
kann er meistern, solange er sie berechnen kann, nur wenn sie abgefalscht 
werden und sie ihn „auf dem falschen FuB erwischen" muB er hilflos wie 
gelahmt zusehen, wie der Ball vielleicht sogar direkt neben ihm ins Tor 
trudelt. Das DHS ist immer die unvermutete Konstellation und Situation. 
Die kann kein Psychologe einberechnen, geschweige denn erklaren. 

Hier gehoren aber wenigstens ganz kurz noch zwei Falle berichtet, die zei- 
gen sollen, daB es mit der „Psychotherapie" des einzelnen Patienten ja nicht 
getan ist. Oft muB man 1 oder 2, ja manchmal 3 Stufen weitergehen und das 
Umfeld zu therapieren versuchen. Das geht oft gar nicht. 

Eine 45jahrige Patienten erkrankte, wie sie wuBte, an einem Knochen-Ca 
der Halswirbelsaule und des Beckens, nachdem sie friiher ein Mamma- 
Karzinom gehabt hatte. Das Ganze las sich so: „Generalisiert metastasie- 
rendes Rezidiv eines Mamma-Karzinoms (Zustand nach Amputation)". 
Man sagte der Patientin, da gabe es jetzt nichts mehr zu machen und legte 
sie in ein Sterbezimmer eines kleinen Krankenhauses. Sie war Heilpraktike- 
rin. Man rief mich eigentlich nur der Komplettierung halber. Ich fand, was 
ich vermutet hatte, daB die sog. „generalisierte Metastasierung" aus zwei 
verschiedenen Selbstwerteinbruchen mit eigenem DHS herriihrte. Die Pati- 
entin war Heilpraktiker-Schiilerin gewesen, hatte zwei adoptierte Kinder. 
Zum „Spielen" hatte sie sich einen Heilpraktiker-Stempel gekauft, den sie 
natiirlich noch nicht benutzen durfte, solange sie noch kein Examen bestan- 
den hatte. Eines Tages fanden ihre Kinder diesen Stempel und spielten damit 
„Postzustellung". Sie bestempelten hunderte von Zetteln und steckten die in 
die Postbriefkasten der ganzen Siedlung. Als die Mutter nach Hause kam 
und die Bescherung gewahr wurde, war sie vor Schreck wie gelahmt. Sie 
war blamiert als Hochstaplerin, es sei denn - sie wiirde sofort ihr Examen 
bestehen! Sie ergriff die Flucht nach vorn, nahm an Gewicht ab, lernte Tag 
und Nacht, was ihr nicht schwerfiel, da sie nachts ohnehin nicht schlafen 
konnte. Sie war wie im Rausch. Der Ehemann fuhlte sich vernachlassigt, 
schimpfte und beklagte sich, welch schlechte Ehefrau er habe. Die Frau 
horte und sah schier gar nichts mehr um sich herum. Sie war nur noch von 



418 



dem Gedanken besessen, ihr Examen zu bestehen, um nicht als Hochstaple- 
rin zu gelten. Sie hatte einen sog. „intellektuellen Selbstwerteinbruch- 
Konflikt" erlitten, weil sie sich durch das noch nicht bestandene Examen 
plotzlich als Hochstaplerin ftihlte. Nun aber erlitt sie innerhalb der konflikt- 
aktiven Zeit einen zweiten Selbstwerteinbruch auf sexuellem Gebiet, denn 
bei ihr regte sich sexuell wahrend dieser Zeit nichts mehr und ihr Mann 
schimpfte, sie tauge iiberhaupt nichts mehr im Bett. 3 Monate nach dem 
DHS bestand sie ihr Examen. 

Als ich sie das erste Mai sah, lag sie, wie gesagt, im Sterbezimmer. Die 
Halswirbelkorper 2 bis 4 waren osteolysiert, so daB man stundlich mit ei- 
nem Zusammenbruch rechnete, was eine hohe Querschnittslahmung zur 
Folge gehabt hatte. Man hatte ihr bereits Morphium gegeben, um ihr dies 
Erlebnis zu ersparen, hatte es aber auf Ersuchen der Angehorigen abgesetzt, 
weil ich das zur Bedingung gemacht hatte. Sie war halb in Vagotonie, halb 
in Sympathicotonie. Nachdem ich sie untersucht und befragt und mir die 
Rontgenbilder angeschaut hatte, wollte sie wissen, ob sie noch eine Chance 
habe. Ich sagte: „Wenn Sie es schaffen, 4 Wochen lang den Kopf nicht zu 
bewegen, kann auch nichts zusammenbrechen. Dann wird so viel Callus 
eingelagert sein, daB die Halswirbel nicht mehr zusammenbrechen konnen. 
Denn dieser Konflikt ist offensichtlich definitiv gelost. An den Becken- 
Osteolysen konnen Sie zwar nicht sterben, wenn Sie sich nicht Morphium 
geben lassen, aber ich weiB ja nicht, wie das Verhaltnis zwischen Ihnen und 
Ihrem Mann weitergehen wird und daran hangt ja offenbar ihr sexuelles 
SelbstwertbewuBtsein. " 

Und wirklich heilte die Halswirbelsaule - zum Erstaunen der Arzte plan- 
maBig ab. SchlieBlich hatte sie mehr Callus als sie vorher Kalkgehalt gehabt 
hatte. Sie hatte es wirklich geschafft, 4 Wochen zu liegen, ohne den Kopf zu 
bewegen. In demselben MaBe, wie die Halswirbelsaule planmaBig rekalzifi- 
zierte, schwankten Rekalzifizierung und neue Osteolysierung des Beckens 
parallel zu Konfliktrezidiven und konflikt-gelosten Phasen hin und her. Mai 
heilte es 3 Wochen wunderbar, dann waren plotzlich wieder neue Osteoly- 
sen zu sehen. Die Patientin gestand mir: „Herr Doktor, mein Mann tritt 
immer mit Leichenbittermiene in mein Krankenzimmer, er liebt mich nicht, 
er mochte, glaube ich, gar nicht, daB ich wieder gesund werde. Ich sag dann 
sofort: 'Geh und laB mir die Kinder da, ich kann dein Gesicht nicht ertra- 
gen!'" Der Mann, nach auBen hin von extremer Christlichkeit, war nicht 
dazu zu bewegen, seiner Frau zu helfen. Nach besonders schlimmen Auf- 
tritten im Krankenhaus sah man zwei Wochen spater wieder den „Erfolg": 
Neue Knochen-Osteolysen im Becken. Schopfte die Frau mal wieder Hoff- 
nung, kam zugleich mit dem Callus auch der Schmerz durch die Periostdeh- 



419 



nung. Dann standen die Arzte schon mit geziickten Morphiumspritzen vor 
dem Bett. Mehrmals gaben sie ihr Morphium ohne ihr Wissen und gegen 
ihren ausdriicklichen Willen. Ich riet der armen Frau, sich in ein Sanatorium 
verlegen zu lassen und sich innerlich von ihrem Mann zu trennen, nur so 
habe sie die Chance, den Teufelskreis zu durchbrechen. Aber die Kranken- 
kasse zahlte nicht, kein Sanatorium nahm sie, der Ehemann wollte kein 
„solches Theater zu Hause", er hatte keine Gefuhle mehr fur sie. 

SchlieBlich gaben die Arzte einfach, ohne noch zu fragen Morphium, ohne 
abzusetzen. 2 Wochen qualte sich die arme Frau, dann starb sie. „Jetzt bist 
Du am frohen Ziel" schrieb der Ehemann in der Todesanzeige... 

Ich habe euch noch ganz kurz von einem anderen Fall zu berichten, der 
besonders typisch, aber keineswegs einmalig ist. Eine junge Frau erlitt zwei 
Angst-im-Nacken-Konflikte, einen weil sie einen Bescheid (DHS!) bekam, 
sie miisse fur die Schwiegermutter lebenslanglich eine Rente zahlen. Diese 
Angst saB ihr viele Monate im Nacken. Den zweiten Angst-im-Nacken- 
Konflikt erlitt sie, als man sie hirnoperieren wollte und sie bedrangte, sich 
das halbe Kleinhirn wegoperieren zu lassen. 

Nun liegt die Frau, fast blind zu Hause und wartet geduldig, bis die Ha- 
merschen Herde in den Sehrinden abschwellen und sie wieder sehen kann. 
Dies geht nur langsam voran. Das groBte Hindernis dabei ist die eigene 
Mutter, die sich argert, daB sie der Tochter helfen muB. Sie will, daB die 
Tochter ins Krankenhaus kommt, damit „das Theater zu Hause aufhort". 
Ab und zu ruft sie mich vom Bett ihrer Tochter aus an, das hort sich dann 
so an: „Tag, Herr Doktor, hier spricht die Frau Z. Sie wissen ja, die Mut- 
ter von Frau X. Horen Sie mal, Herr Doktor, glauben Sie wirklich, dat dat 
noch watjibt? Ich seh doch, wat ich seh, datjibt doch nichts mehr. Die is 
doch soo schlapp und mude, die kann ja nich mal mehr aus dem Bett her- 
aus. Ach wat'n Elend! Da muE man mit ansehen, wie die eigene Tochter 
langsam stirbt! Ware es da nicht besser jewesen, wenn sie gleich jestorben 
war, statt sich noch so qudlen zu mussen ? Nee, ich find, dat is doch besser 
wat fur't Krankenhaus statt hier herumzuliegen und auf den Tod zu war- 
ten. Ich glaub da nich dran. Herr Doktor (leiser, daB es aber die Tochter 
naturlich sehr gut versteht) ich seh doch, dat die stirbt, Sie glauben doch 
selbst nich, dat dat noch mal watjibt!" 

Kommentar uberfiiissig! Ich muB Euch leider solche drastischen Falle be- 
richten, um zu zeigen, wie die Situation oftmals ist, in der eine Heilung 
vonstatten gehen soil! Auch in diesem Fall spielen die Krankenkassen nicht 
mit, spielen die Arzte nicht mit. Sie schreiben nur lakonisch Krankenhaus- 
einweisungen, die fur die Patientin den sicheren Tod bedeuten wurden. Zu 
Hause ist die erbarmungslose Mutter, die unter der Wahnvorstellung lebt, 



420 



die boshafte Tochter wolle sie nur damit argern, daB sie nicht ins Kranken- 
haus gehe und nicht dem „Theater zu Hause" ein Ende mache. Dann konnte 
die Mutter namlich weiter wie fruher putzen gehen, wogegen ihr das Geld 
jetzt alles verlorengeht! Wiirde der Ehemann nicht die Ruhe und Ubersicht 
bewahren, die Patientin ware langst gestorben! 

Ja, sagt mir doch, wie soil man denn solche Art von Psychotherapie nen- 
nen? Die Psychiater und Psychologen, konnte ich mir vorstellen, sind von 
meinem System ziemlich enttauscht. Denn man hat keine Zeit zu monate- 
langer Analyse auf der Freudschen Untersuchungscouch. Es bleibt keine 
Zeit fur groBartige intellektuelle Konstruktionen und Spielereien, die Uhr 
lauft unerbittlich. Hier und heute muB der Konflikt gefunden und nach 
Moglichkeit schon gestern gelost werden. Denn jeder Tag macht die Sache 
komplizierter auch im Hinblick auf mogliche Komplikationen in der nach- 
folgenden Heilungsphase. Wir haben es ja auch nicht nur mit dem Patienten 
selbst zu tun. Seine Umgebung muB mitspielen, sonst ist dem Patienten 
praktisch nicht zu helfen. Die meisten von Euch werden mir vielleicht die 
eine oder andere meiner Kranken-Kurzgeschichten gar nicht glauben wollen. 
Aber sie sind alle wahr. Viele sind sogar noch schlimmer als ich sie aus 
Rucksichtnahme schreiben konnte. Es geht ja auch nicht darum, irgend je- 
manden bloBzustellen. Der Sinn ist ja der, daB wir aus typischen Verlaufen 
typische allgemeine Problematiken dieses Systems lernen. 

Wir wissen z.B. aus Statistiken, daB sich bei Anderung des Milieus Art 
und Haufigkeit der verschiedenen „Krebserkrankungen" andern. Zur Zeit 
der GroBfamilie gab es haufig Magenkrebs. Man konnte sich nicht aus dem 
Wege gehen, familiare Auseinandersetzungen fuhren bevorzugt zu Magen- 

987 

krebs. Solche Probleme sind heute in der weitgehend dissoziierten Gesell- 
schaft einfach keine Probleme mehr. Magenkrebs gibt es folglich viel selte- 
ner. 

Mutter/Kind-Konflikte gab es zur Zeit der GroBfamilien relativ selten. Die 
Mutter, die viele Kinder hatten, konnten z.B. den Tod eines Kindes eher 
verkraften als die Mutter von Einzelkindern es heute konnen. Auch veran- 
derte Auffassungen von Erziehungsmethoden wirken sich „konfliktiv" aus: 
„Diskutieren", also die heute vielfach iiblichen standigen Diskussionen zwi- 
schen Einzelkind-Miittern und ihren hochneurotischen Einzelexemplaren, 
gait fruher schlicht als „Widerworte geben" und wurde mit einer gehorigen 
Ohrfeige bestraft, was die Nerven von Mutter bzw. Eltern schonte. Dauer- 
diskussionen und nicht enden wollender Arger bringen heute oft beide schier 
zum Wahnsinn. Die Brustkrebs-Haufigkeit ist erheblich angestiegen, sogar, 



987 

Dissoziation = Auflosung, Trennung, Zerfall 



421 



obwohl wir weniger Mutter und viel weniger Kinder haben als friiher. Ehrli- 
cherweise muB man aber hier auch die Partnerkonflikte mit einbeziehen, d.h. 
die Brustkrebse in der „Partnerbrust". Damit konnte man einen GroBteil des 
Phanomens vielleicht erklaren, wenn man das Phanomen vielleicht auftren- 
nen wiirde in rechtshandige und linkshandige Frauen bzw. Mutter und 
Mutter/Kind- und Frau/Partner-Konflikt. 

Durch die sexuelle Emanzipation ist die Haufigkeit der Gebarmutterhals- 
Karzinome auf einen verschwindend kleinen Prozentsatz gefallen. Wer noch 
erlebt hat, welche gewaltige „Sunde" sogenannte „Fehltritte" auf diesem 
Gebiet waren, der kann den Unterschied zu heute ermessen. Ein Seiten- 
sprung, na und? 

Am besten konnen wir die Anderung der Erkrankungshaufigkeit der ver- 
schiedenen Krebsarten bei Einwanderungsgruppen in Amerika sehen, z.B. 
bei Einwanderern aus Japan. Sobald diese japanischen Einwanderer aus 
ihren strengen Familien- und Firmenzwangen in Japan herauskommen, wo 
z.B. Magenkrebs und Gebarmutterhals-Krebs haufig waren, andert sich 
auch die Haufigkeit der sog. „Krebserkrankungen" fur die jeweiligen 
Krebsarten. In Amerika erkrankt von den Einwanderern kaum noch einer an 
Magenkrebs, kaum noch eine an Gebarmutterhals-Krebs, dagegen viele an 
Brustkrebs, woran wiederum zu Hause in Japan kaum jemand erkrankte. 

Die Hoffhung also, daB man nur die gesellschaftlichen oder Milieuverhalt- 
nisse zu andern brauche, um weniger „Krebserkrankungen" zu haben, ist 
triigerisch. Es andert sich nur die Art der Konflikte und damit die Art der 
Krebs-Sonderprogramme. 

Ein Aspekt ist allerdings wirklich wichtig. Er wird meist verschwiegen. Es 
gibt sehr viele Situationen, die belegen, daB im Durchschnitt reiche Leute 
nur einen Bruchteil der Konflikte und Krebserkrankungen erleiden, wie 
arme Leute. Ein Gerichtsvollzieher z.B., fur den Armen eine Katastrophe, 
ist fur den Reichen normalerweise keine Thema, allenfalls eine lastige kleine 
Miihe, einen Scheck zu schreiben, weil er vergessen hatte, eine Rechnung zu 
bezahlen. Konflikte sind ja meist uniiberwindliche Zwange, denen der Pati- 
ent nicht ausweichen kann. Mit Geld aber kann man zwar nicht alle, aber 
doch einen groBen Teil dieser Zwange vermeiden. 

Spatestens an diesem noch relativ unverfanglichen Punkt erhebt sich die 
groBe Frage, welches denn der Weg und welches der Sinn und Zweck unse- 
rer Therapie sein kann. Vielleicht ist es gut so, daB wir heute vielfach in 
einem philosophischen und religiosen Vakuum leben, nachdem bei uns die 
christlichen Konfessionen durch Entmythologisierung und wissenschaftliche 
Decouvrierung ihre gesellschaftliche normative Giiltigkeit verloren haben. 
Das ist kein Ungluck. Ein Ungluck ware es, wenn wir dem nachtrauern 



422 



wiirden, was sich als nicht haltbar erwiesen hat und auf neue anthropologi- 
sche 288 Normen warten wiirden, die sich irgendein Wissenschaftler, Politiker 
oder Religionsstifter ausdenkt und die mit unserem Code des Gehirns nichts 
zu tun haben. 

Die praktische Anwendung der Neuen Medizin muB grundsatzlich unter- 
scheiden zwischen der vom System der 5 Biologischen Naturgesetze gege- 
benen optimalen und der heute durch viele gesellschaftliche und medizini- 
sche Gegebenheiten eingeengten „machbaren" Therapie. 

20.2.1 Konflikt-Anamnese - Herausfinden des DHS 

Vor jeder Befragung des Patienten sollte der sog. Klatschtest stehen, um 
herauszufinden, ob derjenige Rechts- oder Linkshander ist. Dazu lassen wir 
ihn locker klatschen wie im Theater. Die Hand, die oben ist und in die da- 
runterliegende hineinklatscht, ist die fuhrende. Dies ist wichtig zum Erken- 
nen der Klein- bzw. GroBhirn-Hemisphare, auf der der Betreffende iiber- 
wiegend arbeitet und auf der also auch sein erster Konflikt einschlagen muB 
(sofern es sich nicht um kind- oder partner-gegebene bzw. festgelegte Zu- 
sammenhange handelt). Diese Korrelation konnte empirisch gefunden wer- 
den und ist anhand eines CCTs im Konfliktfalle auch leicht nachprufbar. 

Nach einer griindlichen anamnestischen Befragung des Patienten unter 
Einbeziehung seines menschlichen Umfelds muB der Arzt nun in der Lage 
sein, zu den von dem Patienten geklagten Beschwerden oder schon mitge- 
brachten Befunden, eine Konflikt-Anamnese zu erheben. Fur einen Medizi- 
ner der Neuen Medizin sind absolut alle Informationen, sowohl menschli- 
cher, als auch medizinischer Art von hochstem Interesse. Im Computerto- 
mogramm des Gehirns gibt es namlich immer eine Reihe von Gehirnnarben, 
die man ohne diese Informationen nicht erklaren konnte. Als wichtigsten 
Punkt sucht man das DHS herauszufinden, den genauen Zeitpunkt und alle 
Begleitumstande zu eruieren. Nach Moglichkeit sollte schon bei der ersten 
griindlichen Untersuchung ein Hirn-CT vorliegen, was (falls es sich nicht 
um banale oder nur leichte Symptome handelt) eine nichtinvasive zumutbare 
Untersuchung darstellt. Das CCT ist deshalb fur die Konflikt-Anamnese 
von so groBer Bedeutung, weil man auf der Grundlage des CCTs nach den 
Inhalten der Konflikte gezielt fragen kann, deren grundsatzliche biologische 
Artung und Inhalt man auf den Aufnahmen schon ersehen kann. Es ist fur 



anthropologisch = die Wissenschaft vom Menschen und seine geistige Ent- 
wicklung betreffend 



423 



die Auswertung zunachst einmal ausreichend, ein CCT in den Standard- 
schichten (parallel zur Schadelbasis) ohne Kontrastmittel anfertigen zu las- 
sen, die Bestrahlungsdosis ist minimal. An die Stelle des Hirn-CTs eine 
Magnetresonanz-Untersuchung (NMR) zu setzen, ist nach der Neuen Medi- 
zin unangebracht. Diese Untersuchung dauert wesentlich langer, ist psy- 
chisch sehr belastend und iiber die Auswirkungen auf das Organ weiB man 
auch noch sehr wenig. Das NMR hat zudem den Nachteil, daB wir auf ihm 
scharfringige SchieBscheiben-Konfigurationen im Gehirn nicht sehen kon- 
nen, da es nur auf Wassermolekiile geeicht ist. Allenfalls fur die pel-Phase 
und besondere Spezialuntersuchungen ist das NMR anzuraten, da Glia- 
Ansammlungen und Oedeme von ihm sehr gut dargestellt werden, was ein 
CT fur den Fachmann aber genauso leistet. Die Kernspin- 
Untersuchungstechnik hat den Nachteil, die organischen und cerebralen 
Veranderungen optisch meist viel zu dramatisch erscheinen zu lassen. Dem 
Patienten wird dadurch bisher der Eindruck vermittelt, als habe er z.B. ei- 
nen riesigen Hirntumor, was beim gleichen Patienten auf einem CT wesent- 
lich undramatischer erscheint. 

Hier wollen wir noch eine Reihe praktischer Fragen besprechen. Dabei 
soil an dieser Stelle bewuBt die biologisch optimale Therapie zuriicktreten 
vor den praktischen Fragen, die den Patienten derzeit auf den Nageln bren- 
nen. So wiirde man zwar in der Neuen Medizin in Zukunft einem Patienten 
mit Darm-Ca den Rat geben, moglichst bald, also noch vor der Conflictoly- 
se Tuberkel-Bakterien zu schlucken. Heute kame man aber damit noch mit 
den verschiedensten Gesetzen und Vorschriften in Kollision. Daher nutzt es 
dem Patienten nicht viel, ihm zu sagen, was man theoretisch optimalerweise 
bei ihm machen konnte, wenn dieser Weg praktisch verboten ist. 

20.2.2 Berechnung des Konfliktverlaufs vom DHS an 

Man sollte nie vorschnelle Diagnosen und Prognosen geben, solange man 
nicht z.B. die Dauer und Intensitat der Konfliktaktivitat, also die Kon- 
fliktmasse, kennt und solange man sich nicht dariiber im klaren ist, ob der 
Konflikt oder die Konflikte realiter und machbar zu losen sind. Manche 
Konflikte erscheinen theoretisch leicht losbar, sind es in der Realitat jedoch 
nicht, weil der Patient in den verschiedensten Zwangen steckt. Er kann z.B. 
seinen Arbeitsplatz nicht aufgeben, seine Firma nicht verkaufen, sich nicht 
scheiden lassen, seiner Schwiegermutter nicht aus dem Weg gehen, usw. ... 
Wenn all diese fur eine Losungsmoglichkeit wichtigen Gesichtspunkte in der 
Praxis nicht machbar sind, muB man versuchen, mit dem Patienten und 
vielleicht auch mit den in den Konflikt involvierten Angehorigen, Freunden, 



424 



Arbeitgeber, Bank, Behorden etc. eine zweit- oder drittbeste oder auch eine 
rein geistige Konfliktlosungs-Moglichkeit fur ihn herauszufinden. Erst dann 
hat man einen Anhaltspunkt fur eine spatere Prognose. Die meisten Kon- 
flikte wird man versuchen, zusammen mit dem Patienten einer Losung zuzu- 
fuhren. Die Ausnahmen, bei denen eine Konfliktlosung ausdriicklich ver- 
mieden werden muB, wurden bereits thematisiert, weitere Falle werden auch 
im folgenden immer wieder dieses Problem ansprechen. 

Merke: 

Das wichtigste ist, den Patienten zu beruhigen: Die allermeisten iiberle- 
ben! Die Patienten nuissen begreifen lernen, dafi das, was man als 
„Krankheit" angesehen hatte, eigentlich ein sinnvolles Geschehen ist, 
ein Sinnvolles Biologisches Sonderprogramm der Natur. Etwas Sinn- 
voiles, also im Prinzip Gutes, braucht man nicht zu bekampfen, sondern 
mufi es verstehen. Nur eventuelle Komplikationen miissen wir versu- 
chen zu vermeiden. In einigen wenigen Fallen braucht oder darf der 
Konflikt nicht gelost werden. 

20.3 Die cerebrale Ebene: Verlaufsbeobach- 
tung und Therapie cerebraler Komplikationen 

Die Neue Medizin ist keine Teildisziplin, die sich z.B. auf die Conflictolyse 
beschranken und Komplikationen an andere Teildisziplinen delegieren 
konnte, sondern sie ist eine umfassende Medizin, die alle Schritte des Ver- 
laufs eines SBS auch auf cerebraler Ebene im Auge behalten muB. 

Eine prazise Verlaufsbeobachtung der cerebralen Vorgange wahrend bei- 
der Phasen der „Krebserkrankung", jetzt Sinnvolles Biologisches Sonder- 
programm genannt, ist wunschenswert aber nicht conditio sine qua non! Da 
der cerebrale Verlauf ja synchron ist mit den psychischen und organischen 
Ablaufen, kann man sie auch, wenn man erst eine gewisse Erfahrung im 
Umgang mit Hirn-CT Aufnahmen hat, einigermaBen erschlieBen. 

Das Hirn-CT ist im Prinzip, mindestens hinsichtlich der GroBhirn- 
Hemispharen, gut zu beurteilen, weil jede Massenverschiebung und Raum- 
forderung an der Impression oder Verlagerung der Ventrikel oder Zisternen 
zu erkennen ist. So wenig ich Euch Faustregeln geben konnte iiber die opti- 
male Methode der psychischen Therapie der Patienten, so gut kann ich Euch 
auf diesem Gebiet Faustregeln geben: 



425 



1st der verantwortliche Konflikt bei dem Patienten noch aktiv, so sollte 
man in diesem Stadium, vor der Konfliktlosung, ein „Basis-Hirn-CT" 
machen lassen. 

a) Die Basisuntersuchung ist wichtig fur die Beurteilung der zurucklie- 
genden Narben des Gehirns. Der Patient kann uns ja „nur M seine 
Konflikte erzahlen. Als was sie „eingeschlagen" sind, welchen Biolo- 
gischen Konflikt sie bei ihm ausgelost haben, kann man nun auf dem 
Basis-CT sehen. 

b) Das Basis-CT ist wichtig fur den spateren Vergleich, denn es hat ja 
oft noch kein Oedem, wahrend die spateren CTs schon intra- und pe- 
rifocales Oedem haben konnen. 

c) Das Basis-CT ist dazu ganz besonders wichtig, um zu sehen, ob man 
den richtigen Konflikt bei der Therapie „erwischt" hat. Normalerwei- 
se weiB man das, sogar ohne CT. Aber es gibt da kritische Zweifels- 
falle, besonders bei Rezidiv-DHS, da ist man glucklich, wenn man 
besagtes Basis-CT hat. 

d) Es ist fur den Patienten wichtig, da er nun mal gerne etwas sehen 
mochte und man ihm hier auch echt demonstrieren kann, wie die Sa- 
che verlauft, um ihn zu beruhigen. Wenn der Patient merkt, daB sich 
der Arzt seiner Sache sicher ist und glaubt, sie im Griff zu haben, ist 
er beruhigt. Und die Panikvermeidung ist oberstes Gebot! 

Ist der verantwortliche Konflikt bei dem Patienten schon gelost, so ist ein 
Hirn-CT schnellstmoglich von Wichtigkeit: 

a) Die zu erwartende epileptische oder epileptoide Krise kann eine 
Komplikation machen, die man vorher abschatzen konnen sollte. Bei 
Herzinfarkten kann man den Herzinfarkt nach dieser Methode mit ei- 
nem Plus oder Minus von 14 Tagen abschatzen, wenn man weiB, 
wann die Konfliktlosung war und wie das Hirn-CT aussieht. 

b) Bei Patienten, bei denen man iiber den Zeitpunkt der Konfliktlosung, 
der ja nicht so punktformig ist wie das DHS, nicht ganz sicher ist, 
kann man von einem Hirnoedem iiberrascht werden. 

c) vom Hirn-CT sollte eine eventuelle medikamentose Behandlung in der 
pel-Phase abhangig gemacht werden. 

Das Kontroll-CT gibt uns - neben der psychischen Verlaufskontrolle - 
AufschluB iiber den Verlauf des Sonderprogramms. Diese Untersuchung 
ist fast einfacher als die der Organe, weil die Heilungsoedeme am Organ 
oft nicht so problemlos zu beurteilen sind wie im Gehirn, 
a) Der Patient und der Arzt sind beruhigt, wenn sie den Verlauf des 
SBS abschatzen konnen, buchstablich schwarz auf weiB. Besonders 



426 



wichtig fur den Patienten ist, wenn er den Umschlagpunkt hin zur 
Normalisierung erkennen kann und nun keine Gefahr mehr ist. 

b) Der Schwellungszustand des Gehirns gibt uns eine gute Beurtei- 
lungsmoglichkeit bei Dosierung von Cortison etc. mit dessen Hilfe 
wir die Oedembildung des Gehirns und der Organe abbremsen - mit 
dem Vorteil des verminderten Risikos, allerdings mit dem Nachteil 
der langeren Dauer der pel-Phase des SBS. 

c) Oftmals hat der Patient, besonders der ambulante, bei der nachsten 
Besprechung inzwischen schon wieder einen neuen Konflikt einge- 
fangen, iiber den er nicht spricht, weil es vielleicht fur ihn zu peinlich 
ist. Solche Dinge zu wissen, ist aber sehr wichtig. Man kann etwaige 
neue Herde bei Konfliktaktivitat nur schwer auf einer Kernspin- 
Aufnahme finden, dafur aber mit dem Hirn-CT um so besser. 

20.3.1 Richtschnur der Therapie: Der Code unseres 
Gehirns 

Gleich vorgreifen mochte ich der Kritik religioser Eiferer, die vielleicht be- 
haupten werden, ich mache nun den Menschen zur Richtschnur, statt gottli- 
che Gesetze, was immer die einzelnen Glaubensrichtungen darunter verste- 
hen mogen. Das stimmt nicht oder nur halb. Der Mensch als ein Geschopf 
Gottes hat seinen Platz innerhalb des ganzen gottlichen Kosmos. Dieser 
Platz ist ihm angewiesen durch den Code seines Gehirns. 

Jedes Tierchen versteht diesen Code seines Gehirns, der bei ihm genauso 
angelegt ist wie beim Menschen. Kein Lowe schlagt mehr Beute als er fur 
seine Sattigung benotigt. Der Mensch dagegen erfindet Atombomben, u.a. 
Massenvernichtungswaffen und kann mittlerweile unseren ganzen Erdball 
theoretisch mehrfach zerstoren. Es muB also im Code gewisser Menschen 
oder Volker etwas passiert, zerstort sein, warum sie diese paranoid- 
megalomane, vollig widernaturliche Lebensart angenommen haben, die sie 
Zivilisation nennen, die aber im Code unseres Gehirns nicht vorgesehen ist, 
sondern eine Entgleisung darstellt. 

Es ist auch gar nicht mehr moglich, hier zweigleisig zu fahren, also einer- 
seits zivilisationsgerecht (oder dem, was wir unter Zivilisation verstehen), 
andererseits aber gleichzeitig auch bio-"logisch"-codegerecht zu leben. 

Wie soil man denn einen GroBvater therapieren, der ein DHS erlitten hat, 
weil man ihn - zivilisationsgemaB - in ein Altersheim verfrachtet hat, wohin 
er nach dem Code seines Gehirns aber gar nicht hingehort. Die Gesellschaft 
erwartet, daB er dahingehend therapiert wird, daB er „angepaBt" wird, also 



427 



altersheimtauglich gemacht wird. Wir miiBten ihm also seinen Konflikt ge- 
gen seinen Code zu losen versuchen, was sehr problematisch, um nicht zu 
sagen widernatiirlich ist. Sicherlich gibt es Zwange und Konstellationen, wo 
die codegerechte Losung des Konflikts nicht realisierbar ist. Das hat aber 
mit dem Prinzip nichts zu tun. Der Weg zu einem neuen BewuBtsein eines 
codegerechten Verhaltens wird ein langer Weg sein. 

GroBe Weltrevolutionare und Reformer gehen meist davon aus, daB alle 
Menschen gleich seien, daB man nur beliebig ein optimales System erfinden 
miisse, um sie alle optimal gesellschaftlich dirigieren zu konnen. Das ist 
falsch gewesen! Zu dem Code in unserem Gehirn gehort auch die codege- 
rechte Familie und Umgebung. Es kann einfach nicht sinnvoll sein, den 
Menschen nur als Einzelindividuum zu sehen, denn das programmiert die 
Konflikte mit unserem eigenen Code geradezu vor. 

Sinn und Zweck der Erorterung war nun, daB Ihr gerade nicht mehr fragt, 
wie man denn nun ganz konkret die Therapie der Krebserkrankung machen 
soil. Der kluge charismatische Arzt wird ohnehin verstanden haben, was ich 
meine. Die blinden Mediziner werden es ohnehin nie verstehen. Fragt eine 
Mutter, wie sie den Kummer ihres Kindes heilt, sie wird ganz verbliifft ant- 
worten, sie wisse es nicht. Aber bisher sei es ihr noch immer gelungen, ihr 
Kind zu trosten und wieder frohlich zu machen. 

Wenn ich Euch unsinnigerweise Schemata an die Hand geben wollte, wur- 
den einfaltige oder blinde Mediziner nur wieder neue, andere Schwierigkei- 
ten bekommen, denn der Patient bleibt ja nicht im luftleeren Raum stehen, er 
denkt, fiihlt und es arbeitet ja weiter in ihm. Man hat, wie schon erwahnt, 
auch keine Zeit, lange Therapieplane aufzustellen. Schon die kriminalisti- 
sche Aufspiirung seines Konflikts, iiber den er bisher mit niemandem spre- 
chen konnte, bringt oft allein schon den Stein ins Rollen. Die groBe Zeit der 
wirklichen Arzte bricht wieder an, der begnadeten klugen Menschenkenner, 
die es friiher bisweilen schon mal gab und die inzwischen in der sog. moder- 
nen Medizin vollig ins Hintertreffen geraten waren gegeniiber den „Ma- 
chern", den Mediziningenieuren, die sich ihren Unsinn auch noch vergolden 
lassen. 

Ein praktisches Rezept kann ich euch gleichwohl mit auf den Weg geben: 
Bringe den Patienten niemals in Panik, er konnte daran sterben! Mit der 
Neuen Medizin braucht er keine Panik mehr zu haben. Er kann sehr gut 
verstehen, was da ablauft und ablaufen muB. Fast alle Patienten (95% und 
mehr) konnen ihre Krebserkrankung iiberstehen, wenn sie die Panik vermei- 
den. Viele der Patienten werden wieder mal einen neuen Konflikt erleiden 
und einen weiteren Krebs bekommen. Das ist sehr normal und das ist eben 



428 



das Leben. Aber das ist ja gar nicht so schlimm, wenn man einen klugen 
Arzt hat, der das auch als ganz normal ansieht. 

Feste Schemata sind verboten. Sie werden der verschiedenartigen psychi- 
schen Situation und Konstellation nicht gerecht. Was fur den einen sein 
Kanarienvogel, ist fur den anderen vielleicht sein SchloB! Beide Konflikte 
oder Probleme sind von der gleichen Wichtigkeit und Wertigkeit. Nur der 
Dumme sieht das nicht. Aber dem Dummen Rezepte geben, wie er kluge 
Dinge tun soil, ist ein Unding. 

Und wenn ich schon keine festen Regeln aufstellen kann, wie man bei ei- 
nem Patienten „psychotherapeutisch" vorgehen sollte, so kann ich bedauer- 
licherweise erst recht keine festen Regeln aufstellen, wie man die Angehori- 
gen dieses Patienten oder seinen Firmenchef oder seine Arbeitskameraden 
therapieren sollte, damit die „mitspielen". Es bleibt der Kunst und dem Fin- 
gerspitzengefuhl der einzelnen Arzte iiberlassen. Ihr werdet auf diesem Ge- 
biet alle geniigend MiBerfolge erleben, wie ich sie ebenfalls erlebe. Und 
oftmals, dem Himmel sei's geklagt, sind die Angehorigen iiberhaupt nicht 
daran interessiert, daB ihr Onkel, Schwager oder Vater am Leben gehalten 
und damit die ganze „Erbschaftsfrage" nur noch weiter verzogert wird. Den 
Klugen erzahle ich ja nichts Neues. Es gibt Grenzen der Therapiemoglich- 
keiten! 

20.4 Die organische Ebene: Therapie organi- 
scher Komplikationen 

Wer von mir behauptet, ich sei gegen operative Eingriffe, der hat mich nicht 
verstanden. Ich habe selbst das sog. „Hamer-Skalpell" erfunden, das 20mal 
so scharf schneidet wie ein iibliches Skalpell. Ich bin dafur, alles in sinn- 
voller Weise anzuwenden, was dem Patienten helfen kann. 

Bei funf Dingen gingen die Chirurgen bisher von falschen Voraussetzungen 
aus: 

1. Sie wuBten nicht, daB der Krebs am Organ relativ unwichtig ist und 
durch Codeumschaltung im Gehirn automatisch zum Halten gebracht 
wird. Die Reste dieses Vorgangs, den wir Krebserkrankung nannten, 
sind fur den Organismus biologisch von sehr untergeordneter Bedeutung. 
Sie storen das Wohlbefinden des Organismus prinzipiell in keiner Weise. 
Das haben die Symptom-Mediziner, zu denen die Chirurgen j a in erster 
Linie gerechnet werden miissen, bisher angeblich nicht gewuBt. 

2. Die Symptom-Mediziner haben auch nie etwas von den Zusammenhan- 
gen der Organe, die sie operiert haben, mit dem Computer Gehirn ge- 



429 



wuBt. Sie haben ohne Kenntnis dieser Zusammenhange in einfaltiger 
Unbekummertheit drauflos operiert und drauflos narkotisiert. Am einfal- 
tigsten haben jedoch immer die Neurochirurgen ihre „Hirntumoren" her- 
ausoperiert, die in Wirklichkeit zumeist geheilte oder in Heilung befind- 
liche, relativ harmlose Hamersche Herde gewesen sind. 

3. Von Psyche haben die Chirurgen ohnehin noch nie etwas gehort. „Ach, 
Herr Hamer, was soil denn der Knochen mit der Psyche zu tun haben?" 

4. Die Chirurgen haben auch noch nichts von den vegetativen Vorgangen 
gehort, die im Zusammenhang mit der Krebserkrankung in ganz be- 
stimmter Art verlaufen. Legen wir jetzt aber mal dieses Wissen zugrun- 
de, so gibt es fur einen Patienten, der an Krebs „erkrankt" war, inzwi- 
schen eine Konfliktlosung erreicht hat, in dieser tiefen Vagotonie, in der 
er sich befindet, ein ganz gewaltiges Operationsrisiko durch die Narkose. 
Der Patient hat doch ein Hirnoedem, absolute Gegenindikation gegen ei- 
ne Operation, die nicht lebensnotwendig ist, besonders, wenn der Hamer- 
sche Herd im Stammhirn liegt. 

5. Ist aber der Patient noch in der konflikt-aktiven Phase, dann wachst der 
Krebs nach der Operation noch genauso wie vorher. Also ist auch in die- 
ser Phase die Operation unnotig und kontraindiziert 289 , denn der Betref- 
fende bekommt ja mit Sicherheit sein Rezidiv und eine neue Panik, wenn 
er plotzlich ein Rezidiv an der alten Stelle bemerkt. 

20.4.1 Der Patient, Herr der Entscheidungen uber 
alle Eingriffe an seinem Korper 

Das Verstandnis der Neuen Medizin sieht den Patienten als Partner, dem der 
Arzt seine Hilfe anbieten kann. Ich bin davon iiberzeugt, daB in Zukunft die 
allermeisten Patienten auf die Hilfe eines Chirurgen verzichten werden, 
wenn zur Debatte steht, ob man ihre harmlose Geschwulst abtragen soil 
oder nicht. Eine Operation in der vagotonen Heilphase ist ohnehin ein enor- 
mes Risiko, weil in dieser Phase eine besondere Neigung zu Eiterungen und 
Blutungen besteht. Die Gefahr von Komplikationen ist riesengroB. Wenn 
iiberhaupt, laBt man die Krebsgeschwulst erst nach AbschluB der Heilungs- 
phase herausoperieren. 

Da ja fur die allermeisten Patienten keinerlei „Notwendigkeit" zur Opera- 
tion besteht, bin ich davon iiberzeugt, daB die wenigsten von ihnen unter 
diesen neuen Bedingungen eine Operation vornehmen lassen werden. Eine 

Kontraindikation = Umstand, der die Anwendung eines Mittels oder Verfah- 
rens verbietet 



430 



harmlose Geschwulst herausnehmen zu lassen gegen ein doch erhebliches 
Risiko, wird sich jeder vernunftige Mensch reiflich iiberlegen. 

Ich schatze, daB in der Zukunft Geschwulstentfernungen nur noch etwa 
10% von dem ausmachen werden, was sie heute ausmachen. Und selbst 
diese Operationen werden „harmlose Operationen" sein, keine bombasti- 
schen Verstummelungs-Operationen mehr mit Exzision 290 „weit im Gesun- 
den", sondern nur Beseitigung mechanischer Hindernisse. 

Zwar wird es noch eine Zeit dauern, bis diese tief in unser BewuBtsein 
eingehammerte panische Angst vor Krebs und seine Hexenverbrennung 
einer ruhigen Betrachtungsweise gewichen ist, dies soil jedoch niemanden 
entmutigen. 

Dagegen brauchen wir die „kleine Chirurgie" fur die Beseitigung kleiner 
Komplikationen: Eine Aszites-Dranage in die Vena femoralis beispielswei- 
se, eine Perikard-Dranage in die Pleura u. dgl. sind wichtige kleine Eingrif- 
fe, die dem Patienten viel ersparen und die erst durch die neue Indikations- 
stellung sinnvoll werden. Wenn z.B. ein Aszites nicht mehr, wie bisher, als 
„Anfang vom Ende" gilt, sondern als freudig begruBtes Zeichen der Hei- 
lung, geht man eben ganz anders an eine Komplikation dieses guten Sym- 
ptoms heran! 

20.4.2 Alternative durch naturliche Krebsabtragung 

Ich bin sehr stolz darauf, daB es mir als altem Medizinkriminalisten gelun- 
gen ist, herauszufinden, daB die Bakterien unsere kostenlosen hochspeziali- 
sierten Freunde und Heifer, unsere „Symbionten" sind. Warum sollen wir 
uns ihre Hilfe nicht zunutze machen? 

Die Abtragung eines Dickdarm-Karzinoms durch harmlose Tuberkel- 
Bakterien Typ Bovinus ist sicherlich viel ungefahrlicher, weil natiirlicher, 
als es eine gewaltige Bauchoperation ist. AuBerdem fuhlt sich der Patient 
dabei weitgehend wohl. Man miiBte erst einmal Erfahrung sammeln mit 
dieser neuartigen biologischen Therapie. Jedenfalls wird die Indikation zu 
einer solchen „biologischen Operation" auch sehr von der Lokalisation des 
Tumors abhangen, auBerdem davon, ob er uberhaupt - biologisch oder me- 
chanisch - operiert gehort, z.B. weil er einen DarmverschluB machen konn- 
te. 

Zwei Schwierigkeiten miissen wir ehrlicherweise in Betracht ziehen: 



290 Exzision = Ausschneidung von Gewebeteilen ohne Riicksicht auf Organgren- 
zen oder Gewebestrukturen 



431 



1. Durch die ignorante Nahezu-Ausrottung der Tuberkulose haben viele 
Menschen heutzutage iiberhaupt nicht mehr die Moglichkeit, einen 
Darmtumor biologisch-natiirlich tuberkulos abzubauen. Solche Pati- 
enten miissen wir oft operieren. 

2. Da die Tuberkel-Bakterien sich in der sympathicotonen Phase vermeh- 
ren, wiirde es nicht genugen, den Patienten bei Diagnosenstellung ein 
paar Tuberkel-Mykobakterien zu verabreichen. Besonders dann nicht, 
wenn sie bereits in der pel-Phase sind, in der sich die Mykobakterien 
nicht mehr vermehren konnen. 

Wir werden neue Lehrbiicher schreiben miissen, mit neuen Indikationen, 
weil wir nun von einer vollig neuen Basis ausgehen! 

20.4.3 Ein Wort zu Bestrahlungen 

Die sogenannte „Bestrahlungstherapie" hatte das erklarte Ziel, den Krebs- 
knoten oder die Krebsgeschwulst wegzubrennen. Diese rein symptomatisch 
orientierte Indikation entfallt ja jetzt. Trotzdem kann es gelegentlich mal 
einen rein mechanisch storenden Lymphknoten geben, an den man operativ 
nur mit einer groBen Operation herankame, den man aber elegant bestrahlen 
kann, so daB das mechanische Hindernis (z. B. beim sog. „Hodgkin") besei- 
tigt wird. Deshalb sollte man, bevor man alle Kobaltkanonen einmottet, 
noch eine stehen lassen fur solche besonderen Falle. 

Ihr werdet selbst sehen, liebe Leser, wenn ihr meine Gedanken erst nach- 
zuvollziehen gelernt habt, daB sie - wie sogar meine Gegner zugeben miissen 
- von einer unwiderlegbaren Logik sind. Natiirlich fallt es zunachst schwer, 
so ziemlich alles iiber Bord zu werfen, zwei Drittel der teuren Krankenhau- 
ser zu schlieBen, in denen Krebsverstiimmelungs-Operationen durchgefuhrt 
und Nachbehandlungen usque ad finem die Regel waren. Jeder Patient war 
froh, wenn er einem solchen Horrorbau noch mal lebend entkommen war. 
Das muB sich andern. Die Zeit der Medizin-Gotzen ist vorbei. Ich laute eine 
neue Ara ein, die Ara der Neuen Medizin! 

20.4.4 Probepunktionen und Probeexzisionen 

Nach dem Verstandnis der Neuen Medizin, daB immer an der gleichen Or- 
ganstelle auch im Falle eines Krebses die gleiche histologische Formation 
angetroffen wird, eriibrigen sich Probepunktionen und Probeexzisionen 
quasi vollstandig. Nach unseren Erfahrungen wissen wir, daB das CCT 
einen sichereren AufschluB iiber eine histologische Formation geben kann, 
als eine Probeexzision. 



432 



Bei einer Probeexzision im Falle eines Knochensarkoms ist diese fast im- 
mer der Anfang einer Katastrophe. Denn die unter Druck stehende Callus- 
Flussigkeit bahnt sich ihren Weg durch das eroffnete Periost (die Periost- 
naht platzt) ins umliegende Gewebe und verursacht dort ein riesiges Sar- 
kom. Hatte man keine Probeexzision gemacht, ware das umgebende Gewebe 
auBerlich „nur" geschwollen, weil zwar die Flussigkeit durch das Periost 
austritt, aber nicht die Calluszellen. Dann hatten wir einen Vorgang, wie 
z.B. bei einem akuten Gelenkrheumatismus, der nach einer gewissen Zeit 
spontan wieder rucklaufig ist. 

Fatale Folgen kann eine Punktion z.B. dort haben, wo ein sog. kalter Ab- 
szeB, also z.B. ein Brustdriisen-Karzinom in der pel-Phase, durch die Punk- 
tion der Brust nach auBen eroffnet wird. Dann kommt es zu ubelriechendem 
tuberkulosen AusfluB aus der Brust und so, wie derzeit die eroffnete in 
Heilung befindliche Osteolyse nur noch mit Chemotherapie eine Zeitlang an 
der Fortsetzung der Heilung, d.h. dem weiteren Auslaufen der Callus- 
Fliissigkeit gehindert wird und meist mit Amputation endet, so endet auch 
im Fall der punktierten Brust der Fall oft mit einer baldigen Amputation. 

Probepunktionen und Probeexzisionen werden in Zukunft in der Neuen 
Medizin nur noch fur ganz seltene Ausnahmefalle vorbehalten bleiben. 

20.4.5 Ein Wortzu chirurgische Interventionen 

Die derzeitigen Operationen sind zu einem GroBteil sog. Krebsoperationen. 
Dabei richtet sich der Chirurg nach dem Urteil des Histologen, der einen 
Vorgang entweder als gutartig oder als bosartig deklariert. Nun wissen wir 
ja inzwischen, daB alle groBhirnmarklager-gesteuerten Nekrosen in der 
Heilungsphase bisher sog. bosartige Tumoren machen (Lymphome, Osteo- 
sarkome, Nierenzysten, Ovarial-Zysten), nach der Neuen Medizin alles 
„Heilungs-Tumoren", d.h. harmlose Zellvermehrungen, die man nur dann 
operieren darf, wenn sie mechanische Behinderungen machen oder fur den 
Patienten psychisch unakzeptabel sind. Bei den althirn-gesteuerten Tumoren 
brauchen wir den Chirurgen derzeit noch, wie wir den Jager im Walde 
brauchen, seit wir keine Wolfe mehr haben: Dabei ist genau zu differenzie- 
ren, wie groB z.B. der Darmtumor ist, wenn es zu einer Konfliktlosung 
kommen soil. Ist der Tumor noch relativ klein, dann kann man davon aus- 
gehen, daB selbst im Falle des Nicht- Vorhandenseins von Tbc keine Kom- 
plikationen eintreten konnen. Ist der Tumor aber groB und kann er jederzeit 
einen mechanischen DarmverschluB machen, dann muB man sehr genau 
abwagen, ob man die Heilungsphase abwartet und hofft, daB moglichst bald 
eine Tuberkulose in das Heilungsgeschehen eingreift. Allerdings muB man 



433 



den Patienten dariiber aufklaren, daB dies ein Risiko darstellt, wie ja auch 
die Operation selbst. Der fur eine chirurgische Operation sicherlich giinsti- 
gere Fall ist, wenn der Patient noch in der ca-Phase ware, derm in der pel- 
Phase hat die Narkose durch die Vagotonie ein wesentlich hoheres Risiko. 
Zu betonen ist hier, daB der Patient selbst der Chef des Verfahrens ist und 
wir ihm das Fur und Wider sorgfaltig erklaren mussen. 

In der Neuen Medizin gibt es inzwischen auch chirurgische Indikationen, 
auch negativer Art z.B. bei der Ovarial- und Nierenzyste, die etwa nach 
dem Rhythmus einer Schwangerschaft verlaufen und neun Monate brauchen 
bis sie induriert sind und die ihnen vom Organismus zugedachte Funktion 
ubernehmen konnen. In diesen neun Monaten darf man nicht operieren, weil 
in dieser Zeit die Zysten an den iibrigen Bauchorganen angewachsen sind, 
wo sie in Ermangelung eines eigenen arteriellen und venosen BlutgefaBsy- 
stem sich vorubergehend blutmaBig versorgen. Dieser biologische Vorgang 
wurde bisher als „bosartiges infiltrierendes Tumorwachstum" fehlverstan- 
den. Den Beweis lieferte man sich selbst mit, als diese infiltrierten 
„Tumoranteile" doch den Rest der neun Monate weiterwuchsen und an- 
schlieBend wiederum operiert werden muBten und damit als besonders „bos- 
artig" erschienen. Bei solchen vorschnellen Operationen mit dem Unver- 
standnis der bisherigen Medizin operierte man gleich alle „infiltrierten" 
Organe mit heraus, so daB das Abdomen anschlieBend oft nur noch ein Tor- 
so war. Uber die Folgekonflikte dieser armen Patienten wollen wir hier erst 
gar nicht reden. Wartet man aber die neun Monate ab, dann wird man bei 
kleinen Zysten bis zu 12 cm moglichst gar nicht mehr operieren, denn diese 
Zysten erfullen ja die Funktion der Hormonproduktion bzw. der Urinaus- 
scheidung wie es ja vom Organismus vorgesehen ist. Nur in extremen Fal- 
len, wo diese Zysten starke mechanische Probleme bereiten, ist eine Opera- 
tion nach Ablauf von ca. neun Monaten und Induration der Zyste indiziert. 
Eine solche Operation ist dann operations-technisch ein kleiner Eingriff, 
denn alle Adhasionen 291 sind ja in der Zwischenzeit abgelost und die Zyste 
von einer derben Kapsel umgeben. 



Adhasion = Verklebung oder Verwachsung zweier Organe 



434 



20.4.6 Allgemeine Verhaltensregeln 

Auch hier miissen wir unterscheiden zwischen konflikt-aktiver Phase (ca- 
Phase) und post-conflictolytischer Phase oder Konflikt-Heilungsphase. 

a) ca-Phase: 

Streng verboten sind Abmagerungskuren (obwohl es da sehr leicht fallt). 
Sie konnen todlich enden. 

Sehr gefahrlich sind Aufregungen aller Art, weil jede Aufregung aus 
nichtigstem Grund eskalieren kann (wegen der schon bestehenden Sym- 
pathicotonic) und bei dem Patienten jederzeit die nachste „Sicherung" 
durchbrennen, sprich, er ein neues DHS erleiden kann. Die Schwelle ist 
in dieser Phase stark herabgesetzt, so daB die Patienten besonders leicht 
eben zusatzlich erkranken konnen. 

Beruhigungsmittel aller Art verschleiern nur das Bild und bergen in 
sich die Gefahr, daB aus einem akuten aktiven Konflikt ein subakuter 
hangender Konflikt wird. Grundsatzlich braucht der Patient, um seinen 
Konflikt losen zu konnen, Bedingungen, die seinem Hirn-Code entspre- 
chen. Da unsere derzeitige Gesellschaft dem nicht Rechnung tragt, muB 
uber kurz oder lang unsere Gesellschaft geandert werden. Grundsatzlich 
gilt: Das „Sich-Fuhlen" ist wichtiger noch als das „Sich-Sehen" im ra- 
tional verstandesmaBigen Sinne. Letzten Endes werden die Kranken wie- 
der Kinder (regressive Verhaltensform). Der Patient kommt aus seinem 
Panik-Konflikt heraus, indem er sich beruhigt fuhlt, genauso wie das 
Tier wieder aus dem Panik-Konflikt herauskommt, sobald es seinen 
schutzenden Bau, sein Nest, seine Mutter, seine Herde, Rudel, Artgenos- 
sen oder dgl. fuhlt oder spurt! 

b) pel-Phase: 

Man sollte den Menschen raten, bei ihrer Mitkreatur in die Lehre zu ge- 
hen. Jedes Tier, das in der Heilungsphase ist, verhalt sich ruhig, schlaft 
viel und wartet gelassen ab, bis ihm die (normotonen) Krafte wieder- 
kommen. 

Kein Tierchen wiirde in dieser pel-Phase in die Sonne gehen ohne Not, 
denn sie haben ein Hirnoedem, und ihr instinktives codegerechtes Ver- 
halten sagt ihnen, daB direkte Sonneneinstrahlung auf dieses Hirnoedem 
nur schlecht sein kann. Ich habe Patienten daran sterben sehen! Man 
kann ja die heiBe Stelle des Hamerschen Herdes durch die Kopfhaut 
fuhlen, heller Wahnsinn, einen solchen heiBen Kopf auch noch in direkte 
Sonne zu legen! 

292 subakut = weniger akut, weniger heftig verlaufend 



435 



Kiihlende Kompressen auf die heiBe Stelle des Hamerschen Herdes 
sind genau das Richtige, besonders nachts, der ohnehin vagotonen Phase 
des Tagesrhythmus. Nachts leiden meine Patienten in der pel-Phase am 
meisten, und zwar bis etwa 3 oder 4 Uhr, wenn der Organismus schon 
wieder auf Tagrhythmus umschaltet. Viele meiner Patienten haben sich 
deshalb - mit ganz gutem Erfolg - abends eine Tasse Kaffee machen las- 
sen, um die Phase bis 3 Uhr mit Lesen zuzubringen. Danach konnten sie, 
bei „halbem Tagesrhythmus" zwar nicht so fest, aber ganz gut schlafen. 
Diese MaBnahme hat aber nur bei sehr schwerem Hirnoedem Sinn, denn 
bei 90% der Falle ist das gar nicht erst notig, bringt ja auch Schwierig- 
keiten mit der sich dann langsam vollziehenden Tag/Nacht- 
Rhythmusumstellung Aber wen es beruhigt, daB er sich wahrend der 
tiefvagotonen Nachtzeit kalte Kompressen machen mochte, der soil es 
ruhig tun. 

Das allererste, was die Patienten in der pel-Phase lernen miissen, heiBt: 

Schlapp und mude ist gut, ist die Heilung, ist normal, verschwindet nach 
der Heilungsphase wieder von selbst! 

Laut Schulmedizin liest sich das ganz anders: „Schlapp und mude ist eine 
schwere Kreislaufstorung, der Krebs hat schon den Kreislauf vollig zum 
Erliegen gebracht, das ist schon der Anfang vom Ende ! " 

Das zweite, was der Patient lernen muB, lautet: 

Schmerzen und Schwellungen sind gute Zeichen der Heilungsphase. 

Sie sind meist storend, unangenehm, oft auch schmerzhaft, besonders wenn 
sie in Aszites oder Pleura-ErguB bestehen oder in Periost-Spannung durch 
Knochenmarks-Schwellung, aber sie sind kein Grand zur Panik und ver- 
schwinden nach einer gewissen Zeit genauso wie sie gekommen sind. Sie 
sind auf keinen Fall etwas Schlechtes, sondern sehnsiichtig erwartete Zei- 
chen der Heilung! 

Laut Schulmedizin liest sich das so: Schmerzen und Schwellungen sind 
das sichere Zeichen des baldigen Todes eines „Krebspatienten". Am besten 
fangen wir gleich bei den ersten Schmerzen mit Morphium an, dann braucht 
sich der Patient nicht zu qualen (und es gibt auf der Station kein langes 
„Theater"). „Herr Patient XY, wir konnen jetzt leider nichts mehr fur Sie 
tun, aber qualen brauchen Sie sich natiirlich nicht, wir haben da sehr gute 
Schmerzmittel! Nicht wahr, Schwester Mathilde, wir wollen damit nicht 
sparen, fangen wir gleich heute damit an!" 



436 



Jetzt versteht ihr vielleicht auch, liebe Leser, warum man nicht „zweiglei- 
sig" fahren kann? Es ist ganz einfach sachlich falsch, was die sog. Schul- 
mediziner da sagen. Scheinbar richtig wird es nur dadurch, daB der Patient 
mit Morphium wirklich stirbt, und dann hat der groBe dumme Chefarzt 
scheinbar wieder mal recht gehabt. Aber auch du und ich, lieber Leser, 
wiirden unter Morphium in ein bis zwei Wochen sterben, mit oder ohne 
Krebs! 

Das Schlimme am Morphium und seinen sog. Derivaten (Abkommlingen) 
ist ja, daB das Morphium, ein sympathicoton wirkendes Zellgift, die hirnei- 
genen Schwingungen unseres Organismus so stark verandert, daB der Pati- 
ent schon nach der 1. Spritze keinerlei Moral mehr hat und willenlos wie ein 
Kind nur noch nach der Morphiumspritze verlangt. Und praktisch alle sog. 
„Krebspatienten" bekommen fruher oder spater Morphium, spatestens, 
wenn sie unruhig werden oder Schmerzen haben, meist sogar gegen ihren 
Willen und meistens ohne ihr Wissen. 

Aber der Patient will es auch oft gar nicht mehr genau wissen, nachdem 
ihn die „Keine-Chancen-mehr-Prognose" des groBen dummen Chefarztes 
mit einem letzten Keulenhieb zu Boden geschlagen hat, buchstablich Herr 
iiber Leben und Tod, wie einst die GroBinquisitoren. 

Die Folgen des Morphiums sind, daB der gesamte Organismus stillgelegt 
wird. Der Patient ist bald nicht mehr ansprechbar, iBt nichts mehr, der 
Darm steht still (Darmlahmung), nach wenigen Tagen ist er praktisch ver- 
hungert. Es macht sich noch nicht einmal jemand die Miihe, die Patienten 
iiber diese Folgen aufzuklaren! 

Wenn wir uns jetzt uberlegen, daB dies alles nicht sein muBte und daB die- 
se armen Menschen nur der Ignoranz der von falschen Voraussetzungen 
ausgehenden und sich als Herrgotter aufspielenden Chefarzte und Professo- 
ren zum Opfer gefallen sind, dann strauben sich einem alle Nackenhaare, so 
wie sich dem Richter die Nackenhaare gestraubt haben, als ihm der Neu- 
roradiologe der Universitat Tubingen ins Gesicht sagte, er habe gar kein 
Interesse daran zu wissen, ob Hamer recht habe! 

Nur der Schopfer kann das Leben seiner Kreaturen beenden - durch den 
Tod. Solange wir leben, haben wir alle, jeder Mensch, jedes Tier, jede 
Pflanze, das Grundrecht jeder Kreatur auf - Hoffnung! Sich als Gott auf- 
zuspielen und einem Mitmenschen die Hoffnung nehmen zu wollen, ist der 
schlimmste Frevel an zynischer Uberheblichkeit und Dummheit. Sie alle 
haben ihren Patienten, die ihnen vertraut haben, aus Unverstand und Arro- 
ganz die letzte Hoffnung gestohlen! 



437 



20.4.7 Medikamente bei der Therapie 

Die Medikamente symbolisieren vermeintlich den Fortschritt der modernen 
Medizin oder was man dafur halt. Viele Patienten bekommen taglich oft 1 0, 
ja 20 verschiedene Sorten Medikamente fur und gegen alles mogliche. Ein 
Doktor, der keine Medikamente verschreibt, ist kein richtiger Doktor. Je 
teurer die Medikamente sind, desto besser scheinen sie zu sein. 

Das war ein groBer Bluff! Wie Umfragen immer wieder zeigten, nehmen 
Arzte selbst grundsatzlich so gut wie nie Medikamente ... 

Das Diimmste daran war, daB man immer geglaubt hat, die Medikamente 
wiirden lokal wirken. Das Gehirn hatte damit vermeintlich nichts zu tun! 
Als ob man einen Computer wie unser Gehirn „an der Nase herumfuhren" 
konnte! So, als ob das Gehirn nicht bemerken wiirde, was die Zauberlehr- 
linge da mit ihren Infusionen, Spritzen und Tabletten herummurksen. 

Dabei wirkt praktisch kein Medikament direkt auf das Organ, wenn man 
von lokalen Reaktionen des Darms bei oraler Einnahme eines Gifts oder 
Medikaments mal absieht. Alle anderen Medikamente wirken zentral d.h. 
also iiber das Gehirn auf das Organ ein! Im negativen Fall ist ihr „Effekt" 
praktisch der Effekt, den die Vergiftung des Gehirns bzw. seiner verschie- 
denen Teile, auf organischer Ebene bewirkt. 

Beispiel: Ich habe einmal auf einem Kardiologen-KongreB einen Profes- 
sor, der die Wirkung eines herzrhythmus-stabilisierenden Medikamentes auf 
das Herz beschrieb, gefragt, ob er denn sicher sei, daB das Medikament 
auch wirklich direkt auf das Herz wirke und nicht vielmehr auf das Gehirn, 
sprich, ob das Medikament auch auf ein transplantiertes Herz wirke. Darauf 
wuBte der Professor keine Antwort und meinte, das sei noch nicht unter- 
sucht worden, das transplantierte Herz konne selbstverstandlich nur mit 
Schrittmacher arbeiten! 

Selbst Digitalis, Penicillin und Grippemittel wirken „nur" auf das Gehirn! 
AuBer Hormonen, Enzymen und Vitaminen wirken praktisch alle Medika- 
mente via Gehirn! Z.B. stellte man sich bisher vor, daB Digitalis den Herz- 
muskel „sattige". Wir wissen heute, daB es cerebral auf das Herz-Relais 
einwirkt. 

Grundsatzlich ist zu sagen, daB man zur hilfreichen Unterstiitzung des 
Heilverlaufes jedes symptomatisch wirkende Medikament mit einbeziehen 
kann! Der Arzt der Neuen Medizin ist also nicht grundsatzlich medikamen- 
tenfeindlich, auch wenn er davon ausgeht, daB die meisten Vorgange von 
Mutter Natur schon optimiert sind. Wir wissen, daB bei kiirzerer Kon- 
fliktdauer und damit geringer Konfliktmasse die allermeisten Falle keiner 
unterstiitzenden medikamentosen Therapie bediirfen. Es bleiben also nur die 



438 



Falle, die in der Natur letal enden wiirden, derer wir uns aber aus arztlicher 
Ethik besonders annehmen miissen. 

Ins Blickfeld riicken dabei die kritischen Punkte in jedem Heilungsverlauf, 
die aber bei gewissen Konflikten und Sonderprogrammen besondere Auf- 
merksamkeit verlangen. Dies sind z.B. die epileptischen Krisen (siehe dazu 
auch das entsprechende Spezialkapitel) beim Links- und Rechtsherz-Infarkt, 
die pneumonische Lyse , die hepatitische Krise usw. Diese Krisen ver- 
laufen derzeit noch zu einem hohen Prozentsatz todlich. Auch in der Zu- 
kunft werden uns noch eine Reihe Patienten verloren gehen. Wir haben aber 
jetzt den Vorteil, daB wir schon im Vorhinein wissen, was uns erwartet und 
daher diesem erwarteten Geschehen schon im Vorfeld begegnen konnen. Es 
niitzt uns auch nichts, zwar die Pneumonie-Haufigkeit verringert zu haben, 
dadurch, daB wir die Pneumonie jetzt Bronchialkarzinom nennen, wenn 
dann die Patienten am Bronchialkarzinom sterben. Wir haben die Krankheit 
dann nur umetikettiert. 

Wenn wir aber genau wissen, wann wir mit der pneumonischen Lyse zu 
rechnen haben und was wir im Vorfeld machen konnen, um diesen im Prin- 
zip notwendigen biologischen Vorgang gunstig zu beeinflussen, z.B. mit 
Antibiotika und Cortison, dann ist das ein vollig neuer aber logischer An- 
satzpunkt in der Neuen Medizin. Er ist es selbst dann, wenn gleiche oder 
ahnliche Mittel wie in der Schulmedizin eingesetzt werden, weil das Vorver- 
standnis ein ganz anderes ist. 

Beispiel: Wenn man bei einer Pneumonie weiB, daB der Konflikt, eine Re- 
vierangst, nur drei Monate gedauert hat, dann wissen wir, daB die pneumo- 
nische Lyse, also die epileptoide Krise im allgemeinen nicht todlich verlau- 
fen wird, selbst wenn man medikamentos gar nichts machen wiirde. Der 
Patient ist beruhigt, da auch der Arzt mit gutem Grand Ruhe ausstrahlt. 

Hat aber der Konflikt 9 Monate oder langer gedauert, dann weiB der Arzt 
in der Neuen Medizin, daB es in der epileptoiden Krise um Leben und Tod 
des Patienten geht, wenn man nichts unternehmen wiirde. Er muB sich und 
den Patienten daher darauf vorbereiten, alle Krafte des Patienten mobilisie- 
ren und alle medikamentosen Moglichkeiten ausschopfen. Im Falle der 
Pneumonie wiirde man, wie auch schon friiher, z.B. Antibiotika geben, man 
wiirde aber zusatzlich auch massiv Cortison einsetzen, was man bisher nicht 
getan hat und zwar unmittelbar vor der epileptoiden Krise, um den kriti- 
schen Punkt, der ja immer nach dem Hohepunkt der Krise eintritt, zu iiber- 
stehen. Der kritische Punkt besteht darin, daB nach dem Hohepunkt der 

293 Pneumonie = Lungenentzundung 

294 Lyse = Losung, Auflosung 



439 



Krise ja wieder eine Vagotonie einsetzt, die aber diesmal nicht ins vagotone 
Tal hinein, sondern aus ihm herausfuhren soil. 

Fur dieses HerumreiBen des Steuers hat der Organismus, wie wir bereits 
wissen, die epileptische Krise einprogrammiert. In 95% der Falle reichen die 
Hilfsmittel unseres Organismus aus. Die ubrigen 5% sind diejenigen, die in 
der Natur unmittelbar im AnschluB an die - fur diesen speziellen schweren 
Fall - unzureichende epileptoide Krise im vagotonen Hirnkoma (Hirnoedem) 
an Atemversagen sterben wiirden. 

Weiteres Beispiel: Beim nephrotischen 295 Syndrom wissen wir mit Hilfe 
der Neuen Medizin schon genau, um was es sich dabei ursachlich handelt: 
Namlich um die pel-Phase eines Nierensammelrohr-Karzinoms und EiweiB- 
verlust durch Wundsekret im Bereich des tuberkulosen Verkasungsvor- 
gangs. Jetzt wissen wir auch genau, was wir tun mussen: Wir mussen, wenn 
der Patient seinen EiweiBverlust durch orale Aufnahme von EiweiB aus 
irgendeinem Grund nicht decken kann, durch Albumin-Infusionen , die 
Hypoalbuminamie substituieren bis der Heilungsvorgang beendet ist. 

Beim Aszites, der die pel-Phase eines Peritoneal-Karzinoms darstellt, kon- 
nen wir den Patienten schon darauf vorbereiten, daB ein Aszites kommen 
wird, sobald er seinen Konflikt (Attacke gegen den Bauch) gelost hat. Nun 
kann der Patient den Aszites als gutes Zeichen begriiBen, wie auch, sofern 
er zufallig Tbc-Bakterien hat, den obligaten NachtschweiB und die subfe- 
brilen Temperaturen, d.h. er stellt sich auf seinen Aszites ein wie auf eine 
Aufgabe, die er bewaltigen kann. 

20.4.7.1 Die zwei Cruppen von Medikamenten 

Sehen wir von den reinen Rauschgiften, Narkotika und Tranquilizern ab, so 
bleiben zwei groBe Gruppen von Medikamenten: 

1. die Sympathicotonica, die den StreB verstarken, 

2. die Parasympathicotonica oder Vagotonica, die die Erholungs- oder Aus- 
ruhphase unterstiitzen. 

Da die sog. „Krebserkrankung" (sprich SBS) sofern eine Losung des Kon- 
flikts und damit eine Heilungsphase erreicht wird, ein vegetativ verschie- 
denphasiger Vorgang ist, kann ein und dasselbe Medikament nie „fur 
Krebs" oder „gegen Krebs" sein. Ein Medikament kann deshalb entweder 
die Sympathicotonic unterstiitzen und die Vagotonie abbremsen oder umge- 



295 Nephr- = Wortteil mit der Bedeutung Niere 

296 



Albumine = Proteine 



440 



kehrt. Ein Medikament kann nicht gleichzeitig in beide Richtungen wirken, 
da Sympathicotonie und Vagotonic diametral entgegengesetzt sind. 

Zu der 1. Gruppe der Sympathicotonica gehort Adrenalin und Norad- 
renalin, Cortison, Prednisolon, Dexamethason und scheinbar so verschiede- 
nen Medikamente wie Koffein, Thein, Penicillin und Digitalis und viele 
andere mehr. Im Prinzip kann man sie alle verwenden, wenn man den 
Vagotonie-Effekt abmildern und damit auch das Hirnoedem reduzieren will, 
das ja im Grunde etwas Gutes, im UbermaB aber eine Komplikation ist. 

Zu der 2. Gruppe gehoren alle Beruhigungs- und krampflosenden Mittel, 
die die Vagotonie verstarken oder die Sympathicotonie abmildern. Die Ver- 
schiedenartigkeit der Sympathicotonica und Vagotonica liegt darin, daB sie 
im Gehirn an speziellen Stellen besonders angreifen, an den anderen weniger 
oder kaum. Das war es ja auch, was die Pharmakologen 297 dazu verleitet hat 
zu glauben, die Wirkstoffe wiirden auf ein Organ direkt wirken. Man kann 
das dadurch nachweisen, daB man ein Organ von der Blutversorgung vor- 
iibergehend an einen anderen Kreislauf anschlieBt. Wenn man dann das 
entsprechende Medikament in das Blut und damit in das Gehirn gibt, rea- 
giert das nur blutmaBig abgekoppelte, nervos aber nach wie vor an das Ge- 
hirn angeschlossene Organ genauso, als wenn es an den Originalkreislauf 
angeschlossen ware. Wir wissen auch, daB auf das transplantierte Herz 
iiberhaupt nichts wirkt, da die Leitungen zum Gehirn ja durchtrennt sind! 

20.4.7.2 Ein Wort zum Penicillin 

Penicillin ist ein sympathicotones Zytostatikum Die Wirkung, die es auf 
Bakterien hat, ist unbedeutend und nebensachlich gegenuber der Wirkung, 
die es auf das Oedem des Stammhirns hat. Deshalb kann man es in der pel- 
Phase zur Abminderung des Stammhirn-Oedems einsetzen, dagegen ist es 
dem Cortison 298 in den iibrigen Himbereichen unterlegen (mit Ausnahme des 
GroBhirnmarklagers, der sog. „Luxusgruppe"). Es soil deshalb die Bedeu- 
tung der Entdeckung des Penizillins und der iibrigen sog. Antibiotika nicht 
geschmalert werden. Nur ist diese Entdeckung unter ganz falschen Pramis- 
sen und Vorstellungen erfolgt. Man hatte sich immer vorgestellt, daB die 
Zerfallsprodukte der Bakterien als Toxine wirken und das Fieber bewirken 

~ 97 Pharmakologie = Wissenschaft von den Wechselwirkungen zwischen Arznei- 
stoffen und Organismus 

98 Cortison = ist das synthetische Mineralocorticoid 17a- Hydroxy- 1 1-dehydro- 
Kortikosteron entsprechend dem natiirlichen Hormon, das man Corisol oder 
Kortisol nennt (17a Hydroxy-Corticosteron oder Hydroxycortison (C2iH 30 O 5 )). 
lmg Dexamethason=5mg Prednisolon=25mg Prednison=100mg Cortison.. 



441 



wiirden. Man brauche also nur die bosen kleinen Bakterien abzutoten, um 
auch die bosen Toxine zu vermeiden. 

Das war ein Irrtum! Richtig ist, daB Fleming „versehentlich" glucklicher- 
weise einen aus Pilzen gewonnenen Stoff entdeckt hat, der das Stammhirn- 
Oedem abgemindert hat. Wie jedes Zytostatikum und Antioedematicum 
werden bei solchen Wirkungen auch die Bakterien in Mitleidenschaft gezo- 
gen, unsere fleiBigen Freunde, die vorubergehend entlassen werden, weil 
ihre Arbeit auf einen spateren Zeitpunkt - mit weniger dramatischem Ver- 
lauf - verschoben worden ist. 

Wie Penicillin und die iibrigen Antibiotika, so wirkt auch jedes Zytostati- 
kum deprimierend auf die Hamatopoese 299 , was sich bei der „frustranen" 
vermeintlich notwendigen Behandlung der Leukamie, der Heilungsphase des 
Knochenkrebs, so verheerend auswirkt. 

20.4.7.3 Empfohlene Dosierung fur Prednisolon 

Etwa 5 bis maximal 10% der Patienten benotigen in der Heilungsphase 
eventuell Medikamente. Allerdings darf man diese Entscheidung jeweils erst 
treffen, wenn man sich durch das CCT davon iiberzeugt hat, daB es wirklich 
nicht notig ist. Ist man sich nicht sicher, sollte man in den ersten 8 Wochen 
nach Conflictolyse taglich 2 mal 4 mg Prednisolon retard 300 geben oder ca. 
1/5 der Dosis an Dexamethason, und zwar am spaten Vormittag und am 
Abend je 4 mg Prednisolon oder je 1 mg Dexamethason. Irgendwelche Ne- 
benwirkungen bei dieser Dosierung sind iiber diesen Zeitraum nicht zu er- 
warten. Nach 8 Wochen kann man auf 1 mal 4 mg Prednisolon retard zu- 
ruckgehen. 

Bei den Patienten, die entweder ein Stammhirn-Oedem haben oder mehrere 
Karzinome hatten, die alle auf einmal gelost wurden oder bei denen ein 
Konflikt lange angedauert hatte, sollte man 4 mal 4 mg Prednison retard 
oder 4 mal 1 mg Dexamethason 302 retard geben iiber den Tag verteilt, not- 
falls 5 mal 4 mg, also insgesamt 20 mg pro Tag, z. B. morgens 1 mal 4 mg, 
mittags 2 mal 4 mg und abends nochmals 2 mal 4 mg. Die Patienten, die 
mehr als 20 mg Hydrocortison benotigen, sollte man moglichst unter klini- 
scher Kontrolle behandeln. 

Neben der Cortison-Basisbehandlung konnen alle Sympathicotonica mog- 
lich und indiziert sein, einschlieBlich Penicillin und sonstigen Antibiotika, 

Hamatopoese = Blutbildung 

300 , A 

retard = verzogern 

Prednison =1,2 Dehydrokortison 

Dexamethason = 9a-Fluor-16a-Methyl-Prednisolon 



442 



alle abschwellenden Mittel wie Antihistaminica und Antiallergica, Kopf- 
schmerz- und Migranemittel und dgl.. Jedoch kann man eine Menge Medi- 
kamente sparen, wenn man kiihle Kompressen, kalte Duschen oder bei kiih- 
lem Wetter einen Spaziergang mit unbedecktem Kopf dafur einsetzen kann. 
Auch Schwimmen im kiihlen Wasser ist sehr gut, nicht dagegen Sauna. Ein 
Saunabesuch kann sehr leicht zum zentralen Kollaps fuhren, ahnlich wie ein 
Sonnenstich. Das einfachste Medikament ist eine Tasse Kaffee ofter mal am 
Tag. 

Alle diese Empfehlungen gelten, wohlgemerkt, nur fur die vagotone Phase 
nach der Konfliktlosung. Komplizierter wird die Sache, wenn ein aktiver 
Fluchtlings-Konflikt miteinhergeht oder hinzutritt (siehe Kapitel „Syndro- 
me"), denn dann herrscht „Misch-Innervation" mit unverhaltnismaBig gro- 
Ben Oedem - am Organ und im HH des Gehirns. 

20.4. 7.4 Ein Wort zur zytostatischen Chemo-Pseudotherapie 

Es handelt sich hierbei nach meinem Verstandnis um eine idiotische, rein 
symptomatische gefahrliche Pseudotherapie, die nur moglich war durch die 
Unkenntnis der GesetzmaBigkeiten der Neuen Medizin. Die Chemo- 
Pseudotherapie ist allenfalls erscheinungsmaBig erfolgreich (auf Kosten des 
Knochenmarks), indem sie Heilungsphasen-Symptome groBhirn-gesteuerter 
Organe ausschalten kann. Dies wird erkauft mit mehreren verhangnisvollen 
Wirkungen: Die eine ist die, daB man die Chemo nun immer fortsetzen zu 
mussen glaubt, um das Zuruckkehren der Heilungssymptome zu verhindern, 
was naturlich auf eine Phtise 303 des Knochenmarks und den sicheren Tod 
des Patienten hinauslauft. 

Die zweite noch groBere Gefahr ist, daB man mit jeder Chemorunde das 
Hirnoedem zuriickdrangt und damit den gefahrlichen Ziehharmonika-Effekt 
provoziert. Durch die Chemo-Pseudotherapie, ebenso wie durch die Be- 
strahlungs-Pseudotherapie, wird die Elastizitat der Synapsen der Hirnzeilen 
radikal herabgesetzt, was wiederum ihre Toleranz fur Hirnoedem in der 
Heilungsphase stark herabsetzt, sie reiBen und konnen zum zytostatikabe- 
dingten apoplektischen Hirntod des Patienten fuhren. 

20.4. 7.5 Em pf eh lung bei Konfliktrezidiv oder neuem DHS 

Es ergibt sich logisch und konsequent, daB im Falle eines Rezidiv-DHS, 
also wenn der Patient wieder in Sympathicotonie ist, das Cortison sofort 
kontraindiziert ist. Ihr konnt also nicht einem Patienten sagen: „Schauen Sie 

Phtise = Schwinden des Knochenmarks mit Stillstand der Blutbildung 



443 



mal in drei Monaten wieder herein", ohne ihn auf diesen Umstand aus- 
driicklich aufmerksam gemacht zu haben. Nimmt er namlich weiter sein 
Cortison, so verstarkt das noch den Konflikt in puncto Konfliktintensitat. 
Andererseits sollte der Patient aber das Cortison auch nicht auf einen 
Schlag absetzen, sondern man sollte es innerhalb weniger Tage in diesem 
Falle „ausschleichen". Am besten ist natiirlich, der neue Konflikt wird so- 
fort wieder gelost und die Medikation kann bleiben wie bis dahin. 

Grundsatzlich muB man jedem Patienten genau erklaren, daB diese Medi- 
kamente, die er bekommt, nicht etwa eine „Behandlung" des Krebs darstel- 
len, sondern nur ein Abmildern des Hirn- und Korperoedems bewirken sol- 
len, also eine VorsichtsmaBnahme zur Verhinderung von Komplikationen 
bei der Selbstheilung des Gehirns und des Korperorgans. 

20.4.7.6 Ausschleichen des Cortisons, evtl. mit Hilfe von 
ACTH 

Man sollte das Cortison moglichst nie abrupt absetzen. Das ist keine Neu- 
igkeit, das weiB jeder Arzt. Es empfiehlt sich, am Ende der Behandlung ein 
Depot-ACTH (Adreno-cortico-tropes Hormon) zu spritzen. Diese MaB- 
nahme ist nur notig, wenn der Patient hohere Dosen Cortison bekommen 
hatte. Bei neuem DHS oder Rezidiv-DHS sollte sehr rasch ausgeschlichen 
werden, sofern es nicht moglich ist, den Konflikt rasch zu losen. 

20.4.7.7 Die epileptische Krise 

Jeder Patient in der pel-Phase macht eine mehr oder weniger ausgepragte 
epileptische oder epileptoide Krise durch. Diese epileptischen oder epilep- 
toiden Krisen sind ja auch im Prinzip sinnvolle biologische Vorgange. Einen 
solchen Vorgang immer therapieren zu wollen, ist an sich unsinnig, denn er 
hat eben eine sinnvolle Funktion. Es kann sogar effektiv schlecht fur den 
Patienten sein, wenn man in diese natiirlichen Vorgange unbiologischerwei- 
se einzugreifen versucht. Dies gilt fur ca. 95% der Falle. 

Es bleiben die 5%, die normaler- und biologischerweise in dieser epilepti- 
schen oder epileptoiden Krise sterben wiirden. Aber auch um diese Patien- 
tenfalle, die z.B. 1 Jahr oder mehr Revier-Konflikt gehabt haben und biolo- 
gischerweise ihren Konflikt gar nicht mehr losen diirften und auch instinktiv 
meist gar nicht mehr losen wiirden, miissen wir uns als Arzte bemiihen. 
Diese Patienten mochten genauso gerne weiterleben wie wir selbst. 

Die medikamentose Therapie ist hierbei sehr schwierig, weil wir im Prin- 
zip gegen die Natur arbeiten miissen. Zwei Momente sind zu beachten: 



444 



1. der Patient stirbt in den Fallen mit schweren Konflikt-Verlaufen nicht 
in der epileptischen oder epileptoiden Krise, sondern unmittelbar da- 
nach, in dem er in die tiefe Vagotonie abgleitet. Dies wollen wir me- 
dikamentos mit Cortison (Prednisolon oder Dexamethason) verhin- 
dern. 

2. geben wir das Cortison schon wahrend der epileptischen oder epilep- 
toiden Krise, dann bewegen wir uns auf einer Grat Wanderung, wenn 
wir nicht zu fruh aber auch nicht zu spat das Cortison geben, norma- 
lerweise in Form einer Injektion. 

Wenn man auf „Nummer sicher" gehen will und die Verstarkung der Sym- 
ptome bewuBt in Kauf nimmt, spritzt man das Cortison gegen Ende der 
Krise. Als Initial-Dosis spritzt man 

a) nach der epileptoiden Krise 100 mg Prednisolon oder 20 mg Dexa- 
methason i.v. 

b) gegen Ende der epileptoiden Krise nur 20-50 mg Prednisolon i.v., den 
Rest i.m., bzw. 4-8 oder 10 mg Dexamethason i.v., den Rest i.m. 

Immer muB man sich dessen bewuBt sein, daB es ein Versuch ist, der kei- 
neswegs sicheren Erfolg verspricht, eben, weil er im Prinzip gegen die Na- 
tur arbeitet. Ich will auch keineswegs behaupten, daB man dieses Schema 
nicht unter klinischen Bedingungen noch verbessern konnte. Nach meiner 
bisherigen Erfahrung kann man mit dieser Methode noch ca. die Halfte der 
„biologischen Todeskanditaten" das Leben retten. 

Wichtig ist, daB man den Cortison-Spiegel eine Zeit lang aufrecht erhalt, 
das heiBt nach 3-6 Stunden jeweils 20-25 mg Prednisolon oder 4-5 mg Dex- 
amethason nachspritzt oder ein Prednisolon-retard-Praparat peroral gibt, 
wenn man sicher ist, daB es auch resorbiert wird. 

Weiter ist noch wichtig zu wissen, daB es, gerade unter der Cortison- 
Medikation, besonders leicht epileptische „Nachbeben" gibt, die es auch 
physiologischer Weise geben kann. Hier gilt das gleiche wie oben ausge- 
fuhrt. 

Weiter ist wichtig zu wissen, daB der „Nur-Myokard-Infarkt", d.h. die 
epileptische Krise des Myokards ohne Koronar-Beteiligung weit geringere 
Cortison-Dosen benotigt, denn dort besteht, obwohl wir uns das bisher an- 
ders vorgestellt hatten, nicht die Gefahr eines Herz-Stillstandes. Man sollte 
deshalb moglichst schon im Vorfeld EKG, Hirn-CT und Herz-CT gemacht 
haben sowie entsprechende Laborwerte (CPK etc.). 

Bei der epileptoiden Krise der Leber-Gallengange hat sich nach meiner Er- 
fahrung Cortison nicht bewahrt. Dagegen sind bisher viele Patienten unnoti- 
gerweise am hypoglykanischen Schock gestorben. Man sollte also hier sehr 



445 



sorgfaltig auf den Blutzucker-Spiegel achten. Grundsatzlich meine ich, daB 
solche schwierigen Falle in die stationare Behandlung einer Intensivabtei- 
lung der Neuen Medizin gehoren. 

In den bisherigen Herz-Intensivabteilungen sterben sehr viele Patienten, 
weil man die Zusammenhange nicht kennt. AuBerdem ist dort der Rechts- 
herz-Infarkt mit Lungenembolie (ca-Phase: Koronarvenen-Ulcera und Col- 
lum- oder Muttermund-Ca) bei sexuellem Konflikt der rechtshandigen Frau 
oder Revier-Konflikt des linkshandigen Mannes dort als solcher unbekannt. 

Diese Therapie, dessen bin ich mir bewuBt, kann nur richtunggebend sein. 
Sie erhebt nicht den Anspruch, nicht weiter optimiert werden zu konnen. 
Auch iiber das Cortison oder ACTH ist noch nicht das letzte Wort gespro- 
chen. Vielleicht gibt es bessere Sympathicotonica ohne die Nebenwirkungen 
des Cortisons. Eine der Nebenwirkungen scheint zu sein, daB der Organis- 
mus bei iiber 20-25 mg Prednisolon (4-5 mg Dexamethason) die Eigenpro- 
duktion des Cortisols (= naturliche Cortison) einstellt. Deshalb darf ja auch 
nicht, was jeder Mediziner weiB, da Cortison, sofern es langer als 8-10 Ta- 
ge gegeben wurde, einfach abrupt absetzen, was ein Kunstfehler ware, son- 
dern man muB es „ausschleichen", d.h. es langsam absetzen. 

20.4.7.8 Ein Wort zu Schmerzen und morphinhaltigen 
Schmerzmitteln 

Bekam ein Patient bisher vom Histologen die Diagnose „bosartig", dann 
durfte der Arzt ihm bei dem leisesten Anzeichen von Schmerzen Morphium 
oder ein Morphiumderivat geben. Man nahm und nimmt hierbei leichtfertig 
die Nebenwirkungen des Morphiums in Kauf, wie Suchtwirkung, Atem- 
suppression , Darmlahmung u.a. Daher ist die Gabe von Morphium immer 
eine EinbahnstraBe, im Prinzip eine Totung auf Raten. Die Tragik ist, daB 
die Patienten meistens nur dann Schmerzen bekommen, wenn sie schon in 
der Heilungsphase sind und die Schmerzen im Regelfall zeitlich begrenzt 
sind. Dies ist der Fall bei Knochen-Osteolysen in der pel-Phase, die einen 
starken Periost-Dehnungsschmerz machen, der zu den gefurchtetsten 
Schmerzen in der Medizin gehort. Mit der Neuen Medizin konnen wir nun 
genau differenzieren, zu welcher Phase der Erkrankung der Schmerz gehort, 
von welcher Qualitat er ist, wie lange er dauern wird usw. Wenn man z.B. 
einem Patienten sagen kann, dieser Knochenschmerz werde etwa 6-8 Wo- 
chen dauern, danach sei der Knochen ausgeheilt, dann habe ich noch nie 



Suppression = Unterdriickun^ 



446 



einen Patienten erlebt, der nach Morphinen verlangte, selbst wenn man es 
anbot. 

Der Patient macht sich ein mentales Programm. Er bereitet sich innerlich 
auf die Schmerzphase wie auf eine schwere Arbeit vor. Wir helfen ihm, sich 
abzulenken, das funktioniert nur in extremen Ausnahmefallen nicht. (Z.B. 
kann es sein, daB mehrere Knochenstellen entkalkt waren, die jeweiligen 
zugehorigen Selbstwert-Konflikte aber nicht im gleichen Takt gelost wer- 
den, sondern einer nach dem anderen. Da kann es dann zu kritischen Situa- 
tionen kommen). 

Ich denke hier auch an Kabarett, Witzemacher, lustige Filme, Chorsingen, 
Schwimmen, wie auch auBere schmerzlindernde Anwendungen, Akupunk- 
tur, Massagen etc. 

Wichtig ist zu wissen, daB das Morphium sogleich schwerste mentale und 
cerebrale Veranderungen hervorruft, die die Moral des Patienten sofort 
zerstoren, so daB er von da ab iiberhaupt keinen Schmerz mehr ertragen 
kann. Da der Schmerz etwas Subjektives ist, empfinden die Patienten je- 
weils bei nachlassender Wirkung des Morphiums ein Vielfaches an Schmer- 
zintensitat, als wenn sie gar nicht erst Morphium genommen hatten. Be- 
kanntlich miissen die Morphiumdosen deshalb fortlaufend erhoht werden. 
Der Patient stirbt den Morphiumtod, d.h. der Darm steht still, der Patient 
verhungert und verdurstet letztlich. 



20.5 Zusammenfassung 



Die wichtigsten Grundlagen der Therapie in der Neuen Medizin sollen im 
folgenden kurz zusammengefaBt werden. 

1. Grundlage: Niemals etwas raten, was man bei sich selbst nicht machen 

wiirde! Wenn Ihr Arzte und Therapeuten doch nur diesen 
einfachen Grundsatz befolgen wiirdet! Ihr selbst nehmt fur 
Euch oder Eure Familie jahrzehntelang keine einzige Pille, 
den Patienten dagegen verschreibt man es gleich waggon- 
weise. Ihr Arzte selbst nehmt so gut wie nie Chemo oder 
Morphium ... 

2. Grundlage: Die Neue Medizin ist eine strenge logisch-koharente Na- 

turwissenschaft, gleichzeitig aber auch die menschlichste 
und verantwortungsvollste aller Wissenschaften, fur Patient 
und Arzt gleichermaBen gut verstehbar. Sie begriindet sich 



koharent = zusammenhangend 



447 



3. Grundlage: 



4. Grundlage: 



einzig auf 5 Biologische Naturgesetze - im Gegensatz zur 
bisherigen Medizin. Durch das Vertrauen, das der „Chef 
Patient seinem Arzt oder Therapeuten durch die Beichte 
seiner tiefsten Angste, Sorgen und Konflikte entgegen- 
bringt, ergibt sich eine zutiefst menschliche und begliicken- 
de gemeinsame Basis die zwangslaufig von einer selbstver- 
standlichen Redlichkeit getragen wird. Der Arzt oder The- 
rapeut wird sich nach alien Kraften darum bemuhen, sich 
des Vertrauens, das ihm entgegengebracht wurde, wurdig 
zu erweisen. Der Arzt wird dadurch auBerdem angespornt, 
ein wahrer Meister seines Faches zu werden, damit er sei- 
nem „Chef die bestmoglichen Informationen und Rat- 
schlage geben kann. 

95% der Patienten uberleben, wenn sie verstehen lernen, 
daB es sich bei den sog. „Krankheiten" nicht um „bosartige 
Entgleisungen" der Natur handelt, sondern um Sinnvolle 
Biologische Sonderprogramme, deren biologischen Sinn, 
deren Dauer und deren Verlauf man verstehen, abschatzen 
und vorausberechnen kann. Dadurch fallt die Panik weg! 
Uber sinnvolle biologische Dinge kann man ruhig und ohne 
Panik reden! 

Wie US-amerikanische Biostatistiker 306 kurzlich heraus- 
fanden, hat die Schulmedizin nicht nur in der Therapie der 
letzten 25 Jahre versagt, sondern trotz Milliardenaufwand 
sogar einen Anstieg der Krebssterblichkeit produziert. 307 
Vor dem Hintergrund dieser Katastrophe den Patienten 
weiterhin die Neue Medizin als echte Alternative vorzuent- 
halten, ist verbrecherisch. 

Wir Arzte haben unsere Patienten bisher als „Dummchen" 
betrachtet, die von Medizin j a keine Ahnung haben. Das 
wird sich grundlegend andern. Die Patienten sind nicht 
dummer als die Mediziner, sondern haben nur etwas ande- 
res gelernt. Die Logik der Neuen Medizin ist aber fur sie in 
einem Vormittag zu erlernen. Die Details sind im Zeitalter 
der Computer kein Problem mehr. Jenseits aller weltan- 



306 



Biostatistik = Biometrie ... Wissenschaft von der Theorie und Anwendung 
mathematischer Methoden in Biologie und Medizin 



307 



Quelle: Bailar u. Gornik, New England Journal of Medicine, Mai 1997 



448 



schaulichen Thesen bzw. Hypothesen muB der Patient bio- 
logisch denken und verstehen lernen. 

20.6 Das ideale Krankenhaus 

Die Geborgenheit eines jungen Saugetiers ist seine Mutter. Die Geborgen- 
heit eines Kindes ist sein Nestgefuhl, seine vertraute Umgebung. Die Ge- 
borgenheit eines kranken Menschen muB ein begliicktes Sich-wohl-Fiihlen 
sein. Unsere heutigen Krankenhauser sind Folter- und Sterbeanstalten, von 
Wohl fuhlen kann da keine Rede sein. 

Das muB nicht so sein! 

Fur das Geld, was ein Patient heute in einem kummerlichen Kreiskranken- 
haus fur einen Tag stationaren Aufenthalt bezahlt, konnte er in einem Grand 
Hotel wohnen mit zwei eigenen Bediensteten oder auch in einem Luxussa- 
natorium allererster Giiteklasse mit einer eigenen Krankenschwester. 

Meine Patienten brauchen weder das eine noch das andere. Sie brauchen 
ein Zuhause der Warme und Geborgenheit, wo sie sich im wahrsten Sinne 
des Wortes „wie zu Hause" fuhlen konnen. Das ist das Fundament einer 
psychischen Therapie, wenn der Patient stationar beobachtet oder behandelt 
werden muB. Zu der groBen Beruhigung, in die der Patient hineinkommen 
soil, gehort aber auch, daB dort, wo er ist, eine kleine Intensivabteilung ist - 
fur unvorhergesehene oder auch vorhergesehene oder vorhersehbare Kom- 
plikationen organischer und cerebraler Art. Eine solche Intensivabteilung 
sollte auch ausgeriistet sein mit einem eigenen Computer-Tomographen, 
damit nicht auswartige Mediziner mit ihren Panik verbreitenden Prognosen 
in den Gang des Geschehens eingreifen konnen. Das tagliche Blutabnehmen 
fur irgendwelche sinnlosen Kontrollen entfallt weitgehend. Trotzdem sollen 
die Patienten auch an internationalem Standard gemessen, optimale arztliche 
Diagnostik erhalten. Das ist ohne Schwierigkeiten moglich, denn diese ver- 
riickte Teufelsjagd nach den „bosen Metastasen" fallt ja fort. Ein Patient, 
der sich wohlfuhlt, guten Appetit hat, gut schlaft, der ist genauso gesund 
wie der Dackel von nebenan, der auch gut iBt, gut schlaft, frohlich bellt und 
mit dem Schwanz wedelt. 

Das Wichtigste sind die Krankenschwestern, die „Schwestern des Kran- 
ken" und „arztlichen Freunde" des Patienten. Es ist jeweils wohl nicht im- 
mer moglich, eine groBe Familie zu bilden, wie wir sie immer hatten, wenn 
ich wieder einmal fur drei Monate versucht habe, mein Ideal von „Haus 
Freunde von DIRK" zu verwirklichen. Das letzte Mai versuchte man mich 
deshalb wegen VerstoBes gegen die Gewerbeordnung abzustrafen. Die 



449 



„Hauser der Freunde von DIRK" miissen aber alien Schwierigkeiten zum 
trotz eroffnet werden, sie sind einfach notwendig. Oftmals haben nur Pati- 
enten schon gesagt, es sei die schonste Zeit ihres Lebens gewesen, die sie in 
einem solchen Gesundungshaus verbracht hatten. Die Krankenkassen haben 
immer boykottiert. Wer den Tagessatz des „Hotels" bezahlen konnte, be- 
zahlte ihn. Wo einer nicht bezahlen konnte, sammelten wohlhabendere Leute 
fur ihn. Wir waren wie eine groBe Familie, ohne Panik. Jeder half mit, wenn 
ihm danach zu Mute war und ruhte sich aus, wenn er miide war. Zu den 
Mahlzeiten kamen alle nach Moglichkeit zusammen. Wer nur liegen konnte, 
lieB sich im Bert an die lange gemeinsame Fruhsriickstafel fahren. In keinem 
Hotel wurde je so viel und so herzhaft gelacht wie in unserem „Haus Freun- 
de von DIRK". 

Wichtig ist weiter, daB die Patienten ihre Angehorigen mitbringen diirfen, 
wie sie mochten. Wenn ihnen das fur ihr Wohlbefinden wichtig ist, sollte es 
ermoglicht werden. Solche Angehorigen storen iiberhaupt nicht. Sie sind 
meist die positive Auslese von Familienangehorigen. 

Das sogenannte Personal kann man nicht sorgfaltig genug auslesen, ein- 
schlieBlich der Arzte. Man sollte sich vorstellen, ob man von dieser Kran- 
kenschwester, diesem Arzt oder dieser Putzfrau selbst gerne gepflegt wurde, 
wenn es einem sehr schlecht ginge. Wenn aber der „Geist des Hauses" in 
Ordnung ist, macht man oft erstaunliche Feststellungen: Fast jeder Mensch 
hat irgendwo ganz starke Seiten und wartet oftmals nur darauf, sie einmal 
zur Geltung bringen zu diirfen. Solche Menschen entwickeln dann oftmals 
ganz erstaunliche Fahigkeiten, die ihnen niemand zugetraut hatte. Ich erin- 
nere mich an einen Witzemacher vom Dienst, der selbst die triibsinnigsten 
Leute zu Tranen des Lachens bringen konnte. Ein Fruhstiick ohne ihn war 
kein Fruhstiick. Eine Patientin kochte leidenschaftlich gern Suppen. Und 
ihre groBte Freude bestand darin, wenn alien ihre Suppe schmeckte. Sie 
schmeckte auch wirklich ausgezeichnet. SchlieBlich gab es kein Mittagessen 
mehr ohne Genevieves Suppe. Bald arbeiteten alle begeisterten Patienten 
einmal mit an der Suppe, die taglich auf das Kostlichste variiert wurde. 
SchlieBlich wurde der Andrang der begeisterten Patienten-Koche so groB, 
daB wir eine zweite Staffel bilden muBten, die fur den Abend kochen durfte, 
aber natiirlich nur unter Aufsicht von Genevieve. 

Einmal sah ich einen Fabrikanten aus Frankreich, der von Genevieve fur 
wurdig befunden worden war, von seinem eigenen Geld fur ihre und unsere 
Suppe einkaufen zu diirfen, mit einem riesigen Korb voller Zutaten in der 
Kiiche verschwinden. Als ich spater einen Blick in die Kiiche warf, sah ich, 
daB er sogar zur Belohnung fur wurdig befunden worden war, die Suppe 



450 



riihren zu diirfen. Von alien Frauen beneidet ob solcher Ehre, stand er da in 
einer Kuchenschurze und riihrte versonnen in dem riesigen Suppentopf. 

Ein Patient war von Beruf Kraftfahrer. Seine groBte Freude bestand darin, 
wenn er irgendwen irgendwohin fahren durfte. Und jeden Abend waren seine 
Passagiere des Lobes voll. Er strahlte wie ein Weihnachtsbaum, und alle 
waren es zufrieden. 

Es geht nicht nur darum, den Patienten zu beschaftigen, sondern es geht 
auch darum, ihn zu motivieren und seine Krankheit unwesentlich werden zu 
lassen Ach ja, krank war er ja doch eigentlich gewesen, aber das war gar 
nicht mehr so wichtig, da man ja ohnehin wieder gesund wurde. 

Es gibt zwei Arten, auf die der Patient beruhigt ist. Die eine ist die, daB er 
es fur vollig selbstverstandlich halt, daB man im „Haus Freunde von Dirk" 
gesund wird, derm die anderen werden ja auch alle gesund. Diese Patienten 
glauben! Das ist auch gut so. Den intelligenteren unter den Patienten reicht 
das nicht aus, sie wollen das System verstehen! Und das ist auch gut so. 
Denn es ist ja zu verstehen. Es empfiehlt sich deshalb - so habe ich es ge- 
halten - fur diese Patienten regelrechte „Fortbildungskurse" abzuhalten. 
Diese Patienten waren in kurzester Zeit ausgefuchste Spezialisten, auch was 
Rontgenbilder und Hirn-CT-Bilder angeht. Ich hatte immer meine stille 
Freude daran. Kam ein neuer Patient an, so konnten sie es kaum erwarten, 
bis ich ihn untersucht und die Marschrichtung festgelegt hatte, sowie das 
CT und die Rontgenbilder angefertigt waren. Dann war aber kein Halten 
mehr. Der Patient wurde von einer Woge des Interesses iiberspiilt. Er muBte 
seinen Konflikt wohl 20mal erzahlen und tat es sichtlich gern und mit immer 
groBer werdender Erleichterung Sein Konflikt, iiber den er ein Jahr nicht 
hatte sprechen konnen, nicht einmal mit seiner Ehefrau, die er liebte, den 
erzahlte er jetzt jedem flott heraus ohne anzustoBen, als wenn das das 
Selbstverstandlichste auf der Welt ware. Und wenn es gar um ein echtes 
handfestes Problem technischer, finanzieller oder sonstiger Art ging, dann 
setzte sich gleich eine ganze Kompanie von Spezialisten und „Fachleuten" 
unter den Patienten zusammen und im Handumdrehen war das gelost. Ein 
Patient, der seinen Konflikt mit einem Finanzproblem bekommen hatte und 
ein halbes Jahr dariiber gegriibelt hatte, konnte gar nicht umhin, sich dem 
Patienten-Kameraden anzuvertrauen, der von Beruf Bankdirektor einer gro- 
Ben Bank war. Der telefonierte nur zehn Minuten mit dem „verehrten Herrn 
Kollegen vom Dorf. Die Sache war in zehn Minuten „geritzt". Dem einen 
war geholfen, sein Konflikt gelost, der andere war fur drei Tage „der groBe 
King". Beide waren gliicklich. Menschen, die einmal so nahe vor der Him- 
melstur gestanden haben, empfinden ihr neues Leben als ein Geschenk des 
Himmels. Sie verhalten sich wieder menschlich, manche werden weise. 



451 



20.7 Ein Fallbeispiel (Celler-Dokumentation) 

Wie man in der Neuen Medizin systematisch vorgeht 



Hofrat Prof. Dir. i.R. H .., A. 



70 Jahre. Rechlshander 







Der Patient vor der Konfliktlosung 




Der Patient nach der Konfliktlosung 
(1993) 



452 



Synoptisches Konflikt- und Krankheitsverlaufs-Diagramm 





1945.... '50.... '55.... -60.... '65..,, 70 75.... '80.... '90.... '95 ... 






GroGhirnniurkkLger 
(Mesoderm) 










Wasscr-Konflikt der re. Und li, Niere mit Nckrosen 
bzw. Zyste 

DHS CL 










Kleinhirn 

t Mesoderm i 




St am m him 
l Hnioderm ) 










Fliichtlings-Konflikt mit Sammelrohr-Ca li. Niere 












1945.-. '50.... '55..,. '60.... '65.... 70,.,. 75,... "SO.... 90..., '95.... 



1, 


schulmedizinisch vorbehandelt: 


Nein 


2. 


schulmedizinisch vorbehandelt und aufgegeben: 


- 


3. 


nur Neue Medizin mit Vorwissen vor Krankheitsaus- 
bruch: 


Ja 


4. 


nur Neue Medizin ohne Vorwissen bei Krankheitsaus- 
bruch: 


- 


5. 


Neue Medizin sekundar wahrend der Krankheit: 


- 


6. 


urspriingliche biologische Konflikte mit Organmanife- 
station: 

1. Existenzverlust- bzw. Fliichtlings-Konflikt mit 
Sammelrohr-Karzinom der linken Niere (in der pel- 
Phase Nieren-Tbc) 

2. Wasser- bzw. Flussigkeits-Konflikt mit Nierenpa- 
renchym-Nekrose der rechten u. linken Niere, Hy- 


2 



453 





pertonie 308 (in der pel-Phase Nierenzysten und 
Normalisierung des Bluthochdrucks) 




7. 


Anzahl der iatrogenen Anschluflkonflikte mit Organ- 
manifestation: 


Keine 


8. 


Gesamtanzahl der biologischen Konflikte mit Organ- 
manifestation: 


2 


9. 


Derzeitiges Befinden 


Vollstandiges 
Wohlbefinden 



Schulmedizinische Diagnose: 

Hypernephrom linke Mere 

Nierenzyste linke Niere 

Nierenparenchym-Hohlraume (Zysten) der rechten Niere 

Hypertonic 

Befunde und Originalunterlagen: 

Urogramm v. 2. 1 1 .92 

Nieren-CTv. 10.11.92. 

CCTv. 23.11.92 

CCTv. 18.2.93 

Nieren-CTv. 19.2.93 

Nieren-CT v. 25.5.93 

CCTv. 26.5.93 

CCTv. 15.3.94 

Nieren-CTv. 15.3.94 

Sieben Seiten Arztberichte bzw. Originaldokumente 

Vorbemerkung zur Person: 

Der Patient, Herr Hofrat Prof. H., gehort zur Kriegsgeneration. Er wurde 
mit 1 8 Vi Jahren im 2. Weltkrieg eingezogen und an der Ostfront in RuB- 
land eingesetzt. Zwei Tage nach Kriegsende geriet er in russische Kriegsge- 
fangenschaft, wurde nach Sibirien deportiert und war dort in verschiedenen 
Lagern. 

1992 hatte Herr Hofrat H. den schrecklichen Krebstod seiner ersten Frau 
gerade miterlebt und hatte sich danach fur die Neue Medizin interessiert, 
noch bevor bei ihm irgend etwas festgestellt worden war. 

Als er dann mit seiner Krebsdiagnose konfrontiert wurde und man ihm die 
wohlbekannte schulmedizinische Therapie anbot, stand fur ihn sofort fest: 
„Mitmirnicht!" 

~> no 

Hypertonic = Bluthochdruck 



454 



Medizinische Vorbemerkung: 

Der Patient gehort zu den ungewohnlichen Fallen, die nahezu 50 Jahre zwei 
hangende Konflikte mit sich herumtragen. 

Man kann davon ausgehen, daB der Patient seit der Kriegsgefangenschaft 
mit Tuberkulose-Keimen in Kontakt gekommen war. 

Biologische Konflikte: 

1. DHS: 

Am 10. Mai 1945 zwei Tage nach Kriegsende geriet der Patient an der Ost- 
front in russische Kriegsgefangenschaft. Ihm und seinen Kameraden wurde 
alles abgenommen, er verlor den Kontakt zu seiner Truppe und wurde nach 
Sibirien transportiert. Der Patient erlitt dabei einen Fluchtlings- bzw. Exi- 
stenzverlust-Konflikt, auf organischer Ebene ein Sammelrohr-Karzinom der 
linken Niere. Er hatte buchstablich nur noch, was er auf dem Leibe trug, 
und es gab nur Horrorgeruchte dariiber, was einen erwarten wurde. 

2. DHS: 

Die schlimmsten Befurchtungen des Patient wurden noch ubertroffen. Er 
wurde mehrmals in verschiedene Lager verlegt, wo die Gefangenen wie die 
Fliegen starben. 

In einem dieser Lager muBten sie in einer Automobilfabrik schuften. Der 
Patient muBte als Dreher arbeiten. Nachts schliefen sie in einer alten Kartof- 
felmiete auf den Kartoffelregalen. Die AuBentemperatur war 30-40 Grad 
minus. Die Gefangenen hatten keine Decken zum Zudecken, das Feuer zum 
Warmen muBte nachts geloscht werden. Man lag in seinen Kleidern ohne 
Decken auf den Holzregalen und fror erbarmlich. Daher muBten die Manner 
drei bis vier mal in der Nacht austreten. Die Latrine war etwa 500 Meter 
entfernt an einem Hang und man muBte durch die klirrende Kalte gehen. 
Unterwegs hatten die Russen vermummte Wachtposten aufgestellt, die mit 
Kniippeln bewaffnet waren und darauf achten sollten, daB keiner auf dem 
Weg zur Latrine pinkelte. Konnte einer sein Wasser nicht halten, bekam er 
den Kmippel auf den Kopf Oft lagen morgens ein oder zwei Tote steif ge- 
froren auf dem Weg. 

Bei einem dieser Gange erlitt der Patient einen Wasser-Konflikt, einen der 
typischsten Flussigkeits-Konflikte, die der Mensch haben kann: Einen Kon- 
flikt um seinen Urin. Der Patient konnte den Konflikt heruntertransformie- 
ren dadurch, daB er sich eine Blechdose verschaffte in die er nachts seinen 
Urin entleerte und diesen dann morgens beseitigte. 

Der Patient erlitt einen Flussigkeits-Konflikt, der auf beiden Nieren ein- 
schlug und Nierenparenchym-Nekrosen verursachte. Der Blutdruck muB 



455 



damals angestiegen sein, wurde aber natiirlich in der Gefangenschaft nie 
gemessen. Aus der Gefangenschaft entlassen wurde der Patient aufgrund 
einer Amnestie fur alle Osterreicher am 12.12.47. 

Auch nach dem Kriege, als er wieder daheim in Osterreich war, traumte er 
diese grauenhaften Erlebnisse, die er als Neunzehnjahriger hatte, regelmaBig 
ca. 2 mal in der Woche und das 47 Jahre lang. 

Krankheitsverlauf: 

Die beiden hangend aktiven Konflikte mit Sammelrohr-Karzinom der linken 
Niere und Nierenparenchym-Nekrosen bds. wurden 47 Jahr lang medizi- 
nisch nicht bemerkt, d.h. der Patient hatte stets einen erhohten Blutdruck, 
der zwischen 170 und 260 pendelte und mit Antihypertonika „behandelt" 
wurde. Einen Zusammenhang mit der Niere ahnte man nicht. 

Der Patient hielt beide Konflikte durch seine Traume aktiv. Er konnte, bis 
er nach Burgau kam, mit niemandem liber diese Erlebnisse sprechen. 

Durch den Krebstod seiner ersten Frau hatte sich der Patient fur das The- 
ma alternative Medizin interessiert und besuchte spater zwei Vortrage in 
Graz liber Neue Medizin, ohne irgend etwas von einer eigenen Erkrankung 
zu ahnen. Von da ab hatte er die Sache verstanden und sagte sich, „wenn 
man bei mir mal etwas findet, weiB ich, was ich zu tun habe." 

Am 2. November 1992 entdeckte man bei ihm aufgrund einer Ultraschal- 
luntersuchung bzw. eines nachfolgenden Urogramms mit Kontrastmittel in 
der linken Niere ein Sammelrohr-Karzinom. 

Der Professor sagte ihm, er habe einen wahrscheinlich bosartigen Tumor 
der Niere, es miisse dringend operiert werde, es bestiinde Metastasengefahr. 
Der Hofrat lachelte, nickte. Der Professor war irritiert und meinte, der Pati- 
ent habe die Bedeutung der Diagnose nicht richtig verstanden. Daher hielt er 
dem Patient die Gefahr noch einmal sehr eindringlich vor Augen und sagte, 
es diirfe keine Zeit verloren werden. Der Patient lachelte wieder, bedankte 
sich und sagte, er wolle sich noch anderen Rat einholen. Der Professor sagte 
ihm daraufhin, er konne zu jeder Universitatsklinik gehen, jeder Professor 
wurde ihm das gleiche sagen, er diirfe nur auf keinen Fall zu einem Schar- 
latan gehen. 

Der Patient wuBte genau, wen der Professor damit meinte ... 

Der Patient telefonierte nun nach Koln und nach Burgau und wir rieten 
ihm, ein CT der Niere und des Gehirns anfertigen zu lassen. Wir sagten dem 
Patienten auch, es miisse sich wohl um einen Wasser- oder Flussigkeits- 



Anti = Wortteil mit der Bedeutung gegen, entgegen 



456 



Konflikt handeln und er solle einmal dariiber nachdenken. Die genaue Dia- 
gnose konne man jedoch erst mit einem Tomogramm der Niere bestimmen 

Am 5.12.92 kam der Patient mit beiden Tomogrammen nach Burgau. In 
der Zwischenzeit war schon etwas passiert, derm der Patient hatte nur einen 
schlimmen Wasser (= Urin-Konflikt) in seinem Leben gehabt und hatte 
dariiber bereits intensiv nachgedacht, da dieser „Urin-Konflikt" ja einer der 
Konflikte war, von denen er jede zweite bis dritte Nacht traumte. 

Als wir in Burgau seine Tomogramme sahen, wurden wir etwas stutzig, 
bis wir durch Befragen des Patienten die eben genannten Vorgange aufkla- 
ren konnten, denn wir sahen in der linken Niere sowohl ein Sammelrohr- 
Karzinom, als auch ein frische Nierenzyste ventral. AuBerdem sahen wir 
eine Nierenparenchym-Nekrose in der rechten Niere. Der Rest war Routine: 
Wir fanden in Ubereinstimmung mit den CCT-Aufnahmen, daB das Sam- 
melrohr-Karzinom noch in Aktivitat war. Der Wasser-Konflikt, der offen- 
bar wegen der Schwere des Konfliktes auf beiden Nieren-Relais gleichzeitig 
eingeschlagen war, war im linken Nieren-Relais gerade in Losung gegangen, 
daher die frische Nierenzyste der linken Niere ventral, wahrend das Relais 
fur die rechte Niere noch Konfliktaktivitat zeigte und entsprechend die bei- 
den Nekrosen in der rechten Niere noch keine Zystenbildung aufwiesen. 

Es ist uns in der Neuen Medizin gelaufig, daB es hangend-aktive Konflikte 
gibt, die, wie auch bei unserem Patient hier, 47 Jahre dauern konnen ohne 
riesige Tumoren zu machen, wenn die Konfliktintensitat sehr stark herun- 
tertransformiert ist und die Konfliktaktivitat „nur" noch in den Traumen 
besteht. 

Das Faszinierende in der Neuen Medizin ist ja, daB wir nicht nur die Art 
des Konfliktes bzw. den Konfliktinhalt aus dem CCT sofort festlegen kon- 
nen, sondern auch gleichsam kriminalistisch herausfinden bzw. sehr wahr- 
scheinlich machen konnen, ob die Konflikte in der ca- oder der pel-Phase 
sind. Wenn, wie in diesem Falle, uberhaupt nur zwei derartige Konflikte in 
Frage kommen, dann kann man sicher sein, daB es diese Konflikte sind. Auf 
diese Weise konnten wir bei diesem Patient auch einen sehr alten Konflikt, 
der sozusagen nur noch in den Traumen prasent war, sofort dingfest ma- 
chen. 

Der weitere Verlauf bestatigte unsere Anamnese: 

Der Patient fragte uns, was jetzt passieren wiirde. Die in Burgau anwe- 
senden Arzte, u.a. ein Amtsarzt, sagten ihm, es wiirde nun, wenn er iiber die 
Konflikte immer besser reden konnte (z.B. mit seiner Frau) folgendes ge- 
schehen: 



457 



1. Hinsichtlich des Fluchtlings-Konfliktes mit Sammelrohr-Karzinom wiir- 
de er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit starken Nacht- 
schweiB bekommen, was fur eine Nierentuberkulose charakteristisch sei, 
denn alle alten Frontsoldaten hatten noch Tuberkel-Bakterien eingela- 
gert. Dies sei jedoch keineswegs etwas Erschreckendes, sondern etwas 
sehr Positives, denn das Nierensammelrohr-Karzinom werde sich da- 
durch vielleicht nicht ganz vollstandig, aber doch zu einem groBen Teil, 
verkasend abbauen. Wichtig sei, daB man nichts zu operieren brauche 
und die Funktion der Niere erhalten, ja sogar verbessert werde. Gegen 
diese Annahme spricht auch nicht der Laborbefund v. 14.4.93 iiber eine 
negative Lowenstein-Kultur und einen negativen Ziehl-Neelsen-Test aus 
dem Harn. Zu diesem Zeitpunkt war, wie wir wissen, die wesentliche 
Schwitzperiode des Patienten schon vorbei. Leider hatten wir keine 
Moglichkeit, dafur zu sorgen, daB solche Befunde fruher erhoben wor- 
den waren. 

2. Was den Wasser- (= Urin) Konflikt anbelangte, so war die Zystenbil- 
dung bei der linken Niere ja schon im Gange, bei der rechten Niere wiir- 
de sie aller Wahrscheinlichkeit nach in Kiirze einsetzen. Er wiirde ein 
biBchen Fieber bekommen (sog. Glomerulo-Nephritis) und der Blutdruck 
(260 / 120) wiirde sich weitgehend normalisieren auf altersgemaBe 
Werte - und dies alles ohne Medikamente. 

Genauso kam es. 

Der Verlauf wurde, wie man sich auch auf einer Videoaufzeichnung ver- 
gewissern kann, in alien Phasen von Radiologen, u.a. auch vom Chef der 
Radiologic der Universitat Graz dokumentiert. Nach dem Nieren-CT 
vom 15.3.94 gratulierte der Primar der Radiologischen Abteilung des 
Elisabethinnen-Spitales, (der auch das Nieren-CT vom 10.11.92 ge- 
macht hatte), dem Patient dazu, daB er sich - entgegen dem 
dringenden Rat des Urologieprofessors - nicht ha- 
be operieren lassen. 

Bemerkung zur Therapie: 

Der Patient lernte im folgenden immer besser und lockerer iiber seine 
schrecklichen Erlebnisse der Kriegszeit zu sprechen, sein Blutdruck ging 
auf altersentsprechende Werte von 170/90 zuriick. Der Patient schwitzte 3- 
4 Monate nachts sehr stark, so daB er zeitweise mehrmals 8 Schlafanziige 
und Bettwasche in einer Nacht wechseln muBte. Die Probe aufs Exempel ist 
fur den Patient die: Wenn er jetzt noch einmal z.B. bei einer Gesellschaft 
iiber seine alten Konflikte berichtet, was ihm jetzt nicht mehr schwerfallt, 
dann hat er unweigerlich in der darauffolgenden Nacht wieder Nacht- 



458 



schweiB, wenn auch nicht ganz so schlimm wie wahrend seiner Heilungs- 
phase von 3-4 Monaten. 

Da der Patient aber diese Symptome schon vorher von uns wuBte, war er 
nicht nur nicht erschreckt dariiber, sondern empfand dieses Schwitzen als 
Bestatigung unserer Voraussagen. Der Patient berichtete, daB die Dozenten 
der Radiologic Graz sich dariiber wunderten, wieso der Dr. Hamer hatte 
wissen konnen, daB der Tumor sich abbauen werde. SchlieBlich wurde der 
Patient noch einmal zu einer Generaluntersuchung vom neuen Chef der 
Radiologic Graz einbestellt, der alles nicht hatte glauben wollen, der aber 
nunmehr bestatigen muBte, daB der Tumor deutlich kleiner geworden sei. 

Es erheben sich fur die Heilungsphase bzw. deren mogliche Komplikationen 
therapeutische Fragen: 

Sind in diesem Fall Komplikationen zu erwarten die ggf medikamentos zu 
behandeln sind? 

Fur die tuberkulose Heilungsphase des Nierensammelrohr-Karzinoms sind 
nicht einmal auf dem Hohepunkt der Heilungsphase Komplikationen zu 
erwarten, deren Starke man jedoch vorausbemessen kann anhand der nicht 
ungewohnlichen GroBe des Nierensammelrohr-Karzinoms. Obwohl der 
Patient den Konflikt sehr lange hatte, hat er nicht sehr viel Konfliktmasse 
angehauft, da die Konfliktintensitat ja heruntertransformiert war. Das MaB 
fur die Konfliktmasse ist bei dieser Art Tumoren die Tumormasse, wenn 
man sicher sein kann, daB nicht zwischendurch Heilungsphasen mit tuber- 
kulosen Verkasungen, also Tumorabbauphasen, vorgekommen sind. Das 
war hier auszuschlieBen beide Konflikte waren 47 Jahre durchgehend han- 
gend-aktiv gewesen. Entsprechend verlief die epileptoide Krise des Nieren- 
sammelrohr-Karzinoms. Der Patient muB sich 2-3 Tage etwas kalt und 
zentralisiert gefuhlt haben, es fiel ihm jedoch innerhalb der Heilungsphase 
nicht als besonders ungewohnlich auf. Das Symptom den starken Schwit- 
zens ist fur die Patienten, die es vorher wissen und die sich psychisch darauf 
einrichten konnen, zumeist nur wenig belastend, wahrend es bei unvorbe- 
reiteten Patienten haufig bei Hausarzt und Patient zu Panik fuhrt. 

Unser Patient hatte guten Appetit und nahm an Gewicht zu und wuBte, 
daB alle diese Symptome typisch fur die Heilungsphase waren. Er hatte 
Albuminuric 310 , d.h. er verlor viel EiweiB aus der linken Niere, hatte also 
eine Nephrose mit Oedembildung besonders in der auBeren Haut, den zog. 
Nierensegmenten entsprechend (BVM 12 - LWK 2). 



310 Albuminuric = Ausscheidung von Albumin im Urin 
311 Nephrose = degenerative Nierenerkrankung 



459 



Auch iiber den EiweiBverlust durch den Urin hatten wir den Patient vorher 
aufgeklart und hatten ihm geraten viel EiweiB zu sich zu nehmen. Jede Art 
von eiweiBloser Diat ist hier strengstens untersagt (z.B. Saftkuren oder 
dergl.) Gegen die Nieren-Tbc braucht man keinerlei Medikamente einzuset- 
zen, etwa zur „Abwehr". Denn die bisherige Vorstellung, daB man die Nie- 
ren-Tbc bekampfen miisse, war ja unzutreffend. Wir sehen vielmehr mit 
Freude, wie die Nieren-Tbc den nunmehr uberflussigen Tumor verkasend 
abbaut. 

Beim Patient horte die Albuminuric mit Ende der Heilungsphase ebenso 
spontan wieder auf, wie zu erwarten gewesen war. 

Diesen sinnvollen Heilungsvorgang zu bekampfen ware vollig unbiolo- 
gisch und unarztlich gedacht. 

Die Heilungsphase der Nierenparenchym-Nekrose bzw. der sich bildenden 
Nierenzysten, also die Heilungsphase des Fliissigkeits- (= Urin) Konfliktes 
haben wir fruher Glomerulo-Nephritis genannt. Auch sie haben wir fruher 
bekampft. Seit der Neuen Medizin wissen wir, daB am Ende dieser Hei- 
lungsphase eine Nierenzyste gebildet worden ist, die im weiteren Verlauf 
Urin produziert und sich in die Funktion der Niere integriert. Dadurch, daB 
das durch die Nekrosen verminderte Nierenparenchym nun wieder aufgefullt 
wird, sogar mehr als vorher, eriibrigt sich fur den Organismus die Notwen- 
digkeit der Hypertonic. Die epileptoide Krise, die wir fruher als die Lyse 
einer Glomerulo-Nephritis kannten, ist als Komplikation des marklagerre- 
lais-gesteuerten Prozesses niemals todlich. Auch diese hat der Patient nicht 
besonders bemerkt. Es eriibrigt sich eigentlich noch der Kommentar, daB 
man auch diesen sinnvollen biologischen HeilungsprozeB nicht medikamen- 
tos behindern sollte, wie bisher schulmedizinisch iiblich. 

Die GroBe der Nierenparenchym-Nekrosen kann auch bei diesem Konflikt 
als MaBstab fur die Masse des angehauften Konfliktes gelten. Obwohl auch 
der Flussigkeits-Konflikt 47 Jahre gedauert hatte, hatte er trotzdem keine 
groBe Konfliktmasse angehauft, was wir auch auf cerebraler Ebene sehen 
konnen. Der Patient ware andernfalls ein Fall fur die Dialyse geworden. 

Kommt ein solcher Pradialysefall 312 in die Heilungsphase, dann ergibt sich 
oft eine riesige Nierenzyste, die man nur in extremen Fallen operieren muB, 
weil sie ja funktionsfahiges Nierenparenchym schafft. In diesem Fall konn- 
ten wir den Patient aber schon im Vorhinein beruhigen, daB seine zu erwar- 
tenden Nierenzysten relativ klein bleiben wiirden. In der rechten Niere 
beulten sie die Kapseln nicht einmal optisch aus, was wir normalerweise als 
Kriterium fur die kapselnahen Nierenzysten kennen. 



-3 1 9 

Pra- = Wortteil mit der Bedeutung davor liegend, vorzeitig 



460 



KRANKENHAU5 DEH ELISABETHINEN 

ABTEILUNG FOR nONTGEHDlAGH05-TtK UND 




VirititMriir? 

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tnhalt c*rr lM*t- n. ttp.fcli;cupgi . C:a PwrBhfflffg I a . d*< 
x*PtrB*bvirp«ttii* u"d itaii t?r>9Br. |tid tpfitraifi vB^an bimp 
pt-L«iran r*n>iJf r>ao»la*M? chain frairf. air in* rarjit i»ch«j 
ptHrohiTELrvav *1« urtura ahnair HrSlyt«.T« l«E PKTit iu«4\i- 
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radtlfTittitUrr sat tintfn dvrej^vafvort aa»#tii 

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462 



Urogramm v. 

2.11.92 

Die obere Abb. 
mit Kontrastmittel- 
Darstellung beider 
Nieren. 




Die untere Abb. zeigt eine ver- 
groBerte Darstellung der linken 
Mere: 

Man sieht einen raumfordern- 
den ProzeB, der ins mittele linke 
Nierenbecken hineinragt u. die 
obere u. untere Nierenkelchgrup- 
pe auseinanderdruckt. Die mittle- 
re Kelchgruppe ist nicht mehr zu 
erkennen. Die obere u. untere 
Kelchgruppe scheidet mehr oder 
weniger normal aus. Der biologi- 
sche Sinn eines solchen Sammel- 
rohr-Karzinoms ist sehr archai- 
scher Art u. nur aus der Entwick- 
lungsgeschichte zu verstehen: 

Als unsere entwicklungsge- 
schichtlichen Vorfahren noch im\ 
Wasser lebten, kam es oft vor, 
daB ein Individuum aufs Trocke- 
ne geriet, d.h. sich dort in seiner 
Existenz bedroht filhlte. Es kam 
alles darauf an, daB der 

Organismus das Wasser festhielt. Folglich wurden die 
Sammelrohre blockiert, um eine ubermdBige Wasser ausscheidung fiir diesen 
Notfall zu verhindern. 

In unserem Fall ist gleichwohl die Funktion der Niere erhalten, was man aus 
der ungestorten Ausscheidung der Niere ersehen kann. 




463 




\Abdomen-CT 
(Mere) v. 10.11.92: 

\Auf der oberen 
Aufnahme sieht man 

j im Bereich der 
linken Niere ein 
dunkelgefdrbtes 
Gebilde, das aus 

\der ventralen Pa- 
renchymlippe der 

Niere ausgesproEt 
ist und, wie der 
\Radiologe schreibt, 
ventralen 
„wasseraquivalente Dichtewerte aufweist", (siehe oberer Pfeil links). Hier han- 
delt es sich ganz offensichtlich um eine ganz frische Nierenzyste, die zwischen 
dem 2.11.92 (Telefonat des Patienten nach Koln und der Aufnahme vom 10.11.92 
entstanden sein muB. Der untere linke Pfeil weist auf einen kompakten Tumor, 
der hohere Dichtewerte hat u. dem Nierensammelrohr-Karzinom entspricht. Der 
Pfeil rechts weist auf eine Nierenparenchym-Nekrose in der rechten Niere hin, 
die man fruher fdlschlicherweise auch Zyste nannte. 

■Der linke Pfeil weist 

tin der linken Niere 

\im Bereich der 

ventralen Paren- 

khymlippe auf die 

tnoch vorhandene 

iNierenparenchym- 

fNekrose, aus der die 

lierenzyste ausge- 

sproBt ist. Solche 

%,Bilder sieht man bei 

fganz frischen Zy- 

Isten. Welter nach 

'dorsal finden sich 

noch zwei kleine Nierenparenchym-Nekrosen. In der rechten Niere (siehe Pfeil 
rechts) ist die Nierenparenchym-Nekrose in ihrer groBten Ausdehnung getroffen. 




464 




CCTv. 23.11.92: 

Auf der oberen 
Aufnahme sieht man 
den HH im Sammel- 
rohr-Relais des 

ventralen linken 

Stammhirns schon 

mit einem focalen 
Oedem, d.h. dali der 
Patient gerade eben 
angefangen hat, 

seinen Konflikt zu 
losen. Es fehlt noch 
das perifocale Oe- 
dem, wenn der 

Konflikt vollstdndig in Losung gegangen ist (linker Pfeil). Das 
groBe vernarbte, momentan offenbar nicht aktive Sammelrohr-Ca-Relais (reenter 
Pfeil). 

Abb. v. gleichen Tag: 

Sehr schon sind die beiden Re- 
lais fur das Nierenparenchym 
(ungekreuzt links fiir die linke 
Niere, rechts fur die rechte Niere) \ 
zu begleichen. Man sieht deutlich, \ 
daE das linke Nieren-Relais be- 
reits maBig aufgequollen ist, 
wahrend das rechte Relais noch 
den HH in aktiver SchieBschei- 
ben-Konfiguration zeigt. Das 
entspricht der Situation, wie wir 
sie schon am 10.11.92 auf dem 
Abdomen-CT gesehen haben. Die 
linke Niere zeigte dort schon eine 
Zyste im Ventralanteil der Nie- 
renparenchymlippe, wahrend die I 
rechte Niere noch die aktive Form 
der Nierenparenchym-Nekrose 
zeigte. Aber die linke Niere zeigte \ 
nur z.T. Losung, denn wir sahen\ 
ja auch 2 kleine Parenchym- 

Nekrosen, die offensichtlich noch nicht in der pel-Phase waren. Offenbar war 
vom 10.11. - 23.11.92 die Teillosung des Wasser-Konfliktes noch nicht weiterge- 
gangen. Es ist faszinierend, mit welchem Grad von Prazision man aus dem Ver- 




465 




gleich von abdominalem CT und Hirn-CT psychokhminalistische und organkri- 
minalistische Aussagen machen kann. 

I Abb. v. 23.11.92 

Der Vollstdndigkeit halber soil 

\hier auch gezeigt werden, daft 

man bei solcher Gelegenheit eines 

\Hirn-CTs auch noch evtl. andere 

IKonflikte bzw. deren Relais 

miterfaBt. Hier z.B. das Bronchi- 

al-Relais in pel-Phase, also mit 

Oedem, einem gelosten Revier- 

angst-Konflikt entsprechend, den 

der Patient um seine verstorbene 

Frau gehabt hatte. Man sieht 

I noch deutlich die Deformation des 

J rechten Vorderhorns als Zeichen 

Mder Raumforderung des oede- 

I tnatos aufgequollenen HHs in pcl- 

\ I Phase. Auf organischer Seite 

^V lentspn'cht ein solcher Befund 

1 einem langandauernden Hasten 
und einer sog. Lungenentziindung 
\der wiederum ein Bronchial-Ca in 
der konflikt-aktiven Phase vorausgegangen war. Glucklicherweise wurde die 
Lungenentziindung als starke Grippe und der Rest als chronische Bronchitis 
diagnostiziert. Auch die voriibergehende Bronchial-Atelektase wurde gluckli- 
cherweise nicht diagnostiziert. Man sieht aus diesem Befund, wie gefdhrlich die 
Neue Medizin in der Hand von unerfahrenen Arzten sein kann, die bei solchen 
langst uberstandenen Erkrankungen versucht sein konnten, nach Restsymptomen, 
Z.B. kleinen Atelektasen in der Lunge, zu forschen und dabei ihr diagnostisches 
„Heureka-Erlebnis" haben, was den Patient aber in Panik versetzen konnte. 
Dagegen wissen die in der Neuen Medizin erfahrenen Arzte solchen Befunden 
ihren richtigen harmlosen Stellenwert zu geben. 



466 




,313 



Abdomen-CT v. 

19.2.93: 

Deutlich ist hier 
die Nierenparen- 

chym-Nekrose der 
rechten Niere bei 
der „Geburt" der 
Zyste zu sehen: Aus- 
buckelung der Nie- 
renkapsel, was- 

serdquivalente 
Dichtewerte - d.h. 
also frische Zyste. 
Es kommt jetzt dar- 

auf an, ob die Nierenkapsel nachgibt und eine exophytische J1J Zyste zulaBt oder 
die Zyste endophytisch 314 wachst. Dieses Bild gehort im Zusammenhang mit den 
Bildern vom 10.11.92 zu den eindrucksvollsten Beweisen der Entstehung einer 
sog. Nierenzyste aus einer Nierenparenchym-Nekrose, wobei die Zyste, wenn sei 
klein bleibt endophytisch „wachsen" kann, wenn sie groli wird exophytisch 
„ wachst". 

Der obere Pfeil zeigt\ 
noch einmal sehr\ 
deutlich auf 
„Geburtsstelle" 
exophytischen 
ken Nierenzyste 
der ventralen 
renchymlippe. 
untere Pfeil zeigt\ 
auf eine kleine of- 
fenbar exophy- 

tisch wachsende, 
sehr kapselnahel 
neue Nierenzyste, 
die wir als Nierenparenchym-Nekrose auf den vorangegangenen Bildern im 
Schnitt nicht sehen konnten. 



die 
der 
lin- 
an 
Pa- 
Deri 




313 

314 



exophytisch = nach auBen herauswachsend 
endophytisch = nach innen wachsend 



467 



\Abdomen-CT v. 
1 19.2.93: 

Das obere Bild 
\zeigt an der linken 
\Niere: Deutlich ist 
\auf der tieferen 
Schicht (Pfeil) noch 
\die sich nunmehr 
I bereits mit neuer 
, Masse" wieder- 

I auffullende Paren- 
chym-Nekrose zu 
\sehen, aus der die 
ventrale Nierenzyste 
ausgesproBt ist. Die 
Nierenkapsel wird hier etwas ausgebuckelt. Rechter Pfeil: 
auch hier leichte Ausbuckelung der Nierenkapsel durch die Nierenzystenbildung 
(Pfeil). 

Gleiche Schnittserie, etwas 
hoherer Schnitt: 

Nierenzyste in fort- 
schreitender Induration. 
An der „Geburtsstelle" der 
Zyste deutlich erhbhte 
Kontrastmittel- (= Urin) 
Ausscheidung. 





\CCTv. 18.2.93 

Der HH des linken ven- 

hralen Sammelrohr-Relais 

zeigt bereits deutliche 

IRuckbildung, entsprechend 
lauft die Organheilung in 
Form der Tbc. Warum in 
diesem Falle die Tbc nur 
drei Monate gedauert hat 
und warum nicht der ge- 
samte Tumor, sondern nur 
ein Teil desselben verkast worden ist, wissen wir nicht genau. Es konnte mit der 
langen Konfliktdauer zu tun haben, aber auch mit den kleinen Rezidiven, die der 



468 




Patient immer mal wieder bekommt, wen er sich den Konflikt wieder in Erinne- 
rung ruft und dessentwegen er dann immer mal wieder nur eine Nacht schwitzt 

CCTv. 18.2.93: 

In dem Vergleich der beiden Nieren-Relais 
erkennt man jetzt gegenuber dem 10.11.92 
eine VergroBerung des rechten Nieren- 
Relais (fur die rechte Mere, nicht gekreuzt) 
gegenuber dem linken Relais. D.h. de linke 
Mere hat schon den Hohepunkt ihrer Hei- 
lungsphase uberschritten, das rechte Nie- 
ren-Relais fur die rechte Mere bildet jetzt 
erst richtig Oedem. Die Heilungsphase bei 
der Mere verlduft in diesem Falle filr beide 
Nieren nicht synchron. Der ganze Vorgang 
der Oedembildung halt sich allerdings in 
Grenzen, obwohl der Wasser -Konflikt 47 
Jahre lang hdngend-aktiv war (aber eben 
heruntertransformiert) und zwar ganz ein- 
deutig fiir beide Nieren. 

Abdomen-CT \ 

25.5.93 

Oberes Bild: Im 
Bereich des ehemals 
kompakten Sammel- 
rohr-Tumors sieht | 
man jetzt (s. Pfeil) 
standgehalten hat, 
und die Parenchym- 
Nekrose als endo- 
phytische Zyste 

bereits weitgehend I 
induriert ist. Das I 
Nierenbecken buk- 

kelt sich aus diesem Grunde nach innen etwas aus. Die Zystenbildung an der 
ventralen Parenchymlippe der linken Mere induriert welter, ohne daB sich an 
der GroBe noch etwas andert. 




469 




\Gleiche Schnittse- 

rie, hoherer 

ISchicht: Wir sehen, 

IdaE die Kapsel der 

i rechten Niere (siehe 

i Pfeil) standgehalten 

< hat und die Paren- 

chym-Nekrose als 

endophytische Zyste 

bereits weitgehend 

I induriert ist. Das 

INierenbecken buk- 

\kelt sich aus diesem 

Grunde nach innen 

etwas aus. Die Zystenbildung an der ventralen Parenchymlippe der linken Niere 

induriert weiter, ohne daft sich an der GroBe noch etwas andert. 

CCTv. 26.6.93: 

Der HH links 
ventral im Pons fur 
das Sammelrohr- 
Karzinom der linken 
Niere ist weitgehend 
vernarbt, der Hei- 
lungsprozeB damit 
weitgehend abge- 
schlossen. 




470 



Gleiches Datum, gleiche Serie v. 
26.5.93: 

In den beiden Nieren-Relais ist 
immer noch das rechte (fur die 
rechte Mere) deutlich groBer ah 
das linke, d.h. oedematisierter, 
was dem Heilungsphasen- 
Unterschied der beiden Nieren 
entspricht. D.h. die linke Mere hat 
friiher mit der Heilungsphase 
begonnen und ist auch friiher 
fertig. 




Abdomen-CT v. 
15.3.94: 

Obere Aufnahme: 
Wir sehen oben drei 
Pfeile. Der rechte 
zeigt die weitgehend 
indurierte, groBen- 
maBig nicht mehr 
verdnderte Meren- 
zyste, die in Kiirze 
in den Urinproduk- 
tionsprozeB mitein- 
bezogen wird. Der 
mittlere Pfeil zeigt 

nun aufdie ventrale Parenchymlippe und wir konnen jetzt die Konturen wieder 
richtig erkennen, was ursprilnglich die Mere war und was die Merenzyste ist. 
Der untere Pfeil zeigt das Sammelrohr-Karzinom, das aber nicht mehr so prall 
ist, wie friiher. 




All 




mehr weiter wachsen. Die Funktion der Niere ist erhalten. 




Gleiche Schnittserie 
vom selben Datum: 
Auf dieser Schnit- 
tebene sehen wir 
sehr gut, daB inzwi- 
schen die zentrale, 
verkasende Nekrose 
mit dem Nierenbek- 
ken Verbindung 

bekommen hat. Es 
ist nicht anzuneh- 
men, daB der Tumor 
noch weiter verkast 
wird, er wird natiir- 
lich auch nicht 

CCTv. 14.3.94 

Der HH im Sam- 
melrohr-Relais filr 
die linke Niere ist 
narbig abgeheilt, 
nur noch in den 
Umrissen zu erken- 
nen. 



All 




Gleiches Datum: 

Beide Nieren-Relais sind nar- 
big geschrumpft, verdndert. Aus\ 
dieser Narbenveranderung ist nurl 
noch muhsam zu erkennen, daE\ 
dort einmal etwas abgelaufen\ 
war. 

Die Kriminalistik in der Neuen I 
Medizin kann schwierig werden, 
wenn wir nicht so schone CT- 
Serien haben, wie in diesem Fall, 
In diesem Fall konnten wir die\ 
endophytisch wachsende Nieren- 
zyste in der rechten Niere plan- 
maBig systematisch verfolgen. 
Als Rest bleibt rechts nur nochl 
eine minimale Ausstulpung des\ 
Nierenparenchym-Gewebes in\ 
den ventralen Teil des rechtenl 
Nierenbeckens hinein, so etwas 
wird aber jeder unbefangene Beobachter als normal bezeichnen, d.h. wir sehen 
oft im CT Veranderungen narbiger Art, die wir dann spater am Organ-CT nicht 
mehr richtig nachweisen konnen, well die pel-Phase abgeschlossen ist und es z.B. 
nicht zu einer exophytischen Nierenzyste gekommen war. 

Schlufibemerkung: 

Der Fall dieses Patienten ist deshalb so faszinierend, weil wir an ihm die 

TIC 

ganze Skala urologischer und nephrologischer sog. Erkrankungen demon- 
strieren konnen und das praktisch unter 'Jungfraulichen Verhaltnissen". 
Der Patient hatte 

1. ein Sammelrohr-Karzinom, 

2. eine Albuminurie mit nephrotischem Syndrom, 

3. eine Nierentuberkulose, 

4. Nierenparenchym-Nekrosen, 

5. eine nephrogene Hypertonic, 

6. eine Glomerulo-Nephritis und 

7. exophytisch und endophytisch indurierte Nierenzysten, die die Funktion 
der Niere wiederhergestellt haben, 



315 Nephrologie = Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Morphologie, Funkti- 
on und Krankheiten der Niere befaBt 



473 



8. planmaBige Normalisierung des Hypertonus auf altersentsprechende 
Werte ohne Medikamente. 

9. PlanmaBige Normalisierung des nephrotischen Syndroms. 

Alle diese Befunde, die normalerweise ein urologisch-nephrologisches 
Sammelsurium von quasi alien in Frage kommenden Erkrankungen darstel- 
len, basieren auf zwei Konflikten, die 47 Jahre lang gedauert haben. Das 
Faszinierende an diesem Fall ist nicht nur die Diagnostik, sondern auch der 
Verlauf, in dem wir eine Reihe von abdominalen und cerebralen CT-Serien 
vorliegen haben, die uns ermoglichen den Fall engmaschig zu verfolgen. Es 
ist im allgemeinen schwierig, Patienten zu finden, die die Souveranitat ha- 
ben wie dieser Patient, wirklich der Chef des Verfahrens zu sein. Bei den 
allermeisten Patienten ware dies trotz optimaler Bedingungen, (der Patient 
kannte ja die Neue Medizin schon vor der Diagnose) schwierig gewesen, 
weil sich ein „normaler Patient" in Panik hatte versetzen lassen. 

So aber haben wir einen atemberaubenden Fall, wo durch zwei Konflikte 
beide Nieren betroffen sind und ein optimaler Heilungsverlauf auch optimal 
zu verfolgen ist. 



474 



21 Die Leukamie - 

Heilungsphase nach Knochenkrebs 

21.1 Einfuhrung 

Einige Leser, die vielleicht die Diagnose Leukamie gestellt bekommen ha- 
ben, wollen wissen, was Leukamie ist, andere glauben, das schon zu wissen, 
indem sie viel (Schulmediziniscb.es) dariiber gelesen haben. Gemeinsam ist 
den meisten Patienten, die schon eine Weile damit zu tun haben, daB sie nur 
noch „in Blutbildern denken". Fragt man also beispielsweise, wie es ihnen 
gehe, dann kommt oft die Antwort: „Danke, es geht, meine Leukozyten 316 
sind auf 50.000 heruntergegangen, hat mein Arzt gesagt." 

Die Schulmedizin weiB nicht, was die Leukamie ist. Sie kennt keine Ursa- 
chen. Sie behauptet aber, sie sei bosartig und fuhre unbehandelt zum Tode. 
Die schulmedizinische Symptom-Behandlung besteht in der Chemo- 
"Therapie". Die Sterblichkeit ist dabei sehr hoch. Lediglich die lymphati- 
sche Leukamie bei Kindern, die friiher wegen Harmlosigkeit nicht behandelt 
wurde, zeigt mit (wenig) Chemo Pseudoerfolge. 

„Leukamie" kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „WeiBblut". 
Das soil heiBen, daB relativ mehr weiBe Blutkorperchen im peripheren Blut 
schwimmen als normalerweise. AuBerdem sind es keine normalen Leuko- 
zyten, sondern unreife Formen, sog. „Elasten". Alle Blutzellen, auch die 
sog. „Erythrozyten" (kurz Erys), werden im Knochenmark produziert und 
zwar durch Teilung der sog. „Stammzellen" des Knochenmarks. Obwohl 
die Elasten sich im Gegensatz zu ihren Mutterzellen, den Stammzellen, 
nicht mehr teilen konnen und innerhalb weniger Tage in der Leber einge- 
schmolzen bzw. zu neuen EiweiBbausteinen verarbeitet werden, glauben die 
Schulmediziner, daB die Leukoblasten sehr bosartig seien. Man glaubt sogar 
an „leukamische Metastasen" und „leukamische Infiltrate". 

Es gibt verschiedene Erscheinungsformen der Leukamie. Lymphatische 
Leukamie, myeloische Leukamie, und Monozyten-Leukamie. Heute weiB 
man, daB diese Erscheinungsformen miteinander abwechseln konnen. Vom 
Verlauf her gesehen gibt es akute und chronische Leukamien. Nach schul- 
medizinischer Meinung gibt es auch sog. „aleukamische Leukamien". Dar- 
unter versteht man solche, die im Knochenmark Elasten zeigen, nicht jedoch 



11/: 

Leukozyten = weiBe Blutkorperchen 



475 



im peripheren Blut. Mit Psyche und Gehirn, so glaubt man, habe all dies 
nichts zu tun. Man halt Leukamie fur eine rein symptomatische Knochen- 
marks-Erkrankung. Unter diesem - rein hypothetischen - Aspekt kommt es 
schulmedizinisch darauf an, die Leukozytenzahl der Elasten zu senken. Dies 
erreicht man „erfolgreich" mit Zellgiften auf Kosten des Knochenmarks. 
Erholt sich das Knochenmark bzw. die Stammzellen wieder, dann wird so- 
fort die nachste Chemorunde angesetzt, um die bosartigen Leukoblasten zu 
verjagen oder abzutoten wie man vermeint. 

Die sog. „Knochenmarks-Transplantation" geht von der hypothetischen 
Annahme aus, daB, wenn man das Knochenmark des gesamten Skeletts mit 
organ-todlicher Dosis bestrahlt habe, man nur neue „passende" Stammzel- 
len in die Blutbahn zu spritzen brauchte, welche dann, (so die Hypothese), 
den Weg zum zerstorten Knochenmark fanden, sich dort wieder ansiedeln 
und dort nunmehr „normale" Leukozyten produzieren wurden. Allerdings 
konnte man noch nie nachweisen, daB auch nur eine einzige fremde Stamm- 
zelle im Knochenmark angewachsen ware oder daB der Knochenmarks- 
Empfanger nunmehr die Blutgruppe (mit 150 Untergruppen) des Spenders 
bekommen hatte. Trotzdem „glaubt" man weiter und tut so, als wenn die 
Sache stimmen wiirde. Wenn ein Patient solch eine „Knochenmarks- 
Pseudotransplantation" uberlebt, dann nur dadurch, daB er aus irgendwel- 
chen Griinden nicht die voile organ-todliche Bestrahlungsdosis erhalten hat. 
Dann fangen die eigenen Stammzellen irgendwann wieder an zu produzie- 
ren. Dies wird dann als Erfolg verkauft. 

Die Fakten, die man kennt, werden nicht bestritten. Aber die Schliisse und 
therapeutischen Konsequenzen, die man daraus gezogen hat, waren allesamt 
falsch. Uberdies hat die Schulmedizin keine Erklarung fur die Ursachen der 
Leukamie, pseudo-therapierte also im Prinzip ins Blaue hinein. 

Die Leukamie ist uns in der Neuen Medizin deshalb so vertraut, weil wir 

a) ihre Ursachen und ihren Verlauf kennen 

b) ihren Biologischen Sinn kennen und 

c) wissen, daB die Leukamie eigentlich Teil des mit ziemlicher Sicherheit 
haufigsten Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms ist, das wir ken- 
nen. 

Im folgenden wollen wir uns eingehender mit der Sicht der Neuen Medizin 
befassen. Von dort her konnen wir dann sogar auch die bisherigen Irrtiimer 
verstehen. 



476 



21.1.1 Wie geschieht die Blutbildung? 



Erytropoese 




r* [Granulozytopoese r= 

\^ | Monozytopoese 



[Megakaryopoese 



Lymphatisches System 



-*■ Eyrthrozyten, kurz Erys 

Neutrophile 
Eosinophile 
■*■ Basophile 

-> Monozyten 
*> Thrombozyten 



*> T-Zellen 

> B-zellen 



Das vorangehende Schema soil zeigen, daB alle Blutzellen von der gleichen 
(„pluripotenten") Stammzelle abstammen. Diese Stammzelle ist im Kno- 
chenmark gelegen, der Blutbildungsstatte unseres Organismus. Den ganzen 
Vorgang nennen wir Hamatopoese (Blutbildung). 

Bis heute ist man sich noch nicht ganz einig, wo eigentlich und von wem 
die Lymphozyten gebildet werden. Die Lymphoblasten entstehen auf jeden 
Fall im Knochenmark. Die Lymphozyten sollen im lymphatischen System, 
also Milz und Lymphknoten (manche rechnen falschlicherweise auch Thy- 
mus dazu) entstehen, aber von aus dem Knochenmark eingewanderten 
Stammzellen abstammen. 

Auch liber die entwicklungsgeschichtlichen Blutbildungsorte ist man sich 
noch nicht einig. Vom 2. bis 8. Schwangerschaftsmonat sollen anfangs auch 
Leber und spater auch die Milz Blutbildungsstatten sein, die spater vom 
Knochenmark endgultig abgelost werden. Aber in Zeiten, wo angeblich das 
Knochenmark kein Blut bilden konne, sollten Leber und Milz wieder ein- 
springen konnen mit der Blutbildung. So stellte man sich das bisher vor. Ich 
halte das aber fur in einigen Punkten unrichtig. Bei der Blutbildung werden 
im 1. Teil der Schwangerschaft „fetale Erythrozyten" produziert, also Zel- 
len des inneren Keimblatts. Diese sind nicht identisch mit spateren meso- 
dermalen Erys, deren Bildung bis auf die erste Zeit von 3-4 Wochen immer 
eine Aufgabe des mittleren Keimblattes war und es auch heute noch ist. 
Milz und Lymphknoten sind Organe des mittleren Keimblattes. DaB sie 
Stammzellen bilden konnten oder konnen, ist gut vorstellbar. Nicht vorstel- 
len kann ich es mir fur Thymus und Leber, beides Organe des inneren 



477 



Keimblattes. Denn daB in ein entodermales Organ mesodermale Stammzel- 
len einwandern sollten, ist zwar theoretisch moglich, weil ja in jedes Organ 
auch BlutgefaBe mesodermalen Ursprungs eingewandert sind, aber es ist 
mir von der Funktionsdetermination einfach schlecht vorstellbar. Auch ist 
unwahrscheinlich, daB die Leber ihre alte fetale Funktion aus den ersten 3 
Wochen der Embryonalzeit wieder ubernimmt. Wenn sie das tate, hatten wir 
ganz andere Erythrozyten (sog. „Fetal-Erys"). 

Wie dem auch sei, es ist eine rein akademische Erorterung. Und selbst die 
Frage, ob nun alle Blutzellen im Knochenmark gebildet werden oder die 
Lymphozyten im lymphatischen Gewebe, ist fur unsere Betrachtung uner- 
heblich, da ja Knochenmark und Lymphknoten konfliktiv und von der Lo- 
kalisation des Hamerschen Herdes im Gehirn unmittelbar beieinander gele- 
gen sind. 

Alle diese von der Stammzelle abstammenden Blutzellen konnen rein zah- 
lenmaBig in Uberzahl produziert werden, wobei bisher keine Beachtung 
fand, auch gar nicht gewuBt wurde, daB diese Uberzahl nur vorubergehen- 
der Natur ist und die Funktion dieser ubermaBig produzierten Zellen groB- 
tenteils ungeniigend ist, diese sind mithin AusschuBware. Denn wie wir ja 
schon an den Leukozyten von normaler morphologischer Beschaffenheit 
innerhalb der Leukamie gesehen haben, achtet der Organismus offenbar 
stets nach Moglichkeit darauf, daB stets normale Leukozyten in ausreichen- 
der Anzahl vorhanden sind, egal wie viele zusatzliche Elasten sonst vorhan- 
den sind. 

Wir finden also: 



eine Erythrozythamie 


bei zu vielen Erythrozyten 


eine myeloische Leukamie 


bei zu vielen Granulozyten bzw. Myelobla- 
sten 


eine Monozyten-Leukamie 


bei zu vielen Monozyten bzw. Monoblasten 


eine lymphatische Leukamie 


bei zu vielen Lymphozyten oder Lym- 
phoblasten 


eine Thrombozytose 


bei zu vielen Thrombozyten (sehr selten, 
wurde bisher als ungefahrlich angesehen). 



Es gibt also auBer der Vermehrung der Leukozyten, bei der Leukamie auch 
noch die Vermehrung der Erythrozyten, die Erythrozythamie oder auch kurz 
Erythramie genannt, die ebenfalls als krankhaft angesehen wird. Sie stellt in 
Wirklichkeit aber nur die iiberschieBende Heilphase des roten Blutes dar, 
wenn durch Losung des Selbstwert-Konfliktes schlieBlich aus der Anamie 
eine Erythramie und Leukamie geworden ist. Beides zusammen, wie es am 



478 



Ende jedes Heilverlaufes mindestens kurzfristig iiblich ist, nennt man Pan- 
Polyzythamie, was in der Schulmedizin auch als krankhaft angesehen und 
deshalb ebenfalls mit Zytostatika behandelt wird, in seliger Unkenntnis der 
ursachlichen Zusammenhange. 

Ich habe diesen Exkurs in die derzeitigen Vorstellungen der offiziell ge- 
lehrten Medizin nur deshalb gemacht, damit Ihr die Diagnosen, die man 
Euch sagt, irgendwo einordnen konnt. In Wirklichkeit miiBt Ihr natiirlich 
wissen, daB sie fur sich genommen unsinnig sind, schon ganz und gar noch 
unsinniger werden in ihrer angeblichen prognostischen Bedeutung, solange 
man ja die Ursachen nicht wuBte. Klar, wenn man eine Sache ohne die ur- 
sachlichen Zusammenhange sieht, dann ist jedes Zuviel und jedes Zuwenig 
krankhaft! In Wirklichkeit kann man zwar eine Heilungsphase noch nicht 
als normal, aber auch schon nicht mehr als ganz krankhaft bezeichnen. 
Denn im Prinzip ist ja jeder Heilverlauf ein sehr sinn voiles und erfreuliches 
Geschehen. Man versuchte immer eine vermeintliche Krankheit rein mor- 
phologisch nach einem Zuviel oder Zuwenig irgendeiner vermeintlichen 
Sorte Zellen einzuteilen, die dann sogar bei der gleichen Person gewechselt 
hat (von myeloischer Leukamie in Lymphoblasten-Leukamie oder umge- 
kehrt), und meinte dann, man miisse die Sache mit Gewalt „normalisieren", 
statt geduldig abzuwarten, bis nach der langen Diirre des Knochenmarks 
durch die konflikt-aktive Phase mit Knochenmarks-Depression, nunmehr in 
der Heilungsphase die iiberschieBende Fehlproduktion der minderwertigen 
Zellen sich ausgetobt hat und das Knochenmark wieder ganz brav genau 
wie vorher nur „normale" Zellen produziert. Aber dazu hatte man ja zuerst 
mal wissen miissen, daB die Leukamie eine positive Heilungsphase ist! Und 
was eine Heilungs-Vagotonie ist und was die 5 Biologischen Naturgesetze 
der Neuen Medizin sagen. Aber die werden ja seit fast 2 Jahrzehnten totge- 
schwiegen und boykottiert! 

21.1.2 Was ist Leukamie in der Neuen Medizin? 

Antwort: Die Leukamie ist die 2. Phase (Heilungsphase) eines Sinnvollen 
Biologischen Sonderprogramms des mittleren Keimblatts (Mesoderm) und 
zwar der groBhirnmarklager-gesteuerten sog. „Luxusgruppe M . „Luxusgrup- 
pe" deshalb, weil hier der Biologische Sinn am Ende der Heilungsphase 
liegt, statt wie in alien anderen Gruppen in der aktiven Phase. 



479 



21.1.3 Was beinhaltet das ganze Sinnvolle Biologi- 
sche Sonderprogramm? 

Antwort: Osteolysen (Knochenschwund) in der konflikt-aktiven Phase und 
Wiederaufbau des Knochens (er wird starker und fester als vorher) in der 
Heilungsphase. Verandert sind hier dann auch Blut und Serumwerte, deren 
jeweilige Symptome wir bisher falschlicherweise alle als einzelne „Krank- 
heiten" gesehen hatten. 

21.1.3.1 Welche Symptome sehen wir in der konflikt-aktiven 
Phase? 

Antwort: 

1. Osteolysen = Knocheneinschmelzung = Knochenschwund = Osteoporose 

2. cerebral: HH im GroBhirn-Marklager in SchieBscheiben-Konfiguration 

3. psychisch: entweder generalisierter (Kind oder Greis) oder spezifischer 
Selbstwerteinbruch-Konflikt. 

4. vegetative Veranderung: Sympathicotonie, Schlafstorung, Gewichtsab- 
nahme, kalte Peripherie, dauerndes Denken an den Konflikt 

5. Minderbelastbarkeit der osteolysierten Skeletteile. 

6. Fortschreitende Panmyelophtise 
a.) Anamie 

b.) Leukopenic 

7. Zunehmende verminderte Leistungsfahigkeit durch Anamie. 

21.1.3.2 Welche Symptome sehen wir in der konflikt-gelosten 
Phase? 

Antwort: 

Nach der Konfliktlosung (CL) schaltet der Organismus auf die vagotone 

Heilungsphase um, in diesem Fall auf die Phase der Wiederauffullung des 

Knochens (Rekalzifizierung). Folgende Symptome treten nacheinander auf: 

1. Vagotone Aufdehnung der Blut- und LymphgefaBe. Der Durchmesser 

der in der voraufgegangenen Sympathicotonie enggestellten BlutgefaBe 

vergroBert sich um das 3- bis 5fache. Dabei vergroBert sich mit dem 

Faktor n x r 2 (r = halber Durchmesser) das Volumen in den GefaBen. Da 

anfangs noch nicht mehr Erys und Leukos zur Verfugung stehen als vor 

der Conflictolyse, muB das Volumen mit Blutserum aufgefullt werden. 

Dadurch „sacken" rein rechnerisch die Hamoglobin-, Erythrozyten- und 

Leukozytenwerte (samt Thrombozytenwert) ab, obgleich die Zahl der 

Blutzellen ja um keine einzige Zelle abgenommen hat. Wir nennen das 



480 



die zusatzliche „Pseudo-Anamisierung", die sehr dramatisch erscheint, 
es in Wirklichkeit aber nicht ist. 

2. Nach ein bis drei Wochen erfolgt ein Anstieg der Leukozyten, meist 
Elasten, Leukamie. 

3. Nach weiteren drei bis acht Wochen (je nach Dauer der ca-Phase und 
damit bei entsprechender Konfliktdichte auch der Ausdehnung der Kno- 
chen-Osteolyse): Anstieg der Erythrozyten - bis zur Erythrohamie oder 
kurz Erythramie. Das bedeutet vermehrt rote Blutzellen im peripheren 
Blut trotz Aufdehnung der GefaBe, also eigentlich viel zu viel Blut im 
GefaBsystem, wenn der GefaBdurchmesser normal ware. 

4. Vollige Mudigkeit, Abgeschlagenheit, dabei guter Appetit. Die Mudig- 
keit (oft mit etwas Fieber) wurde bisher als eigenes Krankheitszeichen 
(Grippe u.a.) gewertet. 

5. Knochenschmerzen durch die Aufdehnung des Periosts („Periost-Sack") 
zwecks Sammlung von Callus. 

6. Blutungsneigung durch aufgedehnte GefaBe und stark verdunntes Blut. 

7. Rekalzifizierung des osteolysierten Knochenbereichs (fester als vorher). 

8. Gleiches beim akuten Gelenkrheumatismus (Osteolysen in Gelenknahe). 

9. Gleiches bei Kyphose 317 , Kyphoskoliose. 
10. Gleiches bei Bechterew. 

1 1. Gleiches bei Osteosarkom. 

12. Gleiches bei Knochenbruch mit DHS. 

Was bedeutet das? Bei all diesen aufgezahlten Symptomen ist die Leukamie 
stets das Begleitsymptom des peripheren Blutbildes oder mindestens des 
Knochenmarks, wenn man im peripheren Blutbild keine sog. „E lasten" fin- 
det und zwar stets nur in der Heilungsphase. 

Die Leukamie - das Gliick der Leukamie - ist wohl das haufigste Symptom 
der Medizin, das wir uberhaupt kennen. Die Hohe der peripheren Leuko- 
zyten (12.000 oder 300.000) ist eine individuelle Reaktion und ohne beson- 
dere Bedeutung. 

21.2 Die akute und chronische Leukamie 

Die Leukamie gehort eindeutig unter die Sinnvollen Biologischen Sonder- 
pro gramme des Mesoderms, des mittleren Keimblattes. Sie ist keine selb- 
standige Krankheit, sondern der Heilverlauf einer vorauf gegangenen Kno- 
chenmarks-Depressions-Phase. 

Kyphose = nach dorsal konvexe Krummung der Wirbelsaule 



481 



Auch nach Schadigung des Knochenmarks, z.B. durch radioaktive Be- 
strahlung findet man in der Heilungsphase eine Leukamie. Dies soil jedoch 
erst sparer kurz besprochen werden, hier wird nur die Leukamie, die in der 
Heilungsphase eines Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms nach 
Selbstwerteinbruch-Konflikt gefunden wird, besprochen. 

Ich habe inzwischen viele Hunderte von Leukamien bei meinen Patienten 
studiert und habe folgendes gefunden: 

21.2.1 Die Leukamische Regel 

1. Jeder leukamischen Phase geht eine leukopenische Phase voraus, in der 
zu wenig weiBe Blutkorperchen vorhanden sind. 

2. Bei jeder leukamischen Phase ist die absolute Anzahl der normalen Leu- 
kozyten stets im Normbereich. Die normalen Leukozyten werden durch 
die erhohte Anzahl der Elasten, das sind die unreifen Leukozyten, nicht 
gestort. 

3. Die leukopenische Phase vor der leukamischen ist gleichbedeutend mit 
der konflikt-aktiven Phase eines Selbstwerteinbruch-Konfliktes und einer 
Knochen-Osteolyse im organischen Bereich. Mit der Conflictolyse dieses 
Selbstwerteinbruches kommt die bis dahin darniederliegende Hamato- 
poese des weiBen und roten Blutes wieder in Gang, die des weiBen Bru- 
tes, der Leukozyten, sehr rasch, die des roten Blutes, der Erythrozyten 
und Thrombozyten, mit 3 bis 8 Wochen Verspatung. Wir nennen das die 
„Erythropoese- Verzogerung". 

4. Das Symptom „Leukamie" kommt nicht ausschlieBlich nur als pel-Phase 
eines Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms nach einem Selbstwer- 
teinbruch-Konflikt vor. Nach Bestrahlung des Knochenmarks infolge 
von Atombombenabwurfen oder Atomunfallen (Hiroschima, Nagasaki, 
Tschernobyl) sehen wir als Zeichen eines Reparaturversuchs des Kno- 
chenmarks ebenfalls das Symptom „Leukamie". Ob dabei auch eine ge- 
neralisierte Hirnschwellung gefunden wird, ist mir nicht bekannt. Die 
vorausgegangene Anamie ist direkte Folge der radioaktiven Bestrah- 

i 318 

long 



318 Das Knochenmark, was fur die Blutbildung zustandig ist, kann durch radio- 
aktive Strahlen oder Umweltgifte geschadigt werden, ohne das der Betroffene 
einen Selbstwerteinbruch hatte. Die Folge ist eine gestorte Blutbildung, d.h. die 
Betroffenen leiden an einer Depression aller Blutwerte, das bedeutet, sie haben 
eine Anamie. Hort die radioaktive Bestrahlung auf, setzt die Heilungsphase ein. 
Dies zeigt sich u.a. an einer Erhohung der Leukozyten, die sich nach AbschluB 



482 



5. Die gefahrlichste Phase der Leukamie ist die Anfangsphase. Durch die 
Aufdehnung der GefaBe vergroBert sich - nur rechnerisch durch die star- 
kere Verdunnung mit Serum, nicht absolut - die Anamie, sinkt die Zahl 
der roten Blutkorperchen, die schon vorher durch die „reale" Anamie der 
Minderproduktion der roten Blutkorperchen auf niedrigen Werten waren, 
nochmals, wie gesagt nur rechnerisch, deutlich ab, obwohl keine roten 
Blutkorperchen aus dem System verschwinden. Der Patient wird extrem 
mude, der behandelnde Arzt verbreitet normalerweise Panik! 

Merke: 

Bis 5g% Hb, 1,5 Millionen Erys und 15% Hamatokrit keine Panik, 
alles ganz normal! Sollten die Werte darunter liegen, sollte man ei- 
nen Arzt der Neuen Medizin konsultieren, evtl. Bettruhe einhalten. 
Liegen die Werte unter 3g % Hb, kann man - ohne Panik - iiber eine 
Bluttransfusion sprechen. 

6. Die schlimmste Panik, die dem Patienten, meist durch den Arzt, zugefugt 
wird, ist der „Blutungs- und Verletzungs-Konflikt". Der Patient erlebt 
bei der Panikmache „Blutkrebs" sehr haufig rein mental, einen Blut- 
oder Blutungs-Konflikt, was das UnterbewuBtsein nicht unterscheiden 
kann. Es fallen nur dadurch die Thrombozyten, die durch die Verdun- 
nung ohnehin normalerweise zwischen 50.000 und 70.000 liegen, auf 
noch niedrigere Werte herunter. Durch diese Thrombopenie (niedrige 
Zahl der Blutblattchen) blutet der Patient nun wirklich erheblich leichter. 
Die Panikmache nimmt zu: „Sie brauchen eine Thrombozyten-Konserve, 



der Heilungsphase wieder normalisiert. Die Schulmedizin geht falschlicherweise 
davon aus, daB die Leukozyten sich nicht auf naturlichem Wege normalisieren 
konnen und versucht sie daher innerhalb kurzester Zeit mit Chemo zu „therapie- 
ren" und Bestrahlung „herunterzuknuppeln". D.h. ein bereits z.B. durch radioak- 
tive Strahlen vorgeschadigtes Knochenmark wird nun „therapeutisch" noch mehr 
geschadigt und vergiftet.. Den grausigen Hohepunkt dieser pseudo- 
therapeutischen MaBnahmen bildet die Knochenmarks-„Transplantation", die 
fast immer letal ist. Hier wird dem Opfer das Knochenmark mittels Rontgenbe- 
strahlung der Knochen zerstort und anschlieBend ein angeblich dazu passendes 
Knochenmark eines Spenders wieder eingespritzt. Das Schlimme ist nur: Man 
kann durch radioaktive Markierung des Spendermarks nachweisen, daB dieses 
eben nach einigen Wochen nicht mehr nachweisbar ist, d.h. es ist vom Korper 
des Empfangers vollstandig abgebaut worden als Fremdkorper. Eine Knochen- 
marks-„Transplantation" uberleben folglich nur diejenigen, bei denen man das 
eigene Knochenmark nicht ausreichend bestrahlt und zerstort hatte, so daB es 
sich nach einiger Zeit wieder muhsam erholt... 



483 



Blutkonserven!" u.a. Die B/uttransfusionen, die das UnterbewuBtsein 
nicht von Blutungen unterscheiden kann, setzen den Teufelskreis in 
Gang, aus dem viele nicht mehr herausfinden. 

7. Das „Gluck der Leukamie" liegt darin, daB die Leukamie ja schon die 
Heilungsphase ist, der Konflikt also gelost sein muB. Versteht der Pati- 
enten die Zusammenhange und verhalt sich verstandig und ruhig wie ein 
instinktsicheres Tier, dann passiert in der Mehrzahl der Falle nichts 
mehr. Ich kenne 500 Falle von Patienten mit Leukamie, die „verstanden 
haben". Allen geht es gut. Selbst wenn einer ein Konfliktrezidiv erleidet 
und anschlieBend wieder eine leukamische Phase bekommt, gerat er nicht 
mehr in Panik. Die Sterberate liegt nicht iiber der „normaler" Menschen. 

8. So gut wie kein Arzt laBt sich Chemo geben, auch nicht bei Leukamie. 
Kein Arzt laBt sich eine sog. Knochenmarks-Transplantation machen, 
weil sie absoluter Unfug ist. Leider lassen sich aber viele Arzte Panik 
machen. Lymphatische Leukamie bei Kindern wird als einziger „Erfolg" 
von der Schulmedizin angegeben, weil diese so wenig Chemo braucht. 
Diese Kinder wurden noch vor dreiBig Jahren wegen „Harmlosigkeit" 
dieser Leukamieform gar nicht behandelt. Sie wurden spontan und von 
allein wieder gesund. Diese „standardisierte Gruppe" ist ein reines Be- 
trugsmanover. „Standardisierte Gruppen" bedeuten nach diversen Krite- 
rien ausgesuchte und zusammengestellte Falle, also z.B. eine nach Alter 
oder Reaktion auf Chemo willkurlich zusammengestellte Gruppe. 

Ich will nicht verhehlen, daB ich 1984, als das Taschenbuch „Krebs, 
Krankheit der Seele" herauskam, noch glaubte, die Leukamie sei eine Vi- 
ruserkrankung. Inzwischen haben mich meine Falle eines Besseren belehrt. 
Die Leukamie ist der 2. Teil eines Sinnvollen Biologischen Sonderpro- 
gramms. Wegen der vielen Fragen, die, wie ich weiB, Euch jetzt alien auf 
den Lippen brennen, will ich die Diskussion mit den bisherigen Dogmen der 
Schulmedizin vorwegziehen: 

21.3 Die Leukamie in schulmedizinischer Sicht 

Die Dogmen der Schulmedizin und derer, die das Monopol fur diese sog. 
Schulmedizin fur sich in Anspruch nehmen, sind sehr widerspriichlich. 

Man glaubt, daB die Knochenmarkszellen, die die weiBen Blutkorperchen 
bilden, die sog. „Stammzellen", „krebsig entartet" sind, d.h. daB sie wild 
und planlos weiBe Blutkorperchen produzieren und durch Begleiterschei- 
nungen und sog. „leukamische Metastasen", was dann wieder ganz normale 
Organkrebse sein konnen, den Organismus zugrunde richten. Man glaubt, 



484 



daB die Art der Leukamie wechseln kann, also lymphatische und myeloische 
oder Monozyten-Leukamie miteinander abwechseln konnen. Weiter glaubt 
man, daB sog. aleukamische Leukamien und leukamische Leukamien beim 
gleichen Patienten miteinander abwechseln konnen. Weder Psyche, noch 
Gehirn, noch Knochen spielen nach schulmedizinischer Ansicht eine Rolle! 
Die sog. Schulmediziner geben ehrlich zu, wenn man sie unter vier Augen 
spricht, eigentlich nichts zu wissen. 

Ein Oberarzt der Kolner Kinderklinik wollte einem Vater weismachen, 
man konne doch heute statistisch bis zu 90% der an Leukamie erkrankten 
Patienten am Leben halten. Antwort des Vaters: „Aber Herr Doktor, ich 
sehe das hier anders in der Klinik. Ich sehe ja nicht einmal 10%, die am 
Leben bleiben, ja, in der Altersklasse meines Jungen (9 Jahre) nicht einmal 
einen einzigen." Doktor: „Na ja, in der Altersklasse naturlich nicht." 

Statt dessen werden immer neue Chemo-Behandlungen ausprobiert, die 
kein Arzt bei seinem eigenen Kind ausprobieren wiirde. Nur auf das aller- 
nachstliegende kommt keiner, namlich sich einmal zu iiberlegen, daB die 
verschiedenen Altersklassen der Kinder z.B. auch psychische Unterschiede 
haben, eben durch die Entwicklung bedingt. 1st es denn wirklich so schwer, 
die Verschiedenheiten, die der Doktor doch bei seinen eigenen Kindern sieht, 
auch auf die kleinen Patienten anzuwenden? Ein Saugling ist eben nicht ein 
kleines Kind, und ein Kind ist eben nicht ein kleiner Erwachsener. 

Sobald man in holder Unwissenheit oder Boswilligkeit in den biologischen 
HeilungsprozeB mit Chemo-Intoxikation und Kobaltbestrahlung eingreift 
und das Knochenmark und die Keimdriisen bleibend schadigt, vervielfachen 
sich die Konflikt- und Komplikationsmoglichkeiten, weil ja dann das Kno- 
chenmark zusatzlich zu der konflikt-bedingten Hamatopoese-Depression 
auch noch die allerschwersten toxischen Schaden der Knochenmarks- 
Stammzellen zu iiberwinden hat. Einen kranken Menschen damit heilen zu 
wollen, indem man ihn noch kranker macht, das alles in zynischer Ignoranz! 

Besonders „selbstwertzerstorend" wirkt sich die toxikogene oder radiogene 
Kastration der Patienten aus. 

Man stelle sich doch einmal - verzeiht mir das Beispiel, liebe Leser -, einen 
Revierhirsch vor, den man kastriert hat und der nun trotzdem sein ur- 
sprungliches SelbstwertbewuBtsein wieder aufbauen soil. Das ist unmog- 
lich. Auch die Verteidigung seines bisherigen Reviers ist unmoglich gewor- 
den. Wenn er also schon vorher aus irgendeinem Grunde einen Selbstwer- 
teinbruch erlitten hatte, wird dieser Konflikt jetzt noch verstarkt, potenziert. 
Bei den Menschen ist es ahnlich. Nur eine ignorante Medizin, die die 



485 



Krankheiten nach Symptomen symptomatisch behandeln zu miissen glaubt, 
kann diese primitiv-hochtrabende „Zelldiagnostik" betreiben, ohne die Psy- 
che und das Gehirn des Patienten zu beriicksichtigen. 

Als ich Student war, wurde uns noch beigebracht, daB die Patienten, die 
an Leukamie erkrankt seien, immer den gleichen Zelltyp hatten, also eine 
Lymphoblasten-Leukamie, Myeloblasten-Leukamie, undifferenzierte Leu- 
kamie, Promyelozyten-Leukamie, Monozyten-Leukamie, etc. Alles das hat 
nicht gestimmt, wie heute in jedem Lehrbuch nachzulesen ist. Die Zelltypen 
wechseln. Warum das so ist, kann ich auch nur vermuten. Und zwar nehme 
ich an, daB es abhangig ist von der Konstellation des Konfliktes und der 
dadurch gegebenen Lokalisation der Osteolysen. Nur kann niemand verste- 
hen, warum nicht diese Erkenntnis, die ja heute Allgemeingut ist, die Ha- 

■jig 

matologen und Onkologen nicht langst zum Umdenken bewegt hat. Denn 
wenn eine „wild gewordene Stammzelle" die Leukamie verursachen wurde, 
dann ist doch schwer einzusehen, warum diese Stammzelle standig ver- 
schiedene Kinder kriegen soil. Diese sog. schulmedizinischen Dogmen sind 
gar kein System, wie ihre Befolger glauben mogen, sondern ein „Unsy- 
stem", eben „des Kaisers neue Kleider", die jeder glaubt und niemand je 
gesehen hat, genau wie mit den im Blut herumschwimmenden Krebszellen, 
die auch niemand je gesehen hat und von denen trotzdem alle glauben miis- 
sen, daB sie sog. „Metastasen" erzeugen konnen sollen, und zwar histolo- 
gisch immer ganz verschiedene, sogar von ganz verschiedenen Keimblattern 
abstammende - geradezu atemberaubender Unsinn! 

Therapeutisch hat man noch bei keinem Medikament irgendeine statistische 
Uberlegenheit gegenuber einem anderen gefunden. Wenn ein neues auf den 
Markt kommt, stiirzt sich deshalb alles darauf. Sogar mit intralumbalen 320 
Injektionen von Chemo-Spritzen oder -Infusionen traktiert man die armen 
Patienten. Und naturgemaB kann auch gar kein Mittel helfen, da man ja nur 
am Symptom herumkuriert, statt die Ursache zu kennen und ursachlich zu 
behandeln. Denn die Ursache ist ja ein psychischer Selbstwerteinbruch. Und 
schon die niederschmetternde Diagnose „Leukamie" muB das gerade in 
Genesung befindliche SelbstwertbewuBtsein wieder geradezu mit Donner- 
gewalt zerschmettern. Was fur eine Generation von Arzten haben wir, daB 
sich das kein einziger je hat vorstellen konnen? 

Es ist beschamend, daB die ehemaligen sog. Kollegen nicht einmal die 
korperliche Diagnostik beherrschen. So wird bei keiner Uni-Klinik in 

319 Hematologie = Spezialgebiet der Inneren Medizin, das sich mit Diagnostik, 
Therapie und Erforschung von Bluterkrankungen befaBt 
320 intralumbal = im oder in den Lumbalkanal (lumbaler Wirbelkanal) 



486 



Deutschland von den Leukamie-Patienten iiberhaupt ein Hirn-CT angefer- 
tigt, geschweige denn Rontgenaufnahmen des Skelettsy stems. Als ich einmal 
an der Universitat Bonn ein Hirn-CT verlangte, haben die Arzte nur mit 
dem Kopf geschiittelt, was ich denn mit einer so unublichen und so uber- 
flussigen Untersuchung bloB wolle. Dabei zeigt kein Patient mehr Hirnsym- 
ptomatik (Brechreiz, Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit etc.) als 
der Leukamie „kranke". 

Es ist auch erschreckend, daB es Tausenden von Spezialgelehrten niemals 
aufgefallen ist, daB der Krankheitsverlauf der Leukamie nicht eigentlich der 
Krankheitsverlauf eines Kranken, sondern eher der eines Genesenden ist? 
Verschiedene vegetative Innervationen wie Sympathicotonic oder Vagotonic 
interessieren eben „moderne" Mediziner nicht. Sie blicken voller Verach- 
tung herab auf die „ruckstandigen" Urwald-Medizinmanner, die sich stets 
fur nichts so interessiert haben, wie gerade fur solche Erscheinungen und 
psychische Dinge. 

21.3.1 Gegen das Chaos der schulmedizinischer 
Dogmen spricht 

1. Die unreifen Zellen, die sog. Elasten, die ins Blut geschwemmt werden, 
miiBten, wenn sie echte Krebszellen waren, weiter Mitosen zeigen. Das 
tun sie ganz offensichtlich nicht! Damit fehlt ihnen das Kriterium, das 
das Dogma der Schulmedizin von einer Krebszelle verlangt, namlich, 
daB sie sich durch Teilung vermehren kann. 

2. Wir finden nirgendwo im Korper „metastatische Leukozyten- 
Krebsherde", die von abgesiedelten Leukozyten abstammen wurden und 
die Fahigkeit der Teilung wiedererlangt hatten. 

3. Trotzdem werden schlichtweg echte Krebsherde, z.B. Lungenrundherde, 
die als Adeno-Ca dem inneren Keimblatt zugehoren, als „leukamische 
Metastasen" bezeichnet. Das ist vollig absurd: Denn wie sollen Elasten 
des mittleren Keimblattes, die, wie man von radioaktiv markierten Ela- 
sten genau weiB, niemals mehr eine Teilung im Korper machen, wie sol- 
len die, nur weil es das Dogma so will, wahlweise Krebs des inneren 
oder des auBeren Keimblattes produzieren konnen, eine geradezu absur- 
de Vorstellung: Ein Meerschweinchen gebiert ein Kalb! 

4. Niemand hat je einen Menschen an Elasten sterben sehen, und wenn er 
noch so vide hatte. Denn die Elasten sterben doch schon nach wenigen 
Tagen, werden eingeschmolzen. Bei alien Hunderten von Patienten, die 
sich nach meinem Rat behandeln lieBen, gingen die erhohten Leukobla- 



487 



stenzahlen der Heilungsphase nach AbschluB der Heilungsphase spontan 
und ohne die geringsten Probleme oder Komplikationen wieder auf die 
normalen Werte zuriick. In Wirklichkeit hat der Patient diese „normalen" 
Werte von „normalen" Leukozyten ja wahrend der gesamten leukami- 
schen Phase. 

5. Auch wenn das Blut noch so viele Elasten enthalt, sind die iibrigen 
„normalen" Leukozyten fast immer in ausreichender Zahl vorhanden, um 
fur die Vagozytose der Bakterien bereitzustehen. Was also ist das Sto- 
rende an den Elasten? Sie sind nichts anderes als harmlose fehlerhafte 
UberschuBware, mit Betonung auf harmlos! 

6. Die beobachteten Phanomene der Elasten stimmen mit der Neuen Medi- 
zin uberein, wonach Leukoblasten, die ja, im Blut schwimmend, nervos 
vom Gehirn getrennt sind, keine Neigung zur Mitose mehr zeigen diirfen. 

7. Auch das Marchen, die Elasten wurden die BlutgefaBe „verstopfen", ist 
vollig unsinnig, denn die BlutgefaBe sind ja in dieser Phase maximal er- 
weitert. Nicht einmal ein normal weit gestelltes BlutgefaB konnten die 
Elasten auch nur annaherungsweise verstopfen. 

8. Wenn schon die „Negativ-Beweise" unwiderlegbar sind und sich noch 
schier endlos fortsetzen lieBen, so bin ich ja in der glucklichen Lage, 
Euch Positiv-Beweise in geradezu unbegrenzter Zahl zu demonstrieren, 
denn jeder Fall muB folgendermaBen verlaufen: 

a) Jeder Leukamie-Patient muB einen vorausgegangenen Selbstwertein- 
bruch-Konflikt mit DHS erlitten haben, mit anschlieBender konflikt- 
aktiver Phase und Sympathicotonie. 

Jeder Patient muB eine Conflictolyse (CL) gefunden haben, sonst 
hatte er keine Leukamie, denn die leukamische Phase ist das allerbe- 
ste Symptom der Heilungsphase! 

b) jeder Patient muB einen mehr oder weniger umschriebenen (bei Kin- 
dern generalisierten) Hamerschen Herd im Marklager des GroBhirns 
haben, und zwar genau an der Stelle, die jeweils fur den zum Kon- 
fliktinhalt gehorenden Skeletteil zustandig ist. (Siehe Schema unter 
„Knochen-Ca" auf der Tabelle „Psyche-Gehirn-Organ"). 

Bei jedem Patienten muB in der Leukamie der Hamersche Herd im 
Marklager oedematisiert sein als Zeichen der in Gang befindlichen 
Heilung des betroffenen Skeletteils. 

c) Jeder Patient zeigt wahrend der konflikt-aktiven Phase (ca-Phase) 
Osteolysen des Skelettsystems oder (in leichteren Fallen) des lym- 



321 Vagozytose = Verschlingen und Abraumen der Bakterien 



488 



phatischen Systems mit gleichzeitiger Depression der Hamatopoese 
des weiBen wie des roten Blutes. 

Erfolgt eine Conflictolyse, dann rekalzifizieren die Osteolysen unter 
starker Schwellung des Knochengewebes und starken Schmerzen 
durch Spannung des Periosts. Nach der Conflictolyse mit Beginn der 
pel-Phase kommt die Hamatopoese mit starkem Schub wieder in 
Gang. Zuerst werden ubermaBig viele, und zwar zum groBen oder 
groBten Teil unbrauchbare Leukozyten (z.T. Elasten) produziert. 
Nach der iibhehen Erythropoese-Verzogerung von 4 bis 6 Wochen 
kommt in gleicher Weise die Produktion der Erythrozyten und 
Thrombozyten wieder in Gang, auch hier zuerst mit einer groBen An- 
zahl von Zellen mit minderer Qualitat, z.B. vermindert sauerstoff- 
aufnahmefahige Erythrozyten. Hierdurch bedingt resultiert eine „ver- 
zogerte Anamie" bei gleichzeitiger Leukamie zwischen Conflictolyse 
und Normalisierung des roten Blutes. Dabei muB man wissen, daB 
von der Conflictolyse an auch mehr Erys gebildet werden aber sie 
fallen rein rechnerisch erst spater ins Gewicht. 
d) Samtliche Zellzahl-Bestimmungen des peripheren Blutes werden in 
der leukamischen Phase objektiv falsch gemessen, aus dem ganz ein- 
fachen Grunde, weil die Schulmediziner die vagotone Phase als qua- 
litativ ganz und gar besondere Phase gar nicht zur Kenntnis nehmen. 
Sie nehmen dadurch auch nicht zur Kenntnis, daB in der vagotonen 
Phase die peripheren BlutgefaBe ein ganz erhebliches Plus an Volu- 
men haben verglichen mit der sympathicotonen oder normotonen 
Phase. Der Hamatokrit beispielsweise ist der Quotient aus Volumen 
der Erythrozyten/Gesamtblutserum. Normal ist 45% Blutzellen und 
55% Blutserum. 

Diese Rechnung stimmt aber nur, solange das GefaBvolumen als ei- 
nigermaBen gleich oder vergleichbar gegeniiber anderen Patienten an- 
genommen werden kann. Das ist aber nicht der Fall! Wir miiBten den 
Hamatokrit in Relation setzen zum Gesamtvolumen des Blutes, das 
sich in der Strombahn befindet, was gleichbedeutend ist mit der ab- 
soluten Menge der Erythrozyten im peripheren Blut. Nur das kann 
man eigentlich miteinander vergleichen. Hat namlich z.B. ein leuka- 
mie-"krankes", bzw. „genesendes" Kind eine Erythrozytenzahl von 
2,5 Millionen pro mm (= Kubikmillimeter), aber durch die weit ge- 
offneten GefaBe ein doppelt so groBes Blutvolumen in der Peripherie, 
dann hat es in Wirklichkeit absolut gesehen, genauso viele Erythro- 
zyten in seinem GefaBsystem wie ein „Normaler", gilt aber bei uns 
bisher als „schwer anamisch". Seine vagotonie-bedingte Miidigkeit 



489 



wird als „anamische Miidigkeit" fehlinterpretiert und dem Patienten 
Bluttransfusionen verabreicht, die er eigentlich gar nicht benotigt, die 
er nur unsinnigerweise aus „dogmatischen Grunden" zu benotigen 
hat! Es ist ja gar nicht notig, daB der Patient irgendwelche korperli- 
chen Leistungen erbringt, die er nur erbringen kann, wenn er nicht in 
Vagotonie ist, sondern er soil ja ruhen und die Heilungsphase abwar- 
ten und sich schonen, wie es jedes Tierchen auch macht. Die angeb- 
lich oder vermeintlich so objektiven Werte des Blutbilds sind in 
Wirklichkeit ein frommer Irrtum, weil sie den wichtigsten Faktor au- 
Ber acht gelassen haben. 

Aber jetzt kommen naturlich ganze Salven Eurer Fragen, liebe Leser, die 
vorderste: Ja, aber warum oder woran sterben denn die Menschen mit Leu- 
kamie? 

Antwort: Bei Kenntnis der Neuen Medizin stirbt fast niemand an Leuke- 
mic Eine Unzahl von Patienten sterben aus iatrogenen Grunden, also durch 
vermeintliche Therapie, in Wirklichkeit Pseudotherapie oder durch iatrogene 
Nichtbehandlung der normalen Komplikationen. Praktisch kein Tier stirbt 
an Leukamie, wenn man es in Ruhe laBt. 

Denn Leukamie, ich muB es nochmals betonen, ist ja in Wirklichkeit das 
allerbeste Zeichen der Heilung des voraufgegangenen Selbstwerteinbruch- 
Konfliktes. Eine Heilung als Krankheit anzusehen, ist unsinnig. 

21.4 Die verschiedenen Verlaufsstadien des 
Selbstwerteinbruches 



ca-Phase 



Selbstwerteinbruch 



Hirnmarklager- 
ProzeB 



Panmyelophtise 



pel-Phase 



Selbstwert- 
Wiedererstarken 
durch Konfliktlo- 
sung 



Hirnmarklager- 
Oedem als Zeichen 
der Heilung 



Panhamatopoese 
mit Verzogerung 
des roten Blutes 



Wir wollen nunmehr systematisch die verschiedenen Verlaufsstadien des 
Selbstwerteinbruches, der zugehorigen Hamerschen Herde im Marklager 
des GroBhirns und der Knochen-Osteolysen durchgehen. Zuvor aber muB 
ich an dieser Stelle eine wichtige Besonderheit erwahnen, weil die Leukamie 
wegen ihrer groBen Bedeutung in der medizinischen Praxis als eigenes Ka- 
pitel behandelt wird, obwohl sie eigentlich schlicht unter Krebsgeschehen 
des mittleren Keimblattes abgehandelt werden miiBte. 



490 



Das mittlere Keimblatt oder Mesoderai ist ja dasjenige, welches im ganzen 
Korper bei Verletzungen fiir die Narbenbildung zustandig ist. Also auch bei 
den vom Entoderm oder vom Ektoderm ausgehenden Krebsgeschwiilsten 
wird die Heilung durch Narbenbildung, Einkapselung etc. vom Bindegewe- 
be des Mesoderms besorgt. „Lediglich M die eigentliche Heilung in Zusam- 
menarbeit mit Mikroben und pericarcinomatoser Oedembildung wird vom 
jeweiligen Keimblatt selbst besorgt. 

Die Fahigkeit zur „ Heilung swucherung" oder Keloidbildung ist alien 
mesodermalen Zellen eigen. Aus diesem Grunde verlauft die gesamte 
„Krebserkrankung" bei den Organen des mittleren Keimblattes deutlich 
unterschiedlich zu den Krebserkrankungen der beiden anderen Keimblatter. 
Beim Knochen z.B. werden in der konflikt-aktiven Phase (ca-Phase) bei der 
Osteolyse Knochenzellen abgebaut, wahrend in dieser Phase beim Krebs des 
inneren oder alten mittleren Keimblattes eine Zellvermehrung durch Zellwu- 
cherung gesehen wird. Das Typische in der konflikt-aktiven Phase beim 
Knochen-Ca ist die Nekrose, wohingegen in der Heilungsphase (pel-Phase) 
eine wilde, aber sehr wohl organisierte Wucherung von Calluszellen ein- 
setzt. Fur den Pathologen ist histologisch der Unterschied der Callusbildung 
beim Knochenbruch zu der bei Rekalzifizierung von Osteolysen durch Kno- 
chenkrebs (= Sarkom) aus dem histologischen Praparat allein nicht zu ent- 
scheiden. Sie entscheiden, wie mir kiirzlich ein Professor fur Pathologie 
versichert hat, diese Frage nach den Rontgenbildern, womit sie sich die 
histologische Untersuchung praktisch sparen konnten. Das Wuchern von 
Bindegewebszellen oder Knochenzellen im Heilverlauf ist eigentlich ganz 
normal. Trotzdem sprechen die Histologen dann von „Sarkom", besonders 
dann, wenn die Bindege webs- Wucherung ein biBchen zuviel des Guten ist. 

In Wirklichkeit, das muB noch einmal klar gesagt werden, ist selbst dieses 
Zuviel des Guten im Prinzip nichts Krankhaftes, sondern, sofern es uns 
nicht rein platzmaBig durch Einklemmung von Nerven, Arterien oder dgl. 
mechanische Probleme macht, eine mehr kosmetisch-asthetische Angelegen- 
heit, ohne daB das Wohlbefinden dadurch beeintrachtigt werden muB. Im 
Grunde ist es wie eine groBe Narbe, ein sog. Narbenkeloid. Psychisch stort 
es viele Menschen, wenn da ein harmloses „Zuviel" gewachsen ist, die Tiere 
praktisch nie. 

Die Leukamie ist praktisch so eine Art sarkomahnlicher Blutzellenwuche- 
rung, nur mit dem Unterschied, daB die zuviel und qualitativ mangelhaft 
gebildeten Blutzellen schon nach wenigen Tagen vom Organismus wieder 
ausgemustert sind. Die Knochenmarks-Stammzellen hatten wahrend der 
konflikt-aktiven Phase (ca-Phase) durch den Sympathicotonus infolge der 
Sonderprogramm-Situation im Gehirn so lange unter Hamatopoese- 



491 



Depression gestanden, daB sie schlieBlich wenig oder gar keine Blutzellen 
mehr produziert haben. Wir nennen das Panmyelophtise (heiBt Schwind- 
sucht des Knochenmarks). 

Mit der Conflictolyse dreht sich der Verlauf wieder um: Die Bremsen sind 
gelost, und mit kraftigem Schub beginnt das Knochenmark wieder zu pro- 
duzieren. Zunachst aber wird - das gilt fur das weiBe und das rote Blut - 
weitgehend „AiisschuBware" produziert, eben die Elasten. Elasten, die un- 
schuldigsten und harmlosesten Zellen, die es uberhaupt gibt! Jeder, der et- 
was anderes behauptet, liigt, weil er nicht einen einzigen Schaden nennen 
kann, den Elasten anrichten wiirden. Mit der Zeit wird die Qualitat der 
Blutzellen, die zunachst zu wunschen iibrig lieB, immer besser - und nach 
einigen Monaten hat das Knochenmark die Erythropoese 322 wieder „im 
Griff - immer vorausgesetzt, die Konfliktlosung halt an und die moglichen 
Komplikationen (passagere Anamie, Hirnschwellung, Knochenschmerzen) 
werden beherrscht. 

Wechseln sich nun konflikt-aktive und pcl-Phasen haufig und kurzfristig 
ab wie das im taglichen Leben durch die Realitaten bedingt haufig vor- 
kommt, dann sprechen die Hamatologen, natiirlich ohne die Ursache zu 
kennen, von „a-leukamischer Leukamie", was heiBt: Zwar sind schon erste 
Anzeichen eines Leukopoese-Auftriebs in Form von Elasten vorhanden, 
besonders im Knochenmark, aber die Anzahl der Leukozyten ist insgesamt 
herabgesetzt. Auf diese Kombination konnte sich noch kein Hamatologe 
jemals einen Reim machen, verstandlicherweise, denn ohne Beriicksichti- 
gung der Konfliktsituation ist so etwas kaum erklarbar. 

Die Knochen-Osteolysen mit Rekalzifizierung des Knochens (fester als 
vorher) gehoren in die groBhirnmarklager-gesteuerte mesodermale Gruppe, 
die sog. „Luxus-Gruppe", weil der biologische Sinn (fester als vorher) am 
Ende der Heilungsphase liegt. Einen solchen Luxus hat sich Mutter Natur 
nur in dieser Gruppe erlaubt. 

Merke: 

Leukamie ist der 2. Teil eines Sinnvollen Biologischen Sonderpro- 
gramms, namlich der Heilverlaufs! oder auch die pel-Phase nach gelo- 
stem Konflikt: 



psychisch: 



Zustand nach gelostem Selbstwerteinbruch-Konflikt 



cerebral: 



Hamerscher Herd im Marklager des GroBhirns in Oedem 



organisch: 



Heilung nach Knochen-Osteolysen, Lymphknoten-Ca, 



322 Erythropoese = Bildung der roten Blutkorperchen 
23 Leukopoese = Bildung der weiBen Blutkorperchen 



492 



Bindegewebs-Wucherung auch nach Verletzungen (die ja 
auch einen Selbstwerteinbruch lokalbegrenzter Art dar- 
stellen). 

Das Osteo- und Lympho-Sarkom ist eine Art von iiberschieBendem Heil- 
verlauf nach voraufgegangenem Selbstwerteinbruch oder Verletzung. Das 
Bindegewebs-Sarkom entspricht dem leukamischen Verlauf ohne Blutbild- 
veranderungen. 

Dieses Schema ist nicht etwa ein Denkmodell, sondern in jedem einzelnen 
Fall zwingend nachweisbar, somit eine Biologische GesetzmaBigkeit. Es 
bedeutet mit einfachen Worten: Entwicklungsgeschichtlich gehoren alle sog. 
Sarkome dem groBhirnmarklager-gesteuerten mittleren Keimblatt an, sind 
somit eine Einheit. 

psychisch: sind alle sog. Bindegewebs- und Knochen- Sarkome Heilver- 
laufe nach gelostem Selbstwert-Konflikt, die starksten Selbst- 
werteinbriiche hatten Osteolysen verursacht, die weniger star- 
ken sog. Lymphknoten-Ca oder Lymphknoten-Sarkom. Die 
schwachsten hatten GefaB- und Bindegewebs-Veranderungen 
verursacht. 

cerebral: 

sind die korrespondierenden Areale alle ausnahmslos im Mar- 
klager gelegen, je cranialer 324 die Organe, desto frontaler im 
Gehirn (Marklager), je caudaler die Organe, desto occipita- 
ler im Gehirn. (Kopf und Arme haben ihre Korrespondenza- 
reale frontal, die Beine occipital.) 

organisch: Zu den betroffenen Organen gehoren alle Stiitzorgane, die dem 
mittleren Keimblatt angehoren. Sie alle haben auch ihre Kor- 
respondenzherde im Marklager des GroBhirns. Alle Stiitzor- 
gane reagieren fakultativ mit SBS und einer organischen Lo- 
kalisation nach Selbstwerteinbruch an Knochen, Lymphkno- 
ten, GefaBen oder Bindegewebe. Die Lokalisation ist abhangig 
davon, welche Assoziation erfolgte und welche Schwere des 
Konflikts vorliegt. 

Auch die Unterscheidung von akuten und chronischen Leukamien kann man 
nur verstehen, wenn man jeweils die spezielle Konfliktsituation mit einbe- 
zieht: Akute Leukamien resultieren aus einem akuten dramatischen Selbst- 
wert-Konflikt, meistens einer einmaligen Sache oder Problem, das dann eine 



324 
325 



cranial = kopfwarts 
caudal = schwanzwarts 



493 



Zeitlang konfliktiv andauert, wahrend die chronischen Leukamien aus Kon- 
flikten resultieren, die zwischenzeitlich kein Thema sind, aber dann von Zeit 
zu Zeit immer wieder aufbrechen. Ich werde Euch ein paar Beispiele dafur 
aufzeigen. 

Ich verzichte hier bewuBt darauf, im alten bisherigen Stil die verschiede- 
nen Leukamiearten zu besprechen wie es in den bisherigen Lehrbuchern 
getan wird, zumal ja, wie ich bereits erwahnte, die verschiedenen Arten 
wechseln konnen. Wenn ich eines Tages weiB, welche psychische und cere- 
brale Differenzierung dahinter zu suchen ist, oder ob iiberhaupt eine dahin- 
ter zu suchen ist, will ich mich gerne damit befassen. Einstweilen vermute 
ich nur, daB die akuten und chronisch lymphatischen Leukamien, dem lym- 
phatischen System enger verwandt, meist einen Selbstwerteinbruch geringe- 
rer Starke zur Ursache haben. 

Ubrigens ist das Marklager des Gehirns der bisher einzige Bereich, den ich 
bisher gefunden habe, wo die Ubergange zwischen DHS-bedingtem Konflikt 
des Selbstwerteinbruches und einer mehr sanften fortschreitenden Selbst- 
wertminderung flieBend sind. Diese mehr sanfte Art der Selbstwertminde- 
rung nennt man auch Entkalkung oder Demineralisation. Beim Erwachsenen 
ist die Entscheidung noch einigermaBen gut zu treffen, weil beim DHS- 
bedingten Selbstwerteinbruch in der Heilungsphase der oedematisierte Mar- 
klager-Bereich umschrieben ist, die sanfte Demineralisation (= Osteoporose 
= infantile oder altersbedingte Form des SWE) mehr diffus. Schwierig zu 
unterscheiden ist es beim Kind oder jugendlichen Patienten, die meist auch 
beim DHS-bedingten Selbstwerteinbruch generalisiert reagieren, allerdings 
ist dann auch der Konfliktbereich nicht umschrieben, sondern als typisches 
Zeichen des Empfindens der Kinder generalisiert. („Mutter hat mich ver- 
priigelt, sie mag mich nicht mehr leiden.") Der alte Patient kann auch wie- 
der „kindlich" reagieren und einen mehr generalisierten Selbstwerteinbruch 
erleiden, z.B. bei der Osteoporose bei Greisen. 

21.5 Das haufigste Vorkommen der Leukamie 
als Begleitsymptom der Heilung von Schenkel- 
hals-, Huft-, Wirbelsaulen-Entkalkungen. 
Osteosarkome 

Drei Vorkommen von Leukamie sind besonders haufig. Deshalb sollen sie 
hier besprochen werden. Naturlich wurden sie in der sog. Schulmedizin 



494 



bisher nicht mit Leukamie in Verbindung gebracht. Das will aber fur uns 
nichts bedeuten. 

1. Schenkelhalsfraktur und Hiiftkopf und Huftpfannen-Nekroseheilungen, 
akuter Gelenkrheumatismus. 

2. alle Arten von nicht-traumatischen Wirbelsaulen-Verkriimmungen (Sko- 
liosen, Kyphosen, Bechterew). 

3. Osteosarkome. 

21.5.1 Schenkelhalsfraktur - Huftkopfnekrose - Aku- 
ter Gelenkrheumatismus 

Auf den ersten Blick haben diese drei sehr haufigen Symptome nichts mit- 
einander zu tun. Und doch gehoren sie natiirlich der gleichen Art von Sinn- 
vollem Biologischen Sonderprogramm an. 

Die zwei ersten Symptome hat man fruher fast nur in der 2. Phase, der 
Heilungsphase entdeckt, weil sie da dramatische Symptome machten. Die 
Huftkopfnekrose gehorte dann zum akuten Huftgelenks-Rheumatismus. Der 
Schenkelhals (Konflikt: „Das schaffe ich nicht!") bricht normalerweise stets 
in der Heilungsphase, wenn das Periost (der „Knochenstrumpf ), das durch 
die Abhebung des Knochens durch den Heilungsinnendruck zum „Periost- 
Sack" wurde, sich abhebt und keinen Halt mehr bietet. Der Knochen ist 
praktisch seiner Stiitze beraubt, „schwimmt" im Innern des Periost-Sackes 
und kann dann besonders leicht bei der kleinsten Bagatelle (z.B. kleine Dre- 
hung mit dem FuB) brechen. 

Natiirlich kann man heute mit einem CT-Gerat durch Routineuntersu- 
chungen auch in der konflikt-aktiven Phase schon die Osteolysen z.B. im 
Hiiftkopf oder im Schenkelhals erkennen, die fruher, als sie iiblicherweise 
erst in der pel-Phase entdeckt wurden, wenn diese Symptome machten wie 
Schmerzen oder eine sog. pathologische Fraktur. Natiirlich kann dann gele- 
gentlich schon eine Leukamie (Aleukamie oder schon Leukamie oder schon 
Polyzythamie) bestehen, wenn der Patient schon iiber das aleukamische 
Stadium hinaus ist oder sogar schon eine Polyzythamie hat. 

21.5.1.1 Schenkelhalsfraktur 

Die Osteolyse des Oberschenkelhalses, sog. Schenkelhals-Entkalkung, 
macht normalerweise erst Symptome, wenn der Schenkelhals eine sog. 
„Spontanfraktur" zeigt, will heiBen, daB eigentlich nicht das meist sehr 
harmlose Trauma fur die Schenkelhalsfraktur verantwortlich ist, sondern 
die Osteolyse des Knochens im Bereich des Schenkelhalses. Selbst mit einer 



495 



Osteolyse aber hat der Schenkelhals noch durch das feste, wie eine Bandage 
um den Schenkelhals liegende Periost einen gewissen Halt, weshalb es in 
dieser konflikt-aktiven Phase, in der das Periost fest anliegt und Halt gibt, 
relativ selten zu einer Schenkelhalsfraktur kommt, es sei denn, der Schen- 
kelhals ist bereits in voller Breite entkalkt. Der Konflikt ist stets: „Das 
schaffe ich nicht." Dabei ist die Seitigkeit naturlich verschieden: 

Bei der Rechtshdnderin ist es so: Wenn die Mutter glaubt, sie schaffe es 
nicht beziiglich ihrer Mutter oder eines ihrer Kinder, dann ist der linke 
Schenkelhals oder Hiiftkopf betroffen. Wenn es mit einem Partner zusam- 
menhangt, was sie nicht zu schaffen vermeint, dann ist die rechte Seite be- 
troffen. Bei der Linkshdnderin ist alles umgekehrt. 

Unmittelbar nach der Conflictolyse (CL), wenn die Patienten der Uber- 
zeugung sind: „Jetzt schaffe ich das!", wird innerhalb der Osteolyse ein 
gewaltiger Gewebedruck durch das einschieBende Heilungsoedem aufge- 
baut, der das Periost aufblaht. Dazu ist erheblicher Druck erforderlich, denn 
das Periost ist sehr derb und fest. Dieses Aufdehnen des Periosts („Periost- 
Sack") ist sehr schmerzhaft. Gleichzeitig verliert der osteolysierte, also 
entkalkte Knochen seinen Halt, den ihm das Periost vorher gegeben hatte. 

Von da ab schwimmt der osteolysierte Schenkelhals praktisch in der Mitte 
dieses Periost-Sackes. Die geringste ungeschickte Bewegung, meist eine 
ungluckliche Drehbewegung auf der Toilette oder ein Stolpern wegen der 
Schmerzen z.B. auf der Treppe, kann eine Fraktur auslosen. 

Das Periost ist eine semipermeable , also halbdurchlassige Membran 
durch die die Gewebeflussigkeit durch den Innendruck hindurchgedruckt 
und auBerhalb des Periosts zu Gewebeschwellung fuhrt. Diese wird in der 
Leiste und im Bereich des Oberschenkels oft als Thrombose fehlgedeutet, 
weil man den Mechanismus nicht kannte und auch nicht kennen wollte. 

Sinn und Zweck des sehr starken und schmerzhaften Innendrucks im „Pe- 
riost-Sack" ist es, die Schablone, also die Form des Knochens, bis zum 
AbschluB der Heilungsphase aufrecht zu erhalten, damit der Knochen nach 
Beendigung der Heilung, nach der er fester als vorher ist, noch in etwa seine 
friihere Form behalt bzw. behalten kann. 

21.5.1.2 Callus 

Von der Conflictolyse an wird in dem Periost-Sack Callus (Knochenzellen) 
gebildet, der durch die semipermeable Periost-Membran nicht hindurchge- 
druckt werden kann, sondern im Periost-Sack verbleibt. Sobald genugend 



326 



496 



semipermeabel = halbdurchlassig 



Callus im Periost-Sack gesammelt worden ist, im Rontgen- oder CT-Bild an 
der zunehmenden WeiBfarbung des Periost-Sackes zu sehen, zieht sich der 
Periost-Sack wieder zusammen und der knocherne Durchbau beginnt - in 
der 2. Halfte der Heilungsphase. 

Da der Knochen und auch das Knochenmark des Schenkelhalses das Or- 
gan der Bildung der Blutzellen ist, ist der Wiederaufbau des Knochens des 
Schenkelhalses auch gleichzeitig begleitet von einer Leukamie und spateren 
Polyzythamie. Genauso ist es bei der Rekalzifizierung bzw. dem Wieder- 
aufbau einer jeden Osteolyse des Skelettsystems, egal an welcher Stelle! Die 
Leukamie ist nur das Begleitsymptom dieser Wiederaufbauphase des Kno- 
chens, die wir im Blutbild oder Knochenmarksbild sehen konnen. Dabei sind 
die Knochenmarkszellen nicht etwa nur im Bereich des Periost-Sackes, also 
lokal, betroffen, sondern im gesamten Knochenmark. Es reagiert also das 
ganze Blutbildungssystem auch wenn eine Stelle sichtbar besonders betrof- 
fen ist. Bei jedem Wiederaufbau, das gleiche gilt natiirlich fur die aktive 
osteolysierende Phase mit ihrer Blutbildungs-Depression (= Anamie und 
Leukopenic), ist also der Organismus nicht nur lokal betroffen, wie man 
bisher immer glaubte, sondern das gesamte Skelettsystem, die gesamte 
Blutbildung, vom Gehirn oder gar der Psyche ganz zu schweigen! 



ca-Phase 



pel-Phase 
Leukamie 




Knochen- 
Osteolyse 




Peiiosl-Sack. 

Callusbitditng 

Schwelhtng 

des wuliegen- 

den Gewebes; 

..Pseitdo- 

thrombose" 



497 




Ende der Re- 
kalzifizierung. 
Ende der 
Leukdmie. Der 
Knochen 
bleibt etwas 
dicker u. fester 
tils er vorher 
war. 



21.5.1.3 Huftkopfnekrose 
Re-Normalisation (akuter ) Celenkrheumatismus 

des Huftkopfes 

Hiiftkopf und Hiiftpfanne sind nicht 
mit Periost iiberzogen, sondern mit 
Knorpel. Dieser Knorpel ist extrem 
gut durchlassig fur sog. transsudati- 
ve Gewebsflussigkeit, d.h. fur sol- 
che Gewebsflussigkeit, die fast kein 
EiweiB enthalt und lediglich durch 
semipermeable Membranen, wie sie 
das Periost oder der Gelenkknorpel 
darstellen, hindurchgedruckt wird. Im 
Gegensatz dazu bezeichnet eine exsu- 
dative Gewebsflussigkeit z.B. einen 
vom Mesotheliom in der pel-Phase 
eigens produzierten Pleura-ErguB oder 
Peritoneal-ErguB (Aszites), der viel 

EiweiB enthalt. Die in der pel-Phase durch den Knorpel hindurchdriickende 
Gewebsflussigkeit (Heilungsoedem) verursacht die groBen Gelenkergusse 
des sog. akute Gelenkrheumatismus, in diesem Fall Huftgelenks- 
Rheumatismus. Es gibt hier im Bereich der Gelenke natiirlich keinen Pe- 
riost-Sack und daher normalerweise bei diesen Gelenkschwellungen des sog. 
akuten Gelenkrheumatismus auch nicht so starke Schmerzen. 

Auch hier ist der Verlauf: Huftkopfnekrose mit Anamie und Leukopenic in 
der ca-Phase und Huftkopf-Rekalzifizierung mit akutem Gelenkrheumatis- 
mus und Leukamie und im spateren Stadium Polyzythamie in der pel-Phase. 
So einfach ist das eigentlich. Erstaunlich im Nachhinein mit welcher Unbe- 
kummertheit die Orthopaden und Chirurgen da stets manipuliert und hin- 
einoperiert haben, ohne von den eigentlichen Vorgangen auch nur die ge- 
ringste Ahnung gehabt zu haben. 

21.5.1.4 Akuter Celenkrheumatismus 

Der sog. akute Gelenkrheumatismus, meist an einem groBen Gelenk als sog. 
rheumatische Monarthritis , war friiher eine sehr haufige sog. Erkrankung 
bzw. ein Symptom. Jeder Arzt wuBte: Das dauert einige Monate. Meist 



327 
328 



Transsudat = nicht entzundl. Ergufl in Korperhohlen und Gewebe 
Mon- = Wortteil mit der Bedeutung allein, einzig 



498 



hatten die Patienten maBiges Fieber zwischen 38° und 39°. Das betroffene 
Gelenk war hochrot, heiB, sehr stark geschwollen und schmerzhaft („rubor - 
calos - dolor - functio laesa") und die Funktion war stark eingeschrankt. 
Uber die Ursachen wuBte man nichts, man vermutete Streptokokken- 
Toxine, faule Zahne oder Zahnwurzeln als sog. „toxische Herde". Dies alles 
waren nur Hypothesen. Behandelt jedoch wurde die Sache weitgehend rich- 
tig: Der Patient muBte einfach 4-6 Monate liegen, konnte auch gar nichts 
anderes machen. Es war streng verboten, in ein solches hochgeschwollenes 
Knie, Ellbogen, Schulter oder Hufte hineinzupunktieren! Wir hatten ganze 
Kurkliniken, die spezialisiert waren auf akuten Gelenkrheumatismus. Ge- 
storben ist daran, meines Wissens, so gut wie niemand. Ich miiBte es sonst 
auch wissen, denn als Aufsicht fuhrender Arzt und Badearzt in der medizi- 
nischen Universitatsklinik Heidelberg, dem auch die Ausbildung der medizi- 
nischen Bademeister unterstand, war ich der Verbindungsarzt zu solchen 
Kliniken. Was wir damals vor der CT-Ara noch nicht wuBten, war, daB 

a) jeder dieser akuten Gelenkrheumatismusfalle im gelenknahen Knochen 
eine Osteolyse hatte, und 

b) daB jeder akute Gelenkrheumatismus eine Rekalzifizierung in der Hei- 
lungsphase darstellte, und 

c) daB die jeweils dabei gefundenen stark erhohten Leukozytenzahlen, die 
wir als Begleit-Entziindungssymptom auffaBten, natiirlich nichts als eine 
Leukamie waren. 

d) natiirlich wuBten wir auch nicht, daB es sich hier um die konflikt-geloste 
Heilungsphase eines Sinnvollen Biologischen Sonderprogramms handel- 
te, z.B. beim Knie: Unsportlichkeits-Selbstwerteinbruch-Konflikt. 

e) AuBerdem konnten wir noch nicht wissen, daB die Arzte einmal so un- 
endlich dumm sein wurden, diese hochentzundeten Gelenke zur „Probe- 
exzision" aufzuschneiden, nachdem man mit Hilfe unserer CT-Gerate 
die gelenknahe Osteolyse entdecken konnte, so daB nunmehr der Callus 
ins Gewebe auslief und man z.B. die Beine (bei akutem Kniegelenks- 
Rheumatismus reihenweise amputieren muBte unter der Diagnose 
„Osteosarkom". Mortalitat: 98%. Friiher starb uns nie ein Patient daran. 
Uberlebensrate 100%! 

Ich habe mir einmal die Muhe gemacht und 3 Universitatskliniken abtelefo- 
niert mit der Frage, wo denn die Abteilung fur akuten Gelenkrheumatismus 
sei oder wo solche Patienten hinkamen. Es wurde mir in alien 3 Universi- 
tatskliniken mitgeteilt, solche Abteilungen gabe es nicht mehr. Bei solchen 
Patienten wurde eine Probeexzision gemacht, danach wurden sie auf die 
onkologische Abteilung gelegt und mit Chemo behandelt unter der Diagnose 



499 



„hochmalignes Osteosarkom", wie nur ein Oberarzt diensteifrig erklarte. 
Nun kann man in jedem Onkologiebuch nachlesen, daB Osteosarkom mit 
Chemo, Operation und Morphium behandelt, eine sehr hohe Mortalitat hat. 

Ich weiB, was ich sage, wenn ich feststelle: So unendlich dumm kann gar 
kein Arzt sein, daB ihm das nicht langst aufge fallen ware: Friiher starb bei 
akutem Gelenkrheumatismus kein einziger und heute sterben bei exakt der 
gleichen Symptomatik, allerdings bei nunmehr veranderter Diagnose 
(„Osteosarkom") praktisch alle! 

21.5.1.5 Der Leistungssport und die ossaren 329 Entkalkungen 
(Osteolysen = Knochenkrebs), Osteosarkome und Leukamie 

Auf den ersten Blick hat der Leistungssport mit den Osteolysen, d.h. Kno- 
chenkrebs, den Rekalzifikationen und der Leukamie nichts zu tun. Aber das 
tauscht. Nach der Neuen Medizin ist das gar nicht voneinander zu trennen. 

Der Leistungssport, spatestens seit er zum sog. Berufssport geworden ist, 
verlangt Hochstleistungen, sowohl auf organischer als auch auf psychischer 
Ebene. Diese Hochstleistungen kann ein Sportier nur in Sympathicotonie 
erbringen. Normalerweise genugt dazu die physiologische Sympathicotonie, 
mit der jeder Mensch und jedes Tier seine Leistungen steigern kann. Aber 
im Falle eines Biologischen Konfliktes mit SBS kann diese Leistung noch- 
mals gesteigert werden. Beim SBS kann der Sportier Hochstleistungen er- 
bringen, die iiber sein Leistungslimit hinausgehen. Alle bewundern ihn: 
„Wie gut er ist!" Hat z.B. ein Radrennprofi seine dadurch moglich gewor- 
dene Hochstleistung erbracht und gonnt ihm die Radsaison danach etwas 
Ruhe, dann kommt er in die pel-Phase und nimmt z.B. 10 kg an Gewicht zu. 
Alle sagen: „Wie schlecht ist er jetzt!" „Ja", sagen die Sportarzte dann, „das 
kommt, weil er Ubergewicht hat." 

Alles das stimmt nur halb und war im Grunde falsch, weil alles nur aus 
lauter Hypothesen bestand, die zudem nur auf organischer Ebene aufgestellt 
wurden. Verstanden hatte nie jemand etwas! 

Jeder Sportier hat auBer den normalen menschlichen Konflikten, die ande- 
re Menschen auch haben, auch speziell durch den Sport ausgeloste Biologi- 
sche Konflikte, wenn er z.B. bei einem Entscheidungsspiel um eine Meister- 
schaft versagt hat. Er empfindet dieses Versagen normalerweise als Un- 
sportlichkeits-Selbstwerteinbruch, wobei jede Sportart ihre besonderen 
Skelettbereiche hat, wo dieser Selbstwerteinbruch-Konflikt empfunden wird. 
Der Leichtathlet oder Tennisspieler empfindet ihn gewohnlich im Kniebe- 



Os- = Wortteil mit der Bedeutung Knochen 



500 



reich, der Handballer im Ellbogenbereich, wenn er im entscheidenden Mo- 
ment den entscheidenden Ball nicht ins Tor werfen konnte. Wenn er dagegen 
zu langsam war, kann er ihn auch im Kniebereich empfinden, dazu auch 
noch im Schilddrusenbereich (Konflikt, nicht schnell genug gewesen zu sein, 
den Brocken oder Ball zu erreichen). Der FuBballer kann den Unsportlich- 
keits-SWE entweder im Kniebereich oder im FuBbereich empfinden, der 
Tischtennispieler im Handgelenksbereich, der Speerwerfer im Schulterge- 
lenksbereich mit dem er den Speer wirft. 

Wird nun der FuBballspieler wegen seines Versagens aus der Mannschaft 
herausgenommen, und auf die Reservebank oder in die 2. Mannschaft ver- 
bannt, dann erleidet er gewohnlich noch zusatzlich einen Revier-Konflikt. 
Alles das haben wir naturlich bisher nicht gewuBt. Wir glaubten, der 
Sportier musse nur genugend motiviert werden, um die Leistung zu erbrin- 
gen, notfalls mit Geld oder ... per Doping. 

Wenn Ihr dieses Kapitel gelesen habt, liebe Leser, wird es Euch wie 
Schuppen von den Augen fallen. Dann werdet Ihr Berufssportler mit ganz 
anderen Augen sehen konnen. 

Das Grundprinzip ist ganz einfach. Wir miissen uns das 2. Biologische 
Naturgesetz, also nach dem DHS die Aufeinanderfolge von Sympathicoto- 
nic und nach Konfliktlosung die Vagotonie mit epileptoider Krise ins Ge- 
dachtnis rufen. 

Erleidet ein Sportier, z.B. ein Tennisspieler einen Biologischen Konflikt 
im Sinne eines Unsportlichkeits-Selbstwerteinbruch-Konfliktes, weil er bei 
einem Turnier im entscheidenden Spiel (Endspiel) einen rabenschwarzen 
Tag erwischt hatte, weil er mit seinen Gedanken vielleicht ganz woanders 
war, und erleidet er eben dadurch solch einen SWE-Konflikt, dann ist er in 
Dauer-Sympathicotonie. Die nachsten Wochen ist er so gut, („in der Form 
seines Lebens"), daB er die nachsten Turniere gewinnt. Denn er hat ja nun- 
mehr zu seiner Leistungsgrenze noch das Stimulans der Dauer- 
Sympathicotonie. Wir konnen auch sagen: Er ist natiirlicherweise „gedopt". 

Hat er nach weiteren 4 oder 6 Wochen das Gefuhl, nunmehr seine Scharte 
wieder ausgewetzt zu haben, dann kommt er in die Losung, also in die 
Vagotonie. Auf organischer Ebene hatte sich in dieser konflikt-aktiven sym- 
pathicotonen Phase eine Osteolyse im Kniebereich oder, wenn es mehr um 
das Treffen des Balles ging, im Ellenbogenbereich des Schlagarms gebildet. 
In der Losungsphase schwillt nun das betroffene Gelenk an. Der Ten- 
nisspieler wird „krank". Jeder versteht, daB ein kranker Spieler nicht voile 
Leistung bringen kann. Also schont er sich, bis er wieder „gesund" ist, d.h. 
das Gelenk abgeschwollen ist. 



501 



In Zukunft hat der Spieler aber dort seine Schiene. Bei jedem Endspiel, 
das er verliert, kommt er wieder auf die Schiene. Wenn das Rezidiv dann 
nur eine Woche oder 14 Tage gedauert hatte, ist die Schwellung des Ge- 
lenks evtl. nicht so stark, daB man sie deutlich erkennen kann. Der Spieler 
spielt - in Vagotonie - und spielt schlecht. Er spielt nicht deshalb schlecht, 
weil er schlecht ist, sondern weil er in Vagotonie ist, auch wenn er dabei 
kein Fieber hat. Jedes Tierchen wiirde sich instinktsicher ins Nest legen und 
warten, bis die Zeit, sich mit dem Gegner zu messen, wiedergekehrt ist. 
Beim Sportier wird dann von „Leistungstrager", Bestandigkeit und dergl. 
gefaselt. Der Sportier muB spielen, obgleich er eigentlich keine Hochlei- 
stungen erbringen kann. 

Noch schlimmer ist es z.B. wenn nach dem DHS des Unsportlichkeits- 
SWE-Konflikts fur den Sportier die Saison zu Ende ist (Radrennsaison, 
Tennissaison, FuBballsaison). Dann griibelt er evtl. bis zu nachsten Saison 
iiber seinen Konflikt... und kann ihn vielleicht sogar erst am Ende der nach- 
sten Saison losen. Einen solchen Fall mochte ich Euch zeigen: 

Ein 17jahriger Tennisspieler hatte die Club-Jugendmeisterschaft gegen einen 
jiingeren und schwacheren Mitspieler verloren, gegen den er sonst immer 
hoch gewann. An dem Tag hatte er eben solch einen rabenschwarzen Tag. 
Er erlitt einen Unsportlichkeits-Selbstwerteinbruch-Konflikt mit einer 
Osteolyse im linken Kniebereich (Tibia und Femur ). Da nach dem ver- 
lorenen Spiel die Saison zu Ende war, konnte er seinen Konflikt erst ein 
Jahr spater dadurch losen, daB er nun endlich Jugend-Clubmeister wurde. 
Mit dem Moment der nunmehr gewonnenen Clubmeisterschaft, d.h. der 
Losung des Konflikts, bekam er Schmerzen im linken Knie. 



330 Tibia = Schienbein 
31 Femur = Oberschenkelknochen 



502 





Osteolyse des Schienbeinkopfes in 
Gelenkhohe, auch als sog. „Schlatter- 
Syndrom" fruher bekannt. 



In der pel-Phase, also nach gewonne- 
ner Jugend-Clubmeisterschaft, kam es 
zu einer sog. Spontanfraktur des 
osteolysierten Tibiakopfes, bevor noch 
der eigentliche Heilungsvorgang wirk- 
lich einsetzen konnte. Am Femurkon- 
dylus 332 sehen wir ebenfalls diskrete 
Osteolysen (kleiner oberer Pfeil links) 
mit beginnender Schwellung des Knies. 

Naturlich haben diese Sportier, von den iibrigen moglichen zusatzlichen 
Konflikten einmal abgesehen, samtlich einen sog. akuten Gelenkrheumatis- 
mus mit Leukamie, wenn auch meist in abgemilderter Form, wenn der Kon- 
flikt nicht so lange gedauert hatte. Die Sportarzte haben naturlich nicht 
gewuBt, daB sich die Sache so verhalt. Sie erstellten immer Leistungs- und 
Belastungsprofile. Hatte der Sportier aber kein Fieber, jedoch ein gemin- 
dertes Leistungsprofil, dann hieB es: Trainigsriickstand! 

Mit Hilfe der Neuen Medizin konnen wir nun alle diese Phanomene leicht 
und geradezu zwingend erklaren. Wir verstehen auch „einmalige Hochstlei- 
stungen" neu zu sehen, die ein Sportier spater selten oder nie mehr erreicht. 
Denn wenn ein gut trainierter 100-Meter-Laufer noch kurz vor dem Wett- 
kampf einen Biologischen Konflikt erleidet, dann ist er noch fitter als fit, 



332 



Kondylus = Gelenkkopf 



503 



d.h. er lauft die 100 Meter nunmehr 2 Zehntelsekunden schneller, als bisher 
seine beste Zeit gewesen war. 

Wir verstehen auch, daB man dieses Uberschreiten der normalen Lei- 
stungsgrenze versucht hat, durch Dopingmittel (= Sympathicotonica) zu 
bewirken, wenn wir hier einmal die indirekten Dopingmittel (Anabolika, 
Testosterone etc.) nicht beriicksichtigen. Ebenso wollen wir an dieser Stelle 
die Periodenschwankungen bei der Frau unberiicksichtigt lassen. 

Wiirden wir einem verletzungsgeplagten Sportier klarmachen wollen, er 
habe da immer eine kleine Leukamie zwischendrin, er wiirde uns einen Vo- 
gel zeigen. Jetzt versteht Ihr, liebe Leser, warum ich die Leukamie als viel- 
leicht haufigste „Krankheit", sprich Heilungsphase eines SBS bezeichnet 
habe. Wiirden die Schulmediziner genau diagnostizieren, hatten sie schon 
langst die ganze Sportlerwelt mit Chemo dezimieren miissen. Die armen 
Schafchen, die erwischt werden und bei denen man eine Leukamie diagno- 
stiziert, bei denen hatte der Konflikt ein biBchen langer gedauert. 

Die Osteolysen mussen naturlich nicht immer in unmittelbarer Gelenknahe 
sein, sondern wie unter dem Unterkapitel „Osteosarkom" bei der Snow- 
board-Fahrerin: Wenn sie sich nicht sportlich genug fuhlte und gleichzeitig 
das Gefuhl hat: „das schaffe ich nicht", dann ist die Osteolyse eben z.B. 
zwischen Knie und Schenkelhals gelegen (Schenkelhals des Femurs = 
Schenkelhalsknochen), wie dieser Fall zeigt. 

21.5.2 Die atraumatischen Skelettveranderungen 

Die vielen nicht traumatischen Skelettveranderungen, insbesondere auch der 

ill 

Wirbelsaule (Skoliose, Kyphose, Lordose , sog. Morbus Bechterew etc.) 
konnen wir nun sehen als unter leukamischer Heilungsphase abgeheilte 
Restzustande von Skelett-Osteolysen bei einmaligen oder rezidivierten Sinn- 
vollen Biologischen Sonderprogrammen, hier Selbstwerteinbruch- 
Konflikten. 

Die Legion von nicht- traumatischen Knochenveranderungen, deren Ursa- 
che wir friiher nicht erklaren konnten (essentiell, habituell , idiopathisch , 
idiosynkratisch ), die wir als Bechterew-Krankheit oder als „Syndrome" 



1 !3 Lordose = nach ventral konvexe Verbiegung der Wirbelsaule in der Mediane- 



° 4 habituell = gewohnheitsmaBig, ofter auftretend 



bene (Ggs. Kyphose) 
habituell = gewohr 

idiopathisch = ohne erkennbare Ursache entstanden, Ursache nicht nachge- 
:sen 
Idiosynkrasie = Uberempfindlichkeit gegeniiber bestimmten Stoffen 



335 



wiesen 

336 



504 



bezeichneten (Cervical-Syndrom, Lumbago 337 , Lumbal-Syndrom etc.), wa- 
ren und sind im Prinzip immer ein- und dasselbe: Rekalzifizierte Verande- 
rungen nach vorausgegangenen Osteolysen. Diese wiederum entstanden 
ausnahmslos als Sinnvolle Biologische Sonderprogramme nach einem DHS 
eines Biologischen Selbstwerteinbruch-Konfliktes. Die Rekalzifizierung 
aber konnte jeweils nur erfolgen unter Ausdehnung des Periosts, dabei 
Schmerzen, sowie der dazu gehorigen oder obligatorisch vorhandenen Leu- 
kamie, meist mit konflikt-aktiven Rezidiven und ebenso rezidivierenden 
leukamischen Heilungsphasen. 

Da der Selbstwerteinbruch in seinen vielerlei verschiedenen Inhalten (siehe 
Skelett-Schema der Tabelle) und Kombinationen wohl der haufigste Biolo- 
gische Konflikt ist, den wir kennen, und da sich die allermeisten Selbstwer- 
teinbruch-Konflikte irgendwann doch mal losen und den Knochen unter 
leukamischer Heilungsphase wieder rekalzifizieren lassen, so versteht Ihr, 
liebe Leser, hoffentlich spatestens jetzt, warum es ein absoluter Schmarren 
ist, die zufallig entdeckten Leukamien als etwas Besonderes oder gar als 
etwas besonders Schlimmes zu erklaren. Denn die Heilungsrate - wenn man 
sich nicht mit Chemogiften traktieren laBt - betragt auch beim Tier an die 
100%! 

Die Hohe der Leukozytenzahlen im peripheren Blut (samt sog. Elasten) 
scheint eine Sache der individuellen Reaktion zu sein. Je mehr Leukozyten 
oder Leukoblasten, desto besser ist die Heilungsreaktion des Knochen- 
marks! Rekalzifiziert wird der Knochen bei 11.000 Leukozyten moglicher- 
weise in gleicher Weise wie bei 500.000 pro mm . 

Ohne Panik, speziell Blutpanik, stirbt praktisch kein Patient, muB jedenfalls 
keiner sterben! 



Lumbago = HexenschuB 



505 



21.5.2.1 Schema der Skoliose-Entstehung 




oder: 






1/ 



[wirhelkB^i 



| Osicolyse] fl 



Bandsdieibe 



Wirbelkorper-Osteolysen bewirken ein seitliches Einknicken der Wirbel- 
saule. Bei der spateren Rekalzifizierung (mit Leukamie) bleibt die Skoliose. 

Beim Morbus Bechterew ist der gleiche Mechanismus gegeben, nur daB hier 
die Osteolysen ventral oder dorsal im Wirbelkorper gelegen sind. 
Dadurch kommt es durch haufige Rezidive schlieBlich zu 

a) Bechterew nach vorn (nach vorne gebiickt = Kyphose) 

b) Bechterew nach hinten (nach hinten iiberstreckt = Uberlordose) 



21.5.3 Die Osteosarkome 

Die sog. Osteosarkome sind normalerweise sehr sinnvolle biologische Ab- 
stiitzvorgange eines destabilisierten Knochens wie wir noch sehen werden. 



506 



Dies gilt mit Ausnahme der durch arztlichen Unverstand z.B. bei der Probe- 
exzision in ein prall aufgedehntes Periost verursachten iatrogenen Osteosar- 
kome. Von „B6sartigkeit" kann iiberhaupt keine Rede sein. 

In der Natur kommt der offene Bruch im Zusammenhang mit einem DHS 
haufig vor. Denn ein Beinbruch entscheidet da oftmals iiber Tod und Leben. 
DaB das Individuum sich an der frakturierten Stelle in seinem Selbstwert 
eingebrochen fuhlt, ist nur folgerichtig. Wenn also das Periost bei der 
Fraktur eroffnet ist, auch wenn, wie bei der Definition der offenen Fraktur, 
der Zugang nach auBen nicht gegeben ist, dann ist die Notwendigkeit fur 
das Osteosarkom gekommen, das Mutter Natur millionenfach einstudiert 
hat. 

21.5.3.1 Biologischer Sinn des Osteosarkoms 

Das, was in der Schulmedizin als sinnloser bosartiger Tumor bezeichnet 
wird, ist ein sehr sinnvoller biologischer Vorgang. Es gibt dem Menschen 
oder Tier selbst dann noch eine reale Chance, wenn durch eine Verletzung 
des Periosts an der betroffenen Stelle der „Periostsack-Mechanismus M nicht 
mehr funktioniert. Das Auslaufen des Callus wird von der Natur bzw. unse- 
rem Organismus nicht etwa als „Panne" begriffen, sondern sofort aktiv zur 
Bildung einer stabilisierenden Manschette verwendet. Der Callus lauft also 
nicht, wie wir fruher geglaubt hatten, „irgendwohin", sondern er wird vorn 
Organismus zirkular in Form einer Manschette um den Knochen herumge- 
fuhrt, so daB am Ende eine zirkulare Stabilisation des Knochens resultiert. 

So einfach ist das eigentlich. Derzeit sind 90% und mehr unserer Osteo- 
sarkome iatrogen ausgelost. Das geschieht dadurch, daB meine ehemaligen 
Kollegen bei jeder Osteolyse, die wir gewohnlich erst in der Heilungsphase 
bemerken aufgrund der Schwellung durch Gewebsflussigkeit, die obligatori- 
sche Probeexzision entnehmen. Die Schulmediziner schneiden dabei das 
Periost auf, um an das Knochengewebe um die Osteolyse heranzukommen. 
Der angeblich notwendige diagnostische Eingriff ist in Wirklichkeit vollig 
uberflussig und sinnlos. Ein Rontgenbild und der psychische Befund wurden 
zur Klarung ausreichen. Denn das Ergebnis ist stets das gleiche: Osteosar- 
kom. Das bedeutet in der Symptommedizin in den meisten Fallen: Amputa- 
tion und Chemo aber vor allem unendliche Panik, denn die Mortalitat bei 
Osteosarkom liegt bei 90%. Genauer und richtiger aber miiBte es heiBen: 
Die Mortalitat bei totaler Panik und idiotischer Pseudotherapie ist 90%. 
Ohne diese sinnlose Probeexzision ware die Uberlebensrate der Patienten 
mit einer Osteolyse in der Heilungsphase und mit kleiner Leukamie fast 
100%. 



507 



Aber selbst nach solch einem unnotigen Eingriff ist in der Neuen Medizin 
noch kein Grund zur Panik gegeben. Zwar geht es nach solchem Eingriff 
darum, den Pfusch der Schulmedizin zu reparieren. Aber selbst das ist noch 
moglich wie erst kurzlich exemplarisch nach den Regeln der Neuen Medizin 
demonstriert werden konnte. Denn diese fast weiBen, blutlosen Osteosar- 
kom-Knollen lassen sich ganz einfach stumpf aus dem Gewebe herausscha- 
len. Sie sind mit dem umliegenden Gewebe nicht oder fast nicht verwachsen. 
Die Schulmediziner haben die armen Patienten stets mit einem Trick zu 
fassen und in Panik zu bringen vermocht: Wenn man bei dem einen sog. 
Osteosarkom nach Probeexzision in einem Bereich, der nicht zu amputieren 
geht, wie z.B. im Becken, Chemo gibt, dann stoppt man mit der Vergiftung 
bekanntlich jeglichen Heilungsvorgang. 

Nun hat man immer behauptet, man miisse das Tumorwachstum nieder- 
halten, die bosen Teufelchen quasi in Schach halten, deshalb miisse man 
Chemo geben. Da mit dieser Pseudotherapie jeder Heilungsvorgang toxisch 
abgewiirgt wird, wird naturlich auch der biologisch sinnvolle Rekalzifizie- 
rungs-Vorgang und auch der Osteosarkom- Vorgang abgewiirgt, was man 
sich unsinnigerweise als therapeutischen Effekt gutgeschrieben hat. In 
Wirklichkeit war es schlimmster Unfug. Die Panik blieb, das Knochenmark 
wurde zerstort und der Patienten starb mit allerhochster Wahrscheinlichkeit. 
Denn jedesmal, wenn man mit der Chemo aufhorte, kam evtl. der Heilungs- 
vorgang nochmals wieder in Gang. Dann schrien die Mediziner, die Krebs- 
zellen seien zuriickgekehrt und miiBten mit noch scharferen Mitteln mit 
Stumpf und Stiel ausgerottet werden. Ein iatrogener Teufelskreis, der fast 
immer mit dem Tod des Patienten endet. 

\ Wir sehen links im Rontgenbild 

\und unten im CT, daB sich eine 

'callushaltige Manschette um den 

losteolytischen Teil des Knochens 

\gelegt hat. Der Callus ist also 

\nicht, wie man vermuten konnte, 

in Richtung des geringsten Wi- 

derstandes ausgelaufen, sondern 

\er ist sinn- und planvoll um den 

\ganzen Knochen herumgelaufen. 

\um diesen Knochenabschnitt zu 

Istabilisieren. Der laterale Anteil 

\dieses sinnvollen Tumors wurde 

lentfernt. Das waren alleine ca. 3 

kg derb-knolliges wenig durch- 

blutetes Material. Der mediale Anteil wurde zundchst belassen, well dort die 




508 



groEen GefaBe verlaufen. Dieser mediale Anteil kann leicht in einer spdteren 
Operation technisch problemlos von medial her ausgeraumt werden. 

Auf der ndchsten CT-Abbildung vom 
18.11.98 des linken Oberschenkels babe 
ich ausnahmsweise einmal die linke Seite 
nach rechts gedreht, damit der Vergleich 
mit den vorangegangenen Rontgenbil- 
dern leichter fallt. 

Fruhere OP-Einschnittstelle des linken 
Oberschenkels dorsolateral (seitlich). 
Der Operateur wollte aus dem Knochen 
eine Probeexzision herausholen, eroff- 
nete demgemaB das Periost und 
holte gallertartiges callushaltiges 
Material aus dem eroffneten Pe- 
riost-Sack. 




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Im GroBhirnmarklager sehen wir 
(Pfeil) auf der rechten Hirnseite 
fiir das linke Bein den HH in 
typischer wechselnd rezidivieren- 
der ca-Phase und pel-Phase. HH 
ventral (gestrichelt): Verlust- 
Konflikt den linken Eier